Ausgabe 
19.6.1935
 
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Beim oer«

DieDmchsiihmngdesDeutschenÄgendfestesMS

Hörer dankten mit lebhaftem Beifall. Gutspächter Isenberg dankte dem Redner, der Ortswalter der DAF., Pg. Gail, hielt die Schlußansprache. Mit dreifachemSieg-Hell!" auf den Führer und mit den beiden Nationalhymnen fand die Versamm­lung ihren Abschluß. Die hiesige Dreschge- n o s s e n s ch a f t hielt bei Gastwirt Gg. Stumpf I. ihre Generalversammlung ab, die vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Konrad Eckstein, eröffnet wurde. Direktor Wilhelm Erb erstattete den Ge°

Beginn 14.30 Uhr (Mädchen 10 bis 14 Jahre): Pestalozzi, und Schillerschule (etwa 270 Teilneh­merinnen).

Teilnehmer am Sonntag: Beginn8Uhr: BdM. (etwa 280 Teilnehmerinen) und Kaüfmän« nische Berufsschule (Mädchen 15 bis 18 Jahre) (etwa 50 Teilnehmerinnen).

3. Sportplatz der Spielvereinigung 1900.

Obleute: Frl Jaeger (Lyzeum) für Sams­tag, 22. Juni; Herr Richtberg (1900) für Sonn- tag, 23. Juni.

Kampfgericht: A) für Samstag stellt Ly­zeum, Mädchenberufsschule, Goetheschule, Höhere Privatschule, Aliceschule; B) für Sonntag stellt Spielvereinigung 1900.

Geräte: Für Samstag und Sonntag stellen die erwähnten Schulen und die Spielvereinigung 1900.

Teilnehmer am Samstag (Mädchen von 10 bis 14 Jahren): Beginn 8 Uhr: Lyzeum, Goethe­schule Höhere Privatschule (etwa 240 Teilnehmer rinnen).

Beginn 14.30 Uhr: Jungmädel (etwa 200 Tell- nehmerinnen), Gruppe 3 und 4.

Teilnehmer am Sonntag (Mädchen von 15 bis 18 Jahren): Beginn 8 Uhr: Mädchenberufs­schule (etwa 230 Teilnehmerinnen).

4. Sportplatz BfB.-Reichsbahn.

Obleute: Herr Paul (Realgymnasium) für Samstag, 22. Juni; Herr Fischer (DfB.-Reichsbahn) für Sonntag, 23. Juni.

Kampfgericht: A) für Samstag stellt Gym­nasium, Realgymnasium und Gewerbliche Berufs­schule; B) für Sonntag stellt VfB.-Reichsbahn.

Geräte: Für Samstag und Sonntag stellen die erwähnten Schulen und VfB.-Reichsbahn.

TeilnehmeramSamstag: Beginn 8 Uhr: Jungmädel (etwa 200 Teilnehmerinnen) Gruppe 1 und 2; Beginn 14.30 Uhr: Jungvolk (etwa 320 Teilnehmer), Fähnlein 3 und 4.

Teilnehmer am Sonntag (Knaben von 15 bis 18 Jahren): Gewerbliche Berufsschule (etwa 300 Teilnehmer). Beginn 8 Uhr.

Anschriften.

Ortsgruppe Gießen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, Ludwigftraße 34II. Tel. 2562.

Obleute: Stud.-Aff. Franz Lotz, Am Kugel­berg 80; Tel. 5262;

Karl Erb, In Löbers Hof 3;

Stud. - Assessor Ludwig F o n t i u s, Stephanstraße 9; Tel. 3112;

Carl Müller, Gnauthstraße 28;

Frl. Jaeger, Frankfurter Straße 3, Tel. 2717;

Georg Richtberg, Mühlstraße 32; Tek. 2851;

Das diesjährige große Reichstreffen der deutschen Frontsoldaten in Kassel vom 6. bis 8. Juli entspricht nach den festlichen Zurüstungen und den bereits jetzt vorliegenden Anmeldungen durchaus der Bedeu­tung, die diesem ersten Reichskriegertag nach der wiedererstandenen Wehrhaftigkeit des Deutschen Reiches zukommt. Die vorgesehene Festfolge roirb Ausdruck dieses geschichtlich bedeutsamen Treffens sein. Für die Geschlossenheit des deutschen Front­soldatentums werden die Paradeaufstellung auf der Karlswiese am Sonntag, dem 7. Juli, vormittags 10 Uhr, die Ansprache des Kyffhäuser-Bundesfüh- rers und der Vorbeimärfch am Friedrichsplatz zeugen. Den überzeugenden Beweis für die Lei­stungsfähigkeit der neuen deutschen Wehr aber wer­den die militärischen Vorführungen der Reichswehr am Sonntag, dem 7. Juli, nach­mittags auf der Karlswiese erbringen. Turnerische und sportliche Darbietungen der verschiedensten Art, Vorführungen aus dem modernen Nachrichtenwesen werden die Darbietungen der Reichswehr einleiten.

Besonderes Interesse werden die reiterlichen Darbietungen der Kavallerieschule Hannover erwecken.

Es folgen weiter Einteilung und schematische Dar­stellung aller Waffengattungen und ihr formales Exerzieren und Gefechtsbilder unter Einsatz und Vorführung aller neuzeitlichen Waffen. Es ist Vor­sorge getroffen, daß zu diesen Vorführungen der Reichswehr ausschließlich die deutschen Frontsolda­ten Zutritt haben; für die Bevölkerung der Stadt Kassel finden die Vorführungen an einem anderen Tage statt.

Ihre Ergänzung finden diese Hauptdarbietungen in Festveranstaltungen, die in der Hessenkampfbahn, am Fuldaufer, im Park Schönfeld und in der Stadt­halle stattfinden. Für den Festabend des Sonntags sind besondere Veranstaltungen in den Festzelten, der Stadthalle, dem Ständehaus, im Stadtpark und im Vereinshaus vorgesehen. Feuerwerk und Herku­les-Höhenbeleuchtung beschließen den Festtag.

Die Stadt Kassel stellt für den Reichskriegertag ein ideales Festgelände zur Verfügung. Sie ist in der glücklichen Lage, sämtliche Feststätten innerhalb des bewohnten Stadtgebietes ganz nahe beieinander zu haben. Die Karlswiese vor dem Orangerieschloß, einem köstlichen Barockbau, ist eine weitgedehnte grüne Fläche, umstellt von den hohen, uralten Bäu­men des Aueparks. Dieser wundervolle Park liegt im Tal der Fulda, die an seinem Ende in mächti- dem Bogen rauscht. Wenn die Teilnehmer des Reichskriegertags auf der Karlswiese zusammenströ­men. blicken sie über die Balustraden des Orangerie­schlosses zur Terrasse des Staatstheaters hinauf, das hier von der Höhe des Friedrichsplatzes ins Tal der Orangerie hinunterfteilt.

Kassel, die Stadt des Reichskriegertages

Reichstreffen der Frontsoldaten. Die Festfolge.

Turnl. Rudolf Paul, Großer Stein­weg 6; Tel. 3970;

Rudolf Fischer, Asterweg 63.

Das Antreten der Teilnehmer.

Die Schulen sind dafür verantwortlich, daß die Nichtorganisierten Teilnehmer pünktlich zur Stelle sind. Sie bestimmen jeweils einen Lehrer (bezw. Lehrerin), der dem Obmann zu Beginn des Wett­kampfes die Teilnehmerzahl meldet. Soweit es noch nicht geschehen ist, sind die Kampfrichter, Riegen­führer und Berechnungsausschuß umgehend dem zu­ständigen Obmann zu melden.

Die Wettkampfarten sind den Schulen ^gegan­gen. Sie sind ausgefüllt bis Freitagmittag dem zuständigen Obmann zu übergeben. Der Name der Schule ist auf der Wettkampfkarte zu vermerken.

Das für die Schulen Gesagte (Antreten, Mel­den der Einheiten und Wettkampfliste) gilt gleich­falls für die Gliederungen der Hitler-Jugend.

Die Namen der Obleute sind aus dem vorstehen­den Organisationsplan zu ersehen.

Die Siegerverkündigung für alle Teil­nehmer der HI. und der Nichtorganisierten findet am Sonntag, 23. Juni, gegen 17 Uhr, im Anschluß an das Werbefest der HI. auf dem Universitäts- Sportplatz statt. Hierzu haben alle Teilnehmer an den Wettkämpfen des Samstag und Sonntag zu erscheinen.

Kampfrichter, Riegenführer und Berechnungs­ausschuß treffen sich jeweils eine Stunde vor Be­ginn der Wettkämpfe auf den betreffenden Sport­plätzen zur Kampfrichterbesprechung. Geräte sind mitzubringen.

Ortsgruppe Gießen

des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen.

fchäftsbericht. Die Bllanz wurde von dem Rechner Konrad Meß vorgetragen und von der Versamm­lung genehmigt. Vorstand, Rechner und Aufsichts- rat wurden entlastet. Der Reingewinn wurde der Betriebsrücklage zugewiesen. Die satzungsgemäh ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden wiedergewählt. Nach der Er­ledigung verschiedener interner Angelegenheiten sand die Versammlung ihren Abschluß.

der Schindlerarbeiten am Dachgeschoß des Arbeitsdienstlagers wurden der Firma Carl Hölscher übertragen.

Landkreis Gießen

Ein kurzer Anmarschweg von wenigen Minuten führt von der karlswiese um die prachtvollen Anlagen des Staatstheaters herum zum Fried» richsplah, wo der Vorbeimarsch am kyffhäuser- Bundesfuhrer erfolgt. Er ist ein Platz von un- gewöhnlichen Ausmaßen, ein Platz, wie es nur wenige in dieser Gröhe und Geschlossenheit in

Deutschland gibt.

Man sagt, daß die gesamte Friedensstärke des ehe­maligen deutschen Heeres auf seiner Fläche Platz finden würde. Die ehemaligen kurfürstlichen Schlösser, das Haus der Landesbibliothek (vor dem die Tribüne des Bundesführers und der Ehrengäste stehen wird), die alte Kriegsschule und die katho­lische Elisabethkirche bilden mit ihren Monumen­talbauten die westliche Längsfront des Platzes. An diesen Monumentalbauten entlang wird sich auch der Vorbeimarsch vollziehen. Die obere Hälfte des großen Platzes wird in feiner Längsfront das rie­sige Festzelt tragen, das nach der Schlösserseite zu geöffnet ist und dem Publikum die Möglichkeit gibt, dem Vorbeimarsch aus unmittelbarster Nähe zuzuschauen.

Die zentrale Lage des Friedrichsplatzes (fünf Minuten vom Aufmarschgelände der Karlswiese entfernt) gestattet nach dem Vorbeimarsch auch die schnellste Erreichung der Verpflegungsplätze für die Teilnehmer. Es gibt hierfür in Kassel keine großen Entfernungen. Die Stadthalle wird in 20 Minuten erreicht, der Park Schönfeld mit seinem entzückenden Schlößchen und der Schattenküble alter, hoher Eichen und Buchen, ist gleichfalls in 25 Minuten vom Friedrichsplatz aus zu erreichen, und wo Schulen und sonstige Quartiere für die Verpflegung herangezogen werden, ist der Weg aus dem Zentrum zu ihnen in wenigen Marsch­minuten zurückgelegt. Für die Verpflegung selbst sorgt in bester Weise die Organisation des Bay­ernzuges der NSDAP., so daß für eine reibungs­lose Abwicklung die Gewähr geboten wird.

3m übrigen hak die Feslleilung alles Aufgebo­ten, um den Gästen die Teilnahme an den ein­zelnen Festveranstaltungen auf die bequemste weise zu ermöglichen.

Alle Feststätten, wie Hessenkampfbahn, Fuldaufer, Park Schönfeld, Stadthalle, Ständehaus, Stadt­park, Dereinshaus ufw. liegen innerhalb des Stadtgebiets und find auf schnellstem Wege zu er­reichen. Die Festteilnehmer können sämtliche Li­nien der Straßenbahn benutzen; die Fahrt ist von Samstag, dem 6. Juli, 20 Uhr, bis Montag, 8. Juli, 6 Uhr, für die Teilnehmer, die das Festabzeichen besitzen, frei. Bei den einzelnen Veranstaltungen wirken zehn Militärkapellen mit. Einzelheiten über die Festveranstaltungen werden noch bekanntge­geben. W. L.

!lm die KreiSmeisterschast im Faustball

Gießen gewinnt die Vorrunde.

Die erste Pflichtrunde um die Faustballmeister­schaft brachte den erwarteten Sieg der Gießener Mannschaft, die alle drei Spiele überlegen gewin­nen konnte und, nach diesem ersten Kräfteoergleich zu urteilen, wohl den Kreis 8 auch wieder bei den Gaumeisterschaften vertreten wird. Das erste Spiel führte Gießen gegen Ballersbach, das mit seiner einfachen Spielweise gegen den Gaumeister nicht allzuviel herauszuholen vermochte und mit fast der dreifachen Punktzahl sich geschlagen geben mußte. Gießens zweites Spiel gegen Herborn sah nach einer überlegen geführten ersten Halbzeit eine aus- geglichene zweite Hälfte, in der Herborn, ange­feuert von den zahlreichen Zuschauern, ein ausge­zeichnetes Spiel lieferte und das Halbzeitergebnis halten konnte. Das letzte Spiel, wieder gegen eine Mannschaft aus dem Dillgebiet, brachte nochmals einen hohen Sieg des Gaumeisters mit 20 Punkten Vorsprung. Ein erbitterter Kampf um den zweiten Platz entspann sich zwischen Herborn und Ballers­bach, den die glücklicheren Herborner in der letzten Minute mit einem Punkt für sich entschieden.

Die Ergebnisse:

Gießen Ballersbach 52:20; Gießen Herborn 33:25; Gießen Steinbach 50:30; Herborn gegen Steinbach 40:18; Steinbach Ballersbach 19:34; Herborn Ballersbach 27:26.

Leichtathletische Zuqendersolge derSpielvereinigungl900inFrankfurt

Am Samstag und am Sonntag führte der IG - Sportverein Frankfurt a. M. feine 4. Jugend- nationalen durch. Die Veranstaltung war wieder ausgezeichnet besetzt. Außer den mainischen Ver­einen waren führende Vereine aus dem Reich, ins­besondere Süddeutschland, vertreten. Die Spielver­einigung 1900 Gießen hatte in der A-, B- und D- Klasse gemeldet. Mit vier zweiten und fünf dritten Plätzen schnitten die Gießener Jungens sehr an­sprechend ab.

In der V-Klasse (Jahrgang 1923 und jünger), die bereits am Samstag Die Wettkämpfe austrug, war Schmück am erfolgreichsten. Im Weitsprung wurde er hinter Matthes (Darmstadt 98) Zwei­ter mit 3,85 Meter. Den dritten Platz belegte hier S ch n e u ck e r (1900) mit 3,78 Meter. Ebenfalls zweiter Sieger wurde Schmück im Kugelstoßen mit 5,72 Meter. Der erste Sieger (Matthes, Darmstadt) mit der gleichen Leistung wurde durch Stechen er­mittelt. Auf den dritten Platz kam wieder ein 1900er und zwar Freilinger mit 5,71 Meter. Dritt­placierte wurden ebenfalls noch Schmück über 100 Meter in 15,7 Sek., Schneucker über 50 Meter in 8 Sek. sowie die 4X100-Meter-Stafsel (Dinges, Schneucker, Schmück, Freilinger) in 65 Sek. hinter Polizei Frankfurt und Darmstadt 98. Die Mann­schaften des JG.-Sportvereins blieben klar ge­schlagen.

In der B-Klasse wurde bei stärkster Konkurrenz ein zweiter Platz im Kugelstoßen mit 12,44 Meter errungen.

Mit einer ganz ausgezeichneten Leistung wartete Immel (1900), obwohl er noch als Neuling an- zusehen ist, über 1500 Meter in der Jugendklasse A auf. In einem etwa 15 Mann starken Feld durch­lief er als Zweiter die Strecke in 4:30 Min. Sieger war Jllig (VfR. Heilbronn) in 4:25 Min., Dritter Röll (Kahl a. M.) in 4:30,6 Min.

Fuhball in Daubringen.

Daubringen I Treis I 7:2 (1:0).

Am Sonntagoormittag empfing Daubringen die erste Mannschaft von Treis zu einem Freund­schaftsspiel. Es entwickelte sich ein lebhaftes Spiel, das zunächst infolge des Windes Treis im Feld- vorteil sah. In der 25. Minute flankte der Daub- ringer Linksaußen dicht vor das Tor, und der Halbrechte schoß unhaltbar ein 1:0. Treis unent­mutigt, griff weiter an und wollte mit aller Ge­walt gleichziehen. Daubringens Hintermannschaft, gut unterstützt durch den Mittelläufer, wehrte aber erfolgreich alle Angriffe ab. Nach Wiederbeginn änderte sich das Bild, Daubringen lag sofort im Angriff, und bald konnte der Halbrechte einen gut getretenen Eckball direkt aus der Luft ins Netz be­fördern. Das schönste Tor des Tages! In kurzen Abständen erzielten die Stürmer noch weitere fünf Tore, denen Treis zum Schluß noch zwei entgegen­setzen konnte.

Turn- und Sportgemeinde Rodheim a. d. Bieber.

Rodheim I SA.-Lager Braunfels L

Arn Sonntagmorgen traten obige Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel an. Es entwickelte sich ein flotter Kampf, bei dem die Gäste anfangs, in­folge ihres wuchtigeren Spieles, leicht überlegen waren. Rodheim kam dann langsam in Fahrt und schnürte die Gäste ganz in ihre Hälfte ein. Hier zeigte der Gästetorhüter gutes Können, jedoch konnte er nicht verhindern, daß ein Fernschuß des Rod- Heimer Mittelläufer sein Ziel erreichte. Mtt 1:0 mür­ben die Seiten gewechselt. Nach Halbzeit wurde das Spiel noch schneller. Ein gut oorgetragener An­

bot e n e n Baden in der Lahn versank hier ein 10 Jahre alter Ferienjunge aus Bottrop plötzlich in der Strömung, die den Jungen, der nicht schwimmen konnte, abtrieb. Auf die Hilferufe < eilte der 11 Jahre alte Fritz Battenfeld herbei, 1 sprang mit den Kleidern in bas Wasser unb konnte 1 den verunglückten Kameraden mit weiteren inzwi« scheu herbeigeeilten Helfern glücklich ans* Land bringen.

§ Mainzlar, 18. Juni. Am Sonntagabend ; fand im Saale von Gastwirt Müller ein ; Christliches Gesangs- und Jnstrumen- talkonzert statt, das von dem gemischten Chor der landeskirchlichen GemeinschaftTättge Liebe" : in Mühlheim an der Ruhr ausgeführt wurde. Der Chor folgte damit einer Einladung eines hiesigen ' Einwohners aus dem Ruhrgebiet. Mit einem reich- ; haltigen Programm guter kirchlicher Gesangskunst I bereitete der Chor den zahlreichen Zuhörern, die ! den großen Saal bis auf den letzten Platz füllten, eine große Freude. Reicher Beifall wurde den 1 Sängern und Sängerinnen zuteil. Als Solisten ; wirkten Hermann Marx (Kapellmeister des Hitler- ; Jugend-Orchesters in Mühlheim an der Ruhr) und . Frau Cläre Wiegand (Sopran), ebenfalls aus 1 Mühlheim, mit. Die Mitglieder des Chores wurden von der Bevölkerung sehr freundlich ausgenommen. Am Montag traten die Gäste die Rückreise an.

wg. Großen-Buseck, 18. Juni. Die Heu­ernte hat allenthalben begonnen. In fast allen Orten fanden bereits Heugrasverfteigerungen statt. Die Preise lagen in normaler Höhe. Die inzwischen eingetretenen Regentage sind nicht unerwünscht. Sie kommen den Hackfrüchten sehr zugute. Das Setzen der Dickwurz ist beendet, das Hacken der Kartoffeln kann begonnen werden. Dieser Tage spielten auf den Holzplätzen zu beiden Seiten des Landwehrweges einige Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren. Sie hatten sich aus Kiefern- Reisig eine Hütte gebaut und darin anscheinend mit Streichhölzern hantiert. Der Reisighaufen ging in Flammen auf, der herrschende Süd­wind trug das Feuer an einen Stapel Hart­holz, so daß sehr schnell eine ziemliche Menge Holz in Flammen stand. Ein großer, ertragreicher Birnbaum sowie einige Zwetschenbäume fielen dem Feuer zum Opfer. Die Löscharbeiten waren sehr erschwert, da kein Wasser am Brandherd war. Man half sich deshalb in der Hauptsache mit dem Aufwerfen von Erdhaufen.

Großen-Buseck, 18. Juni. Die Boden- nutz u n g s e r h e d u n g in unserer Gemeinde brachte in den Hauptkultur arten folgendes abge­rundetes Ergebnis: Ackerland 702,5 Hektar, Gar­tenland 6, Wiesen 306, Weiden 6, Obstanlagen 10, Gemeindewald 390, Privatwald 35, Wege und Eisenbahnen 97, Friedhöfe 3, Gewässer 15, Oedland 2, Gebäude und Hofflächen 35,5, zusammen 1608,37 Hektar. Davon waren mit Getreide und Hülsen­früchten 409 Hektar, mit Hackfrüchten 233 und mit Futterpflanzen 57 Hektar bebaut. Die Schwei­nezwischenzählung in unserer Gemeinde er­gab 1023 Schweine, 31 Zuchtsauen und 2 Eber. Ferner wurden 729 Schafe in zwei Herden gezählt. In den Monaten März^ April und Mai wurden 113 Ziegenlämmer geschlachtet. In der gleichen Zeit wurden 108 Kälber geboren.

oo Langsdorf, 18. Juni. Am vorigen Sonntag wurde hier die alljährliche Feuerwehr­inspektion abgehalten. Sie erhielt ihre be­sondere Note diesmal dadurch, daß zum erstenmal unsere junge freiwillige Wehr . besichtigt wurde. Beide Wehren bewiesen zunächst ihre Gelenkigkeit durch turnerische Hebungen. Danach wurde ihnen als praktische Aufgabe die Ausführung eines Brandangriffes gestellt, bei dem alle Löschgeräte in Anwendung kommen mußten. Kreisfeuerwehr­inspektor Bouffier äußerte sich in der anschlie­ßenden Kritik sehr beifällig über die Lösung der Aufgabe. Bei einem gemütlichen Beisammensein gab der Dezernent das Kreisamts, Regierungsrat Grein, feiner Freude Ausdruck über die erfreu­liche Entfaltung der Freiwilligen Wehr, die er hatte gründen helfen. Unfere Gemeinde hat zu allgemeiner Freude an besonders schönen Punkten unseres Waldes Ruhebänke auf- stellen lassen, von denen man eine liebliche Fern­sicht genießt. Der hiesige Gesangverein hat erfreulicherweise am zweiten Pfingstfeiertag einen alten Brauch erneuert, der u. W. bis in die Gründungszeit des Vereins, also vor etwa 80 Jah­ren, zurückreicht. Die Sänger zogen, gefolgt von Groß und Klein, in den Hegerich, um dort bei frohem Lied des Chors und aller Teilnehmer, er­quickt durch einen frischen Trunk, einen freudvollen Nachmittag zu verleben. Wir hoffen, daß diese schöne Sitte nicht mehr außer Hebung gerät.

Kreis Bübingen.

T) Bad Salzhausen, 18. Juni. Nach einer öffentlichen Kundgebung der Partei, ihrer Organisa­tionen und vieler Volksgenossen fand am Sonntag hier dieTaufe des ersten von derNiddaerSegel- f l i e g e r - M a n n s ch a f t s e l b st g e d a u t e n Segelflugzeuges auf den NamenStadt Niddc? statt. . c

kreis Alsfeld.

Homberg, 18. Juni. Dieser Tage wurde hier mit der Errichtung eines stattlichen Neu. baues für die Bezirkssparkasse Als­feld, Zweigstelle Homberg, begonnen. Das Ge­bäude kommt in die Bahnhofstraße zu stehen und soll noch in diesem Jahre fertiggestellt werden. Der Plan wurde von Architekt Willi ? l s e l (Nieüer- Ohmen) entworfen. Die Maurermeister Klein und Klapp wurden mit der Ausführung des Baues be­traut. In der hiesigen Gegend gingen m den letzten Tagen Gewitter nieder, die vielfach auch Hagel mit sich brachten. Strichweise war der Hagel fo heftig, daß ungefähr 90 o. 5). de- Roggenbestan. des vernichtet worden sind. Verschiedentlich ist fest- zustellen, daß manche Aecker mit Setzpflanzen in­folge der starken Gewitterregen völlig verschlammt sind. Alle Mühe und Arbeit war umsonst.

st. Kirtorf, 18. Juni. Die Ortsgruppe KirtorfderDAF. veranstaltete in der Z e II e Lehrbach eine Versammlung. Zellenwalter Decher gedachte einleitend der Opfer der Arbeit bei der Reinsdvrfer Explosionskatastrophe. Anschlie­ßend sprach Pg. S ch ä f e r - Vadenrod Über den Nationalsozialismus und feine Leistungen. Die Zu-

Am Deutschen Jugendfest in Gießen, das am 22. und 23. Juni auf allen Sportplätzen der Stadt sich abwickelt, nehmen alle 10- bis 18jährigen Ju­gendlichen beiderlei Geschlechts teil. Es wird ein Dreikampf, bestehend aus Lauf, Weitsprung und Ball- bzw. Keulenweitwurf, durchgeführt. Die Hit­lerjugend führt den Dreikampf als Mannschafts­kampf durch, während die durch die Schulen erfaßte nichtorganisierte Jugend sich im Einzelkampf mißt.

Die Lehrer aller Schulen und die Turn« und Sportvereine des Deutschen Reichsbundes für Lei­besübungen haben sich in den Dienst der Durch- führung des Jugendfestes gestellt, an dem sich an­nähernd 4000 Jugendliche beteiligen. Die technische Leitung liegt in Händen der Ortsgruppe Gießen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen.

Für die Durchführung des Deutschen Jugend- festes 1935 in unserer Stadt besteht folgender

Organisations-plan.

1. Sportplatz der Universität.

Obleute: Herr Lotz (f. d. Hniversität) Sams­tag, den 22. Juni; Herr Erb (Tv. 1846) Sonntag, den 23. Juni.

Kampfgericht: A) für Samstag stellt die Hniversität; B) für Sonntag stellt der Tv. 1846.

Geräte: Für Samstag und Sonntag stellen die Hniversität und der Tv. 1846.

Teilnehmer am Samstag: Beginn 8 Hhr: Jungvolk, Fähnlein 1 und 2 (etwa 320 Teilnehmer). __

Beginn 14.30 Hhr (Knaben 15 bis 18 Jahre): Gymnasium, Oberrealschule, Goetheschule, Kauf­männische Berufsschule, Vogtsche Handelsschule,- Here Privatschule, Oefsentliche Handelslehranstalt (etwa 100 Teilnehmer).

Beginn 16 Hhr (Mädchen 15 bis 18 Jahre): Lyzeum, Goetheschule, Vogtsche Handelsschule, Hb- Here Privatschule, Oefsentliche Handelslehranstalt, Aliceschule und Fröbelseminar (etwa 100 Teil­nehmerinnen).

Beginn 18 Hhr: Hitler-Jugend, Gefolgschaft IV.

Teilnehmer am Sonntag: Beginn 8 Hhr: Hitler-Jugend, Gefolgschaft I, II und III.

2. Sportplatz des Manner-Turnvereins.

Obleute: Herr Fontius (Oberrealschule) Sams­tag, 22. Juni- Herr Müller (Mtv.) Sonntag, 23. Juni.

Kampfgericht: A) für Samstag stellt Ober- realschule, Pestalozzischule, Schillerschule, Vogtsche Handelsschule; B) für Sonntag stellt der Mtv.

Geräte: Für Samstag und Sonntag stellen die erwähnten Schulen und der Mtv.

Teilnehmer am Samstag: Beginn 8 Hhr (Knaben 10 bis 14 Jahre): Gymnasium, Realgymnasium, Oberrealschule, Goetheschule Pesta­lozzischule, Schillerschule, Höhere Prwatschule (etwa 300 Teilnehmer).

Heuchelheim, 18.Juni. Für 50jährige aktive Dien st zeit bei. der hiesigen Frei­willigen Feuerwehr erhielten Ludwig Freitag III. und Wilhelm Kreiling III. ein herzliches, eigenhändig unterzeichnetes Glückwunsch­schreiben des Führers und Reichskanz­lers Adolf Hitler, der ihnen für die treuen Dienste zum Besten der Gesamtheit seine besondere Anerkennung aussprach.

* Ruttershausen, 18. Juni.