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Neue Wege im E>A.-E>port

Obecheffen

Zu dieser Eröffnungsveranstaltung sind alle Volks­genossen herzlichst eingeladen.

Im November wir- der Kanzler der Universität, Prof. Dr. Hummel, in einem Lichtbildervortrag zeigen,wie unsere Heimatlandschaft entstanden ist", und Frau Pfarrer Steiner (Hausen) wird einige Lieder singen. Für Dezember ist eine Besichtigung der Veterinärkliniken vorgesehen. Unser Singkreis unter Leitung von Otto Siegler wird im Dezem­ber zu einem Musik- und Singabend einladen. Im Januar wird Sudienrat Holzel einen jagdge- schichtlichen Vortrag mit Lichtbildern halten. Anfang Februar werden wir einen Heimatabend ver­anstalten, bei dem verschiedene Mundartdichter un­seres Gaues persönlich zu Wort kommen. Volks­lieder und Volkstänze sollen die mundartlichen Dar­bietungen umrahmen. Im März spricht Dr. Heidt überdie geschützten Pflanzen der hessischen Heimat" (mit Lichtbildern), anschließend machen wir an einem Sonntagmorgen einen Gang zu den Früh­lingsboten unter Führung von Dr. Heidt.

Zu diesen Veranstaltungen sind alle Volksgenossen aus Gießen und Umgebung eingeladen. Die Mit- glieder des Landschafsbundes und ihre Angehörigen haben in der Regel freien Eintritt, oder sie zahlen nur eine kleine Unkostenentschädigung, von Nichtmit- gliedern wird ein geringes Eintrittsgeld bis zu 30 Pf. erhoben. Dieses finanzielle Entgegenkommen wird nur dadurch ermöglicht, daß sich die Vortra­genden und Mitwirkenden in anerkennenswerter Weise unentgeltlich in den Dienst unserer Volkstums­arbeit stellen und daß die gesamte Verwaltung un- seres Bundes durchweg ehrenamtlich erfolgt. Nur so ist es möglich, daß wir mit einem Mitgliedsbei­trag von nur 25 Pfennig monatlich auskommen, worin der Bezugspreis für die 32seitige Monats­schriftVolk und Scholle" noch einbegriffen ist. Da­durch wird jedem Volksgenossen, wes Standes er auch sei, die Teilnahme an unserer Arbeit ermöglicht. Annähernd 800 Mitglieder aus allen Schichten der Bevölkerung zählt der Heimatbund allein schon in der Stadt Gießen.

Wer bisher dem Bunde noch fern stand und nun an den gebotenen Vergünstigungen teilzunehmen wünscht, wende sich an die Ortsringleitung Gießen, Weserstraße 4.

von dem Grundsatz, daß die Schaffung eines Eigen­heimes eine Lebensaufgabe bedeutet, erläuterte der Redner die Erleichterungen auf dem Wege zu me- em Ziel durch die DBS.-Bausparkasse. lieber tue Spareinlage gewährt die Bausparkasse das erforder­liche Darlehen, dessen Tilgung durch die Gemein- nützigkeit der Anstalt jedem erschwinglich ist. Die DBS.-Bausparkasse ermöglicht nicht nur dem Beam­ten, sondern jedem ernsthaften Volksgenossen, der ich ein Eigenheim gründen will, auf bequeme Art

** Straßensperrungen. Wegen Ausfüh­rung von Straßenbauarbeiten wird der Hinden­burg w a l l zwischen Bismarckstraße und Garten­straße in der Zeit von Donnerstag, 24. Oktober, bis einschließlich Samstag, 26. Oktober, die Ludwig- straße zwischen Goethestraße und Gartenstraße von Montag, 28. Oktober, bis einschließlich Don­nerstag; 31. Oktober, für den gesamten Fahrzeug­verkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr» und Umleitungsschilder sind zu beachten.

** D i e ersten Schneegänse. Aus dem südlichen Kreise Gießen wird uns berichtet: Soweit wir beobachten konnten, zogen am gestrigen Mon­tagnachmittag bis zum späten Abend die ersten Scharen der Schneegänse in diesem Herbste nach dem Süden. Sie bildeten die bekannte Einerform und flogen verhältnismäßig niedrig. Ihr Geschrei war weithin zu hören. Auffallend war, daß zu gleicher Zeit mehrere Scharen in breiter Front dahinzogen, während sie sonst hintereinander fliegen.

** Unfall. Der 44jährige Fuhrunternehmer Stephan Herold von hier erlitt, als er mit seinem Gespann unterwegs war, einen Unfall. Mit Quet­schungen am Fuß und einem Bruch des linken Mit­telfußes wurde der Verunglückte von Passanten in die Klinik getragen.

** Die Bausparkasse Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft (DBS.) Darmstadt hielt gestern imHotel Viktoria" einen Aufklärungsabend ab, bei dem Herr Wilhelm Lang aus Darmstadt über das ThemaWie kann jede Familie ein schuldenfreies Eigenheim bei ge­ringer Sparleistung erwerben?" sprach. Ausgehend

Am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr spielte sich unterhalb des Wehres an der Bleiche eine auf­regende Szene ab. Die Hausangestellte Paula Linde, die zuvor mit der 13jährigen Hildegard Ullisch auf dem Bleichplatz beschäftigt war, machte sich an der Lahn zu schaffen, ging auch einige Schritte in das Wasser, verlor aber plötzlich den Boden unter den Füßen und versank. Hildegard Ullisch, die den Vorgang beobachtet hatte, sprang sofort nach und versuchte die Verunglückte zu retten. Das gelang dem Mädchen jedoch nicht gleich, denn die Strömung war sehr stark, da die Lahn gegen­wärtig sehr viel Wasser führt. Nach verschiedenen vergeblichen Versuchen und nach heftigem Kampf mit der Ertrinkenden, die sich verzweifelt an die Helferin klammerte, gelang es dem tapferen Mäd­chen, das Rettungswerk zu vollenden."

Einzug in die Artillenekaferne

Die I. Abteilung Artillerie-Regiments 9 wird am kommenden Freitag, 25. Oktober, 11 Uhr, die Ar­tilleriekaserne an der Grünberger Straße beziehen. Die Stadtverwaltung plant, wie wir hören, eine feierliche Begrüßung der Truppe.

Oer Komponist

des Gießener Fanfareri-Marsches.

Der Landschasisbund Volkstum und Heimat

geht an die Arbeit.

verein Sternvacy patte am «onniag jein u. u - turnen. Morgens riefen die Spielleute zum Wecken. Gegen 15 Uhr veranstaltete die Turnerschar mit den Zöglingen und Kindern einen Werbeumzug durch das Dorf. Im Anschluß fand das Schauturnen statt, wozu sich eine stattliche Schar von Turn­freunden und -freundinnen eingefunden hatte. Im Saale Görlach fand nachher noch Tanzmusik statt.

# Steinbach, 21. Okt. Der Landwirt Ludwig Haas VI. wurde heute von einem schweren Unfall betroffen. Bei der Feldarbeit ging ihm das Pferd durch. Er lief nebenher, dabei kam er zu Fall und brach den U n t e r s ch e n k e l Er wurde durch das Sanitätsauto in die Chirurgische

Zwei Merkmale sind es, die kennzeichnend sind für den typischen S2L-5port nämlich Mas­senarbeit auf breitester Grund­lage und Höch st mögliche technische

Einfachheit.

So sehen wir in dem Filmstreifen der Wochenschau, der auf dem Gelände der Reichsführerschule der SA. in München aufgenommen wurde, als Gerate Hindernisse, wie sie überall beim Einsatz der SA. überwunden werden müssen: Mauern, Gräben, Zäune, Pallisaden, Schwebebäume usw.

Außerhalb des Meinungsstreites der Sportwissen­schaftler haben sich in der SA. aus den gegebenen Verhältnissen des Einsatzdienstes und des Mangels finanzieller Mittel Uebungsformen enttvickelt, ine man allgemein nur begrüßen kann, da sie eine aus­gezeichnete Körper-, Charakter- und Nervenschulung unserer Jungmannschaften darstellen und durch die Natürlichkeit ihrer Anwendung alle jungen Deut­schen zu Kerlen erziehen, wie sie der Führer haben will:

Muk wie Windhunde, zäh wie Büfselleder, hart wie Kruppstahl!

stung steht. Daß nicht das vorgesehene, aber ver­hinderte Stadttheaterorchester den musikalischen Part bestritt, war unseres Erachtens kein Mangel, sondern ein Vorzug, denn dadurch kam die Stimme der Künstlerin und namentlich das piano und noch mehr das pianissimo zur besonderen Geltung. Die Begleitung am Flügel hatte die Gießener Pianistin Frau S ch n e i d e r übernommen. Sie spielte sehr dezent und nahm an dem Ruhme von Sängerin und Sänger Anteil. Als der Hauptsaal sich entleert hatte, fand in dem Nebensaal noch eine Nach­feier statt, die mehr familiären Charakter trug. Der Vorsitzende des Arbeitsausschusses, Pfarrer Weisel, dessen Anregung der Liederabend zu danken war, sprach den beiden Künstlern den Dank der tausend aus, während Bürgermeister Rinn ihnen im Namen der Gesamtgemeinde herzlich dankte. Wer von den vielen Hörern glaubte, daß der Liederabend ein einmaliges und nicht mehr wiederkehrendes Ereignis im Kunstleben unserer Gemeinde war, mußte sich durch die Sängerin selber eines Besseren belehren lassen.Ich komme wieder, um wieder in der Turnhalle vor den Heuchelheimern zu singen", war die Antwort der Sängerin. Bis diese Zeilen den Leser erreichen, sang die Sängerin vor Tausenden schon wieder in Dortmund und Mannheim.

Landkreis Gießen

00 Klein-Linden, 21. Okt. Der Übliche Herb st turngang führte die Mitglieder des Turnvereins Klein-Linden 1889 am gestrigen Sonntag über Lollar nach Staufenberg. Hier wurde die Burgruine eingehend besichtigt. Prachtvolle Fernsicht nach allen Seiten lohnte den Aufstieg. Jrn Burgwirtshaus wurde längere Zeit Raft gemacht. Der Besuch galt im besonderen

Liederabend

von Erna Gack und Herbert Ernst Groh

* Heuchelheim, 21. Okt. Unser Ort hatte am Sonntag einen ganz großen Abend. Die Veranstal­tung fiel völlig aus dem Rahmen dessen heraus, was wir jemals hier gehört und gesehen haben. Ein Konzert wurde uns gegeben, das auf der Höhe einer grandiosen gesanglichen Kunst stand. Die Ausführenden waren zwei Kapazitäten ihres Faches, Frau Erna Sack von der Staatsoper in Dresden und Herbert Ern st Groh von der Staatsoper in Berlin. Daß wir diesen Liederabend haben konnten, wo Groß- und Millionenstädte sich reißen um das Auftreten der Sängerin, hat seinen einzigen Grund darin, daß Heuchelheim die Heimat ihres Mannes ist und daß sie hier schon oft geweilt hat, ehe ihr Stern aufgegangen war. Der Riesenraum, unsere Turnhalle mit der guten Akustik, eine der größten und schönsten Hallen im Kreise Gießen und in Oberhessen überhaupt, war ausoerkauft. 1000 Menschen füllten den stim­mungsvoll abgetönten Raum. Das Publikum folgte den Darbietungen mit der allergrößten Spannung. Unter ihnen waren zahlreiche Auswärtige und vor allem von Gießen. Immer und immer wieder wur­den die beiden Künstler vor die Rampe gerufen und zu Zugaben genötigt. Die große Sangeskunst Erna Sacks ist weit über unser Vaterland be­gannt. Es ist geradezu fabelhaft, wie lange die Künstlerin in der Lage ist, einen Ton anzuhalten. Es ist ebenso fabelhaft, bis zu welcher Hohe dem viergestrichenen C ihre Stimme hinauf- klettert. Ein Wiener Zeichner hat diese fabelhafte Kunst auf folgende Weise anschaulich gemacht. Erna Sack schwebt gleich einer Trapezkünstlerin hoch in der Luft, während die Menge im Banne der Lei­

dem früheren, länger als ein Jahrzehnt eifng tä­tigen Vorstandsmitglied und Frauenturnwart Karl Klinke l, der nach Lollar verzogen ist, und der auch von Lollar aus die Führung übernommen hatte. Das Heim des Turnvereins ging durch Verkauf in den Besitz des Seitherigen Inhabers der WirtschaftZum Rangierkopf , Robert 3 o l - [ e r über Laut Vertrag mit dem neuen Inhaber kann die seitherige Turnhalle wie früher zu den Turnübungen des Vereins, benutzt werden. Die Wirtschaft bleibt Vereinslokal des Turnvereins. Der Wirtschaftsbetrieb unter dem neuen Eigentümer wurde inzwischen eröffnet.

00 Klein-Linden, 21. Okt. Das am Sams- tag und Sonntag in der Gastwirtschaft3ur öcut- schen Eiche" abgehaltene W i n z e r f e st d e r N S. - Gemeinschaf ,Krast durch Freude er- freute sich eines außerordentlich starken Besuches. Herr Kurt Richter-Gießen erfreute Mr mit humoristischen Darbietungen und guten Vorträgen einiger Lieder, die starken Beifall fanden. Als hei­terer Ansager trat Herr Herber- Gießen in seiner Dorfpolizistenuniform auf, eine unermüdlich spie­lende Musikkapelle wartete mit guten Konzertvor- trägen und flotten Tanzweisen auf.

= Steinbach, 21. Okt. Die hiesige Orts- gruppe der NSDAP. veranstaltete am Sams­tag im Saale desRitter" eine Öffentliche Kundgebung. Als Redner war der Reichsstvh- truppredner Hvlzkämper (Wiesbaden) erschie­nen. Nach dem Einmarsch der Politischen Leiter, Formationen und Fahnen unter den Marschklangen der Musikkapelle eröffnete der Ortsgruppenleiter Bürgermeister Rink die Kundgebung und erteilte dem Redner des Abends das Wort zu seiner etwa eineinhalbstündigen Rede gegen die Dunkelmänner. In üblicher Weise schloß der Ortsgruppenleiter die sehr gut besuchte Versammlung. Es schloß sich noch ein geselliges Beisammensein an.

(0 Steinbach, 21. Okt. Die hiesigen Jung- mädel sammelten am Sonntag Kinderkleider und Wäsche und stellten sich so in den Dienst des W i n - terhilfswerkes. Das Ergebnis der Sammlung war ebenso wie das der gleichzeitig vorgenommenen Sammlung der HI. befriedigend. Der Turn- verein Steinbach hatte am Sonntag fern A b -

den Grundstock zu bilden. Indem sie den einzelnen auf das Sparen verweist, bewahrt sie ihn vor un­erträglicher Zinsenlast und vor Ueberbürbung mit Lasten, deren er nie Herr werden könnte. Die all­jährlichen Zuteilungen von Baudarlehen sind be­kannt, da auch in Gießen schon zahlreiche Eigen­heime dieser Bausparkasse stehen. An Hand von Rechenaufgaben machte der Redner den Vorteil des Bauspargedankens klar. Eine lebhafte Aus­sprache schloß sich dem Vortrag an.

Von dem Pressereferenten der SA.-Standarte 116 wird uns geschrieben:

Im laufenden Monat wird an der Reichsführer- chule in München im Rahmen der Fox-Wochen- chau ein Filmstreifen über die SA.-Korper- chulung und den SA.-Sport voraefuhrt. Wegen der Wichtigkeit dieses Filmstreifens für den gesamten SA.-Sport lassen wir nachstehend eine Besprechung über dessen Wert folgen:

Im Rahmen der vom Führer der SA. zugewlese- nen und auf dem SA.-Appell anläßlich des letzten Parteitages erneut bestätigten Erziehungsaufgabe nimmt die körperliche Erziehung einen breiten Raum ein, denn sie ist eines der wirksam­sten Mittel der C h a r a k t e r s ch u l u n g und der Vorbereitung und Erhaltung der A r b e i t s - u n d Wehrkraft des Volkes.

Aus den besonderen Erziehungsaufgaben und Uebungsverhältniffen der SA. sind im Laufe der vergangenen Jahre an der Reichsführerschule der SA. besondere Methoden der SA.-Körperschulung und des Sportes entwickelt worden, die sich wesent­lich von dem unterscheiden, was man allgemein unter Körperschulung und Sport versteht.

Klinik verbracht. _ ...

§ Alten-Buseck, 21. Okt. Den Auftakt für das Winterhilfswerk bildete die Sammlung für das Eintopfgericht. Im Ganzen wurde in der Ortsgruppe Alten-Buseck 72,10 RM. gespendet. Dieser Betrag übersteigt die im Vorjahre im glei­chen Monat gesammelte Spende. Die Klei d e r- sammlung am Sonntag, die durch Jungmädel des BDM. durchgeführt wurde, hatte vollen Er­folg. Es wurden eine Anzahl wertvolle Klei- dungsftücke, sowie noch gut erhaltene Kinderwäsche für das WHW. gespendet. Durch die NS. Frauen­schaft wurde eine H o n i g f a m m l u n g durchge- führt, bei der etwa 150 Pfund Honig der Kreis- führung des WHW. zur Verfügung gestellt werden konnten.

Großen - Buseck, 21. Okt. Die Bautä­tigkeit in unserer Gemeinde war in diesem Jahre sehr rege. Ein Wohnhaus in der Wilhelmstraße, je eine Scheune in der Alten-Busecker Straße, Adolf-Hitter-Straße und Beuerner Weg wurden im Laufe des Sommers erbaut. In diesen Tagen wurde mit den Erdarbeiten für den Rohbau eines Hauses in der Wilhelmstraße und eine Scheune in der Grünberger Straße begonnen. Ferner wurden verschiedentlich Erweiterungsbauten an Wohnhäu­sern und Erneuerungsarbeiten an landwirtschaft­lichen Gebäuden vorgenommen. Auch die Weißbin­der hatten gute Beschäftigung. ,

* Reiskirchen, 22. Okt. Der etwa 19 Jahre alte Lackierer Philipp Damm von hier erlitt ge­stern abend einen Unfall. Er wurde von einem Kraftwagen angefahren und zu Boden geschleudert. Mit inneren Verletzungen und einer G e - Hirnerschütterung mußte er durch die Frei­willige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Sein Zustand ist nicht unbedenklich.

+ Treis a. d. L d a., 21. Okt. Der Turn- vereinGut Heil" feierte am Samstagabend fein 30jähriges Bestehen mit einem Bei- sammensein der Mitglieder in Mills Saal, wobei der Gründer ehrend gedacht wurde, sowohl der lebenden wie der bereits gestorbenen und der im Weltkrieg gefallenen. Auch die wechselnde Geschichte des Vereins, der allezeit seiner vaterländischen Ge- finnung Ehre gemacht hat, wurde den heutigen jungen Mitgliedern vor Augen geführt. Am Sonn- tagnachmittag fand das Ab turnen statt, dem eine Preisverteilung folgte. Abends fand sich die Jugend zum Tanz zusammen.

4- Grünberg, 22. Okt. Am Sonntag begingen die Fünfzigjährigen (Geburtsjahr 1885) eine Wiedersehensfeier. An der Feier beteiligten sich 24 Alterskameraden, 8 Männer und 16 Frauen. Gestorben sind schon zwei Männer und zwei Frauen, nicht erschienen waren ein Mann und zwei Frauen, davon eine, die in Amerika weilt. Der Weltkrieg, an dem die Männer alle teilnahmen, hat in ihre Reihen keine Lücken gerisien. Am Morgen sand ge­meinsamer Kirchgang statt, später beaab man sich zum Friedhof, wo an den Gräbern Der vier Der- sthrbenen Alterskameraden, sowie der ftüheren Lehrer und Geistlichen Kränze niedergelegt wurden. Nach gemeinsamem Kaffee in der Wirtschaft des Alterskameraden Karl Siegfried fand am Abend noch eine gesellige Zusammenkunft imTau­nus" statt Ansprachen hielten hierbei Oberveterinär- i rat Dr. Karl Stein (Friedberg), Gravelius (Offenbach) und Frau Heutzenröder, sowie i Lehrer Roth, der zu seinen einstigen Schülern . sprach. Der Austausch von Jugenderinnerungen, Musikvorträge, Lieder u. a. gaben der Feier einen i guten Verlauf. Eine photographische Ausnahme soll t die Erinnerung an die schöne Veranstaltung bei den i Alterskameraden festhalten.

Vom Ortsring Gießen des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat wird uns geschrieben:

Der Nationalsozialismus sieht sich seit der Macht­übernahme vor eine wichtige erziehliche Aufgabe gestellt: die Gestaltung des deutschen Menschen. Unser Volk, das fremd in seiner Heimat, fremd im eignen Haus geworden war, es mußte sich zurückfinden zu sich selbst, zu seiner Ge­schichte und zu seiner arteigenen Kultur, es mußte seine eigene Volksseele wieder entdecken.

An der Lösung dieser staatspolitisch wichtiaen Ausgaben arbeitet seit nunmehr zwei Jahren Der Landschaftsbund Volkstum und Heimat unter der Führung seines Landschaftsleiters Ministerialrat Ringshausen. Dem wieder erstandenen deut­schen Volk die köstlichen Schätze seiner Heimat und Vergangenheit zu zeigen, seine Fluren und Wäl­der, seine Dörfer und Städte, die herrlichen Bauten der Heimat, das Glauben und Wirken und Stre­ben seiner Vorfahren, sein Tanzen und sein Sin­gen: das ist der Sinn unserer Volkstums- und Hei­matarbeit, und damit wollen wir an unserem Teil mithelfen, daß unser Volk in seinem Handeln das Leben der Vergangenheit lebendig erhält.

Diesem Zweck dient unsere MonatsschriftVolk und Scholl e", die in ihrem Namen ausdrückt, daß sie unser Volk am lebenspendenden Boden un­serer Heimat verankern will. Diesem Zweck die­nen auch die Veranstaltungen des Ortsrings Gießen, die im vergangenen Winter durchweg rege besucht waren und ein »lebhaftes Echo in der Be­völkerung fanden.

Für den kommenden Winter hat der hiesige Orts­ring einen Arbeitsplan aufgestellt, dessen Leitge- danke der Boden der Heimat ist. Am Diens­tag, 29. Okt., eröffnet der Landschaftsleiter persön­lich die Winterarbeit unseres Ortsrinas in einer Veranstaltung im Katholischen Vereinshaus. Dabei wird unser oberhessischer Heimatdichter Georg Heß aus eigner Dichtung vortragen, der Bauer- sche Gesangverein unter Leitung von Professor Temesvary und eine Singgruppe der Goethe- schule unter Leitung von Lehrer Dietrich wer­den Volks- und vaterländische Lieder singen, eine Klasse der Pestalozzischule unter Leitung von Leh­rer Roth wird Sprechchöre und Turnerinnen des Turnvereins 1846 werden Volkstänze darbieten.

Musikmeister Rhode, der Leiter des Trompeter­korps des Artillerie-Regiments Fulda, hat der Stadt Gießen einen Fanfaren - Marsch gewidmet, dessen Partitur er am Freitagabend bei dem Militär-Fest­konzert in der Volkshalle an Oberbürgermeister Ritter als Vertreter der Stabt überreichen wird. Zu dem Festkonzert lädt die NSG.Kraft durch Freude" im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes ein.

Gefährlicher Mißbrauch der Münzfernsprecher.

Die Pressestelle der Reichspostdirektion Frankfurt am Main teilt mit:

Noch immer gibt es Volksgenossen, die unter Außerachtlassung des nationalsozialistischen Leitsatzes Gemeinnutz geht vor Eigennutz" die Deutsche Reichspost und damit den Staat dadurch schädigen, daß sie bei der Benutzung der für die Allgemeinheit bestimmten Münzfernsprecher versuchen, ihre Gro­schen aus der Kriegs- und Vorkriegszeit an den Mann zu bringen. Abgesehen davon, daß derartige Volksgenossen sich mit solcher Tat selbst außerhalb der Volksgemeinschaft stellen, ist das Unterfangen auch gefährlich. Seit einiger Zeit läßt nämlich die Deutsche Reichspost die Münzfernsprecher zur Ermitt­lung solcher Betrüger mit einem besonderen Gerat überwachen. Zahlreiche Volksschädlinge sind auf diese Weise schon betroffen und den Strafgerichten über­geben worden. Nachdem letzthin durch die Aende-

rung der Strafgesetze der Automatenbetrug unter Strafe gestellt ist, verhängen die Gerichte für solche Vergehen empfindliche Freiheitsstrafen. Hiernach mag sich jeder, der es bisher noch nicht fertiggebracht hat, auch in Kleinigkeiten ehrlich zu fein, ausmalen, welche Folgen sich für ihn ergeben, und er mag er­wägen, ob hierEinsatz" undGewinn" in einem richtigen Verhältnis stehen.

In allen besseren Lebens-! /nittelgeschäften zu haben/

Einfach mit kochendem Wasser übergießen und man hat sofort kräftige Fleischbrühe von reinem natürlichen Geschmack. 1 Eßlöffel voll für I Liter kochendes Wasser,