Ausgabe 
20.3.1935
 
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verhindern können, daß die schärf st en A n -

Stille bavonzuschleichen.

rufe der Massen ein, bis der Führer sich grüßend und dankend von den begeisterten Stutt­gartern verabschiedete.

und werde gerade in einem Sarg wegge­bracht. Hierauf ereigneten fich unbeschreibliche Szenen. Immer größer werdende Mengen von Negern drangen in den Einheitspreisladen ein, stürzten s i ch auf die Ange st eilten, von denen einige durch Bißwunden schwer verletzt wur­den, und zertrampelten und zerstörten den größten Teil der ausgestellten Waren. Bald war das ganze Negerviertel von Tausenden von tobenden Negern erfüllt, die Ladenfenster einwarfen und die Polizei mit Steinen bewarf. Redner feugten die rasenda Menge zu immer weiteren Ausschreitungen an. Zahlreiche Läden wurden vollkommen ausge« Ipl ändert. Dem Urheber des gewaltigen Tumul­tes, dem kleinen Negerdieb, war es bereits bet

ippen ertönte und geisterten Heil- vis der Führer sich

ist, noch erwünscht ist. *

hierzu teilt DNB. mit: Man wird nicht fehl- gehen in der Annahme, daß der Reichsminifier gegenüber den Einwendungen der englischen Regie­rung zu dem Gesetz vom 16. März dieses Jahres die abweichende Stellungnahme der Regierung geltend gemacht hat. Deutschland lfi bekanntlich nicht bereit, zuzugestehen, daß der Teil V des Versailler Vertrages, der auch das Abrüstungsversprechen tret ande­ren Mächte enthielt, einseitig von Deutschland verletzt worden sei. Selbst nach­dem die Interalliierte Kontrollkommission die völlige Entwaffnung Deutschlands fesigestellt und Deutsch­land verlassen hatte, haben hieraus die anderen Mächte nicht die notwendigen Folgerungen ge- zogen, alsbald selbst zu Abrüstungsmahnahmen zu schreiten. Sie sind mit dieser ihrer Verpflichtung nicht nur selbst seil Jahren in Verzug ge­blieben, sie haben vielmehr sortgesahren, ihre Rüstungen zu vermehren und zu vervollkommnen. Dies läuft letzten Endes auf eine Verletzung der Grundlagen des Teiles V des Versailler Vertrages durch die Verfasser selbst hinaus. Die Maßnahme vom 16. März schafft daher erst die rechte Grundlage, auf der die kommenden Vespre- chungen, frei von den bisher auf Grund der deutschen Diskriminierung bestehenden Belastun­gen und Hemmnissen, unter voller Berück­sichtigung der Sicherheit aller zu einem Erfolg führen können.

Geheimrat Duisberg t-

Der Vorsitzende des Aufiichls- und Verwaltungs­rates der IG. Farben, Geheimrat Dulsberg, ist in der Rächt zum Dienstag in Leverkusen ge­storben.

Infolge Quetschung der linken Hand kantt Stabschef,Lutze bis auf weiteres nur den dringenden Dienstgeschäften nachkommen. Aus dem gleichen Grunde ist es ihm nicht möglich, bereits zugesagten Einladungen nachzukommen, und es wird gebeten, bis auf weiteres von Besuchen und Einladungen des Stabschefs ab seh en zu wollen.

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Der Mm in AWbms und Stuttgart.

Begeistert« Kundgebungen derBevöllerung

Erhebende Zeugnisse für die ehrdereitschass des deutschen Volkes Oer Dank des Veichsroehrministers.

Begeisterung wurden auf allen Schiffen die deut­schen Nationalhymnen gespielt. Der Signalaustausch Gute Fahrt" beschloß die begeistert aufgenommene Begegnung. Bon Bord derOceana" wird dazy be­richtet: Die Begegnung mit dem Panzerkreuzer Deutschland" hat herzliche Kundgebungen von Bord zu Bord ausgelöst. Der Panzerkreuzer setzte ein Boot aus und brachte seine Post zurOceana". Dr. Ley begrüßte auf der Kommandobrücke der Oceana" den Offizier der Bootsbesatzung, lieber den Verlauf der unvergeßlichen Begegnung wurden von Dr. Ley Telegramme an den Führer, an Reichswehrminister o. Blomberg und an den Chef der Marineleitung, Admiral Dr. h. c. Rae« der, abgesandt.

Vüste Regerausschreilungen in Reuyork.

Im Negerviertel hartem im Norden Neuyorks kam es am Dienstagabend aus einem geringfügig gen Anlaß zu wüsten Ausschreitungen, an denen sich Tausende von Negern beteiligten. In einem hauptsächlich von Negern besuchten Einheitspreis­laden war ein Negerjunge beim Dieb­stahl einiger Stücke Zuckerwerks ertappt worden. Während er gerade an Ort und Stelle vernommen Iwurde, wurde an dem Lade» ein Sarg vor­beigetragen. In diesem Augenblick fingen einige Negerweiber laut zu schreien an, der fest­genommene Junge sei totgeschlagen worden

Aberkennung des Meistertitels.

Berlin, 19. März. (DNB.) Mit einem befon- ders schwerwiegenden Verstoß gegen die soziale Ehr­auffassung hatte sich das Ehrengericht der Hand- werkskammer zu beschäftigen. Angeklagt war ein Berliner Tischlermeister, der sich zur Finanzierung eines städtischen Auftrages vom Wirtschaftsamt der Stadt Berlin einen Vorschuß von 600 Mark hatte geben lassen und dabei erklärte, er habe noch 1200 Mark A»ß en stände und keine Schulden. Alle Versuche, den Schuld­ner zur Rückzahlung des Darlehens zu veranlassen, scheiterten an seiner nicht zu überbietenden Ruck- sichtslosigkeit und Gleichgültigkeit. Das Ehrengericht verhängte die chstzuläf sigen Str af en gegen ihn: Außer dem Meistertitel wurde ihm das Recht, Innungswart zu fein und Lehrlinge zu Hal- ten abgesprochen und ihm eine Geldstrafe von 50 Mark auferlegt. Es ist dies das erste Mal, daßOvon einer sozialen Ehreninstanz einem Hand­werksmeister der Meistertitel aberkannt worden ist.

Das belgische Kabinett Theunis ist zurückgetreten. Der Ministerpräsident begrün­dete den Rücktritt der Regierung damit, daß sie im Parlament und im Lande keine Unterstützung ge­funden habe. Die Regierung sei gebildet worden, um den wirtschaftlichen und finanziellen Wieder­aufbau, der für die Stabilität der Wäh­rung unerläßlich sei, sortzusetzen. Die Oppo­sition habe gegen die Regierung systematisch eine

und Belgisch-Kongo auf belgischem Gebiet über dem Urwald abgestürzt. Man nimmt an, daß es in einen in dieser Gegend häufig auftretenden Sturm geraten ist. Die Nachricht vom tragischen Tod des Generalgouverneurs hat in Frankreich I größte Teilnahme gefunden. Kolonialminister R o l- l i n rühmt die Verdienste, die sich Renard als Ge­neralgouverneur erworben hat. Der bei diesem Un­glück ums Leben gekommene Major Bonninque war Ordonnanzoffizier Lavals, als dieser Ko­lonialminister war.

Jubiläumsfeier für Lardinalerzbischof Dr. Schulte.

Die Erzdiözese Köln feierte am Dienstag das Silberne Bischofsjublläurn des Kardinalerz­bischofs Dr. Karl Josef Schulte. Um 9 Uhr fand im Dom ein feierliches Pontifikalamt I statt, das der Kardinalerzbischof selbst zelebrierte. I Der Dom war bis auf den letzten Platz von Gläu­bigen gefüllt, die des päpstlichen Segens teilhaftig I werden wollten, den zu erteilen der Jubilar durch den Papst ermächttgt worden war. In einem län- I geren Handschreiben hatderPapst dem Kardinal­erzbischof seine Segenswünsche übermittelt. Auch I Kardinalstaatssekretär P a c e l l i sandte ein Glück- Iwunschtelegramm. Der Führer und Reichs- I tangier hat an den Kardinal folgendes Glück- wunfchtelegramm gerichtet:Eurer Eminenz spreche ich zum heuttgen Tage Ihres 25jährigen Bischofs- I Jubiläums meine aufrichtigen Glückwünsche aus. gez.

Adolf Hitler."

PanzerschiffDeutschland" begegnet derKdF."-Flotte.

Bei herrlichem Wetter passierte am Dienstanach- mittag das PanzerschiffDeutschland" I dieF dF." - Flo11e. Die Besatzung derDeutsch­land" nahm Paradeaufstellung, und unter großer

ins Auge gefaßten allgemeinen Regelung anzu- sehen, daß Deutschland seine a k t l v e M l t g l ie d- chast in dem Völkerbund wieder ausnehme und skizzierte schließlich den Inhalt eines Luft­pa k t e s zwischen den Locarnomachten, der als Abschreckungsmittel gegen Angriffe wirken und Sicherheit vor plötzlichen Luftuberfallen gewahr-

Karl Duisberg wurde 1861 in Barmen geboren. Mit feinem Namen Ist die Entwicklung der deutschen chemischen Industrie eng verknüpft. Mit der E n t - deckuna neuer Farbstoffe, die die Grund­lage der deutschen Teerfarbenindustrie werden sollte, begann er seine wissenschaftliche Arbeit. In der Erkenntnis, daß zur Lösung großer wirtschaftlicher Aufgaben nur Gemeinschaftsarbeit im­stande sei, setzte er sich früh mit aller Kraft für den Zusammenschluß der deutschen Teer- farbenindustrie ein. Schrittweise ist es ihm gelungen, die immer wieder auftauchenden Hinder­nisse zu beseitigen und die einzelnen chemischen Unternehmungen 1904 zur ersten Interessengemein­schaft dreier großer Firmen, 1916 zu einer erwei­terten Interessengemeinschaft durch den Zuttitt sechs weiterer Firmen zusammenzufügen, dis 1925 sein Lebenswerk durch Gründung der heutigen IG. Farbenindustrie AG. seine Krönung erfuhr. Das Vertrauen der Industrie berief ihn schließlich zur Führung der gesamten In- dustrie Deutschlands. Wie Geheimrat Duis-

fung bildet.

Kleine politische Nachrichten.

Im Zuge der realen Durchführung der Reichs- ref or m sind dem Reichsarbeitsmini st er und dem Reichsverkehrsminister die ihrem Aufgabenbereich in der preußischen Der- ro a 11 u n g entsprechenden Arbeitsgebiete über­tragen worden. Der Reichsarbeitsminister führt in Zukunft die AmtsbezeichGlngDer Reichs- und preußische Arbeitsminister", der Reichsverkehrs­minister die AmtsbezeichnungDer Reichs- und preußische Verkehrsminister".

gtatiwt fftr Sorts«tz«ng bet direkten Aussprache.

Genf, 10. März. (DNB.) Dos Völkerbunds-1 etretariot veröffentlicht die schon angekündigte Note der abessinischen Regierung an den Generalsekretär des Völkerbundes. Die abessi­nische Regierung erklärt, sie habe fich im Januar in Genf nur unter der Bedingung mit einer Vertagung der Angelegenheit einverstanden erklärt, daß eine freundschaftliche Regelung möglich sei. Abessinien habe sich bemüht, von Italien die Anwendung des Artikels 5 des italienisch-abessinischen Vertrages von 1928 zu erreichen, der ein Schiedsverfahren oorfehe. Die ttalienische Regierung sei jedoch nie auf wirkliche Verhandlungen eingegangen und habe vor Untersuchung des Streitfalles Wiedergut­machung verlangt. Unter diesen Umstanden hätten die unmütetbaren Verhandlungen erfolg­los bleiben müssen. Auch die von Abessinien vor­geschlagene Vermittlung durch die guten Dienste einer dritten Macht habe die ita-1 lienische Regierung abgelehnt. Die milttärifchen Maßnahmen Italiens ständen in schärfstem Wider­spruch zu dem Vertrag von 1928 und zu dem Gen­fer Abkommen vom 19. Januar 1935.

Bei dieser Lage. müsse die abessinische Regierung auf die unmittelbar drohende Gefahr eines Bruches Hinweisen. Gegenwärtig könne ein örtlicher Zwischenfall schon als Vorwand für eine militärische Aktion dienen. Die Unabhängigreit Abessiniens, eines Mit- «liebes des Völkerbundes, fei tn Gefahr. Die Döl- erbundsmitglieder Hütten aber auf Grund des Ar­ttkels 10 des DStterbundsvertraaes die Verpflich­tung übernommen, die Unversehrtheit des Gebietes und die politische Unabhän- gi gleit ihrer Mitglieder zu achten und gegen jeden Angriff zu schützen. Die abessinische Regie­rung beziehe fich ausdrücklich auf diese Derpflich-

vmim schild, um den verdienstvollen Führer deutscher Wirtschaft und Wissenschaft" zu ehren. Nach seiner reichen Industrie- tätigte« sah Geheimrat Duisberg seine Hauptauf­gabe in der Sorge um die Entwicklung der Wissenschaft und der Pflege des wissen­schaftlichen Nachwuchses. 3» der Welt- geltung der deutschen Wissenschaft erbttckte er die Grundlage für die Blüte der deutschen Wirtschaft. An der Bahre dieses-Mannes trauert nicht nur sein enger Lebens- und Mitarbetterkreis, sondern auch die gesamte deutsche Wifienschaft und die deutsche Wirtschaft.

Aus aller Wett.

Generalgouverneur Renard über dem Urwald abgestürzt.

Das seit vier Tagen vermißte Flugzeug des Ge­neralgouverneurs von Französisch-Aequatorialafrika, Renard, ist im belgischen Kongo zertrüm­mert aufgefunden worden. Die Insassen sind to t fön Bord befanden sich außer dem Gene­ralgouverneur Renard Und seiner Frau Major Bo n n i n q u e, Fliegerhauptmann G o u l a r d, der Fliegerunteroffi^ier Ditte und zwei Mann Be­satzung. Renard war mit seinen Begleitern zu e einem Inspektionsslug aufgestiegen, der ihn bis zum Tschad-See führen sollte. Das Flugzeug, das dem Lauf des Kongoflusses folgte, ist nördlich von Bolobo, hart an der Grenze zwischen Französisch-

tung.

Pie abessinischen Beschwerden werden von ita= lienischer Seite zurückgewiesen. Don einer italienischen Ablehnung des abessinischen Vor­schlages auf Einsetzen eines Schlichtungsausschusses tonne keine Rede fein. Auch der Vorwurf, Ita-1 lien habe verschiedene abessinische Noten nicht be­antwortet, sei gegenstandslos, und die Entsen­dung italienischer Truppen nach Erithräa und So- mall hätte ausschließlich defensiven Eharak- ter. Im übrigen fei die Mobilisierung Abefiniens gegen Jtalienisch-Somaliland prak­tisch seit langem im Gange und werde nunmehr auch in Nordabessinien durchaeführt. Italien halte die direkten Verhandlungen und ihre Mög­lichkeiten nicht für erschöpft und glaube im Gegenteil, daß über direkte Verhandlungen allein eine rasche Lösung gefunden werden könne. Italien lehne Schlichtungsausschuh nicht ab, glaube aber, daß dieses Verfahren viel zu langsam und beschwerlich fei. Es macht daher den Gegenvorschlag, daß der abessinische Außenminister und der italienische Gesandte in Addis Abeba bie| Zwischenfälle, ihre Vorgeschichte und ihre Folgen gemeinsam einer gründlichen Prüfung unterziehen, um so die Wahrheit festzustellen. Italien ist der Ansicht, daß dieser Weg direkter Be- sprechungen, der übrigens auch vorn Völkerbunds- rat vorgeschlagen wurde, die besten A u s s i ch- ten für eine schnelle, praktische und wirksame Lo-

Wie amtlich mitgeteilt wird, wurde Dr. Rin­te len von den Gerichtsärzten für haft- und transportfähig erklärt. Er wurde am Diens­tag zur Verbüßung feiner lebenslänglichen Kerker­strafe in eine Strafanstalt in der Provinz übergesührt.

Augsburg, 19. März. (DNB.) Der Josephi- tag brachte den Augsburgern eine unerwartete Freude. Gegen 13 Uhr traf plötzlich der Führer und Reichskanzler ein, um im HotelDrei Mohren" kurze Mittagsrast zu hatten. Dor dem Hotel sammelten sich sofort Taufende von Menschen an. In wenigen Minuten war die ganze Stadt in Bewegung geraten. Die Heilk-Rufe nahmen kein Ende, utw in Sprechchören verlayAe die Menge den Führer zu sehen. Als dann der Führer zum Rathaus fuhr, war durch die dichtgedrängten Massen kaum ein Dorwärtskommen. Aus allen Fenstern wurden Tücher und Fahnen geschwenkt. An Laternenpfählen und Gitterfenstern hatte sich die begeisterte Jugend festgeklammert, und am Augustusbrunnen brachen fast die Figuren unter der Last der Menschen. Der Führer besichtigte den Goldenen Saal des Rathauses so­wie die Fürstenzimmer und trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Als der Führer sich bann au bem Balkon des Rathauses zeigte, fang die Menge spontan das Deutschland- und das Horst-Wessel- Lied. Unter immer neuen Heill-Rusen verließ der Führer die Stadt in Richtung Stuttgart.

Auf der Fahrt von Augsburg nach Stuttgart wurde der Führer, überall wo er erkannt wurde, begeistert begrüßt. In Stuttgart verbreitete sich die Nachricht von seiner Ankunft rote ein Lauf- feuer In kurzer Zeit ftrömten Tausende von Volks- genossen vor dem HospizV i ct o r i a zusam- men, um den Führer zu sehen. Der Platz muhte abgefperrt und der Verkehr umaeleitet werden. Immer wieder brausten die Sprechchöre besonders aus den Kehlen der Stuttgarter Jugend zu den Fenstern. Jedesmal, wenn der Führer sich am Fenster zeigte, stieg ein unermeßlicher Jubel zu ihm empor. Erft der Beginn des Zapfenstrei- ches der Wehrmacht machte den Kundgebun­gen ein Ende. Das längere Verweilen des Führers auf dem Balkon befohnte das stundenlange Harren der Menge. Endlich klangen das Deutschland- und das Horst-Wefsel-Lieb über ben Platz. Das Kom- manbo zum Abmarsch der Gruppen ertönte unb von neuem setzten blebe

griffe auf bie belgtzsche Währung unternommen worben seien. Unter biesen Umständen bleibe der Regierung nichts anderes übrig, als ihr Mandat in die Hände des Königs zurückzulegen.

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Das neue norwegische Kabinett hat der Führer der Arbeiterpartei und Präsident des Stor- ting, Johann Nygaarbsvold, gebildet. Ny- gaardsvold selbst übernimmt das Arbeitsministe- Irium. Minister des Aeußeren wird der Universi­tätsprofessor der Geschichte Halvdan K o h t, Finanz­minister der Generaldirektor der Osloer Elektrizi- tätsgesellschast Adolf Jndreboe.

zum Ausbau des deutschen Dolksheeres. leie- graphisch melden sich Junge Menschen freiwillig zum Heeresdienst unter Angabe des Jahrganges. Ein Stettiner verpflichtet sich drahtlich, auf zwei Jahre die Löhnung für einen So Ida-! ten zu Übernehmen. Ein S A. - S t u r m meldet sich geschlossen zum freiwilligen Eintritt ins Heer. Zahlreiche Meldungen ehemali­ger Kriegsfreiwilliger des Weltkrieg g e s trafen ein; darunter befindet sich auch die Mel- düng eines in Istanbul lebenden Auslands- deutsch en, der in seinem Telegramm sagt: Melde mich freiwillig für drei Monate. Für meine vier Kinder ist gesorgt." Rührend ist die Zu­schrift einer Muster, die drei Sohne Im Großen Krieae hingeben mußte: Jetzt w/ _ o------o

erst wisse sie, daß ihr Leid eine n S i n n gehabt! ungerechte Kampagne geführt, in der man nicht da­habe, und daß jk nun auch ruhig sterben könne. DOr zurückgeschreckt sei, die Mitglieder der Regierung Und ein alter Mann, geschmückt mit dem Front- persönlich zu verdächtigen. Das Kabinett habe nicht kämpfer-Ehrenkreuz, stand am Montagfrüh vor 1 ' "

dem Eingang des Reichswehrmini st e- riums und konnte seine Begeisterung nicht zügeln. Jedem cintretenben Offizier mußte er bie Hand schütteln, mußte er leuchtenden Auges zu­rufen:Wir haben unsere Armee wie- d er!" Diese und ähnliche Kundgebungen, die alle Schichten unseres VSlles, alle Beruss- gruppen und Lebensalter umfassen und die in ihrer Gesamtheit wiederzugeben hier nicht möglich ist, sind ein erhebendes Zeugnis für bte Wehrbereitschaft des deutschen Volkes, das nach jahrzehntelanger Unterdrückung und Nicht- achtung seines Rechtes die Möglichkeit und den Weg zur Verteidigung des Vaterlandes wieder vor fich

Im Einvernehmen mit dem Reichswehrminister hat sich der Reichs- und preußische Minister des Innern damit einverstanden erklärt, daß zu Gunsten von bemühten Kämpfern für die nationale Erhebung die bei den Be- Hörden vorhandenen An g e st e l l t e n st e l l e n vom 1.AKil bis Ende September 1935 nur zu 4 0 n a mit Dersorgungsanwärtern besetzt werden. Die ben Schwerbeschädigten zugebilligten I tes, dem kiemen '^egeroiev, war es oerrnv Vorzugsrechte werden durch diese Maßnahme nicht Beginn der Ausschreitungen gelungen, sich in aller beschränkt. . I Stille davonzufchleichen.

Der Relchswehrmlnifier gibt bekannt. Anläßlich der durch tzje Reichsregierung beschlos­senen Wiedereinführung der allge­meinen Wehrpflicht find mir aus allen Teilen des Reiches, von Dienststellen und Ver­bänden, aus Wirtschafts- und Privatkreisen so­wie aus dem Auslande begeisterte Glück­wünsche in so hoher Zahl zugegangen, daß es mir nicht möglich ist, allen Teilnehmern per­sönlich zu antworten. Ich bitte daher, auf die­sem Wege meinen herzlichen Dank entgegen­zunehmen.

(gez.) von Blomberg, Generaloberst. *

Wie das Reichswehrministerium weiter mitteilt, zeigt die Fülle von Zuschriften und Glückwunschtele­grammen die Anteilnahme des ganzen deutschen Volkes an der Wiederauferstehung seiner Wehr- macht. Don den vielen Beweisen der engen Der- bunbenheit ber Wehrmacht mit bem Volke und der ehrlichen Opferbereitschaft aller Schichten seien einige angeführt. Ein alter berufsunfähig gewor­dener Künstler sendet mit einem an ben Reichs- wehrminister gerichteten Schreiben ein Zehn- martftürf oon 1888,sein unb seiner Ehefrau eiligstes Erinnerungsstück", mit der Bitte, es als eitrag für bie Wieberaufrichtung ber Wehrmacht stiften zu Ärfen! Kranke umd gelähmte Volksgenossen sprechen ihrBebauern aus, nicht mit der Waste chrer Dienst- pflicht genügen zu können, und bitten, ihre Kraft dem Vaterlands anderweitig zur Derfuaung stellen w dürfen. Männer eines Arbeits­dienstlagers senden 200 Marl als Mithilfe

leisten sollte.

3. Die Antwort ber deutschen Regie- rung. Zehn Tage später begrüßte sie ben Geist freunb chaftlichen Vertrauens, ben bas englisch-fran­zösische Kommunique zum Ausbruck brachte, unb stellte in Aussicht, baß bie deutsche Regierung bie in bem ersten Teil bes Lonboner Eommuniquös enthaltenen Fragen einer eingehenben Prüfung unterziehen werbe. Sie bemerkt zustimmenb, bah der in bem Eommuniquü zum Ausbruck gebrachte Geist freier Verhandlungen zwischen souveränen Staaten allein zu dauerhaften internationalen Regelungen auf dem Gebiete ber Rüstungen führen könne. Im Besonberen begrüßte sie ben Vorschlag über einen Luftpakt! Die beutsche Antwort enbete mit ber Erklärung, baß bie beutsche Regierung es vor Eingehen auf bie vorgeschlagenen Verhanblungen für erwünscht halte, in besonderen Besprechungen mit ben in Frage tommenben Re­gierungen eine Anzahl von grunbfäfj- lichen Vorfragen zu klären. Zu biesem Zweck lub sie bie Kgl. Regierung ein, mit der deutschen Regierung in einen unmittelbaren Gedankenaustausch einzutreten.

4. Da bie Kgl. Regierung sich vergewissern wollte, daß hinsichtlich des Umfanges unb bes Zweckes ber vorgeschlagenen englisch-beutschen Unterhaltung kein Mitzverstänbnis bestehe, richtete sie am 21. Februar an bie beutsche Regierung eine weitere An­frage, auf bie biefe am folgenben Taye ant­wortete. Das Ergebnis war eine endgültige Übereinstimmung zwischen den beiden Re­gierungen, baß ber Zweck ber beabsichtigten Zu­sammenkunft sein sollte, die Unterhaltung über alle in bem englisch-französischen Kommunique behan­delten Fragen ein Stück weiterzuführen. Auf dieser Basis hat sich bie Kgl. Regierung darauf vorbereitet, ben von ber beutschen Regierung vorgeschlagenen Besuch in Berlin auszuführen.

5. Was ins Auge gefaßt war, war alsoeine Organisator große Ideen ausführte, ver-

allgemeine frei zwischen ^ehut^lan^nu"?n^n^Jftan^cr es auch als Führer einer großen Gefokg- deren Machten auszuhanbelnbe Regelung unbRer Gedanken der Wsrlsver Kunden-

einbarungen über Rüstungen, bie für Deutschlanb w Tj» < b Betrrebsaemeinschaft schon die Bestimmungen von Teil frü^ettig praktisch zu verwirklichen. Anläßlich seines

träges ersetzen lollten . Dies ist stets bas Ziel 70. Geburtstages würben Geheimrat Duisberg zahl- Politik ber Kgl. Regierung gewesen, und aus die ? Ehrungen zuteil. Reichspräsident von Hinden- Erreichung des Zieles hat diese alle ihre Bemu- 'rreidite ihm ben Adlerschi Hungen in Genf urL s°"stwo gerichtet; aber das | bDe&ic£ftD0Ü$n Führer deutscher W Zustandekommen einer umfassenden Einigung, ote auf Grund allgemeiner Uebereinftimmuna an die Stelle ber Vertragsbestimmungen treten soll, kann nicht erleichtert werben, wenn man jetzt als eine bereits getroffene Entscheibung Heeres- personalstärken bekannt gibt, bie alle seither in Vor­schlag gebrachten erheblich überschreiten überdies Stärken, bie, falls sie unoeränbert aufrechterhalten werben, bie Einigung mit anberen ebenfalls stark beteiligten Mächten schwieriger, wenn nicht unmög­lich machen müssen.

6. Die Kgl. Regierung wünscht keineswegs, die durch ben vorbereiteten Besuch etwa geschastene Gelegenheit, ein allgemeines Einvernehmen zu förbern, ungenutzt vorübergehen zu lassen; aber unter ben neu geschaffenen Umftänben hält sie es vor ber Ausführung biefes Besuches für nötig, die deutsche Regierung auf bie obigen Gesichtspunkte aufmerksam zu machen; sie wünscht barüber Ge­wißheit zu haben, baß ber beutschen Regierung bas Zu st anbekommen bes Besuches bem Umfang unb Ziel ber Unterhaltung, wie früher oerabrebet, so wie es oben in Absatz 4 ausgeführt

1 Abessinien geht an de«

Völkerbund.