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Königsberg in Ostpreußen, die er selbst besucht hatte, und zeigte zum Schluß noch eine Reihe von Lichtbildern, die seinen Vortrag ergänzten. Unter gemeinsamem Gesang von mehreren Liedern und bei verschiedenen Ansprachen vergingen die Stun­den rasch. Auch unser Posaunenchor hatte sich für diesen Abend zur Verfügung gestellt und bereitete durch seine musikalischen Vorträge reichen Genuß.

Harbach, 19. März. Gestern abend wurde im Parteilokal Herzberger von der Gaufilmstelle der A l p e n f i l mDer Kampf ums M a t - ternhorn" vorgeführt. Leider ließ der Besuch der Veranstaltung viel zu wünschen übrig. Infolge Trauer wir haben seit Oktober sechs Todesfälle in unserer Gemeinde zu verzeichnen war nur ein geringer Teil der Einwohnerschaft erschienen. Heute morgen wurde der prachtvolle Trenker-Film vor den hiesigen Schulkindern wiederholt. Zu der Vorführung hatten sich außerdem die Schulen von Hattenrod und Saasen eingefunden. Infolgedessen mar der geräumige Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Die Schüler folgten mit großem Interesse den ausgezeichneten Darbietungen, die ihnen einen Einblick in den gefährlichen Beruf des Bergsteigers gaben und gleichzeitig eine Fülle schöner Natur­aufnahmen boten. Am zweiten Sammeltag des VDA. für das Winterhilfswerk wurden von den hiesigen Schülern 50 Bernsteinrosetten und 30 Holzfiguren verkauft. Außerdem fand eine Stra- ßcnsammlung statt, die ebenfalls eine schöne Summe einbrachte. Der Reinertrag übertraf den der ersten Sammlung. Es konnten 16,30 Mark an den Lan­desverband des VDA. abgeführt werden.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 20. März. Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in unserer Gemeinde hat der Gemeinderat auf Anregung un­seres Bürgermeisters und Ortsgruppenleiters W. Lind die Ausführungen von neue., wichtigen Notstandsarbeiten in insgesamt 1100 Tage­werken beschlossen. Es werden im Distrikt Langen­berg 200 Meter Straßen gebaut und im Dorfe 500 Meter Gossen neu gepflastert. Straßenbau­material liefert ein Steinbruch im Langenberg, einen vorzüglichen, schönen Pflasterstein der Loh- steg. Leiter aller Arbeiten ist Architekt S i l ß in Laubach, Unternehmer der Straßenbauarbeit Mau­rermeister Hch. Pauli in Villingen und der Pflasterung Meister Bernhard Lind, Laubach. Zur Zeit können 18 Arbeiter bei diesen Notstands­arbeiten beschäftigt werden.

Kreis Alsfeld.

# Ober-Ohmen, 2H. März. Die hiesige NS- GemeinschaftKraft durch Freude" veran­staltete gestern einen Unterhaltungsabend im Saale derKrone". Pg. Stock hielt die Be­grüßungsansprache. Als Darsteller war die Künst­lertruppe K. Manhard aus Frankfurt a. M. ge­wonnen worden, die mit ihren Darbietungen aus­gezeichnet unterhielt. Pg. Stock schloß die wohlge­

lungene und sehr gut besuchte Veranstäliüng mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer.

= Deckenbach, 21. März. Am morgigen Frei­tag, 22. März, feiert die älteste Einw ohne- r i n unseres Ortes, Frau Anna Katharine M ü l - l e r Wwe., geborene Kornmann, ihren 81. Ge­burtstag.

* Elpenrod, 21. März. Der hiesige Landwirt Wilhelm Schuch erlitt einen schweren Un­fall. Er zog sich einen Ob e r f ch e n k e l b r uch zu und mußte zur ärztlichen Behandlung nach Gie­ßen gebracht werden.

Schöffengericht Gießen.

Wegen Beleidigung eines Sturmführers wurde der W. Sch. aus Rodheim v. d. H. zu 4 0 Mark Geldstrafe verurteilt. Dem Beleidigten wurde außerdem die Publikationsbefugnis zugesprochen.

Das Gericht hatte sich sodann mit dem Fr. D. aus Burg-Gräfenrod zu befassen. Der Angeklagte beleidigte einen SA.-Führer insofern, als er ihm unbegründeterweise eine Anzahl Verfehlungen vor- wars. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 50 Mark, die im Falle der Uneinbringlichkeit mit 10 Tagen Ge­fängnis zu verbüßen ist.

Vor dem Gericht stand schließlich der E. D. aus Laubach, dem die Anklage Unterschlagung, Untreue, Kommunalpolitische

X Alsfeld, 20. März. In der am Montag unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. V ö l s i n g abgehaltenen Tagung der Kreisabteilung Alsfeld des Deutschen Gemeinde tags sprach Oberregierungsrat Dr. L i st vom Arbeitsamt Gießen über

Arbeitsbeschaffung und Landarbeiterfragen.

Dr. L t st gab zunächst einen zahlenmäßigen lieber» blick über die im vergangenen Winter im Kreise Alsfeld geleisteten Notstandsarbeiten. Für den Kreis Alsfeld kämen noch rund 40 000 Tagewerke als Notstandsarbeiten in Betracht, die teils in der Ausführung, teils bereits genehmigt feien. Er empfahl den Gemeinden dringend die Weiterführung der Notstandsarbeiten, da die finan­ziellen Bedingungen zur Zeit recht günstig feien. Nach Mitteilung des Referenten ist bei dem Beginn der Arbeiten des großen Feldbereinigung­programms im Kreise Alsfeld und im Zusammenhang mit den Arbeiten der Reichs­autobahn mit dem Einsak einer größeren An­zahl auswärtiger Erwerbsloser zu rechnen. Im zweiten Teil seines Vortrags befaßte sich Dr. L i st mit dem Landarbeiterproblem und der L a n d h i l f e. Er wies auf die großen Schwierig­keiten hin, die sich gegenwärtig der Unterbringung verheirateter Landarbeiter in der Landwirtschaft

Urkundenfälschung und ein Paßvergehen zum Vor­wurf machte. Die Verhandlung fand unter Aus­schluß der Öffentlichkeit statt. Das Urteil lautete auf sechs Monate eine Woche Gefäng­nis und 200 Mark Geldstrafe. Letztere gilt mit der erlittenen Untersuchungshaft als verbüßt. Don der Anklage wegen Urkundenfälschung wurde D. frei­gesprochen.

Furchtbares Familiendrama in Herrnsheim.

LPD. Worms, 20. März. Gestern abend wurde von der Gendarmerie in Herrnsheim ein furchtbares Familiendrama entdeckt. Da der 36jährige Karl Zinnel seit einigen Tagen nicht mehr auf der Arbeitsstelle erschien, forschte man nach seinem Verbleib. Beim Aufbrechen der Wohnung des Zinnel bot sich ein grausiges Bild. Die Frau lag .er schlagen im Bett, und das sechsjährige Kind war ebenfalls tot. Allem Anschein nach ist es erwürgt worden. Zinnel hat sich nach der Tat erhängt. Das Gericht hat sofort die Untersuchung eingeleitet. Zerrüttete Fami­lienverhältnisse, die auf das Verschulden der ermor­deten Frau zurückzuführen sein dürften, sollen die Tat veranlaßt haben. Zinnel wird als ordentlicher, ruhiger Mensch geschildert.

Tagung in Alsfeld, entgegenstellen. Die Lösung der Frage der verhei­rateten Landarbeiter sei in erster Linie eine Unter­kunftsfrage. In seinen Ausführungen über die Landhilfe betonte der Redner, daß diese Ein­richtung nicht dazu geschaffen sei, um Betrieben zu helfen, die sich nicht mehr halten können, sondern die jungen Landhelfer sollten gerade in besonders gute Betriebe gebracht werden, damit sie einen rich­tigen Begriff von der Landwirtschaft bekämen. Der Vortragende bat die Bürgermeister, diese Einrich­tung tatkräftig zu unterstützen.

In der anschließenden Aussprache legte Kreis- bauernführer Geiß die

Stellungnahme des Reichsnährstandes zur Landarbeiterfrage

dar. Es spiele dabei die Rückführung Deutschlands vom Industriestaat zum Agrarstaat eine große Rolle. Es werde nicht mehr möglich sein, wie früher vor dem Kriege, Landarbeiter, wenn sie sich ver­heiraten, in der Industrie unterzubringen. Unsere Bauern müßten einsehen, daß verheiratete Land­arbeiter gehalten werden müßten, sofern der land­wirtschaftliche Betrieb die erforderliche Größe habe.

Oberstudiendirektor Dr. Hainer, dar Leiter der hiesigen Ortsgruppe des Volksbundes *für deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Ortsgruppe Alsfeld des Reichsluftschutzbundes sprach -in kurzen Zügen

Deutscher Arbeiter!

Kennst du das Zeichen deiner Organisation? Trage das Abzeichen der Deutschen Arbeitsfront! Sei stolz auf deine Zugehörigkeit zu dieser machtvollsten Organisation der Welt und zeige es auch nach außen durch Tragen des Haken­kreuzsymbols im Zahnrad!

über die Bedeutung dieser beiden Einrichtungen! und richtete an die Bürgermeister die dringende Bitte, diese beiden Einrichtungen in den einzelnen Gemeinden tatkräftig zu unterstützen, unter beson­derem Hinweis auf die Wichtigkeit des zivilen Luft­schutzes.

Bürgermeister Dr. V ö l s i n g behandelte m sei­nem Vortraa die

Deutsche Gemeindeordnung.

Die Deutsche Gemeindeordnung sei eines der staats­politisch entscheidenden Gesetze und schaffe das sichere Fundament, auf dem der nationalsozialistische Ein­heitsstaat gebaut werde. Das neue Grundgesetz sei aufgebaut auf dem Prinzip der Selbstverwaltung

und dem Führergrundsatz. Die Stellung der Ge­meinden als Glieder des Staates erfordere, daß der in der Verfassung des neuen Reiches ausge­prägte Grundsatz der Einheit von Partei und Staat auch in der Gemeinde seinen Ausdruck finde. Die NSDAP, vertrete als Trägerin der Staatsidee dos Gesamtvolk. Deshalb werde sie in die Verwaltung der Gemeinde maßgebend eingeschaltet. Zur Siche­rung des Einklangs der Gemeindeverwaltung mit der Partei fei daher in der Deutschen Gemeinde­ordnung der Beauftragte der NSDAP, eingeschal­tet worden, der bei der Berufung der Gemeinde­organe und bei einzelnen besonders wichtigen Ver­waltungsakten in Tätigkeit trete. Diese Mitwirkung stelle sicher, daß die Verwaltung der Gemeinde im nationalsozialistischen Geiste geführt werde. Bür­germeister Dr. Völsing erläuterte sodann im einzelnen die hauptsächlichsten Abweichungen der Deutschen Gemeindeordnung von der seitherigen hessischen Gemeindeverfassung, wobei er insbesondere auf die neue Rechtsstellung der Gemeinderäte im Vergleich zu früher hinwies. Sie hätten den Bür­germeister eigenverantwortlich zu beraten und sei­nen Maßnahmen in der Bevölkerung Verständnis zu verschaffen.

Am Schlüsse der Tagung sprach Kreisbauern­führer Geiß über

die Bedeutung der Erzeugungsschlacht

und erbat die Unterstützung der Gemeindevertreter bei den Maßnahmen der Reichsregierung. Er emp­fahl insbesondere die Förderung des Flachs­anbaues und der heimischen Schafzucht.

Der Vorsitzende schloß die vielseitige und anre­gend verlaufene Tagung nach Worten des Dankes an die Erschienenen in der üblichen Weise.

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Statt Karten.

Die Beerdigung findet am Samstag, 23. März, vormittags 11 Uhr,

von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt

1646D

Gießen (Moltkestraße 5), Hinterzarten, Wetzlar, Berlin, den 20. März 1935.

In tiefer Trauer namens der Hinterbliebenent

Hildegard Haberkorn

geb. v. Lemm ers-Danforth

Karl-Lucas, Gerhard und Axel Haberkorn.

Heute verschied infolge eines Schlaganfalls mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegersohn, Bruder und Schwager

Carl Haberkorn.

1648 D

Amtliche Bekanntmachungen des Kreisamts Gießen.

Alle feither an das Hessische Staatsministerium Ministerialabteilung Ha in Darmstadt gerichteten Berichte, Gesuche und dergleichen sind von jetzt ab zu richten an: 1640C

Den Herrn Reichsstatthalter in Hessen

Landesregierung 21bt. II.

*

Der Plan über die Herstellung einer unterirdischen und oberirdischen Fernsprechlinie an der Straße SteinbergGrüningen liegt bei dem Postamt in Gießen auf die Dauer von 4 Wochen aus. 1639C

*

Betr.: Den Auswanderungsagenten Wilhelm Iull- mann in Gießen.

Der Auswanderungsagent W. Jullmann in Gis­sten, Bahnhofstraße Nr. 67, ist aus den Diensten der American Line und der Red Star Line ausgeschie­den. Seine Konzession als Auswanderungsagent dieser Schiffahrtslinien ist damit erloschen.

Die genannten Schiffahrtslinien haben bei dem unterzeichneten Kreisamt die Rückgabe der für Iull- mann in feiner Eigenschaft als Auswanderungs- agent geleisteten Sicherheit beantragt. Dieser Antrag wird hiermit öffentlich bekanntgemacht. Ansprüche, welche der Rückgabe der Sicherheit entgegegesetzt werden sollen, sind innerhalb eines Jahres vom Tage der Bekanntmachung an bei dem unterzeich- neten Kreisamt mit der Nachweisung anzumelden, daß wegen solcher Ansprüche bei Gericht Klage er- hoben, wordetz ist. j^41(J

Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgange meiner lieben Frau, meiner treu- sorgenden Mutter, sagen wir unseren herzlichsten Dank.

Karl Mulch

Elisabeth Mulch,

Gießen, im März 1935.

NACHRUF!

Direktion und Gefolgschaft der Dresdner Bank, Zweigniederlassung Gießen

Die Lieferung von 2201 Mein- bfiniter 8/10 und 40 t Reihen- vflnstersteine für die Ladestratze auf dem Bahnhof Ranstadt sowie für die Ramve auf Bahnhof Lich LoS I und die Ausführung der Pflasterarbeiten daselbst Los II soll öffentlich vergeben werden. Angebote für die Lose I und II können, solange der Borrat reicht, 5um Preise von je 80 Rvf. (nicht in Briefmarken) vomReichsbnhn- Betriebsamt Gießen I bezogen werden. inM

Für das Verdingungsverfahren ist die Verdingungsordnung für Bauleistungen maßgebend. Die Vergebung selbst steht unter dem Schube der Verordnung über Ver­dingungskartelle vom 9. 5. 34.

Eröffnung der Angebote am 3. April 1935, 11 Uhr.

Reichsb.-Betriebsnmt Gießen II.

Werbe-Drucksachen liefert Brühlsche Druckerei

Billige Slangen-Spafgel sehr zart, die2-Pfd.- j «« Dose, solangeVorrat 1 < k reicht, nur.....Mk. leUU

Alle übrig. Gemüsekonserven empfiehlt billigst 1642d

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Dr. Friedrich Quentell

Seminar direkter i. R.

im Alter von fast 88 Jahren.

In tiefer Trauer:

Klara Quentell, geb. Buchenau Aenne Hepding, geb. Quentell Prof. Dr. Hugo Hepding, Oberbibliothekar Ludwig, Gertraut u. Hildegard Hepding.

Homberg, den 20. März 1935.

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 23. März. 11% Uhr, in Gießen auf dem Neuen Friedhof statt - Kranzspenden sind nicht im Sinne des Entschlafenen.

1645 D

Gestern verschied plötzlich und unerwartet unser langjähriger Hauptkassier

Erschüttert stehen Führer und Gefolgschaft an der Bahre eines lieben Arbeitskameraden, der nahezu 30 Jahre in treuer Pflicht­erfüllung dem Betriebe angehört hat Wir alle werden ihn nicht vergessen.

Gießen, den 21. März 1935.

Heute nacht entschlief nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser guter, treuer Vater und Großvater

Herr Carl Haberkom