Bücher unter dem
eihnachtsbaum.
Deutsche Vorgeschichte.
— Altnordisches Leben vor dreitausend Jahren. Mit einer Einführung von Prof. Dr. Friedrich Dehn, Kustos am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz. Mit 40 Bildtafeln. Kart. 3 Mk. I. F. Lehmanns Verlag, München 2 SW. — (543) — Beim Lesen und Beschauen dieses schönen Buches mit seinen prächtigen Bildtafeln machen wir, geführt von einem der ersten Fachleute, eine Wanderung durch das Leben und den Alltag unserer germanischen Vorfahren. Text und Bild ergänzen sich aufs Beste. Wer die vielen Gegenstände des täglichen Lebens vor Augen hat, die Geräte zur Körperpflege, die Schmucknadeln, Gewandspannen, Armringe, den Halsschmuck aus Gold, Bronze und Bernstein, Dosen und Gefäße, Urnen, Werkzeuge, Gießformen, Waffen, kultische Geräte usw., der kann diesen technisch und künstlerisch vollendeten Leistungen seine Bewunderung nicht versagen. Felsbilder, in die Granitwände der schwedischen Küste eingehauen, zeigen uns Menschen bei friedlicher Arbeit, den Bauern hinter dem Pflug, den Jäger mit gespanntem Bogen, Männer im Kampfe, Schiffe in großer Zahl weisen auf die Bedeutung der Seefahrt. Kultische Gerätschaften, Eichensärge mit wohlerhaltenen Kleidern und Gegenständen, Brandurnen lassen uns die Vorstellung von Gottheit und Jenseits klar erkennen. So gibt das Buch ein abgerundetes Bild vom Leben und von bat Kultur der Zeit, die der Beginn der großen Geschichte des Germanentums war.
— Carl Schuchhardt: Deutsche Vor- und Frühgeschichte in Bildern. Verlag R. Oldenbourg, München. Preis geb. 3,80 RM. — (525) — Zu dem bedeutenden, auch im „Gießener Anzeiger" ausführlich besprochenen Werke Schuch- Hardts „Vorgeschichte von Deutschland" erscheint nun ein ergänzender Bilderband, der in äußerst sorgfältigen Wiedergaben das Schönste und Charakteristische uns vor Augen stellt, was die vorgeschichtlichen Bewohner Deutschlands uns überlassen haben. Aber die geschickte Auswahl und Zusammenstellung der Bilder läßt uns auch interessante Einblicke tun in die Technik der Ausgrabungen. So
sehen wir Fundstätten von Gräbern, Burg- und Wohnanlagen, wie sie sich dem Forscher dargeboten haben, als er sie mit der Spitzhacke entdeckt und freigelegt hatte. Grundriße, Querschnitte und Rekonstruktionen ergänzen die Bilder der Funde und geben mit diesen zusammen einen starken Eindruck der vorgeschichtlichen Kultur in Deutschland.
Das deutsche Lichtbild.
— „Das Deutsche Lichtbild", Jahresschau 1936: 150 ganzseitige Bildtafeln, 100 Seiten Text, oroßes Albumformat, Einband graues Seidenleinen, Preis 15 Mark. Bruno Schultz Verlag, Berlin- Grunewald, Humboldtstr. 49/51. — (577) — Diese schöne und wohl einzigartige Zusammenstellung von Spitzenleistungen der deutschen Lichtbildkunst wird nun seit fast einem Jahrzehnt von allen Lichtbildnern und dem noch großen Kreis von Freunden des schönen Lichtbilds zu Weihnachten mit Spannung erwartet. Der neue Jahrgang hält das Niveau seiner Vorgänger, ja man darf sagen, daß der Zug zum Echten, zum inneren Wert, der durch unsere Kunst geht, auch vor dem Lichtbild nicht halt gemacht hat und manche Spielerei, manchen Firlefanz hat verschwinden lassen, der sich in früheren Jahren oft über Gebühr breitmachte. Das hat der ungeheuren Vielseitigkeit der Jahresschau gewiß keinen Abbruch getan. Man blättert und findet auch in dem neuen Band Bilder vom Meer, von Arbeit, Sport, innerer Erbauung, Gebirge, Wehrmacht, Volkstum, Theater, Architekturen, Nachtaufnahmen, Schnappschüsse von Wild, Wald und Feld, von künstlerischem Schaffen, von Tanz und Spiel, von Ernst und Scherz. Ueberraschend schwach finden wir die meisten der hier herausgestellten Porträts im Vergleich zu anderen Aufnahmen, unter denen wir ein paar ausgezeichnete Landschaften und wohlgelungene Genrebilder besonders herausheben möchten. Auch der Textteil bietet ungemein viel Anregendes für den Lichtbildner. Heinrich K ü h n , der Altmeister der Lichtbildnerei, berichtet, nicht ganz ohne Bitternis, „Vom Nimbus der schwarzen Kunst" und gibt uns zu bedenken, daß nur mit eisernem Fleiß und heißer Liebe die wahre Lichtbildnerei
Bestand haben kann. Alexander N i k i i t s ch e k schreibt von den Gefahren der Kleinstformate und bittet die Anhänger der größeren Plattenformate, dabei zu bleiben, denn mit der „wilden Kleinfilmschießerei" sei auf die Dauer keine Freude zu erzielen. Willy Block gibt einen interessanten lieber» blick über die heute üblichen Negativformate und kommt dabei u. a. zu dem überraschenden Ergebnis, daß die alte gute 9X12-cw-Platte nach wie vor von mehr als der Hälfte aller ernsthaften Lichtbildner benutzt wird. Fritz Hansen berichtet über „Ein halbes Jahrhundert photographische Industrie" und teilt da mit, daß etwa 95 v. H. des Verbrauches photographischer Chemikalien auf der ganzen Erde deutschen Ursprunges sind. 95 v. H! Der DIN-Artikel von Dr. Zippermayr gibt wegen der jetzt neu eingeführten Normung der photographischen Empfindlichkeitsbestimmung recht zu denken. Schließlich hat der bekannte Flieger Walter Mittelholzer über seine Erfahrungen mit der Luftphotographie einen famosen Artikel beigesteuert, und den Schluß bilden, wie alljährlich, die genau registrierten Technischen Angaben, von jeder der 150 zitierten Spitzenleistungen.
Kochbücher.
— Ernst Marquardt. Deutsche Heimat k ü ch e. Die besten Rezepte nach Landschaften zusammengestellt. Preis Ganzleinen 3,80 RM. Societäts-Verlag Frankfurt a. M. — (528) — Der Gedanke, der diesem Kochbuch zugrunde liegt, ist ebenso einfach wie überzeugend: Die natürlichen Voraussetzungen der deutschen Küche sind landschaftlich verschieden. So haben sich in Schwaben und in Oesterreich, in Hamburg und Bayern, im Elsaß und in Westfalen, in Ostpreußen und in der Schweiz besondere Gerichte, besonders Abarten bekannter Gerichte, Eigentümlichkeiten der Zubereitung nach zum Teil uralten Erfahrungen herausgebildet und erhalten. Das Buch von Marquardt zeichnet die vorhandenen Verschiedenheiten als ein Mittel der Abwechslung, des Austauschs, der Bereicherung auf. Es ist Darüber hinaus eine ergötzliche Betrachtung über alte deutsche Kochkunst, eine Ueberfidjt über das Wesen heimatlicher Küche. Praktische Ratschläge und Winke, Vorschläge für Wochenpläne bilden mit den rund 340 Rezepten einen freundlichen Führer zu einer Reise durch Deutschland am eigenen Herd.
— Das Gelbe Backduch. Von Elly Pe. t e r f e n. 132 Seiten. Mit 120 farbigen Zeichen, gen und 38 Photos auf Tafeln. München 1935. Der. lag Knorr & Hirth G. m. b. H., Preis kart. 2,75 Mark. — (526) — Mit ihrem neuen Gelben Back, buch ist Frau Petersen wieder etwas Vortreffliches geglückt. In ihrer lebhaften und frischen Art zeigt sie den jungen Hausfrauen, wie man zu Werke geht, um all die leckeren Dinge zu bereiten, die jedes Fest versüßen, und mit denen man bei Einladungen glänzen kann. Nach einer grundlegenden Einfüh, rung in die Kunst des Backens, in der Frau Peter, fen auch der erfahrenen Hausfrau viele praktische Winke und Backweisheiten zu sagen weiß, folgt ein überreiches Backlexikon, lieber 400 erprobte Rezepte — aus Oefterreiech, Preußen, Sachsen, Baben, Bayern, Schwaben, auch aus Schweben — für allez erbenkliche Backwerk: Kuchen aus Hefe- unb Mürbe, teig, Gebäck für Tee unb Kaffee, Obstkuchen, Tor. ten, Füllungen unb Creme, Guß- und Spritz, glasuren, Schmalzgebackenes, Stollen, Lebkuchen, Honigkuchen, besonders viel Weihnachtliches, bann alles mögliche salzige Backwerk und eine Men^ Grundrezepte. Damit aber ja kein Irrtum auffonv men kann, ist fast jedes Gebäck neben seinem Rezept fein säuberlich abgebildet! Neben diesen 120 farbigen Zeichnungen machen noch 38 Photos auf Tafeln alles klar.
Kalender.
— Blodigs Alpenkalender 1 936. 98 Blätter mit großen beschrifteten Bildern, dar.! unter drei Vierfarben-Kunstblätter, Anstiegsblatter, geologische und meteorologische Beiblätter nebst Preisrätselbild. Aushänge- und Stellvorrichtung. Verlag des Blodiqschen Alpenkalenders Paul Mül. ler, München 2 NW, Preis 2,90 Mark. — (489)- Mit diesem Jahrgang beginnt der „Blodig" sein zwei!es Jahrzehnt. Wie sehr dieser Jahrweiser sich die Sympathie seiner Freunde erworben hat, ist aus dem Vorwort des Herausgebers Dr. Blodig zu erkennen. Die persönliche Note des Kalenders zeigt sich sowohl in der Auswahl der Bilder und deren Beschriftung, als auch in der Sorgfalt in der Wiedergabe der Bilder. Der vorliegende 11. Jahrgang betont etwas mehr als sonst die Bräuche, Trachten und Art der Bevölkerung.
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im 70. Lebensjahr zu sich zu rufen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
I. d. N.: Maria Jung, geb. Lang.
Hörnsheim, Wetzlar, Steinberg. Watzenborn, den 20. Dezember 1935.
Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 22. Dezember, nachmittags 1.30 Uhr statt.
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Die Beiträge für den Monat November 1935 können noch bis zum 25. Dezember 1935 ohne Kosten bezahlt werden. 7402D
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