Ausgabe 
18.9.1935
 
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Wirtschaft.

lleberzeichnung

der 4,5pro$. Iteichsschahanweisungen.

Berlin, 17. Sept. (DJtB.) Die Zeichnung auf die 4,5prozentigen Reichsfchahan- Weisungen hat einen erfreulichen Erfolg ge­bracht. Sie wurden überzeichnet. Die Zutei- lung wird, sobald nicht feste Zusagen gemacht wor­den sind, in höhe von rund 88 v. h. des gezeich­neten Betrages erfolgen.

Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

1117: Oeffentliche Aufträge: Nur durch Dermitt- lung der zuständigen Handelskammer kann die -Rhein - Mainische Auftragsstelle Berlin sich für Firmen einsetzen, sofern deren Ver­hältnisse in Ordnung gehen.

1118: Bekanntmachung KP 24 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.

1119: Bekanntmachung KP 25 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.

Rindermarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 324 Stück Großvieh, 54 Fresser und 88 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 380 bis 490 Mk., 2. Qualität 280 bis 360 Mk., 3. Qualität 150 bis 250 Mk.; Rinder bis ^jährig 100 bis 160 Mk., bis zweijährig 160 bis 240 Mk., tragend 220 bis 430 Mk.; Kälber bis zu zwei Wochen 36 Mk., bis zu vier Wochen 51 Mk., bis zu sechs Wochen 66 Mk. Marktoerlauf: mittelmäßig. Nächster Markt: 1. Oktober.

Dom südwestdeutschen Kartoffelmarkt.

Fwd. Die Ernte der Kartoffeln im südwestdeut­schen Gebiet hat bei der freundlichen, trockenen Wit­terung wieder neu eingesetzt. Das Angebot aus der Wetterau, teilweise aus den nassauischen Bezirken und vereinzelt aus Rheinhessen hat zugenommen. Die Nachfrage ist noch gut. Soweit Ware vorliegt, konnte ein Versand nach dem Niederrhein, Baden, Bayern und Württemberg einsetzen, hauptsächlich dient jedoch das Angebot der Versorgung des rhein- mainischen Verbrauchergebietes selbst.

Ahein-Mainische Börse.

rNillagsbörse zurückhaltend.

Frankfurt a. M., 17. Sept. Die Börse lag wieder recht ruhig und ohne große Bewegungen. Sowohl die Bankenkundschaft, als auch der berufs­mäßige Börsenhandel hielten nach wie vor zurück, so daß auch im Verlaufe die Börse still blieb. Nach anfänglich im freien Markte zu hörenden schwäche­ren Kursen setzten sich später allaemein Befestigun­gen durch in Erwartung der Außenhandelsziffern und vor allem des Ergebnisses der Reichsanleihe­zeichnung.

IG. Farben mit 154,75 (154), später bis 155 um 1 v. h. höher, die übrigen Chemiewerte gut ge­halten. Der Elektromarkt lag freundlich, AEG. 0,75 v. h., Licht & Kraft 0,50, Gesfürel 0,75, Schuckert 1, RWE. 0,65 v. h. höher. Auch Montanwerte leicht erholt, so harpener um 0,75, Mannesmann 1, Rheinstahl 1, Stahlverein 0,65 v. h. Banken noch etwas leichter, so Reichsbank 1, Braubank 0,90 v. h. schwächer. Schiffahrtswerte gut gehalten, Nordd. Lloyd 0,40 v. h. höher. Am Kunststldemarkt Aku, auf die durch schwächeren Kunstseideabsatz im Auslande erfolgende Beleaschaftsverminderung, um 0,50 v. h. schwächer. Zellstoffwerte etwa gehalten. Maschinen- und Motorenwerte ruhig und kaum verändert.

Auch der Rentenmarkt blieb still und ohne grö­ßere Kursoeränderung, Altbesitz unverändert 110,75. Von Auslandsrenten Rumänen in sich weiter fest, 4 o. h. Rumänen 5,50 (5,45).

Im weiteren Verlaufe blieb die Börse still, einige hauptwerte gaben um den Bruchteil eines Pro­zentes leicht nach. IG. Farben 154,50 (154,75). Pfandbriefe bei geringem Umsätze unverändert. Renten ohne Veränderung. Tagesgeld flüssiger und 3 (3,25) v. h.

Abendbörse behauptet.

Die Abendbörse lag sehr still. Auf höhe der Mit­tagschlußkurse machte sich eher etwas Nachfrage be- merkbar, so waren einige Montanwerte gesucht. IG. Farben mit 154,50, später 154,25, also etwas leid)» ter zu hören. Renten waren ohne Umsatz. Im wei­teren Verlauf blieb die Börse unverändert still. Rheinstahl lagen 0,50, ebenso Metallgesellschaft 0,50 v. h. fester. IG. Farben schlossen auf Mittagsschluß behauptet mit 154,50, Altsbesitzanleihe 0,13 v. h. höher mit 110,65 (110,50).

Es notierten: Altbesitz 110,65, Stahlbonds 101,90,

Farbenbonds 125, 4,5 v. h. Rumänen 9,75, dto. 4prozentige 5,45, 3,5 v. h. Schweizer Bundesbahn 174,25, 5 v. h. Mexikaner 5, Adca 77, Commerz­bank 90, DD-Bank 90, Dresdner Bank 90,25, har­pener 113,25, Mannesmann 85,75, Mansfeld 117,75, Rheinstahl 109,25, Stahlverein 80,75, Bekula 144 75 Conti Gummi 156,50, Daimler 97, Scheldeanstalt 238, Deutsche Linoleum 150, Licht & Kraft 131,50, IG. Farben 154,50, Gesfürel 126, Goldschmidt 107,50, Holzmann 93,Metallgesellschaft 110,50, Schuckert 123,25, Siemens 173, Reichsbahn-Dorzugs­aktien 124,13, hapag 15,50, Nordd. Lloyd 17,65, Südd. Zucker 208, JÜnghans 83,25.

Frankfurter Obst- und Gemüsemackt.

Frankfurt a. M., 17. Sept. Am Obst- und Südfrüchtemarkt war weiterhin sehr starke Zufuhr von Zwetschen, Birnen und Wirtschafts- apfeln zu verzeichnen. Auch deutsche Trauben und Pfirsiche waren in größeren Mengen am Markt. Bei schleppendem Geschäftsgang waren die Preise gegen die Vorwoche kaum verändert. Während aus­ländische Pfirsiche und Aepfel mengen- und güte­mäßig gut angeliefert waren, herrschte in auslän­dischen Trauben Ueberangebot. Aepfel konnten ihren lctztwöchigen Preis behaupten, dagegen gaben Trau­ben und Pfirsiche leicht nach. Der G e m ü s e m a r k t hatte reichliches Angebot, besonders aber in Blu-

Fwd. Die Einfuhr betrug im August 318 Mil­lionen Mark. Nach einer Steigerung im Juli auf 330 Millionen Mark ist sie damit wieder auf den Stand vom Juni zurückgegangen. An dieser Ab­nahme sind alle Hauptgruppen mit Ausnahme von lebenden Tieren beteiligt. An dem Rückgang der Einfuhr waren in erster Linie europäische Länder beteiligt. Stark vermindert war insbesondere die Einfuhr aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Rumänien, den Niederlanden, Norwegen und der Schweiz. Don den überseeischen Ländern sind an dem Rückgang hauptsächlich Britisch-Südafrika, die Türkei, die Vereinigten Staaten von Amerika und Chile beteiligt. Diese Rückgänge wurden durch Zu­nahmen der Einfuhr aus einer Reihe anderer Län­der teilweise ausgeglichen. Gestiegen ist vor allem die Einfuhr aus Brasilien, Argentinien und Un­garn.

Die Ausfuhr war mit 368 Millionen Mark

Dreißig Jahre Marburger Kreisbahn.

LPD. Marburg, 17. Sept. Am 19. Septem­ber sind drei Jahrzehnte verflossen, seitdem der Be­trieb der dem Landkreis Marburg gehörigen Voll­spurbahn Marburg-Süd Dreihausen in feierlicher Weise dem Verkehr übergeben wurde. Die Dreihäuser Basaltindustrie nahm seit dieser Zeit eine riesige Ausdehnung und gibt heute Hun­derten von Arbeitern aus den umliegenden Orten Derdienstmöglichkeiten.

Schon seit vielen Jahren besteht der Plan, die Bahn über Wermertshausen, Höingen nach Mücke (etwa 20 Kilometer) weiterzuführen und damit eine Verbindung mit der Bahnstrecke FuldaGießen herzustellen. Man glaubt dadurch die Eisenerz­lager bei Weitershain und die großen Wälder die­ser Gegend besser erschließen zu können. Ob die­ser Plan allerdings bei der starken Entwicklung des Transportes durch Motorfahrzeuge zu Ausführung kommen wird, ist sehr fraglich.

Fünf Fälle von Kinderlähmung in Frankfurt.

LPD. Frankfurt a. M., 17. Sept. Bis jetzt ist eine weitere Ausbreitung der Kinderlähmung nicht erfolgt. Zu den bereits gemeldeten vier Fällen ist vor einer Woche ein fünfter in höchst hinzugetre­ten, so daß im ganzen nur fünf Fälle im Frank­furter Stadtbezirk vorgekommen sind. Zu irgend­welcher Besorgnis besteht also kein Anlaß.

Oeffentlicher Aufzug für Feld- und Gartendiebe.

LPD. Biedenkopf, 16. Sept. Die Ueberhand- nahme der Feld- und Gartendiebstähle in der Gemarkung Biedenkopf hat die Stadtverwal­tung veranlaßt gesehen, in einer Bekanntmachung die Schuldigen letztmalig zu warnen. Die Täter ha­ben u. a. damit zu rechnen, daß sie in öffent­lichem Aufzug unter Hinweis auf die Straftat durch die Straßen der Stadt geführt werden.

Kreis wehlar

<£ Rodheim a. d. B., 17. Sept. Am Sonntag hielt die Kameradschaft Rodheim a. d. B.

menkohl und Weißkraut, auch Eskariol war reichlich am Markt, dagegen ließ es in Bohnen, Gurken und Tomaten etwas nach, war aber noch völlig ausreichend. Die Preise lagen gegen die letzte No­tierung nicht verändert, der Geschäftsgang war nicht besonders lebhaft.

Es notierten: Blumenkohl, das Stück 10 bis 45, Buschbohnen, das Pfund 16 bis 18, Stangenbohnen 20 bis 25, Eskariol 5 bis 7, Salatgurken (Kasten) 5 bis 18, Salatgurken (Freiland) 3 bis 5, Karotten 4 bis 6, gelbe Kartoffeln 3,30 bis 3,50, Kartoffeln (Mäuschen) 12,, Ober-Kohlrabi 3 bis 5, Kopfsalat 5 bis 10, Meerrettich 40 bis 50, Lauch 3 bis 8, Petersilie 25, Steinpilze 18 bis 23, Rettich 3 bis 8, Rote Rüben 4 bis 5, Römischkohl 5 bis 6, Rüben 4 bis 5, Rotkraut 5 bis 7, Sellerie 15 bis 30, Blätterspinat 15 bis 18, Wurzelspinat 12 bis 18, Schnittlauch 25 bis 30, Tomaten 1. Sorte 14 bis 15. 2. Sorte 10 bis 12, Weißkraut 2H bis 5, Wir­sing 4 bis 7, Zwiebeln (Gärtner) 6, (Pfälzer) 4,6 bis 5, (Sachsen) 4,6 bis 5, Aepfel 1. Sorte 15 bis 20, 2. Sorte 9 bis 13, Falläpfel 3 bis 5, Tiroler Goldparmänen 20 bis 32, Jugoslawen 16 bis 24, Birnen 1. Sorte 20 bis 24, 2. Sorte 10 bis 15, Kochbirnen 5 bis 8, Brombeeren 35, Pfirsiche 20 bis 35, Preiselbeeren 30 bis 35, Trauben 12,5 bis 14, holländische 45 bis 50, italienische 19 bis 23, spanische 24 bis 26, bulgarische 22 bis 26, ungarische 16 bis 18, griechische 22 bis 26, Walnüsse 32 bis 65, gewöhnliche Zwetschen 11 bis 14, Eierzwetschen 14 bis 15.

und etwas mehr als 2 v. h. höher als im Juli. Die Steigerung ist ausschließlich jahreszeitlich bedingt. Die Erhöhung der Gesamtausfuhr entfällt im we­sentlichen auf Fertigwaren. Die Entwicklung der Ausfuhr nach Ländern war im einzelnen verschie­den. Nennenswert zugenommen hat die Ausfuhr nach den Niederlanden, Norwegen, Rußland, Groß­britannien, Schweden, Rumänien und Britisch-Süd­afrika. Diesen Zunahmen stehen in zahlreichen Fäl­len Rückgänge von mehr oder minder großem Um­fang gegenüber. Abgenommen hat in erster Linie der Absatz nach Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz, Ungarn und der Türkei.

Die Handelsbilanz schließt im August mit einem Ausfuhrüberschuß von .50 Millionen Mark gegenüber 29 Millionen Mark im Juli ab. Diese Steigerung der Aktivität gegenüber dem Vormonat ist zum größeren Teil durch eine weitere Einschrän­kung der Einfuhr hervorgerufen.

des Reichskyffhäuserbundes im Lokal Schlierbach einen Kameradschaftsabend ab. Kame­radschaftsführer Müsfener begrüßte zunächst die angetretenen 33 Kameraden mit herzlichen Worten. Ganz bestimmt wäre die Zahl der Anwesenden er­heblich größer gewesen, hätte nicht das plötzlich aufgetretene Gewitter manchen Entschluß umge­worfen. Sodann gedachte der Kameradschaftsführer mit ehrendem Nachruf der innerhalb von vier Wochen zur großen Armee abgegangenen beiden Kameraden Georg Bender I. und Konrad Platt. Die Kameradschaft widmete den Verstorbenen ein stilles Gedenken und sang zu ihrem Scheiden das Lied vom guten Kameraden. Es fand dann die Verpflichtung dreier neuer Kameraden statt. Nach Bekanntgabe der Hauptleitsätze des Kyffhäufer- bundes verpflichtete der Kameradschaftsführer die Kameraden Karl M a n k, Karl Becker und Hein­rich Bremer durch Handschlag. Die Kamerad- fchaft fang in der üblichen Weise die erste Strophe vonIch hab' mich ergeben". Seine besondere Freude drückte der Kameradschaftsführer darüber aus, daß wir nun schon den ersten Reservisten der neuen Wehrmacht in unsere Kameradschaft auf­nehmen können, der in nächster Zeit weitere Auf­nahmen folgen werden. Bei der Bekanntgabe neuer Befehle richtete der Kameradschaftsführer den Dank der Leitung des Reichskyffhäuferbundes für das glänzende Gelingen und den herrlichen Verlauf der Reichskriegertagung in Kassel aus. Kamerad Wilh. Hofmann, der seiner Zeit in Vertretung des behinderten Kameradschaftsführers die hiesige Mann­schaft nach Kassel führte, knüpfte hieran noch be­sonderen Dank an unsere ältesten Kameraden, denen kein Marsch und keine Beschwerde zu groß war, dieses große Soldatenerlebnis mitzumachen, schil­derte dann in begeisterten Worten die herrlichen Erlebnisse und Eindrücke dieses großen Tages, der für alle Teilnehmer stets eine unauslöschliche Er­innerung bleiben wird. Nach Bekanntgabe weiterer Befehle sprach der Kameradschaftsführer noch über das Wesen und die Bedeutung der Kameradschaft, ermahnte zu treuem Zusammenstehen, zur Opfer­bereitschaft und zur Treue zu Volk, Vaterland und Führer, dem die Kameraden ein dreifaches Sieg- Heil brachten. Die Opferbereitschaft möge sich auch

Der deutsche Außenhandel im August.

Aus den preußischen Nachbarge-ieten.

zeigen wenn demnächst der Fechtmeister zu einer Haussammlung für die Kyffhäuser-Waisenhau er erscheinen wird. Das übliche Kameradschaftsopfer dieses Abends erbrachte den Betrag von 2,61 Mark. Noch Erledigung einiger interner Angelegenhelten beschloß der Kameradschaftsführer den Abend in der üblichen Weise.

0 Aus dem Hüttenberg, 17. Sept. Die Z w e t s ch e n e r n t e ist hier in vollem Gange. Das Ergebnis ist ausgezeichnet. Händler und Genossen­schaften bezahlen für den Zentner 10 Mark. Der An­fall an Kernobst ist gering. Die Aussichten auf eine gute Kartoffelernte sind besser geworden. Lediglich in trockenen Lagen kam der Regen etwas zu spät. Die Dickwurz haben sich in den letzten Wochen gut entwickelt. Es kann mit eitler guten Ernte gerechnet werden. Die S t o p p e l s a a t ist gut aufgelaufen. Winterraps und Wintergerste stehen gut.

0 Groß-Rechtenbach, 17. Sept. Der hiesige Kindergarten feierte am Sonntag fein Som- rn e r f e st. Die Gemeinde beteiligte sich sehr zahl­reich. Nach einem Musikvortrag des Posaunenchors hielt Lehrer S p o r y eine Ansprache, in der er besonders darauf hinwies, wie durch den Kinder­garten den Eltern viel Sorge abgenommen werde und die Kinder gleichzeitig von früher Jugend an zu Ordnung und Gemeinsamkeit erzogen würden. Er dankte der Landesbauernschaft und der Ge­meinde für die Einrichtung des Kindergartens. Unter Leitung der Kindergärtnerin wurden bann von den Kindern allerlei muntere Spiele aufgeführt, die den Erwachsenen große Freude machten. Der Ortsgeistliche Pfarrer Harth wies auf den Segen der Kindergarten-Arbeit hin und betonte, daß das Schwergewicht dieser Arbeit darin liege, die Kinder schon im frühen Alter zum Umgang untereinander und zur Kameradschaft zu erziehen. Bürgermeister Langsdorf dankte im Schlußwort der Kinder­gärtnerin und Frau S p o r y , die den Kinder­garten betreut. An die Eltern richtete er den Appell, den Kindergarten zu unterstützen. Ein Choral be­schloß die Feier. In unserer Gemarkung treten seit kurzem Wildschweine auf. Die Tiere rich­ten auf den Feldern beträchtlichen Schaden an. Im Distrikt Krainsacker gelang es dem Jagdpächter Friedrich Schmidt, zu nächtlicher Stunde aus einem Rudel von 15 Tieren einen schweren Keiler zu erlegen. Den Schwarzkitteln soll demnächst energisch zu Leibe gerückt werden.

* Groß-Rechtenbach, 17. Sept. Die etwa 10jährige Tochter Elfriede des hiesigen Schrei­nermeisters Engel zog sich durch einen unglück­lichen Sturz einen Bruch des r e ch t e n Ober­armes zu und mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

Kreis Biedenkopf.

ch Niederweidbach, 16. Sept. Am Sams­tagabend wurden hier einige Stücke Wiesen« und Ackerland versteigert. Für eine Wiese in der Größe von 10,25 Ar wurden pro Ar im Durchschnitt 53,66 Mark bezahlt. Aecker im Um­fange von insgesamt 41 Ar erbrachten je Ar im Durchschnitt 37,56 Mark. Bei den Wiesen und Aeckern handelte es sich um Land verschiedener Qualitäten. Käufer waren einige hiesige Einwohner. Die Gemeinde beabsichtigt, die H a u p t st r a ß e verbessern zu lassen. Bau und Teerung wurden einer Frankfurter Firma übertragen. Es ist ferner beabsichtigt, im nächsten Jahre eine neue Schule zu bauen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im nächsten Frühjahr begonnen werden.

Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 19. September.

6 Uhrr Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Morgenmusik. In der Pause (7): Nachrichten.-8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk: Volksliedsingen. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Mitten im Werktag. 15: Nachrichten der Gauleitung. 15.15: Kinderfunk. 16: Kleines Konzert. 16.30: Bücherfunk. 16.45: Offen­barung deutscher Landschaft (II):Wanderung durch die Rhön" von Jakob Schaffner. 17: Nachmittags­konzert. 18.30: Kunstbericht der Woche. 18.35: Bos­heiten und Weisheiten. Plauderei um Arthur Scho­penhauer. 19: Unterhaltungskonzert. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nach­richten. 20.10: Orchefterkonzert. 21:Madame Un­bekannt", Sketsch von Arthur Berkun-Wulsfen. 21.20: Kammermusik. 22: Nachrichten (auch aus dem Sende­bezirk), Sportbericht. 22.20: Volksliedsingen auf dem Freiburger Münsterplatz. 23: Zeitgenössische Musik (XVI). Ernst Schliepe: Deutsche Kantate op. 35. 23.35: Unbekannte Klaviermusik von Max Reger. 24 bis 2: Nachtmusik.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstaguach. mittag geschlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Banknoten.

63,39

80,86

33,75

28,5

1,5

9,45

9,3

9,25

10,9

28,5

9,45

9,3

9,3

28,25

9,4

9,25

9,4

10,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt <l M.

28,25

9,4

9,25

9,4

10,75

4% Oesterretchtsche Oolbrentc.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ilngarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 iV,% desgl. von 1913..........

6% abgesl. Goldmexikaner von SS 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I...................

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejch lossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Brief 2,458 41,96 54,88 12,28 16,385 167,94

19,54 61,72

Frankfurt 0.201. )

Berlin

Schluß- kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mil tag- börse

Datum

16-9

17 9

16 9

17.9

8% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

101

101

101,13

100,9

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,4

97,4

97,4

97.4

6%% Doung-Anleihe von 1930 ..

102,13

102,13

102,5

Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit

AuSws.-Rechten .............

110,75

110,65

110,75

110,65

4*/% Deutsche Relchspostschatzan- Weisungen von 1934, 1.......

100,25

100,25

100,25

100,25

6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............

97

97

96,65

4%% ehem. Hessische Landesbank

Darmstadt Gold R. 12........

96,75

96,5

6%% ehem. Hess. Landes-Hypo­thekenbank Darmstadt Ltoui ...

100,5

100,5

_

4%% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6

92,5

92,25

Oberhessen Provinz-Anleche mit

Auslos.-Rechien .............

130,25

130,25

_

_

Deutsche Komm. Sammelabl. An. leihe Serie 1 mir AuSlos.-Rechten

114,75

114,75

114,5

114,4

4%% chem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

96,75

96,75

tyL% ehem. 4y.% Franks. Hyp.-

Bank-Ligu.-Psandvriese.......

100,5

100,9

6y,% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe.....

100,65

100r65

100,5

100,5

4%% ehem. 8% Pr.LandeSpfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

97

97

97

97

4%% ehem. 7% Pr. Landespfand, briesanst., Gold Komm. Obl.VI

97

97

97

97

tzteuergutsch.VerrechnungSk. 85-89

107,3

107,4

107,3

107,4

Frankfurt a. M

Stalin

Frankfurt a. M.

Serkin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag« börse

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

16 9

17.9

16.9.

17-9-

Datum

16 9-

17-9

16-9.

17-9-

4% vesgl. Serie 11 .............

11,5

11,5

ManSselder Bergbau .........g

118 25

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903

6,6

6,7

6,95

6,75

KokSwerke ...................

4y,%Rumän.vereinh.Rentev.i913

10

9,75

10,2

10,13

Phönix Bergbau........ ö

4% Rumänische vercinh. Rente ..

5,45

5,45

5,5

5,55

Rheinische Braunkohlen .....12

220

220

220,75

220,75

2%% Anatolier ...............

-

-

40,75

40,7

Rbeirislahl ............ gy2

Vereinigte Stahlwerke........0

804

80,75

80,13

80,5

Hamburg-Amerika-Pakel .....0

15,5

15,5

15,5

15,75

Otavt Minen .......... 0

19

19

18,75

19

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

29

28,65

Kaliwerke Aschersleben........ 5

133,9

133,75

134,75

134,75

Norddeutscher Lloyd .........o

17,25

17,65

17,75

17,65

Kaliwerke Westeregeln........ 5

127

127

127,5

128

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

79,25

78,5

78,25

79,25

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

184,5

185

185

Berliner Handelsgesellschaft ... 5

114,25

114,5

114,5

Commerz, und Privat-Bank ... 0

90,25

90

90

90,13

I. G. Farben-Jnoustrie.......7

154

154,5

154

154,65

Deutsche Bank und Disconto-

Schetdeanslalt............... p

Gesellschaft................o

90,25

90

90,25

90

Goldschmidt ................ n

Dresdner Bank..............o

90,25

90,25

90,25

90,25

RütgerSwerke ............... 4

Reichsbank ................ 12

181

180,75

181

180,5

Metallgeleilschaft..............

A.E.G. . ................ o

3R 5

39 25

Philipp Holz mann...........0

92,75

93

94,5

93,25

Bekula.................... 10

144,75

144,75

144,25

N4?9

Zementwerk Heidelberg .......

116

11675

-

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5

112,25

112,5

111,9

112,75

Cementwerk Karlstadt.........4

132

132

-

-

Licht und Kraft ........... 6%

131,5

131,5

132

132

gelten & Guilleaume.........5

104

103,5

103,5

103,5

Schultheis Payenhoser .......4

_

_

108

107,25

Gesellsch.f.Elekrr.Unternehmung. 5

125

126

124,75

136,25

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 6

58,25

57,4

58,25

57,13

Rheinische Elektrizität ...... 6

143

143

Bemberg...................n

111 75

111 5

112

111

Rhein. West,. Elektr..........6

128,4

127

127.75

Zellstoff Waldhof ............0

112 75

111 75

112.65

Schuckert S Co........ z

122,5

123,25

123,25

123,5

Zellstoff Aschaffenburg .......0

81'65

8b 65

81,65

81,5

Lahmeoer L Co. .......... 7

131

132

131,25

13b 25

Daimler Motoren ....... q

128^25

128,75

Deutsche Linoleum ........... «

Buderus .....0

101 .5

101,5

101

101

Orenstetn L Koppel ..........5

84 J5

8b5

Deutsche Erdöl .............. 4

108

107

107,25

107,25

Westdeutsche Kaufhof.........0

26,4

27,25

26,25

26,9

Gelsenkirchener....... 0

Cbade................ 0

Harpener...................0

Accumulaloren-Fabrik....... 1?

172

Lonti-Gummt........... g

Ilse Bergbau ...............4

93160

93157

Ilse Bergbau Genüsse........z

126

127,5

128

128,5

Gritzner.................. 0

33

33,13

32,9

32,9

Klücknerwerke .............

90,5

90,5

90,25

90,25

Mainkraftwerke Höchst a.M ... 4

-

-

-

Mannesmann-Röhre»........6

85,5

85,75

85,65

85,9

Suddeutscher Zucker .........j

208

208

208,5

209,25

16. September

17 September

Amtliche

Gelb s

Notierung Brief

Amtliche Notierung

Geld

I Brief

Buenos Lire»!

0,670

0,674

0,670

0,674

Brüssel.....

41,96

42,04

41,96

42,04

Rio de Ian. .

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,93

55,03

54,82

54,92

Danzig.....

46,79

46,89

46,81

46,91

London .....

12,30

12,33

12,275

12,305

Helsingfor»..

5,42

5,43

5,41

5,42

Paris ......

16,375

16,415

16,375

16,415

Holland ....

167,33

167,67

167,63

168,02

Italien.....

20,30

20,34

20,30

20,34

Jugoslawien.

0,723

0,725

0,721

0,723

5,664

5,676

5,664

5,676

Oslo.....:

61,76

61,88

61,64

61,76

Men.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

11,15

11,17

11,13

11,15

Stockholm...

63,42

63,54

63,30

63,42

Schweiz ....

80,76

80,92

80,72

80.88

Spanien....

33.94

34,00

33,97

34,01

Prag.......

Budapest ...

10,27

10,29

10,27

10,29

Reu york ....

2,485

2,489

2,486

2,490

Berlin,] 7. September

Gelb

Amerikanische Note»..............

2,438

Belgische Noten..................

41,80

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

1M25

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutlich Oesterreich, * 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

63,13

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Note» ................