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Hessen - Nassauisches Volkswör­terbuch. Bearbeitet von Luise Berthold, Bd. II, Lieferung 8, Marburg a. d. Lahn, Elwert. (343) Die neue achte Lieferung des Hessen-Nassauischen

Aufklärungs -Vortrag! Am Montag, dem 21. Oktober 1935, 20 Uhr, Hotel Viktoria Gießen, Liebigstraße 5, spricht Herr Wilhelm Lang, Darmstadt über das Thema:

Wie kann jede

Familie ein schuldenfreies Eigenheim bei geringer Sparleistung erwerben?

der Klinik des Getöteten zur Untersuchung. Es han­delt sich offenbar um einen Racheakt. Der Geistes­kranke hatte den Arzt vor seinem Hause am Kraut- markt erwartet und, als der Professor erschien, aus unmittelbarster Nähe vier Reoolverschüsse auf ihn abgegeben. Professor Prohaska wurde mit tödlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, erlag den schweren Verwundungen aber bereits auf dem Wege dorthin. Er hinterläßt eine Witwe und ein Kind.

» Aranziskanerpaker wegen Deoisenvergehens verurteilt.

Vor dem Arnsberger Schöffengericht hatte sich der 51jährige Pater Alois Montag (Pater Reinhold) aus dem Franziskanerkloster Werl zu verantworten. Der Angeklagte war Missionsprokurator der Mission China und hatte für die Erledigung der Geldge­schäfte und Ueberweisungen zu sorgen. Dem Ange­klagten wurde zur Last gelegt, rund 23000 R M. über die Grenze verschoben zu haben. Nach der Beweisaufnahme, die die Schuld des An­geklagten ergab, verurteilte das Gericht den An­geklagten zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis, 45 000 NM. Geldstrafe und 22 836,44 NM. Ersatz­zahlungen unter Mithaftung des Ordens.

Vollstreckung eines Todesurteils.

läge, zwei Bände, Ersatzbogen und Nachträge, Tü­bingen (I. C. B. Mohr), 1934/35. Bezugspreis für Abnehmer des Kommentars: 2,40 und 1,50 Mark. (2.) Zu dem im Jahre 1934 neuerschienenen, hier mehrfach angezeigten großen Kommentar sind im Dezember 1934 und im Juli 1935 Nachträge und Ersatzbogen erschienen, die das Werk auf den neuesten Stand bringen. Die wichtigste Neuerung, die zu berücksichtigen und in den Kommentar ein­zuarbeiten war, ist das Gesetz zur Aenderung von Vorschriften über die Zwangsvollstreckung vom 24.10.1934. Diesem Gesetz sind allein 6 neue Bo­gen gewidmet. Es handelt sich hierbei um den Kreis der unpfändbaren Sachen, um den Mobiliarvoll­streckungsschutz und um die Lohn- und Gehalts­pfändung.ng

Carl Martini: (Einmaleins der Ehe. Ein Wegweiser zum Glück. Ganzleinen 2,50 Mark. Verlag Scherl, Berlin. (295.) Martini hat seine Erfahrungen aus dem Alltag der Ehe gesammelt. Er ist ein glücklicher Ehemann und hat erwachsene Kinder, für die er zunächst diese Ehe­fibel schrieb. Alle wichtigen Fragen werden behan­delt, Fragen auf weltanschaulichem, rassekundlichem, nationalem, wirtschaftlichem und ärztlichem Gebiet. Die Aufzeichnungen zeigen, was zum Gedeihen der Ehe jedem einzelnen in die eigene Hand gelegt ist, und damit zugleich, welchen Segen gute Ehen für die Volksgemeinschaft bedeuten. Diese Ausführungen sind kurzweilig geschrieben und bieten viele An­regungen für die Arbeit in der eigenen Glücks­schmiede.

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Senta Dingireiter: Wann kom­men die Deutschen endlichwieder? Eine Reise durch unsere Kolonien in Afrika. Leipzig 1935. Koehler & Amelang, Verlag. 216 Seiten. 19 Bilder. Ganzleinen 2,85 Mark. (313) 1933 trat Senta Dinglreiter eine Reise durch unsere ehe­maligen Kolonien in. Afrika an, und überall wurde sie dort von den Eingeborenen gefragt: Wann kom­men die Deutschen endlich wieder? Unter den heuti­gen Mandatsregierungen herrscht bittere Not, so daß man sich sehnsüchtig der deutschen Verwaltung erinnert. Dadurch, daß Senta Dinglreiter Rückblicke auf die Entwicklung unserer Kolonien in Afrika und die dortigen Kämpfe einflicht, stellt ihr fesseln­des Erlebnisbuch nicht nur eine buntlebendige Reise­schilderung dar; es ist darüber hinaus ein Doku­ment deutscher Leistung und eine Rechtfertigung deutschen Kolonialanspruchs.

Dr. Gerhard Herrmann: Abessinien. Raum als Schicksal. Mit 4 Karten. Preis 0,80 Mark. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. (363) Die Schrift zeigt, daß die tieferen Hintergründe und Zusammenhänge des italienisch­abessinischen Gegensatzes nur verstanden werden können, wenn man sich klar wird über die eigen­tümliche geopolitische Lage Abessiniens, die Eigenart seines Volkstums, und ebenso über die geopolitischen Triebkräfte der Kolonialpolitik Italiens. Die Dar­stellung führt in großen Zügen in Land, Bewohner, Staatsleben, Geschichte Abessiniens ein und zeigt die geschichtliche Entwicklung der durch Rohstoff­mangel und Bevölkerungsdruck verursachten expan­siven italienischen Kolonialpolitik, die sich auch durch die Gefahr eines tiefen Gegensatzes zu dem britischen Jmperum nicht aufhalten ließ. Eine V ' derwehrpolitischen Lage beschließt das

überzeuge sich jeder, daß er sparsamer, bequemer, sauberer als bisher kochen und heizen kann

EnglandsAufrüstungzurGee. ^London, 19. Oktober. (DNB. Funkspruch.) Der Flottenkorrespondent desDaily Telegraph" mel­det, daß England sofort nach Ablauf der Flotten­verträge von Washington und London Anfang 1937 ein großes Kreuzer-Ersatzprogramm in Angriff nehmen wird. Es sei beabsichtigt, der Flotte 60 bis 70 leistungsfähige Kreu­zer zu geben, also etwa das Doppelte der gegenwärtigen Zahl von modernen Schiffen. Ein­zelheiten des britischen Ersatzprogramms sollen ver­öffentlicht werden, sobald die im Gang befindlichen Besprechungen mit anderen Mächten geklärt seien. Neben Kreuzern werde das Pro­gramm Schlachtschiffe, Zerstörer und Schaluppen umfassen. Trotz der erforderlichen Verstärkung der englischen Flotte sei beschlossen worden, nicht die Gleitklausel des Londoner Vertrages anzuwenden.

D,e Durchführung der Ganttionsvorschläge.

Genf, 18. Okt. (DNB.) Nach einer Mitteilung des Völkerbundssekretariats haben bisher fünf­zehn Staaten die Durchführung des Sank- tionsvorfchlages Nr. 1 (Waffenausfuhrver­bot nach Italien und Aufhebung eines etwaigen Waffenausfuhrverbotes nach Äbeffinien) zugefagt, nämlich England, Kuba, Griechenland, Polen, Lett­land, Frankreich, Finnland, Columbien, die Som- jetunion, Schweden, Indien, Uruguay, Irland, Li­tauen, Holland. Der Vorschlag 2 (Kreditsperre) ist bisher nur von der Sowjetunion und von Hol­land an-genommen worden.

Im Wirtschaftsausschuß der Sanktionskonferenz hat man sich auf eine Verschiebung des praktischen Beginns der Wirtschaftssanktionen um mindestens I 14 Tage geeinigt. Der Ausschuß schlägt vor, die I Maßnahmen gegen die italienische Einfuhr mit den- I jenigen gegen die Versorgung Italiens mit kriegs-1 wichtigen Rohstoffen zu verbinden. Die beiden Maß- nahmen sollen von den Regierungen möglichst gleichzeitig in Kraft gefetzt werden.

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In Hamburg ist der 1902 geborene Alfred Weg­ner hingerichtet worden, der vom Schwur­gericht in Hamburg wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war. Wegner, der seit 1929 sich nicht mehr um eine feste Arbeitsstelle bemüht hatte, sondern von seinem Vater unterhalten worden war, hat diesen in grauenvoller Weise ermordet, weil der Vater sich weigerte, ihm Geld für die Anschaffung eines Motorrades zur Verfügung zu stellen.

Raubmord an einem Aulosahrer.

Bei Schedeberg westlich von Apenrade (Däne­mark) wurde der 43jährige Autofahrer K i r k e b y aus Sonderburg in seinem Wagen liegend tot aus- gesunden. Der Schädel war vollkommen zertrüm­mert worden. Die Tat ist anscheinend in der Nacht verübt worden. Soweit sich bisher übersehen läßt, handelt es sich um einen Raubmord. Von dem Täter fehlt noch jegliche Spur. Die polizeilichen Er­mittlungen sind cingeleitet worden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat fol­gendes Telegramm an den bayerischen Ministerprä­sidenten Siebert in München gesandt:Zum heutigen Geburtstag sende ich Ihnen meine herz­lichsten Glückwünsche. Adolf Hitler".

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Preß Association meldet, daß das Befinden des Präsidenten der Abrüstungskonferenz Arthur Hen­derson, der seit längerer Zeit krank darnieder- liegt,sehr ernst" sei.

Ausländische Zeitungen berichten, daß der Reichs- tagsabgeordncte Dr. H u g e n b e r g in schwerer­kranktem Zustand in eine Berliner Klinik einge­liefert worden sei. Wie DNB. erfährt, ist diese Meldung völlig unbegründet. Dr. Hugenberg weilt auf seinem Gute Rohbraken.

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Karl Buchholz: Daß oder das: Komma oder Punkt? Sattelfest in deutscher Sprache von Karl Buchholz. 1,80 Mark. (Falken- V'erlag, Berlin-Schildow) (298) Ist die Hals­krause, die der Pfarrer trägt, einBäffchen" oder einBeffchen"?Nutzt mich das nichts" oder:mir das nichts"? Diese und tausend andere Sprach­schwierigkeiten behandelt der Verfasser. Es ist sozu­sagendas tägliche Brot" der deutschen Sprache, das hier geboten wird. Das Material ist leicht über­sichtlich für den täglichen Handgebrauch zusammen­gestellt. Lebendige Beispiele, nicht trockne Regeln, lehren die Klippen umschiffen.

Unter dem TitelHundert Jahre K u r- h e s f i scher und Kasseler Kun st verein" hat Dr. Helmut Kramen in Kassel, der unfern Lesern aus verschiedenen Beiträgen in derHeimat im Bild" nicht unbekannt ist, eine Geschichte der Ausstellungen des Kunstoereins zu Kassel geschrie­ben, die über das lokale Interesse hinaus schätzens­werte Anregungen und Beiträge zur kurhessischen Kunstgeschichte vermittelt.

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Walter von Schoen: Auf Vorposten für Deutschland. Unsere Kolonien im Welt­krieg. Mit 28 Bildern und 4 Karten. Verlag Ull­stein, Berlin. Kart. 2, Leinen 2,85 Mk. (283) Hier werden nach einer kurzen Einleitung über die Entstehung der deutschen Kolonien die Ereignisse geschildert, die sich fern der Heimat während des großen Krieges abspielten. Das Buch, dem der Verfasser das bekannte Telegramm des Gou­verneurs von Tsingtau:Einstehe zur Pflicht­erfüllung bis zum äußersten" als Motto vorange­stellt hat, beginnt mit der Schilderung der para­diesischen Inselwelt im Stillen Ozean, die nicht ver­teidigt werden konnte und fast kampflos in Feindes­hand fiel, erzählt von dem Heldenkampf der 4000 Tfingtauer gegen eine Velagerungsarmee von 63 000 Japanern, ist das Hohe Lied der Pflicht­erfüllung und des Kampfes für die Waffenehre. Südwest-Afrika hat fast ein Jahr Widerstand ge­leistet; die Kameruner Truppe hat eineinhalb Jahre lang gekämpft In Ostafrika wehte noch nach vier­einhalb Jahren die deutsche Fahne an der Spitze einer unbesiegten Schar, die gegen eine mehr als zwanzigfache Uebermacht kämpfte und ihre Waffen erst senkte, als der Zusammenbruch der Heimat ihrem Kampf ein Ziel setzte.

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Volkswörterbuchs ist dem^ Gedächtnis seines Be- gründers Ferdinand Wrede gewidmet, gestorben

Onkel! Albert l König; der Kinder! Xum erstenmal hier! Sonntag nachmittag 3.30 Uhr im Kath. Vereinshaas Gastspiel der RuhrtanQ-PuppenMIifie Zwei Stunden werden Tränen gelacht! 25 Puppen stellen sich euch vor und zeigen euch drei der schönsten Aufführungen

.Jedes Kind erhült ein Geschenk. Zur Verteilung gelangen. Trompeten, Flöten, Bälle, Flieger, Fingerringe, Spiele, Armbanduhren usw. Kinder 20 Pf. 04454 Erwachsene 30 Pf. Gießener Konzertverein

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Konzert-Abonnement 1935/36

In diesem Jahr sind 9 Konzerte vorgesehen u. zwar:

Gustav Eley (Bariton)

Georg KnlenkampH (Violine) Wilhelm Backhans (Klavier) Die Kammermnsikvere:nlgnng d. Stadt. Orchesters Vier Symphoniekonzerte des verstärkten Städt. Orchesters mit Solisten

Preise der Abonnements: II. Platz RM. 15-, I. Platz KM. 20-, auf Wunsch in Raten zahlbar. Annahme von Anmeldungen, ausführliche Prospekte und jede gewünschte Auskunft in der Musikalienhandlung von Ernst Challier, Neuenweg 10 5,,93p

19. Februar 1934; es ist die erste Lieferung, die feil Anfang 1934 erscheint, nach einer längeren Pause, die durch Krankheit der Bearbeiterin bedingt war. Um so nötiger ist es, alle Freunde und Bezieher im Hessischen an das große Volkswerk zu erinnern und wieder zu seiner sachlichen und geldlichen Um terstützung aufzufordern. 512 Spalten umfassen nun schon die vorliegenden Lieferungen von L bis Ohk führend. Die achte Lieferung beginnt beiNest- tautz" und birgt wieder eine Fülle in sprachliches wie in volkskundlicher Hinsicht höchst anziehender Artikel, wie Neujahr, Nikolaus, Nuß und ihre Sippen, nicht, nichts, nie, nur, oben (Ober),Ochse,Ofen. Karten sind diesmal gewidmet den Begriffennicht wahr", wo das südliche hessischegelte" gegen nörd- liches, grob gesagt preußisches,nicht wahr" und nicht" steht; fernerWiederkäuen",niemand" und (die Kuh ist)brünstig". Die neue Lieferung reiht sich würdig den früheren an. Mögen die weiteren