Oie EA. der stärkste Kraftarm der Bewegung.
Neichsminifter Or. Goebbels spricht zur Berliner GA.
Berlin, 18. Okt. (DNB. Funkspruch.) Dor 15 000 SA.-Männern der Gruppe Berlin-Bränden- bürg führte im Berliner Sportpalast Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels in einer groß angelegten und zu Herzen gehenden Rede unter anderem folgendes aus:
Deutschland ist heute wieder eine Großmacht, die im internationalen Spiel ein Wort mitzureden hat. Die Tatsache dieser gefestigten Stellung ist zurückzuführen, auf die unentwegte Beharrlichkeit, mit der der Führer und seine Bewegung die ge st ecktenZiele verfolgt haben. Alles, was es heute in Deutschland an neuen Kräften und Werten gibt, ist das Ergebnis unserer politischen Arbeit!"
„Ich weih, dah es für diesen oder jenen von euch bitter sein mag, dah er persönlich nicht zu der öffentlichen Anerkennung kommt, die er eigentlich mit seiner Arbeit verdient hat. Aber so, wie die Grenadiere Napoleons zwar nicht im einzelnen dem Namen nach bekannt, aber insgesamt als die Napoleonische Garde in die Geschichte übergegangen sind, so werden auch diese alten Kämpfer in ihrer Gesamtheit als die unsterbliche, niemals wankende und niemals verzweifelnde Garde des Führers in die Geschichte eingehen und nie vergessen werden."
Wenn heute die alten Parteigenossen feststellten, daß nahezu 5 Millionen Menschen mehr wieder an ihren Arbeitsplätzen stehen, wenn sie diese Arbeitsplätze durch die eigene Kraft der Nation gesichert und Deutschland wieder als machtvollen Faktor der Weltpolitik sähen, dann könnten diese alten Parteigenossen aus der Kampfzeit mit Stolz sagen: „Das ist uns zu verdanken! Wären wir nicht gewesen, dann wäre Deutschland zugrunde gegangen; weil wir da waren, darum ist Deutschland wieder auferstanden. (Stürmischer Beifall.) Deshalb könne die Partei auch niemals aufgelöst werden. Der Wunsch gewisser Elemente nach Auflösung der oder jener Parteiorganisation sei allerdings verständlich. Die
Partei sei ihnen lästig, denn sie sei eine dauernde Mahnerin zur Besinnung, zur Arbeit und zum Opfersinn. Don diesen Elementen werde die Partei als überflüssig hingestellt. Sie sagten einfach, die Partei sei doch nicht mehr notwendig, weil heute alle Deutschen Nationalsozialisten seien. „Ich will es hoffen, aber leider kann ich es nicht glauben", bemerkte der Minister dazu unter stürmischer Heiterkeit der SA.-Männer.
Die Partei sorge nicht nur dafür, dah unser Volk nationalsozialistisch denke, sondern sie bringe ihm auch das nalionalsoziali- stische Gemeinschaftshandeln bei. Dasselbe gelte von der SA. lleberfchlaue könnten sagen, es gebe ja keine innerpolitischen Gegner unserer Bewegung mehr, darum brauchte man auch keine SA. mehr. Diese Leute verwechseln ober Ursache und Wirkung. Die innerpolitischen Gegner find verschwunden, weil die Bewegung in ihren Organisationen Kraftarme besitzt. Und der stärkste Kraftarm der Bewegung ist die SA." (Stürmischer Beifall.) Darum werde die nationalsozialistische Regierung sich im Innern niemals auf die Bajonette der Armee, die zum Schuhe der Grenzen da sei, stützen, sondern auf die Kraft der im Volke verankerten Bewegung.
Die Partei habe bei der Machtergreifung eine kranke Wirtschaft übernommen, die allmählich gesund aemacht werden mußte. Wenn wir an die große Aufgabe gingen, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen und dazu die nötigen Rohstoffe zu beschaffen, dann mußte man natürlich, da wir ja nicht im Gelde schwimmen, hier und da auf unwichtige Dinge verzichten. Der Spießer kann es nicht verstehen, daß infolge der Beschaffung lebensnotwendiger Rohstoffe für dieses große Ziel einmal Butter und Schweinefleisch vorübergehend etwas knapp werden können. Der Spießer hat unsere Bewegung aber auch niemals verstanden. Wir legen auf sein Urteil wenig Wert, sondern erklären.
es geht hier nicht um etwas mehr oder weniger Butter, sondern hier wird Geschichte ge- macht, uno wenn du das nicht verstehst, das anständige deutsche Volk versteht es desto besser. Ich stehe nicht an zu erklären, daß wir auch in Zukunft manche Opfer bringen müssen, nicht überflüssige, aber Opfer, die in der Natur der Sache liegen. Wenn ich andere Länder betrachte, so kann ich unsere Lage im Verhältnis dazu durchaus flicht als schlecht bezeichnen." (Diese Sätze werden immer wieder von stürmischem Beifall unterbrochen.) Wenn der Spießer nörgle, Hitler sei ja gut aber mit den „kleinen Hitlern" wäre nichts anzufangen, dann kenne er den Führer schlecht, wenn er ihn als Kronzeugen für seine Meckerei benutzen wolle. Diese sogenannten „kleinen Hitler" seien die Wegbereiter zur Rettung Deutschlands gewesen.
Auf die Nürnberger Judengesetzgebung übergehend, stellte Dr. Goebbels unter dem Beifall der SA. fest: „Die Judenfrage wird nicht von einzelnen, sondern nach Gesetzen gelöst, die wir erlassen, weil wir eine antijüdische Regierung sind. (Minutenlanger Beifall.) Das zu tun, ist uns ein politisches Bedürfnis, an das wir von niemanden erinnert zu werden brauchen. Es bedarf dazu aber der Disziplin der Parteigenossen. Es kann nicht jeder so vorgehen, wie es ihm paßt, so wenig, wie der Soldat im Kriege selbst bestimmen kann, wann und wo eine Offensive gemacht wird."
Wir haben das Glück, die verschworene Brüderschaft einer neuen, großen, revolutionären Idee gewesen zu sein. Spätere Geschlechter sollen von uns sagen: Sie haben das deutsche Erbübel der Zwietracht beseitigt und der Welt gezeigt, daß es noch Treue und Kameradschaft in Deutschland gibt. So wollen wir es nicht nur in romantischer Erinnerung, sondern auch im mutigen Kampf um die Zukunft mit jenem alten Wahlspruch halten: „Der Furcht so fern, dem Tod so nah — heil dir SA.!" Minutenlanger jubelnder Beifall war der Dank der SA. für diese Worte, die Dr. Goebbels für sie gefunden hatte.
Die Schlußsteinlegung im Hause des deutschen Handwerks.
Berlin, 17. Okt. (DNB.) Im Haus des deutschen Handwerks fand in Gegenwart zahlreicher Ehrengäste die feierliche Schlußsteinlegung statt. Vom Dachfirst des Neubaues wehte die blaue Fahne mit dem goldenen Handwerkszeichen, flankiert von Hakenkreuzbannern. Auf der gegenüberliegenden Seite hatten alle am Neubau beteiligten Handwerksgruppen in ihren alten Trachten Aufstellung genommen. Unter den in der Ehrenhalle versammelten Gästen sah man die Reichsminister Dr. Schacht, Seldte und Dr. Frank, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsführer SS. Himmler, Reichsstatthalter Sprenaer, Vertreter der Bewegung und der Wehrmacht sowie die Landeshandwerksmeister und Reichsinnungsmeister mit dem Ehrenmeister Plate an der Spitze.
Reichshandwerksmeister Schmidt erinnerte daran, daß das stolze Haus durch den Opfersinn der Handwerkskameraden errichtet werden konnte. Mit Stolz könne er sagen, daß das Zimmer, in dem Reichspräsident von Hindenburg als Ehrenmeister des deutschen Handwerks geweilt habe, in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten worden sei. Zum Wohle der gesamten Volksgemeinschaft werde man in dem neuen Haus auf der Linie, die der Führer gezeigt habe, Weiterarbeiten.
Darauf wurde d i e Kapsel zu gelötet, die unter dem Schlußstein zu liegen kommt. In ihr sind enthalten ein Buch des Führers „Mein Kampf", ‘Die neue Gesetzgebung, die das Handwerk betrifft, die Satzungen der Organisation, Zeitungen und eine kleine Bildsammlung. Der Schlußstein trägt die Inschrift: „Im dritten Jahr der Regierung Adolf Hitlers wurde dieses Haus durch den Opfersinn der deutschen Handwerker unter W. G. Schmidt geschaffen. 17. Oktober 1935." Mit drei Hammer- schlügen legte der Reichshandwerksmeister Hand an den Schlußstein mit dem Wunsche, daß dieser Bau zum Segen des Handwerks, zur Achtung des deutschen Volkes und zum Schutze unseres geliebten Führers Adolf Hitler bestehen möge. Architekt Lottermoser überreichte dem Reichshandwerksmeister die Schlüssel zu dem neuen Gebäude. Der Reichsinnungsmeister des Bäckerhandwerks, Grüsse r, brachte, einem alten Brauche folgend, dem Reichshandwerksmeister Brot und Salz. Die Bäckermeister hatten ein 2Va Meter langes, etwa 60 Pfund schweres Brot gebacken und für das Salz einen Teigträger hergestellt.
Reichswirtschastsminister Or. Schacht führte dann u. a. aus: Wie Dieses Haus, fo ist auch die neue Handwerksgesetzgebung kein Neubau, sondern fußt auf den unvergänglichen Fundamenten des deutschen Handwerks, der Handwerkerinnung, auf der die neue Pflichtorganisatian des deutschen Handwerks und der Handwerksgeist, auf dem die Magna Charta des Handwerks, der Große Befähigungsnachweis, gestaltet worden ist. Auf dieser festen Grundlage muß der Weiterbau des Handwerks nach innen und außen gestaltet werden. Diese Aufgabe fordert von den Führern des Handwerks wie von jedem Meister, Gesellen und Lehrling, unermüdliche opferwillige Arbeit für den Beruf und für das Vaterland. Alles, was zu dieser Aufgabe gehört, soll die Führung des Berufsstandes in diesem Hause zusammenfassen. Möge sie sich stets bewußt sein, daß sie nicht nur eine Pflicht gegenüber dem Handwerk zu erfüllen, sondern auch eine Dankesschuld übernommen hat gegenüber dem Führer und seiner Regierung, die dem alten deutschen Handwerk neue Lebensmöglichkeiten gaben in dem festen Vertrauen, hier eine freudige und erfolgreiche Mitarbeit an einer neuen und besseren Zukunft unseres Vaterlandes zu finden.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley überbrachte die Grüße der schaffenden deutschen Menschen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß in diesem schönen Hause immer der Geist der Gemeinschaft herrschen möge, der so unerhört groß jetzt im deutschen Volk zu Hause sei. Wenn Deutschland blühte, war das Handwerk ein wesentlicher Faktor und ein Garant, daß aus ihm Kräfte kämen, die dem Volke die größten Söhne
auf dem Gebiete der Wirtschaft und auch der Kultur, ja auf allen Gebieten gaben. Gerade im Handwerk ist die schöpferische Kraft vielleicht mit am besten erhalten geblieben. Das Wort „Handwerk" gibt es nur bei uns in Deutschland. Das ist besonders bemerkenswert, denn hierin drückt sich aus, daß der Deutsche gern grübelt und bastelt und nachdenkt, aber nicht nur des Grübelns wegen, sondern weil er wünscht, daß diese Gedanken durch die Hand
auch in die Tat umgesetzt werden. In diesem Sinne wünsche ich, daß dieses Haus der Ausgangspunkt eines hohen kulturellen Lebens für das Handwerk fein möge, vor allem aber wünsche ich, daß es ein heiliger Hort für die Gemeinschaft sein möge. Ich bin gewiß, daß, wenn wir im Sinne unseres großen Meisters Adolf Hitler immer die Vernunft in uns herrschen lassen, eine Blüte erreicht wird, die vor uns kein Geschlecht und kein Zeitalter je hatte.
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Reichsminister Dr. Schacht, Reichsorganisationsleiter Dr. L e y und Reichshandwerksmeister Schmidt beim Verlassen des Handwerkshauses. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Französisch-englische Enspannung?
Erneute Rücksprache in Paris.-Eine Einigungsformel. Italiens Zustimmung noch ungewiß.
Paris, 17. Okt. (DNB.) Ministerpräsident L a - v a I empfing Donnerstag abend den englischen Botschafter. Die Unterredung scheint nach Ansicht aut unterrichteter Kreise zu einer wesentlichen Entspannung zwischen den beiden Mächten aeführt zu haben, obwohl die praktischen Auswirkungen der gegenseitigen Vereinbarungen im wesentlichen von Rom abhängen dürften. Der englische Botschafter habe ein letztes Mal mit Nachdruck darauf bestanden, daß Frankreich der gegenseitigen Unterstützung im Falle eines Angriffs auf die englische Flotte im Mittel- meer zu stimme. Sir George Clerk habe sogar durchblicken lassen, daß sich seine Regierung im anderen Falle alsnichtmehranden Locarno- Pakt gebunden fühle Man behauptet sogar.
daß verschiedene englische Minister mit dem Rücktritt Englands aus dem Völkerbund gedroht hätten, falls Frankreich nicht innerhalb von 48 Stunden eine befriedigende Antwort gebe.
Der französische IMnislerpräsident habe, wie das „Oeuvre" meldet, am Donnerstagmorgen einige juristische Berater zugezogen, um sich mit ihnen über die beste Lösung zu unterhalten. Ausschlaggebend für seine weniger unnachgiebige Haltung seien aber die Ratschläge gewesen, die ihm der ehemalige Generalissimus der französischen Armee, General W e y g a n d, gegeben habe. Dieser habe darauf Hingedeutel, daß das deutsche Heer in weniger als
zwei Jahren ganz (Europa überfluten würde (!!), wenn Frankreich sich nicht mit England einige. Außerdem werde man sich ln französischen militärischen Kreisen immer mehr fiat darüber, dah die militärische Starke Italiens durch den abessinischen Feldzug so stark geschwächt werde, dah man vielleicht in Zukunft nicht mehr mit dem militärischen Wachtfaktor Italien in Europa werde rechnen können (?).
Auch „Echo de Paris" weist auf den entschiedenen Ton Englands hin. Schon vor einiger Zeit habe der englische Außenminister auf den Wunsch des französischen Botschafters in London, daß die Stresa-Front beibehalten werde, geantwortet, daß von Stresa überhaupt keine Rede sein könne, da es sich jetzt um die französisch-englische Freundschaft handele.
Das Blatt glaubt Einzelheiten über die am Donnerstag zustande gekommene Einigung wiedergeben zu können, hiernach verpflichtet sich England, drei oder vier seiner grohen Einheiten aus dem INittelmeer zurückzuziehen, wenn ein Teil der italienischen Truppen von der libyschen Grenze zurückgezogen werden würde. Frankreich verpflichtet sich hingegen, der englischen Flotte im Falle eines nicht herausgeforderten Angriffes Bei st and zu lei- st e n, falls England sich jeder Allein- mahnahme enthalte, und vor allem die Bl o ck a d e im Roten Rleer oder an irgendeiner anderen Stelle nur nach vorheriger Beauftragung durch den Völkerbund durchführe.
Eine endgültige Antwort der französischen Regierung auf die englischen Vorstellungen ist jedoch noch nicht erfolgt. In gut unterrichteten Kreisen rechnet man aber damit, dah dies möglicherweise noch Ende dieser Woche der Fall sein werde. Inzwischen wird sich Laval mit Rom in Verbindung setzen, um zu versuchen, die für eine allgemeine Befriedung notwendige Aufhebung der militärischen Maßnahmen an der libyschen Grenze durchzusetzen. Die Aussichten nach dieser Richtung hin scheinen immer noch wenig günstig. Der römische Sonderberichterstatter des „Matin" weist jedenfalls darauf hin, daß man sich in Rom weigere, derartige Maßnahmen durchzuführen. Man erkläre, daß die Truppenzusammenziehungen in Libyen in keiner Weise gegen England gerichtet seien. Sie seien ausschließlich daraus zurückzuführen, daß zahlreiche eingeborene Stämme in Libyen aus der Lage Italiens Nutzen ziehen zu können glaubten, um irgendwelche Unruhe anzuzetteln.
Für oder wider.
England erwartet eine klare Entscheidung.
London, 18. Okt. (DNB. Funkspruch.) In einer Pariser Reuter-Meldung heißt es: Laval muß sich für oder gegen die Zusammenarbeit mit Großbritannien entscheiden in dem Bewußtsein, daß Sir Samuel Hoare am nächsten Dienstag oder Mittwoch im Unterhaus eine sehr wichtige Erklärung über die französische Haltung abgeben wird. Dies ist vermutlich der Grund Dafür, daß Laval eine Kabinettssitzung schon auf Montag statt wie erwartet auf Mittwoch einberufen hat. Er ist ein zu verschlagener Staatsmann, um nicht vorauszusehen, welche Nachteile sich für Frankreich ergeben würden, wenn der britische Außenminister verkünden würde, daß die französische Regierung noch immer Ausflüchte macht. Es sei anzunehmen, daß Laval sich für die britische Politik entscheiden werde.
Britische Truppenverstärkungen für Aegypten.
London, 18.Okt. (DNB. Funkfpruch.) „Times* meldet aus Kairo: Infolge der Errichtung eines zeitweiligen Stützpunktes für die Mttelmeerflotte in Alexandrien und infolge der beträchtlichen Vermehrung der italienischen Streitkräfte in Libyen ist in Uebereinskimmung mit der ägyptischen Regierung beschlossen worden, die britische Garnison in Aegypten vorläufig durch eine Infanterie - Brigade zu oer ff arten, die in nächster Zeit in Aegypten eintreffen wird. Vrigadegeneral Priestrnan, der den Befehl über die neuen Truppen übernehmen wird, hat das britische Kontingent im Saargebiet während der Volksabstimmung befehligt.. Die britischen Luftstreitkräfte in Aegypten sind gleichfalls entsprechend vermehrt worden.
Addis Abeba und Oiredaua sollen nicht bombardiert werden.
Rom, 18.Okt. (DNB.) Verschiedene Staaten hatten sich an die italienische Regierung mit dem Wunsche gewandt, die beiden Städte Addis Abeba und Dire- daua nicht bombardieren zu lassen. Die italienische Regierung hat bereits Weisungen in dem gewünschten Sinne erteilt, allerdings unter der Vor- aussetzung, daß die betreffenden Städte nicht Truppen st ützpunkte und Lager für Kriegsmaterial werden. — General de Bono nahm in Adrigat eine große Truppenschau ab und ernannte bei dieser Gelegenheit Gugsa im Namen des Königs zum Ras von Tigre. Diese Ernennung rief nach dem italienischen Heeresbericht den stürmischen Beifall der einheimi- sehen Stammesführer und der Bevölkerung hervor. Die Erschließung des eroberten Geländes wird mit großen Anstrengungen fortgesetzt. Kraftwagen können ihre Frachten bereits von Senafe nach Adrigat befördern.
Oer Führer besichtigt die Pläne zur Neugestaltung des Berliner Mestegeländes
Der Führer und Reichskanzler besichtigte die in der Reichskanzlei aufgestellten Modelle der künftigen endgültigen Ausgestaltung des Berliner Messegeländes und der dort zur Errichtung gelangenden umfassenden Neubauten. Nach Vortrag des Reichsministers Dr. Goebbels entschied der Führer sich für einen der Entwürfe, der sich durch eine besondere Geschlossenheit der Komposition auszeichnet. Die Gefamtaussühruna der Pläne, die bekanntlich die Deutschlandhalle unD bew dahinterliegenden sogenannten Eisenbahnberg wie das angrenzende Waldgelände mit umfassen, dürfte sich über mehrere Jahre erstrecken.


