Ausgabe 
20.9.1935
 
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Aus aller Welt

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Memelland in Hot.

Deutsche Minister weisen auf die Zertrümmerung des Autonomiestatuts durch Litauen hin

lösung feierlich festaeleater Können« Linnen. Die unerhörten Zustände im Memelland stellen eine Aufeinanderfolge gröbster R e ch t s b r ü ch e dar. Es ist Pflicht der Signatar- Mächte, gegen diese dauernden Vertragsbrüche ein« zuschreiten."

Daß ein gedeihliches Zusammenleben der Völker nur möglich ist, wenn Achtung vor fremdem wie eigenem Volkstum herrscht, betont Reichsminister Dr. Goebbels.Dieser Grund­satz wird im Memelland täglich verletzt. Nicht genug, daß es durch einen Gewaltstreich der letzten Garantien beraubt wurde, die ihm der Friedens­vertrag von Versailles in der Kontrolle der Garan­tiemächte bot, wird jetzt versucht, jedes eigenständige Leben im Memelland durch planmäßige Entdeut- schung aller Selbstverwaltungskörperschaften vom Landtag bis zu den Gemeindevertretungen ein­schließlich der Verwaltungsorgane zu verfälschen."

Schärfstes Mißtrauen gerechtfertigt.

Daily Mail" über die Lage im Memelland.

London. 19. Sept (DJIB.) ..Daily HlaU ver­öffentlicht einen aus Tilsit datierten Sonderbericht über die Lage im Memelland. Der Berichterstatter schreibt u. a. folgendes:

..Warum sollen wir überhaupt abstimmen? Wir haben alles vertrauen in solche Wah­len verloren!" Diese Worte, die ein deutscher Memelländer heute zu mir sagte, zeugen für das Mißtrauen, mit dem die Wahlen für den Memeler Landtag am nächsten Sonntag betrachtet werden. Bei den letzten Wahlen im Mai 1932 wurden 2 5 Deutsche gewählt und nur vier Li­tauer. Seither jedoch ist der Landtag aus - ge sch alt et worden, und seine Arbeiten werden jetzt von einem Direktorium weitergeführt, in dem vorherrschend litauische Interessen vertreten sind. Die Tätigkeit dieses Direkoriums ist, wie versichert wird, durch beunruhigende Ungereimt- Heiken gekennzeichnet gewesen. Es besteht einiger

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Legationsrat in das Auswärtige Amt berufen und darauf ins Feld gezogen war, wurde er 1921 mit der Leitung des deutschen Konsulats in Rotterdam betraut. 1928 wurde Dr. v. -ahn Generalkonsul in Amsterdam.

Kunst und Wissenschaft.

Uraufführung

des deutsch-französischen FilmsVarielö".

Der erste in deutscher und französischer Fassung gedrehte Gemeinschaftsfilm der Bavaria«Film AG. D a r i e t 6" nach dem Manuskript von Nikolas Farkas und Rolf E. Danloo erlebte im Ufa- Palast in München seine Welt-Uraufführung. Die tragenden Rollen des Filmwerkes, das in die schil­lernde Welt der Artistik führt, haben Hans Albers und Attila Hörbiger, ihre französische Partne« rin ist Annabella. Die schmissige Musik zu dem Film schrieb Hans Carste. Das Publikum be-

Der Führer von einem Holländer gesehen.

Brüssel, 19. Sept. (DNB.) Unter der lieber» lschriftDas neue Deutschland" bringt die Antwer­penerScheid e", das Organ der Großniederlän- Lnschen Bewegung in Flandern, einen Artikel über flben Nürnberger Parteitag, in dem es u. a. heißt, baß der Parteitag der Freiheit die deutsche Volksgemeinschaft in inniger Ver­bundenheit mit ihren Führern gezeigt habe. Das Angesicht des neuen Deutschland selbst habe sich hier offenbart. In dem Artikel heißt es gum Schluß:Es lebt in Deutschland ein neues Volk, zukunftsfroh, willensstark und unterneh- itnenb, ein Volk, das wieder emporgerissen wird burch die Macht der Ideale. Wer das neue Deutsch­land kennengelernt und seinen Führer ge» sjehen hat, kann begreifen, daß dieser Mann so ge­liebt und verehrt wird. Hitler hat unleugbar etwas Wütiges und Gewinnendes. Ein religiöser Ernst 'spricht aus seinem Gesicht. Er ist aufrecht und jede Poje ist im fremd. Glauben zu besitzen und Glauben ßu erwecken das ist die göttliche Kraft, die sich an ihm offenbart. Dies ehrlich zu erkennen, sollte Sen Tausenden von Ausländern, die dev Nürnber­ger Parteitag miterlebt haben, nicht schwer ge­worden sein."

Udek entdeckt die Leiche eines vermißten Bergsteigers an der Eigerwand.

Oberst Übet suchte dieser Tage mit einem Klemmflugzeug in Begleitung eines bekannten Grindelwalder Bergführers und Skiführers die Eigerwand nach den beiden feit Ende August v e r» mißten Münchener Touristen ab. Dabei flogen die beiden bis auf eine Entfernung von etwa 20 Meter an die Eigerwand heran. Sie konnten die Leiche des einen der beiden vermißten Tou­risten feftftellen. Sie stand bis zu den Knien im Schnee steckend völlig erstarrt unter einem Fels­überhang, das Gesicht in der Richtung auf die Kleine Scheidegg gewandt. Von dem anderen Touristen konnte keine Spur entdeckt werden. Man vermutet, daß^eine Leiche neben der seines Kame­raden am Boden liegt und vom Schnee zugedeckt worden ist.

Anhaltender Sturm in England und in der Nordsee.

Gestern (Donnerstag) hat in England, im Aermel- kanal und der Nordsee wieder ein äußerst starker Sturm geherrscht. Auch diesmal mußte sich eine Anzahl Dampfer von der hohen See in den Schutz der Häfen retten. Ein Verkehrsflugzeug, das nut 25 Fahrgästen an Bord von Croydon nach Paris abgeflogen war, mußte nach zehn Minuten wieder umkehren. Das zum Verschrotten verkaufte U-Boot, das sich während des ersten Sturmes im Bristol- Kanal von feinem Schleppdampfer losgerifsen hatte, und ohne Besatzung abgetrieben war, ist nach 36ftünbiger Irrfahrt bei Cardiff geftranöet. Der regelmäßige Schiffsverkehr zwischen Folkestone und dem Festland wurde für gestern nach Dover umgeleitet.

Neue Dammbrüche in der chinesischen Provinz kiangsu.

Der in das Überschwemmungsgebiet des Hoangho entsandte Sonderberichterstatter des DNB. meldet aus Peihsien in der Provinz Kicmgsu, daß sich bei Hsiaoszetuan, 15 Kilometer östlich von Peihsien, ein neuer Dammbr u ch ereignet hat. Die Fluten des Hoangho ergossen sich über weitere riesige Gebiete und umspülen bereits die Stadtmauern von Peihsien, einer 70 Kilometer nördlich von Hsuetschau gelegenen Kreisstadt. Seit dem 14. September arbeiten 12 000 Mann bei glü» hender sommerlicher Hitze an der Errichtung von Auffangdämmen, oon denen bereits 25 Kilometer fertiggestellt werden konnten. Man hofft, auf diese Weise eine weitere Ausdehnung der Ueberschwem» mung in der Provinz Kiangsu verhindern zu kön­nen Immerhin strömt das Wasser noch mit erheb­licher Geschwindigkeit innerhalb der Notdämme nach Süden. Der neue Dammbruch bei Hsiaoszetuan so­wie ein weiterer an einer anderen nördlich davon gelegenen Stelle haben in dem bisher von den Flu­ten verschonten Peihsien-Bezirk furchtbare Ver­heerungen ungerichtet. 180 000 Menschen sind weiterhin obdachlos geworden. Die Bohnenfelder die Hauptfrucht des Bezirks wurden zehn Tage vor der Ernte völlig vernichtet.

reitete dem Film eine freundliche Aufnahme, so daß Hans Albers, der selbst erschienen war, vor dem Vorhang auch im Namen seiner Partnerin Anna­bella für diese herzliche Aufnahme mit einer kurzen Ansprache danken konnte.

Zwölfter Internationaler Zoologenkongretz in Lissabon.

Der Zwölfte Internationale Zoo­logen - Kongreß, an dem etwa 400 Vertreter aller Länder teilnehmen, wurde in Lissabon in An­wesenheit des Staatspräsidenten eröffnet. Der Leiter der Tagung, der portugiesische Professor Ar­tur Ricardo Jorge begrüßte die Gäste und ge­dachte der verstorbenen Mitglieder. Darauf hielt der Rektor der Universität Lissabon, der ehemalige Außenminister Cairo daMata, eine Ansprache. Anschließend fand ein Empfang im Unterrichts- «Ministerium statt, worauf die wissenschaftlichen Ta« Igungen und Ausschutzsitzungen begannen.

Fules Cambon f.

Paris, 19. Sept. (DNB.) Der ehemalige fran- Mische Botschafter in Berlin, Jules Cambon, Ht in Vevey am Genfer See gestorben. Jules Cambon stand im 91. Lebensjahr. Die sterblichen Uleberrefte werden nach Paris übergeführt, wo die Beisetzung stattfindet. *

Cambon war von Hause aus Advokat, er hatte Öen Krieg 1870/71 als Hauptmann der Mobilgarde mitgemacht und sich dann der Verwaltungskarriere ugewandt. Nachdem er Generalgouverneur von Al­mer gewesen war, wurde er 1897 Botschafter in ÜlVashington, 1903 Botschafter in Madrid und 1907 Bot chafter in Berlin. Hier schloß er 1912 mit dem Staatssekretär von Kiderlen-Wächter das Marokko-Kongo-Abkommen ab. Wenn er sich auch mit der deutschen Regierung gut zu stellen wußte, oo war er doch so sehr Franzose, daß er trotz seines bangen Aufenthaltes in Berlin kein deutsches Wort sesen oder schreiben konnte. Ein tieferes Verständ­nis für das geistige Wesen des deutschen Volkes :olieb ihm versagt. Das französische Gelbbuch über !oen Kriegsausbruch weist unfaßbare Fehlurteile und Mißverständnisse in den Berichten Cambons an seine. JReaieruna auf. 1915 wurde Cambon General- setmar im Außenministerium und 1920 Vorsitzender »er Pariser Botschasterkonserenz, die in zahlreichen Fragen des Friedensvertrages maßgeblich war. Von seinen Schriften sind bemerkenswertDer Diplomat" mndDiplomatie von gestern und heute".

GeneralinspektorOr.Todt in Warschau.

Warschau, 19. Sept. (DNB.) Der General- linfpeftor des deutschen Straßenbauwesens, Dr.- Öng. Todt, zu dessen Ehren die polnische Weaebau- jiga einen Empfang gab, hielt in der Aula der Technijchen Hochschule einen Vortrag über den Straßenbau. Dem Vortrage wohnten außer zahl­reichen Vertretern der polnischen Verkehrsbehörden :such die Teilnehmer einer Tagung der polnischen Ißegebauingenieure bei. Auch der deutsche Botschaf­ter v Moltke war anwesend. Im Anschluß an den Dortrag zeigte Dr. Todt an Lichtbildern, was im Saufe der letzten zwei Jahre auf dem Gebiet des Straßenbaues getan worden ist. Die Versammlung ioanfte dem Redner durch lebhaften Beifall. Der Dorsitzende der polnischen Wegebauliga Graf Tyßkewicz kleidete den Dank der Versammlung m herzliche Worte. Am Abend fand ein Essen beim rutschen Botschafter statt, an dem u. a. der Vize- minifter des Auswärtigen Graf Szernbeck, die

Grund für die Versicherung der Deutschen, daß kaum eine Spur von der Autonomie übrig bleiben wird, die ihnen von den Un­terzeichnern des Memelstatuts (England, Frank­reich, Italien und Japan) gewährleistet wurde. Den deutschen Einwohnern ist keine Wahlpropa­ganda gestattet worden, und die Exemplare ihrer einzigen Zeitung sind neuerdings beschlag­nahmt worden. Telephonrufe und Telegramme sind einer genauen Zensur unterworfen, und die Mehrzahl der nach Deutschland geschickten Briefe sind geöffnet worden, um, wie behauptet wird, nach ausländischen Lotterielosen zu suchen.

Hitlers Erklärung in Nürnberg, daß dieVorbereitungen für die Memelwahlen eine Mißachtung der Gerechtigkeit und der Verptichtungen zeigen", scheint voll und ganz durch das groteske System erwiesen zu sein, un­ter dem das Volk zu den Wahlen gehen wird.

Wer nicht hören will, muß fühlen"

DieBasler Nachrichten" fordern Bölkerbundsaufsicht.

Bafel, 19. Sept. (DNB.) In einem Artikel der Basler Nachrichten" wird den Haupt­mächten nahegelegt, für das Memelgebiet e i n Statut nach d e m Muster des Saar- statuts oder Danzigs zu schaffen mit Ein- setzung des Völkerbundes als Kon­tra l l i n ft a nz. Jetzt habe der Völkerbund kein selbständiges Eingriffsrecht in Memel. Die Haupt­mächte könnten aber Litauen in dessen höchsteigenem Interesse veranlassen, ihm ein solches zuzuaestehen. Das würde die Schaffung dauerhafter Ordnung bedeuten. Nur könne eine solche Rege­lung nicht improvisiert werden, und leider dränge e 5 mit Memel. Sollten die umstrittenen Wahlen nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich ordnungs- und rechtsgemäß verlaufen, müsse das verzwei­felt harthörig? Litauen durch die Haupt­mächte in eine ganz energische Kur ge­nommen werden.Wer nicht hören will, muß fühlen."

Königsberg, 19. Sept. (DNB.) DiePreu­ßische Zeitung" veröffentlicht eine Sonder­nummerM emeHanb in N o t", in der u. a. Reichsinnenminister Dr. Frick schreibt:Obzwar die Rechte der Memeldeutschen durch das Autonamie- ftatut vom Mai 1924 von England, Frankreich, Italien und Japan garantiert, vom Völkerbund bestätigt und von Litauen anerkannt wurden, ist das Statut van Litauen niemals erfüllt worden. Im ©gegenteil, alle kulturellen und inner» politijchen Freiheiten, das Recht der eigenen Ge­richtsbarkeit, der Polizeihoheit, ist geraubt und fernst die frei gewählte Vertretung ist für die Memeldeutschen ausgefchaltet worden. Seit Jahren betreibt Litauen eine aufreizende und pro­vozierende Gewaltpolitik in diesem Teil des vor dem Weltkrieg zu Ostpreußen und damit xum Reiche gehörigen Landes, die zweifellos böse Folgen für das friedliche Zusammenleben der Völker haben muh."

Reichsaußenminister Freiherr v. Neu­rath stellt fest, daß der Angriff auf die auto­nomen Rechte der Memelländer durch Litauen die Quelle aller Unruhen in diesem Winkel Europas ist.Litauische Politiker", so schreibt er,haben die Welt mit der Behaup­tung herausgefordert, die Autonomie für das Memelland bilde nur ein Uebergangs- ftadium. Demgegenüber muß ich mit allem Nachdruck feststellen, daß die Autonomie nach Wortlaut und Sinn der Memelkonvention ein für allemal unanfaftbat ist; sie bildet die Voraussetzung dafür, daß das Memel­land dem litauischen Staate überhaupt ange­gliedert worden ist. Litauen hat es in der Hand, Recht und Gesetz im Memelland wieder- herzustellen und Unrecht und Vergewaltigung wieder gutzumachen."

Ministerpräsident Hermann Göring schreibt u. a.:Ein kleiner Staat tyrannisiert mit unglaub­lichen Methoden deutsche Blutsrüder. Wenn wir hiergegen entschiedensten Protest einlegen, mischen wir uns nicht in die Angelegenheiten eines fremden Staates, sondern fordern die Ein-

Aufzelchnungen Amundsens in der Arktis gefunden.

Nach einer Blättermeldung aus Leningrad hat der Leiter der meteorologischen Station auf dem Kap Tschelzuskin mitgeteilt, daß von ihm auf der Insel Starokodamski in einer Entfernung von etwa 60 Kilometer von dem Kap Aufzeichnungen von Amundsen und von Mitgliedern feiner Expedition gefunden worden sind. Es handelt sich um eine Flaschenpost, die von der Amundsen- erpedition aus den Jahren 1918/19 stammt. Sie ent­halt Mitteilungen über die Lage und die Arbeiten der Expeditionsteilnehmer. Eine zweite Aufzeichnung Amundsens ist auf einer in der Nähe befindlichen Insel entdeckt worden.

Tödlicher Verkehrsunfall im Spessart.

Ein schweres Autounglück, das ein Men­schenleben forderte, ereignete sich auf der Chaussee AschaffenburgWürzburg, in der Nähe von Obern­dorf. Bürgermeister Weidner von Oberndorf wurde, als er die Straße überqueren wollte, von einem Bonner Personenwagen aus Richtung Aschaf­fenburg erfaßt und etwa 10 Meter weit geschleift. Er war auf der Stelle tot. Für die Angehörigen Weidners ist das Unglück um so tragischer, als am Tage vorher die Schwiegermutter und in der ver­gangenen Woche die Mutter des Verunglückten ge­worben sind.

Verheerender Dorfbrand in Südtirol.

In der Gemeinde Veroo am Nonsberg (Südtirol) brach ein Brand aus. Das Feuer griff trotz aller Löfchverfuche der Feuerwehr so rasch um sich, daß ein Viertel des Dorfes mit 13 Gebäuden ein« geäschert wurde. Durch den Brand sind 16 Fa­milien obdachlos geworden. Der Sachschaden wird auf 250 000 Lire geschätzt.

Schrecklicher Tod eines Kindes.

Während der Abwesenheit der Mutter machte sich das einjährige Kind der Eheleute Hennes in der Ortschaft Gobbenrode (Siegkreis) an einem mit heißer Seifenlauae gefüllten Gefäß zu schaffen. Das Kind stürzte in das Gefäß und verbrühte sich derart schwer, daß der Tod eintrat.

Grauenhafte Raubmordserie in einer rumänischen Stadl.

Die Verhaftung eines der Polizei bekannten Mannes bei' einem Einbruchsversuch in Galatz (Rumänien) führte zur Aufdeckung einer ganzen Reihe grauenhafter Raubmorde. Der Verhaftete, ein arbeitsloser Bessarabier namens Tcaciuc, hat anscheinend alle Morde mit Hilfe seiner Lebensgefährtin, eines unter Polizeikontrolls stehenden Mäochens, verübt. Diese lockte die Opfer in ein Häuschen am Rande der Stadt, in dem sie angeblich allem wohnte, wo aber Tcaciuc im Dum fein den Besuchern auflauerte und sie mit einem Beil niederschlug. Der Raub wurde zwischen den beiden geteilt; die Leichen wurden im Hause selbst verscharrt, dessen Lehmboden zu diesem Zwecke im­mer wieder aufgegraben wurde. Die Grabungen, die nach dem Geständnis des Mörders durchgefuhri

bte nur durch das Eingreifen des englischen Wah-s rungsfonbs für den Gulden abgeschlagen worden sind, daß einmal mit der Stabilisierung der Welt­währungen begonnen werden muß. Die Reichs­regierung hat erst soeben wieder in Nürnberg ihrer Uebergeugung Ausdruck gegeben, daß dip unum­gängliche Voraussetzung für eine Jöehebung der internationalen Wirtschaftskrise die Aufstellung eines Systems fester Währungen ist.

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Ende März wurde ein Restriktionsabkommen der Kupfer- Interessenten geschlossen, das sich lange Zeit nicht auswirken konnte. Jedenfalls sanken die Kupferpreise bis etwa Ende Juli, Dumpingverkäufe waren an der Tagesordnung und wurden verschärft durch das Außerkraftfetzen des amerikanischen Nira- Programms. Die amerikanische Kupferproduktion verkaufte damals ihre Ware weit unter dem Welt­marktpreis, während sie unter dem Niraprogramm sich für die Verluste aus diesem Geschäft auf dem amerikanischen Binnenmarkt schadlos hielt. Das hat sich gewandelt. Die amerikanischen Kupferprodu­zenten konnten nicht mehr unter dem Weltmarkt­preis ihre Ware anbieten und von dieser Seite aus wurde also die Stabilisierung des Kupfermarktes bewirkt.

Hinzu kam der wachsende Verbrauch. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres wurden 705 800 Tonnen gegen 611 010 Tonnen ver­braucht. Hauptabnehmer waren England, I a - pan und Italien, aber auch Deutschland, und wenn auch die Zunahme dieses Verbrauches durch die Rüstungsindustrie bewirkt wird, so ist doch der Hauptanteil den A r b e i t s b e » fdjaffungsprogrammen zuzuschreiben, die «auch in England und den USA. mit der Durch- «elektrifizierung und damit einem erhöhten Kupfer- werbrauch begonnen haben. Da diese Programme ssich auf Jahre hinaus erstrecken, sind die Aussichten | isür den Kupfermarkt günstig.

In diesem Zusammenhang ist es auch bemerkens» troert, daß in den USA. sogar im Sommer die Nachfrage nach Kupfer groß war, denn für August «wird ein Bedarf von 120 000 Tonnen berichtet, so daß also kaum eine größere Menge Kupfer nach Europa gelangt fein kann. Man spricht sogar da- won, daß die Nachfrage größer als das Angebot J iist und auch in Europa hat sich in den letzten Mo- maten eine starke Belebung des Kupfermarktes ge­zeigt, trotz aller Devifenfchwierigkeiten. Die Voraus­setzungen für eine weitere günstige Entwicklung des Kupfermarktes find also gegeben, selbst wenn der »abessinische Krieg, der zu einer vermehrten Kupfer- Einfuhr Italiens führen würde, nicht ausbräche. - Diese Verhältnisse haben die Preise verhältnis- mäßig stark anziehen lassen. Der Neuyorker Kurs (für promptes Standardkupfer betrug am 27 Juni 6,23, am 9. September 7,40, am 12. September J 8,05 und am 13. September 8,10 und entsprechend ' besserte sich der Kupferpreis in London und Berlin.

beiden Vizeminister des Verkehrsministeriums B o b k o w f k i, und P i a f e ck i, der Dizehandels- minifter Dolezal. der Vorsitzende der Wege­bauliga Graf Tyßkewicz, die Rektoren der Technischen Hochschule und der Universität teil- nahmen.

Die Schweiz kündigt ein Sparprogramm an Schwierige Wirtschaftslage wie noch nie.

Bern, 19. Sept. (DNB.) Jrn Ständerat erklärte Bundesrat Meyer, der Leiter des Fi­nanzdepartements, daß sich die Wirtschafts­lage in der Schweiz in den letzten anderthalb Jahren erheblich verschlechtert habe. Dies ei bedingt durch den Rückgang der lebens­notwendigen Ausfuhr, die kostspielige Krisenmaßnahmen notwendig gemacht habe. Gleich­zeitig seien die Staatseinnahmen um 1750 Millionen Franken zurückgegangen. So befände sich die Schweiz in einer Lage rote noch nie seit Bestehen des Bundesstaates. Die Wieder­herstellung des finanziellen Gleichgewichts fei für alle öffentlichen Verwaltungen, insbesondere für den Bund, absolute und dringende Notwendigkeit. Der Fehlbetrag für 19 3 5 werde etwa 90 Mil­lionen Franken betragen. In weiten Kreisen sei der Ruf nach einem Finanzprogramm erhoben worden mit Sparmaßnahmen als erster For­derung. Der Bundesrat habe diese Forderung auch nicht einen Augenblick aus dem Auge gelassen. Eine Anpassung der Finanzen und der ganzen Wirtschaft an die veränderten Verhältnisse müsse tatsächlich erfolgen, je eher desto besser. Die Anpassung müsse organisch vor sich gehen. Die Produktionskosten der Wirtschaft mußten herabgesetzt werden. Dabei müßten auch die öffentlichen Körperschaften einbezogen werden. Das Finanzprogramm müsse verbunden werden mit einem Wirtschaftsprogramm. Noch in diesem Jahre walle die Regierung den Räten die beiden Programme vorlegen, doch be­dürfe es dazu vielleicht einer Verfassungsän­derung. Inzwischen müsse aber das Notwen­digste in Angriff genommen werden. Dies solle durch ein Sofortprogramm geschehen, in dem die Subventionen über die bisherigen 20 v. H. hinaus auszubauen seien. Auch bei den A n - l e i h e z i n s e n müsse gespart werden, fer­ner sollen Neueinnahmen von 42 Millionen Franken geschaffen werden, einmal durch Ausbau der Stempelsteuer und dann dadurch, daß auch die Bankguthaben bzw. deren Zinsen zur Besteuerung herangezogen werden. Durch die neuen Steuermaßnahmen erhoffe man Mehreinnahmen von 10 Millionen Franken, während gleichzeitig die bereits oorgenommenen Zollerhöhungen 32 Millionen Franken erbringen sollen.

Beginn des Floridakanal-Baues.

N e u y o r k, 19. Sept. (DNB.) In Oakala in Florida begann am Donnerstag der Bau des Schiffahrtskanals durch Florida, der den Atlantischen Ozean mit b e m Golf von Mexiko verbinden fall. Die erste Spren­gung wurde von Präsident Roosevelt persönlich vorgenommen, der über einen von seinem Arbeits­zimmer in seinem Landsitz in Hydepark ausgehenden Telegraphendraht die Sprengladung elektrisch zur Entzündung brachte. Die Gesamt kosten des Kanalbaues werden auf 14 6 Millionen Dol­lars geschätzt. Die Arbeiten erfolgen im Rahmen des Notstandsprogramms der Bundesregierung, die bisher 5 Millionen Dollars für den Bau bewilligt hat. Der Kanal, der von Port Inglis bis in die Nähe des am Ozean gelegenen Hafens Jack onville führen wird, soll die Fahrzeit zwischen den Häfen am Golf und den Ozeanhäfen um zweieinhalb Tage verkürzen.

Generalkonsul Dr. von Hahn f.

Der deutsche Generalkonsul in Amsterdam, Dr. v H a h n, ist im 55. Lebensjahr gestorben. Gene- rälkonsul v. Hahn wurde 1880 in Darmstadt geboren. Er trat 1907 in den auswärtigen Dienst ein und war als Dizekonsul in Schanghai ; und in Kopenhagen tätig. Nachdem er 1914 als