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Deutsche Kommentare
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Diese Erklärungen können folgendermaßen sammengefaßt werden:
a) Das Stärkeverhältnis 35 zu 100 soll ständiges Verhältnis sein, d. h. die
England und Deutschland gelegt. Die Auswirkungen dieses Abkommens lassen sich heute vielleicht noch nicht ganz übersehen: aber zweifellos dürfte die Vereinbarung ein wichtiger Eck- Pfeiler für die ganze zukünftige Gestaltung der Politik unseres Festlandes und damit auch Englands sein. Auf jeden Fall läßt sich sagen, daß hiermit der erste große praktische Schritt für die so notwendige Zusammenarbeit in Europa getan ist.
Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz schreibt in ihrem Kommentar: „Das am Montag in London durch Botschafter von Ribbentrop mit der englischen Regierung zum Abschluß gekommene deutsch-englische Flottenabkommen ist ein europäisches Ereignis von außerordentlicher Bedeutung und Tragweite. Ist es doch die erste außenpolitische Uebereinkunft zwischen zwei Staaten überhaupt, in der die Frage der Rüftungsbegrenzung nach so un-
angegebenen Umständen, mit ihrer Unterseeboottonnage über 45 v. S). der Gesamt-Unter- seeboottonnage der Mitglieder des britischen Commonwealth nicht hinauszugehen. Sollte eine Lage entstehen, die es nach Ansicht der Regierung des Deutschen Reiches notwendig macht, von ihrem Anspruch auf einen über die vorgenannten 45 v. $). hinausgehenden Prozentsatz Gebrauch zu machen, so behält sich die Regierung des Deutschen Reiches das Recht vor, der Regierung S. M. im Vereinigten Königreich davon Mitteilung zu machen und ist damit einverstanden, die Angelegenheit zum Gegenstand freund- chaftlicher Erörterungen zu machen, bevor sie dieses Recht ausübt.
g) Da es höchst unwahrscheinlich ist, daß Die Berechnung des 35proz. Stärkeverhältnisses in jeder Schisfskategorie Tonnagezahlen ergibt, die genau teilbar sind durch die höchst zulässige Tonnage für Schiffe dieser Kategorie, kann es sich als notwendig Herausstellen, daß Angleichungen vorgenommen werden müssen, damit das Deutsche Reich nicht daran verhindert wird, seine Tonnage voll auszunutzen. Es ist daher abgemacht worden, daß die Regierung des Deutschen Reiches und die Regierung S. M. im Vereinigten Königreich vereinbaren werden, welche Angleichungen zu die- em Zwecke erforderlich find. Es besteht Einigkeit rnrüber, daß dieses Verfahren nicht zu erheblichen oder dauernden Abweichungen von dem Verhältnis 35 zu 100 hinsichtlich der Gesamtflottenstärken führen soll.
Es ist in Deutschland wie anderswo immer bar« um gestritten worden, ob die Kunst um der Kunst willen da sei, oder ob ihr eine erzieherische Ausgabe zufalle, ob darum, um mit Schiller zu sprechen, die Bühne nicht nur ein künstlerischer Spiegel des Lebens, sondern eine moralische Anstalt sein müsse. Diese Frage kann im Sinne einer ausschließlich weltanschaulichen Lösung nur da eine Antwort finden, wo die tragende Grundlage einer wahrhaften Volksgemeinschaft gegeben ist. Wir können in Deutschland noch nicht sagen, daß wir nach dieser Richtung hin das Ideal bereits erreicht hätten. Der Führer hat selbst zu wiederholten Malen gesagt, daß es der Arbeit von Generationen bedürfe, um die Selbstverständlichkeit des gemeinsamen Fühlens und Denkens in allen die Ration betreffenden Fragen zu schaffen. Aber die Fundamente sind unerschütterlich gesetzt, auf denen sich der Bau der die Volksgemeinschaft umspannenden und einigenden Weltanschauung errichtet werden soll. Das Ziel ist klar gesteckt. Auch die Kunst kann und darf sich nicht abseits von der allgemeinen Entwicklungsricbtung bewegen.
Das ist der Sinn der großen programmatischen Ausführungen, die der Reichspropaqandaminister Dr. Goebbels anläßlich der R e i ch s t h e a t e r- woche in Hamburg gemacht hat. „Der Nationalsozialismus ist eine totale Gesamtschau aller öffentlichen Dinge. Er muß deshalb die selbstoer- ständlicbe Grundlage unseres gesamten Lebens werden." Das ist der Ausgangspunkt und der Zielpunkt dessen, was Goebbels als Forderung an die neue Kunst in Deutschland gestellt hat. Er hat es dabei nicht an harten Worten gegen diejenigen in der Kunst tätigen Kreise fehlen lassen, die sich dieser Notwendigkeit aus innerer Unfähigkeit oder aus Mangel an Mut dadurch entziehen, daß sie vom Nationalsozialismus überhaupt nicht reden
famttonnage der deutschen Flotte soll nie einen Prozentsatz von 35 der Gesamttonnage der vertraglich festgelegten Seestreitkräfte der Mitglieder des britischen Common Wealth ober — falls in Zukunft keine vertraglichen Begrenzungen der Tonnage bestehen sollten — einen Prozentsatz von 35 der tatsächlichen (Befamttonnage der Mitglieder des britischen Common Wealth überschreiten.
b) Falls ein zukünftiger allgemeiner Vertrag über Seerüstungsbegrenzung die Methode der Begrenzung durch vereinbarte Stärkeverhältnisse zwischen den Flotten der verschiedenen Mächte nicht enthalten sollte, wird die Regierung des Deutschen Reiches nicht auf der Einfügng des in dem vorhergehenden Unterabsatz erwähnten Stärkeverhältnisses in einen solchen zukünftigen allgemeinen Vertrag bestehen, vorausgesetzt, daß die für die zukünftige Begrenzung der Seerüstungen darin etwa angenommene Methode derart ist, daß sie Deutschland volle Garantien gibt, daß dieses Stärkeverhältnis aufrechterhalten werden kann.
c) Das Deutsche Reich wird unter allen Umständen zu dem Stärkeverhältnis 35 zu 100 stehen, d. h. dieses Stärkeverhältnis wird von den Baumaßnahmen anderer Länder nicht beeinflußt. Sollte das allgemeine Gleichgewicht der Seerüstung, wie es in der Vergangenheit normalerweise aufrechterhalten wurde, durch irgendwelche anormalen und außerordentlichen Baumaßnahmen anderer Mächte heftig gestört werden, so behält sich die Regierung des Deutschen Reiches das Recht vor, die Regierung S. M. im Vereinigten Königreich aufzufordern, die auf diese Weise entstandene neue Lage z u prüfen.
d) Die Regierung des Deutschen Reiches begünstigt auf dem Gebiet der Seerüstungsbegren- zung dasjenige System, das die Kriegsschiffe in Kategorien einteilt, wobei die Höchsttonnage und — ober bas Höchstka- über der Geschütze für die Schiffe jeder Kategorie festgesetzt wird und das die jedem Lande zustehende Tonnage auf Schiffskategorien zuteilt. Folglich ist die Regierung des Deutschen Reiches bereit, grundsätzlich und unter Vorbehalt des nachstehenden Absatzes f) das 35proz. Stärkeverhältnis auf die Tonnage in jeder beizu - behaltenden Schiffsfategorie anzürn e n d e n und jede Abweichung von diesem Stärkeverhältnis in einer ober mehreren Kategorien von den hierüber in einem zukünftigen allgemeinen Vertrag über Seerüstungsbeschränkung etwa getroffenen Vereinbarungen abhängig zu machen. Derartige Vereinbarungen würden auf dem Grundsatz beruhen, daß jede Erhöhung in einer Kategorie durch eine entsprechende Herabsetzung in anderen Kategorien auszugleichen wäre. Falls kein allgemeiner Vertrag über Seerüstungsbegrenzung abgeschlossen wird, oder falls der zukünftige allgemeine Vertrag feine Bestimmung über Kategorienbeschränkung enthalten sollte, wird die Art und das Ausmaß des Rechtes der Regierung des Deutschen Reiches, das 35vroz. Stärkeverhältnis in einer oder mehreren Kategorien abzuändern, durch Vereinbarung zwischen der Regierung des Deutschen Reiches und der Regierung S. M. des Vereinigten Königreiches im Hinblick auf die dann bestehende Flottenlage geregelt.
e) Falls und solange andere bedeutende Seemächte eine einzige Kategorie für Kreuzer und Zerstörer behalten, hat das Deutsche Reich das Recht auf eine Kategorie für diese beiden Schiffsklassen, obgleich es für diese beiden Klassen zwei Kategorien vorziehen würde.
f) Hinsichtlich der Unterseeboote hat das Deutsche Reich jedoch das Recht, eine der g e • samten Unterfeeboottonnage der Mitglieder des britischen Commonwealth gleiche Unterseeboottonnage zu besitzen, ohne jedoch das Stärkeverhältnis 35 zu 10 0 hinsichtlich der Gesamttonnage zu überschreiten. Die Regierung des Deutschen Reiches verpflichtet sich indessen, außer den im folgenden Satz
Ribbentrop bestätigt die getroffenen Abmachungen
Ein Brief des deutschen Delegierten an den britischen Außenminister.
London, 18. Juni. (DJIB.) Die deutsche Delegation hat sich mit der englischen Delegation heute über ein Abkommen in der Flottenfrage geeinigt Die Vestati - g u n g des Flottenabkommens erfolgte durch das folgende Schreiben des Botschafters von Ribbentrop an den englischen Außenminister Sir Samuel Hoare:
„Exzellenz!
Ich beehre mich, Ew. Exzellenz den Empfang des Schreibens vom heutigen Tage zu bestätigen, mit dem Sie die Freundlichkeit hatten, mir im Namen der Regierung S. M. im Vereinigten Königreich folgendes mitzuteilen:
1. Während der letzten Tage haben die Vertreter der Regierung des Deutschen Reiches und der Regierung S. M. im Vereinigten Königreich Besprechungen abgehalten, deren Hauptzweck darin bestand, den Boden für eine allgemeine Konferenz zur Begrenzung der Seerüstun- g e n vorzubereiten. Ich freue mich, Ew. Exzellenz nunmehr die formelle Annahme des Vorschlages der Regierung des Deutschen R e i ch e s, der in diesen Besprechungen zur Erörterung gestanden hat, durch die Regierung S. M. im Vereinigten Königreich mitzuteilen, wonach die zukünftige Stärke der deutschen Flotte gegenüber der Gesamtflottenstärke der Mitglieder des britischen Common Wealth im Verhältnis 35 zu 10 0 stehen soll. Die Regierung S. M. im Vereinigten Königreich sieht diesen Vorschlag als einen außerordentlich wichtigen Beitrag zur zukünftigen Seerüstungsbeschränkung an. Weiterhin glaubt sie, daß die Einigung, zu der sie nunmehr mit der Regierung des Deutschen Reiches gelangt ist, und die sie als eine vom heutigen Tage ab gültige, dauernde und endgültige Einigung zwischen den beiden Regierungen ansieht, den Abschluß eine? zukünftigen allgemeinen Abkommens über eine See- rüstungsbegrenzung zwischen allen Seemächten der Welt erleichtern wird.
2. Die Regierung S. M. im Vereinigten Königreich stimmt weiterhin den Erklärungen zu, die von den deutschen Vertretern im Laufe der kürzlich in London abgehaltenen Besprechungen bezüglich der Anwendungsmethoden dieses Grundsatzes
Dienste. Nach dem Ausscheiden aus dem Staatsdienst trat Hugenberg in das wirtschaftliche Leben über. So war er von 1909 bis 1918 Vorsitzender des Direktoriums der K r u p p w e r k e. In dieser Eigenschaft gewann er Einblick und Einfluß auf das industrielle und wirtschaftspolitische Verbandswesen. Daraus erwuchsen seine Beziehungen zu Presse und Film. In der Deutschnationalen V o l k s p a r t e i hat sich der Jubilar nicht in die vordere Reihe gedrängt. Seine Anhänger warteten jahrelang darauf, daß er der Partei eine neue Wendung geben würde. Es mußten Jahre vergehen, bis Hugenbergs Stunde gekommen war. Daß ihn ein heißer nationaler Wille beseelte, daß er an der Spitze großer Bewegungen und Unter- nehmungen in voller Uneigennützigkeit stand, brauchte nicht erst bewiesen zu werden. So heftig der Kampf oftmals gegen Hugenberg und seine kompromißlosen Losungen und Zielsetzungen gegangen ist, so hat dach niemand die Makellosigkeit der Persönlichkeit und die Echtheit ihres Wollens zu bezweifeln vermocht. Hugenberg war der Mann der starken, sachlichen Leidenschaftlichkeit, die er völlig der nationalen Sache widmete. Daher hat er bei der Machtergreifung Adolf Hitlers feine Partei und seine Person restlos der nationalen Erhebung zur Verfügung gestellt. Mit der Ueber- nähme der drei hauptsächlichen wirtschaftlichen Ministerien zeigte er den Willen zu umfassender Arbeit auf neuen Grundlagen. War diese Zeit des Wirkens auch van verhältnismäßig kurzer Dauer, so blieben doch manche seiner Erkenntnisse bis heute bestehen. Seine Verbundenheit mit dem neuen Deutschland kommt auch durch die Mitgliedschaft im Reichstag zum Ausdruck.
endlich vielen mißlungenen Versuchen praktisch in Angriff genommen und gelöst worden ist. Darüber hinaus aber bedeutet dieses Abkommen einen weiteren entscheidenden Schritt in der prakttschen Friedenspolitik, die Adolf Hitler in offener und rückhaltloser Ueberwindung von Gegensätzen zwischen den Völkern in Europa eingeleitet hat. An die Seite der ersten großen realpolitischen Friedenstat der nationalsozialistischen Außenpolitik, der deutsch-polnischen Verständigung, ist mit dem deutsch-englischen Flottenabkommen eine politische Tatsache von nicht weniger weittragender Bedeutung getreten.
Dieses Abkommen zeigt den europäischen Rationen, daß dort, wo der Wille zur gegenseitigen Verständigung vorhanden ist, jede politische Frage gelöst werden kann. Es ist der eindrucksvollste Beweis für die Richtigkeit der Politik des Führers und für ihre Fruchtbarkeit im Sinne einer wahren europäischen Friedenspolitik. Das deutsch-englische Flottenverhältnis hat auf der Basis von 35 zu 100 eine Regelung erfahren, die von dem Geist tatsächlicher Friedensbereitschaf t g e t r a g e n ist. hat doch der Führer in seiner letzten großen Reichstagsrede die englische Seeherrschaft anerkannt und zum Ausdruck gebracht, daß Deutschland nicht mehr fordert als die notwendige Sicherung seiner Grenzen. Der Gedanke an eine Flottenrivalität mit England ist aus der deutschen Politik von vornherein aus- geschaltet worden. Die Reichsregierung hat im Interesse der nationalen Sicherung der Küsten- und Flußmündungen die maßvolle Forderung von 35 v. h. der englischen Flotte ge- stellt und sieht in der Anerkennung dieser Voraussetzung die Basis für eine deutschenglische Verständigung. Richt an einigen Kreuzern oder A-Booten mehr ist dem Führer gelegen, sondern an der Schaffung einer dauerhaften Grundlage des europäischen
Friedens.
Der Führer ist der europäische Staatsmann ge-
3. Hinsichtlich Unterabschnitt c der obiaen Erklärungen habe ich die Ehre, Ihnen mitßuteilen, daß die Regierung S. M. im Vereinigten Königreich von dem Vorbehalt Kenntnis genommen hat und das darin erwähnte Recht anerkennt, wobei Einverständnis darüber besteht, daß das Stärkeverhältnis 35 zu 100, falls zwischen den beiden Regierungen nichts Gegenteiliges vereinbart wird, aufrechterhalten bleibt*
Ich beehre mich, Ew. Exzellenz zu bestätigen, daß der Vorschlag der Regierung des Deutschen Reiches in dem vorstehenden Schreiben richtig wiedergegeben ist und nehme davonKennt- nis,daß die Regierung S. M. im Vereinigten Königreich diesen Vorschlag a n n i m m t.
Die Regierung des Deutschen Reiches ist auch ihrerseits der Ansicht, daß die Einigung, zu der sie nunmehr mit der Regierung S. M. im Vereinigten Königreich gelangt, und die sie als eine vom heutigen Tage ab gültige, dauernde und endgültige Einigung zwischen den beiden Regierungen ansieht, den Abschluß eines allgemeinen Abkommens über diese Fragen zwischen allen Seemächten der Welt erleichtern wird.
Genehmigen Ew. Exzellenz den Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung.
Gez.: von Ribbentrop
Außerordentlicher bevollmächtigter Botschafter des Deutschen Reiches.
Das Deutsche Nachrichtenbüro schreibt zum Abschluß des Flottenabkommens:
Zwischen der englischen Regierung und der deutschen Flottenabordnung ist ein Flottenabkommen getroffen worden, das hoffentlich für die Zukunft von großer Bedeutung ist. Man kann sagen, daß das Abkommen durchdie großzügige und vorausschauende Einstel- 1 u n g des Führers und Kanzlers einerseits und durch die verständnisvolle Haltung der britischen Regierung andererseits möglich geworden ist. Das Abkommen ist vor allem deshalb bedeutungsvoll, weil hier zum ersten Mal nach vielen Jahren fruchtloser Verhandlungen und Konferenzen ein praktischer Schritt zur Rüftungsbegrenzung und damit zum Frieden im allgemeinen getan worden ist. Die deutsche Regierung steht grundsätzlich auf dem Standpunkt, daß sie sich herzlich freuen würde, wenn die- jer Tat weitere Schritte folgen würden, dis dann in absehbarer Zeit zu einer Beruhigung und Befriedung nicht nur in Europa sondern in der Welt führen mögen. Das Abkommen regelt ein für allemal die deutsch-englischen Flottenbeziehungen. Jede Konkurrenz zwischen den Flotten der beiden Mächte ist künftig ausgeschaltet. Ein neues Kapitel in der Geschichte der beiden Länder ist aufgeschlagen und damit ein Funda-
eine L,__________ _____
b nmte Oberbürgermeister Dr. Adickes in Frankfurt a. M. Zufall ober Schicksal führte den jungen Assessor aus dem Finanzministerium zur Ansiedlungskommission in der damaligen Provinz Posen. Dr. Hugenberg hat dort unter der Leitung der besten Männer der preußischen Verwaltung bald eine einflußreiche Stellung gewonnen. Seine finanzpolitische Begabung und sein organisatorisches Geschick leisteten dem Siedlungswerk und dem Genossenschaftswesen im Osten große
feste Derhältniszahl zwischen den Flotten- rüftungen Deutschlands und Englands ist hier für die Zukunft jedes Wettrüsten ausgeschlossen und damit zum ersten Male ein positiver Anfang zur Abrüstung und Verhinderung des allgemeinen Rüstungswettlaufes gemacht.
Wie zu Anfang des Abkommens ausgeführt wird, sieht man gerade auch in England in dieser Tatsache eine günstige Voraussetzung für den Abschluß einer Vereinbarung zur Beschränkung der Seerüstungen zwischen allen Seemächten der Welt. Ls wäre zu wünschen, daß dieser erste entscheidende Erfolg des Abrüstungsgedankens auch gerade dort gehört wird, wo man die Verhandlungen der letzten Tage nur wieder mit dem alten Geschrei nach neuen Rüstungen beantworten zu müssen glaubte. Es müßte auch die französische Diplomatie in der Lage sein, einmal ohne Vorurteil und Gefühlsaufwallungen die Tatsachen zu prüfen und zu erkennen, daß auch zur Klärung der ihr wichtig erscheinenden Probleme ein ähnlicher Weg der direkten Vereinbarung möglich ist.
Im Berliner „L o k a l a n z e i g e r" heißt es: Das deutsch-englische Flottenabkammen hat eine politische Bedeutung, deren Größe nicht leicht übersetzen werden kann. Es bedeutet einen europäischen Beitrag zum Frieden der Welt. Es zeigt sich, daß auf dem Boden der Gleichberechtigung Probleme gelöst werden können, die über ein Jahrzehnt die politische Atmosphäre vergiftet haben. — Die „D A Z." erkennt an, daß sich die britische Regierung den oernünftigen Forderungen Deutschlands nicht versagt hat und verbindet damit rückhaltlose Zustimmung zu der in wenigen Wochen mit Erfolg durchgeführten Arbeit der deutschen Vertreter, in erster Linie des Botschafters von Ribbentrop. — Die „Kreuzzeitung" schreibt: London ist ein praktischer Anfang und Fingerzeig für eine ganz große europäische Gesamtlösung. Deutschland ist ebenso bereit, auf der gleichen Basis mit anderen Ländern Abkommen abzuschließen, die alle Fragen klären und endgültig bereinigen, die zwischen uns und diesen Partnern noch ungelöst sind.
berliner presseslimmen.
Berlin, 19.Juni. (DNB.) Die Flotteneinigung zwischen Deutschland und England wird von der Berliner Presse eingehend gewürdigt. Unter der Überschrift: „Der Sieg der ehrlichen Aussprache" heißt es im „Völkischen Beobachter" u. a.: Es sind gerade vier Wochen vergangen seit der großenRede des Führers über die Grundsätze der deutschen Außenpolitik, und heute übermittelt der Draht den erfolgten Abschluß der deutsch- englischen Flottenbesprechungen. Damit hat der Punkt 8 des vom Führer vorgeschlaaenen europäischen Programms seine rasche Realisierung gefunden. Wenn wir heute zu dem Verlauf der Londoner Verhandlungen Stellung nehmen, so erscheint uns nicht nur für das Verhältnis der beiden direkt beteiligten Länder, sondern für ganz Europa das überragende positive Moment darin zu liegen, daß man sich mit ganz klaren Vorstellungen und Begriffen von den gegenseitigen nationalen Aufgaben und Bedürfnisse nan den Tisch setzte. Die unmißverständliche Erklärung des Führers, daß Deutschland nicht die Absicht hat, in irgend eine neue F l o 11 e n r i v a l i t ä t einzutreten, war die Parole, mit der Deutschland die Verhandlungen begann. Deutschland mußte aber auch betonen, daß seine Machtlosigkeit zur See und die Schutzlosigkeit seiner Küsten es ihm verbieten, noch länger auf dem Umfang feiner Miniaturflotte stehen zu bleiben. Der Nationalsozialismus betonte schon verschiedentlich, daß er die politische Wirklichkeit in Europa nicht im Gegeneinanderrennen der Großmächte sehen will, sondern in jenem Rücken - gegen - Rücken - stehen, das jedem Partner Schutz und Gewähr- lei st ung der eigenen Freiheit gibt. Deshalb anerkennt der Nationalsozialismus auch die Konsequenzen einer vielhundertjährigen 'geschichtlichen Entwicklung der europäischen Völker sowohl wie der geographischen Gegebenheiten und begreift eine große englische Flotte als das lebenswichtige Verbindungsglied des britischen Imperiums, genau so, wie er für Deutschland die allseitige Sicherung seiner Stellung als Kontinentalmacht fordert. Deutschland konnte mit Recht hoffen, daß gerade auch in England das Verständnis für diese realpolitische Betrachtung sich zeigen werde. Durch die
wesen, der der Politik der offenen Sprache das Wort geredet und ihr zur Geltung verhalfen hat. Und wie fein Friedenswerk mit Polen reiche Früchte getragen hat, so wird der sich anbahnenden Verständigung mit England ebenfalls der Erfolg nicht versagt bleiben. Der Führer hat den richtigen Weg aufgezeigt und beschritten. Wenn gerade das englische Volk die Hand des Führers ergriffen hat, dann mag das für die Nationen Europas ein verpflichtendes Beispiel sein. Denn gerade die politisch-nüchterne Erwägung, für die die englische Politik als klassisches Beispiel gilt, weist den Weg zu der Friedenspolitik, die — aufgebaut auf den Grundsätzen nationalsozialistischer Auffassung — vom Führer nicht nur ausgezeichnet, sondern im wachsenden Verständnis der europäischen Nationen mit gewaltigen historischen Leistungen in die Tat umgesetzt wird. Mit stolzer Freude dankt das national- ozialistische Deutschland seinem Führer an einem Tage, an dem sich erwies, daß sein Ruf an die Völker Europas nicht ungehört verhallt ist. Es ist ich bewußt, daß mit diesem neuen großen außenpolitischen Ereignis ein epochales Werk für die Zukunft Europas geschaffen worden ist.
Nan-noien.
Am 19. Juni feiert Geheimrat Dr. Alfred Hugenberg seinen 70. Geburtstag. Er dürfte Öen Tag in der Stille feines Ruhesitzes Rohbraken verleben. Hugenberg ist Niedersachse, Sohn eines Politikers, der im (Befolg Rudolf von Bennigsen»
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