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ßens aus, und dieses kleine, aber von einem un­bändigen Lebenswillen -durchdrungene Preußen schmiedete das Deutsche Reich. Und in dieser Stadt wurde Preußen, nein, wurde Deutschland zum zweiten Male geboren, an jenem 21. März 1933, als sich die geeinte Nation aus Nie- devbvuch und Klassenhaß und Bruderzwist erhob und in einer feierlichen Proklamation seinen ungebroche­nen und unbezähmbaren Willen nach Ehre und Frei­heit dokumentierte. Als sich die deutsche Nation wie­der ein Ziel gab, eine neue Staats idee : den nationalen Sozialismus, wie ihn jener unsterb­liche König am herrlichsten und prägnantesten vor­gelebt hatte.

Und wenn uns ein Fremder dann noch fragt: Was ist Euch Potsdam?", dann schweigen wir vielleicht einen Augenblick und denken an dieses Deutsche Reich, das wir lieben mit der ganzen In-

Gewaltige Arbeit hat vor allem auch die Feuerwehr zu leisten.

In der Bergmannstraße haben die Brandbomben in etwa 100 Meter Länge eine ganze Hau­se r r r e i h e erfaßt, so daß die Hausfeuerwehr von vornherein machtlos war. Das Feuer greift mit rasender Geschwindigkeit auf den ganzen Wohnblock über. Die Windrichtung geht nach Norden, wodurch auch die gegenüberliegende Seite Gefahr läuft, von den Flammen erfaßt zu werden. Man entschließt sich zunächst, die vollständige Räumung der Häuser an der Südseite anzuordnen. An einer Stelle ist es doch nicht gelungen, das Ueberspringen der Flammen auf die Häuserfront gegenüber zu ver­hindern. Eine neue Schwierigkeit für die zur Brand­stelle geeilten Löschzüge durch Wassermangel m dem hoch gelegenen Bezirk. Zwei F e u e r l ö s ch-

brunst unseres Herzens und sagen ihm:Ewiger Glaube anDeutschland!"

Das ist uns Potsdam! H. W.

AusschlußausderHitlerjugend

LPD. Frankfurt a. M., 20. März. Aus Ber­lin wird dem Landespressedienst berichtet: Die Presse st elle der Reichsjugendführung gibt folgende Anordnung des Reichsju- gendfuhrers bekannt:

Ich habe den Führer des Gebietes XIII (Hessen-Nassau) Walter Kramer wegen schwerer Verfehlungen mit sofortiger Wirkung seiner Dienststelle enthoben und aus der Hitler­jugend ausgeschlossen. Mit der kom­missarischen Führung des Gebietes habe ich den Oberbannführer P o t t h o f f beauftragt.

Gez Baldur v. Schirach.

boote werden auf dem Landwerhrkanal an die Zossener Brücke beordert. In erstaunlich kurzer Zeit sind von dort bis zur Brandstelle anderthalb Kilo­meter Schlauchleitungen ausgelegt. Ueber fünf haus­hohe mechanische Leitern wird Wasser gegeben, um ein weiteres Uebergreifen zu verhüten. Die Feuer­wehr hat, nicht etwa in der Theorie, sondern tat- sächlich 10000 Liter Wasser in der Mi­nute versprengt. v. ±

Um 13.30 Uhr erfolgte tueEntwarnung. Der Verkehr kann wieder ausgenommen werden. Schnell füllen sich die Straßen, die Bewohner tau- schen ihre Erlebnisse und Beobachtungen aus. Nach einstimmigen Urteil der Beteiligten hat sich die Hebung in allen Teilen Vorschrift s - mäßig abgespielt. Sie hat dank der vorzüg­lichen Zusammenarbeit aller Stellen einen muster­gültigen Verlauf genommen.

Großes Znierefse in England.

London, 21. März. (DNB.-Funkspruch.) In der Londoner Presse erregten die Nachrichten über den Luftangriff" auf den Bezirk Kreuzberg der Reichshauptstadt das größte Interesse. Die schnelle und sachkundige Arbeit wird ebenso hervorgehoben, wie die hervorragende Disziplin der Einwohner. Besonders lebhaftes Interesse zeigt dieDaily M a i l", die sich auf Verlangen ihres Besitzers, Lord Rotherme re, schon seit langem bemght, die englische Oeffentlichkeit auf die ungeheuren Gefah­ren hinzuweisen, die die Luftwaffe in einem künf­tigen Kriege mit sich bringen muß. Der Bericht­erstatter des Blattes, Ward P r i c e, spricht von der am sorgfältigsten verbreiteten und am erfolg­reichsten durchgeführten Schaustellung von Luftab­wehrmaßnahmen, die jemals stattgefunden habe. Der Berichterstatter desTimes" schreibt u. a., die Arbeit der technischen Abteilungen und das Ver- halten der Bevölkerung hätte das Ergebnis der sorgfältigen Ausbildung durch den Reichsluftschutz­bund gezeigt. Die allgemein gezeigte Disziplin habe auf die Beobachter, von denen einige zu diesem Zweck aus Belgien, Holland, Spanien und der Schweiz nach Berlin entsandt worden seien, und auf die Militär- und Luftattachös einen tiefen Eindruck gemacht. Alle seien von den Behörden mit einem Freimut und einer Dienstbereitschaft be­handelt worden, die als ein gutes Vorzeichen für die kommenden internationalen Verhandlungen an­gesehen werden müßten.

Kräfte notwendig sind, und so muß die Lösch- gemeinschaft, eine Vereinigung mehrerer Hausfeuerwehren, zur Unterstützung herangezogen werden. Andere Häuser sind von Sprengbomben getroffen und gelten als schwer beschädigt. Es wer­denFeuerwehr- und Bergungstrupps" und einSanitätstrupp" entsandt, die das Trümmerfeld freilegen und die Verwundeten auf Bahren fortschaffen. Mit Stroh aufgelegte Last­wagen stehen zu dem Abtransport der Verletzten bereit. Dort tritt einI n st a n d s e tzu n g s - trupp" iy Aktion, dessen Aufgabe es ist, die Trümmer freizulegen und weitere Einsturzgefahr zu beseitigen. Gelbe Fähnchen auf dem Straßen­pflaster deuten auf Giftgase hin. Hier setzt die schwere Arbeit des Entgiftungstrupps em. Mit einem Spreng- und einem Lastwagen eilt er herbei. Die Männer sind in einen hellgrauen Gummianzug gehüllt und mit Gasmasken ausge­rüstet. Die von Giftgas befallene Strecke wird zu­nächst mit Wasser besprengt, danach mit Chlorkalk bestreut (heute ist es Schlemmkreide), Wasser und Chlorkalk werden dann mit Besen zu einem Brei zerrieben, der einige Zeit liegen bleibt und das Giftgas unwirksam macht. Für Verwundete und Gaskranke ist eine mustergültig eingerichtete Luft­schutzrettungsstelle eingerichtet, die die große Zahl vonVerletzten" betreut. Aerzte, Schwestern und Hilfskräfte stehen in genügender Zahl zur Verfügung.Schwerverletzte" werden durch eine Krankentransportabteilung fortgebracht.

Wichtig für Versorgungsanwärter der Justiz.

Berlin, 20.März. (DNB.) Durch die Ver­einheitlichung der Justizverwaltung ist teilweise auch eine anderweite Regelung des Me lde versah r e n s für Versor­gungsanwärter geboten. Der Reichsminister der Justiz hat deshalb in Aussicht genommen, zum 1. Juli 1935 bei dem Ob e r la nde s g e r i ch t in Kassel eine Zentralmeldestelle für alle Oberlandesgerichtsbezirke oinzurichten. Aber schon vom 1. April 1935 ab sind Bewerbungsgesuche von Versorgungsanwärtern um Stellen in der Justiz­verwaltung (bei Gerichten, Staatsanwaltschaften, Strafoollzugsbehörden) nicht mehr an die bisheri­gen Landesmeldestellen zu richten, sondern ohne weiteres an die Melde st elle bei dem Oberlandesgericht in Kassel, die bisher schon für die preußische Justizverwaltung eingerich­tet war. Vom 1. April bis 30. Juni 1935 werden Bewerbungsgesuche, die irrtümlicherweise noch bet den bisherigen Meldestellen der außerpreußischen

garten.

Das ist kein Zufall, daß Friedrich der Große diesen Flecken seiner Heimat so liebte: Hier offen­bart der preußische Stil seine Seele: heroische, heldische Staatsgesinnung, die sich verbindet und ergänzt mit der Freude am Schönen. Beides fand der König in dieser Stadt seiner Jugend.

Diese Stadt ist ein Begriff geworden. Wenn wir von Preußen sprechen, dann formt sich unwillkürlich vor unserem geistigen Auge die Stadt mit ihren Kirchen und ihrem Glockenspiellieb im­mer Treu und Redlichkeit" (Auch das ist symbo­lisches Preußentum)!Preußen", in diesem Worte schwingtPotsdam" ungesagt mit.

Jahrhunderte schauen aus diese Stadt. Völker, Nationen huldigen in scheuer Ehrfurcht diesem Be­griffPotsdam". Hier überkam den Korfen N a - poleon vor dem Sarge Friedrichs des Großen ein dunkles Ahnen, daß Preußen niemals ganz zer­treten werden kann, daß sich an diesem Preußen der Haß und der Vernichtungswille der Welt bricht und daß es sich von jedem Zusammenbruch immer wieder erheben wird und erheben muß, weil der Geist jenes großen Königs es stets aufs neue er­füllt mit neuem Lebenswillen. Es mag fein, daß der Korse in jenen Minuten einsam war, einsamer als hernach auf Elba und St. Helena, weil er fühlte: Hier waren seelische und volkhafte Mächte, die eine Nation zu einer unlösbaren Schicksalsge­meinschaft zufammenschweißten und seinem Volke fehlten sie. Vielleicht fühlte er in diesem Augen- blicke, daß er, der Feldherr einer nach Tausenden zählenden Armee, ganz allein stand.

Von dieser Stadt aus erhob der preußische Aar seine Schwingen zum Sieg-esslug der Sonne ent­gegen, von hier ging d a s Erwachen Preu-

Berlin, 20. März. (DNB.) Vor den Augen des Reichsluftfahrtministers Göring und zahl­reicher Vertreter der Behörden, der Wehrmacht ein- chliehlich der Luftwaffe, der Polizei und der SA. ist in einem großen Wohnviertel des Luft- chutzabfchnittes Kreuzberg eine etwa fünfstün­dige Luftschutzübung des Sicherheits- und Hilfsdienstes und des Selbstschutzes der Bevölkerung durchgeführt worden, die zum erstenmal in Deutsch­land ernstfallmäßigen Charakter trug. Als Annahme war zugrunde gelegt, daß der Stadtteil Kreutberg durch Bombengeschwader angegriffen wird, die Brand- und Brisanz- sowie Kampfstoff­bomben abwerfen.

Von 9 Uhr ab war durch eine äußere Absper­rungskette dergesamteFahrzeugverkehr u m g e I e i t c t worden. Punkt 10 Uhr treten die Alarmgeräte in Tätigkeit. Die Luftschutz- hauswarte sorgen eilends dafür, daß die Haus­bewohner die Schutzräume aufsuchen. Die Straßen werden geräumt, die Verkehrsmittel von den Fahrgästen fluchtartig verlassen. Wer in diesem Viertel nicht wohnt, sucht die Sammelschutzräume auf. Mit einem Schlage ist das gewohnte All­tagsleben vorbei. In kürzester Frist liegen sämtlicheStraßenwieleer gefegt da. Nur Polizeibeamte mit einem grauen Ueberzug auf dem Schako stehen an den Hauseingängen. Kein Fenster bleibt geöffnet. Da braust auch schon das einheil­bringendefeindliche Geschwader" heran. Ohrenbetäubende Böllerschüsse markieren an allen Ecken und Enden die Einschläge der Bom­ben. Verheerende Wirkungen zeigen sich im Nu: Sprengkörper vorher sorgfältig hergerichtet aufgerissenes Straßenpflaster mit Trümmern in weitem Umkreis, ein brennendes Auto, brennende Däuser" sie sind durch rote Fähnchen an den Fenstern des obersten Stockwerks kenntlich, viel­fach Einsturzgefahr, markiert durch schwarze Flag­gen, geplatzte Wasserrohre, lichterloh brennende Gasleitungen. Alles das wird an mehreren Stellen durch anschauliche Beispiele verdeutlicht.

Fieberhaft setzt die erste Gegenwehr ein. Am Chamissoplatz z. B. sind mehrere Häuser von Brandbomben getroffen und haben Feuer gefangen. Gewaltige Rauchschwaden, vorzüglich markiert, quellen aus dem Dachstuhl. Die Haus- feuerwehr rückt an. Es zeigt sich, daß stärkere

ie sich Berlin gegen Lustangriffe schützt Erste große ernstfallmäßige Lustschutzübung mustergültig durchgeführt.

Wir glauben an Potsdam!

Zum 21. März, dem Tag von Potsdam.

Städte haben ihre Schicksale. Und haben ihren eigenen Stil, den sie^ch Jahrhunderte hindurch be- wahrten. Da ist Weimar, Stadt der Kunst, Stadt des vollen, schwelgerischen Menschentums eines Goethe. Und da ist Potsdam: Stadt eines kargen, schlichten Soldatentums. Nicht so umrauscht vom Glanz der Geschichte wie Weimar. Aber von hier aus ging der Umbruch von Jahrhunder­te n vor sich, hier wurde Geschichte gemacht. Seit Jahrhunderten. Vielleicht gerade deshalb steht Menschen, die sich dem Norden näher verbunden fühlen als dem Süden, Potsdam näher als Weimar.

Dornige Wege führen nach Potsdam. Immer wenn das Volk nach einem Niederbruch sich auf sich selbst besann und auf seine in sich schlummernden Kräfte und Werte, bann fand es den Weg nach Potsdam. Denn diese Stadt ist Monument gewor­denes Preußentum. Ihre herbe Architektonik ist Symbol preußischen Stils.

Diese Stadt hat sich ihr Gesicht durch Iahrhun- derte hindurch gewahrt. Von ihren Mauern bricht sich der Lätrn und die alles gleichmachende Ober­flächlichkeit der Großstadt. Mag Berlin das Herz Deutschlands fein, in dem die Adern der Wirtschaft und des Verkehrs münden: Potsdam ist der Geist, ist die Seele Preußens.

Eines Preußens der bedingungslosen Pflicht­erfüllung, dessen größter Könia in einem absoluti- stischen Jahrhundert das sozialistische Wort präate: Ich bin der erste Diener meines Staates!" Und das frod) nicht das Geringste mit puritanischer Schönheitsverachtung und kattunenem Moralin etwas zu tun hat: Wenige Minuten von der Gar­nisonkirche entfernt liegt Sanssouci, mit feinen Terrassen und Springbrunnen und seinem Rosen-

GÜLDENRING5

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^>jb)enn Sie an dem roten Anfasser denVerschluss- streifen abziehen, dann erst wird die Jsolierung aufgehoben,welche die Zigarette seit Verlassen der Fabrik behütet hat. Der feine Tabak-Duft, der alsdann der £?ropen-Packung entströmt, zeigt Nhnen am besten, wie wertvoll die neuartige Frischhaltung für Jhre Zigarette ist.

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