besonderer gigantischer Flugzeugträger
uno das alles im Zeichen der „Abrüstung" einer Offensivwaffe! Das alles in Erfüllung der hn Iriedensverkrag von Versailles vorgeschriebenen Befolgung der von Deutschland vorge- nommenen Zerstörung der Flugzeuge.
Tanks:
Deutschland hat entsprechend der ihm auferlegten Verpflichtung seine Tanks des Weltkrieges vernichtet. Es hat damit ebenfalls eine „Offensiv- waffe" vertragsgetreu zerstört und abgeschafft. Es wäre die Pflicht der anderen Staaten gewesen, nun ihrerseits mit der Vernichtung ihrer Tankwaffen zu beginnen. Allein nicht nur, daß diese Vernichtung unterblieb, es erfolgte eine dauernde Verbesserung derselben sowohl in bezug auf Schnelligkeit, als auch in bezug auf Widerstands- und Angriffsfähigkeit. Die Schnelligkeit der Weltkriegstanks von 4 bis 12 Kilometer wurde gesteigert auf 30, 40, 50, ja endlich bis auf 160 Kilometer die Stunde!
Als Deutschland schon längst keine Niete mehr von seinen ehemaligen Tanks befaß, ging Frankreich von den mittleren Typen von 10 bis 14 Tonnen zu schweren Typen von 25 bis 30 Tonnen und endlich zu allerschwer st en Typen von rund 90 Tonnen über. Während noch im Felde jeder Tank von einem 13-Millimeter-Projektil durchschlagen werden konnte, wurden die neuen Kriegsungeheuer mit Panzerplatten von 50 bis 60 Millimeter ausgestattet und damit sogar für die Geschosse der Feldartillerie unverwundbar gemacht. Parallel dieser furchtbaren passiven Verbesserung dieser Waffen in bezug auf Schnelligkeit, Gewicht, Gasdichte, Sehfähigkeit und Panzerstärke ging eine enorme Entwicklung der Angr'iffswaffen diSser Kriegsmaschinen vor sich. An Stelle der Maschinengewehre oder des 4° bis 5-Zentimeter- Geschützes kamen nun Kombinationen. Tanks mit 7,5-Zentimeter-, mit 10-Zentimeter-, mit 15- Zentimeter-Geschützen und darüber sind keine Fantasie, sondern furchtbare Wirklichkeit geworden.
3n derselben Zeit, in der Deutschland seine Tanks zerstört hat und nun auf die Erfüllung der Zerstörung der anderen wartete, haben diese anderen mehr als 13 000 neue Tanks gebaut und zu immer entsetzlicheren Waffen verbessert und vergrößert.
Schwere Artillerie:
Laut Bestimmung des Versailler Vertrages mußte Deutschland seine gesamte schwere Artillerie vernichten. Auch dies wurde erfüllt. Während aber die deutschen Haubitzen und Mörser, unter den Schneidbrennern zerschnitten, als Schrott in die Hochöfen wanderten, unterblieb nicht nur die analoge Zerstörung der schweren Artillerie bei den Vertragspartnern, sondern im Gegenteil: Es erfolgte auch dort dieselbe konstruktive
Weiterentwicklung, Verbesserung und Vervollkommnung. Als es schon längst keinen 42-Zentimeter-Mörser mehr gab, erfuhr man, daß den französischen Fabriken die Konstruktion einer 5 4 - Z e n t i m e t e r - H a u b i tz e erfolgreich gelungen war. Ferngeschütze von 60 bis 120 Kilometer Schußweite sind als Neukonstruktionen entstanden. Genial wurde die neue und neueste schwere und schwerste Artillerie in handsame Transport- und Z u g - l a st e n geteilt, um ihre Beweglichkeit mit Hilfe von Traktoren und Raupenschleppern auf das Höchste zu steigern.
Dies geschah mit einer Waffe, die wirklich sehr offensiven Charakter besitzt und der gegenüber man in Deutschland nicht nur keine Gegenwaffe, sondern nicht einmal die Möglichkeit einer rein defensiven Abwehr besah.
Gaswaffen:
Deutschland mußte laut Versailler Vertrag als Voraussetzung wieder für die Abrüstung der Vertragspartner seine gesamten Gaswaffen zerstören, und es hat dies getan. In den anderen Staaten war man in den chemischen Laboratorien beschäftigt, natürlich nicht um diese Waffe abzuschaffen, sondern im Gegenteil, um sie unerhört zu verbessern. In aller Offenheit wurde von Zeit zu Zeit der Welt die erstaunliche Mitteilung über die gelungene Auffindung eines neuen und noch
tödlicheren Gases gegeben, sowie von neuen Granaten und Bomben zum Verschießen.
«Boote:
Auch hier hat Deutschland entsprechend den Paragraphen des Versailler Vertrages zur Ermöglichung der internationalen Abrüstung seine Verpflichtung getreulich erfüllt. Was auch nur einem U-Boot ähnlich sah, wurde von dem Schneidebrenner restlos zersägt, aufgerissen und verschrottet. Die Umwelt hat aber nicht nur nicht dieses Beispiel befolgt, nein, sie hat nicht nur ihre Kriegsbestände bewahrt, sondern ün Gegenteil sie dauernd ergänzt, verbessert und vermehrt. Die Steigerung des Deplacements ging endlich bis zum 3000-Ton- nen-U-Boot, die Verstärkung der Armierung bis zur 20-Zentimeter-Kanone. Die Zahl der Torpedorohre wurde pro Boot vergrößert, ihre Kaliberstärke erhöht, der Torpedo selbst in seiner Laufweite und Sprengwirkung gesteigert. Der A k - tionsradius dieser U-Boote nahm gegenüber den Leistungen des Krieges noch gewaltig zu, die Tauchtiefe wurde weiter gestreckt, die Sehein- r i ch t u n g e n genial vervollkommnet.
Dies war der Beitrag zur Abrüstung von feiten der Staaten, die sich im Verfailler Vertrag mitverpflichtet hatten, auch ihrerseits dem deutschen Beispiel zu folgen und damit die U-Boot-Waffe zu zerstören.
Em eklatanter einseitiger Vertragsbruch.
Dies sind nur einzelne Tatsachen. Sie ließen sich nach jeder Richtung hin beliebig ergänzen und vervollständigen. Sie sind insgesamt der jederzeit dokumentarisch zu belegende Beweis, daß man entgegen den Verpflichtungen des Versailler Vertrages nicht nur der Abrüstung nicht folgte, sondern im Gegenteil eine dauernde Vermehrung und Verbesserung hochwertigster Kriegsmaschinen vornahm.
Wan tat also das, was nicht nur den Absichten des Präsidenten Wilson, sondern auch nach den Auffassungen prominentester Vertreter der anderen Seite den unterschriebenen Verpflichtungen des Versailler Vertrages gerade entgegengesetzt war. Wenn dies nicht ein eklatanter Vertragsbruch, und zwar ein einseitiger Vertrags bruch ist, nachdem der andere Partner feine Verpflichtungen restlos erfüllt hatte, wird es schwer einzusehen fein, was in Zukunft die Unterzeichnung von Verträgen überhaupt noch für einen Sinn haben kann. (Langanhaltender, lebhafter Beifall!)
Nein! Es gibt dafür keine Beschönigung und keine Ausrede. Denn Deutschland war wirklich alles andere eher als in seiner vollständigen Wehr- und Waffenlosigkeit eine Gefahr für die anderen Staaten. Trotz jahrelangem vergeblichem
Warten auf die Vertragseinlösung der anderen Seite war Deutschland aber auch weiterhin bereit, feine Hand zu einem wirklichen kollektiven Zusammenarbeiten nicht zu verweigern. Der englische Lordsiegelbewahrer Mr. Eden meint, daß die Bereitwilligkeit zur Herstellung einer Parität in der ziffernmäßigen Festlegung der Wehrstärken überall anzutreffen gewesen sei. Dann ist es aber um so bedauerlicher, daß man daraus nicht praktische Konsequenzen zog. Es war nicht Deutschland, das den Plan einer 200 000-Mann-Armee für alle europäischen Staaten zum "Fall brachte, sondern es waren die nichtabrüstenwollenden Staa- t e n. Und es war endlich auch nicht Deutschland, das den englischen Vermittlungsvorschlag im Frühjahr 1934 verwarf, sondern es war dies die französische Regierung, die am 17. April 1934 die Verhandlungen darüber abbrach.
Es wird heute manchesmal die Hoffnung ausgesprochen, Deutschland möge doch selbst mit einem konstruktiven Plan kommen. Nun, ich habe nicht einmal, sondern schon öfter solche Vorschläge unterbreitet. Hätte man meinen konstruktiven Plan einer 300-Mann-Armee angenommen, dann würde vielleicht heute manche Sorge geringer und manche Last leichter fein. Es ist aber fast zweck
los, konstruktive Pläne vorzulegen, wenn ihre Ablehnung von vornherein als sicher angesehen werden kann. Wenn ich mich trotzdem entschließe, noch einmal einen Aufriß unserer Gedanken zu geben, dann geschieht es nur aus dem Gefühl der Pflicht heraus, nichts unversucht zu lassen, um Europa die notwendige innere Sicherheit und den europäischen Völkern das Gefühl der Solidarität zurückzugeben.
vachdem aber nun bisher nicht nur die Erfüllung der Abrüstungsverpflichtung der anderen Staaten unterblieben war, sondern auch alle Vorschläge einer Rüstungsbegrenzung eine Ablehnung erfuhren, sah ich mich als vor Gott und meinem Gewissen verantwortlicher Führer der deutschen Nation verpflichtet, angesichts des Entstehens neuer Militärbündnisse sowie der Festsetzung der Friedensstärke des russischen Heeres auf 960 000 Wann und nach Erhalt der Mitteilung, daß Frankreich zur Einführung der zweijährigen Dienstzeit schreitet, nunmehr die Rechtsgleichheit Deutschlands, die man ihm international verweigert hat, kraft des Lebensrechts der Nation selbst wiederherzustellen.
(Stürmischer, sich immer wiederholender Beifall!)
Nicht Deutschland hat damit eine ihm auferlegte Vertragsverpflichtung gebrochen, sondern jene Staaten, die uns zu dieser selbständigen Handlung gezwungen haben. Denn die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht und die Verkündung des Gesetzes über die Aufstellung der neuen deutschen Wehrmacht war nichts anderes, als die Zurückfuhrung Deutschlands auf einen niemand bedrohenden, aber Deutschlands Sicherheit garantierenden Stand gleichen Rechtes.
Ich kann dabei nicht unterlassen, an dieser Stells mein Erstaunen auszudrücken über eine Definition, die wir aus dem Munde des englischen Ministerpräsidenten Macdonald vernahmen, der mit Rücksicht auf die Wiederherstellung einer deutschen Wehrmacht meint, daß nun die anderen Staaten doch recht gehabt hätten, ihrerseits mit der Abrüstung zurückzuhalten. Wenn diese Auffassung Allgemeingut wird, steht in Zukunft allerhand zu erwarten.
Fortsetzung der Führerrede im 2. Blatt.
Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. ßtmg^ fifr Feuilleton: Dr. Harr« Thyrtot für den übrigen le#: Ernst Blmnschetn. AnzeigenLiter: Haus Bech verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IV. 35: 10688. Druck und Verlag) Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerel 31 ÜMge, K.«G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 PK Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr« ÄnzelverKmsspreis: 10 Pf. tmb Samstags 15 Pftz mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zett ist Preisliste Nr. 2 vom 2. IuÜ 1934 gültig.
Gießen, den 22. Mai 1935.
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Im neuzeitlichen Haushalt kocht man elektrisch I
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Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank.
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer unvergeßlichen Entschlafenen sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers und dem Kirchenchor für seine Lieder sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Louis Fr. Rinn.
Heuchelheim, den 22. Mai 1935.
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Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, von dem in Hachenburg erfolgten Ableben ihres lieben A. H.
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geziemend Kenntnis zu geben. — Die Beerdigung findet in Hachenburg am Mittwoch, dem 22. Mai, nachmittags 3 Uhr, statt
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