Einzelbild herunterladen

Nr. 218 Dritter Blatt____________ Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)________Mittwoch, 18. September M5

Bilder vom Tag der Wehrmacht in Nürnberg.

Ein Flak-Gefchütz bei der Abwehr eines Fliegerangriffs. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Z v Z- *' > Zaft.

- .

M.:

Das Reich ist gesichert!

Völker behaupten sich immer, wenn sie entschlossen und bereit sind, ihre Lebensr e ch t e zu wahren. Völker gehen unter, sobald sie aufhören, an sich und ihre Zukunft zu glauben. Wir waren nahe daran, den Weg in das Nichts anzutreten, denn schon zu viele hatten den Glauben an das eigene Volk, an die Wiedererringung seiner nationalen Freiheit und an eine der stolzen Vergangenheit Deutschlands wür­dige Zukunft verloren. Diesen Glauben haben wir wieder errungen, er ist jedem von uns durch die eiserne Tatkraft des Führers, durch seine Lei­stungen auf allen Gebieten des Daseins unserer Nation eingeimpft worden. Und mit dem Glauben pflanzte sich der unbeugsame Wille des Führers auch auf den letzten Volksgenossen fort, jener Wille der die Nation wie einen Fels zusammenschloß, auf dem das stolze und große Werk der Wehrhaft- m a ch u n g, der Rückkehr zur Wehrfreiheit und zum nationalen Schutz, so wie w i r ihn verstehen und wie wir ihn nötig haben, erfolgen konnte.

Volk und Wehrmacht sind heute wieder eins; das hat auf das Herrlichste der militärische Höhepunkt des Reichsparteitages gezeigt. Hinein- qestellt in die zusammengeballte politische Energie dieses Treffens des nationalsozialistischen Deutsch­lands, wurde das Auftreten der verschiedensten Gruppen unserer Landesverteidigung mit ihren neu- zeitlichen Waffen zum sinnfälligsten Ausdruck unte­rer wiedergewonnenen Wehrfreiheit, die uns durch die Entschlußkraft des Führers auch inmitten der uns umgehenden Völker die Gleichberechti­gung, die man uns bis zum Letzten aus guten Gründen streitig zu machen suchte, gegeben hat. So sahen am letzten Tag der Nürnberger Heerschau die versammelten Politischen Leiter die Männer der SA. und SS., des Arbeitsdienstes, der Deutschen Arbeitsfront, die Angehörigen der Hitlerjugend und die vielen, vielen tausend Volksgenossen einen der größten Erfolge ihrer politischen Tätigkeit vor sich: die jung», stark gepanzerte, sehr geschulte, auf das Beste bewaffnete und vom gesamten Volke ge­tragene Wehrmacht, die unter dem Banner des nationalsozialistischen Deutschland zwischen Vergan­genheit und Gegenwart eine Brücke schlagt und die einem scharfen Schwert gleicht, das das deut­sche Volk in Stunden nationaler Not zu gebrauchen wissen wird.

Möge Gott es geben, daß wir nicht gezwungen werden, einmal zu den Waffen greifen zu müssen. Aber sollten es Neider und Mißgünstige wagen, uns anzutasten, dann wird das vom Führer aus tiefsten Niederungen zur Höhe nationaler Selbst­behauptung empor geführte deutsche Volk sich seiner Haut zu wehren wissen. Doch gerade in unserer Wehrhaftigkeit und unserem guten Panzerschutz liegt die beste Friedenssicherung. Man wird es sich überlegen, uns anzufallen, man wird aber auch kein Glück haben, uns zu veranlassen, anderen Staaten die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Wir wollen mit aller Welt im Frieden leben, wir arbeiten und kämpfen für den Frieden und wir dienen dem Frieden. Nur haben wir auf­gehört, Objekt der politischen Geschäftemacher zu sein, die ihre Streitigkeiten bisher stets auf dem Rücken eines ohnmächtigen Deutschland austrugen, um ihren Frieden, den Kirchhofsfrieden der Pariser Vorortdiktate zu sichern. Die Zeiten sind vorüber. Deutschland ist, wie der Führer in ferner Prokla­mation feststellte, kein wehrloser Spiel ball mehr, es ist kein Objekt mehr fremden lieber- mutes. Es ist gesichert, gesichert durch den ent- chlossenen Willen der Führung und die tatsächliche Kraft der Nation! In diesem Bewußtsein rollte das militärische Schauspiel vor dem Führer als Obersten Befehlshaber der Wehrmacht ab. Ganz Deutschland weiß, daß es wieder ein scharf geschliffenes Schwert besitzt, das ganze deutsche Volk dankt aus vollem Herzen dem Waffenschmied Adolf Hitler.

Gäste

bei den Hebungen des 9. Armeekorps.

LPD Alexanderb ad, 17. Sept. Als Gaste des Oberbefehlshabers des Heeres, General der Ar- tillerie Freiherr von Fritsch, werden an den Ma» növern in der Bayerischen Ostmark teilnehmen: Reichsminister Dr. Frick, Relchsmlni- ster Graf Schwerin von Krosigk, Präsi­dent des Rechnungshofes Dr. S ä m i f ch, Gene­ralleutnant Daluege, Generalmajor Poten. Ferner werden als Gäste des kommandierenden Ge­nerals des IX.Armeekorps, Generalleutnant Doll­mann u. a. anwesend fein: General der Infan­terie und Reichsstatthalter von Bayern, Ritter v o n E p p , Reichsstatthalter von Hessen, Spren­ger, Stabschef der SA., Lutze, die Gnuletter

Simon (Koblenz), Streicher (Nürnberg), Weinreich (Kassel), SS. - Gruppenführer Jeckeln (Braunschweig), die SA.-Gruppenführer Kasche und Steinhoff, Gauarbeitsführer Faatz (Wiesbaden), General der Infanterie und Kommandeur der Kriegsakademie Liebmann, Generalleutnant List, Generalleutnant v. K l e i st, Generalleutnant Grün, Generalleutnant E r - furth.

Der Führer verläßt Nürnberg.

Formationen, die noch bis in die Vormittags­stunden hinein Dienst getan hatten, verladen. In den Nürnberger Hotels setzte schon am frühen Morgen die Abreise der Gäste ein. Die An­gehörigen des Führerkorps der Partei verließen gegen Mittag ebenfalls die Stadt der Reichsparte'.- tage. Am Nachmittags fuhr auch der Führer aus Nürnberg ab, noch einmal umjubelt von den Menschenmassen, die noch ganz erfüllt waren von den historischen Tagen, deren Zeuge sie sein durften.

Die Deutsche Wehrschast löst sich auf.

Nürnberg, 17. Sept. (DNB.) Anläßlich des Reichsparteitages trat in Nürnberg der Führer- rat der Deutschen Wehrschaft zusammen und verfügte die Auflösung dieses waffenstu­dentischen Verbandes.

fe

$ w-

a»

K I -ä

L

<

Reichskriegsminister vonBlombergiM Gespräch mit dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe General der Flieger Göring, dem Oberbefehlshaber des Heeres General der Artillerie F r e i h e r r n v o n F r i t s ch und dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Ad- miral Or. b. c. R a e d e r auf der Zeppelinwiese. (Scherl-Bilderdienst-M.)

E

OMA».-:- 1 ;

Nürnberg, 17. Sept. (DNB.) Am Dienstag früh dauerte auf den Nürnberger Bahnhöfen die Verladung der letzten Formationen noch an. Unter anderem wurden auch die zu Ab- lverrunas^wecken nach Nürnberg beorderten SS. -

Der Führer inmitten des Lagers. Der Zweite von rechts ist General der Artillerie F r eih er r von Fritsch, dann Generalleutnant der Flieger Milch, Relchskriegsmimster v o n Blomberg, der ü Führer und General der Flieger ©bring. (Scherl-Bilderdienst-M.)

.. , ,; 3"' ??

o /- /MW , * / , ?-v, /V' \ - '

/ z' z- - '»,4 / /

Kampfwagen bei der Parade vor dem Führer.

I ' !

Neben dem Führer steht Generaloberst von Blomberg, ^nter ihm Gemral Goring.

M MM W&). Sitzmass.- -Scherl-BUdexdiWit«

W

M

K e

X; W

; MM

';# M.-

yg

MW

-

WM

|

M M M-

Die ruhmreichen Fahnen der alten Armee.

ernm> Mebrmackt waen auf der Zeppelinwiefe mJturnDerg izi yagnen uer auen zirme VurterpÄ Ehr°nttibün° Dorüber. - (Scherl-Bild°rdi°nst-M.)