Ausgabe 
21.8.1935
 
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Gendarmerieoffizier wurden daber verletzt. Die Gendarmen mußten dann von der Schußwaffe Gebrauch machen, wobei es zu zwei Toten und 24 Verwundeten kam. Die gereizte Menge zerstreute sich nach dem Feuergefecht nicht sogleich, sondern schlug im Orte die Fensterscheiben von 20 Hausern

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Diese nächtliche Aufnahme zeigt das Feuer in der Ausstellung und im Restaurant des Berliner Funk« turms. (Scherl-Bilderdienst-M.)

verstarb. Die Feuerwehrwache gab Großfeuer­alarm. In kürzesten Zeitabständen trafen insgesamt 14 Züge der Feuerwehr ein. Im F u n k t u r m« Restaurant befand sich eine Anzahl Personen, die durch die Umsicht und den Mut des Fahrstuhl­führers Erich G o s ch n e ck und weiterer Hilfs- mannschaften in Sicherheit gebracht wur­den. Als Goschneck den Fahrstuhl nicht mehr in be­trieb hätten konnte, befänden sich im Funkturm- Restaurant noch acht Personen, die durch eine Feuerwehrtruppe unter Führung von Baurat Dr. Schäfer in Sicherheit gebracht wurden. Um 22 Uhr war das Feuer eingekreist, und ein Heber- greifen auf benachbarte Hallen mit Sicherheit aus­geschlossen. Auch der Brand im Funkturm-Restau­rant war eingedämmt.

Durch das Feuer ist die Halle 4 völlig zer- stört worden. Die dort ausgestellten Apparate so­wie der im Keller liegende Maschinenraum des Ultrakurzwellensenders sind ebenfalls vernich­tet. Beim Brandunglück ist leider noch ein zwei­ter Toter zu beklagen. Am Dienstagmittag wurde nämlich nahe dem Haupteingang zur Halle 4 die verkohlte Leiche eines Mannes aufgefunden. 20 Verletzte wurden in das Krankenhaus ein­geliefert, doch konnte der größte Teil von ihnen nach Anlegung von Notverbänden wieder entlassen werden.

Die Funkausstellung erleidet keine Unter­brechung. Auch die in diesem Jahre weiterhin geplanten Veranstaltungen des Ausstellungs- und Messeamtes werden programmäßig durchgeführt. Reichsminister Dr. Goebbels sprach allen an den Hilfs-, Absperrungs- und Aufräumunqsarbei- ten Beteiligten den Dank für ihr kraftvol­les Eingreifen aus. Dieser Dank gilt beson­ders den Mannschaften, die unter Lebensgefahr die Rettung vom Feuer schwer bedrohten Personen durchgeführt haben. Der Führer und Reichs­kanzler hat Reichsminister Dr. Goebbels bereits beauftragt, im Einvernehmen mit der Stadt Ber­lin eine großzügige Neuplanung des Messegeländes vorzubereiten.

Eindrücke eines Auaenzeuaen.

dd Berlin, 20. August. (Eigener Bericht.)

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schon der Feuerschein. Don den Gluten hell bet leuchtet, steht Reichsminister Dr. Goebbels sicht­lich erschüttert, da, er muß zusehen, wie ein Teil des Werkes, dem er sich so besonders verbunden fühlt, in Flammen versinkt.

Schließlich wird der Platz von allen, die.nicht an den Rettungsarbeiten beteiligt sind, geräumt Es ist wie ein Wunder, daß die Kabel bis zur Höhe des Funkturms nicht durch die Gluten zerstört wur­den. Bis zuletzt leuchten die Lichter in den Restau­rants und am Aufzug entlang. Bis zuletzt spielt der Scheinwerfer. Alles atmet auf, als ersichtlich wird, daß die Arbeit der wackeren Feuerwehrmänner am Funkturm-Restaurant Erfolg hat. Die Gluten hüllen sich mählich in schwelenden Rauch, eine weitere Ausbreitung des Brandes ist verhindert.

Der Jernsender wieder in Betrieb.

Berlin, 20. Aug. (DNB.) Wie die Reichssendet leitung mitteilt, ist in der Fernsehhalle der Funk- ausstellung am Dienstag um 16.15 Uhr der 3 2 0« zeitige Bildsender der Fern seh-AG. wieder in Betrieb genommen worden. Ab Mittwoch früh wird die Fernsehhalle den Besuchern wieder in Betrieb gezeigt.

Sympathietelegramm des französischen poffministerS.

Berlin, 20. Aug. (DNB.) Der französische Post- Minister Georges Mandel hat aus Anlaß des Brandes in der Funkausstellung an Reichsminister Dr. Goebbels das folgende Telegramm gesandt:

Tief betrübt von der Zerstörung Ihrer schönen Ausstellung bitte ich Sie, den Ausdruck der Sympathie des französischen Rund- f u n k s entgegenzunehmen."

Reichsminister Dr. Goebbels hat darauf fol­gendermaßen geantwortet:Ich danke Ihnen aufrichtig für Ihre freundliche Anteilnahme und Sympathie zu dem schweren Verlust, den der ' deutsche Rundfunk und seine Industrie erlitten

Die Berliner Funkausstellung wieder in Betrieb.

Aufräumungsarbeiten beendet Zwei Todesopfer geborgen. Dank an alle Helfer. Oie Ausstellungshallen wieder geöffnet.

Der dichtgefüllte Stadtbahnzug trägt am Montag­abend kurz nach 8 Uhr berufsmüde Berliner vom Zentrum nach dem Westen. Plötzlich weist einer entsetzt durchs Fenster:Da brennt's!" Ir­gendwo fern im Westen man kann die Richtung während der Fahrt nicht genau bestimmen liegt eine riesengroße Rauchwolke über oder hinter dem Häusermeer. Sie verschwindet wieder hinter den rückwärtigen Steinfassaden. Es wird vielleicht eine eigenartige Wolkenbildung gewesen sein. Als sich der Blick wieder weitet, ist die fromme Täuschung zu Ende: ein gewaltiger Feuerschein wird in der Wolke sichtbar. Das muß ein Brand von riesenhaften Ausmaßen sein. Man rät auf die Gegend, schätzt auf den Kur­fürstendamm, auf den Fehrbelliner Platz. Da plötz­lich als sich die Stadtbahn auf die schnurgerade Strecke nach Witzleben schiebt, gewinnen die Men­schen die die Kövfe zum Fenster hinausstecken, den Eindruck, als führen sie direkt in ein Flam­menmeer hinein. Das kann nur die Fun k- ausstellung sein. Lähmendes Entsetzen legt sich auf die Gemüter. Sollte dies stolze Werk deutschen Erfindergeistes und deutscher Technik drei Tage, nachdem es der deutschen und der Weltöffent­lichkeit übergeben wurde, ein Raub der entfesselten Elemente werden? ..

Dann steht man nun an der nördlichen Ausfahrt der Avus; aus dem Ausstellungsgelande schlagen Flammen schon drei Häuser hoch gen Himmel. Durch die dichten Rauchwolken stiebt ein unerhörter Fun-

Aus demamtlichenSchlußbmcht.

Berlin, 20. Aug. (DNB.) Heber den Groß­brand auf der Rundfunkausstellung wurde ein amt­licher Schlußbericht ausgegeben, nach dem das Feuer um 20.08 Uhr an einem Ausstel­lungsstand d e r Halle 4 entstanden ist. Es breitete sich mit außerordentlicher Schnelligkeit aus. Heizer und andere in der Halle anwesende Per- onen machten sofort Löschversuche. Dabei ist der Vertreter der Firma Stein, Karl Heh­ler, aus Nürnberg, der heldenmütig den Versuch machte, einen Hydranten in Tätigkeit zu setzen, von den Flammen erfaßt worden. Er erlitt o schwere Verletzungen, daß er Dienstag früh

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kühlung.

Temperaturen am 20. August: mittags 24,9 Grad Eelsius, am 20. August: abends 14,4 Grad, am 21. August: morgens 13,1 Grad, Maximum 26,5 Grad, Minimum 10,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. August: abends 19,1 Grad, am 21. August: morgens 15,7 Grad.

Bis in die jüngste Gegenwartsgeschichte hinein bezog sich der Begriff derS a n k t i o n e n" in der Praxis Der Nachkriegspolitik eigentlich nur a u f Deutschland. Wir erinnern uns mit Grauen der rechtlosen, der furchtbaren Zeit, als zügelloser Siegestaumel unsere ehemaligen Kriegsgegner in eine Psychose des Hasses hineinstürzte.

Sanktionen" nach §§ 17 und 18 der Anlage II zu Teil VIII und des Artikels 430 des Versailler Diktates sind gegen Deutschland rücksichtslos ange- wandt worden. Zweimal wurde das Sanktions­recht der Entente in der Reparationsfrage ausge­übt. Einmal am 8. März 1921, als auf Grund der sogenannten Pariser Beschlüsse auf der Londoner Konferenz die Besetzung derSanktions- städte" Duisburg, Ruhrort und Düs­seldorf erfolgte; im Anschluß daran wurde auch die berüchtigte Zollgrenze errichtet und eine Aus­fuhrabgabe von 50 v. H. eingeführt. Zum zweiten Male rückten Belgier und Franzosen am 11. und 12. Januar 1923 mitten im Trubel der Infla­tion ins Ruhrgebiet ein, umeine Eskorte für die Ingenieurkommission" zu stellen. Das Ende des Ruhrabenteuers ist bekannt.

Wenn nun von Sanktionen g e g e n ii b e r I t a - l i en die Rede ist, so meint man vorerst keine mili­tärischen Operationen, sondern versteht darunter höchstens wirtschaftliche Maßnahmen. Sv zum zum Beispiel dürfte die Aufhebung des englischen Waffenausfuhrverbotes nach Abessinien nahe bevorstehen, wobei sich die Gelehrten noch nicht darüber einig werden kön­nen, ob diese Aufhebung sich nur auf Abessinien ober aber auch auf Italien beziehen soll. Man denkt in London ferner an die Blockierung d e s Suezkanals, eine höchst interessante völ- kerrechtliche Angelegenheit, über die bereits viel Tinte verspritzt worden ist. In Paris, wo die Der- waltung des Kanals sitzt, erklärt man unzweideutig, daß England dazu gar kein Recht habe. Das internationale Abkommen von Konstantinopel aus dem Jahre 1888 sehe nämlich in feinen! letzten Ab­satz vor, daßder Kanal niemals zur Ausübung des Rechtes einer Blockade" Verwendung finden darf. Wobei wir Deutschen uns lebhaft fragen, ob vielleicht während des Weltkrieges dieser edle Grund­satz auch uns gegenüber Recht geblieben ist.

Komme es wie es wolle: die Sanktionsfiage ist ein Problem von höchstem juristischem Reiz und von erheblicher praktischer Bedeutung. Sollte es

In einer Versammlung der Spitzen der Faschistischen Partei nahm Generalsekretär 61 a r a c e die Meldung der Mitglieder des Natio­naldirektoriums der Partei und Der Parteisekretäre entgegen, die sich bereiterklärten, sich an dem kom­menden Krieg gegen Abessinien aktiv zu be­teiligen.

Ztalienische Wasserflugzeuge bei Gibraltar.

Spanien zieht Truppen zusammen.

Madrid. 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Korrespondenten der Madrider Zeitungen in Cadiz teilen ihren Redaktionen mit. daß die Anwesen­heit von zwei italienischen Wasser- slugzeugen am Cabo de Tarifs an der Straße von Gibraltar große Aufregung Hervorrufe. Die italienischen Wasserflugzeuge begründeten ihre Anwesenheit in spanischen Gewässern mit der Auf­gabe, italienische Munitionsschiffs- lransporte zu schützen. Spanische Truppenteile seien bereits mobilisiert worden und be­fänden sich auf dem Wege nach Cadiz. Von den spanischen Garnisonen In Cordoba, Malaga und Sevilla würden weitere militärische Streit­kräfte aufbrechen, um sich auf das südspanische Küstengebiet zu verteilen. Der oberste Befehlshaber der auf den balearischen Inseln liegen­den spanischen Division, der zur Zeit in Madrid weilte, kehrte nach einer kurzen Unterredung mit dem spanischen Kriegsminister nach den Balearen zurück. Der spanische Innenminister teilte den Pressevertretern mit, daß die Rachrichten aus Cadiz auf Grund der noch bestehenden Pressezensur aus der spanischen Presse ferngehalten würden.

Die italienischen Manöver in Südtirol.

R o m , 20. August. (DNB.) Die am 25. August beginnenden großen italienischen Herbstmanöver werden für einige Tage das italienische Tagesinter- esse, das in der letzten Zeit nur auf einen großen NennerAbessinien" vereinigt war, nach den nördlichen Grenzgebieten des Landes ab- ziehen. Die wichtigste Aufgabe dürfte der völlig motorisierten Division Trient zufallen, wie überhaupt das Hauptziel Der fommenben Hebungen Darauf gerichtet zu sein scheint, Die Ver- wenDbarkeit beweglicher und motorisierter Truppen in Verbindung mit großen Truppeneinheiten i m Gebirge festzustellen. Militär und Schwarz­hemden werden gemeinsam manövrieren. Bekannt­lich nehmen die aktiven Minister und Staatssekre­täre in den für sie zuständigen Truppenteilen an den Manövern teil. Als Zuschauer werden ledig­lich die Vertreter des königlichen Hauses, der De­putiertenkammer und des Senats, sowie sämtliche Militärattaches, darunter als Vertreter des Deutschen Reiches General Fischer, sowie zahl­reiche Militärmissionen aus dem Ausland, unter ihnen auch eine Abor d n ung des Reichsheeres anwesend fein. Die Oberaufsicht des Manövers liegt offiziell in den Händen des Staatssekretärs im Kriegsministerium, General Vaistrocchi. Mussolini wird jedoch diese großen Hebungen in maßgebenden Teilen entscheidend beeinflussen.

0er Schlichtung-ausschuß siedelt nach Bern über.

Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 35: 9945. Druck und Verlag: Brühl'sche Hniversitäts-Buch- und Steindruckeret R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugsprets RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit Der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit Der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

einer von EnglcmD geführten Gruppe von Staater ernst Damit sein, so würDe Italien vor einer sehr mißlichen Lage stehen. Denn Der Weg um Das Kap Der Guten Hoffnung ist für Truppentransporte fast gleichbleibenD mit einem fast völligen Abschneiden der Zufuhr. Ob es zu tiefgreifenden Entschlüssen dieser Art kommen wird, ist allerdings fraglich, Andererseits muß man bedenken, daß Das britische Imperium eine Schlappe Der Pariser Art nicht auf sich sitzen lassen kann.

Wetterbericht

Des Retchswetterdieuste». Ausgabeort Frankfurt.

DeutschlanD liegt, abgesehen von Dem Küsten­gebiet Der Ostsee, noch vollkommen im Einfluß Des Bereichs hohen LuftDruckes. Bei heiterem Himmel hat sich Daher auch wieDer bei uns kräftige Erwär­mung eingestellt. Zu gleicher Zeit ist es infolge Zufuhr feucht-warmer Mittelmeerluft über Dem ge­samten Balkan zu ergiebigen Regenfällen gekom­men. Auch Dringt von Westen her kühlere Meeres­luft nach Dem Festland vor. Es kann daher auch bei uns bald mit dem Auftreten gewittriger Stö-

Paris, 20. Aug. (DNB.) Der italienisch-abes­sinische Schlichtungs- und Schiedsgerichtsausschuß ist am Dienstag zu seiner zweiten Sitzung zusam­mengetreten. Zum fünften neutralen Schiedsrichter, dessen Wahl im Falle von Meinungsverschiedenheiten notwendig werden könnte, wurde einstimmig Der griechische Ge - sanDte in Paris, Po litis, ausersehen. Der Ausschuß hörte Dann Die Ausführungen Des Rechts­beraters Abessiniens, Professor Ieze, an, worauf her italienische Rechtsberater, Professor Lessona, den Antrag stellte, gewisse Persönlichkeiten in Der Ual-Hal-Angelegenheit zu vernehmen. Der Ausschu hat diesem Antrag stattgegeben und beschlossen, sich in den allernächsten Tagen nach Bern zu be­geben, wo die Vernehmung erfolgen wird.

Amerikas Neutralität im Kriegsfälle

Washington, 21. August. (DNB. Funkspruch.) Der Außenausschuß des Senats verabschiedete Vor­lagen, die die Neutralität Der Vereinigten Staaten im Falle kriegerischer Verwicklung unter anDeren Nationen sichern solle. Im Falle eines Kriegsaus­bruches ist Der PräsiDent verpflichtet, Die Muni­tion s - unD Waffenausfuhr nach allen kriegführenDen Staaten zu verbieten. Oie Waffenfabrikanten unD AusfuhrlänDer werben durch Lizenzen unterAufficht gestellt. Zuwiber- banblungen gegen Die Ausfuhrverbote werben mit 10 000 Dollar Gelbstrafe unb fünf Jahren Gefängnis aeahnbet. Die amerikanischen Schiffe bürfen keine Munition an kriegführenbe Staaten verfrachten, auch barf fein Versanb von Waffen ober Truppen aus amerikanischen Häfen an kriegführenbe Schiffe erfolgen. Der Präsibent soll ermächtigt werben, bie Benutzung amerika­nischer Häfen burch U n t e r f e e b o o t e zu regeln. Ferner soll es bem Ermessen bes Präsibenten anheimgestellt werben, amerikanischen Bürgern zu verbieten, auf Schiffen kriegführenber Parteien zu reifen.

Blutige Unruhen in Bosnien.

fenregen. Wann ist bas Feuer ausgebrochen? Sinb Menschenleben in Gefahr? Man kann es nicht glauben, baß vor einer halben Stunbe bie riesigen Scharen bet Besucher unangefochten unb ohne von ber brohenben Katastrophe etwas zu ahnen, Die weiten Hallen verlassen haben. Vor weniger als einer halben Stunbe ist in ber Halle IV, imHaus bes beutschen Runbfunfs", wo ber alte Witzlebener Senber sich befinbet, ganz plötzlich eine hiesige Stich­flamme burchs Dach geschlagen. Wenige Minuten später ftanb alles schon lichterloh in Flammen. Gespenstisch wirft hinter bem Flammenschein ber Funfturm, besten unteres unb oberes Restau­rant noch wie festlich erleuchtet sinb, an bem sich bie Lichterfette neben Treppen unb Fahrstuhl nach oben ranft, zum Scheinwerfer, ber für bie Nachi- flugzeuge in Tätigkeit bleibt. Diese Selbstverstänb- lichkeit im Aufruhr ber Elemente ist im hoppelten Sinne überroältigenb. Wenn ber treifenbe Schein­werfer auf bie gewaltige Rauchsäule stößt, wirkt bas Bilb mit einer übernatürlichen Furchtbarkeit. Plötzlich erkennt man hinter ber Rauchsäule, baß bie Flammen auch bas untere Restaurant bes Funk- turmes in Branb gesetzt haben. Es bauert auch nur wenige Minuten, so erscheint biese Gaststätte, bie 45 Meter über bem Erbboben liegt unb immer ein befonberer Anziehungspunkt für bie Berliner unb bie Gäste ber Reichshauptstabt war, in strah- lenber Glut. Das aufmerksame Auae erkennt unter­halb ber Plattform auf riesigen Leitern Gestalten in Bewegung: Feuerwehrleute bei ihrer aufopfe­rungsvollen unb lebensgefährlichen Arbeit. Es wer­ben boch nicht etwa noch Menschen oben fein? Wenige Minuten später führt mir ein Zufall einen Kellner zu, ber soeben als einer ber Letzten bas brennenbe Restaurant in ber Höhe verlassen hat.

Als ich Das Flammensprühen unterlaufen habe und gegenüber dem Eingang besHauses bes Runbfunks" stehe, ist bas Bilv schauerlich granbios. Der Funkturm selbst verschwinbet hinter dem Flam­menmeer, bas alles innerhalb ber Hmfastungs-

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Diese Aufnahme, bie vom Funkturm aus gemacht würbe, gibt einen Heberblick über bie Ausstellungs- hallen. Im Vordergrunb bie nieber gebrannte Halle IV. (Wettbilb-M.)

Sanktionen."

rungen gerechnet werben.

Aussichten für Donnerstag: Vorerst noch heiter unb trocken, tagsüber warm, östliche Winbe, späterhin auskommenbe Gewitterneigung.

Aussichten für Freitag: Zunächst warm und schwül, Gewitterbilbung, später leichte Ab»

Belgrab, 20. August (DNB.) In Dem bos­nischen StäDtchen Roaatitza war in Der Nahe der orthoboren Kirche ein Flugzeug a b g e st ü r z t, Das PropaganDamaterial abgewor- sen hatte. Einige Muselmanen wollten Dem abgestürzten Flieger zu Hilfe eilen unb überquerten dabei Den Kirchenplatz, auf bem bie orthoboxe Ge- meinbe versammelt war. Die Versammelten pro­testierten gegen bie Anwesenheit ber Musel­manen, unb es entstaub eine Schlägerei. Als Genbarmen ben Streit schlichten wollten, wur- . den sie von den Muselmanen und den Orthodoxen J ber jt! gemeinsam angegriffen und mit einem betrat Steinhagel überschüttet. Fünf Gendarmen und em ti-' m___v -___mitrhan hrthpi n > r l P h t. Die