Ausgabe 
20.3.1935
 
Einzelbild herunterladen

SJl.-'SpOTt

Sportärztliche lleberwachung und Beratung der Olympia-Anwärter in Gießen.

Aus Anordnung des Reichssportführers sollen die Wettkämpfer der Vereine des Deutschen Reichs­bundes für Leibesübungen, vor allem aber die An» Wärter für die olympischen Spiele während des Trainings unter ständiger sportärztlicher Ueberwa» chung und Beratung stehen. Die sportärztliche Be» ratungsstelle für die Wettkämpfer von Gießen und Umgebung hat der Sportarzt der Universität Gie­ßen, Dr. Schmidt, übernommen und für die An­gehörigen der Trainingsgemeinschaften und Vereine des DRfL. eine sportärzUiche Sprechstunde einge­richtet, die auf Mittwoch von 17 bis 19 Uhr in der medizinischen Poliklinik Gießen, Klinikstraße angesetzt ist.

Ich bitte die Leiter der Trainingsgemeinschaften die Wettkämpfer auf diese Sprechstunde hinzuweisen und sich zum Zwecke sportärztlicher Beratung mit Dr. Schmidt ins Benehmen zu setzen.

Dr. Möckelmann

Führer der Ortsgruppe Gießen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen.

Oer Gaukampf Mittelrhein- Aordheffen-Güdwest in Vorbereitung

Am 14. April wird in Koblenz ein Gau-Geräte- mannschaftskampf zwischen den DT. - Gauen 11 (Mittelrhein), 12 (Nordhessen) und 13 (Südwest) zum Austrag kommen. Der Gau Nordhessen hat für diese bedeutsame Begegnung dreier leistungs­fähiger Gaue 12 seiner besten Geräteturner zu einer weiteren Schulung verpflichtet. Es kommen in Frage: Eberspächer-Marburg, A. Fink - Marburg, Fluck - Limburg, Gergs »Kassel, L. ch e r b e r t - Gie­ßen, Kehrer-Kassel, Metz-Kassel, Schick-Gießen, S ch ö f f m a n n - Wieseck, Seth- Grohen-Linden, Wedekind-Kassel, Zülch-Kassel. Die genaue Aufstel­lung der Mannschaft erfolgt später. Leiter der Hes- fenriege ist Gaumännerturnwart Dahms- Bad Wildungen, als Kampfrichter des Gaues wird Kreis- männerturnwart Karl Reuter-Gießen namhaft gemacht.

Fußball:

Gau Aordheffen - Sau Mittelrhein.

Lippert- Gießen wieder in der Gaumannschaft.

Für das Spiel der Gaumannschaften von Nord- Hessen und Mittelrhein, das am Sonntag, 30. März, in Kassel zum Austrag gelangt, hat der Gau Nord­hessen folgende Mannschaft aufgestellt: Wayand- Marburg, 'Lippert- Gießen, Euginger-Hanau 93, Strasser-Borussia-Fulda, Mainz-Borussia Fulda, Reinhardt-Hanau 93, Kleim-03 Kassel, Maisel-Ger- mania Fulda, Philippi-Hanau 93, Kammerl-Borus- sia Fulda, Markert-03 Kassel. Ersatz: Ocklenburg- Spielverein, Wagener-Tura, Köhler°06 Kassel.

Deutscher Iußbalibund, Kreis Gießen.

Auf Anordnung des Kreisführers sind alle ange- setzten Aufstiegspiele der zweiten Ki:eisk1asse b i s auf weiteres abgesetzt. Die Vereine können Privatspiele abschliehen.

Zitz er, Fußballfachwart.

Die Spielergebnifse vom vergangenen Sonntag:

Steinberg Oberroßbach 5:2; Steinberg II Oberroßbach II 1:0; Großen-Linden Leihgestern 3:3; Steinbach Oberbiel 2:7; Lollar Tgde. Wetzlar 3:2; Lollar II VfB. III 10:1; Grünberg Hungen 8:0; Wieseck TV. 1846 Gießen 4:5; Alten-Buseck Großen-Buseck 1:3.

Warum treiben wir im BdM. Sport?

Vom B d M. wird uns geschrieben: Als in der schwersten Zeit des deutschen Volkes sich deutsche Mädel im BdM. zusammenfanden und sich in der Hitlerjugend unter die Fahne des Führers stellten, sahen sie die klare Aufgabe vor sich, Dienst zu leisten für Volk und Vaterland. Im BdM. sollen Mädel herangebildet werden, die fähig sind, im Leben draußen ihre Pflicht zu erfüllen und so die großen Gedanken des Führers zu verwirklichen. Aber nur frische, kräftige Mädel werden diese Auf­gabe erfüllen können. Nur ein gesundes Geschlecht kann Voraussetzung für das Weiterbestehen der Nation sein.

Deshalb legen wir im BdM. den großen Wert auf die körperliche Ertüchtigung, die für uns eine Pflicht gegen das Volk bedeutet. Den ausgesproche­nen Wettkampfsport lehnen wir ab. Wir wollen keine Rekordgrößen und Preisjäger Herausstellen. Unsere Arbeit gilt der körperlichen Ertüchtigung aller deutschen Mädel. Bauernmädel, berufstätige Mädel und Schülerinnen sollen beim gemeinsamen Sport die Anstrengungen des Tages vergessen und

sich erholen. Sie sollen Freude an der Bewegung und an der eigenen Kraft empfinden und sich dabei bewußt sein, daß die körperliche Ertüchtigung nicht Selbstzweck ist.

Die körperliche Erziehung hat aber noch einer zweiten Aufgabe gerecht zu werden. Sie muß an der Charakter- und Persönlichkeitsbildung mithelsen; sie soll zu Mut und Entschlußkraft, zu Selbstbeherr­schung, zu Ein- und Unterordnung beitragen.Aus dem Zusammenwirken von Erziehungsarbeit und Körperpflege soll eine an Leib und Seele gesunde, Willensstärke und lebensfrohe Frau hervorgehen. Es ist die Aufgabe des BdM., die Harmonie der körperlichen und geistigen Erziehung zu erzielen und zu pflegen."

Es ist nicht eine Seele, nicht ein Körper, den man erzieht, sondern ein Mensch."

Sportverein 1920 Lollar.

Spv. 1920 Lollar Spv. Wetzlar-Niedergirmes 3:2 (1:2).

Lollar hatte für den Sonntag den Sportverein Wetzlar-Niedergirmes zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet. Die Gäste stellten eine sehr spielstarke Mannschaft, und Lollar mußte schon seine ganze Kraft einsetzen, um zu gewinnen. Beide Mannschaf­ten trugen Angriff auf Angriff in des Gegners (Strafraum. Hier waren es immer wieder die guten Verteidiger, die den Angriff abschlugen. Nach etwa einer halben Stunde Spieldauer gelang den Gästen das erste Tor. Lollar griff nun stärker an, und der Gegner kann nur durch Foul das fällige Tor ver­hindern. Der Schiedsrichter gab Elfmeter, den Lol­

lars Halbrechter mit sicherem Schutz zum Ausgleich verwandelte. Zehn Minuten vor Halbzeit gingen die Gäste durch Elfmeter wieder in Führung. Zn der zweiten Halbzeit waren die Gäste abgekämpft, Lollar wurde überlegen und konnte auch noch zwei weitere Tore erzielen.

Lollar II VfV.-R. Gießen III 10:1.

Zu diesem Spiel hatte Lollar feine Mannschaft wesentlich verjüngt. Gießen wurde vollkommen überspielt und konnte nie ernstlich in den Kampf eingreifen.

Kurze Sportnotizen.

Als Berufstrainer wurde der mehrfache österreichische Rudermeister Dr. Losert (Wiking Linz) vom Kölner Ruderverein von 1877 verpflich­tet. Mit Ausnahme des Zweiersmit" undohn'e" ist Losert in sämtlichen Bootsgattunaen österreichi­scher Meister gewesen, er bringt also eine reiche Erfahrung mit nach Köln.

*

624 361 Franks betrug die Einnahme des am Sonntag in Paris ausgetragenen Fußball- Länderkampfes zwischen Deutschland und Frank­reich. Diese Einnahme stellt einen Rekord dar; bis­her wurden in Frankreich bei Länderspielen im Höchstfälle eine halbe Million Franks eingenom­men.

*

Deutsche Rennwagen werden in der neuen Saison wieder an zahlreichen internationalen Rennen teilnehmen. Für den Großen Preis von Frankreich am 23. Juni wurden je drei Wagen von Mercedes-Benz mit Caracciola, Fagioli und von Brauchitsch und von Auto-Union mit Stuck, Varzi und Prinz Leiningen gemeldet. Am Großen Preis von Tunis am 5. Mai werden auch deutsche Wa­gen beteiligt sein, gemeldet wurden bisher drei Mercedes-Benz.

gen Werten gewannen Daimler Motoren I v. H., Zellstoff Waldhof 0,90 v. H., Feinmechanik Setter 0,75 d. H., dement Heidelberg 0,50 v. H. und Hanf, werke Füssen bei etwas lebhafterem Geschäft 1 v. H. Von Maschinenwerten gaben Moenus auf 85,25 (86) nach, dagegen blieben Eßlingen mit ca. 73 (1. K. 69) weiter gesucht und im Freiverkehr hatten Muag mit 21,50 bis 72 lebhafteren Umsatz. Schwä­cher waren Reichsbank mit 159,25 (160), Conti Gummi mit 155,75 (157,50), Deutsche Erdöl mit 101 (101,40) und Rhein. Braunkohlen mit 209,50 (212). Westdeutsche Kaufhof, Deutsche Linoleum und AKU. lagen behauptet.

Am Rentenmarkt dauerte die Geschaftsun- lust bei uneinheitlichen Kursen fort. Altbesitz ver­loren 0,13 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,25 v. H., dagegen waren Kommunal-Umschuldung und Zinsvergütungsscheine mäßig höher. 4,75 v. H. Stahlverein gingen auf 93,13 (93,25) zurück. Don fremden Werten lagen Silbermexikaner weiter etwas schwächer.

Abendbörse: fest.

Auch an der Abendbörse blieb die Haltung am Aktienmarkt fest, doch war nur in Spezialwerten etwas größeres Geschäft zu verzeichnen, wahrend im übrigen die Umsätze keinen nennenswerten Um­fang erreichten. Gefragt blieben vor allem Stahl­verein, Mannesmann und Rheinstahl, ferner AEG., IG. Farben, Gebr. Junghans. Hanfwerke Füssen S zunächst auf die Wiederaufnahme der Divi- nzahlung mit 4 v. H. auf 83,50 (83) an, gingen später jedoch auf 83 zurück. Von Auslandsaktien gewannen Chade 2 RM. Am Kassamarkt kamen Gebr. Fahr n. P. mit 141 (138,25) zur Notiz. Fester waren ferner noch Moenus-Maschinen mit 86,75.

Der Rentenmarkt blieb bei unveränderten Kursen stark vernachlässigt. Im Freiverkehr zeigte sich Inter­esse für Warschau-Wiener, Stücke 14,25 (14). Mark- Obligationen 15,25 (15), ferner lagen 4 v. H. Rumä­nen mit 4,15 (4) und 3,5 v. H. SBB. mit 161 (160,50) fester.

U. a. notierten: Altbesitz 112,25, 6 v. H. Stahl­verein 99, 6 v. H. Darmstadt v. 1928 93, Commerz­bank 82,20, VO-Bank 84, Frankfurter Hypotheken- bank 100, Pfälzer Hypothekenbank 98,50, Reichs­bank 159, Buderus 92,50, Harpener 100,75, Klöckner 88, Mannesmann 80,75, Mansfeld 95, Rheinstahl 100, Stahlverein 82 dis 82,25, AEG. 36,50 bis 36,75, Chade AC 214, D 210, Daimler 97,25, Scheideanstalt 210, Licht und Kraft 120,75, IG. Farben 143 bis 143,75, Gesfürel 119,75, Hanfwerke Füssen 83,50 bis 83, Junghans 94, Lahmeyer 122, Metallgesellschaft 93,75, Moenus 86,75, Rütgers- werke 108,25, Schuckert 101,75, Siemens 142, Kauf­hof 37,25, Süddeutscher Zucker 167, Feinmechanik Jetter 77, Reichsbahn-VA. 120, Hapag 31,50, Lloyd 33,50.

Rinhertnarff in Gießen.

Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 856 Stück Großvieh, 139 Fresser und 174 Kälber zum Verkauf. Es kosteteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 350 bis 460 Mark, 2. Qualität 2M bis 335 Mark, 3. Qualität 130 bis 180 Mark. Schlachtkühe a) 160 bis 340 Mark, b) 80 bis 140 Mark. Rinder Yi bis jährig 70 bis 105 Mark, % bis 2jährig 110 bis 180 Mark, tragend 180 bis 350 Mark. Kälber des Pfund Lebendge­wicht 20 bis 30 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 19. März. Arn Gemüse- markt waren die Zufuhren von Feldsalat, Karot­ten, Rote Rüben, Sellerie, Schwarzwurzeln, Weiß­kraut und Wirsing gut. In Spinat nehmen sie langsam zu. Die Nachfrage blieb unbefriedigend. Für Meerrettich und Zwiebeln zogen die Preise etwas an, Spinat bröckelte etwas ab. Ausländischer Blumenkohl, Rotkraut, Eskarol und Kopfsalat waren in großen Mengen angeboten. Für Blumenkohl und Salat gaben die Preise etwas nach, während Rotkraut weiter anstieg. Es notierten u. a. in Pfennig: Blumenkohl, Steige 12 bis 18 St., 425 bis 500 (itaL); Eskarol, Steige ä 24, 30, 32 St., 180 dis 200 (itaL); Feldsalat, Freiland 25 bis 30, Mistbeet 40 bis 50; Gelbe Rüben 2V2 bis 3, Karot­ten 4 bis 5; Unterkohlrabi 3 bis 4; Kopfsalat, Steige ä 24 St., 300 bis 350 (span.); Lattich (Mist­beet) 40 bis 50; Meerrettich 28 bis 32; Rosenkohl 25 bis 28; Rote Rüben 3 bis 3V-; Rotkraut 12 bis 16 (holl.); Sellerie je nach Größe 5 bis 30; Spinat 12 bis 15, itaL 16 bis 18; Schwarzwurzeln 12 bis 18; Weißkraut 5 bis 6; Wirsing 10 bis 15; Zwiebeln 9 bis 9V2.

Am Obstmarkt hat die Nachfrage für deutsche Aepfel infolge weiterer Preiserhöhung nachgelassen. Apfelsinen waren gut angeboten mit Ausnahme von italienischen, die im Preise anzogen. Bananen zogen bei knappem Angebot weiter an. Das Ge­schäft verlief lebhaft. Aepfel I 33 bis 38, II 28 bis 30, amerikanische Aepfel, Kiste 40 Pfund, rot 1400 bis 1500, gelb 1500 bis 1600; Apfelsinen, blond 16 bis 18 (itaL), Blut 16 bis 19 (itaL), blond 18 bis 20 (span.), Blut 23 bis 27; Bananen, Kiste 25 Pfund, 1000 (Jam.), 850 (Bras.); Zitronen, Kiste 150 Stück, 500 (itaL)

Der TmlWU Avrdheffen schult seine Kunsttumer

Die Gauleitung des Gaues XII Nordheffen hatte die Spitzenkönner und Nachwuchsturner zu einem O'lympiia - Schulungslehrgang zusam­mengerufen, ber an zwei Wochenenden in Kassel und Gießen erfolgreich durchgeführt wurde. Für ibie in recht stattlicher Zahl an den Lehrgangsorten erschienenen Teilnehmer standen neben dem Gau- lehrwart Wedekind (Kassel) die in Leistung und Lehrerfahrung bewährten Turner Karl Reuter (Gießen), W. S i n n w e l l (Bad-Nauheim) und Kehrer (Kassel) zur Verfügung. Es herrschte reges Leben auf dem Turnboden. Alle Turner waren mit Liebe, Eifer und Begeisterung bei der Sache, und man konnte sich so recht freuen über den echten Kameradschaftsgeist, der in gegenseitiger Unter» tützung zu sichtbarer Leistungssteigerung führte. Am Ende der beiden Lehrgänge konnten von den Besten einzelne der vorgeschriebenen schwierigen Uebungen chon recht ansprechend Äurchgeturnt werden. Neben der rein technischen Schulung wurde auch die Diet- arbeit nicht vergessen. Die neuen DT.-LiederTur­nerschaft heran" undGetreu allezeit" wurden ge­übt und von den Lehrgangsteilnehmern freubig aus­genommen. Am Heldengedenktag ging der Arbeit eine würdige Gedenkfeier voraus, bei der Gauober- turnwari R. Paul (Gießen) in tiefempfundener Ansprache das Gedächtnis der Toten des Weltkriegs und der nationalsozialistischen deutschen Freiheits­bewegung ehrte. Daß den Teilnehmern an dem denkwürdigen Tage der Verkündung der deutschen Wehrfreiheit Gelegenheit geboten war, der Parade und dem erhebenden Feldgottesdienst der Gießener Garnison beizuwohnen, war für alle ein Erlebnis.

Wirtschaft.

* Freiwilliger Zusammenschluß in der Zigarettenindustrie. Im Hinblick auf den Ablauf des Zwangskartells Ende März haben sich diejenigen Zigarettenhersteller, die 97 Prozent des Verbrauchs erzeugen, freiwillig zufammenge- schlofsen und gegenseitig verpflichtet, die Bestimmun­gen des bisherigen Zwangskartells im freiwilligen Zusammenschluß im Interesse des für das Gesamt­gewerbe geschaffenen Ordnungswerkes einzuhalten.

Nhein-Mainische Mittagsbörse.

lleberwiegend fest.

Frankfurt a. M., 19. März. Bei überwiegend festen Kursen hatte die heutige Börse noch keine stärkere Geschäftsbelebung aufzuweisen, immerhin war das absolute Ausmaß der Umsatztätigkeit etwas lebhafter als bisher. Die Kundschaft interessierte sich für einige Spezialpapiere, auch die Kulisse nahm unter dem Eindruck weiter günstiger Wirtschaftsnach­richten wie Dividendenwiederaufnahmen bzw. -erhöhungen, gute Lageberichte aus der Mafchinen- und Zementindustrie ebenfalls kleine Meinungs­

Jn der Leitung der Lehrgänge hatten sich Gau­oberturnwart R. Paul- Gießen und Gaumänner­turnwart Dahms- Bad-Wildungen geteilt. Daß mit der Anwesenheit des DT.-Gauführers Brunst- Vollmarshausen bei der Kasseler Schulung auch seitens der Gauführung die Bedeutung der Lehr­gangsarbeit die verdiente Würdigung fand, wurde von allen Teilnehmern lebhaft begrüßt.

Als Ergebnis der vier Schulungstage in Kas­sel und Gießen darf festgestellt werden, daß der Gau Nordhessen trotz seines vorwiegend ländlichen Aufbaues über eine verhältnismäßig recht ansehn­liche Zahl von Könnern im Geräteturnen verfügt, und man darf an diese erfreuliche Tatsache berech­tigte Hoffnungen für die Zukunft knüpfen. In fach­licher Betreuung Weiterarbeiten wird eine

Kernmannschaft.

Als zunächst zu ihr gehörend wurden festgestellt: S e t h-Großen-Linden, A. F i n k-Marburg, Fluck- ßimburg, Metz- Kassel, E b e r s p ä ch e r- Mar­burg, S ch ö f f m a n n«Wieseck, Schick- Gießen, G e r g s - Kassel, K e h r e r - Kastel, Niemann- Frielendorf, S ch m e i f i n g - Witzenhausen, L. H e r- b e r t und H. Herbert - Gießen, Z ü l ch - Kassel, Eckhardt-Nidda, Lettin»Wieseck und was selbstverständlich ist Gaulehrwart Wedekind- Kassel.

Diese Aufstellung gilt nicht als unabänderlich fest­stehend und endgültig abgeschlossen. Aufstrebenden Kräften wird vielmehr jederzeit die Möglichkeit geboten sein, in die Kernmannschaft des Gaues ein­gereiht zu werden.

käufe vor. Viel Beachtung fand der Notenwechsel zwischen Deutschland und England, die Verhand- lunasbereitschaft Englands hinterließ einen guten Eindruck.

Der Aktienmarkt hatte wieder einige Spe­zialbewegungen. Kräftig gesteigert waren erneut Gebr. Junghans mit zirka 92 nach 87,25. Am Mon­tanmarkt blieben besonders Stahlverein bei lebhaf­ten Umsätzen mit 81,75 (79,90) stark begehrt, da­neben waren Rheinstahl auf Abschlußhoffnungen auf 99,40 (98) befestigt, ferner gewannen Mannes­mann 0,90 v. H., Klöckner 0,25 0. H., Buderus gin­gen dagegen um 0,50 v. H. zurück. Von chemischen Werten rückten Th. Goldschmidt mit 98,50 (97) und Scheideanstalt mit 208,25 bis 209 (207,50) mehr in den Vordergrund. Rütgerswerke zogen 0,65 v. H., Metallgesellschaft 0,40 v. H. und IG. Farben bei kleinen Umsätzen 0,25 0. H. an. Am Elektromarkt waren AEG. mit 35,75 bis 35,90 (35,25) etwas leb­hafter und in größeren Beträgen gesucht, fester waren ferner Siemens mit 142,75 (141,50), Gesfürel mit 119,75 (119,50), Felten mit 89,25 (88,90), Chade- Aktien erhöhten sich um 2 bis 3 Mark. Don sonsti-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter ben. Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt 0.371.

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß­kurs

Schluß». Abend« börse

Schluß- kurü

Echlußk. Mittag« börse

Schluß­kurs

Schluß!. Abend« börse

Schluß- lurd

Schlußk. Mittag, börse

Datum

18 3

19.3

18.3

19 3

Oatum

18-3

19 3

18 3

19-3

6% Deutsche Reichs 4% Deutsche Reich 5/2% Dvung.Anlet Deutsche Anl.-Abl

Auslos.-Rechten

41l*% Deutsche Re Weisungen von

6% ehem.8% Hess.

(rückzahlb. 102% 4ehem. Hessis

Darmstadt Gold

6y2% ehem. Hess thekenbank Darn

<y2% ehem. 8%

LandeSb.Goldsc!

Oberhessen Provi

Auslos.-Rechten

Deutsche Komm. ( leihe Serie 1 mit

»y2% ehe m.8% Fr

Goldpse. 15 unk by,% ehem. 4W1/

Bank-Liqu.-Pfa 5y2% ehem. 4\

Hyp.-Bank-Ltqu 4y?% ehem. 8% P

briesanstalt, Ps 4y2% ehem. 7% P

briesanst., Gold Steuergutsch.Derr

4% Oesterreichisch 4,20% Oesterreich 4% Ungarische Go 4% Ungarische St 4y2% desgl. von

5% abgest. Goldn 4% Türkische Bag

Serie I.......

anleihe v. 1927 sanl. von 1934 he von 1930 .. ös.-Schuld mit

100,3 96,25

102,65

112,25

99,8

97,75

96,75

99,9

93,9

113,5

97

100

100,13

97,5

97,5

105,9

28

1,2

7,65

7,2

7,25

10,25

8,25

100,1 96,25

102,13

112,25

99,7

97,75

96,75

99,75

94,5

113,9

97

100

100,13

97,5

97,5

105,9

27

1,2

7,65

7,1

7,13

10,25

8,25

100

96,25

102

112,4

99,7

113,75

100,25

97,5

97,5

105,9

1,2

7.7

7,35

10,5

99,9

96,25 102

112,2

99,8

97,75

96,75

113,9

100,13

97,5

97,5

109,9

27,25

7,65 7,1

7,13

10,3

8,-5 4.25 6,75

3,9

35,5

31,13

34,13

81,5

109,5

82,5

84

84

160

35,5

141

110,75

120,25

88,9 119,5

101,25

141,5

122

92,75

101,4

101

124,13

87,5

79

8,25

4,25

6,7

4,15

35,25

31,5

33,5

82

109

82,2

84

84

159

36,75

140,75

110

120,75

89,5

119,75

101,75

142

122

92,5

101

100,75

124,25

88

80,75

4,4

6,55

4,05

35,75

31,9

27,25

33,5

81

109,5

82,75

84

84

159,5

35,75

141

110,25

120,5

88,5

119,25

113,25

101,75

142

122

92,9 102

101,25

89,4 150 124

87 79

6,85

4,1

35,75

31,75

26,5

33,4

81,75

109

82,13

84

34

158,75

36,65

140,9

109,75

120,5

89,75

119,65

113,25

101,9

142,5

122

92,5

101,5

100,5

90,13

125

88,25

80,5

5% Sumän. vereinh. Rente v. 1903 4 y2 %Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2yt% Qlnntolipr

chspostschahan-

1934, I.......

Hamburg-Amertka-Paket .....O

Hamburg-Südam. Dampfschiff . O Norddeutscher Lloyd .........O

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz, und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Diskonts-

Gesellschaft................o

Dresdner Bank..............o

Retchsbank ................ 12

A.E.G......................0

Bekula.................... 10

Elektr. Lteferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft ........... 6 y2

Felten & Guilleaume......... 0

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co............... 4

Siemens L Halske............ 7

Lahmeyer L Co.............. 7

Buderus ...................0

Deutsche Erdöl...............

Gelsenkirchener...............

Harpener............. c

BolkSstaat 1929

.........

che Landesbank

R. 12........

Landes-Hypo- iftabt Liaui ... Darmft. Komm, uldverichr. R.6 nz-Anlethe mit

-ammelabl. An- Auslos.-Rechten anks.Hyp.-Bank ündbar bis 1935 Franks. Hyp.»

4% Rheinische .-Goldpse.....

r. Landespsand- mdbriese R. 19 r. Landespfand. Komm. Obl.V echnungSk. 35-39

Goldrente... sche Silberrentt ldrente.......

latsrente v. 191C

913.........

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0

Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke .............2^

Mannesmonn-Röhren........

cexikaner von 9i dadbahn-Anleth«

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

18.3

19-3

18 3

19 3

Mansselder Bergbau.......

.. 8

95

95

94,75

95

Kokswerke ................

.. 5

106

Phönix Bergbau...........

.. O

Rheinische Braunkohlen ....

12

212

210

212

209,5

Rheinstahl ................

S'/2

98

100

98,5

99,65

Bereinigte Stahlwerke......

.. O

79,9

82,25

79,75

81,65

Otavi Minen .............

.. 0

12,13

19.25

12,13

12,13

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

110,65

112

110,75

Kaliwerke Westeregeln......

.. 6

110,5

111

111,75

111

Kaliwerke Salzdetfurth.....

?y2

144

144

3. G. Färben-Industrie.....

.. 7

143

143,75

142,75

142,75

Scheideanstalt.............

.. 9

207,5

210

Goldschmidt ..............

.. 0

97

99,25

97

99,4

Rütgerswerke .............

.. 4

107,5

108,25

108

108,25

Metallgesellschaft...........

.. 4

92

93,75

92,25

93,75

.. O

89

89

89,4

89

Zementwerk Heidelberg ....

.. 6

118,5

119,5

Cementwerk Karlstadt.......

.. 4

Schultheis Patzenhofer .....

.. 4

104,5

104,25

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. O

52,5

52,65

52,9

Bemberg.................

.. O

116,25

117,25

116,25

117

Zellstoff Waldhof ..........

.. 0

115

115,65

115,25

114,75

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

82

81,75

81

81,9

Dessauer Gas .............

.. 7

123,75

123,25

Daimler Motoren..........

.. O

96,25

97,25

96,5

97,13

Deutsche Linoleum.........

.. 6

153,5

153,65

153,25

153,25

Lrenstein & Koppel .........

.. O

->

86,75

89,5

Westdeutsche Kaufhof......

.. O

38

37,25

38

37

.. c

209

214

208

212

Accumulatoren-Fabrik.....

. 12

158

158

Conti^umnu.............

.. 8

157,5

156

157,75

156,25

Gritzner.................

.. O

1 35,5

I 36

I 35,13

35,65

Mainkraftwerke Höchst a.M.

.. 4

-

93,75

-

Süddeutscher Zucker......

.. 8

I 169

1 167

-

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a.M.

18.März

19.März

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Dries

Buenos Atre

0,658

0,662

0,658

0,662

Brüssel.....

58,17

58,29

58.34

58,46

Rio de Jan.

0,201

0,203

0,201

0,203

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

52,72

52,82

52,56

52,66

Danzig.....

81,16

81,32

81,16

81,32

London .....

11,805

11,835

11,77

11,80

HelsingforS..

5,215

5,225

5,195

5,205

Paris ......

16,43

16,47

16,43

16,47

Holland ....

168,23

168,57

168,29

168,63

Italien.....

20,85

20,89

20,85

20,89

Javan ......

0,4694

0,7696

0,690

0.692

Jugoslawien

5,649

5,661

5,649

5,661

Oslo..... :

59,33

59,45

59,16

59,28

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

10,72

10,74

10,68

10,70

Stockholm...

60,87

60,99

60,69

60,81

Schweiz ....

80,72

80,88

80,72

80,88

Spanten....

33,99

34,05

33.99

34,05

Prag.......

10,38

10,40

10,382

10,402

Budapest ...

Neuyork ...

2.486

2,490

2,478

2,482

Banknoten

Berlin, 19.März

(Seit)

Bries

Amerikanische Noten......

2,43

2,45

Belgische Noten..........

58,11

58.35

«Dänische Noten .........

52,36

52,56

Englische Noten .........

11,735

11,775

Französische Noten.......

16,42

16,48

Holländische Noten.......

167,87

168,55

Italienische Noten........

20,73

20,81

Norwegische Noten ......

59,00

59,24

Deutsch Lesterretch, 4 100 Schilling

Rumänische Noten.......

Schwedische Noten.......

60,48

60,72

Schweizer Noten.........

80,44

80,76

Spanische Noten.........

33,52

33,66

Ungarische Noten........