Bereitung für die nun bald einsetzenden schweren Aufstiegspiele. Die Mannschaft bewies in diesem Kampf, daß die Staffelmeisterschaft mit Recht errungen wurde und kann mit guter Zuversicht den kommenden Aufstiegspielen entgegensetzen. Der Verlauf des Spieles zeigte in der" ersten Hälfte die Mannschaft der Gastgeber in flüssiger Zusammenarbeit überlegen spielend. Die zweite Halbzeit brachte ein entgegengesetztes Bild und sah die Gäste forsch im Angriff. Die Mannschaft holte auf und hatte schließlich bis zum Schluß ein verdientes Unentschieden erreicht.
Ser Abschluß der FIG-Kennen.
Englund (Schweden) 50kilometer-Dauertaüf- Sieger.
Die Rennen des Internationalen Ski-Verbandes wurden am Dienstag mit dem 50-Kilometer-Dauer- lauf zu Ende geführt. Der einzige Deutsche, der zu diesem Wettbewerb gemeldet war, Herbert Leu- p o l d (Breslau), hatte seine Nennung zurückgezogen, so daß die deutsche Mannschaft schon am Sonntag abreisen konnte. Von den 136 gemeldeten Läufern erschienen nur 59 am Start, von denen jedoch nicht alle am Ziel eintrafen. Als erster gab der Schwede Larsson auf, ihm folgten bald Nurmela (Finnland) und sein Landsmann Valkama. Am Ziel kam als Erster der Schwede Wiklund an, doch erzielte Nils Englund (Schweden) mit 4:14:23 die beste Zeit und wurde Sieger. Auf dem zweiten Platz folgte Karppinen (Finnland) in 4:26:42 vor dem Norweger Brodahl in 4:32:31. Bester Mittel
europäer war überraschend der Schweizer Kilian Ogi, der in 4:35:32 den fünften Platz belegte.
Michael Etaksrud Weltmeister im Eisschnellauf.
In Oslo kamen am Wochenende die Weltmeisterschaften im Eisschnelläufen zum Austrag, an denen nach zehnjähriger Pause auch Deutschland wieder beteiligt war. Gegen die starke Klasse der Nordländer konnten sich unsere Vertreter jedoch nicht durchsetzen. Im Gesamtergebnis belegte der deutsche Meister Willi S a n d t n e r-München den 14. Platz, während sein alter Rivale, der Berliner Heinz Sarnes, auf den 16. Platz kam. Weltmeister wurde der Norweger Michael S t a k s r u d vor seinen Landsleuten Ballangrud und Engestangen. Staks- rub hatte in den Läufen über 5000 und 10 000 Meter den ersten, über 500 und 1500 Meter den dritten Platz belegt.
Sie Kunstlauf-Wettmeisterschasten.
In Budapest wurden am Wochenende die Kunstlauf-Weltmeisterschaften der Männer und Paare abgewickelt. In beiden Wettbewerben konnten sich die Titelverteidiger Karl Schäfer- Wien und die Ungarn Rotter-Szollas' wieder erfolgreich durchsetzen. Deutschland war nur bei den Paaren vertreten und zwar anstelle der in Amerika weilenden Europameister Maxie Herbe r-Ernst Baier durch die Berliner Hempel-Weiß, die auf den sechsten Platz kamen.
um Fälschungen zu vermeiden, und enthalten die nötigen Angaben und Sicherheitseindrucke."
„Werden sie heute schon ausgegeben?"
„Wir warten damit bis Ende des Jahres, bis dahin erhalten die Käufer von Eintrittskarten vorläufige Platzzuweisungen."
„Hat der Vorverkauf schon rege eingesetzt?"
„Die erste Bestellung ist bereits im September 1932 eingegangen, seitdem sind zahlreiche Einzel- aber auch Sammelbestellungen aus dem Auslande eingetroffen."
„Nach welchen Richtlinien verteilen Sie die Karten?"
„Wir geben zunächst nur die Olympia-Stadion- Pässe aus, die für alle Veranstaltungen im Stadion selbst, also für die gesamte Leichtathletik, für die Zwischen- und Schlußrunden im Fußball, das
Schlußspiel im Handball, für den Schlußtag des Reitens, die Eröffnungs- und Schlußfeier, das Festspiel, Baseball verbunden mit Militärkonzert und die Vorführungen gelten."
„Sie gelten also nicht für die übrigen Wettkämpfe?"
„Das ist technisch leider unmöglich, weil wir nur 16 000 Schwimmplätze, 12 000 Plätze für Boxen, 20 000 Plätze für Turnen usw. haben und mit dem Verkauf einer erheblich größeren Anzahl von Olym- pia-Stadion-Plötzen rechnen müssen. Lediglich die Presse- und Teilnehmerkarten sowie die Karten der Offiziellen berechtigen zum Besuch aller Veranstaltungen."
„Was macht nun der glückliche Inhaber eines Stadion-Pasfes, wenn er nach der ersten Woche der Spiele abberufen wird?"
„Der Olympia-Stadion-Paß wird nicht auf den Namen ausgestellt und ist jederzeit »übertragbar4, die einzelne Karte im Stadion-Paß gilt aber, wie beim Eisenbahn-Fahrscheinheft, nur bei Vorzeigen des ganzen Heftes."
„Wann werden die Sammelkarten für die einzelnen Sportarten ausgegeben?"
„Dom 1. Juli 1935 ab und keinesfalls früher."
'.Gibt es auch Sammelplätze für Leichtathletik oder Fußball und glauben Sie, daß für diese beiden Sportarten noch Karten übrig bleiben?"
„Gewiß, aber die besten Plätze gehen natürlich vorher für Olympia-Stadion-Pässe weg."
„In welcher Reihenfolge gehen Sie vor?"
„Wir können uns da nur nach der Reihenfolge des Geldeingangs richten."
„Kann man sich durch Ratenzahlung einen Platz sichern?"
„Sie sehen selbst, daß wir bei der Vielseitigkeit des ganzen Betriebes nicht noch eine Kreditbuchhaltung einvichten können."
„Sind Ermäßigungen vorgesehen?"
„Auch diese Frage ist im Finanzausschuß geprüft und ein für allemal abgelehnt worden. Dafür sind die einzelnen Preisklassen wie zum Beispiel von 100, 60, 40 RM. für die Stadion-Pässe da, so daß sich jeder nach seinem Geldbeutel einrichten kann: es ist auch in der In- und Auslandpresse anerkannt worden, daß wir in der Preisbemessung bescheiden geblieben sind, und wir haben rührende Beispiele von einfachen Sportfreunden, die feit 1931, der Übertragung der Spiele an Berlin, gespart haben und nun in der Lage sind, sich die besten Plätze zu sichern. Nicht wenige von den Bestellern sind uns als hervorragende Sportleute und ehemalige Olympiakämpfer bekannt. Die Olympischen Spiele werden das Stelldichein der ehemaligen aktiven Sportlerschaft aus der ganzen Welt werden."
ganzenden Erklärungen eines Vorstandsmitgliedes zum kürzlich veröffentlichten Berliner Börsenprospekt anregten, zumal auch die Dividendenfrage besser zu beurteilen sei. Im Freiverkehr waren Muag zu 70,25 gefragt.
Am Rentenmarkt war das Geschäft gering, etwas fester lagen weiterhin Kommunal-Umschubdung und Altbesitzanleihe. Von fremden Werten waren Schweizer Bahnanleihen weiter höher.
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 112, 7proz. Stahlverein 97,13, 6proz. Franks. Hypotheken-Bank Gold Reihe 1 bis 4 95,75, 4proz. Schweiz. Bundesbahn von 1912 162, 3,5proz. Schweizer Bundesbahn von 1912 152,50, Commerzbank 82,50, DD-Bank 82,50, Dresdner Bank 82,50, Reichsbank 162,50, Ge-ica- kirchen 70,40, Harpener 99,25, Mannesmann 78,50, Phönix 56, Rhein. Braunkohlen 204, Rheinstahl 95.75, Stahlverein 46,50, Aku 55,25, AEG. 30, Bemberg 118,50, Conti Gummi 143, Daimler 50,40 bis 50,50, Deutsche Erdöl 100, Scheideanstalt 205,75, Deut che Linoleum 138, IG.-Farben 141,25 bis 141,13, Ges- fürel 114 50, Holzmann 84, Labmeyer 118,50, Metallgesellschaft 94,50, Moenus 86, Schuckert 100, Siemens 146,50, Reichsbahn-VA. 118,65, Hapag 30,40, Norddeutscher Lloyd 34,25.
Rinhermarft in Mienen
Auf dem gestrigen Ninder-Nutzoiehmarkt standen 682 Stück Großvieh, 108 Fresser und 142 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 350 bis 460 Mk.; 2. Qualität 230 bis 310 Mk.; 3. Qualität 110 bis 180 Mk.; Schlachtkühe a) 160 bis 300 Mk., b) 75 bis 130 Mark. Rinder bis Xjährig 60 bis 90 Mark, bis 2jährig 100 bis 170 Mark; tragend 180 bis 320 Mark. Kälber das Pfund Lebendgewicht 20 bis 35 Pfennig. Ausgesuchte Tiere über Notiz. — Marktverlauf: lebhaft.
Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.
Frankfurt a. M., 19. Febr. Das Angebot in deutschem Gemüse bleibt trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit sehr gut, die Nachfrage läßt allerdings zu wünschen übrig. Für Spinat und Winterkohl gingen die Preise leicht zurück, im übrigen erfuhren sie keine Aenderung. Ausländischer Blumenkohl war stark, Kopfsalat gut angeboten. U. a. notierten in Pfennigen: Blumenkohl, Steige 18 Stück 375 bis 450 (italienischer), Eskarol, Steige 18 bis 30 Stück 225 bis 250 (italienischer), Feldsalat, Freiland 25 bis 35, Mistbeet 40 bis 60, Gelbe Rüben 2,5 bis 3, Gewürzel, großes Bündel 30 bis 35, Kopfsalat, Steige 24 Stück 300 bis 400 (spanischer), Meerrettich je nach Güte 10 bis 28, Rosenkohl 20 bis 25, Rotkraut 8,5 bis 10, holländisches 7,5 bis 10, Spinat 12 bis 14, italienischer 15 bis 18, Weißkraut 4 bis 5, holländisches 4,5 bis 4,75, Wirsing 5 bis 9, Winterkohl 7 bis 8, Zwiebeln 8, italienische 7 bis 8.
Am Ob st markt blieben die Zufuhren in Aep- feln ausreichend. Bei guter Nachfrage blieben die Preise unverändert. In Apfelsinen bestand großes Angebot bei lebhafter Nachfrage und kaum veränderten Preisen. U. a. notierten in Pfennigen: Aepfel I 25 bis 30, II 20 bis 22, Wirtschaftsäpfel 15 bis 20, Schafsnasen 10 bis 18, Apfelsinen, blond 15 bis 18 (spanische), kernlos 20 bis 25 (spanische), italienische, blond 17 bis 19, Blut 21 bis 23, Birnen 9 bis 15, Mandarinen 22 bis 24 (italienische), spanische 18 bis 22, Zitronen, 300 Stück 700 bis 800* (italienische).
Mainzer Schlachtviehmarkt.
Mainz, 19. Febr. Auftrieb: Ochsen 23 (zum Schlachthof direkt 6), Bullen 28, Kühe 444 f 10), Färsen 152 (3), Kälber 260 (16), Schweine 710 (37). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 38, b) 31 bis 36, c) 27 bis 30. Bullen a) 33, b) 29 bis 32, c) 24 bis 28, d) 21 bis 23. Kühe a) 33 bis 35, b) 27 bis 32, c) 21 bis 26, d) 13 bis 20. Färsen a) 38 bis 40, b) 33 bis 37,
c) 25 bis 32. Kälber b) 38 bis 45, c) 31 bis 37,
d) 25 bis 30. Schweine b) 49 bt^52, c) 47 bis 51,
d) 44 bis 50. Marktverkauf: Großvieh belebt, aus
verkauft. Kälber mäßig belebt, geräumt. Schweine ruhig, Ueberstand.
ORunhfunfprogramm
Donnerstag, 21. Februar.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15, 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenfpruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. Volksliederfingen. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30 Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten der Gauleitung. 15.15: Kinderfunk. 16: Nachmittagskonzert. 18: Der nordische Mensch: Weltbild und Lebensraum. Altgermanisches Lebensgefühl. Von Univ.-Prof. Konstantin Reichardt. 18.35: Katechismus für Sprachsünder. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Klavierwerke von Robert Schumann. 21: Opernkonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk.
Aus dem Karienvertrieb der Olympischen Spiele.
Eine Unterredung.
Wirtschaft.
Aus dem Kartenvertrieb der Olympischen Spiele.
Ein bemerkenswerter Abschnitt in der Vorbereitung der Olympischen Spiele ist gekommen: die Einlaßkarten werden verkauft. Anderthalb Jahr zuvor kann man sich den Platz sichern, von dem aus man das Fest des Jahres 1936 miterleben will. Da lohnt es sich, einen Blick in das Getriebe der Kartenstelle zu werfen, die im Olympischen Hauptquartter an der olympischen Feststraße, auf halbem Wege vom Stadtmittelpunkt bis zum Olympischen Stadion eingerichtet ist. Das Hochhaus am Knie birgt neben den Geschäftsräumen des Reichssportführers und des Reichsbundes für Leibesübungen auch das Organi- fationskomitee für die XI. Olympiade.
Der Leiter der Kartenstelle gibt uns bereitwilligst Auskunft:
„Ich höre, Sie haben sich schon in Amerika mit dem Kartenoertrieb befaßt? Lassen sich die Erfahrungen übertragen?"
„Nur zu geringem Teil. Die amerikanischen Universitäten zum Beispiel verkaufen die Eintrittskarten für ihre Sportfeste zwar Monate vorher im Vorverkauf, sie haben aber die Besucherkartei der ehemaligen Universitätsangehörigen, die einen Einheitspreis bezahlen, so daß die eigentlichen Schwierigkeiten unseres Kartenvertriebes drüben unbekannt sind. Auch erleichtert die drüben übliche Scheckzahlung die technische Abwicklung ungeheuer. Ich muß aber hinzufügen, daß gerade der in bezpg auf das Kartenverkaufswesen ausführliche Bericht der X. Olympischen Spiele von Los Angeles uns einen außerordentlich nützlichen Anhalt gegeben hat."
„Worin biegen denn die Schwierigkeiten für die Berliner Veranstaltungen?"
„Diese lassen sich leicht erkennen. Die Olympischen Spiele dauern vom 1. bis 16. August. In diesen 16 Tagen wickeln sich Wettkämpfe in 20 verschiedenen Sportarten ab, und zwar vormittags, nachmittags und abends, auf elf verschiedenen Schauplätzen, ungerechnet die Vorkämpfe auf weiteren Plätzen der Stadt, so daß heute insgesamt 228 für die Kartenausgabe verschiedene Veranstaltungen festliegen. Bei diesen unterscheiden wir im ganzen vier Preishöhen, 1., 2., 3. Sitzplatz und Stehplatz, Las schon über 900 eigene Kartenarten ergibt; außerdem sind alle Sitzplätze numeriert und in Blocks geteilt, das Stadion allein weift 60 verschiedene Blocks auf, von denen jeder im Unterring 40, im Oberring 31 Reihen besitzt. Die Zahl der Plätze der einzelnen Reihen beträgt zwischen 61 und 119. Auch die andern Zuschauerplätze im Schwimmstadion, Hockeystadion, Reiterplatz, der Festwiese, Dietrich-Eckart-Freilichtbühne, Fechthalle, Deutschlandhalle, Radrennbahn, Ruderregattabahn Grünau, Schießplätze Wannfee und Begleitdampfer Kiel haben ihre eigene Einteilung."
„Um wieviel Karten handelt es sich denn überhaupt?"
„Um etwa 2 Vk Millionen Karten, von denen sicher mehr als die Hälfte zu DauerkarteN- heften zusammengefaßt wird; daneben laufen noch die nach dem olympischen Protokoll vorgeschriebenen Ehren-, Teilnehmer- und Dienstkarten sowie die Pressekarten."
„Wie wird eine solche Karte aussehen?"
„Die endgültigen Entwürfe liegen noch nicht vor. Sie werden jedenfalls banknotenähnlich hergestellt,
* Die Zugehörigkeit zum Reichsnähr- ft a n d. Der Reichsnährstand teilt mit, daß Viehhändler, Viehkommissäre und auch die Viehkastrierer ausschließlich dem Reichsnährstand angehören und nicht verpflichtet sind, bei der Wirtschaftsgruppe „Ambulantes Gewerbe" ihre Anmeldung zu vollziehen.
Khein-Mainische Mittagsbörse.
Still aber freundlich.
Frankfurt a. M., 19. Febr. Die Geschäftstätigkeit wies an der heutigen Börse zwar keine Belebung auf, da aus dem Publikum nur wenig Orders Vorlagen, die Grundstimmung war aber freundlich. Die Kulisse, die in den letzten Tagen meist glattgestellt hatte, schritt zu einigen Rückkäufen, vereinzelt beobachtete man auf dem ermäßigten Kursstand auch kleine Meinungskäufe. Bei gegen die Abendbörse nicht ganz einheitlicher Kursgestaltung überwogen meist durchschnittliche Besserungen von 0,50 bis 1 v. H.
Am Aktienmarkt zeigte sich für Montanwerte etwas stärkeres Interesse. Gut erholt waren besonders Harpener mit 99,50 (97), ferner zogey Phönix 1 v. H., Stahlverein 0,75 v. H., Gelsenkirchen 0,65 v. H., Mannesmann 0,50 v. H. und Klöcknerwerke 0,25 v. H. an. Van Kaliaktien konnten sich Aschersleben um 1 v. H. erholen. Chemieaktien verzeichneten nur kleines Geschäft, wobei IG. Farben zunächst 0,50 v. H. verloren, später aber 0,25 v. H. zurückgewannen. Scheideanstalt, Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft lagen unverändert, Rütgerswerke 1 v. H. fester. Elektrvaktien notierten etwas uneinheitlich. Leicht ermäßigt waren AEG. (—0,13 v. H.), Elektr. Lieferungen (—0,25 v. H.) und Lahmeyer (—0,50 v. H.), dagegen setzten Ges- fürel 0,50 v. H., Schuckert 0,25 v. H. und Siemens 1 v. H. fester ein. Verkehrswerte lagen freundlich, AG. für Verkehr 4- 0,65 v. H., Hapag und Nordd. Lloyd je + 0,25 v. H. Feste Haltung wiesen Kunstseide AKU. mit 54,65 (53) auf. Etwas höher eröffneten außerdem: Daimler 48,90 bis 49 (48,65), Deutsche Linoleum 138 (137,50), Westdeutsche Kaufhof 39,40 (38,90 v. H.), Zement Heidelberg 118,50
(118) und Hanfwerke Füssen 71,75 (71,50). Etwas leichter lagen Reichsbank mit 163 (163,50) und Moenus Maschinen mit 85,50 (85,75).
Der Rentenmarkt war freundlich gestimmt, hatte aber im ganzen nur kleines Geschäft. Nur Kommunal - Umschuldung waren zeitweise etwas lebhafter und gegen die Abendbörse unverändert, auch Altbesitzanleihe, späte Reichsschuldbuchforde- rungen und Zinsvergütunosscheine erfuhren keine Veränderung. Reichsbahn-VA. erhöhten sich um 0,13 v. H. auf 118,65.
In der zweiten Börsenstunde schrumpfte das Geschäft stark zusammen, da die Kulisse wieder Zurückhaltung bekundete, zumal das Publikum weiter fernblieb. Die Kurse wiesen nur geringfügige Veränderungen auf, etwas schwächer lagen IG. Farben mit 140,75 bis 141 bis 140,50, ferner kamen Rheinische Braunkohlen mit 203,75 (205), Kali Westeregeln mit 102,25 (104) zur Notiz. Andererseits waren Zellstoff Aschaffenburg mit 75,13 etwa 1,50 v. H. höher. Arn Kasfarnarkt blieben Klein, Schanzlin zu 84 (1. K. 81) gesucht, Andreae-Noris Zahn wurden nach Pause mit 122 (126) wieder notiert.
An den Rentenmärkten stagnierte vas Geschäft im Verlaufe fast vollkommen, die Aurfe blieben aber gut behauptet. Der Pfandbriefmarkt lag bei kleinen Umsätzen gut behauptet. Für Stadtanleihen bestand weiteres Kaufinteresse bei zumeist bis 0,50 v. H. höheren Kursen. Staatsanleihen lagen still. Von fremden Werten konnten sich Schweizer Bundesbahnanleihen um weitere 1 bis 2 v. H. erholen, 5 v. H. Goldmexikaner äußere wurden mit 10,90 (11) notiert. — Tagesgeld war zu 3 v. H. (3,25 v. H.) weiter erleichtert.
Abendbörfe freundlich.
Die Abendbörse verkehrte in freundlicher Haltung, wenn auch größere Umsätze nicht stattfanden. Gegen den Berliner Schluß traten zumeist Besserungen um 0,25 bis 0,50 v. H. ein, insbesondere bei Montanwerten; höher lagen ferner IG.-Färben, Aku und Bemberg. Etwas größeres Geschäft hatten Daimler- Motoren mit 50,40 bis 50,50 (49,90), wobei die er-
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H.,
•
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß- fürs
Schlußt. Abend- börsc
Gchluß- lurs
Gchlußk. Miltagbörse
Saturn
18.2- 19 2.
18-2-
19-2-
6% Deutsche Retchsanleihe t>. 1927
99,13
99,13
99,5
99,5
6% ef)em.7% Dt. Reichsanl. D. 1929
—
—
—
—
6ya% Dvung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit
101,25
101
101,13
101,13
AuSlos.-Rechten ............
111,9
112
111,9
111,9
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
—
6% el)em.8% Hess. Volksstaat 1929
(rückzahlb. 102%) ............
6% Hess. Landesbank Darmstadt
96,75
97,5
—
97,5
Gold R. 12..................
6y3% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Ligui.........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
95,75
95,75
—
—
99,13
99,13
—
—
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
—
—
—
—
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
113,13
113,25
113,13
113,25
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
95,75
95,75
_
95,75
6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Banl
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
95,75
95,75
_
95,75
ßy2% ehern. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriefe.......
99,13
99,13
_
6Vt% ehern. 4%% Rheinische
Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
99,5
99,65
99,75
99,75
6% ehern. 8% Pr. Landespfand-
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
97
6% ehern. 7% Pr. Landespfand»
briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
97
97
97
97
Steuergutsch. Verrechnungskurs..
105,4
105,4
105,4
105,4
4% Oesterreichische Goldrente....
25,75
26
26
26,4
4,20% Oesterreichische Silberrente
1,2
1,2
1,25
1,25
4% Ungarische Goldrente .......
7,75
7,85
7,85
7,85
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7,5
7,5
7,5
4V,% desgl. von 1913..........
7,7
7,6
7,6
7,5
5% abgest. Goldmexikaner von 99
. 11
10,9
11.13
11
4% Türkische Zollanleihe von 1911
—
—
—
-—
4% Türkische Bagdaobahn-Anleihe
Serie l.....................
8,4
8,5
—
—
Frankfurt a. M
Lerlin
Gchluß- kurs
Gchlußk. Abendbörse
Schluß» kurs
Gchlußk. Mittagbörse
Datum
182.
19-2
18.2
19.2
4% t>e-3gl. Serie 11 ........
8,4
8,5
_
—
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4,4
4,3
4,3
—
4^r%Rumän.vereinh.Rentev.1913
7
7,05
7.05
—
4% Rumänische vereinh. Rente
4,1
4,13
4,13
4,2
2y4% Anatolier ...........
34,4
34,25
34,25
34,4
Hamburg-Amerika-Paket .....
0
30
30,4
30,13
30,5
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
—
——
27,5
28,5
Hansa-Dampfschiff .........
0
—
—
——
——
Norddeutscher Lloyd .........
0
33,9
34,25
33,65
34,25
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
86
86,65
86,25
86,5
Berliner Handelsgesellschaft ...
4
114
112,75
114
113,25
Commerz- und Prioat-Bank ..
0
82
82,5
82
82
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................
0
82,5
82,5
82,5
82,25
Dresdner Bank..............
0
82,5
82,5
82,5
82,5
Reichsbank ................
12
163,5
162,5
164,25
162,25
A.E.G.....................
30,13
30
30,25
30,13
Bekula.....................
0
140
139,5
139,4
139,4
Elektr. Lieferungsgesellschaft...
6
105,25
105
104,5
104,75
Licht und Krafl .........
6
118
118,13
118
118,5
Felten & Guilleaume.........
0
85,5
85
85,4
85,25
Gesellsch.f.Elektr. Unternehmung
5
114
114,5
114,5
114,5
Rheinische Elektrizität ........
6
—
109,4
110,25
109,75
Schuckert & Go.............
ö
99,75
100
100
100
Siemens L Halske............
7
144,5
146,5
144,75
146,5
Lahmeyer L Co.............
10
119
118,5
118,5
118,5
Buderus ...................
90,65
91
90,5
90,4
Deutsche Erdöl ..............
99
100
100
99,9
Gelsenkirchener.............
69
70 4
69
70,4
Harpener...................
97
99*25
97
99
Hoesch Eisen—Köln-Neuesseu ..
0
86,5
86,75
Ilse Bergbau ...............
6
—
—
143
146,5
Ilse Bergbau Genüsse........
6
121,5
121,5
—
121
Klöcknerwerke ...............
0
85,75
86
85,13
86,5
Mannesmann-Röhreu........
0
77,5
78,5
77,75
78,4
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Gchlußk. Abend- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag« börse
Datum
18.2
19.2
18-2
19.2.
Mansfelder Bergbau.......
.. 0
92
92,5
92,5
92,5
Kokswerke ...............
.. 0
——
——
102,25
104,13
Phönix Bergbau...........
.. 0
54,5
56
54,65
56
Rheinische Braunkohlen ....
. 10
205
204
203
203,75
Rheinstahl ................
.. 0
95,5
95,75
95,75
95,5
Vereinigte Stahlwerke......
.. o
45,5
46,5
45,65
46,75
Ltavi Minen .............
.. 0
12,5
12,25
12,5
Kaliwerke Aschersleben......
.. 6
103,5
103,25
102,25
103,13
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
'04
102,25
102,25
102,75
Kaliwerke Salzdetfurth.....
?y-
148
147
148
147
I. G. Färben-Industrie.....
7
141,25
141,13
141,25
140,9
Scheideanstalt.............
.. 9
205,75
205,75
Goldschmidt ..............
.. 0
91,75
91,5
92
91,75
RütgerSwerke .............
.. u
103
104
103,4
104,75
Melallgesellschaft...........
.. 0
94,5
94.5
94,75
94,75
Pbiitvv Holzmann.........
Zementwerk Heidelberg ....
Zementwerk Karlstadt.......
.. 0
.. 0
.. 0
83,25
118
127
84
118,5
127,13
83,5
84,75
Schultheis Patzenhofer .....
.. 0
—
__
101
101,4
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
53
55,25
53,13
55,13
Bemberg.................
.. 0
——
118,5
116,25
116,25
Zellstoff Waldhof ..........
.. 0
52
51,25
51
100,5
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. Ü
—
75
73,5
75
Dessauer Gas .............
---
—
128
127,9
Daimler Motoren..........
.. 0
48,5
50,5
48,5
49,9
Deutsche Linoleum.........
.. 0
137,5
138
138
138
Orenstein & Koppel........
.. 0
——
—
84,5
85
Leonhard Tietz ............
.. o
39,9
39,65
39
39,65
Ebade ....................
..10
194,5
-—
194,5
199
ölccumulätoren-Fabrik......
.. Ü
158,75
158,5
159,5
Conti-Gummt .,...........
.. 0
142,5
143
142,25
143
Grttzner..................
.. 0
34,13
34,13
34,4
34,4
Mainkrastwerke Höchst a.M..
.. 4
90,25
89,75
Süddeutscher Zucker.......
- 8
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211.
Banknoten.
18.Februar
19.Februar
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Dries
Geld
Brief
Buenos Aire^
0,640
0,644
0,640
0,644
Brüssel.....
58,17
58,29
58,17
58,29
Rio de Jan. .
0,194
0,196
0,194
0,196
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3 053
Kopenhagen.
54,35
54,45
54,12
54,22
Danzig.....
81,31
81,47
81,31
81,47
London .....
12,17
12,20
12,115
12,145
Helsingfors..
5,372
5,382
5,35
5,36
Paris ......
16,43
16,47
16,43
16,«'/
Holland ....
168,38
168,72
168.36
168,70
Italien.....
21,20
21,24
21,20
21,24
Japan ......
0,709
0,711
0,707
0,709
Jugoslawien
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... :
61,17
61,29
60,90
61,02
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,04
11,06
10,99
11,01
Stockholm...
62,75
62,87
62,47
62,59
Schweiz ....
80,72
80,88
80,72
80,88
Spanien....
34,03
34,09
34 04
34,10
Prag.......
10,407
10,427
10,407
10,427
Budapest ...
—
—
• —
Reuyork...
2,49"
2,502
2,480
2,484
Berlin, 19.Februar
Geld
tSriei
Amerikanische Noten..............
2,432
2,452
Belgische Noten..................
57,96
58,20
Dänische Noten .................
53.91
54,13
Englische Noten .................
12,08
12,12
Französische Noten...............
16,42
16,48
Holländische Noten...............
167,94
168,62
Italienische Noten.............
Norwegische Noten ..............
60,74
60,98
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling
Rumänische Noten...............
_
_
Schwedische Noten...............
62,26
62,50
Schweizer Noten.................
80,44
80,76
Spanische Noten.................
Ünaariiffie Noten ................


