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Kreisführerschule -erAGOAP.inLollar

* Lollar, 21. Jan. Ein buntes Bild von zahl­reichen Uniformen bot gestern unser Ort. Galt es doch, die in der neuen Schule eingerichtete Kreis­führerschule der NSDAP, Hnzuweihen. Reicher Flaggenschmuck ein Zeichen der Anteil­nahme der Einwohnerschaft begrüßte die Teil­nehmer am ersten Lehrgang, die sich bereits vor der Feier eingefunden hatten, und die Amtswalter und Fahnenabordnungen, die aus der Umgegend zu dieser denkwürdigen Feier erschienen waren.

Vor dem Schulhaus nahmen die Formationen Aufstellung: PO., Arbeitsfront, SA., SA.-Reserve, Hitlerjugend, Jungvolk, BdM., DLV. und Krieger­verein gaben zu Beginn die Stärkemeldung an den Aufmarschleiter, Ortsgruppenschulungsleiter, Pg. Petra sch, ab. Die stattliche Zahl der Fahnen nahm unmittelbar an der Front des Hauses Auf­stellung. Beim Erscheinen des Krsisleiters, Pg. K lo­st e r m a n n , meldete ihm der Kreisschulungsleiter Pg. Michel die angetretenen Formationen. Nach dem Badenweiler Marsch, gespielt von der SA.-Ka-

Arbeit selbst in Berührung. Mit dreifachem Sieg- Heil auf den Führer und dem Gesang des Horst- Wessel-Liedes fand die eindrucksvolle Kundgebung ihr Ende.

LesichtigungSrundgang.

Der Kreisleiter besichtigte nun mit seinen Beglei­tern die neugeschaffene Führerschule. Auf dem einen Flügel des neuen Schulhauses hat man zwei unter- einandergelegene Räume dafür eingerichtet. Der im zweiten Stockwerk gelegene Unterrichtsraum zur Weihe mit festlichem Schmuck versehen macht einen sehr freundlichen Eindruck. Für die 30 Teilnehmer wurden die Tische aus dem darüber gelegenen Zeichensaal, dem jetzigen Schlafraum, hier aufgestellt. Nur das Pult, geschmückt mit dem Sym- bol des Dritten Reiches und überragt vom Hoheits-

adler, und die Tafel blieben an ihrem alten Platz. Von den Wänden grüßen die Bildnisse Adolf Hitlers und anderer bekannter Parteiführer. Die Rückwand wird bedeckt von einer großen Haken­kreuzflagge.

Der Schlafraum ist ausgefüllt von den be­nötigten 31 Betten und den Schränken, auf denen die Waschschüsseln griffbereit stehen. Die Wände sind in ähnlicher Weise wie im Unterrichtsraum sinnvoll ausgeschmückt. Bettstellen, Wäsche und Schränke wurden freundlicherweise vom Buderusschen Eisen­werk zur Verfügung gestellt.

Für das leibliche Wohl wird in der Küche der hauswirtschaftlichen Berufsschule von zwei Frauen­schaftsmitgliedern gesorgt werden.

So wurde hier eine Pflegestätte nationalsoziali­stischen Geistes geschaffen, auf die unser Ort mit Recht stolz sein darf.

Ein gemütliches Beisammensein imSchwanen" beschloß die Veranstaltung der Schul-Einweihung.

Tagung der Oberhessischen Imker.

pell«,- ergriff

pg. Klostermann

von der Treppe aus, wo man das Mikrophon für die Lautsprecherübertragung aufgestellt hatte, das Wort und führte etwa folgendes aus: Die NSDAP, ist Träger der nationalsozialistischen Revolution ge­wesen. Ihr mit allen ihren Gliederungen erwächst nun die Aufgabe, sich als Träger der Weltanschau­ung Adolf Hitlers zu betätigen für ein tausend­jähriges Deutschland der Ehre. Große deutsche Männer haben gelebt, wie Bismarck und Friedrich der Große, die für ihr Vaterland ihr Bestes gegeben. Doch die Tragik ihres Lebens war die Tatsache, daß sich kein Nachfolger fand, der ihr Werk fort­führen und vollenden konnte. Es mußte notgedrun­gen mit ihrem Tode verfallen. Der Nationalsozialis- mus will durch systematische Schulung das deutsche Volk mit dem neuen Gedankengut durchdringen. Die Kreisführerschule soll dazu verhelfen und deut­schen Männern aus den verschiedensten Ständen die Idee der Bewegung vermitteln. Aber hierin erschöpfen sich nicht ihre Aufgaben. Vielmehr sollen die Lehrgangsteilnehmer die Kameradschaft erleben, ihren Charakter festigen, und nicht Wissen ist der ausschlaggebende Faktor, sondern das Können und das Wollen, das Bereitsein, mit dem Führer an der großen Aufgabe zu schaffen für das Vaterland.

Anschließend spielte die Kapelle einen Marsch, worauf der

Kreisschulunas^eiter Michel

eine kurze Ansprache an die Versammelten richtete. Hierin betonte er u. a., daß man nicht zufällig Lol­lar als Sitz der Kreisführerschule ausgewählt habe, sondern mit voller Absicht. Kommen doch so die Teilnehmer der Lehrgänge Leute aus der Partei und ihren Gliederungen mit den Volksgenossen, die in dem Eisenwerk beschäftigt sind, und mit deren

Der Vorsitzende der Reichsfachgruppe Imker, Gau Oberhessen, Lehrer Braun aus Rodheim v. d. H., hatte alle Ortssachgruppenvorsitzenden zu einer Be­sprechung am Samstag nach Gießen ins Hotel Hopfeld einberufen. Es war eine reichhaltige Tages­ordnung zu erledigen.

In seinem Jahresbericht brachte der Vor­sitzende zum Ausdruck, daß

die Honigernle im vergangenen Jahre in Ober- Hessen durchschnittlich als befriedigend angesehen werden kann.

Dagegen sind in anderen größeren Trachtgebieten im Reich, die sonst allgemein als Ueberschußgebiete gelten, geradezu Mißernten zu verzeichnen. Z. B. gab es große Strecken in der Lüneburger Heide und in Brandenburg, wo in den Trachtmonaten die Völker durch Notfütterungen vom Hungertod ge­rettet werden mußten. Die Tannentracht im Schwarzwald war nach einer Reihe von Mißjah­ren im vergangenen Jahre gut. Die Ergründung dieser Ursachen 'bleiben zum großen Teil selbst der Wissenschaft versagt. Wir müssen sie fast als Na­turerscheinungen betrachten.

Bei dem Neuaufbau des Reiches sind die Imker an die Landesbauernkammern angeschlossen wor­den, sie bilden ein Glied der Landwirtschaft und gehören somit zum Reichsnährstand. Infolgedessen fallen auch bei der Durchführung der Volksernäh­rungsschlacht den deutschen Imkern besondere Auf­gaben zu. Ihre Pflicht und Aufgabe ist die Ver­sorgung des deutschen Honigmarktes mit deutschem Honig. Der Wert dieses deutschen Honigkonsums schwankt jährlich zwischen 40 bis 50 Millionen Mark. Diese ungeheuere Menge muß auf zahlreichen kleinen Bienenständen mit großer Mühe, Opfer und Liebe aüs der Natur gewonnen werden. Mancher Leser weiß noch nicht, daß dieser direkte Nutzen

der Biene, der dem Imker zugute kommt, nur ein Zehntel des indirekten Nutzens der Bienen für die Allgemeinheit ausmacht, fo daß durch die Bienen jährlich ca. 500 Millionen, das ist eine halbe Mil­liarde Mark, auf direktem und indirektem Wege gewonnen werden. Das ist eine weit größere Summe, als selbst eine der größten Industrie­zweige im Reiche nicht aufzuweisen vermag. Der indirekte Nutzen der Bienenzucht besteht in der Be­fruchtung aller Blüten, Gräser und. Samen für die Landwirtschaft und Obstzüchter. Um die Erzeug­nisse der Bienenzucht noch weiter zu steigern, sollen Wanderungen mit den Bienenvölkern in gute Trachtgebiete durchgeführt werden. So steht in Aus­sicht, daß

die Imker aus Oberhessen und auch aus an­deren Gebieten des Reiches später Wanderun­gen nach dem Schwarzwald oder in die Lüne­burger Heide ausführen werden.

Der Deklarationszwang für Auslandshonig ist leider nicht erreicht worden, so daß das Einheits­glas des deutschen Jmkerbundes mit dem Gewähr­streifen und Namen des Imkers nach wie vor die beste und einzigste Gewähr für den deutschen Honig beim Einkauf bietet.

Das Rechneramt des Gaues Oberhessen der Im­ker ist, seit dem 1. Januar d. I. von Eduard S ch ä- f er-Gießen, der nach Darmstadt versetzt worden ist, an Fritz S t a u b a ch in Staaden bei Friedberg übergegangen. Für die 10jährige vorbildliche Rech­nungsführung durch Herrn Schäfer wurde ihm herz­licher Dank im Namen aller durch den Vorsitzenden zum Ausdruck gebracht.

Die Jahresrechnunq schloß mit einem Barver­mögen in Höhe von 2844,25 RM. ab. Dem Rechner wurde auf Grund des Prüfungsberichtes Entlastung erteilt.

Das 75jährige Bestehen des früheren Oberhesst« schen Hauptoereins, der heute den Gau Oberhessen darstellt, soll im April d.J. würdig gefeiert werden.

Zur weiteren Ausbildung der Imker auf prakti­schem Gebiete sollen in den Kreisen Lauterbach und Alsfeld im Frühjahr Königinnenzuchtkurse abgehalten werden. In Gießen findet anfangs April ein Kurs zur Ausbildung von Seuchen-

Gedenket der hungernden Vögel! Schuht die Tiere vor der Kälte!

Obmännern statt. Die weitere Schulung der Imker wird in Form von Vorträgen und prak­tischen Kursen auf den Bienenständen durch­geführt.

Nach lehrreicher Aussprache schloß der Vorsitzende die Tagung in üblicher Weise.

Oie Nase ein GesundheitStvächter.

Der menschliche Körper besitzt eine Art Selstschutz gegen die von außen eindringenden Schädlichkeiten. Eines der wichtigsten Organe ist die Nase des Menschen. Nur ganz selten pflegt sich der Mensch ihrer zu erinnern und doch hat gerade die Nase wichtige, für die Gesundhaltung des menschlichen Körpers notwendige Funktionen zu erfüllen. Die Nase ist der oberste Teil der menschlichen Atmungs- einrichtung, die zunächst die kalte Außenluft zu er­wärmen und sie dann mit Wasserdampf zu sättigen hat. Beim Eindringen unerwärmter. Luft in die Lunge durch Mundatmung ist eine Erkältung und Erkrankung der Luftröhre und der Lunge unaus­bleiblich. Im Innern der Nase befindet sich ein eigenartiger, mit feinsten Härchen versehener Be­zug, der sich in ständiger vibrierender Bewegung befindet. Diese Flimmerbewegung ermöglicht es, aus der Luft eindringende schädliche Fremdstoffe, Krank­heitserreger und dgl. vom Eindringen in den Kör­per fernzuhalten. Ein weiteres wichtiges Schutzmit­tel ist auch der Nasenschleim, der eine große Reihe von Krankheitserregern für den Körper unschädlich macht. Beim Niesen achte man darauf, daß man die für seinen Körper unschädlich gemachten Krank­heitsstoffe nicht anderen ins Gesicht pustet und man halte beim Nieszwang ein Taschentuch vor Mund und Nase. Ebenso wichtig ist die Nase als Vermittlerin des Geruches. Sie schützt uns sehr oft vor Einatmung vergifteter Stoffe. Würde man z. B. das Ausftrö- men von Leuchtgas nicht durch den Geruch wahr­nehmen, so würden sicherlich noch mehr als bisher Menschenleben der Gasvergiftung zum Opfer fallen. Wer also die Waffe nützen will, die ihm die Natur in der Nase gegeben hat, der atme stets durch dieses Organ und sorge dafür, daß etwaige Behinderungen der Nasenatmung, wie Entzündungen, Wucherungen und dgl. raschestens durch ärztliche Eingriffe be­seitigt werden. _________________________

kurz nach Vollendung ihres 65. Lebensjahres.

Gießen, Wolkengasse 18 L

Die Einäscherung findet in aller Stille statt.

Gießen, den 21 Januar 1935.

365 D

m.rh in-, hpt Npsipv- Keine Ursprungs-

Lehrling

Saarbrücken und Gießen (Dammstr. 481), den 19. Januar 1935.

mit nuten Schulzeugnissen und iMÜhlilPIl deutlicher Handschrift für alsbald VllllUlfJvll

Von Beileidsbesuchen wird gebeten abzusehen

oder später auf kaufm. Büro einer Großhandlung in Gießen gesucht.

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Scharmann, Gerichtsvollzieher Gießen, Wernerwall 33. Lel.3108.

Die trauernden Hinterbliebenen. I d. N.: Richard Wagner.

In tiefer Trauer: Justizrat Fr. Hügel Hermine Döring

Nachdem sie in der Vorabstimmung für Deutschland ihre Stimme abgegeben hatte, starb am 15. Januar nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren meine geliebte Frau, meine gute Schwester

Frau Auguste Mügel, geb. Döring

auch im Nebenberuf bei Ueber- nahrne der Vertretung einerWein-

Selbstgefchriebene Angebote mit Zeugnisabschriften unter 2321) an den Gießener Anzeiger.

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Die Gastwirtschaft Marbacbee Weg 32 in Marburg ist zum 1.Avril 1935 wegen Krankheit der Päch­terin anderweitig zu verpachten. Letzter Jahresumsatz 137,89 hl.

Brauerei (5arlBopp,Marburg

Am 18. Januar verschied plötzlich und unerwartet nach ar­beitsreichem Leben unsere herzensgute, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter und Schwester

Frau Lina Wagner Witwe

geb. Scheffler

im fast vollendeten 60. Lebensjahre,

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20 v. s. erhalten Eie bet wiederholten Auf­nahmen einer Anzeige

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Dienstag, den 22. Januar, sollen imLöwen", hier, Neuen­weg 28 bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in obigem Lokal) zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden:

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2. Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, Registrierkassen, Anzug­stoffe, Kassen- und (öisschränke, Radios, 1 Schleifbank, Schreib­und 1 Bohrmaschine, Lupen, Kla­viere, Pelzmützen, 1 Vulkanisier­anlage. 1 Motor, 1 Universal-Po- liermaschine, 1 Bandschleifmaschine

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Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 23. Januar, nachm. 2/2 Uhr,

auf dem Neuen rriedhof statt

Gestern nachmittag verschied nach kurzem, schwerem Krankenlager

meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Groß­

mutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Katharine Rahnefeld,geb.Dieter

In tiefer Trauer:

Albert Rahnefeld

Willi Rahnefeld und Frau Erna, geb Wanderer

Otto Rahnefeld und Frau Elly, geb. Thomas

1 Enkelkind.

Statt Karten

Gießen (Moltkestraße 24), 21. Januar 1935.

356 D

362 D

Die Trauerfeier hat in der Stille stattgefunden.

0277

363 D

Es hat Gott gefallen, meinen lieben Lebensgefährten, meinen herzens­guten, stets treu besorgten Vater, unseren unvergeßlichen, geliebten Schwager und Onkel

In tiefer Trauen

Amalie May

Hermann May, Reg.-Rat i. R.

nach langem schweren Leiden im nahezu vollendeten 63. Lebens­jahre heimzurufen.

In tiefem Leid, im Namen der Hinterbliebenen: Hilda Seelig, geb. Gundel Dr. med. Erich Seelig.

Gießen, den 21. Januar 1935.

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 23. Januar, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt.

Todesanzeige

Am 17. Januar verschied infolge eines Schlaganfalles, den er am 9. Januar erlitten hatte, unser lieber Bruder

Max May

im 60. Lebensjahre.