Ausgabe 
22.1.1935
 
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Am kommenden Sonntag fällt die Vorentschei­dung in der Gruppe Marburg in dem Lokalspiel Ockershausen gegen VfB. Kurhessen. Der VfB. führt mit einem Punkt Vorsprung vor Ockershausen die Tabelle. Das Vorspiel auf dem VfB.-Platz endete unentschieden, auch diesmal werden nicht viel Tore fallen, da beiderseits die Hintermannschaften gut in Form sind. Auf dem Platz in Ockershausen sind nur schwer Punkte zu erringen, so daß sich der VfB. restlos einsetzen muß, um Sieger zu bleiben.

Handball im Kreis Lahn-Dill.

Vezirksklasse.

Münchholzhausen Tv. Roth 11:6 (6:3): Die Mannschaft des Gastgebers war gegen den Vorsonntag nicht wieder zu erkennen und lie­ferte in allen Mannschaftsteilen ein gutes und vor allem produktives Spiel. Trotz der hohen Nieder­lage, die die Gäste einstecken mußten, war das Spiel nie einseitig und wurde immer offen gehal­ten. Lediglich die bessere Schußkraft und bessere Gesamtleistung der Platzelf sorgte für den zahlen­mäßig hohen Sieg. Nachdem in der ersten Hälfte schon durch die entschlossenere Stürmerreihe der Platzherren ein klarer Vorsprung bestand, sorgte die Mannschaft nach dem Wechsel für die Erweite­rung desselben und erhöhte bis zum Schluß auf 11 Tore, während den Gästen noch 3 Erfolge zufielen.

kreisklasse I.

Tv. Krofdorf Tv. Hochelheim 4:10 (2:8): Der Tabellenführer zeigte sich in Krofdorf wieder einmal von seiner besten Seite. Die Gast­geber leisteten unerwartet schwachen Widerstand und ließen die Gäste in der ersten Hälfte ohne segliche nennenswerte Gegenleistung das Feld be­herrschen. Der Verlauf in dieser Zeit ergibt sich deutlich aus dem Halbzeitstand. Hochelheim kam sofort gut heraus und hatte bald die Führung übernommen, während Krofdorf zu keiner einheit­lichen Aktion fähig war. Die Gäste hatten ohne große Anstrengung bis zur Pause schon den Sieg sicher. Die zweite Hälfte wurde zu einem harten Kampf und verlief völlig offen. Der Gast sowie die Platzmannschaft kamen noch zu je zwei Erfolgen.

kreisklasie II.

Tv. Dorlar Tvgg. Ruttershausen 13:2 (5:2). Dorlar gewann zur Abwechslung wie­der einmal zweistellig. Die Gäste leisteten in der ersten Spielhälfte noch einigermaßen Widerstand und hielten das Spiel bei etwas besseren Schuß­leistungen der Platzmannschaft, in dieser Zeit noch ziemlich offen. Diese holte jedoch schon fünf Tore heraus, während der Gast es nur auf zwei brachte. Nach dem Wechsel klappte die Gästemannschaft zu­sammen und man sah nur noch Dorlar spielen und Tore schießen.

R XV 173, alles Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerste G IX 167, G XI 170, G XII 172, Hafer H XIII 165, H XIV 167, alles Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Sommergerste für Brauzwecke 200, Weizenmehl W XIII und W XVI 27,15 plus 0,50 Mk. Fracht­ausgleich, Roggenmehl R XII1 23,60, R XV 24, plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizennachmehl 16,75; Weizenfuttermehl 13, Weizenkleie W XIII 10,66, W XVI 10,87, Roggenkleie R XIII 10,90, R XV 10,14 alles Mühlenfestpreise ab Mühlenstation, soweit sie in den Bereich der Landesbauevnschaft Hessen-Nassau fallen. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 13, Palm­kuchen m. M. 13,30, Erdnußkuchen m. M. 14,50, alles Fabrikpreise ab südd. Fabrikstation. Treber, Trockenschnitzel 9,50 bis 9,90, Heu 11, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt, 5 bis 5,40.

Kartoffeln: gelbfleischige, hiesiger Gegend, 2,80 bis 2,90 (unv.) per 50 Kilo bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 21. Jan. Auftrieb : Rin­der 1152 (gegen 1320 am letzten Montagsmarkt, 14. Jan.), darunter 393 Ochsen, 96 Bullen, 346 Kühe und 327 Färsen, Kälber 659 (611), Schafe 71 (105), Schweine 3622 (4161). Notiert wurden pro 1 Zent­ner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 36 bis 37,

b) 31 bis 35, c) 25 bis 30, d) 20 bis 24; Bullei« a) 34 bis 36,' b) 30 bis 33, c) 26 bis 29, d) 23

bis 25; Kühe a) 31 bis 34, b) 25 bis 30, c) 20

bis 24, d) 12 bis 19; Färsen a) 37 bis 38, b) 32 bis 36, c) 26 bis 31, d) 22 bis 25; Kälber b) 32

bis 40 c) 27 bis 31, d) 18 bis 26; Lämmer und

Hammel b2) 35 bis 36, c) 32 bis 34; Schafe f) 24 bis 30; Schweine al) und a2) 49 bis 52, b) 47 bis 53, c) 46 bis 52, d) 44 bis 51, e), t), gl) 43 bis 47, §2) 33 bis 42. Im Preisvergleich zum letzten Markt vom 14. Jan. gaben Ochsen 1 bis 2, Kühe Kl. d) 3, Färsen 1, Kälber 2, Hammel 1 bis 2, Schweine al) und a2) je 1 und Sauen (gl und g2) 1 bis^2 Mark nach, im übrigen blieben sie unverändert. Marktverlauf: Rinder ruhig, 61 Stück Ueberstand, darunter 57 Ochsen, 2 Kühe und 2 Färsen; Schweine ruhig, 106 Stück Ueberstand; Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, ausverkauft.

Schweinemarkt in Alsfeld.

LPD. Alsfeld, 21-. Jan. Zu dem heutigen Schweinemarkt in Alsfeld wurden 417 Schweine aufaetrieben, darunter 269 Handler- fchweine. Es wurden bezahlt: Für Ferkel von 6 bis 8 Wochen 15 bis 20 Mark, 8 bis 10 Wochen 20 bis 25 Mark, Läuferschweine 30 Mark, Einlegeschweme 50 Mark. Bei schleppendem Handel verblieb ein Ueberstand von etwa 220 Stück.

Wirtschaft.

Herabsetzung des Diskontsatzes für unverzinsliche Schatzanweisungen.

Die starke Flüssigkeit am Geldmarkt und die rege Nachfrage nach unverzinslichen Schatzanweisungen hatte gestern eine Herabsetzung des Diskontsatzes für die aufgelegten Emissionen zur Folge, und zwar wurde der Diskontsatz für die Juli 1936 fällige Tranche auf 4 v. H., der für den Januar 1936 fällige Abschnitt von 3,90 auf 3,75 v. H. ermäßigt. Für die kürzlich begebenen, am 1. Dezember 1937 rückzahl­baren Schatzanweisungen, die sich mit 4,5 v. H. ver­zinsen, wurde der Ausgabekurs auf 99,11 v. H. herausgefetzt.

^Hein-Mainische Mittagsbörse.

Freundlich.

Frankfurt a. M., 21 Jan. Die Börse zeigte am Wochenanfang eine freundliche Tendenz. In­dessen richtete sich das Interesse sowohl des Publi­kums, als auch der Kulisse mehr auf den Aktien­markt, an dem in manchen Spezialpapieren beacht­liche Umsätze stattfanden. Don der Depositenkund- schaft sollen hauptsächlich viele Kleinaufträge vor­gelegen haben, insbesondere für die mittleren Pa­piere, während Großwerte wenig Beachtung fan­den, aber nicht unfreundlich lagen. Die letzten gün­stigen wirtschaftlichen Nachrichten aus den verschie­densten Industriezweigen kamen nach der außen­politischen Entspannung etwas stärker zur Wirkung, auch die ausgeglichene Außenhandelsbilanz für den Monat Dezember 1934 wurde günstig ausgenommen. Die Kursgewinne betrugen im Durchschnitt 0,25 bis 0,50 v. H.

Besonders lebhafte Umsätze aufgrund von Käufen aus dem Revier hatten Bergwerkspapiere, wobei die fortdauernd belebenden Lageberichte aus der Eisen-, Stahl- und Kohlenindustrie angeregt haben. Diese Werte lagen meist bis zu 0,75 v.H. höher, nur Mansselder bröckelten 0,25 v. H. ab. In größe­ren Beträgen, insbesondere im freien Markt, wur­den auch IG. Farbenindustrie mit 142,25 (141,75) umgefetzt, ferner gewannen Metallgesellfchaft 0,25 v. H., Scheideanstalt blieben behauptet, während Deutsche Erdöl 1 v. H. nachgaben. Elektroaktien la­gen recht still, fester aber weiterhin Felten mit plus 0,40 v. H. und Mainkraft mit plus 0,25 v. H., außer­dem gewannen Lahmeyer 1 v. H. AEG. und Schuckert sowie Siemens lagen unverändert. Schiff­fahrtswerte tendierten ruhiger, hatten aber noch Kursgewinne bis zu 0,50 v. H. Von Zellftoffaktien gaben Aschaffenburg 1,13 v. H. nach, dagegen Wald­hof plus .0,25 v. H. Sonst eröffneten: Daimler mit 50,90 unv., Moenus Maschinen 0,65 fester, anderer­seits Reichsbank, Westdeutsche Kaufhof und AKU. bis 0,50 v. H. leichter.

Am Rentenmarkt war das Geschäft ruhig. Alt­besitzanleihe lagen mit 110,50 0,25 v. H. schwächer, wogegen im übrigen die letzten Kurse gut behaup­tet blieben, die höheren Vorbörsenkurse allerdings nicht erreicht wurden. Fest blieben noch zertifizierte Dollarbonds bei durchschnittlichen Besserungen bis 0,50 v. H., 6 v. H. Preußen 59,75 (59). Von frem­den Werten eröffneten 4 v. H. Rumänen mit 4,45 (4,40).

Im Verlaufe wurde das Geschäft allgemein ruhi­ger. Die Kurse unterlagen kleinen Schwankungen, ohne indes gegen den Anfang wesentliche Unter­schiede zu zeigen. IG. Farben bröckelten eher ab, wogegen einige Montanwerte nochmals 0,25 bis 0,50 v. H. gewannen. Westdeutsche Kaufhof notier­ten mit 36,65 bis 36,50 (anfangs 36,25), Aschaffen­

burger Zellstoff mit 72 (72,13). Fester lagen noch Cement Heidelberg mit 110,90 (HO). Am Kassa­markt war die Haltung meist fest. Mainzer Aktien- Brauerei T 76 (1. K 70,75), Haid & Neu 24 (21,50), Dürrwerk Ratingen T 47 (43), Kasseler Faß T 5 (4,25). Großbankaktien lagen eher weiter bis 0,50 niedriger.

Am Rentenmarkt konnten sich Altbesitz bei kleinem Umsatz auf 110,90 (110,50) erhöhen, im übrigen blie­ben die Kurse unverändert. Dekosama I lagen mit ca. 111 gut gehalten. Pfandbriefe und Stadtanleihen ruhig, aber gut gehalten. Auch im übrigen lag der estverzinsliche Markt bei kaum veränderten Kursen till. Von den fremden Werten notierten 5 v. H. innere Mexikaner mit 5,0750 (5), Schweizer Bahn­anleihen wurden etwas niedriger bewertet.

Tagesgeld unverändert 3 v. H.

Abendbörse sehr ruhig.

An der Abendbörse vermochte sich kein nennens­wertes Geschäft zu entwickeln, da Anregungen nicht vorlagen, vor allem aber Aufträge der Kundschaft fehlten. Die Grundstimmung blieb unverändert freundlich. Die notierten Kurse lagen im Vergleich zum Berliner Schluß meist gut behauptet, teilweise auch etwas fester, wenngleich ihnen kein größerer Umsatz zugrunde lag. Montanaktien lagen teils bis 0,25 v. H. höher, teils auch bis 0,13 v. H. darunter. IG. Farben bröckelten 0,25 v. H. ab, Metallgesell­schaft konnten 0,25 v. H. anziehen. Von Elektro­werten lagen AEG. 0,50 v. H., Lahmeyer 0,25 v. H., Licht & Kraft 0,13 v. H. freundlicher, Gesfürel aber 0,40 v. H. leichter. Leicht gebessert waren außerdem Zellstoff Waldhof, AG. für Verkehrswesen und Th. Goldschmidt. Am Kassamarkt notierten von Bank­aktien Adca 1 v. H. Commerzbank 0,25 v. H. fester, l)l)-Bank und Dresdner Bank blieben unverändert. Verein. Faßfabr. Kassel blieben gesucht, waren aber ohne Angebot.

U. a. notierten: Altbesitzanleihe HO, 6 v. H. Stahl­verein 95,90, Reichsbahn-VA. 118, Adca 71, Com­merzbank 78,50, OO-Bank 80, Dresdner Bank 81, Reichsbank 157, Rhein. Hyp.-Bank 121, Gelsen­kirchen 69, Harpener 100,75, Mannesmann 78,25, Mansfeld 91, Phönix 54,40, Rheinstahl 91,50, Stahlverein 45,50, AEG. 30,50, Bekula 138,65, Chem. Albert 86,25, IG. Chemie Basel volle 153,50, do. leere 128,25, Conti Gummi 147,50, Deutsche Erdöl 101, Scheideanstalt 207, IG. Farbenindustrie 142, Gesfürel 112,50, Goldschmidt 93,13, Holzmann 82,50, Junghans 74,50, Lahmeyer 118,50, Metall- gefellschaft 90, Rheag 111, Schuckert 98,50, Zellstoff Waldhof 50,50, AG. für Verkehrswesen 81,65, Hapag 28,25. Die Nachbörse war geschäftslos.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 21. Jon. Brotgetreide war stärker ongeboten, wobei sich für Weizen seitens der Mühlen im Hinblick auf die Ermäßigung der Aus­gleichsabgabe an die RfG. im Monat Februar auf 1,50 Mark (bisher 3,50 Mark) je Tonne starke Zu­rückhaltung im Einkauf zeigte. Futtergetreide, so­wie Futtermittel aller Art waren kaum offeriert, während die Nachfrage allgemein stark blieb. Oelhal- tige Artikel wurden noch nicht zugeteilt, ferner ist Kleie ganz besonders knapp, anderseits die Nachfrage erheblich. Das Mehlgeschäft ist schlecht, insbesondere Rogggenmehl ist kaum abzusetzen. Weizennachmehl erfuhr eine Erhöhung um 0,25 auf 16,75 Mark pro 100 Kilo.

Es notieren (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilo) in Mark: Weizen W IX 205, W XIII 209, W XVI 213, Roggen R IX 165, R XIII 169,

Oer deutsche Außenhandel im Dezember und im Lahre 1934.

Fwd. Berlin, 21. Jan. Die Einfuhr, die von Mai bis November fast ohne Unterbrechung zurückgegangen ist, hat im Dezember um 53 Mil­lionen Reichsmark (15,5 o. H.) zugenommen. Diese Steigerung der Gesamteinfuhr im Dezember 1934 entfällt, von lebenden Tieren abgesehen, aus alle Hauptwarengruppen. Besonders ins Gewicht fällt die Erhöhung der Einfuhr von Butter, Kaffee und Südfrüchten. Bei der Einfuhr von Rohstoffen beträgt die Zunahme gegenüber dem Vormonat rund 14 v.H. Soweit sich bis jetzt schon übersehen läßt, sind an der Steigerung der Einfuhr in erster Linie die euro­päischen Länder beteiligt. Die Einfuhr aus Heber fee, mit Ausnahme von Brasilien, ist nur in geringem Umfange gestiegen.

Einfuhr im Dezember 19 34. Warengruppen Nov. Dez. Jan./Dez.

1. Lebende Tiere 3,2 2,6 33,3.

2. Lebensmittel, Getränke 98,3 117,8 1066,9.

3. Rohstoffe und halbfertige Waren 185,6 211,9 2600,3.

4. Fertige Waren 58,6 66,9 750.

5. Zusammen 14345, 7399, 24 451,05. Gold und Silber 22,97,4282,6. Die Ausfuhr hat sich mit 354 Millionen Reichsmark annähernd auf dem Stand vom November (356 Millionen Reichsmark) gehalten. Wenn der Export diesmal im Gegensatz zu den beiden Vorjahren im Dezember wieder etwas abgenommen hat, so ist dabei zu be­rücksichtigen, daß das Novemberergebnis, jahres­zeitlich gesehen, verhältnismäßig hoch lag. Die kleine Verminderung der Ausfuhr entfällt fast ganz auf Lebensmittel und Getränke.

Ausfuhr im Dezember 193 4.

Warengruppen

Nov. Dez. Jan./Dez.

1. Lebende Tiere 0,2

2. Lebensmittel, Getränke 8,5

3. Rohstoffe und halbfertige Waren 61,7

4. Fertige Waren 285,3

5. Zusammen 14 355,7

Gold und Silber 3,0

0,4

7,0

61,7

284,6

353,7

3,0

3,8 117,1

790,3

3255,7 4166,9 500,3

Die Handesbilanz schließt im Dezember mit einem Einfuhrüberschuß von 45 Millionen RM., gegen Ausfuhrüberschuß von 10 Millionen RM. im November, ab.Die Passivierung der Han­delsbilanz gegenüber dem Vormonat entfällt fast ausschließlich auf den Verkehr mit Europa. Im einzelnen ist zu den Veränderungen im Außenhandel des Monats Dezember zu bemerken, daß die Stei­gerung der Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken vor allem auf einer Erhöhung der Ein­fuhr von Südfrüchten, Butter, Fischen, Eiern und Mais beruht. Die Einfuhr von Obst war um 2,9

Millionen RM. geringer als im Vormonat. In der Gruppe Rohstoffe und halbfertige Waren sind Ein­fuhrsteigerungen vor allem bei Wolle, Flachs, Hanf, Jute, Kalbfellen und Rindshäuten, nichtölhaltigen Sämereien, Oelkuchen, Fellen zu Pelzwerk, Kaut­schuk und Zinn zu verzeichnen. Vermindert hat sich die Einfuhr von Papierholz, Mineralölen und Roh­tabak. In der Gruppe Fertigwaren hat in erster Linie die Einfuhr von Baumwollgarnen, Leder und Baumwollgeweben zugenommen.

In der Ausfuhr find die Veränderungen ge­ringfügig. H. a. hat in der Gruppe Fertigwaren die Ausfuhr von Maschinen um 3,5 Millionen RM.

und von chemischen Erzeugnissen um 1,1 Millionen RM. zugenommen. Demgegenüber ist der Export an Textilfertigwaren und Eisenerzeugmssen zuruckge« gangen. Im Jahre 1934 betrug die Ge amt. ein fuhr 4451 Millionen RM., öie Gesamt- ausfuhr 4167 Millionen RM. Die Handelsbilanz schließt also für das ganze Jahr mit einem (Ein» fuhr üb er schuß von 284 Millionen RM. gegen­über einem Ausfuhrüberschuß von 668 Millionen Reichsmark im Vorjahre ab. Die Einfuhr lag wert» mäßig um rund 5,9 v. H. über dem Vorjahrstand. Die Ausfuhr hat dem Wert nach um 705 Millionen Reichsmark = 14,5 v.H. abgenommen. Zum Teil beruht diese Verminderung auf einem Rückgang per Ausfuhrpreise.

Das Reichswirtschaftsministerium teilt zum deutschen Außenhandel im Dezember noch mit: Die vom Statistischen Reichsamt veröffentlichten Zahlen des deutschen Außenhandels im Dezember 1934 zeigen, daß sich die Ausfuhr im wesentlichen auf der Höhe des Monats November 1934 gehalten hat. Sie belief sich auf 354 Millionen Mark. Da­gegen zeigt die Einfuhr eine erhebliche Zunahme. Sie stieg von 346 Millionen Mark im Vormonat auf 399 Millionen Mark, so daß sich ein Einfuhr­überschuß von insgesamt 45 Millionen Mark ergibt. Der Umfang der Ausfuhr im Dezember lag über dem Durchschnitt des vergangenen Jahres (347 Mil­lionen Mark). Die Bemühungen, ein weiteres Ab- sinken der Ausfuhr zu vermeiden und sie darüber hinaus zu steigern, haben sich als im ganzen günstig ausgewirkt. Die Erhöhung der Einfuhr im De­zember beruht auf verschiedenen Umständen, die teils saisonmäßiger, teils einmaliger Natur sind. Der letzte Monat des Jahres pflegt im allgemeinen einen verstärkten Einfuhrbedarf mit sich zu bringen. So stieg die Einfuhr im Dezember 1933 um 23 Mil­lionen Mark und im Dezember 1932 um 30 Mil­lionen gegenüber dem Vormonat. Diese Erscheinung ist im wesentlichen darin begründet, daß landwirt­schaftliche Erzeugnisse im Monat Dezember in ver­stärktem Maße eingeführt werden, eine Tendenz, die gerade in diesem Jahre angesichts des Ausfalles der deutschen Ernte verschärft ins Gewicht fiel. Da­zu kommt, daß das Weihnachtsfest einen erhöhten Bedarf an verschiedenen Waren, vor allem an Süd- früchten und ähnlichem mit sich bringt, der in die- fern Jahre infolge der erhöhten Kaufkraft der Be- völkerung verstärkt auftrat. Die Steigerung der Einfuhr ist weiterhin darauf zurückzuführen, daß der neue Plan, der eine Uebereinfhmmung der Einfuhr mit unseren Zahlungsmöglichkeiten zum Ziel hat, sich noch nicht tn jeder Hinsicht voll aus- wirken konnte. Unter dem bestehenden System der Verrechnung- und sonstigen Abkommen mußte Deutschland aus handelspolitischen Gründen zunächst noch mehr Waren hereinlassen, als sich mit den Zielen des neuen Planes vereinbaren läßt. Infolge der größeren Guthaben des Auslandes auf den Verrechnungskonten und den dadurch verursachten Zahlungsverzögerungen ist in der Zwischenzeit durch Verhandlungen mit den beteiligten Staaten erreicht worden, die Abkommen den Grundsätzen des neuen Planes mehr anzupassen. Weiterhin haben die Aus­länder-Sonderkonten für Jnlandzahlungen zu einer Vermehrung der Einfuhr geführt, während die Aus­fuhrgegengeschäfte erst langsam in Gang kommen und deshalb bis jetzt in der Ausfuhrstatistik noch nicht voll enthalten sind.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt 0.291.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Echlußt. Mittag« börse

Schluß« kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse

Saturn

19-1. |

21-1-

19-1-

21.b

Datum

19 1.

21-1-

19-1-

21-1.

6% Deutsche Retchsanlethe v. 1927 6% ehem.7% 2t.Reichsanl. B. 1929 6/2% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

99

100-1

110-75

99-5

96-75

97

111-5

97

97-25

98

98

98

1-175

8-4 8-25 8-15

11

fr

98-9

100-13

110-5

99.5

96-75

97-1

111

97

97

97-5

98-75

98

98

104-5

28

1.35

8-5

8-25

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11

&

98-9

100-13

110-7

99-5

111.25

96.75

99-5

28-4

1-3 8.6

8-5

11

**

98-9

100-25

110-5

99-25

111,13

99

104-4

28-25 1-35 8.65 8.55 8-55

10.65

W5

4% desgl. Serie 11 .............

8

4-75

4.4

34

28-25

30.65

81.5

100.5 78-25

80.5

81-5 157-25

30-5 138-25

104

115 83-65 112-75

99

142 117-75

90-5

102

68-5 101-5

120.4

80

8M

8 4.75 7-35 4-45

28-25

30-75 81-65

78-5

80

81

157

30-5 138-65

105 115-5

84 112-5

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142 118.5

91.5 101

69 100.75

121 bX

8-25 4.75 6.95 4.45

34-25

28-5

30.65 81-5

100-5

78

80-5 81-5

157

30 138-75

105

115.75 83-65

113

110

99.13 141-5

117-75

90-5 102 68-75

101

84.5 150-5 120-5 80.75

IM

4-8 7-2 4-4 34-13

28-4 24-75

30-75

81

103 78-5

80 81

157

30 138-65 105-25 115-4 83-75 112-9

111

98-5 141-75 118-25

91

101 69-13

101 83-75

120-75

8!j5

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4'/,%Rumän.veretnh.Rentev.l918 4% Rumänische veretnh. Rente ..

214% Anatolier .

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% et>em.8% Hess. BolkSstaat 1929

(rückzahlb. 102%)............

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-SÜdam. Dampfschiff. 0

Hansa-Dampfschtff...........0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

Commerz, und Privat-Bank... 0

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............0

Reichsbank .......... 12

A.E.G......................0

Bekula.....................0

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft .............6

Felten & Guilleaume.........0

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........6

Schuckert L Co...............6

Siemens S Halske............7

Lahmeyer L Co............. 10

Buderus ...................0

Deutsche Erdöl..............4

Gelsenkirchener..............0

Harpener...................0

Hoesch EisenKöln-Neuesser» .. 0

Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke...... 0

MarmeSmanEtze» HHMH 0

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12..................

BJ4% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui.........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 t>Vi% ehem. Franks. Hyp.-

Bank-Liqu^Pfandbriefe.......

6¥i% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpfe.....

6% ehem. 8% Pr. Landespfand­briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs..

4% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische SUberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *y2% desgl. von 1913........

6% abgest7 Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zottanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahu-Aulethe

1

Frankfurt a. M.

Berlin

Gchluß- kurS

Schlußk. Abend­börse

Schluß« kurS

Schlußk. Mittag­börse

Datum

19.1.

21-1.

19.1.

21-1.

Mansselder Bergbau ..

0

91-5

91

91-25

90-65

Sokswerke...........

0

98-9

98-65

Phönix Bergbau......

0

54

54.4

53.9

54-25

Rheinische Braunkohlen

.0

214

215

214

215-4

Nyeinstahl ...........

0

91-25

91-5

91-75

91

Vereinigte Stahlwerke.

0

45

45-5

45-13

45.5

Otavi Minen ........

0

12-4

12-13

12

12-13

Kaliwerke Aschersleben.

6

109-5

109-13

110

109-5

Kaliwerke Westeregeln .

5

110

111

109-25

Kaliwerke Salzdetfurth

.....1V1

146-5

150

147

150-9

I. G- Farben-Jndustrte

________

r

141-75

142

142-13

142-25

Scheideanstalt........

9

205

207

Goldschmidt .........

0

92-25

93-13

93.25

92-75

RütgerSwerke........

0

97-5

97-5

97-75

97-5

Metallgesellschaft......

.......

0

89-75

90

39.75

89.75

PbÄpp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

?

83

110

82-5

110

83.25

82-75

0

125

124

Schultheis Patzenhofer

0

.

100.5

101-4

Aku lAllgemeine Kunstseide) ..

0

52-5

52-25

52.65

52-13

Bemberg............

0

104

115-5

Zellstoff Waldhof.....

Zellstoff Aschaffenburg

0

49.75

50-5

50.25

50-25

0

73-25

72

72.25

71-5

Dessauer Gas........

7

125-75

125-13

Daimler Motoren.....

0

50-9

50-9

51

50-75

Deutsche Linoleum....

0

65-75

65.5

65.75

65-5

Orenstetn L Koppel ...

0

91-5

90.65

Leonhard Tietz.......

0

36.75

37.5

36-65

37.75

Chade ...............

10

194

195

195

195

Aceumulatoren-Fabrik.

e e e e e e

0

159

159

Conti-Gummt........

0

1465

147-5

147

147.5

Grttzner.............

0

29

1 28-25

1 28-4

29-4

Mainkraftwerke Höchst a.M....

4

89-25

89-25

-

! -

Lüddeutjcher Hüter t

1 W

1 *

*

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 7N.

19, Januar

21 .Januar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

»rief

Geld

Lrief

Buenos Aires

0-628

0.632

0-628

0-632

Brüssel.....

58.17

58-29

58-17

58-29

Rio de Jan. .

0.194

0.196

0-194

0-196

Sofia ......

3-047

3-053

3-047

3-053

Kopenhagen.

54.34

54-44

54-40

54-50

Danzig.....

81-26

81-42

81-26

81-42

London .....

12-17

12.20

12-18

12-21

Helsingfors..

5-375

5-385

5-38

5-39

Paris ......

16-42

16-46

16-42

16.46

Holland ....

168-21

168.55

168-23

168.57

Italien.....

21-30

21-34

21.30

21.34

Javan ......

0-708

0-710

0-709

0.711

Jugoslawien.

Oslo.....:

5-649

5-661

5.649

5.661

61-14

61-26

61.20

61.32

Wien.......

48-95

49-05

48-95

49-05

Lissabon....

11.045

11-065

11-055

11-075

Stockholm...

62-74

62-86

62-81

62-93

Schweiz.....

80-72

80-88

80-72

80-81

Spanten....

34-02

34-08

34.02

34-08

Prag.......

10-40

10-42

10-40

10-42

Budapest ...

Nenyork...

2-435

2-499

2-496

2-500

Banknoten

Äerlln,21 .Fcmuar Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten ...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

11M ilfii rnA

62-59 80.44

33j8

Geld 2-448 57.96 54.19 12-145 16-38 167-81 21-11 61-04

2-468

58.20

54.41

12-185

16.44

168-49

21.19

61-28