Ausgabe 
20.3.1935
 
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Oer Ausklang der

interhilfsaktion.

Oie Plakettensammlung am 23. März.

Deutsches Volk, glaube nicht, daß das Problem der Arbeitsbeschaffung in den Ster­nen gelöst wird. Du selbst mußt mithelfen, es zu lösen, du mußt in Einsicht und Ver­trauen alles tun, was Arbeit schaffen kann. Jeder hat die Pflicht, von sich aus vertrauend auf die Zukunft sein Teil sofort beizutragen."

Der Führer am 1. Mai 1933.

Heute weiß jeder Volksgenosse, daß die Arbeits- losigkeit eine Frage ist, die ihn angeht, gleichgültig, ob er selbst noch in Lohn und Brot steht, oder sonst sein Auskommen hat oder nicht. Das ProblemA r- b e i t zu schaffen" steht daher auch im Mittel­punkt aller Aufbauarbeit des Dritten Reiches. Die Wege, die das neue Reich in dieser Richtung ge­funden hat, sind tausendfältig.

So standen die Sammeltage der Plaketten für das Winterhilfswerk ganz im Zeichen einer Stüt­zungsaktion niedergebrochener Heimindustrie und Handwerkskunst.

Auch der letzte Sammelsonntag, 23. Wär;. soll ausklingen in Hilfsbereitschaft für jahrhun- derte altes, bodenständiges Heimgewerbe.

Es gilt diesmal der Hilfe des Edelsteingewerbes in Jdar-Oberstein, der Perle des Nahetales.

Die politischen und wirtschaftlichen Zerfalljahre ließen kritiklos den größten Kitsch und gleißenden Plunder an die Stelle der edlen Steine treten. Der Sinn für deutsche Kunst und Wertarbeit ging ver­loren und wurde durch die Vorliebe für minder­wertige Ersatzsteine ersetzt. Viele der uralten Schleif­mühlen und Werkstätten im Nahetal mußten still­gelegt werden. Jahrhundertelange Ueberlieferung

drohte ein Opfer fehlgeleiteter Wirtschaftspolitik zu werden.

Da wurde der deutschen Edelstein-Industrie zum ersten Male wieder unter dem Schutze und der Flagge des Dritten Reiches auf der Ausstellung: Deutsches Volk Deutsche Arbeit" Gelegenheit gegeben, in ihrer Gesamtheit vor die Oeffentlich- keit zu treten. Von den Rohsteinen bis zum feinsten verarbeiteten und gefaßten Schmuckstück aus Achat, Chrysopras, Türkis, Lapis-Lazuli und Opale war dort alles zusammengetragen, was einprägsames Zeugnis für deutschen Unternehmungsgeist und kunstvolles Handwerkskönnen ablegen konnte.

Hier zeigte es sich, daß gerade diese glückliche Vereinigung von Materialwert und Kunst der Ver­arbeitung bis zur höchsten Vollendung durch jahr­hundertelange Hebung alteingesessener Handwerker­geschlechter es ermöglicht, selbst zu mäßigen Preisen Schönes, Echtes und Künstlerisches zu schaffen. Die­ses wertvolle Volksgut unserer Heimat darf daher unter keinen Umständen den Zeitverhältnissen zum Opfer fallen. Daran denke jeder, der am nächsten Sonntag den Adler mit dem Edelstein aus dem Nahetal erwirbt.

Deine Opfer sind unumgänglich notwendig, um den Glauben und die Hoffnung vieler schuldlos in Not geratener Arbeitskameraden nicht zu­schanden werden zu lassen, denn für Tausende schwer geprüfter Volksgenossen ist dieser Adler Symbol einer bevorstehenden Gesundung durch das Wiedererwachen naturgebotener Wert­schätzung ihrer Hände kunstvoller Arbeit.

Oberhessen.

Iührertagung

des LlnterbanneS IV/116 der HL.

Am letzten Samstag und Sonntag fand in Leih­gestern eine Wochenendschulung des Unterbannes IV/116 der HI. statt. Am Samstag gegen 19.30 Uhr trat die Führerschaft des Unterbannes am Rathaus an, um nach einem kurzen Propaganda­marsch in einem Saal des Dorfes das Essen zu fassen. Hierauf begann die Tagung mit einigen Liedern, nach denen Unterbannführer Textor über Pflichten und Aufgaben der Hitlerjugend sprach und besonders den Führern ans Herz legte, in allen Dingen den ihnen anvertrauten Jungen mit gutem Beispiel voranzugehen und ihnen immer Vorbild zu sein, sei es nun im Dienst, oder sonst irgendwo. Als hierauf noch einige geländesportliche Dinge und Unklarheiten geregelt waren, wurde zu einem Nachtmarsch angetreten. Während dieses Marsches, der in Richtung Langgöns führte, wurde mitten im freien Felde zu mitternächtlicher Stunde unter dem stillen dunklen Nachthimmel der toten Helden des großen Krieges gedacht, die in glühen­der Begeisterung für ihr Deutschland ihr Leben dahingaben. Das Lied vom guten Kameraden hallte durch die Nacht. Vor Beendigung des Nacht­marsches wurde über diesen noch eine kurze Kritik geübt, sodann ging es für den Rest der Nacht in die Strohquartiere. Der Sonntag begann mit Mor­gengymnastik und Sport. Sodann wurde eingehend die Gestaltung der vorzunehmenden Elternabende besprochen, sowie alle Fragen über die kommenden Sommerzeltlager behandelt. Weiterhin wurde der Dienstplan für die Woche festgelegt und noch ver­schiedene neue Lieder gelernt. Die Arbeitstagung wurde noch am Vormittag beendet. Jeder Führer hatte neue Anregungen und Anweisungen für feine Arbeit in den Einheiten erhalten.

Landkreis Gießen.

$ Staufenberg, 18. März. Hier ereignete sich der seltene Fall, daß eine dreijährige weiße Saa- nen-Ziege gut entwickelte Vierlinge zur Welt brachte. Die Tierchen sind alle vier sehr munter.

wg. Großen-Buseck, 18. März. Bei der Schweinezählung wurden in unserem Orte 2 Zuchteber, 30 Zuchtsauen, 138 unter 8 Wochen alte Ferkel, 644 bis zu einem halben Jahr und 132 bis zu einem Jahr alte Ferkel festgestellt. Der Gesamtschweinebestand beträgt somit 946 Tiere. Hausschlachtungen wurden 330 vorgenommen. An Kälbern wurden in den Monaten Dezember, Januar und Februar insgesamt 117 geboren.

+ Grün berg, 18. März. Am Samstagabend hielt der hiesige Ob st- und Gartenbauver- e i n im GasthausZum wilden Mann" seine Haupt­versammlung ab, die gut besucht war. Der Vvr-

sitzenoe, Berufsschullehrer Gengnagel, erstattete den Jahresbericht. Er konnte wieder Hinweisen auf die Winterspritzung mit Dbftbaumfarbolineum durch den Vereinsbaumwart Fuchs* (Göbelnrod). Ge­plant ist für dieses Jahr wiederum ein Wettbewerb in Fenster- und Balkonschmuckblumen, außerdem will man anfangs September eine Blumen-Aus- fteUung in der Turnhalle veranstalten. Umoersitäts- ©artenbauinfpeftor i. R. Rehnelt (Gießen) sprach ausführlich über Blumen, ihren Anbau und ihre Pflege, insbesondere behandelte er solche Sorten, die sich für die geplante Ausstellung eignen. Die zahlreich anwesenden Blumenfreunde, darunter sehr viele Frauen, spendeten dem Vortragenden für seine lehrreichen Ausführungen lebhaften Beifall. Eine vom Vorsitzenden gezeigte Lichtbilderserie kolorierter Blumen veranschaulichte den Vortrag. Verschiedene Fragen fanden durch den Redner ihre Beantwortung. Die von Herrn Schweißguth erstattete Rech­

nungsablage wurde genehmigt. Es folgte eine Frei­verlosung von einigen Obftbäumchen, Beerensträu­chern und Rosen, worauf der Vorsitzende die Ver­sammlung in der üblichen Weise schloß. O

# Lauter, 18. März. Die Gaufilm stelle der NSDAP, veranstaltete hier zum ersten Male einen Tonfilmabend. Der Ortsgruppen-Filmwart, Fr. Schröder- Grünberg, hielt die Begrüßungs­ansprache. Zunächst wurde ein Film über die Er­werbung des Reichssportabzeichens und dann der HauptfilmStoßtrupp 1917" vorgeführt. Zum Ab­schluß der Veranstaltung hielt der Filmwart noch eine kurze Ansprache, in der er über den Front­soldaten sprach, dem im Dritten Reich wieder alle Ehre zuteil werde. Mit dem Gesang der ersten Verse des LiedesIch hott' einen Kameraden" und des Horst-Wessel-Liedes, sowie mit dreifachemSieg- Heil!" auf den Führer Adolf Hitler fand der Abend seinen Abschluß.

*Y" Watzenborn-Steinberg, 18. MärK Die hiesige Gruppe des Bundes deutsches Mädel veranstaltete am Samstag im SaaleZutl Krone" einen Eltern-Abend. Dazu roareit u. a. auch die Gruppen von Hausen und Holzheim erschienen. Zur Einleitung sprach Frl. Hock (Holz, heim) über den Sinn eines solchen Abends. Es folgten dann abwechselnd Einzelvorträge von Ge< dichten, Sprechchorspiele und Volkstänze. Die Auf­führung eines Theaterstücks sowie gemeinsam ge­sungene Lieder trugen zur Unterhaltung bei. In bei? Schlußansprache betonte die Rednerin, daß heutö kein Mädel abseits stehen sollte, sondern mithelfen müsse im Dienste für Volk und Vaterland. Mit einemSieg-Heil!" auf den Führer und Volks« kanzler Adolf Hitler und mit dem Gesang des HJ.-Liedes fand die schöne Veranstaltung ihren Abschluß

4- Lang-Göns, 18. März. In der hiesigen Kirche wurde ein Film vom Landesverband der Inneren Mission der Landeskirche Hessen-Nassau gezeigt mit dem TitelSegensspuren der Liebe". Der zahlreiche Besuch bewies, daß für die kirchliche Arbeit immer noch das größte Interests besteht.

oo Eberstadt, 18. März. Der hiesige K r i e * geroerein hielt am Samstag unter Leitung des Vereinsführers H. N. Bender feine Generalver­sammlung im GasthausZur Post" ab. Der Rech, ner erstattete zunächst den Kassenbericht, der in Ord­nung befunden wurde. Dem Rechner wurde Ent­lastung erteilt. Im Verlauf der Versammlung wurde der Wunsch zum Ausdruck gebracht, das in dieses Jahr fallende 60jährige Bestehen des V-er, eins festlich zu begehen.

o" Obbornhofen, 18. März. Die von Schü­lern der Volksschule zur Unterstützung des V D 21. durchgeführte Gelbsammlung erbrachte irt unserer Gemeinde eine Einnahme von 9,50 RM^ Die Sammlung ber Ersparnisse des letzten Ein­topfsonntags, die von SA.-Männern norge« nommen wurde, ergab den Ertrag von 29,10 RM. Ein wohl seltenes Vorkommnis ließ sich vor kur­zem hier feststellen. Eine Häsin des Arbeiters Richard Ebert brachte siebzehn lebende Junge zur Welt.

! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 18. März. Der Stand der Winterfrucht ist ausgezeichnet: das gilt besonders für den Weizen. Die letzten starken Fröste haben hier nichts ge­schadet. Auch der Klee steht im allgemeinen noch gut. Auf den Aeckern in schlechter Lage ist es frei­lich hier und da um den Klee schlimm bestellt. In einigen Gemarkungen ist der Klee aber auch in der besten Lage zugrunde gegangen. Die meisten Bauern sind der Ansicht, daß es sich hierbei um eine Krankheit handelt. Das gute Wetter am Tage hat dazu verlockt, daß schon hier u^b da die Bauern mit der Aussaat des Hafers be­ginnen, da sich zur Zeit das Land sehr schön be­arbeiten läßt.

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r r Mittwoch, den :r. Avril 1935, 8.30 Nhr

Meldeschluß: Freitag, 29. März 1935, 10 Uhr vormittags

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