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Tagesbefehl an die GA.

SA. erlassen:

Arbeit

Oie Reichsanleihe überzeichnet.

Das polnisch-sowjetruMchs Duell in Gens

Don ist in 24 570 Fällen d i e Strafe erlassen

imem, £n des

Fast 40000 amnestierte (Straftaten in Hessen.

p a y nur 70 000.

Das Geschenk des Führers dem Kaiser von Japan überreicht.

Tokio, 19. Sept. (DNB. Funkspr.) Der ja- panische Botschafter in Berlin Graf Mus-ha- kost hat das vom Führer und Reichs« tangier dem Kaiser von Japan geschenkte be­rühmte Kaiser-Saga-Bild in einer feier« lichen Audienz im Beisein des Ministerpräsidenten Hirota dem Kaiser überreicht. Der Kaiser hörte einen Vortrag über die Geschichte des Bilde an, sowie einen Bericht über die Einzelheiten bei der Uebergabe des Bildes durch den Führer an den Grafen Mus-Hakofi in Berlin. Das Bild wird dem kaiserlichen Staatsschatz einverleibt und im Tempel in Kyoto untergebracht, wo es schon in früheren Jahrhunderten aufbewahrt wor­den ist. Die japanische Presse berichtet ausführlich über die Uebergabe des Bildes und spricht dabei von einem hochherzigen Akt des Führers.

Berlin, 18. Sept. (DNB.) Der Chef des Sta­bes, Viktor Lutze, hat nach Beendigung des Nürn­berger Parteitages den nachstehenden Tagesbefehl an die SA. erlassen:

Der Dank der NSDAP an die presse.

München, 18. Sept. (DNB.) Der Reichs« Pressechef der NSDAP, veröffentlicht folgen« Len Dank an die Presse: Die Aufgaben, die der Reichsparteitag 1935 der deutschen Presse stellte, sind m o n i h r in anerkennenswerter Weise erfüllt worden. Ich möchte am Abschluß dieser cauch für die Presse so anstrengenden Tage ihr den Dank der NSDAP, für ihre Arbeit und Mühe zum Ausdruck bringen. Besondere Anerken- lnung verdient auch die Presse st e l l e des Reichs­parteitages in Nürnberg, deren fürsorgende Arbeit Das Werk der in Nürnberg weilenden Pressevertre­ter in besonderer Weise erleichtern half.

Die Oberste SA.-Führung teilt ferner mit: Nach­dem die Umstellung der SA. nunmehr durchgeführt ist und die SA. im alten Geist wieder einheitlich und geschlossen steht, müssen auch äußere Unterschiede fallen. «Es gibt daher auch nicht mehr verschiedene, sondern nur noch grausilberne Aermel st reifen. Ausführungsbestimmungen über die Umänderung «ergehen gleichzeitig.

Der Chef des Stabes: gez. Lutze.

Höchstziffern für Hochschulen.

Berlin, 18. Sept. (DNB.) Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat für die nachfolgend angeführten Hochschulen folgende Höchstziffern festgesetzt, die jedoch nur f ü r das Wintersemester 1935/36 gelten: 1. Univer­sitäten: Berlin 6900, Frankfurt a. M. 1700, Köln 2600, Leipzig 3300, Hamburg 2100, München 5400, Münster 2900. 2. Technische Hochschu­len: Berlin 2000, Dresden 1600, München 2100. 3. Handelshochschulen: Berlin 550, Leipzig 350.

Dadurch sind Neuimmatrikulationen an diesen Hochschulen nur in beschränktem Um­fange nach dem jeweiligen Spielraum, der durch die Höchstziffern geschaffen wird, möglich. Die A n- trag stell er auf Neuimmatrikulationen sollen in folgender Reihenfolge berücksichtigt werden: a) alte Kämpfer Der NSDAP., einschließlich der Mitgliedsnummer 1 Million; b) Angehö­rige der Wehrmacht, wenn sie den Nachweis erbringen, daß sie ihr Studium auf Anordnung ihrer militärischen Dienststellen durchführen zur späteren Verwendung im Heeresdienst; c) Stu­denten, die bisher zwei oder mehr Se­me st er an den Universitäten Königs­berg und Breslau, der Handelshochschule Königsberg oder den Technischen Hochschulen Bres­lau und Danzig studiert haben.

Im übrigen sind die schriftliche!* Anträge auf Neuimmatrikulation in der Reihenfolge des Einganges zu berücksichtigen. Auf Ausländer finden diese Bestimmungen keine Anwendung. Bei dem Antrag auf Neuimmatrikulation haben die Antragsteller folgendes au beachten: Die Gebüh­renerlassungen für Studenten richten sich nach dem Gesamtaufkommen der Gebühren an der jeweiligen Hochschule. Bei solchen Großstadt­hochschulen, deren Studenten^ahlen begrenzt worden sind, wirkt sich das dahingehend aus, daß die Ge­bührenerlaßsummen ganz überwiegend für die zahlreichen älteren bereits immatri­kulierten Seme ft er verwandt werden müssen, so daß für Neuimmatrikulierte an diesen Hochschu­len relativ geringe Summen zum Gebührenerlaß zur Verfügung stehen.

Zeit haben können. Er ist im Grunde im Locarno-Vertrag eingeschlossen. Daß Polen sich mit Angviffsgedanten gegenüber Sowjetruß­land tragen könnte, glaubt auf der ganzen Welt kein Mensch, wahrscheinlich Herr Litwinow selbst nicht. Es ist doch eine Dreistigkeit, wie man schlim­mer sie sicb nicht vorstellen kann, wenn derselbe Litwinow den deutsch-polnischen Nichtangriffspakt verdächtigt, der vor ganz kurzer Zeit erst einen Beistandspakt mit Frankreich abgeschlossen hat, hinter dem man mit viel größerem Recht den Willen zur Sicherheit des Angriffs vermuten darf.

Für Polen antwortete der Testamentsvollstrecker des Marschalls Pilsudski, Außenminister Oberst Deck, dessen Rede die Provokationen Litwinows in einer Form parierte, daß über den Sinn seiner Ausführungen Zweifel nicht am' Platze sind. In diesem Augenblick ist ein weiterer Beitrag zur pol­nisch-russischen Spannung von Bedeutung, der sich um die Boykottierung eines bereits seit Ian» gern vereinbarten polnisch-russischen Kulturaus­tausches durch die roten Machthaber dreht. Wäh­rend nämlich Polen vorweg in einer polnischen Li­teraturzeitschrift eine würdige Sondernummer über Sowjetrußland herausgebracht hat, verweigern die Sowjets nunmehr die Erfüllung des Abkommens, das eine Propagierung polnischen Kulturguts in einer russischen Zeitschrift vorsah. Das sind Nadel­stiche, deren Häufung und Summierung allerdings

Berlin, 18. Sept. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt: Um den durch den Staatsjugend- ' a g entstandenen Störungen vorzubeugen und um Schwierigkeiten für die Führer des Jungvolks Zu beseitigen, hat Reichsminister R u ft durch Erlaß vorn 14. 9. 35 angeordnet, daß an Samstagen in allen Schulen grundsätzlich kein lehrplanmäßigerUnterricht erteilt wird. An den Bestimmungen des Staatsjugendtages wird hierdurch nichts geändert, d. h., nach wie vor gelten alle zum Jungvolk und Jungmäbel gehörenden Schüler und Schülerin­nen einschließlich der Führer an diesem Tage als beurlaubt. Für alle übrigen Schü­ler und Schülerinnen findet an diesen Tagen n a - tionalpolitische Schulung durch die Schule statt. Durch die Hitlerjugend wird der Staatsjugendtag also wie bisher nur für das Jung­volk und die Jungmädel gestaltet, da die Frage der

Das Denken und Fühlen des deutschen Volkes war in der vergangenen Woche so vollkommen auf die machtvollen nationalen Kundgebungen und auf die weltgeschichtlich bedeutsamen Ereignisse in Nürn­berg ausgerichtet, daß darüber die Ereignisse in Genf in der Aufmerksamkeit notwendig zu kurz kommen muhten. Es hat sich dort nicht nur um Abessinien gehandelt, es sind sehr laute N e - bengeräusche aufgetreten, die durch das pro­vozierende Auftreten des fowjetrussischen Außen­kommissars Litwinow ausgelöst wurden. Das Ziel seiner Ausführungen war, das von Polen und Deutschland befürwortete und zwischen den beiden Staaten selbst bereits zur Anwendung gebrachte System der zweiseitigen Ver­träge als friedengefährdend zu verdächtigen. Er argumentierte dabei so, daß Verträge, die den Fall eines Angriffs auf einen dritten Staat unerwähnt ließen, nur den Sinn haben sollten, den vertrag­schließenden Mächten für einen Angriff auf einen solchen dritten Staat Rückendeckung zu geben. Er sprach von einer Theorie der Angriffssicherung.

Was Deutschland betrifft, so liegt der Un­sinn einer solchen Argumentierung klar zutage. Gegenüber Rußland haben wir keine Möglichkeitdes Angriffs, und die Fran­zosen wissen ganz genau, daß sie einen Nicht- angriff spakt mit Deutschland nach dem Vor­bild des deutsch-polnischen Vertrages zu jeder

niens eine Pause von mehreren Tagen für wahrscheinlich gehalten. Obwohl die Aussichten nach wie vor ungünstig beurteilt werden, meldet die englische Presse aus Gens eine entschiedene Nervosität bei den Italiene r n, die auf hie geschlossene Unterstützung des Völkerbundes durch Die öffentliche Meinung der Welt und auf Dieruhigen aber stetigen Vorbereitungen" der bri­tischen Regierung im Mittelmeer zurückzuführen fei.Times" meint, die britische Delegation, deren Stellung jetzt sehr stark sei,'wolle zwar keine Ver­schleppung, sei aber doch dafür, den Italie­nern reichlich Zeit zur Ueberlegung zu geben. Eine Ablehnung des Planes durch die Italiener würde nicht überraschen, doch wäre es denkbar, daß sie ihn als Erörterungs- Grundlage annehmen, um während Der an» chließenben Verhandlungen womöglich eine chwache Stelle in Der geschlossenen Front ihrer Gegner in Der Politik zu entDeden. Hierauf seien inDessen Die Vertreter mehrerer kleinerer Mächte vorbereitet. Die gegen j e D e e weitere Zugestänbnis an Italien seien. Sie roürDen voraussichtlich vorschlagen, Die jetzige Tagung, Die normalerweise am 28. September enben würbe, solange fortzusetzen, bis eine Regelung erreicht sei. Der Völkerbunbsrat werbe auf jeben Fall weiter tagen, bis eine Entfcheibung in ber einen ober anberen Richtung gefallen fei.

mnb in 14 983 Fallen bas anhängige Verfahren niebergeschlagen worben. Für bie einzelnen Lanbgerichtsbezirke (Provinzen) ergeben sich fol­ge nbe Zahlen: Lanbgerichtsbezirk Darm stabt Starkenburg) Straferlaß in 12 146 Fällen, Nieber- ichlagung in 6255 Fällen, Lanbgerichtsbezirk Gie - gen (Oberhessen) Straferlaß in 5247 Fällen, Nie- verschlagung in 3343 Fällen, Lanbgerichtsbezirk Mainz (Rheinhessen) Straferlaß in 7177 Fällen, Niederschlagung in 5385 Fällen.

Kinderbeihilfen an kinderreicheFamilien

Berlin, 18. Sept. (DNB.) Im Reichsanzeiger wird eine Verordnung des Reichsfinanzministers über die Gewährung von Kinderbeihilfen an tinber» reiche Familien veröffentlicht, in ber bestimmt wirb, vaß kinberreiche Familien aus ben Mitteln »es Sonbervermögens bes Reiches für Ehestandsdarlehen auf Antrag einma­lige Kinderbeihilfen gewährt werden tonnen.

Beflaggung her öffentlichen Gebäude.

Berlin, 18. Sept. (DNB.) Durch das Reichs- slaggengesetz vom 15. September 1935 ist die Haken- llreuzflagge zur alleinigen Reichs- und Nationalflagge erhoben worden. Unter Aufhebung aller entgegenstehenden Bestimmungen niber das Beflaggen öffentlicher Gebäude hat der Reichs- und preußische Mini st er des Innern daher auf Grund des Art. 4 des Reichs- fflaggengesetzes mit sofortiger Wirkung folgendes langeorbnet:

1. Sämtliche öffentlichen Gebäude des Reiches, der Länder und der Körperschaften des öffentlichen Rechts flaggen künftig mit der Haken- Kreuzflagge.

2. Die Flagge S ch w a r z w e i ß r o t und die flaggen ber ßänber unb ber Provin - zzialverbänbe sinb künftig nicht mehr zu zeigen.

3. Den Oemeinben im Sinne ber Gemeinde- rorbnung ist es gestattet, neben ber an erster Stelle zu hissenden Hakenkreuzflagge bei festlichen An- «ässen auch bie Gemeindeflagge zu zeigen.

Aufmarschstabes, spreche ich an biefer Stelle meine Anerkennung aus. SA.-Männer! Ähr habt bem Führer gezeigt, baß bie SA. fester unb härter, bisziplinierter, sauberer unb fanatischer hinter ihm unb seiner Jbee steht benn je. Der Be­weis hierfür lag in Eurer Haltung, Eurem Blick! Mit tiefbewegtem Herzen, erfüllt mit einem un» fcänbigen Glauben an ben Führer habt Ihr Nürn­berg verlassen. Mit biefem Befehl feib Ihr roieber Sn Eurer Heimat, zu Euren Einheiten gestoßen mnb nach biefem Befehl werbet ihr künftig hanbeln: 2/ie SA. wirb kämpfen unter Einsatz iller Kräfte bis zur höchsten Hingabe? Sie inirb marschieren, bis ber letzte Deutsche in unserer Bewegung steht. So will uns ber Führer, unb so marschieren wir. Das ist ber Weg zur Freiheit, Arbeit unb Brot. gez.: Lutze."

Neuregelung des Glaalsjugendtages.

Samstagkeinlehrp»anmäßigerSchulunterricht-Ein«,gleitenderSechstageplan"

Die große Mehrheit des deutschen Volkes hat wohl niemals daran gezweifelt, daß die Reichsan­leihe, die in der Zeit vom 4. bis 16. September zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt war, einen vollen Erfolg bringen werde. Das jetzt gemel­dete Ergebnis, daß die Anleihe erheblich überzeich­net worden ist, und daß daher den Zeichnern nur 88 Prozent des gewünschten Anleihebetrages wer­den zugeteilt werden können, übertrifft jedoch alle Erwartungen. Die 500 Millionen Mark 4^prozen- tige Reichsschatzanweisungen, die das Reich zur öffentlichen Zeichnung anbot, sind ein unge­heurer Betrag für ein Volk, das gewiß nicht sehr kapitalstark ist, und das überdies erst vor drei Jahren eine schwere Kreditkrise durchgemacht hat. Die Summe, die auf dem Wege von Zeichnungen Der Allgemeinheit aufzubringen war, ist um so höher zu bewerten, als ja gleichzeitig auch von den Sparkassen 500 Millionen Mark Reichsschatzanweisungen gleicher Art übernommen worden sind. Die Sparkassen, auf die sonst ein gro­ßer Teil der Anleihezeichnungen zu entfallen pflegte, tarnen also diesmal für die dem Publikum ange­botene Anleihetranche nicht in Betracht. Trotzdem hat das deutsche Volk nicht nur die von ihm ver­langten 500 Millionen Mark auf Den ersten Anhieb hin aufgebracht, fonDern es war bereit, einen noch höheren Betrag dem Reich zur Ver­fügung zu stellen.

Dieser Erfolg ist ein Beweis für die r e ft I o f e Wiederherstellung des Vertrauens zum Staat, die ber Nationalsozialismus in zweieinhalbjähriger mühevoller, unablässiger Arbeit erreicht hat. Wenn man sich bewußt werden will, was die Aufbringung der Milliardenanleihe in einer außenpolitisch unklaren und unruhigen Zeit bedeutet, so braucht man dieses Anleiheergebnis nur mit denen früherer Anleihen etwa der Reinhold- oder gar ber Hilferding-Anleihe zu vergleichen. Die Vorarbeit, die zur Erzielung dieses schönen finanzpolitischen Erfolgs geleistet werden mußte, bestand weniger in einer umfangreichen Propagandatätigkeit für die Anleihe, als vielmehr in einer systematischen Stärkung der Wirtschaft und des Vertrauens. Diese Arbeit ist von der Machtergreifung der national» sozialistischen Reichsregierung an zielbewußt und aufbauenb geleistet worden. Die großzügige Ar­beitsbeschaffung, durch die diese Regierung mehr als 4 Millionen Volksgenossen wieder in Ar­beit braäjte, war nur möglich, weis es von. vorn­herein sicher war, daß eine gestärkte Wirt­

schaft nach Festigung des Vertrauens auch die Mittel aufbringen werde, die zur Finan­zierung der Arbeitsvorhaben erforderlich sind. Diese Gewißheit machte es der Regierung leicht, die schwebenden Schulden einzugehen, mit Deren Kon­solidierung nun durch die erfolgreiche Auflegung der Milliardenanleihe ein vielversprechender An­fang gemacht worden ist.

Vertrauen ist das Fundament des Kredits. Nur eine Regierung die es verstanden hat, das Ver­trauen des deutschen Volkes in weitestgehendem Maße zu gewinnen, konnte in dieser Zeit einen so umfangreichen Kredit in Anspruch nehmen und er­halten. Das deutsche Volk hat dadurch, daß es diese Milliardenanleihe bereitwillig zeichnete, Den besten Beweis geliefert, Daß es zu Der Regierung volles Vertrauen hat. Dieses Vertrauen grünDet sich heute bereits auf Leistungen unD Erfolge.

Das Ergebnis Der Reichsanleihezeichnung roirD zweifellos auch im AuslanDe Beachtung unD Würdigung finDen. Man wird auch Dort Vergleiche mit Den Resultaten früherer Deutscher unD nicht- Deutscher Anleihezeichnunaen ziehen. Vor allem roirD man Dort in Betracyt ziehen müssen, daß der deutsche Anleiheerfolg in einer Zeit erzielt worden ist, in der sich viele andere Regierungen trotz größ­ter finanzieller Nöte nicht an den Kapitalmarkt ihres Landes zu wenden wagen, weil sie Die Zu­rückhaltung Des Kapitals unD Der Sparer infolge Der weltpolitischen unD weltwirtschaftlichen Verwir­rungen fürchten. Sicherlich haben Die außenpoli­tischen Ereignisse Der letzten Wochen Die Zeichnun­gen auf Die Deutsche Milliardenanleihe nicht geraDe geförDert. Haben sich Doch geraDe in Den beiden Zeichnungswochen Die Verhältnisse in Europa unD in Afrika in einer Weise zugespitzt, Die in anDeren LänDern wohl viele Zeichner ängstlich gemacht hätte. In Deutschland ist jeDvch in Den letzten Jah­ren auch nach Dieser Richtung hin erfolgreiche Er­ziehungsarbeit geleistet roorDen. Das Deutsche Ka­pital hat gelernt. Den Blick in erster Linie auf Das Gesamtinteresse Der Nation zu richten. Deutschland hat sich politisch und wirtschaftlich auf sich s e l b st gestellt. Es vertraut nur sich selbst, das aber hundert­prozentig. Der Erfolg der Reichsanleihe hat bewie­sen, daß sich Kapital und Sparer in Deutschland rückhaltlos in Den Dienst Der Gesamtheit stellen, und daß die Reichsregierung bei der Durchführung ihres Aufbauprogramms auf die Mitarbeit aller wirtschaftlichen unb finanziellen Kräfte der Nation zählen Darf.

allmählich ein StaDium der Verbitterung herbei­führen könnte. Die halbamtliche polnische Presse- AgenturIskra" wies in den letzten Tagen noch Darauf hin. Daß Polenmit bewundernswürdiger Geduld und Sanftmut seit IV2 Jahren die in der Sowjetunion entfesselte Kampagne gegen Polen ertragen" habe. Nun aber sei es nicht mehr möglich, Darüber zur TagesorDnung überzu­gehen. Man muß beDenEen, Daß Polen einen Nichtangriffspakt nicht nur mit DeutschlanD fonDern auch mit SorvjetrußlanD abge­schlossen hat; Daß Polen ferner einen Bündnis« vertrag mit Frankreich besitzt unD Daß auf Der anDeren Seite DeutschlanD Durch Den Locarno­vertrag unD Durch Das Deutsch-polnische Abkommen sowie Durch Die jüngste FührerreDe vom Reichspar­teitag aus zur Genüge bewiesen hat, Daß ihm nichts so heilig unD teuer ist wie Der FrieDen Der Welt. Was Dagegen von Moskau zu halten ist, Darüber braucht nicht erst gesprochen zu werben. Für Moskau bebeutet Frieben Untergang, Krieg aber eine letzte Chance. Wer stört ben Frieben?

Die Landesverteidigung der Philippinen.

Washington, 18. Sept. (DNB.) Der General­stabschef ber amerikanischen Armee General Doug­las MacArthur gab bekannt, baß er am 15. Dezember von seinem Poften zurücktreten werbe, um Die LanDesverteiDigung Des neuen Philippinen st aates zu organifie» ren unD Die Armee Des Lanbes auszubilden. Der inzwischen zum Präsibenten gewählte ehemalige Senator Quezon hatte MacArthur nach einer Beratung mit Präsibent Roosevelt, Kriegsminister Dem unb anberen amerikanischen Beamten in Washington ersucht, ben Posten zu übernehmen. MacArthur gab nunmehr bekannt, baß er ben Posten annehme, weil er bie künftige Sicher­heit unb Unabhängigkeit ber Philip­pinen von höchster Bedeutung für bie ame­rikanischen Interessen im Stillen Ozean halte. MacArthur unb sein Adjutant Th. I. Davis werben Anfang Oktober in Manila mit bem amerikanischen Kriegsminister Dem, bem Vizepräsibenten Des Repräsentantenhauses unb zahlreichen amerikanischen Kongreßmitgliebern ber Amtseinführung Quezons beiwohnen werben, ber bei ben gestrigen Präsibentenwahlen 501 233 Stimmen erhielt. Sein Oegenfanbibat Emilio Aguinalbo, ber ben Aufstcmb geaen Amerika 1900 geführt hatte, erhielt etwa 161000 Stimmen, ber zweite ©egenfanbibat Bischof Agli«

Aus aller Wett.

Der Vllderbiebslahl im Aschaffenburger Schloß vor Gericht.

In Aschaffenburg begann unter lebhaftem An- brang des Publikums ber Prozeß gegen ben Ein­brecher Paul Falk unb Den Hehler Robert Franke. Die Anklage legt Falk zur Last,'im Juli 1932 gemeinsam mit einem noch nicht ermittelten Kumpan im Aschaffenburger Schloß ein- gebrochen zu haben unD im Dortigen Kupferstich­kabinett 83 Rembrandt-Radierungen unb 237 Hanbzeichnungen anberer alter Meister gestoh­len zu haben. Der Kunstwert Der gestohlenen Sil­ber wirb in Der Anklageschrift auf eineinhalb bis zwei Millionen Mark geschätzt. Der größte Teil der gestohlenen Kunstwerke konnte übrigens, wie früher bereits berichtet, inzwischen wieder herbeigeschafft werden. In der ersten Zeugenvernehmung wurden bie gestohlenen Kunstgegenstände von einem kunst­historischen Sachverständigen im Gegensatz zu ber Schätzung ber Anklageschrift auf insgesamt 50 000 bis 100 ÖO Mark geschätzt. Die Derhanblung wird fortgesetzt.

Die hundertste Ozeanüberquerung des Luftschiffs Graf Zeppelin".

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist am Mitt- wochnachmittag von seiner 12. diesjährigen Süd­amerikafahrt unb bamit gleichzeitig von seiner 10 0. Ozeanüberquerung nach Friebrichshafen zurückgekehrt unb um 1.40 Uhr auf bem Werft- gelänbe glatt gelanbet.

Reichspastminister Freiherr v. Eltz-Rübenach hat ber Deutschen Zeppelin-Reederei in Friebrichs­hafen zur Dollenbung ber 100. Ozeanfahrt bes LuftschiffesGraf Zepelin" Anerkennung unb sei­nen Glückwunsch ausgesprochen. Die pünktliche Durchführung ber Fahrten bes Luftschiffes im plan­mäßigen Verkehr habe bie Entwickstmg bes beutschen Schnellnachrichtenverkehrs zwischen Europa unb Sübamerika stark geförbert unb bank ber vorzüg­lichen Leistungen von Betriebsführung unb Gefolg­schaft bazu beigetragen, deutsche Werkarbeit in der Welt zur Geltung zu bringen. Der Reichspost­minister vertraut angesichts der bisherigen Leistun­gen auf eine günstige Weiterentwicklung des deut­schen Weltluftschiffverkehrs.

Warnemünder Dampfer gestrandet. Besatzung gerettet.

Aus Borkum-Riff strandete der deutsche FrachtbampferBramow" (571 Tonnen), ber ber Deutsch-Nordischen Schiffahrts- unb Seetransport

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friebrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für Den Inhalt Der An­zeigen: TheoDor Kümmel. D. 21. VIII. 35: 9838. Druck unD Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein« druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr^3 vorn L^uni 1935 gültig.

Beurlaubung des Jungarbeiters unb bes Lehrlings bisher noch nicht gelöst ist.

Der Erlaß hat folgenben Wortlaut:

Um eine bessere Durchführung bes Staatsjugenb- tages unb eine geregelte Unterrichtsführung zu ge­währleisten, ordne ich an, daß nach den Herbst­er i e n in den Volksschulen (Grund- und Haupt- chulen) in den mittleren und höheren Schulen am Staatsjugendtag fein lehrplanmäßiger Unterricht mehr erteilt werden darf. Der Staatsjugendtag soll in Zukunft ausschließlich ber nationalpolitischen Erziehung bienen.

Eine Uebertragung ber badurch ausfal­lenden Unterrichtsstunden auf die übri­gen fünf Wochentage ist für die mittleren und höheren Schulen auf bie Dauer nicht trag­bar, vielmehr muß der bisherige Wochenstunden­plan auf sechs Tage verteilt bleiben. Da­her muß ein weiterer, sechster Unter­richtstag als Ersatz für den Staatsjugendtag angefügt werden. Das hat zur Folge, daß die echstägige Schulwoche fortan ständig um je einen lag roeitergleitet. Diesergleitende Sechstageplan" wird sowohl den Unterricht zu einem Recht kommen lassen wie auch einer leberlaftung der Schüler vorbeugen. Er ist mit Beginn des Unterrichts nach den Herbst­ferien an allen mittleren und höheren Schulen durchzuführen.

LPD. Darmstadt, 18. Sept. Die Justiz- Pressestelle Darmstadt teilt mit: Die nun» inehr abgeschlossene Zählung der Amnestiefälle hat ergeben, daß bas Gesetz über die Gewährung von Straffreiheit vom 7. August 1934 im Oberlandes­gerichtsbezirk Darmstadt (Hessen) auf insgesamt 69 553 Straftaten Anwendung gefunden hat. Da-

~Die Tage von Nürnberg sind vorüber. Diel LJ.t wurde geleistet. Große Opfer wurden ge­bracht von jedem einzelnen. Allen Teilneb insbesondere auch den Führern unb Männefi