Zagdgeschwader MW' manövrier! überSerlin
Am Samstag veranstaltete die F a ch s ch a f
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seiner Gefolgschaft teil. Karten für bie Kundgebung sind zum Preise von 20 Pfennig durch die Geschäftsstelle des Gesamtverbandes des Rhein-Mainischen Einzelhandels Frankfurt a. M., sowie durch alle Untergliederungen der Einzelhandelsorganisation zu beziehen.
Kameradschasts- und Schulungsabend der Fachschaft Reichsbahn, Gießen.
Kundgebung des Rhein-Mainischen Einzelhandels.
Am nächsten Sonntag, 24. März, 16 Uhr, findet im Hippodrom zu Frankfurt eine Massenkundgebung des Rhein-Mainischen Einzelhandels (Wirtjchafts- gruppe, Einzelhandel) statt. Es sprechen: der Leiter der Reichsgruppe Handel Prof. Dr. Lüer (Frankfurt a. M.), der Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel Dr. H a y l e r (München), der Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Bezirk Mitteldeutschland, Conrad B e r e n t s (Jena). An der Kundgebung nimmt der gesamte Einzelhandel mit
Oer Führer als Ehrenpate.
LPD. Rennerod (Westerwald), 20. März. Der Führer und Reichskanzler hat die Ehrenpatenschaft bei dem neunten Kinde der Familie Vinzenz Rinker in Rennerod übernommen.
Wie gestern schon ausführlich gemeldet, wurde in sorgfältiger Disziplin der Bevölkerung die große Derdunkelungsübung der Reichshauptstadt planmäßig und erfolgreich durchgeführt. Man sieht hier ein eindrucksvolles Bild, das vom Turm des Perliner Rathauses ausgenommen wurde, und den Dom, das Schloß und im Hintergrund die „Linden" während der Verdunkelungsstunden zeigt.
Mit heller Begeisterung bewunderten die Berliner das erste deutsche Jagdgeschwader „Rlchthofen , das am Nachmittag des 19. März über Berlin flog. Jeder fühlte mit Stolz, daß Deutschland wieder den Willen und die Macht hat, selbst seine Grenzen zu schützen.
** Verkehrs st örung. An der Ecke Hinden- burgwall und Gartenstraße vor der Alten Bürgermeisterei brach heute vormittag an einem Fuhrwerk, das schwer mit Hohlziegelsteinen beladen war, das rechte Vorderrad. Der Wagen blockierte das Gleis der Straßenbahn, so daß der Verkehr geraume Zeit gestört war. Durch Pendelverkehr wurde die Verbindung aufrechterhalten.
** Lebt Kriegskamerad Unteroffizier der Reserve Trummert von der 6. Kompanie Infanterie-Regiment 116 (Gießen) noch? Von der kameradschaftlichen Vereinigung ehemaliger Hessischer Leibgardisten (115er) in Düsseldorf wird uns geschrieben: Am Abend des 10. Septembers 1914, nach dem denkwürdigen nächtlichen Sturmangriff der verstärkten hessischen 49 Infanterie-Brigade auf die französischen Stellungen bei Maurupt et le Montoy (erste Marne-Schlacht) haben einige Kameraden der 5. Kompanie des Leibgarde-Jnfanterie-Regiments Nr. 115 den Kameraden Unteroffizier der Reserve Trummert 6/116, der schwerverwundet und des Gehens unfähig hinter einem Strohdiemen liegend aufgefunden wurde, in einer Zeltbahn zurückgetragen. Die Bergung des Schwerverwundeten in der Dunkelheit über Gräben, Granattrichter und Drahtzäune hinweg, war recht beschwerlich und stellte große Anforderungen in körperlicher Hinsicht an den Schwerverwundeten wie auch an die in 17stündigem ununterbrochenem Kampfe hart mitgenommenen Träger. Nach etwa zweistündigem Bemühen föhnte der Verwundete bei einer Ver- wundeten-Sammelstelle in einer Ziegelei eingeliefert werden. Mit kameradschaftlichem Händedruck und mit vielen Wünschen für eine glückliche Ankunft in der Heimat verabschiedeten wir uns von ihm. Kamerad Trummert hat dann trotz des am nächsten Morgen einsetzenden Rückzugs von der Marne und Nachbrängens der Franzosen glücklich die Heimat erreicht und hat aus dem Krankenhause Alsfeld den Kameraden der 5/115 den Dank für die Lebensrettung ausgesprochen. Zwei an der Bergung des verwundeten Kameraden Trummert beteiligte Kameraden, die den Weltkrieg glücklich überstanden haben, treffen sich am 30. und 31. März dieses Jahres bei der Wiedersehensfeier der 5/115er in Darmstadt, sie gedenken des Kameraden Trummert und möchten gern wissen, ob er noch lebt. Nachricht erbittet: Wilhelm Schmalz, Düsseldorf, Litzmann- straße Nr. 12III, seinerzeit Dizeseldwebel 5/115.
Reichsbahn, Gießen, im Saale des Gasthauses Faulstich, hier, einen Schulungs- und Kameradschaftsabend. Fachschaftsleiter Pg. R e u f ch eröffnete die Versammlung mit dem Hinweis auf die kurz vorher bekanntgewordene Proklamation des Gesetzes über die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, was spontanen Jubel und helle Begeisterung der Versammlung auslöste.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag des Berufskameraden Tetzner über das Thema: „Kolonien, koloniale Schuldlüge, aktuelle Kolonialfragen". Der Vortrag brachte manches Wissenswerte. Insbesondere hob der Redner die Bedeutung des Besitzes von Kolonien für Deutschland hervor und betonte, daß das Dritte Reich die kolonialen Bestrebungen weitestgehend fördere und unterstütze, was u. a. auch daraus hervorgehe, daß der Reichsstatthalter von Bayern, Ritter von Epp, den Vorsitz im Deutschen Kolonial-Verein übernommen habe. Der Vortrag schloß mit einer Reihe von Lichtbildern von unseren ehemaligen Kolonien mit entsprechenden Erläuterungen. Mit der Aufforderung, daß das ganze deutsche Volk den kolonialen Gedanken aufgreifen müsse — denn Deutschland habe bewiesen, daß es kolonisieren könne-, dies zeige u. a. die auch heute noch bestehende Anhänglichkeit der Eingeborenen der ehemals deutschen Kolonien zum Deutschen Reich — schloß der mit Beifall aufgenommene anregende Vortrag.
Anschließend gab Pg. R e u s ch einen Rückblick über das politische Geschehen der letzten Jahre vor und nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler. In kurzen Worten zeigte der Redner Deutschlands Niedergang und dessen Ursache auf. Er schilderte, wie Deutschland durch Adolf Hitler vor dem Absturz in den Abgrund gerettet wurde und der Führer es verstand, aus den vielen Parteihaufen ein einiges Volk mit einem einheitlichen Willen zusam- menzufchmieden. Nur diesem einheitlichen Willen von Volk und Führung sei es zu verdanken, daß es heute auf allen Gebieten wieder aufwärts gehe. Allen Volksgenossen erwachse die heilige Pflicht, sich noch inniger und fester um den Führer zu scharen, ihm bei seinem großen Werk zu helfen und feinen Weisungen getreu zu folgen. Der Sieg an der £5aar und das soeben bekanntgegebene Gesetz über Öle allgemeine Wehrpflicht zeugen eindeutig von der Kraft, die von einem geschlossenen Willen und einem einigen Deutschland ausgehe. Die Ausführungen wurden beifällig aufgenommen.
Zum Schluffe ergriff der mit dem Ortswalter Pg. Pfeil erschienene Schulunasleiter und Stell-
Aus her pwvinzialhaupistadt.
Wir ziehen um....
Jemand hat einmal gesagt — ich glaube, es war der bekannte Volksmund — „„Lieber dreimal abbrennen als einmal umziehen".
Ich muß ihm beipflichten. Nicht fo sehr was das Abbrennen anbetrifft, denn das erscheint mir doch als eine allzu radikale Form der Besitzentäußerung, aber was das Umziehen angeht. Es ist eines der unerfreulichsten Veränderungen unseres Da- seins. Denn Veränderungen können ja auch recht angenehm fein. Ortsveränderungen, Reifen zum Beispiel, haben immer etwas Anregendes, Aenbe- rungen der Stellung, der Lebensweise und der Diät sind meist mit Hoffnungen verknüpft, und sie alle vollziehen sich meist ohne weitere Scherereien, weil der Ballast, den man in solchen Fällen abwirft, fein allzu großer zu sein pflegt.
Aber Umzüge! Plötzlich verdreifacht sich die Anzahl dessen, was man besitzt. War es denn wirklich so viel? Schränke erbrechen ihren Inhalt, und Fluten von Kleidungsstücken stürzen auf den, der bisher immer geglaubt hatte, nichts anzuziehen zu haben.
Was eigentlich richtig verpackt werden muß, ist noch nicht einmal so viel, es ist in einige Gattunaen einzuteilen, etwa: Porzellan und Glas, Wäsche und Silber, Kleider und Bücher. Das kann man nun systematisch eines nach dem anderen fein säuberlich zwischen Holzwolle und Seidenpapier in Kisten sperren, hübsch übersichtlich mit Blaustift kennzeichnen und wird schnell damit fertig sein. Die Möbel gehen sowieso nur den Packer etwas an, auch Kissen und Betten können in geräumigen Säcken Platz finden, es ist alles nicht so schlimm. Aber dann tritt unserer eifrigen Arbeit schon em ernsthaftes Hindernis entgegen: Der Inhalt des Schreibtisches. Man zeige mir denjenigen, der sich nicht beim Verpacken seines Inhalts in langwierige Träumereien stürzt. Briefe fallen dem Eifrigen in die Hände, die er schon längst zerrissen glaubte, und ehe er sichs versieht, ist er im schönsten Lesen. Was war denn das doch gleich für eine Schrift? Und dies Photo, ach, das waren die Nachbarn von der Sommerfrische vor vier Jahren; was mag aus denen geworden fein? Qual der Entscheidungen: Man kann die einzelnen Charaktere der Umziehenden daraus beurteilen, wie sie mit dem Inhalt ihrer Schreibtische verfahren. Manche verbrennen bei jedem neuen Umzug radikal die schriftlichen Erinnerungen der letzten Epoche, andere wieder sortieren wehmütig, trennen sich schließlich von einem Dutzend liebevoll aufgehobener Rechnungen, geben es dann auf und schleppen den ganzen Wust mit in die neue Wohnung.
Aber wenn dann schließlich alles verpackt ist, der Boden und der Keller geleert, Abfalleimer voll unnützen Krempels fortgeschafft worden sind, bann be- ■ ginnt die eigentliche Quälerei. Denn dann hat man noch die Hälfte vergessen. Spielzeug und Nippes, Bälle und Bilder, Decken und Vasen rufen dich plötzlich aus den verschiedenen Ecken höhnisch an und verlangen, mitgenommen zu werden.
In solchen Momenten werden die sentimentalsten Menschen plötzlich eisenhart, die geizigsten werden freigebig, die sanftesten packt die blanke Wut. Ein Vernichtungstrieb packt die Pedantischen, es wird verschenkt, was jahrelang aufgehoben wurde, es wird zerstört, was ewige Erinnerung bleiben sollte.
Die Helfer bei solchen Umzügen kehren gewöhnlich mit Beute beladen heim. Sie halten in ihren Armen Brauchbares und Unbrauchbares in Mengen, alte Abendschuhe, angeknickte Vasen, Kinderspielzeug und Bratpfannen und ähnliches. Für sie ist dieser Krempel kostbar, denn sie ziehen ja nicht um.
Vielleicht sollte man den Umzügen doch nicht zu sehr fluchen. Sie geben uns einen Ruck. Erschüttert erkennen wir, daß Besitz nicht nur Freude, sondern auch eine Fessel sein kann, und energisch werfen wir einiges über Bord. Eine neue Wohnung ist ja schließlich ein bißchen so etwas wie ein neues Leben, und so sollte man nicht allzuviel Ballast mitnehmen.
25 Zähre Schwester in Gießen.
vertretende Leiter des Ämter süi Beamte, Kreis Gießen, Pg. Gust. Ul« rich, das Wort. Er beschäftigte sich vom Stand- punkt des Amtes für Beamte aus u. a. mit den Betriebs- und Personalverhältnissen bei der Reichs- bahnverwaltung, wies auf die Wichtigkeit und Bedeutung gerade dieser Verwaltung innerhalb der deutschen Wirtschaft hin, gedachte im besonderen des verantwortungsvollen und mühereichen Dienstes des Fahr- und Betriebspersonals und forderte zum Schluffe feiner mit Beifall aufgenommenen Ausübungen zur Mitarbeit aller am Wiederaufbauwerk des Führers auf, zum Wohle von Volk, Staat, Verwaltung und Beamten.
Mit „Sieg-Heil!" auf Adolf Hitler und dem Horst-Wessel- und dem Deutschland-Lied wurde die Versammlung geschlossen.
(Siebener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 21. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42 Mark, Matte 25 Pf.» Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 9, Wirsing, das Pfund 25 bis 30, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 10 bis 12, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 35 bis 40, Feldsalat 70 bis 80, Tomaten 40, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 20 bis 25 Pf., Suppenhühner 75 bis 90, Blumenkohl, das Stück 30 bis 60, Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40 Pf.
Daten für den 21. Atärz.
1865: der Tondichter Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren (gestorben 1750); — 1763: der Dichter Jean Paul (Friedrich Richter) in Wunsiedel geboren (gestorben 1825); — 1871: Eröffnung des Ersten Deutschen Reichstags in Berlin; Bismarck erster Reichskanzler; — 1933: Feierliche Reichstagseröffnung durch einen Staatsakt in der Garnisonkirche in Potsdam; anschließend konstituierends Reichstagssitzung in der Krolloper in Berlin.
Vornottzen.
— Tageskalender für Donnerstag? Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Peer Gynt". Astoria-Lichtspielhaus, Seltersweg: „Die Sporck- scheu Jäger". — Evangelische Frauenhilfe: 15 Uhr im Caf6 Leib Verbands-Versammlung. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatzr 16 bis 17 Uhr 3. Jahresausstellung.
Keine Einsicht in Personalakten.
Die Reichsbahn - Hauptverwaltung hat verfügt: „Es haben gelegentlich Rechtsberatungsstellen der Deutschen Arbeitsfront von Reichsbahnstellen Aushändigung von Personalakten gefordert. Im Anschluß an unsere Verfügung vom 16. Februar 1935 ordnen wir hiermit an, daß den Dienststellen der Deutschen Arbeitsfront und der Reichsbetriebsgemeinschaft Verkehr und öffentliche Betriebe sowie den Rechtsberatungsstellen der Deutschen Arbeitsfront Personalakten und Personalpapiere der Reichsbahnbediensteten ohne unsere ausdrückliche Genehmigung nicht ausgehändigt werden dürfen. Die genannten Stellen können auch nicht Akteneinsicht, selbst nicht in Gegenwart von Beamten, fordern. Auskünfte aus den Akten können an Rechtsberatungsstellen, die die Vertretung eines Reichsbahn- bediensteten übernommen haben, nach pflichtgemäßem Ermessen in dem Umfange erteilt werden, in dem sie nach bisheriger Uebung an Rechtsanwälte erteilt worden sind."
Oer Gießener Frühjahrs-pferdemarkt.
Der Gießener Frühjahrspferdemarkt, der am 3. April wieder auf den Marktanlagen an der Rodheimer Straße ftattfinbet, ist mit einer Prämiierung von Pferden und Fohlen verbunden, für die ansehnliche Geldpreise zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung wird getragen von dem städtischen land- und forstwirtschaftlichen Verwaltungsausschuß unter Mitwirkung der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Hauptabteilung II, und des Landes- Pferdezuchtvereins Hessen. Die Prämiierung der Tiere erfolgt in drei Abteilungen, und zwar in Abteilung I: Zuchtpferde des hessischen Kaltblutes, Abteilung II: Zuchtpferde des starken hessischen Warmblutes, und Abteilung III: Händlerpferde im Besitz von Pferdehändlern (Nichtarier ausgeschlossen). Zur Verteilung gelangen 1., 2., 3. Preise und Anerkennungen. Zugelassen werden nur Pferde aus dem Bezirk der Landsbauernschaft Hessen-Nassau. Selbstgezüchtete Tiere haben gegenüber den von außerhalb gekauften den Vorrang. Die Prämienverteilung erfolgt am Schluß der Prämiierung vor dem Preisrichterzelt. Im Anschluß an den Pferdemarkt werden voraussichtlich auf den Wiesen hinter dem Schlachthof reitsportliche Darbietungen statt- finben.
Am heutigen Donnerstag kann Schwester Bar- : nabas im hiesigen St. Josefs-Krankenhaus auf eine 25jährige Tätigkeit in Gießen zurückblicken. Es gibt wohl wenig Schwestern, die so bekannt sind , und sich einer so großen Beliebtheit erfreuen, nicht ■ nur bei der hiesigen Bürgerschaft, sondern in der ■ ganzen Provinz. Immer freundlich und hilfsbereit, . voll reicher Erfahrung, mit großer Menschenkennt- nis begabt, ist Schwester Barnabas die Seele des katholischen Schwesternhauses. Ihr Hauptwirkungsfeld ist jetzt der Operationssaal, wo sie durch ihre Ruhe und ihren köstlichen bayrischen Humor den ängstlichen Patienten Mut einzuflößen versteht. Groß ist die Zahl derer, die sie betreut hat, die alle ihrer in Dankbarkeit gedenken, nicht am wenigsten die vielen Verwundeten, die sie in den Kriegsjahren, als das Haus Lazarettzwecken diente, gepflegt hat.
NGLB.
Abteilung höhere Schule, Fachschaft neuere Sprachen.
Die nächste Sitzung der Arbeitsgemeinschaft findet am Freitag, 22. März, 16 Uhr, in der Oberrealschule statt.
Oie Anbringung von Preisschildern.
Von der Polizeibirektion Gießen wirb uns mitgeteilt: Es liegt Veranlassung vor, daraus hinzuweisen, daß von den Gewerbetreibenden die Bestimmungen des Reichskommissars für Preisüberwachung nicht überall genügend beachtet werden. Insbesondere sei beobachtet worden, daß die Lebensrnittel- und Kolonialwarenhäypler die in Betracht kommenden, sichtbar ausgestellten Waren nicht mit den vorgeschriebenen Preisschildern versehen und für die nicht sichtbar ausgestellten Waren die Anbringung der erforderlichen Preisverzeichnisse unterlassen würden. Auch lasse der Aushang von Preisverzeichnissen bei Schuhmachern und Friseuren zu wünschen übrig.
Die unterstellten Beamten seien deshalb erneut angewiesen worden, die Bestimmungen des Reichskommissars für Preisüberwachung, die nach wie vor Geltung haben, unnachsichtlich zur Durchführung zu bringen.
Gleichzeitig wird von der Polizeibirektion barauf aufmerksam gemacht, baß örtliche Organisationen nach ben Vorschriften bes Reichspreiskommissars nicht befugt finb, Einzelhänbler und Hanbwerker am Aushang der Preisverzeichnisse zu hindern. Auch steht ihnen daher nicht bas Recht zu, Richtober Minbestpreise festzusetzen. Sie haben sich jeber Einwirkung auf ihre Mitglieber hinsichtlich ber Preisgestaltung zu enthalten. Bei Zuwiberhanb- lungen gegen bte einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere aber bei unberechtigter Preiserhöhung, setzen sich die Betreffenden strenger Ahndung durch das Gesetz aus. (Bestimmungen des Reichspreiskommissars.)
2Runhfunfprogramm
Freitag, 22. Alärz.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15, 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 10.50: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I des Philharmonischen Orchesters Mannheim. 13: Nachrichten, Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirt« sch'aftsbericht. 15.15: Für die Frau. 16: Nachmittagskonzert. In der Pause: Kunstbericht der Woche. 18: Jugend packt an! 18.15: Aus dem großen Krieg. Kameraden jenseits der Front. Erlebnisse von fit. a. D. Ernst Kasiske, Berlin. 18.30: Don unserer Reichswehr. Soldaten erzählen Ernstes und Heiteres aus ihrem Dienst. 18.45: Das fieben spricht! 19: Tanz- und Unterhaltungsmusik. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Stunde ber Nation. Das musikalische Opfer eines großen Komponisten für einen großen König. Musikgesellschaft in Sanssouci mit Johannes Sebastian Bach. 21.15: Die Familie Bach. Von Dr. Friebrich Schnapp. 21.30: Dialekt-Humok. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus bem Sendebezirk. 22.20: Lieber von Bruno Stürmer unl> Arnim Knab. 22.45: Die Sportschau ber Woche. 23: Kampf bem Schmuggel. 23.30: Herr Doktor, Herr Pfarrer, Herr Apotheker. StammtischberichL. 24 bis 2: Nachtmusik.


