Junge deutsche Nation.
15 Preisträger unserer W-chn-chtepr-teausg-b- „Schöne deutsche $»«»< und Kinderlieder" -rzähl-n S«sch>cht-».
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. Doch als sie dann grüßt- der deutsch- Rhein, st-ißig- Bauer denkt schan^an °-n^na-M-n £=g
KN. lana- Brücke betritt ihr Fuß, nach, Vielleicht ein Dieb? Er springt aus dem Bett,
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Hals.
Hans Schmandt, Gießen, 14 Jahre.
Und
Der Wir Des Der
Eine lange Brücke betritt ihr Fuß, Dem anderen Ufer gilt jetzt ihr Gruß. Doch, was werden dort für Menschen sein? Gibt's auch noch Deutsche jenseits am Rhein?
Mücken und Spinnen singen dazu:
Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm. Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um. Sagt, wer mag das Männlein sein, das da steht im Wald allein mit dem purpurroten Mäntelein!
Liselotte Seybold, Gießen, 13 Jahre.
Erste spricht: „Unser Ziel ist klar, dreie wandern zur deutschen Saar, Vaters Rheines Töchterlein,^ schönen Mosel Schwesterlein."
einschlafen und von den lieben Sternlem, Mucklein und Fischlein träumen. Annemarie sagte ihr Gebet. „Gute Nacht", rief ihr die Mutter noch zu. Dann schloß sie leise die Tür.
Annemarie schlief. Da drang plötzlich heller Lichtschein in's dunkle Zimmer. Viele kleine Sternenkinder, Mücklein und Fischchen hüpften hinein. Neu- aierio betrachteten sie das schlummernde Kind. Ueberall brummte und summte es. Alle waren froh, tanzten und lachten. Mitten in dieser bunten Gesellschaft stand ein alter Fisch mit einer Brille. Da ummten die Mücklein und lispelten die Sternlem und riefen die Fischlein: „Zähle uns doch! . J^nne« marie sagte: „Oh, ich weiß es schon, daß ich euch nicht zählen kann. Nur der liebe Gott kann euch zählen. Da huschten all die Sternlein, Mucklem und Fischlein hinaus. Nur der alte, graue Fisch, nut der Brille auf der Nase, drehte sich um, machte Annemarie eine lange Nase, dann huschte auch er davon.
*
Annemarie wachte auf, als die Sonne durchs Fensterlein schien.
rennt in der Eile den Nachttopf um, schlüpft m die Pantoffeln und teilt seiner Frau alles mit. Schon ist er zur Tür hinaus. Draußen ergreift er den Besen. Ha! Diesem Kerl will er es zeigen. Er geht bis zum Gänsestall, von dem er immer noch
Wir sind auf einem Gute. Schon lange ist die Nacht hereingebrochen und alles liegt im Bett. Der fleißige Bauer denkt schon an den nächsten Tag 1 Dr. ;r+ Sag? Wrin hnrf
Kaum war die letzte Strophe beendet, als 2Inne= marie sagte: „Das war schön, nun werde ich gleich
Aber der 'ist sehr froh darüber und fängt sofort ein lustiges Gespräch mit dem Käferlein an. Die Tannennadeln und Gräser sind furchtbar erstaunt, daß sich ein Lebewesen in die Nähe ihres Feindes wagt.
Als es aufhört zu regnen, geht das Kaferchen wieder fort. Aber nach einer Stunde ungefähr kommt es wieder mit vielen Mücken, Käfern und Spinnen. Sie wollen alle unseren Pilz besuchen und sehen, ob das Kaferchen recht hat. „Herr Pilz , sagen sie, „wir haben gehört, daß dieses Kaferchen hier bei Ihnen Unterkunft gefunden bat, und daß es ihm gut gefallen hat. Da haben wir beschlossen, Ihnen einen Besuch abzustatten. Wenn Sie wirklich so nett sind, dann kommen wir öfters zu Ihnen! Freudig erwidert der Pilz: „Ich werde mir Muhe geben, euch gut zu unterhalten. Eigentlich hattet ihr gar keinen Grund, meine Gesellschaft zu meiden. Früher, wie die anderen Pilze noch bei mir standen, und wie die immer Besuch bekamen, haben sie mich auch eingeladen. Aber wie sie geholt wurden von fremden Leuten, wurde die Gesellschaft immer seltener und schließlich war ich ganz allein. Und sie plaudern und schwatzen noch bis zum Nachmittag. . . .
Als der Besuch gehen will, kommt gerade eine Grille ^daherspaziert. Die muß der lustigen Gesell- • schäft ein Liedchen vorspielen. Sie spielt eine ganz : neue Melodie auf ihrer feinen Geige, und die Käfer,
klinat es von einem bleibe an einem L-
Der zweite sagt: „Das ist em Spaß, Doch ach, uns fehlt der Reisepaß, Die Saar regiert der Völkerbund, Das ist für mich zu rund."
Da sagt der Dritte: „Das läßt mich kalt, Die Grenze durch Deutschland verschwindet bald, Deutschland den Deutschen, so soll es sein, Da misch' sich kein Fremder hinein.
Dann ziehen wir durchs deutsche Land Von den Alpen bis zum Meeresstrand, Dann singen wir ein deutsches Lied, Das zu dem Himmel zieht."
Minna Sommerlad, Gießen, 14 Jahre.
Doch deutsch gibt man ihnen auch
Deutsch sind die Menschen auch hier,^b^ieder und Deutsch denken sie, fühlen sie, wollen sie sein, Deutsch bis in ewige Zeiten hinein.
Sie eilen weiter über Täler und Höhn, Können an der Schönheit des Landes nicht satt sich sehn.
Und endlich kommen die Drei sogar Ins reiche Land an der deutschen Saar.
Hier wehen tausend deutsche Fahnen im Wind, Und alle wissen es: Greis, Jüngling und Kind, Daß die schweren Tage dieses Landes bald vorbei, Daß nach fünfzehn Jahren sie nun werden frei.
So spät am Abend war Annemarie noch nicht wach gewesen. Wenn nicht heute mittag ihr Onkel gekommen wäre, läge sie jetzt schon längst in ihrem weichen Bettchen. Oh, wie dunkel war es doch! Annemarie stand am Fenster und schaute m die tille Nacht hinaus. Wie viele Sterne gab es doch. Leise zählte sie. Eins, zwei, drei ..., vier ..sechs
Fuchs, du hättest die Gans gestohlen, . .. wäre der Bauer nicht gewesen.
*
Außerdem habe ich mir noch erlaubt über em Bild ein Gedicht zu machen:
Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein, das sieht man auf diesem Bilde sehr fein.
Was führen die drei wohl in ihrem Sinn, Wo führt ihre Wanderung hin?
..., zwölf ..., sechzehn. Annemarie hörte auf zu zählen. Es waren viel zu viele. „Vielleicht waren es gar keine Sterne, sondern nur Löcher im Himmel, durch die der liebe Gott und die Enqlein zu ihm herabschauten", dachte Annemarie. „Gute Nacht, all ihr Sternlein!" rief sie dann und winkte zu den Sternen hinauf. Und die glitzerten und funkelten so hell, als wollten sie ihm auch winken. *
10 Minuten später trat die Mutter in die Kam-, mer. „Du schläfst ja noch nicht, Annemarie, sagte sie. „Singe mir doch bitte mal das Lied von den Sternen und dem lieben Gott, Mutti , bat Annemarie und schlang ihre Hände um der Mutter
Sie ziehen den schönen Rhein entlang, Sie ruhen an manchem Rebenhang, Sie kosten manchen guten Wein scherzen mit Mägdelein.
Fuchs, du hast die Gans gestohlen.
In einem herrlich gelegenen, lieblichen Tälchen, nahe am Waldrande, lag ein einzelnes Gehöft. Darin wohnte ein wohlhabender Bauersmann. Viele Tiere nannte er sein eigen. Dazu gehörte auch eine blütenweiße Gans, die Tag für Tag in den saftigen Wiesen auf die Weide ging. Diese Gans sollte unserem Bauersmann einen knusprigen, duftenden Weihnachtsbraten liefern. So ost der Bauer die fette Gans sah, dachte er an den wunderbaren Braten, und das Wasser lief ihm im Munde zusammen. Doch er hatte die Rechnung ohne Reinecke den ded)5 gemacht, der seinem Vetter, dem Meister Grimbart, in dem nahen Walde eine großartige Erdburg abgenommen hatte. Dieser rothaarige Räuber hatte schon lange die schneeweiße Gans beobachtet und sich ebenfalls auf den schönen Braten gefreut. Immer aber war ihm jemand im Wege. Einmal war es der Hofhund des Bauern, ein andermal waren es die Knechte und Mägde, die auf dem Felde arbeiteten, wieder ein andermal war es gar der Jäger. An einem Herbstabend nun, hier und da glimmten noch einige Kartoffelfeuer, Da wollte Witschel Watsche! ihrem Stalle zu wackeln. Nicht weit vom Hoftor schnappte der freche Raubet die friedliche Gans und schleppte sie m seinen Bau. Wütend und mit groben Schimpfworten sah der Bauer den rothaarigen Raubgesellen im nahen Wald verschwinden. Reinecke verzehrte den schonen Weihnachtsbraten auch vor dem 25. Dezember. Uni ser Bauersmann aber machte nun den Jager, der aus der nahen Stadt hierher auf die Jagd kam, auf den frechen Räuber aufmerksam. Als das Fell des Fuchses nun im Herbst schön dicht geworden war. setzte sich der Jäger auf den Anstand. Re necke schnürte wieder gemächlich am Waldrande auf unS ab und schaute nach Beute aus. Auf einmal Piff- paff! Der freche Burgbewohner walzte sich m ' feinem Blut. So erhielt er eine gerechte Strafe fut seine Räubereien.
, Werner Emmel, Staufenberg, X2
wann gehen wir denn mal zum Kurtel? , tonn sagte Hänschen ganz verächtlich: „Pah, meine Sachen sind doch viel schöner".
Bärbel Plank, Gießen, 12 Jahre.
es von einem entfernteren Baume Kuckuck, Kuckuck. Müde begebe ich mich nach Hause, erfreut, zum ersten Male den scheuesten Vogel unseres Waldes aus nächster Nähe gesehen zu haben. Immer und immer wieder aber klang es mir auf meinem Heimwege in den Ohren: Kuckuck, Kuckuck.
Albrecht Schäfer, Wieseck, 11 Jahre.
Stille Nacht, heilige Nacht!
An der Krippe des Jesuskindleins halten Maria und Joseph einsame Wacht. Das Kindlein liegt in einer Holzkrippe auf Heu und auf Stroh, lieber dem Häuschen steht der Stern, der den Hirten auf dem Felde den Ort zeigt, wo sie das Jesuskindlein finden können.
Dieses Bild haben wir auch in unserer Kirche und gehen wir auch an Weihnachten hin, um Maria und Joseph mit dem Kindlein zu sehen Am Weihnachtsabend läuten die Glocken vom Kirchturme und laden zur Christfeier ein. Groß und klein schreitet dem Gotteshause zu. Die Kirchture ist weit geöffnet Der Weihnachtsbaum strahlt allen entgegen Wie prangt die Tanne im Lickterschmuck. Orgelklange durchbrausen den Raum. Andächtig singt die^ Gemeinde Weihnachtslieder. Nach dem Gottesdienst ziehen alle heim. Alt und Jung ist gespannt, was ihnen das Christkind bescheret hat.
Hans-OttoGlöckner, Lich, 8 Jahre.
Das Märchen vom Männlein
Wenn wir marschieren ...
So, wie auf dem Bild- „Wenn wir marschi-r-n' zoaeu auch wir, das Gi-ßener Jungvolk, im Herbst 1933 in das Herbstmanöver in das Busecker 4xu. Schöne unvergeßliche Tage waren es und die freundlichen Bauern sorgten für unseren Magen Mancher von uns Buben wird noch heute an den herrlichen „Quetschekuche" benten und die fetten Würste die vertilgt wurden, bleiben ebenfalls in guter Erinnerung. Tagsüber wurde im Gelände gespielt und Abends im Quartier gesungen; um neun Uhr ging's in die „Falle". Und nun, liebe Kameraden, eine gutgemeinte Mahnung:
Bist auf einer Jungvolkreise , Hei, wie ist das eine Lust Wähle immer deine Speise Und bezähme deinen Durst.
Unser „Fritz" hat's nicht kapiert, Trank zu „Quetschekuche" Wasser drein Was da alles ist passiert???
Glücklich kamen wir doch heim.
Heinz-Werner Fehl, Gießen, 11 Jahre.
Oie Mutter an der Wiege.
Ach, wie müde ist das kleine Bübchen, und es kann immer noch nicht einschlafen. Die Mutter sitzt ber ihm und wiegt die Wege sanft hin und her. Das arme kleine Bübchen kann aber den Schlaf nicht finden. Auf dem Fenster und der Kommode stehen Blumen; diese haben schon lange die Aeuglein geschlossen. An der Wand hängen zwei Bildchen Sie hängen still und ruhig da; denn der Schlaf hat ihnen die Augen geschlossen. Es ist schon dunkel Draußen,
„Wer will unter die Soldaten"...
Hänschen hatte viel zu Weihnachten bekommen. Er hatte sich auch sehr darüber gefreut. Am meisten freute ihn aber doch das Dorf mit den niedlichen Soldaten. Er spielte den ganzen Hl. Abend damit und all- Feiertage. Es war am Neuiahrsmorgen, als Hänschen wieder einmal fein „Dorflein , wie er es nannte, aufstellte. Gerade stellte er den letzten Soldat vor das Schilderhäufel, da wurde er van Mutti gerufen. Schnell lief er hm, denn er war
mal besucht hat. Zornig greift der Bauer nach der Mistgabel und rennt dem Fuchs nach. „Du Mi^ gebaut, du vefluchtes, du Honnd. Ich flie der ach 0 mei Gaisl" so härt ihn ,-IN- Frau fllrchen Doch der Fuchs war fort und hat sich nie wieder
3m schönsten Wiesengrunde ist meiner Heimat Haus...
In einem schönen Wiesengrunde stand ein ^öus« dien, das Geburtshaus eines jungen Mannes. Cr liebte seine Heimat über alles. Gerne machte er Ausflüge und freute sich immer, wenn er von Der Ferne sein Heimathaus sah. Einmal ging er aus Wanderschaft in die weite Welt. Wie fiel ihm der Abschied da so schwer von seinem geliebten Vaterhaus. Aber wo er auch in der Welt war, nirgends konnte er es vergessen. Als er nun älter war und sein Leben bald zu Ende ging, hatte er nur noch den einen Wunsch, daß er in seinem Wiesengrund zur ewigen Ruhe gebettet sein wollte. Dabei mochte man ihm noch ein deutsches Heimatlied singen.
„6s zogen drei Burschen ..."
Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein." Schon lange mögen marschiert sie (ein.
Der erste war Bayer, der zweite ein Schwab, Der dritte ein Preuße von der Angerap.
Sie trafen zusammen und kannten sich nicht, Nie sahn sie vordem sich von Angesicht.
Sie zogen gemeinsam fortan ihre Bahn, Es zog sie hinab zur herrlichen Lahn.
Dort freuten sie sich an der Berge Grün, Sahn die blaue Lahn hin zum Rheine ziehn, Und folgten ihr fröhlich mit Hellem Gesang . Immer an alten Schlössern und Burgen entlang.
,. Die Mutter sang:
Weißt du wieviel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt, weißt du wieviel Wolken gehen weit hin über alle Welt, Gott der Herr hat sie gezählet, daß ihm auch nicht eines fehlet an der ganzen großen Zahl an der ganzen großen Zahl.
immer folg,am. Jetzt war Tante Mayer da die > lud ihn für heut' nachmittag zum Geburtstagskaffee ihres Kurtchen ein. „Und dann", fügte sie hinzu, „sollst du jetzt auch mal gleich rüberkommen unD sehen was Kurtchen bekommen hat." „Au fern , agte Hänschen, schnell Mantel und Mütze und vergessen waren die Soldaten. — Kurtchens Eltern • waren sehr reich, und Kurtchen hatte viel zu Weihnachten und zum Geburtstag bekommen, viel mehr als Hänschen. Nun spielte Hänschen fein bei feinem Freunde — Als er nach Haufe kam, gefielen ihm eine Sachen nicht mehr. Er erzählte nur noch von Kurtchens Sachen. Nicht einmal fein „Dorflein mochte er, und Mutti mußte ihn dazu zwingen, daß er es überhaupt aufräumte. Nun faß er den ganzen Tag und träumte, aber spielen wollte er nicht. So oft er konnte, ging er zu Kurtchen — Eines Tages sagte Mutti nur kurz: „Heut' gehst du mit mir. Und Hänschen ging mit Mutti. Sie gingen weit weit, in die hintersten und schmutzigsten Winkel der Stadt, und auf einmal — ging Mutti m eines dieser Häuser hinein. Pfui, wie schmutzia, dachte Hänschen. Da waren lauter Kinder, und Mutti sprach zu Hänschen: „Frag' doch mal d le Kmber was sie zu Weihnachten bekommen haben! Und Hänschen fragte sie. Da brachte ein Madel eine Puppe herbei, die war aus dem Warenhaus, so sah sie aus. Entsetzlich. Das Mädel war noch stolz auf ihre Puppe! Dann brachte em Junge sein „Buch" heran. „Zugabeheftchen" dachte Hans. nein.
Was habt ihr denn noch mehr bekommen? -.Mehr nickt" war die Antwort. Was, nein, Hänschen fand das furchtbar. „Oh", sagte der Junge, „man kann fein damit spielen, auch mit einem Stuhl und einem Seil, guck so!" Und er drehte einen Stuhl um setzte sich darauf wie auf ein Pferd und nahm einen Strick als Zügel zur Hand. — JRnn ging Hänschens Mutti in lauter solche Haustr, und Hänschen sah überall, mit was für Sachen diese Kinder spielen. — Als er nach Hause kam, setzte er sich an den Tisch und - spielte. 3uerft mit feinem Dorf. Die Soldaten verwunderten sich sehr. „Nanu , dachten sie „nun wird es nichts aus unserem Streik" Sie hatten nämlich beschlossen zu streiken und zu fliehen, daß sich Hänschen ordentlich argem sollte, und nun wurde nichts daraus! Hänschen spielte nun wirklich immer mit seinen Sachen, und wenn Vati mal scherzend jagte: „Na Hänschen,
Die Augen leuchten in freudiger Glut, Denn deutsch redet die Zunge, rollt das Blut. Und ist erst der dreizehnte Januar da „ Dann stimmen sie alle freudig mit „Ja .
Das hatten die Drei hier so recht erfahren, Daß selbst nach fünfzehn schweren Jahren ein guter Deutscher nicht vergißt. Daß sein wahres Vaterland Deutschland ist.
Drum dürfen wir alle voll Zuversicht glauben, Daß kein Feind uns wird diese Brüder rauben. Müssen stets nur mit frohem Mut bekennen Daß wir allezeit und mit Stolz uns Deutsche nennen!
Annemarie Meyer, Rodheim (Bieber). 12 Jahre.
,ei,en Iai! alter Meuter, Wieseck, 12 Jahre.
„Wer will unter die Soldaten?"
Wohl keines von diesen 17 Liedern hat heute so große Bedeutung wie das Lied: „Wer will unter die Soldaten". Jeder gesunde junge Mann mochte gerne zum Militär. Zu Weihnachten habe ich schon viele Soldaten gesehen, die den ersten Urlaub zu Hause verlebten. Die Militärzeit soll ja auch Die schönste Zeit des Lebens sein, wie mir mein Vater sagte. Ich möchte auch einmal Soldat werden, unD freue mich jetzt schon wenn wir dann mit Musik durch die Straßen marschieren werden. Vielleicht melde ich mich auch später zu der Marine um mit einem großen Schiff den Ozean zu befahren und auch gleichzeitig einmal ins Ausland zu kommen.
y Walter Ley, Gießen, 14 Jahre.
em nahen Baume Kuckuck. Ich Kratztäne härt. Da! Etwas, Ei-h°-'chl°icht vorbei Baume stehen und lausche, da Er zuckt zusammen, besinnt sich kurz und wirft mt flieaf in schnellem Fluge ein mittelgroßer Vogel dem Besen danach. Em lammerlicher Schr i durch das Grün der Baume und bald darauf ruft zurück. Aha! Das ist der ^stchs, der ihn schon n uulu; uu3 uiu _____ hofurht hnt ^ornia areift Der Bauer naa) oei
Der Kuckuck.
Eines Sonntagsmorgens ging ich in den Wald. Cs war im schönen Monat Mai. Ueberall junges Grün aus dem Waldboden hervor. Wa d- meifter bedeckte wie ein grüner Teppich den Wald- boben. Hier und da blüht ein Maiglöckchen, die ich tum Sträußchen für meine Mutter pflücke. Da bord), in der Ferne höre ich Kuckuck, Kuckuck rufen. Da ich noch nie einen Kuckuck gesehen hatte, trieb mich die Neugier, diesen Vogel kennenzulernen. Ich -olqte dem Klang des Rufes. Näher und naher 1 am ich dem Rufer. Schon glaubte ich den Rufer l-u sehen, da tönte das Kuckuck wieder von einer weiter entfernten Stelle. In meinem Eifer vergaß ch alles und folgte nur dem Ruf des Kuckucks. Kreuz und quer durchstreifte ich den Wald, immer wenn ich glaubte den Rufer in nächster Nähe zu gaben, tönte es wieder von einer ganz anderen Stelle. Schon beginnt die Sonne sich im Westen zu senken und noch immer folgte ich dem Rufe des Kuckucks. Schon beginne ich müde zu werden, da
im Walde.
In einem großen, finstren Walde IW unter einer riesigen Fichte ein einsames Pilzchen. Früher halt es noch eine ganze Menge Pilznachbarn geyav - aber es tarnen Leute und haben sie geb0“- waren eßbar, und unser verlassenes Pilzlein is e. Mit dem will niemand etwas zu tun haben.
i es mit den heruntergefallenen XannennaDein oder mit den umherstehenden Gräsern plaudern wiu, dann sagen sie gleich: „Was willst du denn mit uns, du alte Plapperliese, du bist ja giftig. ISSir wollen dich nicht; behalte deine Weisheit für Did)! So wird unser armes Pilzchen immer verspottet und ausgelacht. Die kleinen Käferchen, Muckchen und Spinnchen bekümmern sich auch nicht um Da» Traurige.
Eines Morgens ist schreckliches Regenwetter. Da kommt ein kleines Marientäferchen vorbei. Es sieht, daß es unter der großen Haube des Pilzes noch ganz trocken ist, und da fragt es ganz schüchtern, ob es sich bei dem giftigen Pilz unterstellen dürfe. Es hatte Augst vor ihm, weil feine Eltern und Freunde es immer vor diesem Pilz gewarnt hatten. I
Weißt du, wieviel Sternlem stehen..."


