Donnerstag, 20. Juni 1935
M.W Erstes Blatt
185. Jahrgang
nauen Berechnung der Tonnage nach Schiffsklassen getroffen, um das Abkommen praktisch durchführbar zu machen.
Wie in der Rede des deutschen Kanzlers vom 21. Mai zum Ausdruck gebracht ist, stimmt Deutschland mit England darin überein, daß die Unterseeboote abgeschafft werden sollten. Ls ist indessen wohl bekannt, dah einige Länder mit diesem Vorschläge nicht einig gehen, und es ist unwahrscheinlich, daß der Vorschlag zurzeit verwirklicht werden kann. Unter diesen Umständen muh Deutschland, falls es die Gleichheit des Status mit allen anderen Mächten haben soll, klar das Recht zum Bau von Unterseebooten besitzen, und da in den bestehenden Flottenverträgen andere Länder das Recht zur gleichen Stärke mit England in dieser Schiffsklasse haben, muh Deutschland ein ähnliches Recht besitzen. Nichtsdestoweniger hat Deutschland zurzeit freiwillig die Ausübung dieses Rechtes begrenzt, in dem es sich verpflichtet, 45 v. h. der englischen Unter f e e 6 o o H o n n a g e nicht zu überschreiten. Falls Deutschland in der Zukunft infolge irgendeiner Aenderung in der Weltlage diesen Prozentsatz überschreiten will, kann es dies nur nach einer freundlichen Aussprache mit England tun. Ueberdies wird die ganze deut- fche llnterseebootstonnage stets innerhalb
Deutschland befreit die Wett von der Furcht eines neuen Klotten-Wettrennens. Oer Erste Lord der britischen Admiralität begrüßt das deutsch-englische Flottenobkommen als erstes wichtiges Teilstück einer allgemeinen Rüstungsbegrenzung zur Gee.
zu den endlosen Diskussionen der Genfer Abrüstungskonferenz, die ohne Zögern endgültig geschlossen werden sollte. „Wir alle hoffen, daß dieser Pakt der Vorläufer deutlich verbesserter Bezie- Hungen zwischen England und Deutschland ist."
Alles hofft, daß auch Frankreich es möglich finden wird, in den Flottenpakt einzutreten. Es kann keine bessere Garantie für den Frieden Europas und der Welt entdeckt werden, als eine eng- lisch-französisch-deulsche Vereinbarung über alle wichtigen Fragen der Rüstungen und der Politik. Eine solche Vereinbarung würde die dunklen Wolken der Furcht, die noch immer über Europa hängen, mit einem Schlag beseitigen.
Die „Corning Po ft", das Blatt der Ultrakonservativen und des Generalstabs, übt eine scharfe Kritik an dem Flottenabkommen. Das Problem der Flottensicherheit sei für England viel wichtiger als die Flottenbegrenzung. Tatsache sei, dah Deutschland eine mächtige moderne Flotte aufbaue. Das Blatt glaubt in dem „De utsch - land "-Schiffstyp eine besonders gefährliche Waffe zu sehen, der England nichts gleichwertiges entgegenzustellen hätte. Diese Flottenabmachungen scheinen uns, so sagt das Blatt, die wirklich schweren Verantwortungen der englischen Staatsmänner zu verschleiern und aufzuschieben: nämlich den Neubau der beinahe veralteten englischen Flotte.
ForisehungderLondonerBesprechungen
London, 19. Juni. (DNB.) Die Verhandlungen der Flottensachverständigen nahmen am Mittwoch ihren Fortgang. Es wurden hauptsächlich technische Fragen erörtert. Botschafter v. Ribbentrop hatte am Mittwoch eine längere Aussprache mit dem ständigen Unterstaatssekretär im Foreign Office, Sir Robert V a n s i t t a r t.
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der Gesamttonnage liegen, die aus dem Verhältnis von 35 v. h. errechnet, d. h. die deutsche Regierung wird das Recht, mehr als 35 v. h. der englischen Unterseebootstonnage zu bauen nut auf Kosten der Tonnage in irgendeiner anderen Schiffsklasse ausüben.
In den Besprechungen, die in dieser Woche fortgesetzt werden, arbeiten die Flottensachverständigen die praktische Anwendung des Abkommens in Gestalt von Bauprogrammen aus, und es ist unsere zuversichtliche Hoffnung, daß wir als Ergebnis dieses Abkommens in der Lage fein werden, zu weiteren Besprechungen mit anderen Mächten zu schreiten, mit dem Ziel, allgemeine Abmachungen über die Gestalt und die Einzelheiten der Flottenbegrenzung für die Zukunft zu erzielen.
Der deutsche Kanzler, der die besonderen Flottenverantwortlichkeiten Englands anerkennt, hat nach seinem eigenen Willen die Stärke der deutschen Flotte für alle Zeit auf 65 v. H. unter der Stärke der englischen Flotte begrenzt. Die Admiralität ist der Meinung, daß England, wenn es dieses Angebot z u r ü ck g e w i e s e n hatte, eine sehr schwere V e r a n tw o r t u n g auf sich geladen hätte. Sie ist überzeugt, daß England mit dem Abschluß dieses Abkommens etwas vollbracht hat, das sich zum Segen nicht nur für England, sondern für alle an de re n Länder auswirken und unter Umstanden wesentlich dazu beitragen wird, die friedlichen Be- I Ziehungen in der ganzen Welt zu fördern.
London, 20. Juni. (DNB. Funkspruch.) In der englischen Morgenpresse werden die Ausführungen des Ersten Lords der Admiralität Sir Bolton Eyres-Monsell ausführlich besprochen.
„Daily Telegraph" (konservativ) unterstreicht die Aeußerung M o n f e l l s, daß die Welt von der Furcht eines neuen Flottenwettrüstens befreit fei. Einen der unwägbaren Faktoren beseitigt und eine feste Grundlage geschaffen zu haben, nach der die Gefahrenmöglichkeiten bemessen werden können, sei ein bemerkenswerter Beitrag zu praktischen Maßnahmen in zukünftigen Mottenbesprechungen. Der englische und der deutsche Glaube, daß der Flottenpakt eine Begrenzung fordere, werde auch von der amerikanischen Regierung geteilt, die der Ansicht sei, daß das Abkommen zu einem gegenseitigen annehmbaren Flottenverhältnis der europäischen Machte führe Die Erklärungen Edens in Pans sollten dazu beitragen, diesen Gesichtspunkt weiter zu verbreiten.
Der nächste Schritt müsse die Feststellung sein, ob ein west europäischer Luftpakt, den Sir Samuel Hoare als eine äußerst dringliche Angelegenheit bezeichnet hat, abgeschlossen werden könne. 3m Unterhaus habe Baldwin dasAngebothitlers, eine Luftkonven- tion und Maßnahmen zum Schuhe der Zivilbevölkerung zu erörtern, begrüßt. Alle von Hitler gemachten Vorschläge derselben Art seien um so mehr der Untersuchung wert, als das Flottenabkommen einen greifbaren Beweis von der Bereitschaft Hitlers liefert, Deutschland an die Bedingungen seiner Erklärung zu binden.
Daily Mail" (Rothermere-Konzern, Konservativ) spricht von der Weitsicht, die Hitler bekundet, und oon dem Geist der Verständigung den die enalische Regierung an den Tag gelegt habe. Der Erfolg der deutsch-englischen Verhandlungen stehe in bemerkens wertem Gegensatz
Siehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesfen
begrenzung zwischen allen Flottenmächten der Welt erleichtern würde. Wir haben ihn deshalb angenommen. Das Verhältnis von 35:100 ist ein dauerndes, d. h. die deutsche Flotte wird 35 v. h. der britischen Flottenstreitkräfte niemals übersteigen, gleichgültig, ob diese Streitkräfte vertraglich begrenzt sind oder nicht. Die Welt ist daher, soweit es sich um Deutschland handelt, von der Furcht eines neuenFlottenwettrennens befreit. Deutschland wird sich an dieses Flottenverhältnis ungeachtet aller Neubauten hatten, die andere Mächte vielleicht in Angriff nehmen. Diese Erklärung der deutschen Regierung ist es, die die Regelung zu einem so wertvollen Beitrag tun allgemeinen Problem der Flottenbegrenzung macht; denn sie bedeutet, daß sich Deutschland des Flottenwettbewerbes nicht nur mit England, sondern auch mit anderen Staaten enthält, und wir geben uns der großen Hoffnung hin, daß diese Erklärung die Nationen von jedem Gedanken eines Wettbe- werbes im Flottenbau befreien möge.
Deutschland hat ferner eingewilligt daß die Berechnung der Flottenstärke nach Schiffs kl assen Dorqenommen wird. Dies s ch aff/ sofort Klarheit und beseitigt die Ungewißheit, die unnennbar mit einem System der Begrenzung verbunden ist, das sich einzig und allem auf emer Gesamttonnage gründet. Natürlich sind Be- stimmungen für gewisse Abweichungen bei der ge-
das mittlere China zu konzentrieren. Diese Konzentration ist das Merkmal der geduldigen vor keinem Rückschlag zurückschreckenden Politik Tschi- angk°M-ks. Auch diese Politik wird eines Zages ihre Früchte bringen. Denn wer den längeren Atem hat - China oder Japan - darüber sagt selbst die neue Aktion Japans nichts Entscheidendes und Endgültiges aus.
England und der Ferne Osten.
Sir Samuel Hoare
über die englisch-japanischen Beziehungen.
London, 20. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der englische Außenminister Sir Samuel Hoare äußerte sich aus einem Essen zu Ehren des |apa= Nischen Botschasters in London über die englisch» japansichen Beziehungen. Bisweilen so sagte er u. oVgäb« es Schwierigkeiten zwischen England
Die Flottenverständigung der Vorläufer verbesserter deutsch-britischer Beziehungen
Londoner preffestimmen.
Japan marschiert.
In der Politik wie in der Logik tan^ man, wenn auch beides nicht viel miteinander zu tun hat, auf zweierlei verschiedene Weise vorgehen, um zu einem Urteil zu gelangen: Vom Allgemeinen zum Einzelnen oder umgekehrt vom Einzelnen zum Allgemeinen. Bei schwierigen und verwickelten Lagen empfiehlt sich der zweite Weg. Ihn wollen wir deshalb auch beschreiten, wenn wir uns dem neuen großen Konflikt zuwenden, der durch das Vorgehen Japans in Nordchina entstanden ist. Während die Weltpresse von sanften Meldungen über einen möglichen sowjetrussisch - japanischen Nichtangriffspakt und über freundschaftliche und vertrauensvolle Beziehungen zwischen Nanking und Tokio erfüllt war, , waren japanische Streitkräfte in aller Stille ein gutes Stück weiter in der Provinz Tfchahar vorgerückt, die das chinesische Kernland mit der Inneren Mongolei verbindet. Wieder einige Tage später stellte der Befehlshaber der japanischen Truppen in Dschehol, Oberst Takahaschi Sakai, an den Befehlshaber der in den Provinzen Tschili — auch Hoyei genannt —, Schantung, Schansi und Tschahar stehenden chinesischen Truppen, Ho-ying Ging ein Ultimatum, das dadurch nachdrücklichst verstärkt wurde, daß japanische Offiziere die Leitung der Polizei in P e i p i n g (Peking) und Tientsin übernahmen. Dieses Ultimatum, das verschämt als „Vorschlag" bezeichnet wurde, enthielt die Forderung nach Schaffung einer aus den vier Provinzen Tschtti, Schantung, Schansi und Tschahar bestehenden „neutralen Zone".
In Nanking war man zuerst ratlos, raffte sich aber nicht etwa zu einem Protest, sondern zu einer restlosen Erfüllungspolitik auf. Die Zentralregierung in Nanking befahl den Abmarsch aller in Nordchina stehenden Divisionen und erließ ein verschärftes Verbot aller Presseangriffe und aller Boykottpropaganda gegen die „befreundete" japanische Nation. Ja, sie gab mehr, als zuerst verlangt war, nur um die Japaner am weiteren Vorrücken zu verhindern. Der Oberbefehlshaber der japanischen Kwantung- armee, General Minami, geriet tatsächlich in Verlegenheit, aus der ihn nur einer jener berühmten Zwischenfälle heraushalf, an denen die Geschichte der Eroberung der Madschurei so reich ist. In der Provinz Tschahar waren am 5. Juni v i e r in Zivil reisende japanische Offiziere von chinesischen Wachtposten fest genommen worben, weil sie angeblich keine Pässe besaßen. Hinzu kam, daß der Kriegsminister der Nanking- Regierung das Ansinnen der Japaner, sich schriftlich zur Nichteinmischung in Nordchina zu verpflichten, ab gelehnt hatte. Darauf erfolgte em neues Ultimatum mit der Forderung nach Absetzung aller Reqierungsbeamten und ihrer Ersetzung durch japanfreundliche Beamte. Gleichzeitig setzten sich die japanischen Truppen von Norden her in Marsch. 1500 Mann sind bereits in Peking eingetroffen. Vielleicht ist inzwischen auch schon Tlentftn, die reiche Hafenstadt mit über 1,3 Millionen Einwohnern von japanischen Truppen besetzt.
und Japan, die von beiden Ländern freundschaft- lich erörtert werden sollten. Die englisch-japanischen Beziehungen seien in der letzten Zeit n i ch t g a n z frei oon beunruhigenden Umständen gewesen. Hoare wies in diesem Zusammenhang auf die Entwicklung der Lage in Nord- China und auf den wirtschaftlichen Wettbewerb zwischen England und Japan hin. England w u n • sche eine Beseitigung dieser Schwierigkeiten. Eine richtige Verständigung und Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern sei sehr wichtig nicht nur für die Stabilität Asiens, sondern auch für das Wohlergehen der ganzen Welt. Auch der japanische Botschafter hob die Bedeutung der englisch-japa- nischen Freundschaft hervor und erklärte, daß die Mißverständnisse und Verdächtigungen , die sich in den letzten Jahren ergeben hatten, mit dem guten Willen der beiden Staaten befei« tigt werden könnten.
Kanton glaubt sich zu einzigem Vollstrecker des Testaments Sunyatsens berufen, wahrend i n Santina Marschall I i d) i a n g t a t (<f) e t längst über die Dogmatik des Schöpfers der chinesischen Republik hinausgewachsen ist. 3n ess ff
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Das ist heute die Sage, die man alles anders nur nicht überraschend nennen kann. Denn das Ziel der japanischen Politik stand bereits fest als japa- Nische Truppen im Mai 1931 Mukden besttzten. Ja, schon der sapanifch-chinesische Krieg um Korea und die berühmten, oder wenn man fo will, berüchtigten 21 Forderungen Japans an China im Weltkriege enthielten im Keime die Aktion, zu der Japan heute geschritten ist. Das Hauptziel der Politik geht oermutiich noch weiter: China fall in drei große Stücke zerschlagen wer- den, in einen nördlichen T eil, der je nie sßrooinren Tschili, Schantung, Schansi, Tschahar ?nd äs Kaste?reich Mandschukuo umfaßt m einen südlichen Teil, der non Kanton aus regiert würde, und schließlich in einen m i 11 e r <i n I e tll den man großmütig der Verwaltung durch die Zentralregierung in Nanking "b erlaßt. D f die eigentliche große Gefahr, die China bevor steht Glicht der jetzt drohende Verlust der Nord- provinzek, so schmerzlich und so bitter dieser auch sein mag. Ein mit Mandschukuo vereinigtes nor b chinesisches Reich, das Zweifellos von dem letzten Mandschuprinzen P U j i, iejl9.eJV ® ;Lt Kangtee, regiert werden und besten Resid z ch etwa Veiping, sondern das hart an der ls s üsoende Paupoling fein würde, konnte einen histo-
äs- äää-s st °.N dig° Fe sts e tz ung Ja P« ^us^tn regieren und verwalten, aber: mem } Südchina indessen wäre ein geradezu ideales ö lungsland für die Sohne Nippons.
Gewiß, heute sind solche Vermutungennoch tzii- kunstsperspektioen. Die lapamsche Politik Hai >n dessen Zeinen langen Atem und rechnet nu^roßen Zeiträumen. Japan weiß auch, baß eine
wenn auch nicht auf Sympathien, so ch Stimmung stößt, die seinen gefährlichen Planen Vorschub leistet. Der alte G e g e n s a tz Mstchen Nord- und Südchina das gegenseitige Mißtrauen zwischen Kanton und Schanghai und der Hochnm mit dem der Nordchinese auf die Sudchmesen her blickt, ist heute noch genau so lebendig rme M 0 Zeit der Mandschus. Diese historischen Gegensätze haben sich noch vertieft durch die parteipolitischen Streitigkeiten zwischen Kanton und der Zentral regierung in Nanking. Der radikale Fluge
Eyres-Alonsell spricht im Rundfunk.
DieMarinebesprechungen werden fortgesetzt.
London, 20. Juni. (DNB.) Der Erste Lord der Admiralität Sir Bolton Eyres - Mo n s e l l hielt im englischen Rundfunk eine Rede über den deutsch-englischen Flottenvertrag. Er führte u. a. aus: Die meisten Engländer wissen, daß die interna t i 0 n a l e n V e r t r ä g e , auf die sich die Flottenbauten in den letzten Jahren gründeten, Ende 1936 ablaufen. Diese Verträge verhinderten ein Flottenrüstungswettrennen und die damit verbundenen ruinösen Ausgaben und, da sie den beteiligten Ländern gleiche Sicherheit gewährten, bedeuteten sie einen großen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Friedens. Aus diesen Gründen ist die britische Regierung ernstlich bemüht, einen neuen Vertrag einer allgemeinen Flottenbegrenzung zustandezubringen, und seit Mo- naten haben wir in dieser Richtung gearbeitet. Die Schwierigkeiten, einen solchen Verirag zustandezubringen, sind ungeheuer, sie gleichen einem Zu- s a m m e n s e tz s p i el, bei dem es sich bisher als unmöglich erwiesen hat, die einzelnen Stücke zusammenzufügen. Jetzt sind wir zum er- stenMaleinderLage gewesen, zwei wichtige Stücke zusammenzufügen, und wir glauben, daß der gute Anfang es jetzt vielleicht leichter machen wird, auch die verbleibenden Stücke dieses verwickelten Problems zufam- menzufetzen.
Die Rede des deutschen Kanzlers vom 21. Mat, in der Deutschland seine Absicht bekanntgab, freiwillig seine Flottenstärke auf 35 v. H. der Flotten der britischen Mitgliedsstaaten zu begrenzen, bot einen konkreten Ausgangspunkt für die künftige Flottenbegrenzung. Wir erachteten es infolgedessen als unumgängiglich, den Vorschlag soweit wie möglich mit Vertretern Deutschlands zu erörtern, um seine volle Auswirkung und genaue Bedeutung festzustellen. Schon bald nach Beginn der Besprechungen, die in einzelnen Fragen noch andauern, kamen wir zu dem Schluß, daß der Vorschlag ein Beitrag von größter Bedeutung für die Sache der künftigen Flottenbegrenzung sei und daß er den Abschluß eines allgemeinen Abkommens über die Frage der Flotten-


