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die Treue, die wir ihr halten, Deutschland gilt* Draußen klinkte die Haustür. Wir fuhren auf: Liesbeth! Das muß Liesbeth fein!" Es pol­ierte die Treppe herauf, stürmte in die Tür ^Hurra! Ich hab' sie, ich hab' meine Stelle! Bei einer jungen Frau mit zwei kleinen Kindern! Sie war so nett zu mir und sagte, ich sollte mich bei ihr wie zu Hause fühlen! Ich freu mich ja so!"

Lange saßen wir noch zusammen an diesem letz­ten Abend. Wir waren so verzweifelt gewesen, vor­her, in der Zeit der langen Arbeitslosigkeit. Nun sollte für uns all der Weg in ein neues Leben be­ginnen, der erste Schritt war schon getan. Wir gin­gen in guter Zuversicht und haben ihn nie bereut.

OJL-fport

Oie Ergebnisse der Bezirksklasse.

Frohnhausen Watzenborn-Steinberg 3:1 (2:0) Sinn Spielvereinigung 1900 Gießen 1:1 (1:0) VfB.-R. Wetzlar-Niedergirmes 3:1 (2:0) Bissenberg Naunheim 1:3 (0:3)

Wetzlar Dillenburg 3:1 (1:1)

Die Frohnhäuser schlugen die Steinberger ver­dient nach einem ritterlichen und spannenden Kampfe. Die 1900er büßten wider Erwarten in Sinn einen Punkt ein. Der Verlauf des Spieles hat gezeigt, daß die ©inner durchaus in der Lage find, bei folgenden Spielen noch mehr Punkte auf ihrem Gelände zu sammeln. Die Grün-Weißen siegten erwartungsgemäß. Trotzdem mußten sie schwer kämpfen. Naunheim muß auch dieses Jahr sehr gut in Fahrt sein, denn aus Bissenberg zwei Punkte mit nach Haufe zu nehmen erfordert von einer Mannschaft mehr als durchschnittliches Können. Wetzlar hat bewiesen, daß es im gegebenen Mo­ment zur Stelle ist. Die Dillenburger mußten nach Halbzeit sich dem besseren Können der Platzbesitzer beugen.

VfB.-Reichsbahn Gießen.

VfB.-R. n Leihgestern I 2:2 (1:0).

Dieses Spiel hätten die Platzbesitzer unbedingt gewinnen müssen. Der Gießener Sturm, der im Feldspiel Gutes leistete, war aber vor dem Tore viel zu unentschlossen. Bei Halbzeit führten die Hiesigen mit 1:0 und konnten kurz nach Wieder­beginn durch einen von Fenster verwandelten Elf­meter auf 2:0 erhöhen. Dann wurden die Gäste überlegen und konnten die Gießener Hintermann­schaft zweimal überwinden.

VfB.-R. III Großen Linden I 4:1.

Die dritte Mannschaft zeigte in diesem Spiel ansprechende Leistungen. Die Höhe des Sieges ent­spricht dem Spielverlauf.

VfB.-R. 1. Jgd. Sportverein Wetzlar 1. 3gb. 5:6 (4:3).

In diesem Spiele rangen zwei gleichwertige Mannschaften um den Sieg. Im Endkampf ver­fügten die Gäste über das größere Stehvermögen, und schlugen die Gastgeber, die bei Halbzeit geführt haben.

Sportverein 1920 Lollar.

Grünberg I Lollar I 1:6.

Die erste Mannschaft fuhr 311m zweiten Der- bandsspiel nach Grünberg. Sie mußte für zwei ihrer besten Spieler Ersatz einstellen, zeigte aber trotzdem ein vorbildliches Spiel und gewann sehr sicher mit 6:1 Toren. Lollar war seinem Gegner in jeder Hinsicht weit überlegen. Die Elf zeigte sich in einer blendenden Verfassung.

Das Spiel der zweiten Mannschaft kam nicht zum Austrag, weil 1846 Gießen noch in letzter Minute ab sagte.

Das Spiel der dritten Mannschaft in Treis stand unter einem unglücklichen Stern. Zunächst trat die Elf mit reichlich Ersatz die Reise nach Treis an, und zum anderen verletzte sich ein Lollarer Spieler schon vor Beginn des Spieles derart, daß er nicht antreten konnte. Schon dadurch gewannen die Ereifer Oberwasser. Zum anderen verhalfen ihnen ein Elfmeter, ein Frei- und ein Strafstoß zu drei weiteren Erfolgen. 5:2 lautete das Ergebnis für Treis.

Die Lollarer Kleinsten lieferten gegen Die Heuchel­heimer ein gleichwertiges Spiel, waren aber wie­derum vor dem Tore des Gegners zu weich. Heu­chelheim gewann 1:0.

Weitere Ergebnisse vom letzten Handballsonntag.

Tv. Burg-Gemünden To. Nieder- Ohmen 13:2 (8:2). Der Neuling Nieder-Ohmen hatte gegen die als spielstark bekannten Platz- oesitzer nicht viel zu bestellen. Durch schlechte Deckung und mangelhaftes Stellungsspiel mußte die hohe Niederlage kommen. Im übrigen war der Kampf recht interessant und vor allem anständig geführt.

To. Katzenfurt Tv. Herbornseelbach 12:2 (8:2). Das gleiche Bild auch hier. Die Gäste, die das Handballspiel wieder neu ausgenommen haben, mußten sich dem technisch weit besseren Geg­ner beugen.

Tv. 1846 Gießen Jgd. Tv. Lang- Göns l.Jgd. 2:9 (2:4). In der 1. Halbzeit machte sich schon eine leichte Überlegenheit der Gäste be­merkbar. Trotzdem konnten die Gießener das Spiel noch vollkommen offen halten. Durch größere Schnelligkeit und besseres Fangen kam Lang-Göns in der 2. Halbzeit mächtig auf und siegte auch in dieser Höhe verdient. Zum Lob der 1846er sei ge­sagt, daß sie bis zum Schluß unverdrossen durch­hielten. Lang-Göns war dagegen etwas zu laut.

Tv. Londorf Jgd. Tv. Krofdorf Jgd. 15:2. Eine deutliche Abfuhr holten sich die Krof- dorfer Jungen in Londorf. Allerdings muß berück­sichtigt werden, daß sie ihrem Gegner körperlich weit unterlegen waren. Der Sieg ist etwas zu hoch ausgefallen.

Kämpfe des Sportkreises Gießen um die Deutsche Vereinemeisterschast.

Die Vereine des Sportkreises Gießen (umfassend die politischen Kreise Gießen, Wetzlar, Dillkreis, Alsfeld und Schotten) werden darauf hingewiesen, daß Versuche um die Deutsche Vereinsmeisterschaft 1935 noch am 21. und 22. September 1935 und 28. und 29. September 1935 in der A=, B= und E-Klasse unternommen werden können. Die Teilnahme ist bis zum 20. September 1935 dem Kreisfachamts­leiter Gg. R i ch t b e r g, Gießen, Mühlstraße 32,

änzuzelgen. Für die am 21. und 22. September 1935 startenden Vereine steht der Universitäts-Svortplatz zur Verfügung, und zwar am Samstag (21. Sep­tember) ab 16.30 Uhr und am Sonntag (22. Sep­tember) von 8.30 bis 10.30 Uhr.

VfB.-ReichSbahu-Leichtathletik.

Der Vertreter des DfB.-Reichsbahn beim Gau­kampf Nordhessen gegen Südwest Otto Luh setzte sich im Kugelstoßen erfolgreich durch. Er wurde hin­ter dem Deutschen Meister im Diskuswerfen Lam­pert- Saarbrücken Zweiter mit 14,60 Meter. Lam­pert siegte mit 15,25 Meter. Junker-Frankfurt wurde mit 14,29 Meter Dritter und Gugel 1900 Gießen mit 13,25 Meter Vierter. Leider ließ man Luh im Diskuswerfen und den anwesenden Speerwerfer des VfB.-R. Jakob im Speerwerfen nicht starten, trotzdem beide zur Zeit sehr gut in Form sind.

Kleinkakiber-Pokalschietzen in Gießen.

Auf den Schießständen des Schützenvereins Gie­ßen fand am Sonntag des Kleinkaliberschießen um den Pokal des Kreises Gießen unter Leitung des Kreisschießwartes Schmidt statt. Leider waren meh­rere Vereine der Einladung nicht gefolgt, so daß nur sieben Mannschaften zu je fünf Mann vertreten waren. Geschossen wurde auf die 12er Ringscheibe je 3 Schuß liegend, kniend und stehend, ohne anzu­zeigen. Den Pokal errang der Schützenverein Leihgestern mit 403 Ringen; es folgten Schützenoerein Allendorf (Lumda) mit 402, Post- Sportverein Gießen mit 398, Schützenverein Stein­bach mit 396, Post-Sportverein Gießen 2. Mann­schaft mit 388, Schützenverein Steinbach 2. Mann­schaft mit 343 und Schützenverein Allendorf (Lda.) 2. Mannschaft mit 342 Ringen.

Die Plakette der Jungschützen des Kreises Gie­ßen, die bisher im Besitze der Allendorfer war, wurde dieser Mannschaft, die 231 Ringe schoß, ohne weiteren Gegenkampf überlassen, weil keine Jung­schützenmannschaften mehr vorhanden waren. Freundschaftsschiehen Post-Sportverein Gieße«

Steinbach Allendorf.

Anschließend fand unter Leitung des Schießlei­ters Kern vom Post-Sportverein Gießen das dritte und letzte Freundschaftsschießen in diesem Jahre zwischen den Schützenvereinen Allendorf an der Lumda, Steinbach und dem Post-Sportverein statt. Jeder Verein stellte, wie bei dem Schießen in Allendorf und Steinbach je eine Mannschaft von 12 Schützen. Geschossen wurden hier wieder neun Schuß in drei Anschlagsarten ohne anzuzeigen. Es entbrannte unter den drei gleichwertigen Vereinen ein harter Kampf; galt es doch, die gemeinsam ge­stiftete große Hitler-Plakette zu erringen. Gewertet wurde das Gesamtergebnis der drei, in diesem Jahre veranstalteten Freundschaftsschießen. Sieger wurde der Post-Sportverein Gießen mit dem guten Ergebnis von 2718 Ringen. Es folgten Steinbach mit 2647 und Allendorf mit 2614 Ringen.

Die Ehrenscheiben schossen H. K e r n, Post-Sport­verein Gießen, und H. L. Haas, Steinbach.

Bei dem letzten Freundschaftsschießen schossen 90 und mehr Ringe Hch. L. Haas, Steinbach; Willi Weber und Kurt Strack vom Post-Sport­verein Gießen.

Erfolgreicher Gießener Jungschiihe.

Der Jungschütze Kurt Strack erschoß bei dem Bezirksschießen in Herborn die Bezirksmeisterschaft. Derselbe Schütze nimmt am Sonntag, 22. Septem- I ber, an dem Gauschießen in Homberg (Oberh.) teil.

Oie Medenspiele in Dad-7lauheim.

Für die am kommenden Wochenende in Bad-Nau­heim stattfindenden Meden-Endspiele wurde jetzt die Spielfolge festgelegt. Am Samstag treffen Bran­denburg und Schlesien sowie Nordmark und Baden aufeinander Der Sonntag bringt dann die beiden Sieger und die beiden Unterlegenen vom Samstag zu den Kämpfen um den 1. dzw. 3. Platz zusam­men. Brandenburg hat seine Mannschaft ge­ändert, so daß folgende Spieler antreten werden: G. v, (Tramm, H. Henkel, W. Menzel, H. Tübben, F. Kuhlmann und R. ©opfert. F. Henkel ist Ersatzmann zusammen mit M. Zander, Drost, F. Hartz, H. Klein« schroth und F.C.UHl. Nord mark stützt sich auf H. Denker, K. Lund, Dr. Dessart, Frentz, Hauß und Wulff. Ersatzleute sind Nottebohm und Mackenthun. Schlesien tritt mit Bräuer, Eichner, Fromlowitz, v. Gustke, Nitsche und Richter an, in der badi- scheu Mannschaft werden Dr. Buß, Walch und die Gebrüder Hildebrandt die Hauptstützen fein.

BallonDeutschland" gelandet.

Die erste Landemeldung vom Gordon-Bennett- Flug der Freiballone ist eingegangen, und zwar von dem deutschen BallonDeutschland". Der Ballon­führer Stüber entschloß sich westlich von Riga in der Nähe des Schwefel- und Moorbades Kem­mern zur Landung, da die Windverhältnisse überaus ungünstig waren und nach den Windver­hältnissen damit zu rechnen war, daß der Ballon auf die Ostsee hinausgetrieben würde. Die Lan­dung erfolgte ohne Zwischenfall. Bei den Letten fanden die Deutschen alle Unterstützung, so daß der Ballon ohne Schaden geborgen werden konnte. Zuerst wurdeDeutschland" nach dem am Sonntag erfolgten Start in Warschau in östlicher Richtung abgetrieben, doch wechselte dann der Wind nach Norden. Schätzungsweise haben die deutschen Bal­lonfahrer insgesamt etwa 550 Kilometer zurück­gelegt.

Kurze Sportnotizen.

Einen deutschen Motorradsieg gab es in der Tschechoslowakei. In Pardubitz gewann Gunzenhauser (Freiburg) auf einer 500-ccm- Jawa-Maschine denGoldenen Sturzhelm der Tschechoslowakei" vor dem Berliner Bertram auf Rudge.

Das endgültige Nennungsergebnis für den Alpenflug 1935 brachte 23 Unterschriften.

Die deutschen Rollschuh-Kun ft lauf« Meisterschaften wurden am (Sonntag in Dortmund entschieden. Meister der Männer wurde erwartungsgemäß Schmitz (Nürnberg), bei den Frauen belegte Frl. Renner (Stuttgart) den ersten Platz. Im Paarlaufen holten sich Pfister« S e l m a i r (Nürnberg) den Titel.

3umlag des Pferdes" in Frankfurt am Main hatten sich am Sonntag 5000 Zuschauer im Sportfeld eingebunden. Rittmeister Sahla ge­wann mitBismarck" den Preis von Frankfurt vor SS.-Unterscharführer Knuth aufJäger".

Oesterreich und Griechenland standen sich in Achen bei einem Leichtathletik-Länderkampf gegenüber, den die Oesterreicher mit 103:94 Punk- ten für sich entschieden.

In Helsingfors fand eine Olympia-Werbe« Veranstaltung vor nahezu 10 000 Besuchern statt. Im Vordergrund stand ein Lauf Nurmis gegen eine 15X200<Meter-Staffel, in der verschiedene hervor­ragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mitwirkten.

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Gießen, den 16. September 1935.

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