des
Leichtathletische Wettkämpfe der Universität
Vorkämpfe um die Llniversitätsmeisterschasten.
Aus aller Well
Die Meulung des Schwimmens als Leibesübung.
aufzubringen.
TNeulerei
in einem amerikanischen Iuchlhaus-Vergwerk.
Nahezu 400 in dem Kohlenbergwerk des Staatszuchthauses von Kansas in Lansing beschäftigte Sträflinge meuterten kurz nach der Einfahrt in den Stollen aus unbekannten Gründen. Sie
gas zurückgetrieben. Die Zuchthausbeamten haben beschlossen, die Gefangenen auszuhungern. Auf ihre Hilfesignale sind schwerbewaffnete Wächter eingefahren und haben den Einfahrtsschacht unten auf der Grubensohle gegen etwaige neue Angriffe der Meuterer verbarrikadiert. Die Meu- terer haben daraufhin den in dem 250 Meter tiefen ' Stollen gelegenen Mauleselstall in Brand gesteckt. Die Wächter haben, als sie das Feuer bemerkten, von den Barrikaden am Förderkorb aus sofort von den Schußwaffen Gebrauch gemacht. Es steht bisher noch nicht fest, ob bei den Gefechten unter der Erde jemand verwundet ober getötet worden ist.
Zugzusammenstoß in Steiermark. —
65 Leichtverletzte.
Im Bahnhof Bruck an der Mur (Steiermark), dessen Gleisanlagen sich aus Anlaß der Fertigstellung der neuen Mur-Brücke im Umbau befinden, ereignete sich ein E i s e n b a h n u n g l ü ck. Ein Personenzug stieß auf einen Schnellzug, der das Gleis bereits besetzt hatte. 65 Fahrgäste beider Züge wurden leicht verletzt. Der Verkehr wurde durch den Vorfall nicht wesentlich gestört.
Todesurteil gegen eine Raubmörderin.
Die 19jährige Eharlotte Klein aus Königsberg ist vom Königsberger Schwurgericht wegen Mordes in Tateinheit mit schwerem Raub und vorsätzlicher Brandstiftung zum Tode verurteilt worden. Charlotte Klein hatte ihre Dienstherrin
Schwimmen allgemein wieder einen Wert bekommen.
Das Schiwmmen ist eines der vorzüglichsten Mittel zur Ausbildung und Gesunderhaltung des menschlichen Körpers. Es besitzt in gleich hohem, wenn nicht noch höherem Maße als Turnen und Vewegungsspiel alle Eigenschaften, die es als Volkserziehungsmiltel allerersten Ranges geeignet erscheinen lassen. Seine gesundheitsfördernde und allseitig leibeserziehliche Wirkung, die es als Leibesübung mit dem Turnen und Bewegungsspiel gemein hat, wird bei ihm ergänzt und wesentlich gesteigert durch die gesundheitlich wohltätigen Wirkungen, welche das dabei den Körper umgebende Wasser hervorbringt.
Zunächst ist es die hautreinigende Wirkung, die gerade unserer Arbekterbevölkerung so überaus
Im heutigen nationalsozialistischen Staat finden die Leibesübungen wieder eine ganz besondere Förderung und insbesondere gerade das Schwimmen. Man hat erkannt, daß das Schwimmen nicht nur eine Leibesübung, sondern auch eine Brauchkunst für das Leben ist. Der Schwimmende genießt die Annehmlichkeit des Badens doppelt und vertraut sich mit Zuversicht einem Elemente an, das dem Ungeschickten, der nicht schwimmen lernte, zeitlebens gefährlich und furchtbar bleibt. Diese Vorteile, der Schutz den das Schwimmen gegen eine Gefahr gewährt, der die Menschen in vielen Gegenden ausgesetzt sind, der Gedanke an die Möglichkeit, einem anderen dadurch das Leben retten zu können, müssen vorzüglich in dem Herzen rüstiger und unverdorbener Jünglinge die Sehnsucht nach einer vollkommenen Kenntnis und Uebung in der Schwimmkunst erzeugen.
Mit der Neubelebung der Leibesübungen hat nicht nur das rein sportliche Schwimmen, sondern das
sprung besteht, stehen bis jetzt Merovingia, Germania und Chattia punktgleich an der Spitze.
Hochschulwettkampf
und Universitätömeisterschasten.
Im Rahmen der Unioersitätsmeisterschaften findet am heutigen Mittwoch ein Hochschulwettkampf gegen die Hochschule für Lehrerbildung und gegen das Polytechnikum Friedberg statt. Von jeder Hochschule messen sich im Weitsprung, Kugelstoßen, Keulenwerfen die vier Besten, außerdem ist noch eine 4X100-Meter-Staffel zu laufen. Für die Universität Gießen starten so bekannte Leute wie Luh, Acker, Felsing, Scharf, Müller, Schott usw. Aber auch die Friedberger haben tüchtige Kräfte in ihren Reihen. Die bekanntesten sind Stengel, Blumenschein. Wie dieser Kampf endet, ist noch nicht vorauszusagen. Neben unvorbereiteten Freiübungen der Grundausbildungssemester, sind noch die Läufe über 100 Meter, 3000 Meter, ferner die Staffelläufe der Korporationen, bemerkenswert. Ein Faustballspiel zwischen der Burschenschaft Germania und einer Freistudentenmannschaft dient zur Ermittlung des Universitätsmeisters. Als Abschluß roirt) ein Handballspiel zwischen der HfL. Friedberg und der Universität Gießen ausgetragen.
Jedenfalls dürften, trotz der geringen Zahl von Teilnehmern, scharfe Endkämpfe zu erwarten sein, zumal den Siegern wertvolle Preise, die in liebenswürdiger Weise von der Professorenschaft gestiftet worden sind, winken.
Gruppen- und Volksschießen Gießener Schützenvereins. In dem Bericht über das große Gruppen- und Volksschießen des Gießener Schützenvereins konnte am Montag
Zu den Meisterschaften der Universität Gießen hatten sich am Montag auf dem Universitätssport- platz leider nur sehr wenige Zuschauer und, was wohl das bedauerlichste ist, nur sehr wenig Wettkämpfer eingefunden. Bevölkerten sonst Hunderte von Leichtathleten in die Kampfbahn, so mußte sich diesmal die Leitung damit begnügen, ungefähr 50 Leute zu betreuen.
Auch die Leistungen waren nicht wie in den letzten Semestern. Spitzenkönner wie Luh, Acker, Kissel usw. hatten ihre Meldung nicht abgegeben. Allerdings mußte festgestellt werden, daß gute Breftenarbeit geleistet wurde. Stießen noch im letzten Sommersemester gerade 4 Mann über 11 Meter, so waren es diesmal schon erheblich mehr. In den bis jetzt abgewickelten Vor- und Entscheidungskämpfen gab es folgende Ergebnisse:
Dreikampf offen: 1. Otto Lindenstruth, 1752,3 Punkte; 2. K. Felsing, 1736,1 Punkte; 3. W. Teupe, 1734,4 Punkte.
Dreikampf der Grundausbildungssemester: 1. Landgraf, 1385,5 Punkte.
Speerwerfen: 1. Jakob, 45,60 Meter.
Diskuswerfen: 1. W. Teupe, 2. E. Winter.
800-Meter-Laufen: 1. Mayer, 2:10,6 Min.; 2. Mannes, 2:11,0 Min.
Im Dreikampf der Korporationen, der aus einer 4-mal-200-Meter-Staffel, Kugelstoßen und Weit
griff der Rodheimer wurde von dem Halblinken in feiner Manier unhaltbar eingeschossen. Die Gäste drehten nun tüchtig auf und kamen durch eine un- olückliche Abwehr des Rodheimer rechten Dertei- vigers zu einem Erfolg. Nun fielen die Einheimischen merklich ab. Aus einem Eckball erzielten die Gäste den Ausgleich. Rodheim drückte dann wieder mehr. Plötzlich brach der Linksaußen der Gäste durch, und nur durch hartes Spiel des rechten Läufers konnte der Angriff gestoppt werden. Der verhängte Elfmeter faß unhaltbar in den Maschen. So tarnen die Einheimischen um den Sieg.
Kurze Sportnotizen.
nottut. Reinlichkeit ist nicht nur eine der ersten Vorbedingungen der Wohlanständigkeit, sondern auch des Wohlbefindens. Die Poren der Haut find fo bedeutungsvoll für die Ausdünstung und Ausscheiden verbrauchter Stoffe, daß ihre dauernde Verunreinigung nicht ohne schädliche Wirkung des Allgemeinbefindens bleiben kann. Nicht minder wichtig ist die abhärtende Wirkung, die ein richtig betriebenes Schwimmen stets zur Folge hat. Durch den Kältereiz des Wassers verengen sich die Gefäße der Haut; das darin befindliche Blut, etwa die Hälfte des Gesamtkörpers, wird zum Körper zurückgedrängt, staut sich in den benachbarten Muskel- chichten. Überwärmt diese und steigert den Stoffwechsel. Zu dieser Kaltwasserwirkung summiert sich die Muskelarbeit des Schwimmers. Sie facht die Verbrennungsvorgänge noch energischer an, so daß der im Wasser andauernde Wärmeverlust durch eine mächtig gesteigerte Wärmebildung ersetzt wird.
Durch regelmäßiges Schwimmen wird die Fähigkeit des Zusammenziehens und Erweiterns der Hauptblutgefäße in solch hervorragender Weise ausgebildet, da sie bei jeder Einwirkung von Kältereizen auf die Haut sofort reagieren, d. h. bald sich verengen, bald sich erweitern, und einerseits die Haut wieder mit Blut füllen. Durch diese fortgesetzte Uebung der Hauptblutgefäße wird unsere Haut gegen plötzliche Wärmeentziehung fast unempfindlich und fomit das beste Schutzmittel gegen Erkältungen. »
Wenn wir uns fragen, welche Leibesübungen für das weibliche Geschlecht von besonderem Werte find, um den Körper geschmeidig, frisch und schön zu erhallen, fo ist das Schwimmen mit in erster Linie zu nennen. Darum sollte das kühle Schwimmbad in der gymnastischen Ausbildung unserer weiblichen Jugend einen wesentlichen Bestandteil bilden, das Schwimmen die bevorzugte Domäne des weiblichen Geschlechts darslellen.
Zu der Gesundheit erhaltenden tritt die Gesundheit fördernde Wirkung des Schwimmens hinzu.
Schon durch die Kälte des den Körper umgebenden Wassers wird das Blut aus der Haut zurück- und zu den inneren Organen gedrängt, wird das Herz zu größerer Arbeit genötigt. Wir sorgen also auch gleichzeitig für eine gesunde und kräftige Entwicklung des Herzens. , _
Daß durch das Schwimmen auch bie Lungen eine bebeutfame Förderung erfahren, liegt auf bet Hand. Die Gymnastik bes Atmens wirb noch wesentlich gesteigert burch bas sportliche Schwimmen. Schnelles Schwimmen erschöpft in kürzester Zeit selbst kräftige Menschen. Für bie Ausbildung ber Lungen aber ist bies ganz besonders förderlich. Diese Wirkung bes Schwimmens — bie Kräftigung ber Atmungsmuskeln unb ber Lungen — ist aber ge- rabe von überroiegenber Bedeutung für feine Beurteilung als Leibesübung. Sie stellt bie spezifische Eigentümlichkeit bes Schwimmens bar, bie es vor allen anberen Leibesübungen voraus hat.
Die wichtigste Zeil für bie Entwicklung von Lunge und herz ist aber die Zeit vom 14. bis 18. Lebensjahre, die Zeil des mannbaren Reifens.
In diesen Reifejahren werden Herz und Lunge fast um das Doppelte ihres Volumens größer. Es kann daher gar keinem Zweifel unterliegen, daß ein geordnetes, planmäßig betriebenes Schwimmen gerade für diese Altersklassen eine unendliche Fülle von Wachstumsanregungen. in sich birgt und in vollendeter Weise dazu beiträgt, diese beiden edelsten Organe des menschlichen Körpers bis zum Höchstmaße der Größe und Leistungsfähigkeit auszubilden. Das Schwimmen erweist sich mithin als eine der wertvollsten Leibesübungen für die Tätigkeit auf dem Gebiete.
Auch in Gießen besteht die Möglichkeit, sich einem schwimmsporttreibenden Verein anzuschließen, die im Sommer und im Winter ihre Tätigkeit entfalten. Die Vereine sind dem Reichsbund für Leibesübungen angefchloffen und jeder deutsche Volksgenosse arischer Abstammung kann sich einem dieser Vereine anschließen.
München—Stuttgart in 2/ Stunden.
Auf Veranlassung des Reichsbahnzentralamtes fand eine Probefahrt der neuesten und leistungsfähigsten elektrischen Lokomotive der Reichsbahn auf der Strecke München—Stuttgart statt. Während gegenwärtig die normale Fahrzeit drei Stunden drei Minuten beträgt, konnte die hier benutzte elektrische Lokomotive mit einem 500 Tonnen schweren Schnellzug, aus zehn D-Zugwagen bestehend, die 241 Kilometer lange Strecke in der bisher unerreichten Zeit von zwei Stunden und 17 Minuten, auf der Heimfahrt in zwei Stunden und 19 Minuten, zurücklegen. Die neue Lokomotive, die zur Verringerung des Luftwiderstandes Stromlinienform erhalten hat, ist imstande, dauernd eine Leistung von 4000 PS, eine Stunde lang von 4400 PS und vorübergehend sogar von 6000 PS
der vierte Sieger im Kleinkaliberschießen nicht mitgeteilt werden. Den 4. Platz errang, wie nunmehr festgestellt wurde, mit 511 Ringen die Krieger- und Schützenkameradschaft Daubringen. Ferner ist in der ersten Spalte des Berichtes, in der vierten Zeile von unten, die Nummer des Motorsturms unrichtig wiedergegeben worden. Sie mußte 147 und nicht 116 lauten.
Weltmeister Erich Metze ging beim Dauerrennen um das „Goldene Rad von Dortmund", das am Sonntag vor 4000 Zuschauern stattfand, an den Start und siegte im Gesamtergebnis vor dem Spanien Prieto, Pützfeld, Möller, Lukas und Lohmann. Das Rennen führte über 2 mal 50 Kilometer, doch mußte der zweite Lauf in der 77. Runde wegen Regen abgebrochen werden.
fetzten 15 Bergwerksbeamte, die sich in der Grube befanden, als Geiseln fest und durchschnitten die Telephonverbindungen mit der Außenwelt. Nach vierstündigen Verhandlungen zwischen den Zuchthausbeamten und den Meuterern versuchten die Sträflinge plötzlich, den von den Beamten besetzten Förderkorb in den 250 Meter tiefen Stollen zu stürzen. Die Meuterer wurden jedoch durch Tränen- ermordet und beraubt.
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