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Soimlier-Wversitätssesi der alma maler Woviciaoa

sitzende

Frau Ella Gieße

13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. Wirtschaftsbericht. 15.15: Für die Frau.

Am gestrigen Mittwoch hatten das Rektorat und die Dozenten- und Studentenschaftsleitung zum dies­jährigen Universitäts-Sommerfest ein­geladen. Das Unioersitätsfest zerfiel in drei Veran­staltungen, am Morgen sand in der Neuen Aula der Danzig-Tag statt, am Nachmittag wurden die Sportwettkämpfe auf dem Universitätssport­platz ausgetragen, am Abend traf man sich im Stu­dentenhaus (Leihgesterner Weg) zum Sommer- f e st der Gießener Dozenten- und Studentenschaft.

Wie schon erwähnt, wurde derdies academicus durch die

hieß die zahlreichen Teilnehmerinnen willkommen und begrüßte besonders die Landesoerbandsvor­sitzende, die frühere Großherzogin von Hessen.

Anschließend erstattete sie den Jahresbericht. Zu­nächst sprach sie kurz über den Wechsel in der Le,- tuna des Vereins und erinnerte daran, daß Frau Wilhelmine Kramer für ihre unermüdliche, auf­opfernde Arbeit im Verein von der Landesver­bands-Vorsitzenden zur E h r e n v o r s, tz e n d e n des Vereins ernannt worden sei. Aus ihren weiteren Ausführungen ging hervor, daß der Alice- Frauenverein die Ausbildungsarbeit in Samariterkursen fortgesetzt und gute Er­folge erzielt hat. Nach dem ersten Samariterinnen­kursus unterzogen sich 28 Helferinnen mit Erfolg der Prüfung, 11 verpflichteten sich, als Samarite­rinnen tätig zu sein.

Der Alice-Frauenvereln stellte sich in den Dienst des Dinterhilfswerkes, beteiligte sich an der Pfundspende und an Plakettensammlungen. Kleider und Wäsche wurde ausgebessert und in gutem Zustande zurückgegeben. Der Verein hatte es ferner übernommen, Säuglingswäsche zu stiften.

Eine große Arbeit wurde auch in diesem Jahre wieder im Dienste der W ö ch n e r i n n e n - U n t est ü tz u n g geleistet. Es wurden an 160 Wöchnerin­nen 1280 Essen ausgegeben. Das Abkommen mit der Frauenschaft gegenseitige Unterstützung hat sich gut bewährt. Im vergangenen Jahre wurde auch wieder die Ehrung treuer Ange st eil­te r im Haushalt durchgeführt. 40 Frauen und Mädchen, die zum Teil schon sehr lange Zeit als Helferinnen in den Familien stehen, wurden dabei mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Frau Gertrud S ch l i e p h a k e wurde in Anbetracht ihxer Ver­dienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Außerdem wurde sie durch die Landes­verbandsvorsitzende mit dem Ehrenkreuz des Deut­schen Roten Kreuzes ausgezeichnet. <

Der TNütkerschulungsarbeit und dem damit ver­bundenen Lehrgang für häusliche Gesundheits­pflege wurde auch im vergangenen Jahre wieder alle Aufmerksamkeit entgegengebracht.

In ihren weiteren Ausführungen wies die Red­nerin darauf hin, daß die Lehrkräfte in den Kursen, durchweg berufstätige Herren, sich für die Durch­führung der Kurse stets ehrenamtlich zur Verfü­gung stellten. Es sei keine Kleinigkeit, Samarite­rin zu sein. Man müsse sich auf diejenigen, die sich verpflichteten, ganz fest verlassen können.

Eine kleine Schar zuverlässiger Helferinnen fei wertvoller, als viele, mit denen man nicht rech­nen könne. Der Bereitschaftsdienst fei das A

taaung des Elsaß-Lothringen-Jnstituts. 22: Nach­richten (auch aus dem Sendebezirk). Sportbericht. 22.30: Die Sportschau der Woche. 23: Geschichte und Landschaft am Wege. 23.30: Die Landschaft spricht. Der Odenwald. 24 bis 2: Nachtmusik.

Samstag, 22. Juni:

6 Uhr: Choral Morgenspruch, Gymnastik. 6.15: Frühkonzert. In der Pause (7 Uhr): Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Sendepause. 9: Nachrichten. 9.15: Nur Frankfurt: Konzert. 9.45: Burg Wildenberg im Odenwald. Vortrag von Dr. Walter Hotz. 11: Werbekonzert. 11.30: So­zialdienst. Soziale Wochenschau Arbeitsanzei­gen. 11.45: Bauernfunk. 12: Buntes Wochenende.

mittags heimkehren.

Der darf an den Veranstaltungen von Kraft durch Freude" teilnehmen? t

Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" ist f das Feierabendwerk des Führers für das ganze ( deutsche Volk. Jeder Volksgenosse kann daher gründ- \ sätzlich an allen Veranstaltungen der NS.-Gemein- > schäftKraft durch Freude" teilnehmen. Anläßlich \ des Tanzgastspieles am kommenden Sonntag ist 1 wiederholt die Meinung aufgetaucht, die Deranstal- tung sei nur fürMitglieder" vonKraft durch 1 Freude" bestimmt. Hierzu wollen wir einmal gründ- J sätzlich Stellung nehmen.

Die Deutsche Arbeitsfront wurde vom Führer < durch seinen Beauftragten, Reichsorganisationsleiter 1 Dr Ley, ins Leben gerufen als die lebendige 1 Front aller schaffenden deutschen Menschen. An 1 Stelle jener irrsinnig großen Zahl von Gewerk­schaften und Verbänden wurde in den vergangenen , zwei Jahren die Deutsche Arbeitsfront aufgebaut, 1 die jeden im Berufsleben stehenden Volksgenossen, ; einerlei ob er Kaufmann, Arbeiter, Techniker, Hand- : werter ist, erfassen will. Die Deutsche Arbeitsfront wurde geschaffen aus der fundamentalen Erkennt- , niv heraus, daß es keine höhere und niedere Ar­beit, sondern nur d i e Arbeit an sich gibt, und daß jeder einzelne deutsche Volksgenosse, ob «*r Arbei­ter, Unioersitätsprofessor, Handwerker oder Bauer ist, nur genau soviel wert ist, als er seine Arbeit als Dienst an seinem Volke auffaßt.

Aus dem Gedanken der Arbeit entspringt das FeierabendwerkKraft durch Freude". Die Arbeit und das Arbeitserlebnis ist die Grundlage unseres nationalsozialistischen Kulturwillens, und deshalb wünschen wir, daß in der NS.-GemeinschaktKraft durch Freude" alle Volksgenossen sich treffen zur gemeinsamen Erholung, zum gemeinsamen Feier­abend, zur gemeinsamen Feierabendgestaltung. Wir wollen und müssen einander kennenlernen. Es ist zu spät, wenn der einzelne Volksgenossen den Wert des anderen erst in der vordersten Linie des Schüt­zengraben kennenlernt. Es ist erschütternd, zu hören, wenn beispielsweise ein deutscher Universitätsprofes­sor, der den Krieg mitmachte, bekennt, daß er, als er damals als junger Referendar und Kriegsfrei­williger an die Front kam, zunächst glaubte, etwas zu sein und dann spüren mußte, daß alle diese bür­gerlichen Begriffe ein Nichts sind in der Gefahr und in der Not. Er mußte lernen, wie unwichtig es in bestimmten Zeiten sein kann, ob man seinen Horaz auswendig kann, und wie wichtig es ist, daß man versteht, aus nassem Holz Feuer zu machen, einen Unterstand zu bauen und andere Dinge mehr. Das Erlebnis der Kameradschaft ist die Grundlage der Deutschen Arbeitsfront und der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude", und deshalb können alle Volksgenossen an den Veranstaltungen teilnehmen.

Die achttägigen Urlaubsfahrten bilden d'e einzige Ausnahme. Hier können nur Mitglieder der Deut­schen Arbeitsfront bzw. Pgn., Mitglieder und Amtswalter der Bewegung, der SA. und SS. teil­nehmen, und zwar auch hier nur bis zu einer ganz bestimmten Gehaltsgrenze, die zwischen 250 Mark und 350 Mark schwankt, je nach dem Familienstand und den Verhältnissen des einzelnen. D'ese Maß­nahmen mußten getroffen werden, weil diejenigen, die sich sonst im Sommer eine Ferienfahrt leisteten, das auch weiterhin tun . sollen. Wir wollen nur denjenigen zu einer Ferienfahrt verhelfen, die ohne unsere Hilfe sich eine solche Fahrt nicht leisten kön­nen.

Alle anderen Veranstaltungen können von allen Volksgenossen besucht werden. Den Feierabend des deutschen Volkes feiern wir gemeinsam Jeder deut­sche Volksgenosse istMitglied" vonStraft durch Freude".

Zahlungsmittel bei Auslandsreisen.

DNB. Anläßlich der beginnenden Hauptreisezeit werden die nach Grenzgebieten reisenden Personen auf folgendes hingewiesen: Inländer dürfen inlän­dische Banknoten und Goldmünzen beim Ueberschrei- ten der Grenze nach dem Ausland überhaupt nicht mitnehmen. Andere Zahlungsmittel, wie Silber­münzen und ordnungsmäßig erworbene auslän­dische Zahlungsmittel, dürfen sie nur mit Genehmi­gung ausführen, wenn es sich um Beträge von mehr als 10 Mark im Kalendermonat handelt. Zuwider­handlungen werden mit Gefängnis- und Geldstrafe, unter Umständen mit Zuchthaus, bestraft. Auskunft Über die im einzelnen für den Reiseverkehr bestehen­den Vorschriften geben die Devisenstellen und die Grenzzollstationen.

Reichstreffen aller deutscher Freikorpskämpfer.

Danzig-Gedenkstunde

in der neuen Aula eingeleitet. Sehr zahlreich waren die Angehörigen der Universität der Einladung ge­folgt, und so konnte Se. Magnifizenz der Rektor Professor Dr. Pfahl er viele Volksgenossen bet dem Auftakt des Universitätsfestes willkommen heißen.

Der Rektor begrüßte zunächst die Gaste aus Friedberg von der Hochschule für Lehrerbildung und vom Adolf-Hitler-Polytechnikum. Dann gab er be­kannt, daß das eigentliche Universitäts- Stiftungsfest mit dem Jahresbericht der Uni­versität am 2 9. Juni zusammen mit dem S e - m e st e r - S ch l u ß a p p e l l abgehalten werde. Das heutige Fest gliedere sich bewußt in drei Teile, man wolle zuerst zeigen, daß die Arbeit und der Ernst im heutigen Staat komme, und dann der Stolz und die Freude. Aus diesen beiden Pfeilern fei unser ganzes Leben heute aufgebaut. Zwischen den Ver­anstaltungen des Morgens und des Abends sei das Sportfest gelegt worden, um dadurch unseren Wil­len zur Ertüchtigung und zur Erholung auszudrücken. Dann gedachte der Rektor der Opfer von Reinsdorf, zu deren Ehrung die Festversammlung sich von den Plätzen erhob. Nicht alle Arbeitskameraden seien in der glücklichen Lage, ihrer Arbeit in siche­ren Hörsälen nachzugehen, sondern sie hätten wäh­rend ihrer Arbeit dauernd den Tod im Auge. Am heutigen Morgen solle unserer Brüder von Danzig gedacht werden. Der Rektor gab dann noch einige Daten aus der Geschichte des Danziger Gebietes und verschiedene Artikel des Versailler Diktats, die Danzig betreffen, bekannt.

Dann sprach Dr. Beelitz überDanzigs Staats -und völkerrechtliche Stellung seit Versailles". Der Redner dankte zunächst für die freundliche Aufnahme, die er und seine Ka­meraden von Danzig gefunden hätten. Dann ent­schuldigte er die beiden anderen angekündigten Red­ner. In sehr interessanter und aufschlußreicher Weise berichtete der Redner dann von der Ent­stehung und Entwicklung der Freien Stadt Danzig, von ihrer heutigen Lage und gab zum Schluß noch einen Ausblick in die Zukunft. Jeder Danziger fei sich seiner großen Aufgabe, hie er als Vorposten Deutschlands im Osten zu erfüllen habe, bewußt und betrachte Danzig als Heimatland und Deutschland als fein Vaterland.

Der Rektor dankte Dr. Beelitz für feinen Vortrag, der allen ein deutliches Bild von dem Le­ben unserer Brüder im Danziger Gebiet gegeben ^Vor der Vause begrüßte der Rektor noch die Ver­treter der Regierung, Ministerialrat R i n g s h a u - s e n und Regierungsrat Köhler.

Nach einer kurzen Panse sprach in Verhinderung der beiden anaesaqten Redner Vrofessor , von Raumer, Gießen, über ,.D i e Geschichte des deutschen Ostens". Schon immer sei der Osten eine Schicksalsprovinz Deutschlands gewesen, aber die Geschichte des Ostens habe von frühester Zeit bis zur Geaenmart zur inneren Verjüngung der deutschen Geschichte mit beigetragen. An Hand vieler geschichtlicher Einzelheiten zeichnete der Redner den Drana nach dem Osten und gab hierfür eine Fülle historisch interessanter Beisviele. Aus der jüngsten Zeit nannte er hie Selbsthilfe der Bevölke­rung die verschiedenen Abstimmunaen und die heu­tige^ neue Ausrichtuna mr friedlichen Verstandi- aung die auf dem völkischen Lebenswillen aufge­baut sei. Gerade die Jugend sei dazu berufen, tue Verbundenheit des Ostens mit dem Westen neu auf-

** Sterbefälle in Gießen. Es verstorben in Gießen in der Zeit vom 1. bis 15. Juni: 1. Paula Treffenstädt, Hausangestellte, 26 Jahre alt, Werner- wall 11' 2. Johanna Hartmann, geb. Kreuter, Wwe., 73 Jahre alt, Schützenstraße 9; 3. Georg Feiling, Arbeiter, 70 Jahre alt, Sandgasse; 5. Elfriede Han­sen geb. Bläser, Wwe., 63 Jahre alt, Löberstraße 21; 6. Lina Böcher, geb. Winter, Wwe., 41 Jahre alt, Ederstraße 6; 6. Wilhelmine Dietz, ohne Beruf, 79 Jahre alt, Bahnhofstraße 5; 6. Ludwig Kronen­berg, Bäckermeister, 82 Jahre alt, Löwengasse 23; 7 Juliane Enders, geb. Schön, Wwe., 67 Jahre alt, Neuenweg 30; 7. Wilhelm Häusler, Zahntechniker, 20 Jahre alt, Liebigstraße 63; 7. Balthasar Groh, Pfarrer i. R. und Missionar, 73 Jahre alt, Moltke- straße 7; 8. Marie Frees, geb. Momberger, 65 Jahre alt, Dammstraße 22; 12. Henriette Theiler, geb. Schäfer, Wwe., 70 Jahre alt, Leihgesterner Weg 127; 12 Marie Jost, geb. Diehl, Wwe., 77 Jahre alt, Erdkauterweg 17; 13. Philippine Rupp, geb. Schä­fer Wwe., 67 Jahre alt, Ederstraße 18; 13. Elisa­beth Weber, geb. Möhl, 36 Jahre alt, Keplerstraße 9; 13 Georg Vondran, Steuerinspektor, 41 Jahre alt, Seltersweg 24; 14. Ernst Petri, Malermeister, 60 Jahre alt, Asterweg 31; 14. Konrad Kohl, Leh­rer i.R., 69 Jahre alt, Großer Stemweg 8.

Rundfunkprogramm

Freitag, 21. Juni.

6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.15: Fruh- konzert. In der Pause (7 Uhr) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Sendepause. 9.15: Unterhaltungs­konzert. 10: Sendepause. 10.15: Schulfunk. 10.45. Praktische Ratschlag- für Küche uni) Sjaus. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk 12: Mittags- konzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sende- bezirk). 13.15 -----------*

Alice-Frauenverein Gießen.

©er Jahresbericht.

Sorfrog von Prof. Dr. Brüggemann. - Besichtigung der Heilstätte Seltersberg.

14L15: Wirtschaftsbericht. 15.15: »ur oie prou. 16: Kleines Konzert. 16.30: Energie geht nicht ver­loren. Eine naturwissenschaftliche Plauderei von xr Steinrath. Frankfurt a. M. 16.45: Deutsche Ost­politik im Mittelalter (II). Di- kolonisatorische Groß­tat des deutschen Ordens. 17:, Nachmittags onzert 18.30: Jugendfunk. Dichter der chngen Front! 18.45. Das Leben spricht! 19: Und ,etzt ist F°'°rabend Besonnter Alltag. 19.50: Der politiscke Rundfunk deutscher Nation. Don Dr. Kurt Bereniit. 20: Nach- richten Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15. Stunde der Nation. Am frischgeschnittenen Wander­stabe. 20.45: Festkonzert aus Anlaß der Jahres

Uhr, Abmarsch zur Burg Saaleck anläßlich der Burgbeleuchtung. Grenzlandkundgebung. 1 Uhr, Zapfenstreich.

Sonntag, 7. Juli: 7 Uhr, Antreten der Landesverbände. 8 Uhr, Abmarsch nach Burg Saaleck. 9.15 Uhr, Feldgottesdienst auf der Wiese am Fuße der Burg Saaleck. Weihe der neuen Reichsverbandsfahnen. 10.30 Uhr, Kranznieder­legung an der Grabstätte der Kameraden Fischer und Kern auf dem Dorffriedhof in Saaleck. Daran nimmt nur die Fahnenkompame teil. 11 Uhr, Marsch auf die Burg Saaleck. Kranzniederlegung am Ehrenmal des Reichsverbandes. Geschloffener Rückmarsch nach Bad Cösen. Dorbeimarsä).

13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. Buntes Wochenende. 14: Nachrich­ten. 14.30: Musikalische Unterhaltung. 15: Jugend­funk. Aus grauer Städte Mauern ... Das Wan­dern im Wandel der Zeiten. 16: Der frohe Sams­tagnachmittag. 18: Aus des südwestdeutschen Landes Schicksalstagen: Die Landstörzenn. 18.20:. Stegreifsendung. 18.30: So helfen sie der Saar. Arbeitsdienst an der Baustelle. 19: Präsentier- und Parademärsche ehemaliger deutscher Regimen­ter. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Bunter Abend. 22.30: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 23: Wir bitten zum Tanz. 24 bis 2: Nachtmusik.

14 Uhr, Feldküchenessen. 16 Uhr, Landesoer- bandsführer-Besprechung.

Reichstreubund Gießen.

Der gestrige Kameradschaftsabend des Reichs­treuebundes war ausgefüllt durch einen interessan­ten Fachvortrag. Was an praktischem Wissen den alten Soldaten bereits durch die Erfahrung des letzten Krieges vertraut war, das zeigte Kamerad Feldwebel Schweitzer im neuen Lichte und in neuer Wandlung. Aus seinen Ausführungen über die Grundstellung und Methodik des Angriffes konn­ten die ehemaligen Feldgrauen das Zusammenwir­ken der jetzt zur Kampftruppe zusammengeschlosse­nen Einheiten in neuer Zielrichtung entnehmen. Vereinsführer Bill brachte anschließend treffend zum Ausdruck, daß eine neue Zeit neue Menschen erfordert, wie auch in einem neuen Kampf jeder einzelne Mann auf sich selbst angewiesen ist und verantwortlich sich zu entscheiden haben wird, um einer Front den Sieg erringen zu helfen. Der Führerrat faßte einige wichtige Beschlüsse. So soll die nächste Versammlung am 13. Juli imAqua­rium" ftattfinben. Die Mitglieder des Bundes wer­den aufgefordert, sich rege und zahlreich am Sol­datentag am 30. Juni zu beteiligen. Wer nicht in seiner Regimentskameradschaft mitmarschieren kann, der schließt sich seiner Truppengattung oder seinem Verein an. Die alten Soldaten wollen durch diese Veranstaltung, zu der die Gliederungen der Partei und das Heer eingeladen werden, ihre Freude und ihren Stolz darüber zum Ausdruck bringen, daß der feldgraue Rock, im Gegensatz zu den Jahren vor der Regierung Adolf Hitlers, nun wieder zu Ehren und Ansehen gekommen ist.

Gießener Wochenmarktpreise.

* (Biegen, 20. Juni. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40 bis 1,45, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 9, Wirsing (grün), das Pfund 12 bis 15, Gelbe Rüben, das Bündel 10 bis 15, Rote Rüben, das Pfund 10 bis 12, Spinat 15 bis 18, Römischkohl 12 bis 15, Bohnen (grün) 25 bis 35, Suppen­spargel 25 bis 30, Spargel 1. Klasse 40 bis 50, Erbsen 30 bis 40, Mischgemüse 12 bis 15, Tomaten 60 bis 70, Zwiebeln 20, Schwarzwurzeln 45, Rha­barber 8 bis 10, Kartoffeln (alte) 4V» Pf., der Zentner 3,50 bis 4 Mark, neue, das Pfund 18 bis 20, Aepfel 70, Kirschen 40 bis 45, Stachelbeeren 25, Erdbeeren 40 bis 60, Nüsse 50, Suppenhühner 80 bis 90, Tauben, das Stück 55 bis 70, Blumenkohl 10 bis 70, Salat 5 bis 10, 3 Stück 20, Salatgurken, das Stück 30 bis 45, Oberkohlrabi 8 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Suppengrün 5, Radies­chen, das Bündel 8 bis 10 Pf.

*

** Ausfallende Sprechstunden. Die Sprechstunden der Abteilung II der Hessischen Lan­desregierung fallen am Samstag, 22. Juni, aus.

* A l s Bücherrevisoren b e ft e II t und beeidigt. Wie die Industrie- und Handelskam­mer Gießen in unserem heutigen Anzeigenteil be­kanntgibt, wurden die Herren Dr. jur. Nuckels- hausen und Hermann Scharff, Gießen, als Bücherrevisoren bestellt und beeidigt.

** Straßensperre. Wegen Vornahme von Sttaßenbauarbeiten wird die Straße entlang der Eisenbahnstrecke Gießen Gelnhausen zwischen Sandkauterweg und Erdkauterweg auf die Dauer von vier Wochen für den gesamten Fahrzeugver­kehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten.

* Rückständige Krankenkassen-Bei- träge bezahlen. Die Allgemeine Ortskranken- kasse für den Kreis Gießen fordert in einer Bekannt­machung im heutigen Anzeigenteil zur Bezahlung der Krankenkassen-Beträge vom Mai bis zum 25. Juni auf. Säumige Zahler feien auf die Be­kanntmachung besonders hingewiesen.

leben zu lassen. Unter der Führung Adolf Hit­lers seien zum Segen des deutschen Volkes dis Unterschiede zwischen Nord und Süd, Ost und West überwunden worden.

Die Danzig-Kundgebung schloß mit dem Sieg- Heil auf den Führer und mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied.

Am borgen fand in der Aula während der Pause eine Sammlung für die Hinterbliebenen der Katastrophe von Reinsdorf statt, die das schöne Resnttat von 111,11 Reichsmark ergab. Bei herrlichem Sommerwetter wurden am Nach­mittag auf dem Universitäts-Sportplatz die ttmversiiäis-Wettkärripfe

ausgetragen. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 spielte den Präsentiermarsch, unter dessen Klängen die Sportler mit der Fahne des Dritten Reiches und mit der Unioersitätsfahne einmarschierten. Hier begrüßte Ministerialrat Ringshausen die Tur­ner und führte u. a. ungefähr aus: Die Sportler wollten nun den Beweis der körperlichen Ertüchti­gung und Stählung erbringen. In der Vergangen­heit hätten wir den völligen Zusammenbruch unse­res Volkes erlebt, aber diese Erschütterung habe wieder alle Deutschen neu aufgerüttelt. Man habe sich wieder auf sich selbst besonnen und erkannt, daß man falsche Wege ohne Hoffnung und ohne Ziel gegangen sei. Früher sei die körperliche Er­tüchtigung Sache von einzelnen und Vereinen ge­wesen. Heute habe der Staat selbst das größte Interesse daran. Unser Führer habe Dem erwachen­den deutschen Volke neue Richtung gegeben. Nicht nur der Geist solle gepflegt werden, sondern auch der Körper. Das Volk könne nur bestehen, wenn es auch in der Lage sei, sein Vaterland zu schützen und zu verteidigen. Deutschland könne nur leben, wenn Seele, Geist und Körper in einen harmoni­schen Zusammenhang gebracht werden. Nun lebe Deutschland aus eigner Art und eigner Kraft.

Nach dem LiedVolk ans Gewehr" traten die Sportler zum friedlichen Kampfe an, über dessen Verlauf mir im Sportteil unserer heutigen Ausgabe berichten.

©er Ausklang im Studentenhaus.

Am Abend trafen sich die Dozenten und Stu- deuten mit ihren Angehörigen im festlich geschmück­ten Gießener Studentenhaus. Alle Räume waren dicht besetzt, und die aufgeschlagenen Zelte wurden sehr zahlreich in Anspruch genommen. Der beson­deren Unterhaltung dienten Schießbuden, Apfel­weinzelte und einHäut' ihn den Lukas . Der Prorektor der Universität, Prof. Dr. Hummel, begrüßte die Besucher und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß zum ersten Male an einem Universitätsfest die Dozenten und Studenten von den beiden Hochschulen in Friedberg in Gießen erschienen seien. Gerade im nationalso­zialistischen Staat freue man sich, wenn em Fest im wahrsten Sinne der Volksgemeinschaft gefeiert werde. So solle auch dieser Abend mit dazu bei­tragen, die Volksgemeinschaft weiter zu fordern. In diesem Sinne wünschte er dem Abend einen guten Verlauf.

Im Laufe des Abends wurden verschiedene Dar­bietungen geboten. Besonders erwähnenswert ist der Gesangsvortrag von Frl. Traute Witt- mann, die unter Klavierbegleitung von Frl. Anneliese Euler zwei Lieder sehr ansprechend zu Gehör brachte, nämlich dasGebet aus Toska von Puccini undDie Warnung" (Text von Her­mann Löns) von Ernst Licht.

Dann fand die Siegerehrung vom sport­lichen Wettkampf statt. Der Rektor beglückwünschte die einzelnen Sieger und sprach seinen Dank für die gezeigten sportlichen Leistungen aus. Der Hochschule in Friedberg wurde ein kleines An­denken an den Hochschulmeisterschaftskampf über­reicht. ,. . ,

Bei gemütlichem Tanz blieb man bis kurz nach Mitternacht zusammen.

Alles in allem kann gesagt werden, daß das dies­jährige Sommerfest sich würdig an seine Vorgänger angeschlossen hat.

Im Hörsaal des Physiologischen Inst tuts fand gestern nachmittag die diesjährige Mitgüeder-Der- sammlung des Älice-Frauenvereins, Ortsgruppe Gießen im Deutschen Roten Kreuz, statt. Die Dor-

die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" solche Fahrten ermöglicht. Eine Tagesfahrt wird die Ur­lauber nach Breslau führen, Der schlesischen Metro­pole.

llrlauberzug vom 20. bis 27. Juli an die Lübecker Bucht. Fahrtkosten 38 Mark, lieber Hildesheim, Lübeck führt die Fahrt an den vstseestrand, der zum wohltuenden Bad einladet. Auch dort werden sich unsere Urlauber im herrlichen Sonnenschein im Wasser und am Strande tummeln und in kräftiger Seeluft sich stählen zu neuer Ar­beit nach einem angenehmen Urlaub. Wiederum wird Hamburg die Urlauber für einen Tag aufneh­men, wo Hafen- und Stadtrundfahrten einen Ein­blick in das geschäftliche Treiben der Hafenstadt bie­ten werden, bevor die Urlauber am 28. Juli vor-

Man schreibt uns: Am 6. und 7. Juli treffen sich auf Burg Saaleck bei Bad Cösen in Thüringen alle ehemaligen Baltikum-, Grenzschutz- und Freikorps- fämpfer im Beisein ihrer damaligen Freikorps­führer, wie General Graf von der Goltz, Major Bischoff und viele andere. Die Burg Saaleck ist zur traditionellen Wiedersehensstatte der Freikorpskämpfer erhoben worden, weil dort die Kameraden Kapitänleutnant Ke r n und Flscher, nachdem sie von eigenen Volksgenossen verraten worden waren, ihr Leben lassen mußten. Im ver- gangenen Jahre wurde auf dieser Burg eine Gedenk- täfel für die 36 000 gefallenen Freikorpskampfer, als die ersten Soldaten des Dritten Reiches, ent- ,Umer Sntereffe daran hat, bei d-rn Treffen aller deutschen Freikorpskämpfer am 6. und 7. Juli luos auf Burg Saaleck bei Bad Cosen seine alten Frei- korpskameraden wieder zu sehen, melde sich mn° gehend bei der Landesführung Sudwest des Reichs- verbandes der Baltikum- und ftrettorpstampfer m Mannheim oder bei ber Ortsgruppe (Biegen, Hamm st raße 4. _ . ,__

Es fahren Sonderzüge und Verkehrsomnibuse aus dem ganzen Reich nach Bad Cosen zum Re ch - treffen der Freikorpskämpfer. In der Zeitein­teilung ist folgendes bestimmt:

Samstag, 6. 3uli: 20 Uhr, Eröffnung d°- Reichstreffens durch den Lande-verbandssuhr-r Schmidt imMutigen Ritter in Bad Cafen. Begrüßung durch Behörden ufm.. Ansprache des Reichsverbandsführers Major Bischoff. w*