Ausgabe 
18.9.1935
 
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Obecheffen

Tagung Der Evangelischen Frauenhilfe

UM

Schulpersonalien, liebertragen wurde dem Lehrer Joseph Kraus zu Ruhlkirchen, Üreis

Linie auf die leeren untersucht

adio Photo 4630 0 Seltersweg 67

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Nüßchen sind gut aufgegangen. In vielen Himbeer­anlagen macht sich die Rutsnkrankheit unangenehm bemerkbar.

--Bellersheim, 17. Sept. Wie bereits berich­tet rourbe, hat die Bäuerliche Hauptgenos- se n s ch a f t in der ehemaligen Böckelschen Fabrik ein Lager für Flachs errichtet. Wie sehr dem seiner­zeit erfolgten Aufrufe des Reichsbauernführers zur Förderung des Gespinstpflanzenbaues Folge geleistet wurde, erhellt aus der Tatsache, daß täglich R o h f l a ch s aus der näheren Umgebung mit Fuhrwerken angeliefert wird und aus den entfern­teren Genossenschaftsbezirken Bahnwagenladungen mit 60 bis 70 Zentner Nettogewicht durch die Ge­nossenschaft ausgeladen werden. Wie verlautet, ist geplant, eigen Teil der Weiterverarbeitung hier vorzunehmen.

# Obbornhofen, 17. Sept. Die Bau­tätigkeit war in diesem Jahre hier nicht beson­ders belebt. Ein Wohnhaus wurde im Laufe des Frühjahres innen ausgebaut, und in diesen Tagen wurde mit den Erarbeiten für den Rohbau eines weiteren Neubaues begonnen. Verschiedentlich wur­den Erweiterungs- und Erneuerungsarbeiten an landwirtschaftlichen Gebäuden Dorgenommen und dabei mehrere Einsäuerungsanlagen zur Silierung von Kartoffeln und Grünfutter errichtet. Durch Fassadenverputz mehrerer Wohnhäuser hat das Dorf­bild eine wesentliche Verschönerung erfahren. Be­sonders gefällig ist das Haus Weigand Witwe in der Bahnhofstraße hergoi-ichtet worden. Das Eichen-

Canbfreif Gießen.

* Klein-Linden, 18. Sept. Hier ereignete ich gestern abend in der Nähe des Kriegerdenkmals ein Verkehrsunfall. Ein hiesiger Radfahrer wollte von der Hauptstraße in die Friedrichstraße einbiegen, ohne jedoch das entsprechende Richtungs- Reichen zu geben. Im gleichen Augenblick wollte ein )inter dem Radler kommender Motorradfahrer über­holen, da er von dem vorausfahrenden Radfahrer keine Aenderung der Fahrtrichtung bemerken konnte. Beide stießen zusammen, wobei der Radfahrer eine Verletzung am Kopfe davontrug, die seine lieber» ührung in die Klinik in Gießen erforderlich machte. Der Motorradler blieb unverletzt, feine Maschine

Der Kreisverband Gießen der Evan­gelischen Reichsfrauenhilfe, Landes­verband Nassau-Hessen, hielt am Sonn­tag bei günstigem Wetter in Heuchelheim eine Herbsttagung ab. Es nahmen daran teil die Evangelischen Frauenhilfen von Lang-Göns mit 45, Leihgestern mit 40, Grohen-Linden mit 40, Watzen­born-Steinberg mit 93, Kirchgöns mit 10, Klein- Linden mit 80, Gießen Markusgemeinde mit 30 und Heuchelheim mit 120 Mitgliedern, zusammen 458 Personen. An der Tagung nahmen außerdem teil vom Kreisoerband Gießen Frau Else Kreu- d e r als Vorsitzende und vom Landesverband Nassau-Hessen die Rechnerin, Frau Dr. Ohly aus Alsbach a.d.B.

Die Tagung wurde eröffnet mit einem Gottes- dienst, in dem über das Evangelium des Sonn­tags Mc. 12 V. 4144, das Scherflein der Witwe, in schlichter, klarer, eindringlicher Weise gepredigt wurde. Nach einer Inständigen Kaffeepause in den Häusern der Heuchelheimer Frauen der Frauenhilfe fanden sich die Gäste mit ihren Gastgebern wieder in der Kirche zu einer Nachfeier zusammen.

Die N ach feier wurde zugleich zu einer Feier de s 20jährigen Bestehens der Evange­lischen Frauenhilfe von Heuchelheim. Am 24. Oktober 1915 wurde der Frauenverein Heu­chelheim durch Pfarrer Dörr und seine Frau ge­gründet, 54 Frauen traten sofort bei, die Zahl hat sich im Laufe des ersten Jahres auf 130 erhöht. Der erst« Vorstand bestand aus der 1. Vorsitzenden f^rau Pfarrer Dörr, der 2. Vorsitzenden Frau Bürgermeister Kreiling, der Kinderschulschwe­ster Philippine Kraus als Rechnerin und Pfar­rer Dorr als Geschäftsführer. Außerdem gehör­ten noch 20 Frauen dem erweiterten Vorstand an. Wie auch sonst im Reich, half auch der Frauen­verein Heuchelheim den Kriegern im Felde und den Aermsten daheim. Er stand anfänglich auf einer neutralen Basis. Am 1.3.1916 trat der Frauen- verein als außerordentliches Mitglied dem Alice- Frauenverein vom Roten Kreuz bei, löste aber dieses Verhältnis im Jahre 1935. Heute gehört die Evangelische Frauenhilfe Heuchelheim, wie der Frauenverein sich heute nennt, zur Evangelischen Reichsfrauenhilfe, Landesverband Nassau - Hessen.

** Besichtigung von Bienenständen. Die Kreisgruppe Gießen in der Reichsfachgruppe Imker hat in den letzten Wochen durch die Orts­obmänner für Bienenzucht eine Besichtigung sämt­licher Bienenstände des Dereinsgebietes durchführen lassen. Die Standrevisionen erstreckten sich in erster bös- und gutartige Faulbrutfälle. Auch Stände und die der Nichtmitglieder sind

kreis Alsfeld.

Homberg, 17. Sept. Bei der zuständi- gen Oberpostdirektion hatte man zu Jahresbeginn die Absicht, das hiesige P o st a m t in eine Agentur umzuwandeln. Alsbald setzten Proteste em. Auch die Stadt Homberg-ließ in Verbindung mit dem Kreisamt fein Mittel unversucht, um mindestens den bestehenden Zustand zu erhalten. Der Der- kehrsverein hielt mehrere Sitzungen mit dem Ge- meinderat, mit Kaufleuten und Gewerbetreibenden ab, sammelte deren Ergebnisse und erhob von sich aus energischen Protest. Die Reichspost hat nun- mehr mit der nachstehenden Erklärung geantwor­tet:Wir gestatten uns, Ihnen mitzuteilen, daß das Postamt Homberg nicht in eine Postagentur, sondern, um die Verwaltungskosten einzusparen, zu einem noch nicht feststehenden Zeitpunkt in ein Zweigpostamt umgewandelt werden soll. Die Betriebseinrichtungen bleiben dieselben, auf die Postversorgung der Einwohner von Homberg wird diese Maßnahme ohne irgendwelchen Einfluß sein." Im Kraftwagen machten am vergangenen Sonntag die Mitglieder des Verschönerungs- Vereins einen Ausflug nach dem Herzberg. Vom Gipfel des 505 Meter hohen Berges aus bot sich eine herrliche Aussicht. Neben der Ruine wurde auch die Kapelle mit ihren Kunstschätzen besichtigt. Sehr befriedigt kehrten die Teilnehmer von diesem Ausflug zurück. .

# Aus d e m oberen Ohmtal, 16. Sept. Die Zwetschenernte hat dieser Tage auch m unserer Gegend begonnen. Der Behang der Baume ist unregelmäßig, manche Bäume hängen zum Bre­chen voll, andere wieder tragen wenige oder gar keine Früchte. Für den Zentner Zwetschen men den je nach Qualität 68 Mark bezahlt. Wahrend man bei den Zwetschen nur wenige oder gar feine wurmstichigen Früchte findet, ist beim Kernobst, insbesondere bei den Aepfeln, das Gegenteil der Fall.

st. Kirtorf, 17. Sept. Die Gerneindever- waltung hat in der Art der städtischen Be - fanntmadjungen eine Neuordnung getroffen. Die Ortsschelle wird a b g e I ö ft und soll nur noch in dringendsten Fällen zur Anwendung ge­langen. Die städtischen Befanntrnachungen werden von jetzt ab an A n s ch l a g t a f e l n zur allgemeinen Kenntnis gegeben.

Alsfeld, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Dienheim, Kreis Oppenheim, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; dem Lehrer Wilhelm Wagner zu Wohnbach, Kreis Friedberg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Billertshausen, Kreis Alsfeld, mit Wirkung vorn Tage des Dienst­antritts an und dem Lehrer Philipp Hamm zu Oder-Ingelheim, Kreis Bingen, zur Zeit kommis­sarisch an der Volksschule zu Friedberg, eine Lehrer­stelle an der Volksschule zu Wohnbach, Kreis Fried­berg, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an.

** Sterbefälle in Gießen. Es verstorben in Gießen in der Zeit vom 21. August bis 15. Sep­tember: 22. August: Anna Euler, geb. Kratzenber­ger, 58 Jahre alt, Wolfstraße 23; 23.: Christian Maurer, Lehrer i. R., 80 I. alt, Wartweg 3; 25 : Eleonore Rausch, 5 I. alt, Wetzstelnstraße 32 Lud- roig Becker, Gärtnermeister, 72 I. alt, Kalserallee 17; 26.: Georg Helwig, Rektor i. R., 68 I. alt, Stephan- straße 41; 27.: Oskar Bock, Oberpostsekretar, 78 I. alt, Stephanstraße 38, Lorenz Ament, Hutmacher, 75 I. alt, Schiffenberger Weg 11; 2. September: Margarete Nuhn, geb. Hopp, 70 I. alt Horst- Wessel-Wall 25; 3.: Wilhelm Hillgärtner, Gemüse­händler, 66 I. alt, Walltorstraße 51; 4.: Karl Eduard Koch, Kaufmann, 65 I. alt. Großer Stein- weg 10; 5.: Konrad Becker, Oberzahlmeister i. R., 70 I. alt, Goethestraße 59; 7.: Gustav Trinkaus, Metzgermeister, 72 I. alt, Seltersweg 50; 10.: Hein­rich Philippi, Invalide, 63 I. alt, Kreuzplatz 11, Luise Ida Schaumann, ohne Beruf, 41 I. alt, Stephanstraße 9, Karl Grüger, Jnstitutsgehilfe, 61 I. alt, Frankfurter Straße 94; 12.: Julie Elbs, geb. von Rotteck, 65 I. alt, Wilhelmftraße 21; 13.: Luise Käs, geb. Schneider, 64 I. alt, Schützen- straße 44.

** Eine Ob st Versteigerung der Stadt Gießen findet am nächsten Freitag statt. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich.

** Erhebungen über O b sto a u m s p r i t - 3 en. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau führt gegenwärtig durch die Ortsfachwarte für Obstbau eine Erhebung über Obstbaumspritzen durch, um einen Ueberblicf für die im Rahmen der kommen­den Obsterzeugungsschlackt vorzunehmenden Schäd- lingsbekämpfungsmatznahmen zu bekommen. Es sollen alle Spritzen, sowohl die im Privatbesitz, als auch die im Besitz von Obst- und Gartenbauver­einen, Gemeinden, Genossenschaften irsw. erfaßt werden.

Er zählt zur Zeit 120 Mitglieder und steht unter Leitung von Frau W e i s e l als 1. Vorsitzenden und Frau Rinn als 2. Vorsitzenden.

Die Nachfeier brachte Begrüßungsworte des Orts- geistlichen Pfarrer Weisel, herzliche Worte des anwesenden Gründers des Frauenvereins, Pfar­rer i. R. D ö r r in Friedberg, den Jahresbericht der Kreisverbandsvorsitzenden Frau Else K r e u d e r (Gießen) und eine dreioiertelstündige herzliche und anfeuernde Ansprache über die Aufgaben der Evan­gelischen Frauenhilfen von dem Lanoesvorstandsmit- glied Frau Dr. Ohly (Alsbach). Aus dem Jahres­bericht geht hervor, daß 1934 innerhalb des Kreis- verbandes vier größere Versammlungen ftattgefun- den haben, 1. in Steinbach mit einer Besucherzahl von 407 Frauen und einer Einnahme von 43,58 Mark; 2. in Mainzlar mit einer Besucherzahl von 935 Frauen und einer Einnahme von 142,45 Mark, zugleich 25jähriges Jubiläum des dortigen Vereins; 3. in Klein-Linden mit einer Besucherzahl von 277 Frauen und einer Einnahme von 52,45 Mark, und 4. in Langsdorf mit einer Besucherzahl von 507 Frauen und einer Einnahme von 80 Mark. Der Kassenbestand Ende 1934 betrug mit einem Rest von 26,69 Mark aus 1933: 345,17 Mark. Davon wur­den abgeliefert an den Verband 230 Mark, 117,95 Mark gingen darauf für Verwaltungskosten aller Art innerhalb des Kreisverbandes Gießen. Während die Beteiligung an den verschiedenen Veranstaltun­gen 1933 insgesamt 1670 Frauen betrug, stieg diese 1934 auf 2126 Frauen. Entsprechend stiegen die Kollekten von 238,64 Mark in 1933 auf 318,48 Mark in 1934.

Der Rahmen der Veranstaltung war die 700 Jahre alte, unter Denkmalschutz stehende und von Meisterhand 1926 wiederhergestellte Heuchelheimer Kirche.

den Bienenfeuchensachverstandigen G. Boden­de n d e r (Gießen) zusammengestellt und ausge­wertet.

Große Strafkammer Gießen.

Der angeklagte Jude Moses Sommer aus Crainfeld wurde seinerzeit vom Amtsgericht Herb­stein durch Strafbefehl mit einer Geldstrafe belegt, weil er im November 1934 eine Kuh nach Salz verkauft hatte, ohne sie in das Hauptkontrollbuch eingetragen zu haben und außerdem ein solches Buch nicht besaß. Nachdem er Einspruch cinaelegt hatte, wurde der Angeklagte zur Begründung feines Einspruches von dem Gendarm vernommen. In­zwischen hatte der Sohn des Angeklagten, der Jude Ferdinand Sommer das Nebenkontrollbuch in­sofern in ein Hauptkontrollbuch umgewandelt, als er das WortNeben" durchstrich und durch das WortHaupt" ersetzte. Dieses Buch legte der An­geklagte Moses Sommer zu seiner Rechtfertigung dem Beamten vor, der ihn jedoch zur Anzeige brachte. Vom Schöffengericht Gießen wurden beide Angeklagten zu je 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Die dagegen eingelegte Berufung wurde gestern kostenpflichtig zurückgewiesen.

Wegen Betrugs wurde der W. R. aus Heuchel­heim unter Einbeziehung des Urteils der Großen Strafkammer Gießen vom 25.6.1935 vom hiesigen Schöffengericht zu insgesamt 7 Monaten Ge­fängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte sich von einem hiesigen Bäckermeister einen größeren Geld­betrag geliehen und ihm zur Sicherheit ein aus­drücklich in seinem Eigentum stehendes Klavier übereignet. Später stellte sich jedoch heraus, daß das Klavier unter Eigentumsvorbehalt verkauft war und noch im Eigentum der Lieferfirma stand. Da ihm in erster Instanz die Untersuchungshaft nicht angerechnet wurde, erreichte er dies durch Ein­legung des Rechtsmittels der Berufung in der gestrigen Hauptverhandlung.

Wegen Verbrechens nach § 176 Z. 3 StGB, wurde der Karl E m m e l aus Schwalheim unter Zubilli­gung mildernder Umstände zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt, von denen zwei Monate zwei Wochen erlittene Unter­suchungshaft angerechnet werden.

Amtsgericht Gießen.

Der W. W. aus Bruchenbrücken fuhr am 14. März mit feinem Lastkraftwagen und Anhänger in zu hoher Gefchwindgikeit durch die Bahnhofstraße in Richtung Bahnhof. Beim Ueberqueren der Kreu­zung Schanzenstraße streifte er mit dem Anhänger das Pferd eines Fuhrwerks, das leicht verletzt wurde. Durch Strafbefehl wurde der Angeklagte mit 20 R M. Geldstrafe belegt. Der dagegen ein­gelegte Einspruch blieb ohne Erfolg.

ober mit dem Rad 8 Uhr ab Lahnbrücke. Rucksack- Verpflegung. Die Wanderung geht von Bieber nach dem Dunsberg, dann nach Frankenbach durch das Strupbachtal nach Bieber. Führer: Wanderwart Paul Werner, Lollar. Meldungen über die Teil­nehmerzahl bis Donnerstag, 19. September, auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18. Fehlanzeige er­forderlich.

EportamtKrast durch Freude-'.

heule folgende Kurse:

Fröhliche Gymnastik und Spiele: von 16.30 bis 17.30 Uhr (nur für Frauen), Kantine der Firma Bänninger.

R e i t e n : von 20 bis 21 Uhr Reitschule Schömbs. Schwimmen für Frauen und Männer von 20 bis 21 Uhr und von 21 bis 22 Uhr im Volksbad.

Frauen-Schwimmkursus.

Freitag, von 21.30 bis 22.15 Uhr, findet im Volks- bad ein Schwimmkursus nur für Frauen statt. Der­selbe wird von einer Schwimmlehrerin geleitet. Vor­her, von 20.30 bis 21.30 Uhr, läuft ein Schwimm- kursus für Frauen und Männer gemeinsam.

Froh, gesund und stark durch Leibes­übungen mit ,Kraft durch Freude"!

Oie Einführung des Arbeitsbuches.

LPD. Nach einer zweiten Bekanntmachung des Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermitt­lung und Arbeitslosenversicherung über die Ein­führung des Arbeitsbuches werden die Arbeits­bücher vom 1. Oktober ab weiter für die Arbeiter und Angestellten der folgenden Betriebsgruppen ausgestellt:

1. Landwirtschaft, Gärtnerei, Tierzucht, Forst- wirtschaft, Fischerei.

2. Bergbau, Salinenwesen, Torfgräberei.

3. Textilindustrie.

4. Vervielfältigungsgewerbe.

5. Musikinstrumenten- und Spielwarenindustne.

6. Bekleidungsgewerbe.

7. Wasser-, Gas- und Elektrizitätsgewinnung und -Versorgung.

8. Reinigungsgewerbe.

9. Gaststättenwesen.

10. Häusliche Dienste.

Ueber die Zugehörigkeit der Betriebe zu den Be- triebsgruppen erteilen die Arbeitsämter in Zwei­felsfällen Auskunft. Ueber die Einführung des Arbeitsbuches für weitere Betriebsgruppen ergeht besondere Bekanntmachung.

Höchstpreise für Speiseöle und -fette.

Die Preisüberwachungsstelle (Abteilung HF) der Landesregierung gibt bekannt: In letzter Zeit sind beim Verkauf von Pflanzenölen und »fetten Preis­steigerungen erfolgt, die über die Preiserhöhung der ausländischen Rohstoffe (Delfaaten und Del* früchte) zum Teil weit hinausgehen. Um diesen Preissteigerungen entgegentreten zu können, hat die Reichsstelle für Milcherzeugnisse, Oele und Fette Höchstpreise für Speiseöle und Speisefette errechnet. Ab 1. September sind folgende Kleinverkaufspreise festgesetzt worden: Sojaöl je Liter 1,25 Mk., Erd­nußöl je Liter 1,35 Mk., Rüböl je Liter 1,20 Mk., Speisemischöl (mindestens 50 v. H. Erdnuß- oder Rüböl), je Liter 1,30 Mk. Pflanzenfette dürfen im Kleinverkauf einen Preis von 70 Pfennig je Pfund nicht überschreiten. Derstöß gegen die Höchstpreis- anorbnung werden durch die Preisüberwachungs­stelle auf Grund der einschlägigen gesetzlichen Be- ftimmungen mit Ordnungsstrafen bis zu 1000 Mk. und gegebenfalls mit Geschäftsschließung bestraft.

Oie Arbeit hat begonnen!

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Nachdem in den technischen Abteilungen des Thea­ters bereits seit Wochen lebhafte Tätigkeit eingesetzt hat, um all die Anforderungen einer Spielzeit zu erfüllen, und die mit einer neuen Spielzeit verbun­denen Vorbereitungen zu treffen, hat jetzt das neue Ensemble ebenfalls in gesteigerter Arbeit die Pro­ben für die ersten Aufführungen der kommenden Spielzeit begonnen. Die künstlerischen Vorstände schaffen in ernster Arbeit mit den Darstellern. In­tendant Sch ultze-Gries heim hat mit den Proben zu KleistsPrinz von Homburg" begon­nen, der unter seiner Regie die festliche Eröffnungs­vorstellung der Wlnterspielzeit bilden wird. Kapell­meister Paul Walter bereitet die erste Opernauf­führung von MozartCosi fan tutte" vor, während der zweite Kapellmeister Ernst Bräuer die Ein­studierung der ersten Operette, Lehär:Paganini", in Angriff genommen hat.

wurde leicht beschädigt.

* Ruttershausen, 17. Sept. Bei einem un­glücklichen Sturz erlitt der 10jährige Sohn Ernst des Schlossers Sauer von hier einen Bruch des linken Oberarms. Der Junge mußte in ärzt­liche Behandlung nach Gießen gebracht werden.

* Großen-Buseck, 17. Sept. Der etwa 21 Jahre alte Landwirtschaftsgehilfe Emil Schmidt kam bei seiner Arbeit so unglücklich zu Fall, daß er einen Oberarmbruch und eine schwere Schulterverletzung erlitt. Der bedauerns­werte junge Mann mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

tn. Lang-Göns, 16. Sept. Am nächsten Sonn­tag, 22. September, findet das diesjährige A b - turnen des Turnvereins bei der Turnhalle tatt. Damit wird das Fest der deutschen Schule verbunden werden.

Q Grüningen, 17. Sept. Am Sonntag fand im hiesigen Gotteshause bei starker Beteiligung der Gemeinde die feierliche Eröffnung des Konfir­mandenunterrichtes statt. In diesem Jahre sind hier neun Knaben und sieben Mädchen im Kon- irmandenunterricht. Die O b st e r n t e in un­srer Gemarkung ist gegenwärtig in vollem Gange. Täglich werden die Zwetschen von den Händlern aufgekauft und mit Lastautos abbefördert. Bisher wurden 10 Mark je Zentner bezahlt.

)( Aus der mittleren We11erau, 17. Sept. Die Grummeternte wurde in den meisten Dörfern jetzt erst beendet. Durch die reich­lichen Niederschläge, verbunden mit günstiger Wachswitterung war noch ein guter zweiter Gras­schnitt herangewachsen, so daß ein zufriedenstellen­der Orummetertraa eingebracht werden konnte. Auf frühgemähten Wiesen ist auch noch ein üppiger Graswuchs eingetreten, der von den Besitzern als Futterweide verwertet wird. Fast glaubt man sich in die Weidewirtschaftsbetriebe Norddeutschlands versetzt, wenn man jetzt hier die schwarzbunten Kühe in den saftigen Wiesengründen erblickt. Von Futtermangel kann nun nicht mehr gesprochen wer­den. Neben dem Ewigen Klee hat sich der Stoppelklee besonders gut entwickelt, so daß er bereits die Knöpfe bildet. Die D i ck w u r z stehen prächtig. Die sofort nach der Getreideernte einge­säten Stoppelerbsen und-wicken bedecken bereits den Boden und liefern ein einweihreiches Herbstfutter. Die Zuckerrüben versprechen eine volle Ernte. Allgemein ist man jetzt von den Vor­zügen des Rapsbaues überzeugt. Neben der Eigenerzeugung von Del für den Haushalt schlägt besonders die Rücklieferung von Delkuchen zur Vieh- fütterung zu Buch. Größere Betriebe haben mei­stens Wmterraps ausgestellt, während Neuanbauer 3u Rübsen greifen. Von den Freunden des fort­schrittlichen Dbftbaues wird die behördliche Fest­setzung des Beginns der Obsternte nicht vor dem 25. September für Spätobst, begrüßt. Die Obst­aussichten haben sich insbesondere für Z w e t s ch e n ' gebessert. Der Handel ist sehr rege. Frei Ver- : sandbahnhof wird der Zentner Zwetschen mit 8 bis 9 Mark bezahlt. Sehr gesucht sind auch Honiabirnen zur Bereitung des häuslichen Brotaufstrichmittels. Der Stand der Gartenkul- turen ist ausgezeichnet. Spinat, .Wintersalat und

bofxfacfiroerf wurde freigelegt, dadurch kanwn bfe kunstvoll verzierten Eckpfosten und die nnt Namen der Erbauer versehenen Lagerbalken zum Vorschein. Das Haus wurde im Jahre 1764 erbaut und be­weist die bedeutsame Höhe handwerklichen Könnens zur Zeit des großen Preußenkomgs.

Kreis Büdingen.

tt. Nidda, 17. Sept. Bei einer Beteiligung von 40 Mitgliedern unternahm der hiesige Z w e t 9^ verein des VHC. am vorigen Sonntag seine 10. planmäßige Wanderung. VHC.-Bruder Spa- m er-Schotten führte die Wanderung von Sta­tion Rainrod aus durch das Giersbachtal zur Fer dmand-Werner-Eiche und zur Manenruhe, m deren Nähe der Schottener Zweigoerein des VHC. seinen Gefallenen eine Gedenktafel angebracht hat. Von hier aus führte der Weg zurWarte , von der aus die Teilnehmer der Wanderung einen herrlichen Rundblick genossen. Nach kurzer Rast m oc^o ten wanderte man über den Bockzahl, über den zllten» burgsfopf und durch das Läunsdachtal nach Rain- rod. Mit der Eisenbahn begab man sich wieder nach Hause.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 17. Sept. Am Sonn­tagnachmittag fand hier das Jugend fest der Schule statt, an dem auch die Schulen von Wet­terfeld und Gonterskirchen teilnahmen. Die Schüler mit ihren Lehrern marschierten mit frohen Marschliedern durch das Dorf zum Festplatz, wo sich eine große Menschenmenge eingefunden hatte. Hier hielt zunächst Lehrer Debus eine An­sprache über die Bedeutung der Jugendfeste und Jugendspiele. Sodann folgte auf einer Freilichtbühne die Ausführung eines StückesDer Freiheitskämpfer Wilhelm Teil" durch die Knaben der ersten Klasse von Ruppertsburg. Die Schule von Wetterfeld brachte anschließend Vorträge in oberhessischer Mund- art und einige Lieder. Die Kleinen der Schule von Gonterskirchen erfreuten durch die Aufführung eines Märchens. Schöne Reigen und Volkstänze mit Mu­sikbegleitung wurden außerdem noch bargeboten. Die Veranstaltung fand allenthalben die verdienstvolle Anerkennung.

Hauöwirtschastliches Jahr für alle Mädchen.

Nach Mitteilungen der ReichsanstM für Arbeits- Dermittung und Arbeitslosenversicherung hat die Einführung des hauswirtschaftlichen Jahres für Mädchen gute Fortschritte gemacht. Durch die Teil­nahme am hauswirtschaftlichen Jahr soll erreicht werden, daß sich die deutsche weibliche Jugend ent­weder ganz hauswirtschaftlicher Berufsarbeit zuwen­det oder doch später bei Aufnahme einer gewerb­lichen Arbeit innerlich auch auf den Hausfrauen* und Mutterberuf ausgerichtet bleibt und neben der beruflichen Schulung die Weiterbildung für diesen Lebensberuf der Frau im Auge behält.

Bei den Hausfrauen ist ebenfalls ein ständig wachsendes Verständnis dafür festzustellen, baß die deutschen Familienhaushaltungen die beste und natürlichste Schule für die Heranwachsenden deut­schen Frauen und Mütter sind. Insbesondere die Hausfrauen auf dem Lande und in kleineren und mittleren Städten haben sich in großer Zahl bereit erklärt, junge Mädchen in ihren Familien aufzu­nehmen.

Die bisher vorliegenden Erfahrungen über die weitere Berufslausbahn von jungen Mädchen, die durch das hauswirtschaftliche Jahr gegangen sind, zeigen, daß eine große Zahl von ihnen auch weiter­hin im hauswirtschaftlichen Beruf bleiben will. Selbstverständlich bedarf es noch weiterer uner­müdlicher Aufklärung, Werbung und enger Zusam­menarbeit aller beteiligten Stellen, damit das haus- wirtschaftliche Jahr einmal für alle Mädchen zu einem selbstverständlichen Teil ihrer Berufs- und Lebensbahn wird.

Vornotlzen.

Tageskalender für Mittwoch: NSG. Kraft durch Freude": 16.30 bis 17.30 Uhr Fröh­liche Gymnastik und Spiele für Frauen in der Kantine der Firma Bänninger; 20 bis 21 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs; 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr Schwimmen im Volksbad. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Der Graf von Monte Christo". Sgv. Liederkranz Heiterkeit: 21 Uhr außerordentliche Generalversammlung im Caf6 Ebel.