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Nie Industne- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

776: Abzweigung von Proviftonsvorschüssen im deutsch-französischen Warenverkehr beim Of­fice Franco-Allemand.

777: Errichtung einer Ueberwachungsstelle für Edelmetalle.

778: Aenderung verschiedener französischer Ein- fuhrkontingente für Deutschland für das 3. Vierteljahr 1935, betr. u. a. Werkzeug­maschinen, Gegenstände für elektrische Zwecke, Wäschestücke, Kleider und andere Leklei- dungszubehörgegenstände, Papier und Kar­tonpapier, Pappe zu Schachteln, Möbel und Einzelteile davon.

Orr Reichsbankausweis für die zweite Luliwoche.

Der Status der Reichsbank hat auch heute wie in der zweiten Juliwoche eine normale Entlastung aufzuweisen. Ist auch die Verminderung der Ko- pitalsanlage der Reichsbank um 93,8 Millionen Mk. auf 4280,8 Millionen Mk. in der Berichtswoche an sich geringe! als in her gleichen Woche des Vor­monats, so ist doch die Gesamtabdeckung der Ultimo­beanspruchung des Noteninstituts im Juli mit 68,3 v. 5). gegen 59,0 v. S). Mitte Juli stärker.

Im einzelnen haben die Bestände an Handels­wechseln und Schecks um 98,8 auf 3570,3 Millionen Mark abgenommen, dagegen die kurzfristigen An­lagen, die Lombardforderungen um 3,0 auf 48,1 Millionen Mk., Reichsschatzwechseln um 1,5 auf 1,7 Millionen Reichsmark, eine Kleinigkeit zugenommen. Ferner stiegen die Bestände an deckungsfähigen Wertpapieren um 0,3 auf 2336,0 Mark und an sonstigen Wertpapieren um 0,2 auf 324,6 Millionen Mark an. Auf der anderen Seite erhöhten sich die Eiroguthaben um 25,1 auf 742,9 Millionen Mark, und zwar entfällt die Zunahme teils auf die öffent­lichen, teils auf die privaten Gelder. Die Steigerung bei den öffentlichen Giroguthaben dürfte mit dem Umsatzsteuertermin am 10. d. M. in Zusammenhang stehen. Die Abnahme der sonstigen Aktiven um 11,1 auf 655,1 Mill. Mark beruht zum Teil auf dem Abfluß von 8,9 Mill. Mk. Rentenbankscheinen in den Verkehr. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf am 15. Juli 5681 Mill. Mark gegenüber 5616 Mill. Mark Mitte Juni d. I. und 5523 Mill. Mark am 15. Juli 1934. Das bemerkenswerteste ist eine Zu­nahme der Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen im Laufe der Berichtswoche um 12,5 auf 102,3 Mill. Mk., wobei im einzelnen die Gold­bestände um 8,1 auf 93,9 Mill. Mk., die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 4,4 auf 8,4 Mill. Mk. stiegen. In beiden Fällen ist die Erhöhung auf einen Eingang von Russengold zurückzuführen, von dem ein Teil im Ausland verblieb und an seiner Stelle Devisen hereinkamen.

Oie Krühkartoffelerzeugerpreise ab 18 Juli 1935.

Die Hauptvereinigung der deutschen Kartoffel­wirtschaft setzt in ihrer Anordnung Nr. 13, die im Derkündungsblatt des Reichsnährstandes Nr. 54 vom 17. Juli 1935 veröffentlicht wird, die Frühlar­toffelerzeugerpreise ab 18. Juli 1935 wie folgt fest:

a) für lange, gelbe Sorten mindestens 5,50, je­doch nicht mehr als 6 Mark,

b) für runde, gelbe Sorten mindestens 5,10, je­doch nicht mehr als 5,60 Mark,

c) für blaue, rote und weiße Sorten mindestens 4,70, jedoch nicht mehr als 5,20 Mark.

Die Preise verstehen sich je Zentner, und zwar im geschlossenen Anbaugebiet waggonfrei Verlade­station oder frei Bezirksabgabestelle, im nichtge­schlossenen Anbaugebiet waggonfrei Verladestation oder frei Uebergabestelle am Erzeugungsort.

*

* Vermehrter Schafbestand. Auf An­ordnung des Reichs, und Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft ist mit der Zwischen- zähtung der Schweine zu Anfang Juni d. I. auch eine Schafzählung verbunden worden, um einen Ueberblick über den Sommerbestand an Schafen im Deutschen Reich zu gewinnen. Nach Mitteilungen des Statistischen Reichsamtes wurden zu Anfang Juni insgesamt 4,5 Millionen Schafe gezählt. Hier­von waren rund 1,8 Millionen Tiere = 39,4 v. H. norf) nicht ein Jahr alt (Jungschafe). Die älteren Schafe (über 1 Jahr alt) waren größtenteils Mut­terschafe und Zibben, von denen im ganzen 2,4 Mil­lionen Tiere = 52,4 v. H. ermittelt wurden, wäh­rend auf die männlichen Tiere (Schafböcke und Härnrnel) nur 372 000 Schafe = 8.2 v. H. entfielen. Gegenüber der Schafhaltung zu Anfang Dezember 1934 mit rund 3,5 Millionen Stück ist der jetzt fest-

gestellte Junibestand um 1,1 Million Tiere gestie­gen. Hierbei bleibt aber zu berücksichtigen, daß der Sommerbestand an Schafen regelmäßig über den bei der Dezember-Viehzählung ermittelten Schaf­bestand hinausgeht, da bei der Winterzählung be­reits ein Teil der Schafe wieder abgeschlachtet ist. Nach der Ansicht des Bevollmächtigten für die Neu­organisation der deutschen Schafzucht dürfte nach Abzug der Schlachtungen aber eine tatsächliche Meh­rung des Schafbestandes von etwa 600 000 Tieren anzunehmen sein.

Nächste Schweinezählung am 4. Sep­ie m b e r 19 35. Die nächste Schweinezählung fin­det am 4. September 1935 statt. Folgende Ermitt­lungen werden mit dieser Zählung verbunden sein: 1. Der nicht beschaupflichtigen Hausschlachtungen von Schweinen, Bullen, Ochsen, Kühen, Jungrindern, Kälbern, Schafen und Ziegen in jedem der vorher­gehenden drei Monate. 2. Der im Juni, Juli und August 1935 geborenen Kälber. 3. Des Weidefett- viehes in den hierfür bedeutsamen preußischen und oldenburgischen Kreisen.

Rhein-Mainische Börse.

Milkagsbörse: Tendenz uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 17. Juli. Die Börse er­öffnete bei allerdings sehr kleinen Umsätzen zumeist etwas freundlicher. Nach den ersten Kursen war aber die Haltung überraschend schwächer, da Ab­gaben in teilweise größeren Beträgen erfolgten, ohne daß hierfür zunächst ein Grund oekannt wurde. Die Aufträge aus dem Publikum waren klein und die Kursgestaltung am Aktienmarkt war ziemlich uneinheitlich. Don chemischen Werten zogen Rütgerswerke 2 v. H. an, Deutsche Erdöl blieben unverändert, während IG. Farben nach festerem Beginn (153,50 nach 153) auf 152,75 nach­liehen. Größeres Angebot zeigte sich am Elektro­markt in AEG.-Aktien mit 46,75, 45,75 bis 45,90 (47,40), ferner ließen Schuckert 0,50 v. H. nach, dagegen setzten Felten ihre Befestigung um 1,13 v. H. fort. Don Bergwerkswerten lagen Ilse Genuß 1,75 v. H., Klöckner 1,13 v. H. und Harpener 0,25 v. H. höher, andererseits verloren Buderus, Man­nesmann, Rheinstahl und Stahlverein bis 0,50 o. H. Matt lagen Reichsbankanteile mit 189 (190,50). Schiffahrtswerte blieben behauptet. Ver­hältnismäßig fest notierten Kunstseide AKU. mit 66,75 (65,40), Westdeutsche Kaufhof mit 36 (34,75), Allgemeine Lokal 8t Kraft mit 125,75 (124,25) und Deutscher Eisenhandel mit 106,50 (105). Höher lagen ferner Daimler, Zellstoffaktien sowie Maschi­nenwerte bei Erhöhungen bis zu 1 v. H.

Am Rentenmarkt war die Geschä^stätigkeit gering, auch die' Kursveränderungen hielten sich in engen Grenzen. Etwas höher gefragt waren Kom- munal-Umfchuldung, ferner von Industrie-Obliga­tionen 6 o. H. Stahloerein mit 103,75 (103,25). Ätt- besitz, Zinsoergütungsscheine und späte Schuldbuch­forderungen lagen behauptet. Von fremden Werten zogen 4 o. H. Rumänen auf 6 (5,90) und 4 v. H. Goldmexikaner auf 8,90 (8,75) an.

Im Verlaufe stockte das Geschäft fast vollkommen, da nach den Abschwächungen, die man auf größere Abgaben von Berlin zurückführte, allgemein Zurück­haltung herrschte. Die Kurse» bröckelten zumeist etwas ab, insbesondere AKU. auf 65,50 nach 66,75, Reichsbank auf 188 nach 189, ferner Hoesch auf 106,50 nach 107, IG. Farben auf 152,50, außerdem gaben Bemberg, Scheideanstalt und Gesfürel je 1 o. H. nach. Fester lagen Deutsche Linoleum mit 170,50 (169,50), ferner blieben Süddeutsche Zucker gefragt mit 193,50 (193); aus der am Freitag stattfindenden Bilanzsitzung erwartet man eine um 1 v. H. auf 10 v. H. erhöhte Dividende.

Der Rentenmarkt blieb sehr still und unverändert. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligattonen lagen behauptet, während Liquidationspfandbriefe zumeist etwas abbröckelten. Stadtanleihen tendierten bei kleinen Veränderungen uneinheitlich. Auslandsrenten lagen ruhig.

Tagesgeld war wieder gefragt und wurde auf 3 v. H. (2,75 v. H.) erhöht.

Abendbörfe: sehr ruhig.

An der Abendbörse herrschte mangels Anregungen Geschäftsstille und die Kurse lagen im Vergleich zum Berliner Schluß meist nur knapp behauptet. Verschiedentlich erfolgten nach den Abschwächungen im Mittagsverkehr weitere kleine Abgaben, doch wurde das herauskommende Material auf ermäßig­ter Basis ausgenommen. In den meisten Fällen hatten die Kurse nominelle Notiz. Etwas niedriger lagen u. a. IG. Farben mit 152,75 (153,25), Scheide- anstatt mit 234 (234,50), Harpener mit 112,50 (113), Stahloerein mit 87,65 (87,50), AKU. 65,50 (65,75 , AEG. 45,40 (45,75), Metallgesellschaft 115 (115,50). Mäßig höher notierten Holzmann mit 93,50 (93), Gesfürel mit 129,25 (128,75) und Reichsbank mit 187,25 (187). Am Einheitsmarkt blieben Rheinische Hypotheken-Bank, die im Zusammenhang mit der

Fusion der Berliner Hypotheken-Bank heute mittag auf 140 (133,75) angezogen hatten, unverändert, während Berliner Hypotheken-Bank in Anpassung an Berlin um 6 v. H. auf 136 heraufgesetzt wurden.

Der Rentenmarkt lag ebenfalls still, aber freundlich. Leicht befestigt waren Altbesitz mit 112,25 (112), ferner wurden Kommunal-Umschuldung 10 Pfennig über der halbamtlichen Notiz von Berlin bezahlt; im übrigen lagen Renten ebenfalls ruhig und unverändert. U. a. notierten: Altbesitz 112,25, IG. Farhen-Bonds 127,13, Reichsbahn-VA. 123,50, 4,50 v. H. Rheinische Hypotheken-Bank R 26/30 96,50, Bayrische Hypotheken-Bank 91,50, Pfälzer Hypotheken-Bank 88,65, Commerzbank 91,40, Ber­liner Hypotheken-Bank 136, Rheinische Hypotheken- Bank 140, Reichsbank 187,25, Harpener 112,50, Rheinstahl 112, Mannesmann 90, Stahlverein 87,5Ö, AEG. 45,40, AKU. 65,50, BMW. 126,50, Conti- Gummi 158, Dt. Eisenhandel 105,50, Dt. Erdöl 112,65, Scheideanstalt 234, Eßlingen-Maschinen 86> IG. Farben 152, Feldmühle-Papier 122,13, Gesfürel 129,25, Holzmann 93,50, Metallgesellschaft 115, Moenus-Maschinen 88, RWE. 133,65, Schriftgießerei Stempel 63, Schöfferhof-Binding 174,50, Hapag 33,75.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 17. Juli. Der Frankfurter Getreidegroßmarkt lag heute nahezu geschäftslos, Umsätze fanden nicht statt. In Futtergerste wur­den keine Notierungen mehr vorgenommen. Es notierten: Weizen W 9 210, W 13 214, W 16 218, Roggen R 9 170, R 13 174, R 15 178. Hafer H 13 170, H 14 172. Weizenmehl W 3 27,70, W 16 28,15, Roggenmehl R 13 Type 997 23,80, R 13 Type 815 24,30, R 15 Type 997 24,20, R 15 Type 815 24,70 plus 0,50 Mark Fracht-Ausgleich. Weizennachmehl 16,75, Weizenfuttermehl 13,25.

Weizenkleke W 13 10,92, W 16 11,13, Roggenkleie R 13 10,20, R 15 10,44 Mühlenfestpreise ab Müh- lenstation. Sojaschrot 13,00, Palmkuchen 13,30, Erdnußkuchen 14,50 Fabrikpreise ab südd. Fabrik« station. Treber 16,75, Heu neuer Ernte 5,50.

Frankfurter Pferdemarkt.

Frankfurt a. M., 17. Juli. Der Auftrieb zum Frankfurter Pferdemarkt war wie stets im Juli gering; es standen nur rund 250 Tiere aller Gattungen zum Verkauf. Das Geschäft war zu­friedenstellend, und bereits gegen Mittag war der Markt geräumt. Die Preise lagen höher als im Vormonat. Für die importierten ungarischen Ar­beitspferde wurden Preise zwischen 11001300 Mark je Stück bezahlt. Fette Schlachtpferde 1. Qual, erzielten 3538 und 2. Qual. 2931 Mark je 50 Kilogramm Schlachtgewicht.

Schweinemarkt in Homberg.

. Homberg, 17. Juli. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 297 Stück, Ferkel. Für 6 bis 8 Wochen alte Tiere wurden pro Kopf 17 bis 22 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte 20 bis 23 Mark und für 10 bis 12 Wochen alte Ferkel 25 bis 34 Mark gezahlt. Der Geschäftsgang war schlep­pend, es verblieb ein geringer Ueberftand.

Frankfurter Schiachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 18. Juli. (Vorbericht.) Auf­trieb: 146 Rinder, darunter 17 Ochsen, 26 Bullen, 31 Kühe, 32 Färsen, 901 Kälber, 43 Schafe und 512 Schweine; dem Schlachthof direkt zugeführt: 3 Ochsen, 5 Bullen, 25 Kühe und 5 Färsen. Es kosteten: Kälber 32 bis 62, Lämmer und Hämmel 33 bis 38, Schafe 26 bis 35, Schweine 46 bis 52 Mark. Markt­verlauf: Kälber und Schweine mittelmäßig, Hämmel und Schafe ruhig.

Der deutsche Außenhandel im Juni und im ersten Halbjahr 1935.

Ein- und Ausfuhr waren im Juni mit 318 Mil­lionen Mark gleich groß. Gegenüber dem Vormonat ist die Einfuhr wertmäßig um etwas mehr als 4 v. H. gesunken. Die Ausfuhr hat gegenüber dem Mai um rund 5 v. H. abgenommen. Dieser Rückgang, an dem Fertigwaren und Rohstoffe be- teiligt sind, entspricht im großen und ganzen der jahreszeitlichen Entwicklung. Auch in den vergan­genen Jahren ist die Ausfuhr in der Regel von Mai zu Juni zurückgegangen. Im Jahr 1934 war die Ausfuhr im Juni allerdings wenig verändert, was aber wohl darauf zurückzuführen war, daß das Ausfuhrnioeau durch den scharfen Rückgang im April 1934 beträchtlich abgesunken war. An dem Rückgang der Ausfuhr war die große Mehrzahl der Absatzländer beteittgt.

Nach einer geringen Aktivität im Mai war die Handelsbilanz im Juni ausgeglichen. Im Juni des Vorjahres war sie mit 38 Millionen Mark passiv. Im ersten Halbjahr 1935 betrug die Einfuhr 2127. Mill Mark und die Ausfuhr 1962 Mill. Mark. Die Handelsbilanz schließt hiernach mit einem Ein­fuhrüberschuß von 165 Mill. Mark ab. Gegenüber

dem ersten Halbjahr 1934 ist die Einfuhr dem Wert nach um 7,6 v. H. zurückgegangen. Dem Volumen nach war der Einfuhrrückgang nicht ganz so stark, da in der Verminderung des Einfuhrwerts 3um Teil eine Senkung des Einfuhrdurchschnitts­werts zum Ausdruck kommt. An dem Rückgang der Gesamteinfuhr waren in der Hauptsache Rohstoffe und Fertigwaren beteiligt, und zwar hat die Ein­fuhr in beiden Fällen sowohl wert- als auch men­genmäßig abgenommen.

Die Lebensmitteleinfuhr entsprach dagegen unge­fähr dem Vorjahrsstand. Die Ausfuhr war im ersten Halbjahr 1935 um rund 6 v. H. geringer als im Vorjahr. Diese Abnahme ist ausschließlich auf einen Rückgang des Ausfuhrdurchschnittswertes um an­nähernd 8 v. H. zurückzuführen. Das Ausfuhrvolu* men ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Wertmäßig hat die Ausfuhr bei allen Gruppen ab­genommen. Mengenmäßig ist jedoch lediglich die Ausfuhr von Lebensmitteln und von Rohstoffen zurückgegangen. Die Ausfuhr von Fertigwaren hat gegenüber dem Vorjahr der Menge nach um rund 5 v. H. zugenommen.

Aus den preußischen Nachbargebieten.

Metzgereien im Kreise Wetzlar polizeilich geschloffen.

LPD. Wetzlar, 17. Juli. Das Landrats - a m t teilt mit, daß in mehreren Gemeinden des Kreises Wetzlar einige Metzgereibetriebe polizeilich geschlossen werden mußten, weil sich die Inhaber weigerten, den Preis für das Pfund Rindfleisch von 80 auf 75 Pfennig zuriickzufuyren. Der Maß­nahme liegt eine Anordnung des Regierunasprä- sidenten zugrunde, wonach der Preis von 75 Pfennig für das Pfund Rindfleisch auf dem Lande nicht überschritten werden darf. Für die Stadt Wetzlar ist mit Rücksicht auf die von den Metzgern zu zah­lende Schlachthofgebühr ein Preis von 80 Pfennig zugelassen.

ftteis Wetzlar. »

LPD. Wetzlar, 17. Juli. Zwei Zigeuner, ein Mann und eine Frau, die sich seit einiger Zeit im Kreise Wetzlar Herumtrieben, wurden jetzt in Wetz­lar verhaftet und dem Amtsgericht zutzeführt. Es wird ihnen zur Last gelegt, daß sie in ver­schiedenen Orten Flugblätter mit staats- feindlichen Aufrufen verteilt haben. Das Paar wurde auch schon von anderen Gerichten gesucht.

Kreis Biedenkopf.

m. Gladenbach, 17. Juli. Am vergangenen Sonntag wurde wir berichteten bereite kurz darüber die durch das Verkehrsamt in der Hin­terländer Schweiz errichtete Waldbühne geweiht und dem öffentlichen Verkehr übergeben. Der SA.-

Musikzug Gladenbach umrahmte die Feier mit einem Konzert. Bürgermeister Müller weihte die Bühne und nahm sie in die Obhut der Gemeinde. Er sprach zum Schlüsse seiner Ausführungen die Hoff­nung aus; daß die Waldbühne ein Anziehungspunkt für recht viele Fremde sein möge und zur Verkehrs­werbung beitragen möge. Im Mittelpunkt des Pro­gramms stand der Vortrag des Generals von Lettow-Vorbeck über:Mein Feldzug in Afrika." Durch Vermittlung der NS.-Kulturgemeinde und der Kriegerkameradschaft Gladenbach war es gelungen, den Redner zu gewinnen. Der Vortra­gende sprach ausführlich über seine Erlebnisse in Afrika. In Schlußworten sprachen der Führer der Kriegerkameradschaft, Dr. M e i st e r und der Orts- gruppenleiter, Pg. Humbert, den Wunsch aus, daß die Waldbühne sich zum Wohl der Gemeinde entwickeln möge.

m. Gladenbach, 17. Juli. Im benachbarten Dautphe wurde in den letzten Nächten wieder an zwei Stellen eingebrochen und Lebensmittel und der- gleichen gestohlen. Es ist dies schon der vierte oder fünfte Einbruch in ganz kurzer Zett in unserer enge« ren Heimat.

Dillkreis.

LPD. Herborn, 17. Juli Die Braune Messe Deutsche Woche des Dillkreises steht nach wie vor im Mittelpunkt des Interesses der heimatlichen Be- völkerung. Am Mittwoch, dem dritten Ausstellungs- tag, konnten bereits 10 000 zahlende Besucher ge- zählt werden. Ganz unerwartet gut ist das Der- kaussergebnis bei den Ausstellern." Selbst die Auto- industrie konnte befriedigende Verkäufe tätigen.

Jranffurt a. M.

Berlin

£4,75

33,75

I. ®. Farben-Jndustrie

Scheideanstalt........

153,25

152,75

93,51 941

119,5 -

135 1 -I

93

Banknoten.

.... 7

31,75

31,65

0

öergoau yienu e........Hfl r ioo nc

Kläcknerwerke .............ix?!,5 132,25

Marmesmann-Röhm»H sul l°

I -I

I WH

38,75

194

106,5

112,9

134,5

128

183

133

106,5

112,9

92,25

92,25

191

105,5

112,9

Schluß­kurs

34,75

295,5

176,5

157,5

221 114,5 88,5 18,5

128 126,5 198,5

10,9

10,6

10,65

12,5

10,9

10,6

10,8

12,5

37,4

87

117

91,4

93

93

187

.. 0

.. 0

.. 5

. 5

7

9 0

88,75

18,25

127

126

196

65,5

118

120,5

90,5

36

296

177

158

113,25

65,75

118,5

120,5

89,5

137,5

95,25

169,25

90,5

36

296

177,5

157,5

41,72

54,71

12,23

16,36

168,28

19,86

61,74

63,29

81,18

33^77

92,25

92,25

190,5

33,9

33,75

36,4

86,5

117,75

91,5

153

235,5

112

119,5

116,5

93,5

119,5

135

63,03

80,86

33,63

106

112,65

96

169,5

96

169,5

47,4

142,75

119

133,5

109

130

113,5

107,25

163

47,25

142

118,5

134

109,25

130,4

140,25

134,5

128,25

183,5

133,5

220,5

112

87,5

18,5

128,5

126,65

198

152,75

234

111,25-

121,5

115

220

111,75

87,65

17,9

127,75

126,5

198

45,4 142,4

117 133,5 109,25 129,25

140 133,65 126,5 182,5

134,75

112,5

105,75

160

45,75

141,65

117

133

109,25

128,75

139,5

133,75

127,5

183

134,5

37,65 I

95

ISS

37,5

94,5

W

Schluß­kurs

112,25

120

116,25

111,25

120

115,5

Goldschmidt ....

Rütgerswerke ...

Metallgeiellschast.

93

93

187,25

65,4 119 121,25

90

114,75

65,13 119 122

90

138,25

96,13

170

90,5

35,25

295,5

176,25 158

113,25

106,65

162,5

130,5

101,5

Sl,25

113

106

164

131,75

101,13

80,25

34,9 31

36,13 87,75

117,13 91,25

31,75

1,7 10,8 10,65 10,75 12,65

38,13

87

117,5

91,25

Siemens L HalSk^ Lahmeoer L Co. ..

Hoesch EisenKöln-Neueste»'

Äse Bergbau .........

Nie Bergbmi Genüsse

Gritzner....................q|

Matnkrastwerke Höchst .. 4

Süddeutscher

4% Oesterretchilche Goldrente.... 4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Yi% deSgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4°^Tuckijche Bagdadbahn-Anleche Serie

10,9 10,75

12,9 I

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Al.

Mansselder Bergbau .. KokSwerke..........

Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen Rheinstahl...........

Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth

A.E.G.......................

Dekula Elektr. Lieferungsgesellschaft". 5 Licht und Kraft ........... «iz

Felten 8 Guilleaume o fflhPiS!-ÄUn-ternc^,nun0-5 Rheinische Elektrizität....... r

Rhein. Wests. Elektr. ' 6 Schuckert & Go .

Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Ce ment weck Karlstadt..

Belgische Noten

Dänische Noten Englische Noten . .......

Französische Noten .....

Holländische Noten...............

Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, t 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten .......

Schweizer Noten......

Spanische Noten Ungarische -tote» ..

Hamburg-Amerika-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd .........o

A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Diskonto.

Gesellschaft................

Dresdner Bank n Reichsbank ...............y

16 7

118,75

123,4

16.7

119,25

Seiet

2,446

41,88

54,98

12,27

16,42

168,96

19,94

61,68

Buderus

Deutsche Erdöl Gelsenkirchener

Harpener

Schlußk. börse

17.7

118

Datum

.......8

........

.......0

12 220,25

..... Wi' 114,75

Schlußk. Mittag- börse

17.7.

118

122,5

Schultheis Patzenhofer 4

Aku fAllgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhof 0

Zellstoff Aschaffenburg 0

Dessauer Gas ............. 7

Daimler Motoren ........... 0

Deutsche Linoleum....... g

OrensteinLKoppel ......... 0 Westdeutsche Kaufhof.........

Chade................... 0

Aecu mu l atoren-Fabrtk Conti-Gumm«............. g

Datum

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 814% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

AuSlos.-Rechten .............

4*/i% Deutsche ReichSpostschatzan-

Weisungen von 1934, I 8% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929

(rückzahlb. 102%)............

*H% ehem. Hessische Landesbank

Darmstadt Gold R. 12

6Yi% ehem. Hess. Landcs^iypo- thekenbank Darmstadt Ltout ...

4)4% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R. 6 vberhessen Provinz-Anleihe mit

Ackllos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4V'i% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban« Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

87i% ehem. 4)4% Franks. Hyp.° Bank-Liqu.-Pfandbricse.......

67i% ehem. 4)4% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe 47i% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 47i% ehem. 7% Pr. Landespfand-

vriefanst., Gold Komm. Obl.Vl

Steuergutsch.BerrechnungSk. 35-39

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Die hinter den Papieren

Frankfurt 0.2)1

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend« börsc

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« börse

16-7

17.7

16 7

17.7.

100,25 97,75

103,75

99,9

97,5

103,65

100,25

98

100,25

97,9

112

112,25

111,9

100,4

100,4

100,4

97,25

97,25

97,13

97,25

96,25

96,25

100,9

100,9

92,5

92,75

128

128

116,13

116

116

116

96,4

96,4

101,5

101,3

101,75

101,75

101,65

101,75

97

97

97

97

97

107,3

97 107,3

97

107,3

97 107,3

Frankfurt a. M

JBerHn

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börsc

Echluß- kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

16-7

17.7-

16.7.

17-7.

4% desgl. Serie 11 .............

_

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

7,65

7,6

7,65

4)4%Rumän.vereinh.Rentev.l913

10,25

10,25

10,13

10,13

4% Rumänische vereinh. Rente ..

5,9

6

5,95

5,9

2)4% Anatolier...............

40,25

40,4

40,4

40,4

16.Zuli

17-Juli

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(Seid

Dries

Geld

I Brief

Buenos Ätre-.

0,658

0,662

0,658

0,662

Brüssel.....

41,885

41,965

41,885

41,965

Rio de Jan. .

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,77

54,87

54,77

54,87

Danzig.....

46,91

47,01

46,91

47,01

London .....

12,265

12,295

12,265

12,295

HelsingforS..

5,41

5,42

5,41

5,42

Paris ......

16,41

16,45

16,405

16,445

Holland ....

168,87

169,21

168,70

169,04

Italien.....

20,50

20,54

20,50

20,54

Japan ......

^rgostawien.

0,721

5,684

0,723 5,696

0,721

5,684

0,723

5,696

61,65

61,77

61,65

61,77

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......

Budapest ...

Neu York ...

48,95

11,14

63,25

81,19

34,02

49,05

11,16

63,37

81,35

34,08

48,95

11,13

63,25

81,09

33,99

49,05 11,15

63,37 81,25

34,05

10,34

2,476

10,36

2,480

10,32

2,474

10,34

2,478

Berlin, 17 Zull

Geld