Ausgabe 
20.5.1935
 
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Lin aller Knotenpunkt des Weltverkehrs

Die erste Fahrt über die Autobahn

des

Volksgenossen zu

Straßen Adolf Hitlers - Straßen des Volkes

Zu Ehren des schließend in der

und Blomberg um 16.42 Uhr nach Berlin abge­flogen.

übermitteln. *

Generalfeldmarschalls fand an- Budapester Universität eine Sie fand in Erinnerung an das

Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger

Als Vertreter der am Bau der Strecke Frank­furtDarmstadt beteiligten Arbeiter betrat dann der Maschinist Ludwig Drößler aus Sailauf bei Aschaffenburg die Rednertribüne, um im Ramen seiner Arbeitskameraden den

Führer zu begrüßen.

Als Sie, so sagte er, vor eineinhalb Jahren den er st en Spaten st ich zu diesem Werke voll- führten, waren Ihre Schlußworte:Nun Arbeiter, geht ans Werk!" Wir haben diesen Befehl befolgt und in Gemeinschaft mit den Arbeitskameraden der Stirn fleißig geschafft, so daß Sie heute schon die erste Teilstrecke des Reichsautobahnnetzes eröffnen können. Mit der Errichtung der Autobahn haben Sie ein Werk in Gang gesetzt, das noch nach Jahrhunderten von dem Lebenswil­len und der Größe dies er Zeit sprechen wird. Diele von uns haben das schwere Los der Erwerbslosigkeit getragen, und die noch das Glück hatten, Arbeit zu haben, waren elende Lohnsklaven, die in ihren Vorgesetzten Pei­niger und Klassenfeinde sahen. Jetzt haben wir wieder durch das Werk der Reichsautobahn B e schäftigung. Die Gewißheit, unserer Fa­

milie eine neue Grundlage zu geben Und aus dem Almasenverhältnis des alten Staates herauszukommen, hat uns neue Kraft und Ausdauer gegeben. Aber Sie, mein Führer, haben uns nicht nur Arbeit gegeben, sondern auch, über Klassen und Stände hinweg, ein neues Deutschland errichtet, in dem jeder im an­deren einen Arbeitskameraden im Dien st am Aufbau unseres Vaterlan­des, sieht. Wir Arbeiter sind stolz darauf, daß wir unseren Teil an der Fertigstellung dieser Teilstrecke haben beitragen können. Roch stolzer aber sind wir auf den neuen G e i st, den Sie der Arbeit und den Arbeitern ge- -geben haben. Kameraden der Arbeit, auch in dieser Stunde grüßen wir den er st en Arbei­ter der Nation. Das von ihm auf den Führer ausgebrachte Sieg-Heil fand bei seinen Arbeitskameraden und den übrigen Festteilnehmern stürmischen Widerhall. Sichtlich bewegt reichte der Führer dem Arbeiter die Hand und hielt sie lange umschlungen. Führer und Arbeiter sahen sich fest in die Augen, als Bekräftigung der Tatsache, daß der deutsche Arbeiter mit der treueste Gefolgs­mann des Führers geworden ist.

u denken.

Diese Straften werden noch in Jahrhunderten Zeugen sein von der Schöpferkraft des Natio­nalsozialismus, in Taufenden von Kilometern werden sie sich mit majestätischer Breite durch die deutsche Landschaft ziehen. Die Erfin­dung des Volkswagens, die auf dem besten Wege ist, wird diese Straften auch für die breiten Massen unseres Volkes er- fchlieften, sie werden damit nicht nur Straften des Führers, sondern nach seinem Willen auch

Der Arbeiier dankt dem Mrer.

Oer neue Geist deutscher Arbeit ttug auch dieses erste Werk.

große Feier statt.

1917 dem Generalfeldmarschall verliehenen Ehren-

werden bestehen und in kommenden Jahrhun­derten wird die Ration noch mit Stolz jagen: Es sind die Straften, zu denen der Führer den Plan und die Initiative gab, und es sind die Straften, die deutsche Arbeiter gebaut haben. Werfen wir in dieser Stunde einen Blick in die weite Welt, so werden wir mit Stolz feststellen ton­nen, während man anderswo r e d e t, hat das deutsche Arbeitertum den Spaten geschultert und mit der Arbeit begonnen, während tue an­deren nur Waffen-Armeen aufstellten, haben wir neben der Armee der Waffe die Armee des Spatens und der Arbeit aufgebaut. Wir sind nicht weinend und bettelnd in die Welt gegangen und haben Almosen erfleht. Wir haben uns selbst geholfen und wünschen von der Welt nur, daß sie uns in unserer Arbeit in Ruhe lassen möge (stürmischer Beifall).

Das deutsche Volk ist ein modernes Volk geworden, und es macht den ernsthaften Versuch, den großen Ausgaben der modernen Zeit gerecht zu werden. Das deutsche Volk will keinen Krieg, es hat im Inneren ge- nugProblemezulösen:eshat auch eine Armee nicht aufgebaut um Krieg zu führen, son­dern um den Frieden zu garantieren. Und mit stolzer Freude (Beifall) stellt der deutsche Ar­beiter wieder fest, daft seine Arbeit nicht mehr der Willkür der Welt preisgegeben ist, sondern daß neben dem Arbeiter, der den Spaten schultert, der Soldat steht, der das Gewehr schultert, um die Arbeit des Arbeiters zu be­schützen. (Beifall.)

lieber allem aber hält der Führer die Wacht, und auch in dieser Stunde vereinigen wir uns im Dankgelöbnis an ihn. Alle diese vielen Ar­beiter, mein Führer, die in dieser Stunde um Sie versammelt stehen, danken Ihnen nicht nur ihre 21 r beit, sondern sie danken Ihnen auch ihren neuen Glauben an die Nation und ihre neue Hoffnung auf die Zukunft und ihre Zuversicht auf das Leben des deut­schen Volkes; und es ist für mich eine stolze Freude, mein Führer, mich zum Dolmetsch dieses Dankes vor Ihnen machen zu dürfen. Minutenlange Heilrufe folgen den letzten Worten des Ministers.

zügig gedacht auch für hie Jahrhun­derte geplant waren. Denn nur in monumen­talen Werken kann ein Volk sich verewigen und deshalb muß ein Volk lernen, a u f lange Zeit

Freude stehen in dieser Stunde Arbeiter und In­genieure, um Zeugen zu sein des historischen Augen­blicks, in dem Sie, mein Führer, das Band durchschneiden und die erste Strecke des gan­zen großzügig geplanten Reichsautobahnnetzes dem Verkehr übergeben. Stellt man sich heute vor, daß seit 1918 in Deutschland seitens der Regierungen so großzügig die Probleme unseres Landes in Angriff genommen worden wären, wie das hier der Fall ist, ich glaube, es wäre deutschem Fleiß, deutscher Unternehmungslust und deutscher Tatkraft gelungen, trotz der Niederlage Deutschland in ein Paradies des Friedens und der Wohlfahrt zu verwandeln. Sie haben Almosen statt Arbeit und Brot gegeben und der Führer mußte kommen, um dem Staat der Almo­sen und Bettelei ein Ende zu machen und die groß- zügfgs Initiative z« geben zu Werken, die groß-

grüßte dann den Führer namens der Partei­genossen des Gaues Hessen-Nassau und der gesam­ten Bevölkerung. Diese Teilstrecke der Reichsauto­bahn, so erklärte der Gauleiter u. a., verbindet im engen Raum des Rhein-Mainischen Städtekranzes von der Wetterau zum Neckar 2 Millio­nen deutscher Menschen, die zwar ehemals durch dynastischen Widerstreit künstlich getrennt waren, die aber über alle Zweifel hinweg sich zusam­mengehörig fühlten, deren wirtschaftliche Tatkraft sie immer wieder zusammenführte und de­ren gemeinsame Kultur ein enges Band um sie schloß. Herrlich fügt sich diese Strecke in das abwechslungsreiche Landschaftsbild. Dieses Gebiet, in dem die erste Strecke der deutschen Reichsauto­bahn geschaffen wurde, ist ein alter Knoten­punkt von wichtigen internationalen Verkehrs­und Handelsstraßen. Hier trafen sich die alten han­delspolitischen Verkehrslinien vom Mittelländischen Meer zum Nordland, vom Fernen Osten, dem Schwarzen Meer nach dem Westen. Auf diesen alten Linien trafen sich in ihrer Entwicklung die Eisenbahnen, und nun entsteht vor unseren Augen eines der modernsten Verkehrsmittel: die Deutsche Reichsautobahn. Wenige Meter südlich ersteht auf der Westseite der neue große Verkehrsflughafen und Zeppelin- l a n d e p l a tz als Symbol gewissermaßen des Be­herrschers des modernen Verkehrs, des Motors. Die nahezu unfaßbare Kraft des Motors, der die Luft beherrscht, zeigt der Welt'das neue Zeitalter

Straften des Volkes fein.

Diele von den Zehntausenden von Arbeitern, die beim Bau der Reichsautobahn tätig waren, wurden aus ihrer städtischen Umgebung, von Familie und vertrauter Bekanntschaft weggerissen, und vor ihnen tand nun der harte Zwang^es großen Werkes. Ein schweres Leben in treuer Pflicht­erfüllung begann nun für sie, abgeschieden manch­mal von der Welt, lebend in der Einsamkeit der Heide oder der Moore ober der weiten Wälder des deutschen Landes. Manchmal mußten sie zuerst in Unterkünften hausen, die vollends unzureichend waren. Wiederum griff der Führer selbst ein, und in kürzester Frist war es gelungen, diese Verhältnisse zu ändern, dem Arbeiter würdiges Wohnen, ausreichende Nahrung und auch geistige Kost für die Freizeit zu geben. Nicht also nur in der materiellen Planung dieser großen Arbeit, son­dern auch in der ideellen Fürsorge für den Arbeiter, der an ihr tätig war, bewies der Führer, daß er in der Tat der Vater dieses großen Werkes ist.

Diese Straßen hat die Nation aus eigener Kraft geschaffen, und es ist mir deshalb ein Herzensbedürfnis, all den Zehntausenden von un­bekannten Arbeitern zu danken, die an diesen Straßen mitgewirkt haben und damit zu ihrem Teil mit dafür sorgten, daß das nationalsozialistische Regime Taten zu Tage förderte, die die Jahrhun­derte überdauern werden.

Cure Hamen, deutsche Arbeiter, werden einmal vergehen, eure Straften aber, deutsche Arbeiter,

gewaltigen Straßennetzes, das in Bälde alle deut­schen (Baue als Symbol des geeinten Reiches verbinden wird. Als Ihr Generalinspek­tor übergebe ich Ihnen diese erste Strecke mit der Ditte, sie abzunehmen und die Straße, die die Männer der Faust und der Stirn geschaffen haben, als erster zu befahren. Und ich schließe dieser Bitte eine zweite an: Dor 20 Monaten haben Sie uns den ersten Spatenstich vorgemacht. Bleiben Sie unser Vorarbeiter bei diesem Werk. Bewahren Sie diesem Werk wie bisher Ihr bis in die Einzelheiten gehendes Interesse, dann werden diese Straßen weit über unsere Zeit hinaus be­stehen als Denkmal der Arbeit eines aus dem grenzenlosen Elend der Arbeitslosigkeit wieder em« porgeführten, wieder fleißig gewordenen Volkes. Und ein Gelöbnis geben wir in dieser Stunde: Ein Teilziel ist erreicht. An so manchem Tag in der früheren Kampfzeit waren wir Nationalsozia­listen in ähnlicher Stimmung wie heute meist waren es auch Sonntage, und aus jener Zeit

Gefolgsmann wird freudig seine Gesolgschaftstreue durch die Tat zu beweisen haben und be­weisen. Diese Treue, mein Führer, sei der Dank des deutschen Volkes für diese Großtat, Ihre Großtat.

Sie Männer vom Van grüßen den Führer.

Der Generaldirektor der Reichsbahn Or. Oorpmüller

wies als dritter Redner darauf hin, daß die Deut­sche Reichsbahn ihren Stolz und ihre Ehre darin gesehen hätte, die Pflichten zu erfüllen, die chr zu­gefallen sind, durch den Auftrag den Bau der Reichsautobahnen zu übernehmen. Die Reichsbahn hat ihr Wort gehalten. Wir wissen, daß der Bau der Autobahnen für den Straßenbauer und erst recht für den Eisenbahningenieur Neuland war. Lernen konnten wir nur aus den Erfolgen oder Fehlern weniger bereits im Auslande erbauter Strecken. Auch für die heute zu eröffnende Strecke muß erst die Erfahrung zeigen, wie weit von uns das Richtige getroffen wurde. Die Benutzer dieser Strecken werden unsere Lehrmeister fein, die uns zeigen sollen, wie das große Netz der Reichsauto­bahnen technisch richtig gestaltet werden kann.

Man muß Deutschland nach allen Himmelsrich­tungen hin durchfahren oder noch besser mit dem Flugzeug überfliegen, wenn man einen richti­gen Eindruck von den gigantischen Ausmaßen dieses Werkes gewinnen will. Ver­stehen wird man seine Größe aber erst, wenn über kurz oder lang das Ausland feine Auto ° bahnen an bie beut scheu ansch 1 ießt; benn bann wirb man besten inne werben, baß wir bas Kernstück bauten von Verkehrswegen, bie bie beiden großen Kontinente 'Europa unb Asien mit- einanber oerbinben unb vielleicht in fernerer Zeit vom Atlantischen bis zum Stillen Ozean eilen. Das Werk, besten ersten Abschnitt wir heute eröffnen, wirb zu d e n großen Ingenieurbau­ten sich rechnen bürfen, von denen Jahrhun­derte erzählen,' so wie wir heute sprechen von der Chinesischen Mauer, dem alten Kaiser- Kanal, den ägyptischen Königsgräbern unb von ben Kanälen von Suez unb Panama in neuerer Zeit. Uns Männern vom Bau obliegt es nicht, lange Reben zu halten. Unser Arbeitsfelb ist bas werk­tätige Schaffen. Reben soll für uns unser Werk. Dieses Werk ist aber Ihrem Hirn entsprun­gen. Ich bars Sie beshalb, nicht nur weil Sie aus unseren Reihen hervorgegangen sind, fonbern auch weil wir Ihren Gebauten in bie Tat umsetzten, als ben Mann vom Bau begrüßen. Ihrer Sachkenntnis überlasten wir es, barüber zu urtei­len, ob bas, was wir schufen, schlecht ist ober gut. Dr. Dorpmüller überreichte bann bem Führer unter bem Jubel ber Menschenmenge bas von ber Reichs» autobahngesellschaft anläßlich ber Eröffnung ber ersten Autobahnstrecke gestiftete Ehrenzeichen, das ber Führer sichtlich erfreut entgegennahm.

haben wir auch für ben heutigen Tag die richtige Parole, bie Sie uns oft gegeben haben, sie heißt: Ein Teilziel ist erreicht, eine Schlacht ist gewon­nen. Nach ber Schlacht bindet ben Helm fester. Morgen geht bie Arbeit w e ite r. Mit dem Streben nach noch höherer technischer Vollkommenheit, nach noch vollendeterer Form und mit noch größerem Fleiß, das geloben wir.

Als Dr. Todt geendet hatte, trat der Führer an ihn heran und reichte ihm die Hand. In kurzen, herzlichen Worten sprach er bem Generalinspektor des beutschen Straßenwesens seinen Dank aus, zugleich auch allen Männern, bie an die­sem Werk mitgearbeitet haben. Er freue sich, daß bieses Dokument ber Arbeit in seinem ersten Teil ber Nation heute übergeben werben könne. Als äußeres Zeichen seiner Anerkennung hatte ber Führer bereits bei seinem Eintreffen auf dem Kundgebungsplatz dem Generalinspektor Dr. Tobt einen großen M e r c e d e s - S e ch s r a b - Gelänbewagen als Geschenk übergeben.

Verkehrs an.

Volksverbindend und völkerverbindend.

Volksverbindend find die Aulobahneu und dar­über hinaus völkerverbindend. Sie sind bestimmt, den Rationen vor Augen zu führen, wie nahe aneinander sie gerückt sind, wie stark sie aufeinander an­gewiesen sind, wie das, was sie zusammen­führt, weit stärker ist als das, was sie trennt. So sehen wir die deutsche Autobahn auch als Friedensinslrument, als die Hand, die sich dem anderen entgegenstreckt, damit er einschlage, um den weg zu gehen zu gemeinsamer Arbeit und gemeinsamem Aufstieg.

Mein Führer! Knapp 20 Monate ist es her, daß Sie ben Pionieren ber Arbeit ber Autobahn zuriefen: Deutsche Arbeiter, fanget an! unb sie leisteten Folge, und aufs neue bewiesen sie wieder­um, daß Deutschlands ärmster Sohn sein bester Sohn ist. So wie sie steht Deutschland heute als eine Gefolgschaft hinter Ihnen, mag kommen, was kommen mag, mögen Sie rufen, aus welchem Grunde Sie auch immer das Volk rufen müssen. Eine Gefolgschaft wollen wir sein, und jeder

Reichspropagandaminister Or. Goebbels

mit stürmischen Heilrufen begrüßt, ergreift als letzter das Wort. Er führt u. a. aus: Unten an ber neuen Mainbrücke liegt ein kleiner Hügel Erbe. Man hat biesen kleinen Hügel Erde ein- frieben müssen, weil die Arbeiter dieser ersten Strecke der Reichsautobahn in Tüten diese Erde mit nach Hause nahmen, es ist die Erde, die der Führer selbst an jenem September­morgen hier beim ersten Spatenstich dieses neuer­öffneten Werkes geschaufelt hat. Don diesem klei­nen Hügel Erde aus sind die Straßen hervorgegan- gen, die einmal in kommenden Jahrhunderten die Straßen Adolf Hitlers genannt werden müssen. Als erster Arbeiter ber Nation, mein Füh­rer, haben Sie dies Werk begonnen. Mit stolzer

Ausklang. ,

Auf ber Rückfahrt nach Frankfurt sehen wir bie Bevölkerung burch die regenfeuchten Felder heim­wärts ziehen, um eines großen denkwürdigen Er­lebnisses reicher. Die SA., die trotz Kälte unb Nässe in gewohnter mustergültiger Strammheit viele Stun­den hindurch den Absperrungsdienst versehen hat, wird nun zusammengezogen. Fliegende Händler, die an verschiedenen Stellen des Waldes ihre Ware feilgeboten hatten, packten zusammen. Die am Bau der Autobahn beteiligten Arbeiter vereinigten sich mit ben Leitern des Baues auf den Main- wiesen in der Nähe der Stelle, wo der Führer ben ersten Spatenstich tat, zu einigen Stunben fröh­licher Geselligkeit. Belustiaungen aller Art sorgen bafür, daß sich bald ein Volksfest entwickelte, das auch durch ein gegen Abend aufkommendes Mai­gewitter nicht gestört werden konnte.

Horst-Wessel-Lied und Deutschlandhymne sind verklungen, der Führer besteigt unter dem erneu­ten Jubel der Menge seinen Wagen, bei Km. 0,0 gerade unterhalb des Rednerpodiums durchschneidet der Wagen des Führers das Band, das bislang die Straße symbolisch gesperrt hat und nun ist bie Reichsautobahn Frankfurt Da r m-- t ab t dem Verkehr übergeben. In einer Schlange von fast 20 Km. Länge folgt nun Auto an Auto dem Wagen des Führers über bie neu­eröffnete Bahn. Zuerst auf 180 Lastwagen ber Reichsbahn bie Ingenieure, Techniker unb Arbei­ter, die dies grandiose Werk mitschaffen halfen in oft mühsamer, aufopfernder Arbeit und nun ber besonberen Ehre teilhaftig werben, mit bem Füh­rer, dessen genialer Jbee das Werk seinen Ur­sprung verdankt, als erste die Bahn befahren zu dürfen, der sie zwei Jahre lang Mühe und Schweiß gewibmet haben. Ihnen folgen NSKK., DDAC., die Autoindustrie mit ihren neuesten Mobellen unb die Tausende von Ehrengästen, eine bunte Fülle verschiedenster Typen, vom schwersten Üastkraft- fahrzeug bis zu ben schnittigsten unb elegantesten Wagen, die die deutsche Industrie heute in lebendi­gem Leistungswettbewerb herausbringt. Rechts unb links umsäumt SA. bie Fahrbahn, aus ben in ber Nähe liegenden Städten und Dörfern ist bie Bevölkerung trotz der Unbill der Witterung zu Tausenden herbeigestörmt, um dem denkwürdigen Akt beizuwohnen und dem Führer ihre Huldigung darzubringen. Die Brücken sich mit Fahnen fest­lich geschmückt, hier haben vorzugsweise Hitlerju­gend, Jungvolk und BbM. Posto gefaßt und bieten mit ihren bunten Wimpeln ein fröhliches Bild. So geht die Fahrt bis Darmstadt. Ueberall auf ber Strecke war der Jubel, die große Freude am glück­lich begonnenen unb in harter, zäher Arbeit voll­endeten Werk. Kleinlokomotiven, die vor wenigen Tagen noch keuchend die erdgefüllten Loren zu den Dammaufschüttungen gezogen hatten, paradier­ten in stolzem Festputz, bie Fahrstraßen selbst bis zur letzten Einzelheit fertig und verkehrsbereit. Lediglich ber Grünstreifen zwischen ben beiben Fahrbämmen und die frisch eingesäten Damm­hänge verraten, daß nur wenige Tage zwischen ber Inbetriebnahme unb restlosen Fertigstellung ge­legen haben.

Vorbeisahtt bei Darmstadt.

Unbeschreiblich war ber Jubel biefer Massen, wenn ber Führer vorbeikam. Lautsprecher hatten auf ber ganzen 21 Kilometer langen Strecke FrankfurtDarmstadt bie Ansprachen bes Staats- aftes übertragen; wie eine immer stärker anschwel, lende Woge lief bie Begeisterung ber Hunberttau- jertbe vor bem Wagen bes Führers her. B e i Darmstabt machte bie Wagenkolonne halt. Der Führer nahm bie Vorbei fahrt ber Arbeiter am Reichsautobahnbau ab. Mehr als 180 Last­wagen trugen bie 5500 Arbeiter, bie an ber jetzt fertiggestellten Strecke selbst mitgewirkt hatten, unb bie Äborbnungen, bie von ben übrigen Baustellen im Reich und aus ben mit Lieferungen bebachten Betrieben zur Eröffnungsfeier gekommen waren. Unb aus all biesen Wagen scholl bem Führer ber Dank ber Arbeitsmänner entgegen, ben ber Spre­cher vorher in Worte gekleidet hatte.

Die Rückfahrt des Führers.

Die Rückkehr bes Führers nach Frankfurt war eine gesteigerte Wieberholung ber eben erst erleb- ten Triumphfahrt aus ber ersten seiner Straßen. Arbeitsmänner mit geschultertem Spaten grüßten am Beginn ber Autobahn nochmals ben Führer, benersten Arbeiter ber Nation . Zum Frankfurter Hauptbahnhof ging bie Fallet, durch bie dichten Menschenspaliere, bie seit Stunben stauben unb roeber burch Hagel noch burch Regen zu lichten ober gar zu sprengen gewesen wären. Frankfurt jubelte dem Führer zu. Selbst im Extrazug im Bahnhof erreichten ben Führer bie stürmischen Kunbgebun- gen. Rasch und spontan sich bildende Sprechchöre verlangten nach bem Führer, unb Abolf Hitler grüßte seine (Betreuen. Kinber reichte man zu ihm, ber bie Kinber, bie Jugenb ber Nation ja so liebt. Lange begleiteten brausenbe Heilrufe ben Kanzler Deutschlands, als sich ber Zug enbgültia um 16.58 Uhr in Bewegung gesetzt gatte. Don Den Reichs- Ministern waren Iw. ©oebbete wm WL4, Dr. Fnck

Generalfeldmarschall von Mackensen in Budapest.

Bubapest, 18. Mai. (DNB.) In der Buda­pester veichsdeutschen Schule fand zu Ehren bes Generalfeldmarschalls von Mackensen eine würdige Feier statt. Auf dem weiten Schulhof hatten unter Führung des Leiters der reichsdeut­schen Kolonie und des Ortsgruppenleiters der NSDAP. Frah Vooß, die politischen Leiter der Ortsgruppe, die Vorstände der zahlreichen reichs­deutschen Vereine, HI., BdM. und die ganze Schuljugend mit den Fahnen der Ortsgruppe ber NSDAP. Aufstellung genommen. In eindrucks­vollen Worten schilberte ber Leiter der reichsdeut­schen Schule, Oberstubiendirektor Rettig, bie volkspolitische Bedeutung der deutschen Bubapester Schule. Generalfeldmarschall von Mackensen bankte in bewegten Worten. Zum Schluß wies der Ortsgruppenleiter ber NSDAP. Vooß auf ben Generalfelbmarschall als bas leuchtenbe Vorbild ber 2Iufforberung unb des Pflichtbewußtseins für Volk und Vaterland hin und bat ben Generalfeld­marschall, dem Führer und Reichskanzler Abolf Hitler unb bem deutschen Vaterlanbe bie herz­lichsten Grüße ber in Budapest lebenden deutschen

bottorah ber Staatswissenschaften statt. Der Rek­tor, Professor Kenyeres, begrüßte ben General­felbmarschall unb wies auf die Waffenbrüderschaft der deutschen unb ungarischen Truppen während des Krieges hin. Generalfeldmarschall v. Macken- s e n hielt eine Rede, in ber er barauf hinwies, daß die großen Waffentaten des Weltkrieges, der Tap­ferkeit und Kriegstüchtigkeit den Truppen zu ver­danken seien, die ihm zur Losung der großen mili­tärischen Aufgaben zur Verfügung gestellt wurden und in deren Reihen die Sohne Ungarns für das Vaterland kämpften. Er habe stets in seinem Leben eine große Sympathie für das ungarische Volk empfunden unb bie Treue und Tapferkeit des un­garischen Volkes bewundert.

Für 1OOOOO M. Wertpapiere verschoben.

LPD. grantfurt a. «Dl., 18. Mai. Der Zoll, fahndungsstelle in Frankfurt a. M. ist wieder ein guter Fang gelungen. An einem der letzten Tage konnte der Kaufmann Schatzmann bei dem Verkauf von Wertpapieren festgenom- m e n werden. Es handelt sich bei dem Besitzer dieser Papiere um einen aus München ausgewiese­nen Emigranten namens Bachenheimer, der jetzt in der Schweiz ansässig ist. Dieser hatte die Papiere an einen Mittelsmann nach München ge­schickt, der sie dann weiter nach Frankfurt a. M. ver­schob, wo sie veräußert wurden. Durch den Kurs­unterschied an ben ausländischen und inländischen Börsen haben die Schieber erhebliche Summen ver­dient, um die sie die deutsche Volkswirtschaft be­trogen haben. Schatzmann sieht feiner Bestrafung entgegen.