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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)
Zreitag, 20. Dezember (035
Nr.297 Dritter Vlatt
Beim Winterhilfswerk herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb. Nicht nur in der Front der Geldsamm- (l»r, die gegenwärtig von der Hitler-Jugend und vom Lungvol'k besetzt ist, wird unter Anspannung aller Lräfte gearbeitet, sondern auch hinter diesen allen Nenschen sichtbaren Kampflinie gegen Hunger und Uralte sind viele Kräfte am Werke, um den schlim- rien Feind Hungern und Frieren von den deutschen Familien nach bester Möglichkeit fernzuhalten. Bei I iesem Wirken reichen vielfach die Stunden des Ta- c es nicht aus, weshalb ein großer Teil der Nacht- I Kunden zu Hilfe genommen wird, um alle Aufgaben der Hilfeleistung noch vor dem Weihnachts- |efte erfüllen zu können.
Die Schauplätze dieses Wirkens im Kampf gegen ine Not sind die Lagerräume der NSV. im früheren Einhorn und die Schreibstuben der Kreisamtsleitung Irr NSV. in der Löberstraße. An beiden Stätten fnd unter Leitung und regster tätiger Mitarbeit les NSV.-Kreisamtsleiters Klöß zahlreiche Män- t er, Frauen und Mädels bei der Arbeit, um die
Wollen und Wirken für das Vaterland geben, damit Deutschland wieder mächtig und frei werde und die Mission erüllen könne, die ihm in der Welt zugewiesen ist. Damit aber auch endlich das Wort wahr werde: „Friede auf Erden und allen Menschen ein Wohlgefallen!"
Im weiteren Verlauf des festlichen Abends fand sich dann der Nikolaus ein, ein Hüne von Gestalt, ein Rübezahl von Aussehen, ein Waldschratt in seinem Gehaben — so recht ein Nikolaus für die Arbeitsmänner. Er machte sich gleich an die Verteilung der Gaben, die er mit küstlichen humorvollen und selbstangefertigten Reimen austeilte. Mancher erhielt dabei vom Nikolaus drastische Ermahnungen, es gab aber auch manches Lob. Die Gäste bekamen an Hand dieser lustigen Szenen einen tiefen Einblick in die Kameradschaft, wie sie im Arbeitsdienst gepflegt mitb.
Eine kurze Ansprache hielt im Verlaufe des kameradschaftlichen Beisammenseins der
Arbeitsdienst-Gruppenführer Schmidt-Kassel
Er sprach von dem Weihnachtsfest als dem deutschesten aller Feste. Er erinnerte daran, daß es noch im Jahre 1932 nicht möglich gewesen sei, außer in der SA., so viele junge Leute aus allen Kreisen der Bevölkerung zu einer solchen Feier zu vereini
gen. Damals stand die Jugend mutlos vor ihrer Zukunft. Es herrschte kein Friede in unserem Vaterlande. Heute sei das anders. In aller Ruhe könnten wir das Weihnachtsfest begehen, geschützt von einer starken Wehrmacht in einem geeinten Volke. Demgegenüber herrsche außerhalb unserer Grenzen überall Streit, Unruhe, Revolution und Krieg. Da sollten wir doppelt gut erkennen, wie viel es bedeutet, daß wir s o Weihnachten feiern können. Das sei aber nur möglich geworden, weil wir an der Spitze unseres Volkes einen Führer haben, der das Volk einte und dem Volk eine Wehrmacht gab, aus die wir stolz sein dürfen. Die Geschichte aber müsse uns lehren, daß wir nie wieder uneinig sein dürfen, wenn der Sieg unser bleiben solle. Mit einem Gedenken des Führers Adolf Hitler schloß der Redner.
Die weiteren Stunden unter dem lichtergeschmückten Baume vergingen in schöner Kameradschaft. Erst gegen Mitternacht verabschiedeten sich die Gäste. Die Weihnachtsfeier des Arbeitsdienstes wird icherlich allen Teilnehmern als ein schönes Erlebnis in der Erinnerung bleiben.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Winterklima im Zimmer
Im Winter werden an die oberen Luftwege im allgemeinen sehr viel höhere Anforderungen gestellt, als zu anderen Jahreszeiten. Bei größerer Kälte pielt sich an ihnen ein oft erheblicher Temperaturwechsel bei jedem Atemzug ab, der zwischen der Einatmungsluft und der angewärmten Ausatmungsluft dreißig Grad und mehr betragen kann. Man hat daher von regelrechten Kälteräumen gesprochen, die an den Atmungsorganen wirksam werden können. Die starken Reaktionen auf solche Temperatureinwirkungen, wie auf alle anderen Einflüsse und Schädlichkeiten werden an den Schleimhäuten durch feinste Reflexe ermöglicht, die durch Empfindlichkeit der Schleimhautoberfläche ausgelöst werden. Je nach Art der Reize, die mit der Atemluft in den Körper gelangen, werden dann mehr oder weniger Blut und Lymphe durch die Gewebe geleitet und damit die Abwehrkräfte in verschiedenem Ausmaß gegen die eindringenden Krankheitserreger betätigt. In der Nase beispielsweise befinden sich dort, wo die Atmungsluft vorbeistreicht, regelrechte Gewebspolster, die je nach ihrer Blutfüllung ganz verschieden dick sind. Jeder kennt das Zuschwellen dieser Polster bei einer Erkältung.
Die Schleimhautreslexe der oberen Luftwege stehen ferner in einer starken Beziehung zu vielen anderen Organen des menschlichen Körpers. So erklärt sich auch der starke Einfluß, den eine einfache Erkältung auf den übrigen Körper und das sogenannte Allgemeinbefinden haben kann. Hierbei reagiert jeder Organismus anders, je nach seiner individuellen Beschaffenheit. Häufig werden gerade die Bauchorgane in weitestem Maße mitbetroffen.
Die eigentliche Ursache einer Erkältungskrankheit ist mit ihrem Namen doch wohl nicht erklärt. Zumindest wirken eine ganze Reihe innerer und äußerer Faktoren zusammen, ehe es zu einer Erkältung kommt. Einen Menschen, der selten an ihr erkrankt, pflegen wir als „abgehärtet" zu bezeichnen. Diese Abhärtung kann man durch gesunde Lebensweise und Fernhaltung täglicher kleiner Schäden zu bewahren suchen. Eigentlich bedeutet sie nichts weiter als eine gesunde Reaktionslage des ganzen Körpers für alle an ihn herantretenden Einflüsse. So ist beispielsweise die gute Reaktionsfähigkeit der oberen Luftwege die Vorbedingung, um mit den oft schwierigen Temperaturverhältnissen ohne Schaden fertig zu werden. Gerade im Winter mehren sich aber gleichzeitig Einflüsse, die eine chronische Schädigung dieser Schleimhäute Hervorrufen und damit ihre Funktionstüchtigkeit herabsetzen. Die trockene Heizungsluft, besonders in Räumen mit Zentralheizung, ist den Schleimhäuten auf die Dauer unzuträglich. Es besteht hier seltsamerweise ein Gegensatz zwischen den Ansprüchen, die die äußere Haut mit ihrem Wärmebedürfnis stellt, und dem richtigen Feuchtigkeitsgrad für die Schleimhäute; jedenfalls werden oft nur solche Räume „behaglich" gefunden, die dem von draußen Hereinkommenden unnatürlich überhitzt und zu trocken erscheinen. Gerade bei stundenlangem Aufenthalt wird ein solches ungesundes Zimmerklima oft gar nicht mehr empfunden. Hinzu kommen noch andere Einflüsse, wie der verbrannte Staub auf den Heizungskörpern und der Tabakrauch, der im Winter viel längere Stunden am Tag dauernd eingeatmet wird.
Unter solchen Einflüssen entwickeln sich Schädigungen an den Schleimhäuten, die zu einer gesteigerten Erkältungsbereitschaft führen. Gerade der besonders häufig auftretende Schnupfen mit reichlichem wässerigen Sekret und den oft tränenden Augen, ein Erscheinungsbild, das sich bei großer Heftigkeit oft schon iw wenigen Stunden wieder zurückbildet, ist ein Zeichen dafür, daß eine solche Schädigung vorliegt. Als chronische Einwirkung kommt hier besonders die unzuträgliche Trockenheit in Wohn- und Arbeitsräumen in Betracht.
Man sollte daher der Pflege des Zimmerklimas gerade im Winter besondere Aufmerksamkeit widmen. Ohne besonderen Aufwand und eigene Einrichtungen kann man das in sehr einfacher Weise durch regelmäßiges rasches, aber ausgiebiges Lüften des Zimmers erreichen. Die Scheu vor dem Oeffnen des Fensters muß eben für einige Minuten überwunden werden. Da die meisten Menschen im Winter ja doch bei geschlossenen Fenstern schlafen, ist es ratsam, zur Verbesserung der Luft am Abend ein feuchtes Handtuch in die Nähe des Heizungskörpers zu hängen. Das ist wirksamer als das Aufstellen kleiner Gefäße, von deren Oberfläche doch nur wenig Wasser verdunstet. Man wird erstaunt sein, wieviel besser der Schlaf durch solche einfachen Maßnahmen manchmal werden kann; schließlich ist noch darauf zu achten, daß vorwiegend durch die Nase geatmet wird, weil sie ja gerade alle die beschriebenen Funktionen zu erfüllen hat. Sind ihre Organe alle ganz gesund, so kommt es ohnehin nicht zu der unzweckmäßigeren Mundatmung. Sie wird aber gesund erhalten, wenn man auf kleine tägliche Dinge achtet, wie eben das „Klima" in unseren Zimmern. H. Z.
Dornotizen.
Tageskalender für Freitag.
NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.30 Uhr, allgemeine Körperschule im Lyzeum; 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr und von 21.30 bis 22.15 Uhr, (nur für Frauen) Schwimmen im Dolksbad; 20 bis 21 Uhr, Reiten, 21 bis 22 Uhr, Ski-Trocken, Reitschule Schömbs. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Mazurka". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schwarze Rosen". — 50er 1886/1936: 20.30 Uhr, Gründungs- Versammlung bei Pepler, Bahnhofstraße. — Turm-
Großkampftage des Winterhilfswerks.
Winterfonnwend und Weihnachtsfeier des Arbeitsdienstes
Der Nikolaus verteilt feine Gaben an die Arbeitsmanner (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
ührer P f a n n k u ch feine eindrucksvolle Ansprache.
Inzwischen war das Feuer in sich zusammen- gesunken. Die Arbeitsmänner fangen noch ein Lied und marschierten dann zur Weihnachtsfeier in den Saal ihrer Unterkunft.
Eine schöne Einleitung fand die Weihnachtsfeier mit dem Liede „Es ist ein Ros' entsprungen". Dann trug ein Arbeitskamerad, währenddem die Lichter des hohen Weihnachtsbaumes entzündet wurden, ein sehr stimmungsvolles Gedicht von Rainer Maria Rilke vor. Schließlich gelangte noch eine Erzählung „Weihnachten auf Fort Nikolas" (von KarlZahn) zum Vortrag, die in eindrucksvoller Weife ein Weihnachtsfest in Kriegsgefangenschaft schilderte.
Oberfeldmeister und Abteilungsleiter Lösch
hielt sodann eine kurze Ansprache, in der er besonders die Gäste herzlich willkommen hieß und betonte, daß ihre Anwesenheit ein Ausdruck der Verbundenheit der Partei, ihrer Gliederungen und der Behörden mit dem Arbeitsdienst darstelle. Es bedeute für die Arbeitsdienstkameraden eine Freude, zu wissen, daß ihr schwerer Dienst nicht unbeachtet bleibe, sondern voll gewürdig werde. Das Weihnachtsfest, das hier in herzlichem Kameradschaftsgeist gefeiert werde, möge allen Kraft zu neuem
Die Arbeitsdienstabteilung 5/222 Gießen hat es sich angelegen fein lassen, ihren Gästen und sich i-lbst eine Weihnachtsfeier zu bereiten, wie sie herzlicher und schöner nicht gedacht werden konnte. Der I Saal der Unterkunft „Justus von Liebig" (Philo- lvphenwald) war entsprechend vorbereitet worden.
I C‘":in Teil des Saales war durch frische, lichterbe- I Deckte Tannen abgeteilt worden und ein großer Leihnachtsbaum mit vielen Lichtern prangte im Mittelpunkt des festlichen Raumes, alle Tische waren weiß gedeckt und — für jeden Arbeitsmann war eine große Tüte mit Nüssen, Backwerk usw. tereitgelegt. Außerdem war eine Kaffeetafel mit lrntsprechenden Mengen Kuchen hergerichtet.
Zunächst jedoch zum feierlichen Beginn des gestri- «en Abends traten die Arbeitsdienstmänner zu einer L^interfonnroenbfeier im Hofe an. Ein großer Holz- s,oß war inmitten des Platzes aufgerichtet worden, ter in hellen, weithin leuchtenden Flammen loderte, cis die Kameraden das Lied „Flamme empor" in küe Nacht hinaus fangen. Die lebendige Glut des Feuers spielte über alle Gesichter, die fasziniert dem |ieuer zugewandt waren; tiefer Ernst lag in dieser Stunde über allen, die das Feuer umstanden. Ein Sprechchor brachte ein Flammenlied zu Gehör. Schließlich hielt
Obertruppsührer pfannkuch
(ine längere Feuerrede, in der er der sieghaften Flamme als dem Symbol für die wiederkehrende, iiöhersteigende Sonne huldigte und dabei an den t efen naturverwurzelten Gottglauben unserer Vor- svhren erinnerte, die dieses Fest mit besonderer Kraft ii nb innerer Bereitschaft begingen. Er schilderte das Feuer als den Künder des Frühlings und kam dann uuf die Gegenwart zu sprechen, auf die Verpflichtungen der Heutigen gegenüber jenen, die dahinschieden und als Erbe große Aufgaben hinterließen. So wie diese Feier, so führte er u. a. aus, nicht an- Isers gestaltet werden könnte, als vor tausend Jah- 12n, so könne unsere Verpflichtung keine andere fein, clls dem tausendjährigen Traum des deutschen Men- ichen, Einheit und Freiheit des Volks zu verwirklichen. Immer müßten wir bereit sein, unseren Frei- bcitsanfprud) zu erkämpfen und für ihn einzustehen. 20er Arbeitsdienst habe für das deutsche Volk die große Aufgabe gestellt bekommen, an der Erringung her Brotfreiheit mitzuhelfen, die einen Teil der Qehrfreiheit darstelle. Da müsse jeder auf seinem Matz stehen, da dürfe nicht das halbe oder das (janje Jahr nach dem Buchstaben des Gesetzes ab- crdient werden, sondern jeder müsse den Arbeits- iienft als ein Geschenk sehen, hier mitkämpfen zu ilirfen an der deutschen Freiheit. Wo der Arbeits- niann auch stehe, ob er Wald rode ober neue Prolinzen schaffe, ob er Wege baue oder Wassergräben sichre, immer tue er es für das Vaterland und feine ( hre. Es habe eine Zeit gegeben, da die Jugend rsrzweifelnd an den Ecken stand, da Bruderzwist das liolk zerriß. Diese Zeit sei vorbei. Die Jugend habe j tzt die gemeinsame Aufgabe ihrer begeisternden i rbeit für Volk und Vaterland. Mit einem Liedvers „Taten braucht unser deutsches Land" schloß Trupp-
den Nächstenliebe. In den Schreibstunden wird dann im Laufe des. Tages der umfangreiche schriftliche Teil der Arbeit vollbracht.
Aber nicht allein für die Hilfsbedürftigen der Stadt und des Kreises Gießen wird von der Gießener Kreisamtsleitung der NSV. in sorgsamster und umfassendster Weise ein schönes Weihnachtssest bereitet, sondern es wird auch Bedacht daraus genommen, daß hilfsbedürftige Familien in den Betreuungsgebieten der Gießener NSV. sich zu Weihnachten nicht vergessen fühlen können. In dieser Hinsicht haben die' Ortsgruppen in Zusammenarbeit mit der Hauptleitung der Gießener NSV. reichliche Paketsendungen mit der Bahn nach der Gegend von Offenbach und Hanau versandt, wo ebenfalls noch viel Not und Elend in deutschen Familien zu bekämpfen ist. Auch hierbei hat sich, wie bei allen übrigen Spenden, ein herrliches Bild der deutschen Volks- und Opfergemeinschaft ergeben, das unseren Volksgenossen in Stadt und Kreis Gießen zum höchsten Lobe gereicht.
Die NSV. läßt es aber dabei noch nicht bewenden. In Gemeinschaft mit den Ortsgruppen wird auch dafür gesorgt, daß für die Weihnachtsfeiern der Ortsgruppen die zu einer Weihnachtsbescherung nun einmal erforderlichen Sachen, wie Kuchen, Kleingebäck, Aepfel, Nüsse usw. in ausreichender Weise zur Verfügung stehen. Die Spendefreudigkeit unserer Gießener Bevölkerung hat auch zu diesem Teile der Weihnachtsfeiern in weitgehender Art beigesteuert, um die Freude des Festes für die vom Schicksal hart geprüften Volksgenossen noch zu erhöhen.
Alles in allem ist zu sagen, daß unsere Gießener NSV. mit Unterstützung der deutschen Volksgenossen in Stadt und Kreis Gießen auch in diesen Wochen wieder ein hervorragendes Werk der Nächstenliebe und der deutschen Volksverbundenheit vollbringt, wie man es sich schöner und erhebender nicht denken kann. Den Spendern, aber nicht zuletzt auch den vielen selbstlosen Mitarbeitern, die sogar ihre Nachtruhe zum großen Teil in dieser Zeit unmittelbar vor dem Feste für das gute Werk opfern, gebührt die dankbare Anerkennung unserer Volksgemeinschaft.
Oben rechts: Die Kleiderpakete werden gepackt. Der NSD.-Kreisamtslei- ter (rechts) hilft eifrig beim Packen.
Oben links: Gießener Ratsherren und Helfer des WHW. als Besucher beim Abwiegen von Geschenkpäckchen.
Nebenstehend: Blick auf die Regale mit eingekochten Früchten.
(Aufnahmen [3]: Photo- Pfaff, Gießen.)
Christkindchen für die hilfsbedürftigen Volksgenossen in Marsch zu bringen. Während alle diese Hilfskräfte tagsüber ihrer Berufspflicht obliegen, vereinigen sie sich etwa von 20 Uhr ab in den Räumen des Einhorn, wo in außerordentlich anerkennenswerter Weise völlig selbstlos bis tief in die Nacht hinein, ja manchmal sogar noch einige Stunden vom folgenden Tage ausfüllend, geschafft wird. Da werden die aus den Geldspenden gekauften Lebensrnittel der verschiedensten Art und die bei den Lebensmittel-Sammlungen zusammengetragenen, sowie die von den NS.-Frauenschaften der Landorte durch Einkochen usw. hergestellten Eßwaren herbeigeschleppt, abgeteilt, gewogen und eingepackt. Dann werden die Pakete zusammengestellt und hergerichtet. An anderen Tischen ist man dabei, Wäsche und Kleidungsstücke der verschiedensten Art an Hand der Wunschzettel für die Pakete zusammenzustellen. An einer weiteren Stelle kommen Schuhe für Männer, Frauen und Kinder auf die Packtische. Ueberall ein wunderbares Bild der tätigen und beherzt zupacken-


