SJL-^fpoit
Schwerathletik-Gportabend zugunsten des WSW.
Der 1. Kraft- und Sportklub 1893 Gießen veranstaltet am Samstag, 23. März, im Cafä Leib einen großen Sportabend zugunsten des Winterhilfswerkes. Die vorgesehene Spielfolge ist so vielseitig, daß auch Volksgenossen, die sich bis jetzt für den Kraftsport nur wenig interessiert haben, von den Darbietungen angenehm überrascht sein dürften. Zunächst zeigt eine Gruppe bester Gewichtheber formvollendete ein- und beidarmige Hebübungen. Darauf stellen sich die Ringer mit Ringerfreiübungen vor, etwas ganz Neuem für Gießen. Dann wird auch gerungen, und zwar eine kombinierte A* gegen eine 8-Mannschaft. Hierbei werden sich technisch sehr schöne Kämpfe im griechisch-römischen Stil entwickeln. Nach den Ring- kämpfen werden Kraftpyramiden gestellt, die von den Ausführenden außerordentliche Kraft und Körpergeschicklichkeit fordern. Boxen, fonst in Gießen viel zu wenig gezeigt, findet ebenfalls einen Platz im Programm. Hier haben sich im Interesse der guten Sache Marburger und Wetzlarer Gäste anerkennenswerterweise zur Verfügung gestellt. Jiu-Jitsu, die Selbstverteidigung, in Gießen noch kaum gezeigt, dürfte ebenfalls großen Anklang finden.
Deshalb wäre zu wünschen, daß Sportliebhaber, Freunde und Gönner des Kraftsportes, diese Veranstaltung zahlreich besuchen, damit nicht allein den Bemühungen des rührigen Kraft- und Sportklubs 1893 Erfolg beschieden ist, sondern vor allem dem Winterhilfswerk ein ansehnlicher Betrag zufließen kann.
Teutonia" Watzenborn-Steinberg
Dahenborn-Steinberg 1. 3gb. — Heuchelheim 1.3gb.
Am vergangenen Sonntag herrschte auf dem Sportplatz an der Neumühle Hochbetrieb. Die erste Jugend trat zuerst auf den Plan. Nach einem wechselvollen Spiel gewannen die Heuchelheimer gegen die stark ersatzgeschwächte Jugend der Einheimischen.
Watzenborn-Steinberg II — Ober-Rovbach II 1:0 (0:).
Kurz nach diesem Spiel betrat die 2. Mannschaft von Ober-Rosbach und die gleiche der Einheimischen das Feld. Es entwickelte sich ein lebhafter Kampf. Beide Hintermannschaften waren jedoch nicht zu schlagen. Ein Elfmeter für Steinberg wurde verschossen. Torlos wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause kämpften beide Mannschaften hart um den Sieg. Steinberg war die glücklichere Elf. Ein Weitschuß des rechten Verteidigers landete im Netz der Gäste. Dies sollte der einzige Treffer sein. Bei den Gästen überragte der Tormann. Bei den Einheimischen erfüllte jeder seine Pflicht.
Watzenborn-Stein berg I — Ober-Rosbach I 2:5 (0:2).
Im dritten Spiel kämpften die 1. Mannschaften von Ober-Rosbach und Steinberg um den Sieg. Die einheimischen betraten mit folgender Mannschaft den Platz: Brückel; K. Schmandt, Fett; E. Happel, H. Schmandt, E. Burger; O. Burger, Lang, Fischer, Haas, Burk. Man hatte also den jugendlichen Torwart Brückel herangezogen, der im allgemeinen befriedigte. E. Happel spielte rechter Läufer. Das Spiel begann mit beiderseitigen Vorstößen. Bald schälte sich eine leichte Ueberlegenheit der Einheimischen heraus, und eine von links geschossene Flanke wurde von Lang aus dem Gedränge heraus zum Führungstor verwandelt. Als der Teutonensturm wieder einmal vor dem Gästetor lag, konnte Burger den Ball mit großer Wucht einsenden. Unverdrossen kämpften die Gäste weiter. Bis zur Pause ändert sich aber nichts mehr an dem Resultat. Nach Wiederanpfiff hatten die Gäste Sonne und Wind im Rücken und kämpften um Verbesserung des Resultats, was ihnen vorerst jedoch nicht gelang. Im Gegenteil: ein Elfmeterball wurde von Fett verwandelt. Endlich erhielt der Gäste-Rechts- außen den Ball im Strafraum und schoß ihn unter dem sich etwas zu spät werfenden Tormann Brückel ein. Eine Minute später konnten die Gäste durch ihren Halblinken noch ein Tor aufholen, das für den Tormann unhaltbar war. In der Folge konnte der einheimische Halbrechte Lang durch zwei weitere Tore den Sieg sicherstellen.
BH diesem Spiel zeigten die Teutonen wieder mehr Elfer und Kampfgeist, als seither. Die Gäste boten eine geschloffene Leistung.
Handball im VfB-Reichsbahn.
Am kommenden Sonntag empfängt die Handballobteilung des DfB.-Reichsbahn die 1. und 2. Mannschaft des Turnvereins Wetzlar. Die 1. des Tv. Wetzlar spielt bekanntlich Gauliga und hatte in letzter Zeit eine starke Formverbesserung zu verzeichnen. Da die Gießener in Wetzlar unentschieden spielten, könnte man zu der Annahme kommen, daß die 1. Mannschaft des VfB -Reichsbahn auf eigenem Gelände siegen würde. Man erwartet ein technisch hochstehendes Spiel. Die 2. Garnitur von Wetzlar steht der 2. des DfR.-Reichsbahn erstmals gegenüber. Kämpft die 2. Mannschaft in derselben Aufstellung wie gegen Ruttershausen, so ist der Sieg sicher.
Schmeling—Baer am 17. August.
Die Verhandlungen für einen Weltmeisterschaftskampf zwischen Max Schmeling und dem Titelver- teübiger Buer sind soweit gediehen, daß die Begegnung — wie man von dem Veranstalter Walter Rothenburg erfährt — für den 17. August 1935 feststeht. Schmeling und der Amerikaner haben bereits zugestimmt und der Vertrag für Baer geht in diesen Tagen nach USA. ab. Der Austragungsort steht allerdings noch nicht fest.
Austakt zu den Olympischen Spielen 1936.
Eine Rede des Reichssportführers.
Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda empfing Mittwochnachmittag in den Festräumen seines Ministeriums das diplomatische Korps und die Vertreter der ausländischen Presse. Der Empfana bildete den offiziellen deutschen Auftakt zu den Olympischen Spielen 1936 und erhielt seine besondere Bedeutung durch eine große Rede des Reichssportführers von Tschammer und Osten, der über das Thema „Die deutschen Leibesübungen, der Reichssportführer und die Olympischen Spiele 1936" sprach. Durch diesen Empfang und seinen überaus eindrucksvollen Verlauf wurde eindeutig und weithin sichtbar vor aller Welt bekundet, daß die höchsten Stellen des Deutschen Reiches rückhaltlos hinter den olympischen Spielen in Berlin stehen und durch ihren Einsatz ihre erfolgreiche Durchführung gewährleisten.
Reichsminister Or. Goebbels begrüßte die Gäste und betonte, daß er es für einen glücklichen Umstand halte, daß mit diesem Empfang die Möglichkeit gegeben sei, das heiße Terrain der Weltpolitik zu verlassen und es mit der etwas kühleren Atmosphäre des völkerverbindenden Sports zu vertauschen. Vor allem im Hinblick darauf, daß im nächsten Jahre in Deutschland die große Weltolympiade stattfinden soll, für die schon eine Reihe von Vorbereitungen getroffen worden ist, die nicht nur Deutschland, sondern die ganze Weltöffentlichkeit angehen.
Darauf ergriff der
Reichssportführer von Tschammer-Osten
das Wort zu seinem Vortrag. Er gab zunächst einen Ueberblick über die Geschichte der ^deutschen L-eibes- übungen und wies darauf hin, daß die Pflege der Leibesübungen heute bestimmten nationalen Gesetzen gehorche, die in jedem Lande entsprechend seiner biologischen und soziologischen Struktur verschieden seien. Deutschland habe neben der rein sportlichen und erziehungsmäßigen Aufgabe den Gesundheitszweck voranstellen müssen. Der Staat übe aber nur die Oberleitungsfunktion aus. Den lebendigen Aufbau durchzuführen, dazu sei der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen berufen.
Der Reichssportführer ging sodann darauf ein, daß das nationalsozialistische Deutschland sich nicht gescheut habe, seinen Sportlern zu sagen, daß sie eine nationale Aufgabe zu erfüllen hätten. Wir verlangen von unseren deutschen Vertretern, daß sie ihr Bestes einsetzen für den Sieg, indessen verlangen wir mit gleicher Schärfe, daß unsere Vertreter auch ritterliche Verlierer sind. Die vom deutschen Sport vertretenen nationalen Tendenzen sind vielfach für ein Hindernis der Entwicklung internationaler Beziehungen gehalten worden. Die Praxis be- weist das Gegenteil.
Hoch nie, so lange es einen deutschen Sport gibt, waren die sportlichen Beziehungen Deutschlands mit dem Auslande stärkere und ich darf wohl auch sagen — erfreulichere, als sie es zur
Zeit sind.
Auf dem Grundsatz der Hochachtung aber und auf der Grundlage gleicher Ehre werden die wahren Sportfreundschaften unter den Völkern geschlossen.
Anschließend kam der Redner auf die Olympischen Spiele 1936 zu sprechen und betonte, es sei eine Fügung der gnädigen Vorsehung gewesen, daß zugleich mit den Ausgrabungen des alten Tempelbezirks Olympia vornehmlich durch deutsche Gelehrte die olympische Idee selbst wieder lebendig wurde. Sie stellt über die Gesten einer rein materiellen Weltanschauung die erhabenen Standbilder eines Ideals. Wir sind ergriffen von der Größe der Aufgabe, als Ausrichter der Spiele ihren tiefsten Gehalt, zu erschöpfen. Der Reichssportführer wies darauf hin, daß Deutschland dank dem persönlichen Eingreifen des Führers für die Olympischen Spiele Kampfstätten zur Verfügung stellen könne, die der Größe und Würde der Spiele nach jeder Richtung Rechnung tragen. Darüber hinaus be
mühe er sich, unter Führung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda die olym- pifche Idee in das ganze Volk hineinzutragen. Was Deutschland selbst an Kulturwerten zu geben hat, die Tiefe des Geistes und der Adel der Kunst, soll aufgeboten werden, getreu dem griechischen Vorbild, in der Kraft des Leibes dem Adel des Geistes zu dienen. Wir gestehen freimütig, daß wir damit auch die Absicht verbinden, vielen tausend Gäste einen Blick in unsere wahre Art und in das unverfälschte Deutschland tun zu lassen.
Wögen die Abordnungen der 46 Nationen, die mit ihren Fahnen am 1. August ins Deutsche Stadion einziehen werden, die Avantgarde einer Armee sein, die in den Frieden der Ehre und der Ritterlichkeit marschiert.
Anschließend an die Rede des Reichssportführers entwickelte sich eine rege Aussprache.
Wirtschafi.
Rhein-Mainische Mittagsbörse.
Tendenz fest.
Frankfurt a. M., 20. März. Die Börse war angesichts der wesentlich größeren Publikumsbeteiligung als bisher weiter sehr fest. Dar, Geschäft nahm für Spezialwerte lebhaftes Ausmaß an, auch auf den übrigen Marktgebieten hat sich die Umsatztätigkeit wesentlich gehoben. Besondere Motive lagen heute nicht vor, jedoch verzeichnete man aus der Wirtschaft wieder günstige Nachrichten.
Am Aktienmarkt konzentrierte sich das Geschäft in der Hauptfache auf Montan- und Chemiewerte. Besonders lebhaft waren erneut Stahlverein mit 83,75 bis 84,25 (82,25), ferner Rheinstahl mit 101,65 (100). Fest waren außerdem Buderus mit 94,25 (92,50), Klöcknerwerke mit 89,25 (88), Mannesmann mit 81,75 (80,75) und Harpener mit 101,50 (100,75). Von chemischen Werten waren vor allem Farbenindustrie mit 144,75 bis 145,25 (143,75) lebhaft und fest, daneben traten Metallgesellschaft mit 94,65 bis 95,25 (93,75) und Goldschmidt mit 100,25 (99,25) stärker hervor. Scheideanstalt lagen mit 211 (210) etwas ruhiger, Rütgerswerke zogen auf 108,75 (108,25) an. Arn Elektromarkt waren Gesfürel wieder gesucht und auf 121 (119,75) befestigt, ferner zogen Siemens etwa 1,50, Schuckert 0,25 und AEG. bei größeren Umsätzen auf 37,39 (36,75) an. Chade- Aktien waren weiter stark gesucht und kamen mit 220 (214) zur Notiz. Elektr. Lieferungen bröckelten dagegen 0,50 v. H. ab. In Nachwirkung der Dividendenerklärung erhöhten sich Hanfwerke Füssen auf 84,50 (83). Zellstoffwerte lagen still und behauptet, Schiffahrtswerte bis 0,50 v. H. freundlicher. AKU. gewannen mit 53,13 0,50 v. H., Reichsban? mit 159,65 0,65 v. H. und Westdeutsche Kaufhof 0,25 vom Hundert. Etwas gedrückt waren nach dem starken Anstieg Gebr. Junghans mit 92 (94), ferner gingen Daimler auf 97 (97,25), Cement Heidelberg auf 119 (119,50) und AG. für Verkehr auf 81,75 (82) zurück.
Der Rentenmarkt lag zwar freundlich, das Geschäft blieb aber klein. Altbesitz, Kommunal-Um- schuldung, Zinsvergütungsscheine und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen gut behauptet. Von Industrie-Obligationen erhöhten sich 6proz. Stahlverein auf 99,75 (99). Von Auslandsrenten gewannen 4proz. Rumänen mit 4,35 0,20 v. H.
Bei fester Grundtendenz wurde das Geschäft in der zweiten Börsenstunde etwas ruhiger und infolge von einigen Gewinnmitnahmen bröckelten die anfangs stark erhöhten Werte leicht ab. So u. a. Stahlverein auf 83,75, JG.-Farben auf 144,75 bis 144,50 nach 145,50, Metallgesellschaft auf 95,50 nach 95,75, Klöckner auf 89 und AEG. auf 37,40 nach 37,50. Siemens kamen mit 144,75 (142) zur Notiz, später gingen sie auf 144,25 zurück Fester waren noch Reichsbank bis 160,50, AG. für Verkehr bis 82,25, Hapag bis 32,50 bis 32,25 nach 32, Nordd. Lloyd bis 34,50, Deutsche Erdöl bis 102, Rheinstahl bis 101,75 und Mannesmann bis 82. Eßlingen Maschinen waren gesucht. Taxe 76 bis 77 (74). Am Kassamarkt waren wieder eine gani-* Anzahl von Jndustriewerten mit „Plus-Zeichen" ungeschrieben, so u. a. Henninger-Bräu, IG.-Chemie Basel, Konserven Braun, Siemens-Reiniger. Andreae-Noris Zahn kamen mit 123 (120) zur Notiz.
Am Rentenmarkt bröckelten die Kurse für variable Werte zumeist leicht ab, so Altbesitz, 6proz. Stahlverein, Zinsvergütungsscheine. Dollar-Bonds lagen bis 0,50 v. H. fester, 6proz. Preußen 62. Pfandbriefe lagen teilweise etwas fester, ebenso einige Stadtanleihen. Tagesgeld 3 v. H.
Abendbörse: uneinheitlich.
An der Abendbärse machte sich innerhalb der Kulisse etwas Zurückhaltung bemerkbar, zumal auch nennenswerte Aufträge der Kundschaft nicht mehr vorlagen. Bei freundlicher Grundtendenz war die Kursentwicklung im Vergleich zu den ermäßigten Berliner Schlußkursen recht uneinheitlich, ohne daß größere Abweichungen eintraten. Die Kulisse schritt vereinzelt noch zu einigen Gewinnmitnahmen, so
bei Stahlverein, AEG., Reichsbank und Gesfürel. Hanfwerke Füssen bröckelten weiter ab, ebenso Gebr. Junghans auf 91 Brief (91,50). Soweit noch Erhöhungen eintraten, gingen sie nicht über 0,50 v. H. hinaus. Am Kassamarkt kamen Miag nach eintägiger Pause mit 80,75 (84) zur Notiz, Commerzbank zogen auf 82,25 (82) an.
Am Rentenmarkt blieb das Geschäft sehr klein, Altbesitz waren etwas schwächer, im übrigen lagen die Kurse unverändert. Bon Auslandswerten gaben 4 v. H. Schweizer Bundesbahn auf 169 (169,50) und 3,5 v. H. auf 159 (160) nach. Etwas niedriger lagen auch IG. Chemie Basel, volle, mit 165 nach 165,75.
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 111,90, 6 v. H. Stahlverein 99,40, 5 v. H. Stahlverein 96,65, 4,75 v. H. (1947er) Stahlverein 93,25, 6 v. H. Pforzheim von 1926 92,65, 6 v. H. Frankfurter Hypothekenbank KO 95,40, 6 v. H. Rheinische Hypothekenbank Gold R 18 bis 25 97,25, Adca 74,40, Bank für Brauindustrie 112,65, Commerzbank 82,25, Reichsbank 159,50, Harpener 100,75, Kali Aschersleben 110, Klöckner 88,90, Mannesmann 81,50, Mansfeld 95,25, Rheinstahl 101,50 bis 101,25, Stahlverein 83,25 bis 82,75, AKU. 53,75, AEG. 37,25 bis 37,13, Bemberg 117,75, IG. Chemie Basel, volle 165, leere 136, Daimler 94,90, Scheideanstalt 210, Licht und Kraft 121,50, IG. Färben 144,25, Gesfürel 120,50, Goldschmidt 100, Hanfwerke Füssen 84, Holzmann 89, Junghans 91, Miag 80,75, Moenus 85,75, Schuckert 102, Siemens 144, Zellstoff Waldhof 114,75, Hapag 32, Norddeutscher Lloyd 34.
Gchweinemarkt in Gießen.
Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen standen 270 Ferkel und 2 Läufer zum Verkauf. Es kosteten: Ferkel bis 6 Wochen alt 20 bis 24 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 24 bis 29 Mark, 8 bis 13 Wochen 29 bis 33 Mark; Läufer 35 Mark. Tendenz: gut. Ueberftanb.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 20. März. Bei kleinem Geschäft war -die Lage auf dem Botgetreidemarkt kaum verändert.' Für Weizen in besten Qualitäten bestand zu möglichst später Lieferung etwas Kauflust, dagegen war Roggen bei reichlichem Angebot fast un- verkäuflich. Hafer und Futtergerste wiesen kein Angebot auf, auch ölhaltige Futtermittel, sowie Mühlenabfälle wurden nur ungenügend angeboten, wogegen die Nachfrage in starkem Umfange fort« bestand. Das Mehlgeschäft blieb gering, es be» schänkte sich lediglich auf die Deckung für den notwendigsten Bedarf.
Es notierten (Getreide per Tonne, alles übrige per 100 Kilo) in RM.: Weizen W IX 208, W Xfil 212, WXVI 216; Roggen R IX 168, R XIII 172, R XV 176, alles Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerste G IX 170, G XI 173, G XII 175, Hafer H XIII 168, H XIV 170, alles Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mk. mehr. Sommergerste für Braugerste 200, Weizenmehl W XIII 27,60, W XVI 28,05, Roggenmehl R XIII 23,70, R XV 24,10, alles plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizennachmehl 17,25, Weizenfuttermehl 13,50, Weizenkleie W XIII 10,82, W XVI 11,02, Rogqen- klere R XIII 10,08, R XV 10,32, alles Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaischrot mit Monopolzuschlag 13,00, Palmkuchen m. M. 13,30, Erdnußkuchen m. M. 14,50, alles Fabrikpreise ab südd. Fabrikstation. Treber —, Trockenschnitzel 9,50, Heu 10,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt, 5,00 bis 5,40.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 21. März. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 22 Rinder (21 Ochsen, 1 Kuh), 943 Kälber, 61 Schafe, 386 Schweine. Es kosteten: Kälber 23 bis 50 Mark, Hämmel 35 bis 38, Schafe 24 bis 33, Schweine 45 bis 52 Mark. — Marktoerlauf: bei allen Viehgattungen mittelmäßig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt O.JJL
Berlin
Frankfurt a. M
Lettin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börse
Schluß, kurs
Schlußt. Mittag, börse
Schluß, turs
Schluß!. Abend« börse
Schluß» turS
Schluß!. Mittag- börse
Datum
19.3
20.3
19 3
20 3
Datum
19-3
20 3
19 3
20.3
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1984 5%% Doung.Anlethe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten .............
4*/i% Deutsche Reichspostschatzaw' Weisungen von 1934, 1.......
6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6%% ehem. Hess. LandeS-Hypo- thekenbank Darmstadt Lioui ...
4%% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R. 6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
*y*% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
6/2% ehem. 4/,% Franks. Hyp.- Bank-Liqu..Psandvriese.......
5%% ehem. 4'/r% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....
*Vi% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
4Vi% ehem. 7% Pr. LandeSpsant»
briefanst., Gold Komm. £61.VI Eteuergutsch.Berrechnungsk. 35-89
4% Oesterreichtfche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4/2% desgl. von 1913..........
5% abgest. «ttoldmexikaner von 99 4% Türkisa^Sagdadbahn-Anlethe
100,1
96,25
102,13
112,25
99,7
97,75
96,75
99,75
94,5
113,9
97
100
100,13
97,5
97,5
105,9
27
1,2
7,65
7,1
7,13
10,25
8,25
100
96,25
102
111,9
99,8
98
96,75
100
94,5
114
97
99,9
100,13
97,5
97,5
105,9
27
1,2
7,65
6,9
7,13 10-25
8,25
99,9
96,25 102
112,2
99,8
97,75 96,75
113,9
100,13
97,5
97,5
109,9
27,25
7,65
7,1
7,13
10,3
100 96,25
102
111,9
97,75
96,75
114,13
97
100,13
97,5
97,5 105,9
27,25
1,2
7,8
7,05
7,1
10,25
4% desgl. Serie II .............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4tz%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
2 y4% Anatolier ...............
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........o
A.G.^ür Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto.
Gesellschaft................0
Dresdner Bank..............0
Reichsbank ....... 12
A.r.G......................0
Bekuka.................... 10
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6 yt
Felten & Guilleaume.........0
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert L Co...............4
Siemens L Halske............7
Lahme her L Lo..............7
«uderus ...................0
Deutsche Erdöl.......... 4
Gelsenkirchener...............
Harpener...................0
Hoesch Eisen—Köln^reuessen .. 0
Ilse Bergbau ............... y
Ilse Bergbau Genüsse........6
klöcknerwerke .............
Mannesmann-Röhren.........
8,25
4,25
6,7
4,15 35,25
31,5
33,5
82
109 ”2,2
84
84
159
36,75 140,75
110
120,75
89,5 119,75
101,75
142
122
92,5 101
100,75
124,25
88
80,75
8,25
4,35
6,75
4,15
32
34 82,25
82,25
84
84
159,5
37,13
140,5
109,5
121,5
90
120,5
102
144
122
94,25
102
100,75
125.4
88,9
81,5
6,85
4,1 35,75
31,75
26,5
33,4
81,75
109
82,13
84
34 158,75
36,65
140 9
109,75
120,5
89,75
119,65
113,25
101,9
142,5
122
92,5
101,5
100,5
90,13
125
88,25
80,5
4,6 6,9
4,25 35,75
31,65 27,75
33,75 81,75 108,5
82
84
84
159,25
37,5
140,75 110 122
89,75 121,4
102 143,75
122
94,13 102
101,13 90,75 . 147 125,5
89 81,13
Frankfurt a. M.
Äerfln
Schlußkurs
Schluß!. Abend« börse
Schluß« kurs
Schluß!. Mittagbörse
Datum
19.3
20.3
19 3
20 3
ManSfelder Bergbau ..
.......8
95
95,25
95
96
Kokswerke...........
.......5
—
106,13
Phönix Bergbau......
.......0
—
—
Rheinische Braunkohlen
.....12
210
209
209,5.
209,75
Rheinstahl ...........
.....3 yt
100
101,25
99,65
101,25
Vereinigte Stahlwerke.
.......0
82,25
82,75
81,65
83,5
Otavi Minen ........
.......0
12,25
12,25
12,13
12,13
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
110,65
110
110,75
110,5
Kaliwerke Westeregeln.
.......6
111
111
111
110,9
Kaliwerke Salzdetfurth
.....7%
143
144
142,5
3. G. Farben-Jndustrie.......71
Scheideanstalt...............S
Goldschmidt ................01
Rütgerswerke...............4
Metallgesellschast.............4.1
Zementwerk Heidelberg ......5
(Zementwerk Karlstadt......... 41
Schultheis Patzenhoser .......4
Mu (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg...................0
Zellstoff Waldhof ............0
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas...............7
Daimler Motoren............ 0
Deutsche Linoleum........... 6
Lrenstein L Koppel.......... 0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Chade......................0
Accumulatoren-Fabrü.......12
Lonti^Numrm...............8
Gritzner....................01
Mainkraftwerke Höchst a-M.... 4 Süddeutscher Zucker ........
143,75
144,25
142,75
144
210
210
99,25
100
99,4
99,75
108,25
——
108,25
108,9
93,75
—
93,75
95,25
89
89
89
89
119,5
94,25
-
-
-
—
—
104,25
103,25
—
53,75
52.9
53,65
117,25
117,75
117
117,25
115,65
114,75
114,75
114,75
81,75
81,75
81,9
82,13
——
—-
123,25
123,4
97,25
94,9
97,13
95,13
153,65
153,25
153,25
153,25
—
——
89,5
89,25
37,25
37,5
37
37,4
214
220
212
220
158
156
158
156
156
157,25
156,25
157,25
36
38
35,65
38,25
93,75
94
-
167
166,5
-
«6,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. W.
19.März
20. März
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Buenos Lire.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel.....
58,34
58,46
58,17
58,29
Rio de Jan.
0,201
0,203
0,201
0,203
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
52,56
52,66
53,19
53,29
Danzig.....
81,16
81,32
81,18
81,34
London .....
11,77
11,80
11,91
11,94
Helsingfors..
5,195
5,205
5,255
5,265
Pans ......
16,43
16,47
16,43
16,47
Holland ....
168,29
168,63
168,18
168,52
Italien.....
20,85
20,89
20,85
20,89
Japan ......
0,690
0,692
0,694
0,696
Jugoslawien.
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... :
59,16
59,28
59,86
59,98
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
10,68
10,70
10,80
10,82
Stockholm...
60,69
60,81
61,42
61,54
Schweiz ....
80,72
80,88
80,72
80,88
Spanien....
33,99
34,05
33,98
34,04
Prag.......
Budapest ...
10,382
10,402
10,385
10,405
Neuyork ...
2,478
2,482
Bantnoten
2,488
2,492
Berlin, 20.März
Geld
Briei
Amerikanische Noten..............
Belgische Roten..................
Dänische Noten .................
2,44 57,93 52,98
11,875 16,42
167,76 20,73 59,70
61,21 80,44 33,51
2,46
58,17
53,20
11,915
16,48
168,44
20,81
59,94
61,45
80,76
33,65
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten.....


