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ItrJ

Aus den preußischen Nachbargebieten

Wirtschaft

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Devisenmarkt Berlin Frankfurt o. 2H.

Frankfurt o. M.

Berlin

Berlin

Frankluri a. 2JL

18.12. 119 12-

Datum

96

Philipp Holzmann ....

Zementwerk Heidelberg

Cementwerk Karlstadt..

112,5

Vanknoten.

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Datum | 18 12.

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104,5

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81,75

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126,25

78,25

77

Schluß- kurS

Rheinische Elektrizität

Rhein. Wests. Elektr. Schuckert & (io......

SiemensL Halske...

Lahmeyer & do.....

Schultheis Patzenhofer Aku (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg...................

TU

18 - 8

93,5 104,75 105,25

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97

97

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29

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9,9

Hell strahlt der Weihnachtsbaum im Glanze sei­ner flackernden Kerzen. An seinen Zweigen hängen, das Licht hundertfach zurückwerfend, die Kugeln, bunte und silberne, daneben die Tannenzapfen, die Sterne und die Glöckchen. Ob wir bei diesem An­blick in unserer Festesfreude schon einmal an die Menschen gedacht haben, die diese Kugeln und die andern Schmuckstücke herstellen? Ob wir uns schon einmal, in Gedanken wenigstens, in die engen Stuben versetzt haben, wo dicht gedrängt die Man­ner, Frauen und Kinder bei der Arbeit sitzen, in diese Stuben, die Wohn- und Arbeitsraum, Küche und Schlafzimmer in einem sind?

Brausend fährt die Flamme aus der Oeffnung des Gasbrenners, schräg von der Tischkante weg­gerichtet. Dahinter sitzen sie, die Thüringer Glasbläser, und wenden das Glas in ihren geschickten Händen über der heißen Flamme. Es sind wahre Künstler in ihrem Fach, denn wer von uns vermöchte so sicher mit dem zerbrechlichen Stoffe umzugehen, wer so sicher die mannigfaltigen For­men herauszuarbeiten?

Prüfend blickt das Auge in die blau aus dem Brenner schießende Flamme, die gelb aufleuchtet, wenn sie das Glas trifft. Unablässig drehen die be­weglichen Finger den Glaskörper an den beiden langen, dünnen Fäden. Wir wundern uns nur, wie nahe diese Finger der Flamme kommen, wie wenig ihnen die Hitze anhaben kann. Aber freilich, wenn man von Jugend auf sich immer wieder die Finger verbrannt hat, vom frühen Morgen bis zum späten Abend, dann braucht man sich nicht mehr vor der Flamme zu fürchten. Auch sonst kann man an die­sen Händen Ungewohntes entdecken. Die kräftigen Finger sind von einer ungewöhnlichen Beweglichkeit und vor allem der Daumen, der immerzu die dre­hende Bewegung ausführt, hat sich so stark nach innen durchgebogen, daß seine beiden äußersten Glieder im rechten Winkel zu einander stehen.

Eine lange, weite Glasröhre, die an einem Ende fein ausgezogen ist, nimmt der Glasbläser jetzt in die Hand. Vorsichtig nähert er sie einen Augenblick der Flamme, dann hat er sie schon unter bestän­digem Drehen in die volle Hitze gebracht, wo das Glas schnell weich wird. Im richtigen Augenblick, ehe die rotglühende Masse durchschmilzt, zieht er das Rohr auseinander, fo daß eine lange dünne Röhre entsteht, die er weiter außen noch einmal verengert und dann abbricht.

Das Gebilde, das er nun in der Hand hält, mit seinen beiden dünnen Enden und dem Wulst in der Mitte, wandelt sich rasch unter den unermüdlichen Fingern. Der eine der beiden Handgriffe wird ab­geschmolzen und dieses Ende geschlossen. Dann wird weiter erhitzt, während der Mann immer wieder mit einem Fußtritt, den er dem Blasebalg unter dem Tisch versetzt, die Flamme zu neuem Zischen entfacht. Von Zeit zu Zeit führt er das dünne Ende zum Mund und bläst, bis schließlich eine saubere, runde Glaskugel entstanden ist.

Bei! j)ochbi 1er, dii Äungv fräste Wd Kälte men Fami i diesen pes n stund«

Dann geht es an das nächste Stück der Glas­röhre, und eine Kugel nach der anderen entsteht. AuchReflexkugeln" sind darunter, bei denen die Vertiefungen mittels eines Porzellanstempels ein­gedrückt werden.

Der zweite Arbeitsgang ist das V e r s i l b e r n. Dazu füllt der Künstler mit einem feinen Glas­trichter durch die enge Glasröhre ein wenig Zucker­lösung und gibt einige Tropfen eines Silbermtrat- Präparats dazu. In heißes Wasser getaucht und tüchtig geschwenkt schlägt sich aus diesem Praparat das Silber nieder, während die Zuckerlösung die Aufgabe hat, das Metall an den Innenwänden der Kugel festzukleben. Sind die Kugeln gut ausgetrock- net, dann wird noch mit einem schnell trocknenden Spirituslack die Außenseite bunt gemalt, wobei wir wieder das außerordentliche Geschick unseres Mei­sters bewundern, der so sicher die Farbe aufträgt, so scharf die Ränder einzuhalten weiß. Dann braucht nur noch das Ansatzrohr abgebrochen und der Ring zum Aufhängen angebracht zu werden, und fertig ist unser Christbaumschmuck.

Hunderte und aber Hunderte solcher Kugeln und anderer hübscher Sachen fertigen die Leute in Thü­ringen an. Den ganzen Tag über sitzt die Familie an der Arbeit in den heißen Räumen mit ihrer ver­brauchten Luft. Und doch, wie bescheiden ist der Ver­dienst! Vier Pfennige für eine Kugel, wovon noch der Rohstoff, der Gasverbrauch und die Verpackung bezahlt werden müssen, wie wenig ist das! Aber dennoch sind sie zufrieden und glück­lich, diese Menschen, wenn sie nur Arbeit haben.

Andere freilich, wie der Meister, den wir besucht haben, Herr Müller-Sachs aus Lauscha, sind weiter fortgeschritten in ihrem Handwerk. Sie ha­ben es zur wahren Künstlerschaft gebracht. Wenn man einmal zugeschaut hat, wie unter seinen fein- empfindenden Händen zierliche Hirsche, Elche, Hunde und Pferde aus den nüchternen Glasröhrchen ent­stehen, wie er in einer halben Stunde aus dem Rohstoff solch ein Tier zu formen versteht, dann will das Staunen gar nicht mehr aufhören.

Rur wenige haben es freilich bis zu solcher Mei­sterschaft gebracht. Aber wo blieben ohne die vielen anderen die feinen Glaswaren, die nur in reiner Hanharbeit herzustellen sind, wo bliebe unser ganzer schöner Christbaumschmuck, wenn nicht diese paar hundert Thüringer Glasbläser ihr ungesundes und wenig einträgliches Handwerk weiter pflegten? Denn bis heute ist es noch nicht gelungen, diese Gebilde aus hauchdünnem Glas fabrikmäßig herzustellen: der spröde Stoff enthielt sich der Bearbeitung mit der Maschine. Aber immer wieder wächst aus der Schar dieser bescheidenen Menschen ein Künstler her­aus, der es weiter bringt, als die anderen, der aber dennoch mit feiner Heimat verwachsen bleibt, mit den Thüringer Glasbläserdörfern und ihrer jahr­hundertealten Ueberlieferung.

Ausgabe von 500 Millionen AM. 4^o/oiger7reichsbahnschatzanweisungen

Fwd. Die Deutsche Reichsbahngesellschaft legt das unter Führung der Reichsbank stehende An­leihekonsortium 500 Millionen RM, 4,5proz. Reichs­bahnschatzanweisungen zum Kurse von 98,50 v. H. zur öffentlichen Zeichnung auf. Diese sind am 2. 1. 1944 zum Nennwert rückzahlbar; der Lauf der Stückzinsen beginnt mit dem 1. 1. 1936. Die Zah­lungen durch die Zeichner auf die ihnen zugeteilten Reichsbahnschatzanweisungen haben in der Zeit vom 24. 1. 1936 bis 3. 4. 1936 zu erfolgen, und zwar am 24. 1. und 21. 2. mit je 30 v. H. und am 13. 3. und 3. 4. mit je 20 vH. des zugeteilten Be­trages. Frühere Zahlungen sind zulässig. Die Reichsbahnschatzanweisungen sind bei der Reichs­bank lombardfähig; ihre Müdelsicherheit wird ver­anlaßt werden. Die Zeichnungsfrist läuft vom 6. bis 16. 1. 1936. Näheres über die Ausgabe dieser neuen Reichsbahnschatzanweisungen wird demnächst bekannt gegeben werden.

* Weitere Aufwärtsentwicklung der Verfrachtungen auf dem Lahnkanal. Nach den amtlichen Feststellungen des Staatlichen Wasserbauamts Diez hat auch im Monat Novem­ber, trotz der vorübergehend die Schiffahrt behin­dernden Hochwasserwelle, auf dem kanalisierten Teil der Lahn lebhafter Frachtverkehr geherrscht. Insge­samt wurden von 86 Schiffen 11 488 Tonnen Güter befördert, gegenüber dem gleichen Monat des Vor-

gife Bergbau .......

Ilse Bergbau Genüsse

Klöcknerwerke

Mannesmann-Röhren

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Buderus ..... 4

Deutsche Erdöl 4

Harpener...................O

Hoesch EisenKöln-Reuessen .. 8

jahrs 500 Tonnen mehr. In früheren Jahren sank gerade im November die Beförderungsmenge oft stark ab und lag fast immer unter 10 000 Tonnen.

Nhcin-Mainische Börse.

Millagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 19. Dez. Bei sehr kleinen Umsätzen lag die Mittagsbörse ruhig. Die Kurslage war sowohl am Aktien-, wie am variablen Renten­markt nicht ganz einheitlich, aber überwiegend nur knapp behauptet. Von der Kundschaft lagen nur wenig Aufträge vor, dagegen zeigte der berufs­mäßige Börsenhandel ziemlich Zurückhaltung, wo­bei man auf die neue Entwicklung der internatio­nalen politischen Lage verwies. Indes war die Grundstimmung auf Grund der in den letzten Tagen gemeldeten Dividendenvorschläge von Jndu- ftrieunternehmungen und angesichts der verhältnis­mäßig flüssigen Lage des Geldmarktes nicht un­freundlich. Lediglich die geringe Unternehmungslust übte einen etwas nachteiligen Einfluß aus.

Am Aktienmarkt eröffneten von chemischen Werten IG. Farben mit 147,25 bis 147 (146,90), später etwa 146,75, Scheideanstalt und Deutsche Erdöl gaben je 0,50 v. H. nach. Am Elektromarkt bröckelten die Kurse zumeist um 0,25 bis 0,50 v. H. ab, nur Lahmeyer waren 1,25 v. H. höher. Von Montanwerken zogen Harpener auf 104 (103) an, während sonst Abschwächungen von 0,25 bis 0,75 v. H. eintraten, Klöckner verloren 1,25 o. H. Schwä­cher waren außerdem Zellstoff Aschaffenburg mit 77 (78,50), Jul. Berger mit 114 (115,25), ferner

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Glaskugeln erblicken das Licht der Welt

Besuch bei den thüringischen Glasbläsern.

Bon Waldemar Bellon.

Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas ..............

Daimler Motoren Deutsche Linoleum Orenstein & Koppel Westdeutsche Kaufhof

Ehade.................

Accumulawren-Fabrü Conti-Gumms..............

Grltzner .

Mainkraftwerke Höchst a.M..

Süddeutscher Zucker ........

2ie die N- . Ginljoi ter M sind ur Vs M Her, ?

68, Commerzbank 84, DD-Bank 82,50, Dresdner Bank 83,50, Reichsbank 177,75, Harpener 105,25, Klöckner 77,40, Mannesmann 76,90, Hoesch 81^75, Rheinstahl 101,75, Stahlverein 72,25 bis 72, AKU. 50 25 IG.-Chemie volle 163,50, Conti Gummi 161, Scheideanstalt 212, Dt. Linoleum 136,50, Licht und Kraft 125,50, JG.-Farben 146,65 bis 146,40, Gesfiirel 123,25, Holzmann 86, RWE. 130, Siemens 164,25, Südd. Zucker 200, Hapag 14,75.

Frankfurter Schlachtviehmarkl.

Frankfurt a. M., 19. Dez. Auftrieb: Rinder 166 (gegen 199 am letzten Montagsmarkt^ dar- unter 20 Ochsen, 4 Bullen, 127 Kühe, 15 Färsen Kälber 1202 (842), Schafe 160 (312), Schweine 852 (560). Zum Schlachthof direkt: 4 Kühe. Ueberstand: 53 Rinder, davon 10 Ochsen, 42 Kühe, 1 Färse. Marktverlauf: Kälber rege, ausverkauft. Hammel und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt. Notiert wurden pro 1 Zentner Lebend­gewicht in Reichsmark: Kälber andere a) 73 bis 78 (am 12. Dez. 71 bis 75), b) 67 bis 72 (65 bis 70),

c) 59 bis 66 (56 bis 64), d) 50 bis 58 (45 bis 55). I

Hammel b2) 46 bis 47 (48), c) 44 bis 45 (46 bis

47), d) 40 bis 43 (40 bis 45). Schafe wurden nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51) e) 51 (51). Sauen SD 57 (57), g2) 57 (57).

Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroß: Marktes: 1107 Viertel Rindfleisch. 149 ganze Kälber, 30 ganze Hämmel und Schafe, 487 halbe Schweine, 2 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Reichsmark: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75. Bullenfleisch b) 74 bis 77. Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75. Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster 74. Fettwaren: Speck hiesiger Schlachtung, roh unter 7 Zentimeter höchster Preis 80, Flomen höchster Preis 80. Marktverlaus: ruhig.

Schweinemarkt in Vuhbach.

* Butzbach, 19. Dez. Zu dem heutigen Schweinemarkt waren 207 Ferkel aufgetrie­ben. Es wurden bezahlt für bis zu sechs Wochen alte Tiere 19 bis 21 Mark, sechs bis acht Wochen alte 21 bis 25 Mark pro Stück. Der Handel war sehr flott, es wurde ausverkauft.

Schweinemarkt in Friedberg.

LPD. Friedberg, 19. Dez. Die Preise auf dem gestrigen Ferkelmarkt stellten sich wie folgt: Bis sechs Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mk., sechs bis acht Wochen alte Tiere 20 bis 25 Mk., acht bis 12 Wochen alte Tiere 25 bis 38 Mark. Aufgetrieben waren 467 Ferkel. Geschäftsgang flott.

6% Deutfche ReichSanlethe v. 1927 4% Deutsche RetchSanl. von 1934 5,/2% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten .............

<*/,% Deutsche Relchspostschatzan- Weisungen von 1934, I.......

6% et)cm.8% Hess. Bollsstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

4%% ehern. 8% Hessische Landes­bank Darmstadt Gold R. 12....

6y,% ehern. 4ys% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLigui

4>4% ehern. 8% Darmst. Komm.

Landcsb.Goldschuldverschr. R. 6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

4/,% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6%% ehem. 4y2% Franks. Hyp.- Bank-Ligu.-Psandbrtese.......

5%% ehem. 4Yt% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse

4Vi% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briefanstakt, Pfandbriefe R. 19 4ys% ehern. 7% Pr. Landespscmd

briesanst., Gold Komm. C61.VI Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38

bröckelten AKU., Daimler und Zement Heidelberg bis 0,50 v. H. ab. Mäßig höher lagen Zellstoff Waldhof und Moenus Maschinen, Reichsbankantelle lagen mit 176,50 bis 176,75 (176,75) behauptet. Höher gesucht waren Südd. Zucker mit etwa 200 (vorgestern 196,50). ,

Am Rentenmarkt gingen Altbesitz auf 110,25 (110,50), Kommunal-Umschuldung auf 87,80 (88) und späte Reichsschuldbuchforderungen auf 96,90 (97) sowie Reichsbahn-Vorzugsaktien auf 123,13 (123,25) zurück. Ferner lagen zertifizierte Dollar- Bonds bis zu 1 v. H. schwächer Gut behauptet lagen Zinsvergütungsscheine mit 91,70 (91,65). Bon fremden Werten eröffneten 4 v. H. Goldmexikaner mit 7,50 (7,40), 4,50 v. H. Irrigation mit 7 (7,13) und 4 v. H. Rumänen mit unverändert 4,75.

Im Verlaufe blieb das Geschäft klein, die Kurs­entwicklung war etwas unregelmäßig, ohne daß aber gegen den Anfang wesentliche Veränderungen eintraten. Zumeist hielten sich die Abweichungen im Rahmen von 0,25 bis 0,50 v. H. Höher waren u. a. Harpener, Reichsbank, Ilse Genuß, Conti Gummi kamen mit 160 (158,65) zur Notiz. IG. Farben be­wegten sich zwischen 146,75 bis 147.

Am Rentenmarkt bröckelten Kommunal-Umschul­dung noch etwas ab auf etwa 87,70, im übrigen lagen die variablen Papiere gegen den Anfang be­hauptet. Zertifizierte Dollar-Bonds konnten sich etwas erholen, Preußen 62,50 nach 62. Pfandbriefe lagen heute ruhiger, aber unverändert, ferner er­fuhren Stadtanleihen kaum Abweichungen. Aus­landsrenten lagen im allgemeinen ziemlich unver­ändert. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.

Abendbörse kaum behauptet.

Die im Mittagsschlußverkehr eingetreten leichte Erhöhung und die freundliche Stimmung konnten sich an der Abendbörse nicht behaupten. Die Hal­tung war eher etwas schwächer, da der berufs­mäßige Börsenhandel kleine Abgaben vornahm. Am Aktienmarkt ergaben sich gegen den Berliner Schluß meist leichte Ermäßigungen von 0,25 bis 0,50 v. H. JG.-Farben gingen auf 146,65 bis 146,40 (146,90), Stahlverein auf 72,25 bis 72 (72,65), Rheinstahl auf 101,75 (102,25), Hoesch auf 81,75 (82), Kunstseide Aku auf schwächeres Amsterdam auf 50,20 (50,65) zurück. Scheideanstalt verloren 1 v.H. auf 212, ferner RWE. 0,50 auf 130. Anderseits konnten sich Harpener Bergbau mit 105,25 und Conti Gummi mit 161 voll behaupten. Am R e n t e n m a r f t er­mäßigten sich Altbesitz auf 110,13 (110,25), ferner wurden Kommunal-Umschuldung mit 87,70 bis 87,65 (87,75) und Zinsvergütungsscheine mit 91,60 (91,70) umgesetzt.

U. a. notierten: Altbesitz 110,13, 6proz. Stahlver­ein 102,50, JG.-Farben-Bonds 124,75, 6proz. Krupp 104,25, 4^proz. Franks. Hyp.-Bank KO. 93, Adca

A.E.G o

'Betula 10

Elektt. Lieferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft 6yt

Reiten & Guilleaume 4

Gcscllich.f.Elektr.Unternehmung. 6

Oevisenvergehen eines jüdischen Emigranten.

LPD. Frankfurt a. M., 19. Dez. Im objek­tiven Verfahren verfügte das Schöffengericht die Einziehung des Gegenwerts von 114 472 RM. zu Gunsten des Deutschen Reiches, vertreten durch den Präsidenten des Landesfinanzamts Kassel. Das Verfahren richtete sich gegen den 1873 in Polen geborenen Chaim Hirsch Eisenberg, der zuletzt in Frankfurt a. M. wohnte und Hauptbe­teiligter der Süta G. m. b. H. war, die in Tex­tilien arbeitete. Der Beschuldigte hat sich heim­lich ins Ausland begeben und vorher alles an Geldern flüssig gemacht, was nur irgend möglich war. Nach den Ermittlungen der Steuerfahndungs­stelle hat er 1933 den Betrag von 18 522 RM. als Privatentnahme dem Geschäft entzogen und 24 000 RM. als Kapitalrückzahlung an sich genommen. Außerdem erlöste er aus dem Verkauf von Häusern und Liegenschaften Beträge von 6450 RM., 12 500 RM. und 43 000 RM. Bei den Verkäufen drang er stets auf sofortige Barzahlung. Der Verbleib des Geldes konnte nicht nachgewiesen werden, doch hat er es zweifellos ohne Erlaubnis mit ins Aus­land genommen. Als man in feine Wohnung drang, standen dort nur noch die Möbel, während alle Wäschestücke und die Silbersachen fehlten. Ge­gen den Angeklagten schwebt noch ein weiteres Ver­fahren roegen Hinterziehung der Reichsfluchtsteuer. Eine von dem Angeklagten geplante Schiebung in Leipzig mißglückte. Es sollte dort eine Hypothek von 40 000 RM. eingetragen werden, und die Ge­brüder K e ft e n b o r n in Leipzig sollen mit Chaim Hirsch Eisenberg unter einer Decke gesteckt haben. Die Kestenborns sind aber auch ins Ausland geflohen, vermutlich mit dem Angeklagten zu­sammen.

Gefährliche Lagereinbrecher festgenommen

4% Oesterreichtfche Goldrente.... 4,20% Oeslerreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y.% deSgl. von 1913..........

5% obgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie I.....................

Schluß!. Abend« börsc

19-12

100,4

97

101,5

110,13

100,13

97

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115

112,1

96,4

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100,9

97

97

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28

1,2 9

8,9

I 9

I 12,13

Schluß« turS

18-12

Fettlager in Frankfurt a. M.-Svssenheim zwei Einbrüche verübt, wobei den Tätern erhebliche Warenmengen in die Hände fielen. Die sofort von der Kriminalpolizei aufgenommenen Ermittlungen führten nunmehr zur Fe st nähme mehrerer in den westlichen Vororten wohnhaften Personen, bei denen es sich zum Teil um gefährliche Einbrecher handelt.

Emen Bernhardiner niedergeschoffen.

LPD Niederscheld (Dillkreis), 19. Dez. Als am Donnerstagnachmittag ein Dillenburger Jäger mit einem an der Leine geführten Jagd­hund die Ortsstraße passierte, um in sein Jagdre­vier zu gehen, wurde der Jagdhund von einem Bernhardiner angefallen. Dieser verbiß sich derart fest in das Fell des Jagdhundes, daß der Jäger den Angreifer durch einen wohlgezielten Schuß nieder ft recken mußte, um feinen wert­vollen Jagdhund am Leben zu erhalten.

Nundfunkprogramm.

Samstag, 21. Dezember:

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6«30: Fröhlich klingts zur Morgenstunde". Morgenkon- zert des Kleinen Funkorchesters. In der Pause 7: Nachrichten. 8.15: Gymnastik 8.45: Bauernsunk. 9: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. Der Weg eines unbekannten Soldaten. Hörlpiel von E. W. Möller. 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Bun­tes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwischen Zwei und Drei. 15: Wirtschaftsbericht: Quer durch die Woche. 15.15: HI.-Funk. 16: Der frohe Samstag-Nachmittag des Reichssenders Köln. 18: Die Schaffenden müssen hart werden. Funkspiel um ein Wort Hans Thomas'. 18.20: Stegreifsen- düng. 18.30: Wir schalten ein! Das Mikrophon un­terwegs. 18.40: Die Wochenschau des Zeitfunks. 19: Unterhaltungskonzert. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10Die Regimentstochter" Ko­mische Oper. 22: Nachrichten, auch aus dem Sende-

bärfe

Die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Mansfelder Bergbau 6

Kokswerke .................. 6

Rheinische Braunkohlen 12

Rheinstahl .................. 4>

Bereinigte Stahlwerke 0

Otavt Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben 5

Kaliwerke Westeregeln 5

Kaliwerke Salzdetfurth iy,

Hamburg-Amerika-Paket 0

Hamburg.Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Prlvat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank 0

Retchsbank ................12

I. G. Farben-Jndustrie 7|

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt 5

Rütgerswerke 6

Metallgesellschaft 4|

Frankfurt a. M., 19. Dezember. (LPD.) Vor

einigen Tagen wurden in ein Eier- und ein bezirk. 22.20: Unterhaltungskonzert.

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend« börsc

Schluß­kurs

Schluß!, mittag« börsc

'Datum

18 12

19.12

18 12.

1912

9,25

9,5

9,6

5% Rumän. vcreinh. Rente v. 1903

5,7

5,8

5,95

5,8

4'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913

8,5

8,5

8,75

8,8

4% Rumänische verctnh. Rente ..

4,7

4,75

4,75

4,8

2y*% Anatolier ..............

39,25

39,13

39,25

39

Schluß». Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse

19.12

18.12.

1912

117

117

117

113,13

113.25

210,5

210,75

209

101,75

102,25

102,25

72,25

73,25

72,65

17,65

17,65

17,65

124

124

120,5

114,5

115,5

114,75

179

175,25

146,65

146,9

146,9

212

105,5

105

105,5

111,25

110,5

111,75

110,9

110,4

110,4

86

86,25

86

116

128

100,5

100,5

50,25

50,9

50,65

101

100,75

100,75

115,25

115,25

115,4

77

77,65

77

119,5

119,4

87,25

87,5

87,13

136,5

136,5

136,5

73,9

73,75

24,75

24,65

25

283,5

284,5

283

169

168,25

166

161

159

161

I 24,75

1 24,5

I 24,25

87

1

1 200

1 200

I 200

18.Dezember

19.Dezember

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

1 Bries

Buenos Atre.

0,678

0,682

0,677

0,681

Brüssel ....

41,92

42,00

41,89

41,97

Rio de Jan.

0,137

0,139

0,137

0,139

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,64

54,74

54,70

54,80

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,235

12,265

12,25

12,28

Heljingjors..

5,39

5,40

5,395

5,405

Paris ......

16,435

16,475

16,39

16,43

Holland ....

168,38

168,72

168,19

168,53

Italien.....

19,98

20,02

19,98

20,02

Japan ......

0,714

0,716

0,714

0,716

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo.....

61,44

61,56

61,51

61,63

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon ...

11,10

11,12

11,11

11,13

Stockholm..

63,09

63,21

63,16

63.28

Schweiz ...

80,70

80,86

80,48

80,64

Spanien...

34,05

34,11

34,01

34,07

Prag......

10,305

10,325

10,28

10,30

Budapest ..

Neuyork ...

2,486

2,490

2,486

2,490

Berlin, 19.Dezember

Geld

Brie,

Amerikanische Noten..............

2,438

2,458

Belgische Noten..................

41,77

41,93

Dänische Noten .................

54,51

54,73

Englische Noten .................

12,215

12,255

Französische Noten...............

16,34

16,40

Holländische Noten...............

167,77

168,45

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

61,35

61,59

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

62,99

63,25

Schweizer Noten.................

80,30

80,62

Spanische Noten.................

33,65

33,79

Ungarische Noten ... ............