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£ rbeiterfugend Deutschlands ist, zum über-
Griechenland
lorls, sowie Reichsstatthalter Hildebrandt ni Landesstellenleiter Sondermann folgten srEinladung des Ministers.
chlschaft b<tr Studierenden an den deutschen ch- und Fachschulen, Pg. Feickert, hat nach
deutsch-, is Organ £ Das Pl'-
Leistungswettkampf l*er Deutschen Gtudentenschast. ittrli n, 20. Juli. (DNB.) Der Leiter
cwische Presse erblickt jedoch in der neuen n nq einen Erfolg des Kriegsmini - »General Kondylis und damit einen der Monarch! st en. Die monarchi- Presse ist mit der Lösung ebenfalls unzu- i und behauptet, daß die neue Regierung mutiger noch aufrichtiger sei als die bis- Auch das Regierungsblatt „Kathemerini"
M 'terpräfident T s a l d a r i s erklärte, daß die griechische Regierung die Politik des :lllIn Kabinetts fortfetzen und beson- ts' i ■ der Frage der Staatsform v ö l- " Neutralität wahren werde. Die re-
«»-'1 bisherige Preisaufgabewesen n %Stn Hochschulen in den Leistungswettkampf ein- en UD"]Lulii ej!'hen. Dieser Leistungswettkampf soll in eng- len Anlehnung an den Reichsberufswettkampf
ien neuelitM^ bes Baues von Radfahrwegen hat sich der Zeutsch« Mn^alinspektor für das deutsche Straßenwesen, it 80 v P’ -o d t, folgendermaßen geäußert: „Das S t r a- Soike isl» nbauprogramm der Reichsregierung um- Biertel Qn7c®tDeh Neubau von rund 7000 Kilometer Reichs- IQn ViMMtlt»ahnen, den Ausbau von rund 40 000 Kilo- nnn aroc/rete Reichsstraßen, sowie die Unterhaltung des eneraii^Elki^n Straßennetzes. Es wäre unvoll st ändig, befassen «W 63 "lcht auch den Bau von Radfahr- i gegen' I® n vorsehen würde. Sie sind erforderlich, um feres Efangreichen Radfahrverkehr vom übrigen N-knmnst? 8*ir; ßennetz z u trennen und dadurch, sowohl neirwra Radfahrer wie dem Kraftfahrer größere heit zu geben, llticht minder sprechen für den ltuna in 3^ruDOn besonderen Radfahrwegen auch soziale § ' n,i n Uv olkshygienische Gründe, denn nicht r:mj ötnittr als 15 Millionen Volksgenossen sind Rad- . c A °;Nt( und benötigen für den Weg zur Arbeitsstätte L den Ausflugs-, Erholungs- und Wander-
t-Ldiese Weg«.
» 3d habe daher den Ausbau von Radfahrwegen -,?erla^‘'(frDn«m Jahre 1934 praktisch gefördert und ihn weiterhin unterstützen. Es ist tt/^^^ö'ule Pflicht der Gemeinden und
Wege zur Monarchie
aer. Der Bürgermeister von Athen
B e so n", bei König Georg.
OT#"bon' 21. Juli. (DNB.) Beträchtliches lcho r tmsfih^n ries hier eine Zusammenkunft hervor, die -bejono Sonntag zwischen dem früheren
1 von Griechenland Georg und dem
>e §9 *. § mr Samstagabend in London eingetroffenen risst.B ^i- e rm e i st e r non Athen Kotzias iarteiukui" tvl>chh:ld. Die Besprechung dauerte sechs Stunden. erordMwv-)n«M»er Presseunterredung vor der Besprechung Volk unv "mE^mig Georg erklärte Kotzias: „Ich bin le- igilih gekommen, um den früheren König zu Juli Ich habe keine Ermächtigung von
1934 u- jii d ins r Regierung, irgendwelche bestimmten glöß^'Zotlshüge zu machen. Ich werde lediglich die ig muß e üjc i ro ä r t i g e politische Lage in G r i e- at mH eüjln n ö darlegen mit besonderer Berücksichti- haup^uttg!ser Volksabstimmung über die Frage )eaitfal| erSc'tauration. Gegenwärtig ist in Griechenland d k * a nehmende Begeisterung für die oalkss^ r ch i st i s ch e Sache vorhanden. Wenn ich her iacp T then zurückkehre, werde ich eine offizielle k^.ikcrung über meine Zusammenkunft mit , i/ehfli ijfjeren König an das Volk abgeben." ........ '...........
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imsters. ehonn damit beschäftigt, die Aufgaben st el- « für die Beteiligung der Deutschen Studen-
be7prliT^ ft herauszuarbetten. Hierbei wird erwogen, 1Di2samte bisherige Preisaufgabewesen
'UI !m Abend leistete das gesamte Offizierskorps des O 1 zerschiffes einer Einladung von Dr. Goebbels i Jas Kurhaus Heiligendamm Folge. Auch der ?U)0n )bi befehlshaber der Reichskriegsmarine, Admiral )r b. c. Raeder, und der Konteradmiral ' ............ ...........
hfsführt werden und muß, genau wie letzterer Strasvi.^ sjMinFweifendes Beispiel des Leistungswillens Ng flle» tg»... üb... zungsbeyor^ :r^en Ausdruck der Leistungslraft und Ar- rbeil eit der geisttgen Jugend Deutschlands Derwaml-^eMeu.
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i^folgreichen Durchführung des Reichsberufs- _ "jpfes der Deutschen Fachschulschaft auch für kpH 4« Deutsche Studentenschaft einen allgemeinen
i/kü ri!ic,sberufswettkampf für das Jahr
. £:3' ausgeschrieben. Zur Zeit sind die maß- .■«'iioen.' en Stellen der Studentenschaft und der Pro-
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Oer Relchsknegsmimster °,.'i in «nffel.
laffel, 20. 3uli. (LPD) Der Reichskriegs- i'9 QlWi': iir jter und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Ge- . noMeH; loderst v. Blomberg, traf am Freitaavor- süh Qn^^a9 auf dem Flugplatz in Waldau ein, um Teile Ä 'n Her Kasseler Standorttruppen und Einrichtungen zu '^iiejirjtigcn. Der Kommandierende General des Wehr- Generalleutnant Dollmann, erstattete [^bar.jierr Oberbefehlshaber der Wehrmacht Meldung. htSlkit kurzer Begrüßung begab sich der Reichskriegs- „ p°‘1Qnb,iHinter mit seiner Begleitung im Kraftwagen nach n R nunÜaiH» wo zunächst der Betrieb der Firma I.ieif d) e 1 & Sohn besichtigt wurde. Mittags dem Reichskriegsminister im Offiziersheim Tvlijvitiie Offiziere des Standortes Kassel vorgestellt. Am jrtCn ^üo^imittaa schloß sich sodann die Besichtigung b!ei hiesigen Truppenteile und einzelner Liimchtungen an. Den Abschluß des Kasseler Auf- DeutliABai^Ues des Reichskriegsministers bildete am Abend iichen DOn den Standorttruppen ihrem Oberbefehls- es sich ^|ibr dargebrachte Große Zapfenstreich auf um jebetjkr schönen Aussicht vor dem Hause des Ober- 11 sss j^äfbcnten, in dem der Reichskriegsminister Woh- ' ' mtii genommen hatte. Die überaus starke Teil- , j rQn,liiil)rje der Bevölkerung an diesem eindrucksvollen f mÄeJxetlI*iiinrtfd)en Akt bewies erneut die große Ver- mit?^M'-nheit der Kasseler Bevölkerung mit der Wehr- amLSW-- Am Samstagvormittag verließ der Reichs- ^tie;sminister Kassel, um sich in das Fulda- Wesertal zu begeben.
ttS Baut Radfahrwege!
Auden nih Vmeralmspektor Dr. Todt über die Not- eflJV Wendigkeit des Radfahrwegebaus.
9 n eii 93 r 11 n, 20. Juli. (DNB.) Heber die Notwen-
; tnrf i ge n Verbände, ebenso wie sie Wan- ) .irrt*ege anlegen oder Spiel- und Sportplätze iciuiet auch f ü r Radfahrwege zu sorgen. Die L&j Millionen radsahrenden Volksgenossen sollen )eih Wegebau des nationalsozialistischen Deutsch- oikäs nicht zu kurz kommen."
schrot m schärfster Form gegen die Regierung Tsaldans. Die übrige Regierungspresse begrüßt die neue Regierung als die b e st e Lösung und bringt den Wunsch zum Ausdruck, daß nunmehr die Volksab st immun g über die Staatsform Su einem möglichst frühen Zeitpunkt durchgeführt werde.
Öer Religionskrieg in Nord-)rlond.
Auch im irischen Freistaat entstehen Unruhen.
London, 22. Juli. (DNB. Funkspruch.) In Belfast kam es auch am Sonntag wieder zu Schießereien, bet denen ein Protestant so schwer verletzt wurde, daß er auf dem Wege zum Krankenhaus verstarb. Ein Katyolik wurde bei Nacht von einigen Männern in seiner Wohnung überfallen und durch Schüsse schwer verletzt. Bei der Beerdigung eines der Opfer der Orangistenpartei entwickelte sich ein Straßenkampf, in dem mehrere Personen verletzt wurden. TruppenmitPanzer- wagen mußten eingesetzt werden, um die Ordnung vorübergehend herzustellen. Belfast gleicht einem bewaffneten Lager. Diele Straßen sind mit Stacheldraht abgesperrt, Panzerwagen patrouillieren dauernd durch die Straßen. Der Sachschaden wird auf etwa 1 000 000 Mark geschätzt.
Die Unruhen haben sich auch auf den irischen Freistaat ausgedehnt. In Clones (Grafschaft Monaghan) unweit der Grenze von Nordirland wurden drei protestantische Versammlungs- bzw. Gebetshallenin Brand ge st eckt und eingeäschert. Die
Fenster der Häuser von Protestanten wurden durch Steinwürfe zertrümmert. In Limerick wurden von eine großen Menschenmenge 6 Geschäftshäuser, die mit Protestanten engere Beziehungen unterhalten, und die Häuser von zwei protestantischen Geistlichen mit Steinen beworfen.
Eowjetrussische Truppenmassierungen im Fernen Osten.
Tokio, 21. Juli. (DNB.) An der mandschu- risch-sowjetrussischen Grenze haben sich neue Grenzzwischenfalle ereignet, die der Mandschukuo-Regie- rung Anlaß zu einer Protestnote gaben. Es handelt sich um Hebergriffe der Sowjettruppen, die u. a. ein Motorboot mit japanischer Flagge auf d e m Amur beschossen haben. In Hsingking, der Hauptstadt Mandschukuons, hegt man deshalb starke Zweifel über den Wert einer Grenzkommission, die wahrscheinlich doch nicht in der Lage wäre, die gefährliche Grenzlage zu beseitigen. Die an der Grenze untergebrachten Sowjettruppen werden auf 12 Divisionen zu je 20 000 und 5 Kavalleriedivisionen mit je 5000 Mann sowie 5750 Flugzeuge und 400 Tanks beziffert. Die Verteilung der Sowjetkräfte erstreckt sich auf die Gegend füdlich und westlich von Chabarowsk bis Blagoweschensk und nördlich von Mandschuli bis zur Umgegenb von Tschita. Außerdem befinden sich Einheiten der Außenmongolei westlich von Mandschuli ebenfalls unter fowjet russischer Führung, die noch über technische Hilfstruppen verfügt. Mandschukuo glaubt in Anbetracht dieser Verhältnisse einen Nichtangriffspakt ab» lehnen zu müssen.
erstes Revisionsgeschenk der Hofburg in Wien dar gebracht sehen möchte.
Der Wechsel der Belgrader Politik sorgsam von langer Hand vorbereitet, machte die r stillen Propaganda zunächst einen Strich durch öie Rechnung. Es ist nicht zweifelhaft daß in der Zu sammenkunft Matschek-General Ziskovic, die noch vor den Wahlen stattfand, auch diese Frage besprochen wurde, ebenso, wie sie in den Hnterhallungen zwischen Zifkovic und dem Slowenenführer Koro- schetz eine Rolle spielte. Beide Oppositionsführer wiesen den Gedanken einer Separation zugunsten aer habsburgischen Herrschaft weit von sich. Sie wissen, daß Habsburg Italien bedeutet, und sie sind zu gute kroatische und slowenische Patrioten, als daß sie ihr Land einmal als Aufmarschgelände fremder Interessen sehen möchten.
Solange Frankreich gegen die habsburgische Schilderhebung sich sträubte, blieb die jugoslawische Politik bei der Politik Frankreichs und damit auch bei der Politik der Kleinen Entente. In dem Augenblick, da infolge der allgemeinen Entwicklungen in Europa, der geänderten englisch-französischen und englisch-italienischen Stellung, Frankreich an Jta* lien, Tschechoslowakei an Rußland, heranrückte, mußte sich zwangsläufig die gesamte Politik Jugoslawiens u m f o r m e n. Mit einem Schlage war Frankreich nicht mehr der Schützer der Integrität der jugoslawischen Nation. Im Gegenteil, es gab Bourbon-Habsburg den Weg frei, feine erste Begehrlichkeit, obgleich es noch nicht einmal in Wien festen Fuß gefaßt, auf das kroatische Land zu richten, es schwieg zu Italiens Duldung der Propaganda. Hnd von der Tschechoslowakei erfolgte eben» falls fein unaufhebbarer Einspruch.
In biejer Lage entschloß sich Jugoslawiens Regent kurzerhand, mit Rumänien Fühlung zu nehmen. Die Risse in der Kleinen Entente klaffen auf, der eben erst geschlossene Balkanpakt scheint sinnlos geworden, — ein Schutz- und Trutzbündnis zwischen Jugoslawien und Rumänien zeichnet sich am Hori^ zonte ab, antihabsburgisch, antirevisionistisch.
Es sind ein paar billige, schlechte Oeldrucke, und sie hängen sorgsam versteckt hinter dem Marienbild oder in der Küche, da wo es am dunkelsten ist. Sie kosten ein paar Pfennige in der Herstellung, mb sie werben heimlich, nach bem Gottesbienst ober ;ur Nachtzeit, ben alten k. u. k. Solbaten zugesteckt. Aber sie finb burch bie Tatsache, baß auf biefen Silbern ein Bourbon-Parma-Habsburg namens Otto zu sehen ist, unb baß sie in kroatischen Hütten hängen, zur Zeit bas ernsteste Politikum Europas. „Habsburg ist ber Krieg", bie führenben Männer aus ben Nachfolgestaaten ber Monarchie haben dieses Wort sicherlich nicht als Phrase ausgesprochen. Hier trennt sich ihre Politik von der Politik Frankreichs.
Die Propaganda beschwört alte militärische Erinnerungen, die jedem Soldaten teuer sind. Sie benutzt sogar noch die Abneigung jedes Kroaten gegen Italien in der Vorspiegelung, als sichere allem die Restauration das Land vor faschistischer Begehrlichkeit. Sie stellt schließlich die gescheit ersonnene Alternative: Willst du, kroatischer Mann, nicht Knecht Italiens, aber auch nicht Kneckst Serbiens sein, siehe, so gibt es ein Drittes: Gefolgsmann Habsburgs zu fein. So ist Jugoslawien unversehens in einen Existenzkampf gestürzt worden, der weitaus ernster ist, als die bisherigen Auseinandersetzungen, die sich auf innerpolitifcher Ebene abfpieüen.
Kroatische Sympathiekundgebungen für Mischel.
Belgrad, 20. Juli. (DNB.) In Agram ist es zu umfangreichen Sympathiekundgebungen für den Oppositionsführer Matschet gekommen, der seinen 56. Geburtstag feiert Dor dem Hause des Senatspräsidenten T o m ätsch i t s ch verlangten Demonstranten, daß auf dem Hause die südslawische Fahne gesetzt werde. Als dieser Forderung nicht entsprochen wurde, versuchten die Demonstranten, die Haustür einzudrücken. Der Polizeibeamte, der das Haus' des Senatspräsidenten zu bewachen hatte, gab einen Schuß ab, durch den ein Mann verletzt wurde. Am Abend ließ Matschet Auftufe verteilen, in denen er die Bevölkerung bittet, keine weiteren Demonstrationen zu veranstalten, da es in Agram zahlreiche Elemente gebe, die gern gutgemeinte Kundgebungen in ihr Gegenteil verkehren wollten. Er wolle nicht das Blut Hnschuldiger vergießen.
Die Kundgebungen für Matschet wiederhol- ten sich indessen auch am Sonntag. Die Redaktion des Regierungsblattes Novosti wurde gezwungen, eine acht Meter lange Fahne 3U hissen. Schließlich mußte auch die Hniversität flaggen. Am Nachmittag kam es, als sich etwa 30 000 Menschen versammelt hatten, zu neuen stürmischen Szenen. Die Menge drang ins Offizierskasino ein und zerstörte die Einrichtung, weil das Gebäude nicht beflaggt war. Ebenso wurden die Wohnung des serbischen Patriarchen und die serbische Volksschule verwüstet. Auch mehrere andere Amtsgebäude wurden hart mitgenommen. Die Polizei, die sich zuerst passiv verhalten hatte, schritt schließlich ein und zerstreute die Menge.
Wetterbericht
de» Relchswetkerdienste». Ausgabeort Frankfurt.
Mit Einbruch der kühleren Luft am Samstagabend ist die Wetterlage in lebhafte Bewegung geraten. Heber der Ostsee hat sich ein schweres Sturmtief entwickelt, das im ganzen Küstengebiet und in Ostdeutschland ergiebige Niederschläge und kräftige Böen verurfackt. Demgegenüber hat sich über Frankreich ein Hochdruckgebiet aufgebaut, das neuerdings Aufheiterung und Erwärmung bringt. Unfer Gebiet liegt am Vorderrand des Schönwettergebietes und wird voraussichtlich wieder trockenes und zunächst noch wolkiges und kühleres Wetter behalten.
Aussichten für Dienstag: Heiter bis wolkig, aber immer noch lebhaft, veränderliche Winde.
Temperaturen am 21. Juli, mittags 20,3 Grad Celsius, am 21. Juli, abends 14,7 Grad, am 22. Juli, morgens 13,8 Grad, Maximum 20,7 Grad, Minimum 9,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Juli, abends 19,6 Grad, am 22. Juli, mögens 16,6 Grad; Sonnenfcheindauer 10,4 StundM.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik- Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton i.D.: Dr.F.W.Lange, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel DA. VI. 35: 10 150. Druck und Verlag: Brühl'fche Hniversitäts-Buch- und Steindruckerei
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugsprels RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 19Q4 gülö*
Die britischen Frontkämpfer in Berchtesgaden und München.
Berchtesgaden, 20. Juli. (DNB.) Ministerpräsident General Göring und Frau Göring empfingen in Beisein der Staatssekretäre Milch und Körner die englische Frontkämpserdelegation in dem Berghaus General Görings auf dem Ober- falzberg. In der IV-st'' '»n angeregten Unter» Haltung, die die engf Herren mit Ministerpräsident Göring füh urben vor allem die gemeinsamen Interessen^ Je der Alpinistik und des Weidwerks berührt, und es ergab sich ein reger Austausch über besondere Erlebnisse bei Jagden und schweren Bergtouren. Anschließend fand eine Fahrt a u f dem Königsee mit einer Kaffeepause in St. Bartholomä statt. Danach flogen die englischen Herren in einer von Ministerpräsident Göring zur Verfügung gestellten Maschine nach München.
Die Abordnung begab sich am Sonntagmittag zum Kriegerdenkmal vor dem Armee- museum, um den im großen Krieg gefallenen Söhnen der Stadt München ein ehrendes Gedenken zu bereiten. Rings um das Kriegerdenkmal hatten größere Abordnungen des Drb?ns der bayerischen Tapferkeitsmedaille, ber NSKOV., des Kyffhäuferbundes, des Nationalsozialistischen Frontkämpferbundes (Stahlhelm) unb bes Reichstreu- bundes ehemaliger Berufssoldaten mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Die britischen Frontkämpfer wurden u. a. von Gauleiter Staatsminister Wagner und Stadtkommandant Oberst Friedrichs begrüßt. Der Präsident des Ordens der bayerischen Tapferkeitsmedaille, Stadtrat Z ö b e r 1 e i n , hielt eine Ansprache, nach der sich Die britische Abordnung in die Krypta begab, wo ein Doppelposten des Reichsheeres aufgezogen war. Der Führer der Abordnung legte unter Den Klängen des Liedes vom guten Kameraden in tiefer Ergriffenheit einen Kranz aus flandrischen Mohnblumen an dem Grabmal nieder.
Anschließend begaben sich die brittschen Front- kämfer auf Einladung des Stellvertreters des Führers indas Braune Haus. Reichskriegsopferführer Oberlindober legte im Beisein des Gauleiters Staatsminister Wagner einen Kranz am Mahnmal nieder. Im Braunen Haus wurden ben Gästen die Geschichte unb bie Erinnerungsdaten der Partei erklärt. Von hier fuhren die brittschen Frontkämpfer in das Rathaus, wo Oberbürgermeister Fiehler die Gäste herzlich willkommen hieß. Fetyerstone-Godley gab der Versicherung Ausdruck, daß die brittschen Teilnehmer
den Eindruck, den die Gedenkstunde für die Gefallenen Münchens vor dem Armeemuseum auf sie gemacht hat, nie vergessen werden. Die britischen Frontkämpfer werden sich bemühen, zwischen den beiden Völkern eine solche Freundschaft herzustellen, daß die Wiederholung eines Krieges in Zukunft unmöglich ist. — Nach dem Empfang nahm die englische Abordnung mit den geladenen Gästen das gemeinfame Mittagsmahl in der Ratstrinkstube ein. Nachmittags teilten fidj die Engländer, die einen zu einer Fahrt nach Tegernsee, die anderen auf Wunsch zum Besuch des Lagers Dachau und der Rennen in Daglfing. Am Montagfrüh erfolgte die Weiterfahrt über Frankfurt a. M. nach Köln.
„Das deuffche Volk will keinen Krieg."
Die britischen Frontkämpfer von der Ehrlichkeit des deutschen Friedenwillens überzeugt.
London, 21. Juli. (DNB.) Der frühere Bundesführer der Brittfh Legion, Oberst Grosfield, ber Mitglieb der zur Zeit in Deutschland weilenden englischen Frontkämpferabordnung ist, erklärt im „Observer": Der Wert unseres Besuches hat bie Erwartungen weit übertroffen. Es ist ganz unmöglich, irgendeinen wahren Eindruck bes heutigen Deutschlanbs zu erhalten, ohne es selbst zu besuchen, die Fühlung mit dem Volk aufzunehmen unb mit den verschiedenen führenden Persönlichkeiten bie Schwierigkeiten zu erörtern, denen sie gegenüberftanben und noch gegenüberstehen. Eines ist klar: Das deutsche Volk will keinen Krieg, am wenigsten die Männer, die den Krieg mitgemacht haben. Der Besuch beim Führer überzeugte uns von seiner absoluten Ehrlichkeit und von seinem brennenden Wunsch, einen neuen Weltkrieg zu vermeiden. Er vertritt von ganzem Herzen die Ansicht, daß Männer, die den letzten Krieg mitgemacht haben, eine große Rolle spielen sollten, indem sie zur Förderung einer besseren internationalen Verständigung Zusammenarbeiten. Endlich waren wir überwälttgt von ber Freundlichkeit und Herzlichkeit, mit ber wir überall, wo wir waren, empfangen worden sind.
Habsburg in der Politik des Güdosteus.
Don unserem W.B.-Äerichterstatter.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten?) Agram, Juli 1935.
Die Habsburgergesetze in Oesterreich haben mit einem Schlage bie Hoffnungen auf eine Separation Kroatiens wieder wachgerufen. In Beigrab sowohl, wie in Steenockerzeel, wie auch in Rom erinnert man sich sehr gut, bah es 1918 gerabe bie tapferen kroatischen Regimenter waren, bie bis zuletzt der schwarzgelben Fahne der Habsburger die Treue hielten, jenen Habsburgern, die ihnen einmal in einem trialistischen Reich die Selbständigkeit und den Schutz vor den Unter» drückungsversuchen und Magyarisierungsgelüsten Budapests versprochen hatten. Solange der erste .unb größte Jugoslawe, König Alexander, lebte, war er hoffnungslos, gegen bie Einheit bes neuen Staates Attentate zu unternehmen. So blieb nur ein Mittel: — bas Attentat gegen ben König selbst. In Marseille wurde die Einheit Jugoslawiens zu vernichten versucht. In Belgrad wußte man sehr genau, daß Ante Pavelic, der geistige Initiator des Mordes, Gelder aus dem Büro ber legitimi- stischen Bewegung in Wien bezogen hat unb wenn nicht im Auftrage, so dock im Sinne des Habs- burgifchen Legitimismus handelte.
In Italien fand Pavelic Zuflucht. Wenn Italien einer künftigen Auseinandersetzung um die Herrschaft in der Adria gewachsen sein will, so muß es alles tun, um das mächtige Gebiet des Karstes in den Rücken seines Aufmarsches zu bringen und ben Kampf mit Belgrab wenn möglich aus der Drina-Linie, zumindest aber auf der Linie Fiume— Agram—Plattensee, aufzunehmen, anstatt an dem schmalen Tor Triest—Triglav-Massiv, bas aufzusprengen bereits der Weltkrieg als unmöglich erwiesen hatte. Aus dieser Heberlegung entsprang der Putsch d 'An nunzios, der mit ber Besetzung Fiumes endete; aus derselben Ueberlegung entsteht die gesamte OesterreichpolitikJta. H e ns, einschließlich einer Hnterstutzung der Habsburgischen Restauration, ebenso wie die sorgsame Pflege der guten Beziehungen zu Ungarn. Zu- bem treffen sich in Kroatien die Interessen Italiens
und des Vatikans auf derselben Linie. Belgrad ist orthodox, Agram katholisch.
So werden die vielfältig verschlungenen Linien deutlich, die bei der Wahl nach der Ermordung König Alexanders bie Regierung Jeftitsch veranlaßten, nervös unb voreilig bie kroatische Oppositionspartei Matscheks als Separatisten und Hochverräter zu beschimpfen, die unat nicht mehr, wie gewisse kroatische Politiker früherer Jahre, einen Anschluß an die italienische direkte Einflußzone befürworteten, aber dafür den österreichischen Gendarmen wieder ins Land riefen. Unb es klingt wie eine Vorahnung jetzt eintretender Propaganda, daß ein Wahlplakat der Regierung Jeftitsch den Kroatenführer zeigte, wie er einen österreichischen Polizisten Hiner sich her ins Land zieht. Unrichtig war, daß Matschek auf diesem Plakat verantwortlich gemacht wurde. Richtig war, daß tatsächlich Habsburg zu dieser Zeit mit der Propaganda gegen Belgrad begann, unter stillschweigender Assistenz Italiens und der Kurie, denn sowohl die kirchlich-polittschen als auch irie italienisch- politischen Interessen sind bei Habsburg bestens aufgehoben. Ein fchwarzgelbes Kroatien würde automatisch das Irieftiner Tor öffnen und die Agramer Linie freigeben.
So beginnen denn feit einiger Zeit heimlich österreichische Kaiserbiloer m die kroatt- scken Bauernstuben zu wandern. Mit Bildern des alten guten Kaisers Franz Joseph begann es, dann tarnen Bilder Kaiser Karls, um schließlich bei der Popularisierung „Kaiser" Ottos zu enden, als des recytgläubigen Erlösers von Belgrader Willkür unb Schützers vor — Italiens Aspirationen! Wie sollte auch ein Herrscher nicht für Kroatien Glück bedeuten, der aus einem Geschlechte zu fein vorgab, dem die Alten im Dorfe noch treu und mit freudigem Herzen gedient hatten!
Die jugoslawische Polizei ist scharf hinter dieser habsburgischen Propaganda her, aber sie hat es schwer, gegen die organisierte Macht der katholischen Kirche sich durchzusetzen, die sich für die Losreißung Kroatiens einsetzt, und dies unglückliche Land als


