morsen in den SanMenbläitevn
nicht
solle, was in dem vorgelegten Entwurf noch
Nachdruck verboten!
24 Fortsetzung.
ist Walther von Hollanders „Liebesroman", der damit ansängt, womit die meisten Romane aushören: das ist das Schöne und das Besondere an dieser Geschichte, die, voller Ernst und voller Heiterkeit zugleich, mit wirklichem Gefühl geschrieben ist von einem Dichter, der das menschliche Herz kennt, der mit dem Leben Bescheid weiß und der in seinen Romanen an die große deutsche Erzählertradition anzu- knüpsen scheint, welche mit dem Namen Theodor Fontanes bezeichnet ist. Hier haben wir eine echte Liebesgeschichte, die man mit lebendiger Anteilnahme liest, und deren Gestalten uns noch lange freundlich begleiten. Oer Noman beginnt
war es sicher eine Sache.
Seufzend beugte
Näharbeit. — Herzklopfend riß ecke den Brief auf
sie sich aufs neue über ihre Evi an der nächsten Straßen- und las ihn.
rechtfertigen. Es ist auch nicht anzunehmen, daß sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners bessern. Bei Abwägung der Gläubiger- und Schuldnerinteressen konnte sich das Gericht bei dieser Sachlage nicht entschließen, die Zwangsversteigerung hinauszuschieben. Es erschien nicht gerechtfertigt, dem Gläubiger ein Opfer zuzumuten, und das Verfahren einstweilen einzustellen, wenn dieses nicht geeignet ist, den Zusammenbruch des Schuldners abzuwenden.
Die Derkehrswerbung in Alsfeld.
} Alsfeld, 18. Sept. Der Verkehrs - u n d Verschönerungsverein hielt seine diesjährige Mitgliederversammlung im „Deutschen Haus unter Leitung seines Vorsitzenden, Rektor Rohrbach, ab. Nach Verlesung des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung durch den Schriftführer erstattete der Vereinsführer den allgemeinen Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr. Er wies darauf hin, daß viele stille Arbeit geleistet worden sei und daß man zur Hebung des Verkehrs nichts unterlassen habe. Besonderes Augenmerk habe der Verein auf die Hebung des Stadtbildes und auf die Verschönerung der Anlagen gerichtet. Der Fremdenverkehr in Alsfeld habe im vergangenen Jahr nachweislich zugenommen. Er erstattete weiter Bericht über den in Aussicht genommenen Rhein-Main-Film, in dem das Gebeit Oberhessen eine entsprechende Berücksichtigung erfahren
der Fall war. Rektor Rohrbach wies sodann auf die unbedingt notwendige Erhöhung der Mitgliederzahl des Vereins hin und bat auch weiterhin um Unterstützung der Bestrebungen des Vereins. Besonderen'Dank sprach er Bahnhofsvorsteher Luh in Alsfeld für seine wertvolle Mitarbeit aus. Fabrikant Hans Jakob Bücking berichtete über die Tätigkeit des Werbeausschusses. Er bezeichnete als nächste Aufgabe die Ausgabe eines neuen Prospekts über Alsfeld, dessen Entwurf bereits fertiggestellt sei, der in einer Auflage von etwa 10 000 Stück herausgebracht werden solle. Obertelegraphenbauführer Emrich berichtete über die Derkehrswerbung und stellte eine wesentliche Verbesserung hes Zugverkehrs auf der Eisenbahn, insbesondere auf der Strecke Gießen—Fulda, fest, um die sich der Verkehrsverein besonders bemüht habe. Bemängelt wurde die
Me Geschichte
eines Hochzeitsreise
Und sie sang leise:
„Zu jedem kommt einmal das Glück,
Vielleicht kommt es heute zu dir ..."
„Wunderbar!" rief Evi. „Du singst ja viel schöner als ich."
„Im Gegenteil. Ich singe genau so wie du, Evi! Wir sind einander nämlich wunderbarerweise nicht nur so ähnlich, wir haben auch die gleichen Stimmen. Ich habe es sofort bemerkt, als ich dich das erstemal hörte."
„Und Monika — du willst das wirklich für mich tun?"
Sie sprang auf und fiel Monika um den Hals.
„Monika — mein ganzes Leben werde ich dir dankbar sein dafür, daß du mir den heutigen Abend ermöglichst Und vielleicht — vielleicht werde ich dir später auch alles erzählen "
„Wie du willst, mein kleines Ewchen! Ich werde dich jedenfalls niemals danach fragen."
♦
Unterdessen schlenderte Shirley Preston zur Wohnung Evi von Tanners. Sie hatte ein Schlafpulver genommen und war mit ruhigeren Nerven erwacht. Und nachdem sie sich sorgfältig anqekleidet und wieder einmal konstatiert hatte, ba$ sie sehr hübsch war, fühlte sie sich von neuer Hoffnung erfüllt.
So schnell gab eine Shirley Preston ihr Spiel nicht auf. Sie kannte die Männer. Am leichtesten bekam man sie, wenn sie gerade eine Enttäuschung erlebt hatten. Und es müßte doch mit dem Teufel zugehen, wenn sie dem guten Gerling nicht diese für ihn unangenehme Enttäuschung bereiten könnte!
Kurz nachdem sie das Haus betreten hatte, verließ sie es mit einem triumphierenden Ausdruck.
Die Hausmeisterin hatte ihre Pflicht getan, und Frau Müller hatte ahnungslos sogleich bereitwillig erzählt, daß es das Kabarett zum „Roten Flamingo" war, in dem Evi jeden Abend etwa um neun Uhr auftrat.
Nun, Shirley kannte alle Vergnügungsstätten der Stadt München. Es war kein schlechtes Lokal — leider. Immerhin auch nicht erstklassig, und für Gerling würde es schon genügen!
Rasch entschlossen lief sie zu Maud, die sie in ihrem Atelier empfing, in dessen malerischer Unordnung sie sich so wohl fühlte, daß sie immer seltener Schwabing verließ, um ihre Freundin aufzusuchen.
„Hübsch, daß du einmal kommst, Shirley! Hier hast du Likör! Hier hast du ein paar Kissen... Platz mußt du nehmen, wo du ihn findest..."
„Ich kann leider nicht lange bleiben, aber ich komme, dich für den Abend einladen..."
„Tut mir leid, Liebling! Aber mein Freund ist ein großer Künstler, der zu seinen Impressionen den Abend und die Nacht braucht. Ich leiste ihm natürlich Gesellschaft..."
„Diesmal mußt du dich aber opfern, Maud! Nur eine kurze Zeit, du kannst dann wieder zurückfahren ..."
Und Shirley erzählte der Freundin, was vorgefallen war, und auch ihren heutigen Plan.
Nur die Szene auf Schloß Garatshausen beschönigte sie ein wenig. Niederlagen gestand die ! hübsche Shirley aus Prinzip' nicht einmal ihrer besten Freundin!
Frau von Tanner sagte nichts. Aber sie kannte ihr Kind. Vielleicht war es möglich, daß Evi jemanden gefunden hatte, der ihr gefiel. Aber wenn ihr Kind es ihr noch nicht anvertraut hatte, dann sehr traurige und aussichtslose
Zu jedem kommt einmal das Gliilk. ZRoman von Ellen Kulm Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (6.)
jemand mein Freund ist, dann vertraue ich ihm auch."
„Ja, du bist gut, Monika! — Aber nun höre: Ich muß den heutiaen Abend frei haben, und ich muß doch singen. Und ich traue mich nicht abzusagen, denn ich fürchte, daß mich der Direktor, der sehr jähzornig ist, dann einfach hinauswirft. Er ist so einer, der sich um Verträge nicht kümmert, und überdies habe ich wöchentliche Kündigung. Und dann liegen wir auf der Straße — was soll ich da nur tun?" „
„Und es muß abends sein, gerade heute abend?" ,^Ja, Monika, glaube mir doch!"
„Und wenn du jetzt zu dem Direktor gingest und ihn bitten würdest, dich zu beurlauben?"
„Er tut es bestimmt nicht. Ich müßte ihm denn einen Ersatz bringen..."
„Nun, und hast du denn niemanden?^ Vielleicht eine Kollegin, die gerade arbeitslos ist?"
„Ich kenne niemanden. Ich spreche ja auch fast nie mit den Kolleginnen. Ich bin ihnen zu dumm
Oberhessen.
Zwangsversteigerungsverfahren und VollstreckunaSfchuhverordnung. LPD. Nidda, 18. Sept. In einem Zwangs- versteigerungsverfahren gegen öen Grundbesitz eines jüdischen Viehhändlers hat das A m t s g e r i ch t N i d d a einen Beschluß gefaßt, der von allgemeinem Interest- ift. Der Antrag des lud,, scheu Schuldners auf einstweilige Einstellung des Zwangsversteigerungsoerfahrens gemäß der ^Vollstreckungss ch u tz - V e r o r d n u n g vom 26. Mai 1933 ist durch das Amtsgericht Nidda mit einer Begründung a b g e l e h n t worden, m öer es u. a. heißt:
Nach § 5 der Verordnung vom 26. Mai 1933 kann die Zwangsversteigerung eines Grundstückes einst- weilen eingestellt werden, wenn die Nichterfüllung der fälligen Verbindlichkeiten auf Umständen beruht, die in der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung begründet sind und die der Schuldner nicht abwenden konnte. Zweck und Sinn der Vorschrift des § 5 der Verordnung ist nur der, einem Schuldner, der unverschuldet infolge Umständen, die in der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung begründet sind, in Zahlungsschwierigkeiten gekommen ist, eine Frist zu gewähren, um ihn in die Lage zu setzen, später seinen Verbindlichkeiten nachzukommen und dadurch die Durchführung der Zwangsversteigerung zu verhin-
ben Baltikum-Freikorps-, Grenzschutz- und Rhein- und Ruhrkämpfern einen Ausweis „Einsatz für Deutschland" auf Antrag und nach Prüfung auszustellen. Anträge müssen bis zum 18. Oktober und nicht, wie wir in der Montagnummer berichteten, bis November eingereicht werden. Die Bundesmitglieder erhalten den Ausweis gegen Rückgabe der Mitgliedskarte: gleichzeitig erhalten diese alten Kämpfer ein Ehrenkreuz verliehen. Nach der Erledigung der notwendigen organisatorischen Fragen schloß Kamerad Euler den Abend mit einem Treuegelöbnis zum deutschen Vaterland, dem sie in schwerster Zeit und stets gedient haben, und zu dem Manne, der Deutschland aus den Klauen des Bolschewismus entriß und ihm seine Ehre wiedergab.
Gießener Ivochenmarktpreife.
* G i e ß e n, 19. Sept. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche Handelsklasseneier B 12, C 11, inländische "»gezeichnete 10 bis 11, Wirsing, das Pfund 9 bis 12, Weißkraut 9 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Ruben 7 12,
Rote Rüben 9 bis 10, Spinat 15 bls 25 Römisch ko hl 6 bis 10, Bohnen (grün) 20 bis 30, (gelb) 25 bis 30, Unterkohlrabi 5 bis 6, Erbsen 30 bis .35,!Tomaten 15 bis 20, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 80, Kürbis 5 bi- 6, Pilz- 30 bi- 40, Kartoff-n 4 <B , der Zentner 3,50 bi- 3,80 Mark Fruhapf I» bis 25 Pf., Falläpfel 5 bis 6, Pfirsiche (deutsche) 40, (italienische) 50, Brombeeren 40 bis 45, P^iselbeeren 40 bis 45, Birnen 15 bis 25, Zwischen 10 bis 15, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Salatgurken 5 bis 20, Einmachgurken 1 bis 2 Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bi» 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40, Radieschen, das Bund 8 dis 10 Pf.
vornotlzen.
- Tageskalender f.ür Donnerstag: NSG. „Kraft durch Freude : 16 bis 18 Uhr All- gemeine Körperschule auf dem Umversitatssportplatz-, 18.15 bis 19.45 Uhr Reichssportabzeichen auf dem Unioersitätssportplatz: 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen im Lyzeum, Dammstraße: 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Graf von Monte Christo" — Evan- aelischer Bund: 20.15 Uhr in der Stadtkirche Dor- trag: „Stellung und Aufgabe des Evangelischen Bundes im Dritten Reich".
Was sollte sie nur tun? Sie konnte doch am Abend nicht! Sie mußte sich jetzt hinsetzen und ihm schreiben und ihm offen den Grund angeben! Ach, warum hatte sie ihm das nicht früher gesagt. Sie hatte nicht den Mut gefunden, um ihre Beschäftigung zu verraten, weil sie fühlte, daß er es verurteilen würde. Und wenn sie es ihm jetzt schrieb, dann war alles aus. Dann würde sie nie mehr mit ihm sprechen können! Und sie mußte ihm doch Monikas Bild zurückgeben. Und sie wollte ihm ja auch sagen, daß sie ihm Glück wünschte. Und dabei noch ein einziges Mal, ein letztes Mal mit ihm beisammen sein. Ach, wenn ihr doch jemand raten könnte!
Plötzlich kam ihr Monika in den Sinn. Sie, die Große, Kluge, zu der sie bewundernd aufsah, würde vielleicht einen Rat wissen. Nur sie durfte niemals erfahren, um wen es ging; kein Schatten, kein Zweifel durfte auf ihr Glück fallen. Es mar ja nur zu ihrem Besten, wenn Evi es ihr verheimlichte.
16. Kapitel.
Schnell entschlossen fuhr sie ins Hotel. Monika war zu Hause und holte sie sogleich auf ihr Zimmer.
„Komm nur, Evi! Das ist schön, daß du zu mir kommst. — Aber wie blaß du bist! Fehlt dir etwas? Hast du einen Wunsch? Oder — ist es etwas mit deiner Mutter?"
„Nein, nein — Mutter ist gesund, gottlob! Aber ich weiß mir keinen Rat, und da dachte ich..."
„Daß ich dir raten soll. Gern, Evi! Sprich nur offen; wenn es irgend in meiner Macht steht, soll es geschehen."
Evi verkrampfte die Hände, als sie stockend begann:
„Es geht um etwas für mich sehr Wichtiges, Monika! Du darfst nicht böse sein, daß ich dir nicht sagen kann, um was. Es ist nicht nur mein Geheimnis, aber es tut niemandem etwas Böses, darauf mußt du vertrauen, Monika!"
Monika strich über die Haare der Jüngeren.
„Du brauchst dich doch nicht so aufzuregen, Eochen? — Wir sind doch Freundinnen. Und wenn
Schöffengericht Gießen.
Drei Einwohner aus Treis wurden wegen Sachbeschädigung zu Geldstrafen von je 25 M. verurteilt, die im Uneinbringlichkeitsfalle mit je einem Tag Gefängnis für je 5 M. zu verbüßen sind. Die Angeklagten tragen die Kosten des Der- fahrens.
In einer anderen Sache nahm der Angeklagte- den Einspruch gegen einen gegen ihn ergangenen Strafbefehl zurück. In einer weiteren Sache erschien der Angeklagte nicht. Sein Einspruch wurde daher kostenfällig verworfen.
schlechte Beschaffenheit der Nebenstraßen für den Autoverkehr. Stadtbaumeister Malkmus gab einen Bericht über die Tätigkeit des Verschönerungs- ausschusses, insbesondere über die städtischen Anlagen, und regte die Wiedereinführung des Fenster- Blumenschmuckwettbewerbes an. Im Stadtbauamt wird ein Derkehrsbüro eingerichtet. Er regte weiter Bewilligung eines besonderen Kredits seitens der Stadt als Beihilfe zur Erneuerung besonders schö- ner, alter, unter Denkmalschutz stehender Fachwerk. Häuser an. Die Rehnung von Rj. 1934 wurde ge. nehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Es verblieb ein Ueberschuß von 183,39 Mark. Der Dor. anschlag für das Rj. 1935 fand Annahme. Anschlie« ßend fand eine Besprechung über die hauptsächliche Arbeit der Ausschüsse in der kommenden Zeit statt, wobei insbesondere die Notwendigkeit betont wurde, daß die in erster Linie an der Hebung des Frem« denverkehrs wirtschaftlich interessierten Gewerbe- zweige die Tätigkeit des Vereins tatkräftig unter« tützen müßten. Der Vereinsführer schloß sodann die Versammlung in der üblichen Weise.
Tierschau in Schotten.
* Schotten, 19. Sept. Die zum Teil gestern schon veröffentlichten Ergebnisse über die Prämiierung im Rahmen der Tierschau seien nachstehend ergänzt: j
Familien (drei von einer Kuh stammende Geschwister, von denen das Jüngste mindestens ein Jahr alt sein muß): la-Preis Th. Fischer (Hof Zwiefalten); lb-Preis O. Weishaupt (Wohnfeld); 3. Preis W. Alt (Eschenrod).
Kleine Sammlungen (sechs Stück übet ein Jahr alte weibliche Tiere): 1. Preis Th. Dambmcmn (Rudingshain): 2b-Preis I. H. Hartmann III. (Rudingshain); 3a-Preis H. Laubach (Ober-Mockstadt); 3d-Preis (3 a. Schlörb (Schotten); 3c-Preis Otto Weishaupt (Wohnfeld); 3ck-Preiz R. Laubach (Ober-Mockstadt); 3e-Preis K. Hartmann III. (Rudingshain); 3l-Preis K. L. Deubel (Rudingshain).
Große Sammlungen (zehn Tiere, weil>. lich, über ein Jahr alt): la-Preis Theodor Fischet (Hof Zwiefalten); lb-Preis Lehr- und Versuchsgut Selgenhof.
Ortssammlungen (ein Bulle und zehn weibliche Tiere): 1. Preis Ortsverein Rudingshain; 2a-Preis Wingershausen; 2b-Preis Schotten; 3a> Preis Ober-Mockstadt; 3b-Preis Unter-Seibertenrod.
Milchleistungswettbewerb (Kühe mit drei Kälbern): 1. Preise K. L. Deubel (Unter. Seibertenrod), Th. Fischer (Hof Zwiefalten); la. Preis R. Laubach (Ober-Mockstadt); 2. Preist Theodor Fischer (Hof Zwiefalten), H. Laubach (Ober-Mockstadt), R. Laubach (Ober-Mockstadt) (2s Ed. Becker, H. K. Fischer, K. Repp I., A. Repp, K. Hartmann III., Th. Dambmann (2), sämtlich Rudingshain; 3. Preise Th. Fischer (Hof Zwie- falten) (2), K. Waas (Burkhards), Th. Cellarius (Schotten) (3), H. Stein VII. (Unter-Seibertenrod), Lehr- und Versuchsgut Selgenhof (2).
Milchleistungswettbewerb (Kühe mit zwei Kälbern): 2. Preise Th. Fischer (Hof Zwiefalten), H. Klein II. (Burkhards), H. Laubach II. (Ober-Mockstadt), E. Becker (Rudingshain); 3. Preis- Th. Fischer (Hof Zwiefalten), Th. Dambmann (Rudingshain), Lehr- und Versuchsgut Selgenhof, O. Weishaupt (Wohnfeld).
Landkreis Gießen.
> Queckborn, 19. Sept. Eine gute Ernt« bringen in diesem Jahre die Z w e t s ch e n. 3m den letzten Tagen wurden schon mehrere WaggE verladen. Anfangs betrug der Preis 8 Mark, rend jetzt 9 Mark pro Zentner bezahlt roerben. - Die Kartoffelernte ist zur Zeit hier in vollem Gange. Einen recht guten Ertrag brachten wieder: die Frühkartoffeln, während die späteren Sorten,
Aber natürlich war die kluge Maud doch so ziemlich im Bilde.
Sie schüttelte den Kopf.
„Du solltest dich da nicht einmengen. Gönn' ihm doch der Kleinen, wenn er sie mag. — Du weißt; es ist mein Prinzip, um niemanden zu kämpfen." „Aber du weißt doch, daß mich wiederum nui die Männer reizen, die schwer zu erobern sind.. "
Schließlich gelang es Shirley, Mauds Verspre« chen für den Abend zu erlangen. Und außerdem einen größeren Geldschein, denn Shirley war wieder einmal mit ihrem Geld vollkommen zu Ende un$ die nächste Monatsrate von der Bank aus Neuyor! war noch nicht fällig.
Von Maud eilte Shirley sogleich zur Kasse b« „Roten Flamingo" und besorgte eine Loge.
Und nun galt es also, ihre Einladungen geschM anzubringen.
Johnie Klinke sollte womöglich auch mitkomme« Es mußte Gerling doppelt peinlich sein, Evi dih Zeugen auftreten zu sehen, andererseits würde er sich beherrschen müssen, besonders ihr gegenüber und gute Miene zum bösen Spiel machen.
Hingegen wäre es doppelt angenehm, wenn Mo<> nika nicht mitkäme. Sie war ja so vernarrt in' diese Evi, daß sie sich sogar den Mann, den li doch gewiß schon sicher zu haben geglaubt batte wegnehmen ließ. Sie würde bestimmt Beschoß gungsversuche machen, wenn sie nicht überhal^ längst von Evi Tanners Engagement wußte. Au-- Frau Klinke war nicht gerade notwendig.
Doch heute schienen Shirleys Pläne vom W begünstigt zu fein.
Sie begegnete Johnie in der Halle, schon p Automantel.
„Oh, Herr Klinke! Sie fahren fort?"
„Ja — ich mache heute einen größeren Ausfluß Eine Besichtigung."
Er lächelte vergnügt.
„Ich fahre ganz allein, nur mit meinem Chau'' feur und einem zweiten Herrn, den Sie doch nick! kennen, Frau Preston!"
In seiner Gutmütigkeit wollte Johnie einer eoer tuellen Bitte Frau Prestons, mitgenommen zu wc" den, zuvorkommen. Zu dem, was er vor hattt konnte er sie wirklich nicht brauchen.
Aber Frau Preston sagte nur:
„Sie bleiben doch nicht länger weg? — $c’ wäre so schade. Meine Freundin Maud hat eir? Loge in einem Kabarett genommen, in dem ga.rj ausgezeichnete Vorträge sein sollen. Sie sagt, m brauche dringend eine Abwechslung. Sie wissen P-- ich konnte mich in der letzten Zeit nicht entschließe"- in Gesellschaft zu gehen oder mich zu amüsierens Und nun wollte ich Sie einladen. Ich weiß, lieben das nicht. Aber einmal — mir zulie^ könnten Sie es doch tun, lieber Herr Klinke! Sor"' freut mich die Sache auch gar nicht."
Sie machte ihre schönsten Schmeicheleien, uav Johnie, der froh war, so leichten Kaufs wegz^' kommen, nickte zustimmend.
„Gut, ich komme! — Ganz bestimmt bin ich V, rück. Sie können auf mich zählen, Frau Preston
(Fortsetzung folgt!)
dem. Die Voraussetzung der einstweiligen Einstellung gemäß § 5 der Verordnung liegt hier nicht vor. Der Schuldner ist von Beruf Viehhändler. Sein Gewerbe liegt infolge Abwanderns seiner Kundschaft völlig darnieder. Unter den heutigen Verhältnissen ist in ländlichen Bezirken mit einem Aufschwung des vom Schuldner betriebenen Handels nicht zu rechnen. Der Rückgang des vom Schuldner betriebenen Geschäfts, das damit verbundene Zahlungsvermögen beruht auf persönlichen Verhältnissen und auf individuellen Umständen und ist nicht auf der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung begründet. Das Geschäft des Schuldners ist zurückgegängen, obwohl in den letzten drei Jahren der Viehhandel sich im allgemeinen günstig entwickelt hat. Nur der Rückgang des Viehhandels überhaupt infolge der wirtschaftlichen Verhältnisse im allgemeinen würde eine einstweilige Einstellung gemäß § 5 der Verordnung
** Ausdehnung des Kraftfahrzeugbriefs. Der Reichs- und preußische Verkehrsmi- nister hat die Ausdehnung des Kraftfahrzeugbriefs für Altfahrzeuge angeordnet. In den nächsten Mo- naten werden die Eigentümer von Lastkraftfahrzeu- gen bis 1000 Kilogramm Eigengewicht und der Personenkraftwagen mit mehr als 2 Liter Hubraum, die vor dem 1. 5. 1934 erstmals zugelassen worden sind, von den Zulassungsstellen zur Ausfüllung von Vordrucken aufgefordert werden.
und zu untüchtig."
„Und wenn du zur Stellenvermittlung gingest? Dort gibt es doch sicher Mädchen genug? — Aber nein, das geht nicht. Wenn dein Direktor so jähzornig ist, so behält er zum Schluß die andere und kündigt dir. — Ja, was könnten wir denn nur tun?"
Monika stützte die Hand und verfiel in Nachdenken. Aber sie dachte jetzt nicht darüber nach, wie sie Evi helfen könnte. Sie sah wieder Evi und Johnie Klinke vor sich.
Ach, du kurzsichtige, kleine, harmlose Evi, die du mir dein Geheimnis nicht anvertrauen willst! Du möchtest heute abend so gern mit Johnie beisammen sein. Ihr habt euch gestern bestimmt nicht alles sagen können; ihr wollt ungestört sein. Und dann — es ist so schön, ein Geheimnis zu haben, man durste es ihr nicht stören, der kleinen Evi. Und dabei wäre doch alles viel einfacher, wenn Monika verraten dürfte, was sie wußte.
Eigentlich brauchte sich doch Evi auch um ihren Posten nicht mehr zu sorgen. Zweifellos würde Johnie sie heiraten, und sie brauchte nie mehr aufzutreten ... Daß sie gar nicht daran dachte! Und die hatte man für berechnend halten können!
„Monika, was soll ich nur tun? Du weißt wohl auch nichts?"
Da hob Monika mit einer entschlossenen Bewegung den Kopf.
„Doch, ich weiß, Evi! Bleib nur ohne Sorge heute abend fort. Ich habe eine Vertreterin für dich, die dir bestimmt deinen Posten nicht fortnehmen wird, wenn du ihn wirklich noch behalten willst..."
„Ja?" Zögernd und doch auch hoffnungsvoll blickte Evi zu ihr auf. „Wo nimmst du sie denn her, Monika?"
„Da..." Monika sprang auf und verbeugte sich vor der verblüfften Evi.
„Fräulein von Jnnemann, unsere neue Sängerin ..."
„Was, Monika? Du selbst willst für mich fingen?" „Ja, Evi, und ich kann es auch! Ich habe ein bißchen Stimme und Gehör, und deine Lieder kann ich auch alle. Soaar das mit dem Glück habe ich mir gemerkt. $örv zu ..."


