irtfchast.
f
Nie Industne- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
776: Abzweigung von Proviftonsvorschüssen im deutsch-französischen Warenverkehr beim Office Franco-Allemand.
777: Errichtung einer Ueberwachungsstelle für Edelmetalle.
778: Aenderung verschiedener französischer Ein- fuhrkontingente für Deutschland für das 3. Vierteljahr 1935, betr. u. a. Werkzeugmaschinen, Gegenstände für elektrische Zwecke, Wäschestücke, Kleider und andere Leklei- dungszubehörgegenstände, Papier und Kartonpapier, Pappe zu Schachteln, Möbel und Einzelteile davon.
Orr Reichsbankausweis für die zweite Luliwoche.
Der Status der Reichsbank hat auch heute wie in der zweiten Juliwoche eine normale Entlastung aufzuweisen. Ist auch die Verminderung der Ko- pitalsanlage der Reichsbank um 93,8 Millionen Mk. auf 4280,8 Millionen Mk. in der Berichtswoche an sich geringe! als in her gleichen Woche des Vormonats, so ist doch die Gesamtabdeckung der Ultimobeanspruchung des Noteninstituts im Juli mit 68,3 v. 5). gegen 59,0 v. S). Mitte Juli stärker.
Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 98,8 auf 3570,3 Millionen Mark abgenommen, dagegen die kurzfristigen Anlagen, die Lombardforderungen um 3,0 auf 48,1 Millionen Mk., Reichsschatzwechseln um 1,5 auf 1,7 Millionen Reichsmark, eine Kleinigkeit zugenommen. Ferner stiegen die Bestände an deckungsfähigen Wertpapieren um 0,3 auf 2336,0 Mark und an sonstigen Wertpapieren um 0,2 auf 324,6 Millionen Mark an. Auf der anderen Seite erhöhten sich die Eiroguthaben um 25,1 auf 742,9 Millionen Mark, und zwar entfällt die Zunahme teils auf die öffentlichen, teils auf die privaten Gelder. Die Steigerung bei den öffentlichen Giroguthaben dürfte mit dem Umsatzsteuertermin am 10. d. M. in Zusammenhang stehen. Die Abnahme der sonstigen Aktiven um 11,1 auf 655,1 Mill. Mark beruht zum Teil auf dem Abfluß von 8,9 Mill. Mk. Rentenbankscheinen in den Verkehr. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf am 15. Juli 5681 Mill. Mark gegenüber 5616 Mill. Mark Mitte Juni d. I. und 5523 Mill. Mark am 15. Juli 1934. Das bemerkenswerteste ist eine Zunahme der Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen im Laufe der Berichtswoche um 12,5 auf 102,3 Mill. Mk., wobei im einzelnen die Goldbestände um 8,1 auf 93,9 Mill. Mk., die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 4,4 auf 8,4 Mill. Mk. stiegen. In beiden Fällen ist die Erhöhung auf einen Eingang von Russengold zurückzuführen, von dem ein Teil im Ausland verblieb und an seiner Stelle Devisen hereinkamen.
Oie Krühkartoffelerzeugerpreise ab 18 Juli 1935.
Die Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft setzt in ihrer Anordnung Nr. 13, die im Derkündungsblatt des Reichsnährstandes Nr. 54 vom 17. Juli 1935 veröffentlicht wird, die Frühlartoffelerzeugerpreise ab 18. Juli 1935 wie folgt fest:
a) für lange, gelbe Sorten mindestens 5,50, jedoch nicht mehr als 6 Mark,
b) für runde, gelbe Sorten mindestens 5,10, jedoch nicht mehr als 5,60 Mark,
c) für blaue, rote und weiße Sorten mindestens 4,70, jedoch nicht mehr als 5,20 Mark.
Die Preise verstehen sich je Zentner, und zwar im geschlossenen Anbaugebiet waggonfrei Verladestation oder frei Bezirksabgabestelle, im nichtgeschlossenen Anbaugebiet waggonfrei Verladestation oder frei Uebergabestelle am Erzeugungsort.
*
* Vermehrter Schafbestand. Auf Anordnung des Reichs, und Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft ist mit der Zwischen- zähtung der Schweine zu Anfang Juni d. I. auch eine Schafzählung verbunden worden, um einen Ueberblick über den Sommerbestand an Schafen im Deutschen Reich zu gewinnen. Nach Mitteilungen des Statistischen Reichsamtes wurden zu Anfang Juni insgesamt 4,5 Millionen Schafe gezählt. Hiervon waren rund 1,8 Millionen Tiere = 39,4 v. H. norf) nicht ein Jahr alt (Jungschafe). Die älteren Schafe (über 1 Jahr alt) waren größtenteils Mutterschafe und Zibben, von denen im ganzen 2,4 Millionen Tiere = 52,4 v. H. ermittelt wurden, während auf die männlichen Tiere (Schafböcke und Härnrnel) nur 372 000 Schafe = 8.2 v. H. entfielen. Gegenüber der Schafhaltung zu Anfang Dezember 1934 mit rund 3,5 Millionen Stück ist der jetzt fest-
gestellte Junibestand um 1,1 Million Tiere gestiegen. Hierbei bleibt aber zu berücksichtigen, daß der Sommerbestand an Schafen regelmäßig über den bei der Dezember-Viehzählung ermittelten Schafbestand hinausgeht, da bei der Winterzählung bereits ein Teil der Schafe wieder abgeschlachtet ist. Nach der Ansicht des Bevollmächtigten für die Neuorganisation der deutschen Schafzucht dürfte nach Abzug der Schlachtungen aber eine tatsächliche Mehrung des Schafbestandes von etwa 600 000 Tieren anzunehmen sein.
♦ Nächste Schweinezählung am 4. Sepie m b e r 19 35. Die nächste Schweinezählung findet am 4. September 1935 statt. Folgende Ermittlungen werden mit dieser Zählung verbunden sein: 1. Der nicht beschaupflichtigen Hausschlachtungen von Schweinen, Bullen, Ochsen, Kühen, Jungrindern, Kälbern, Schafen und Ziegen in jedem der vorhergehenden drei Monate. 2. Der im Juni, Juli und August 1935 geborenen Kälber. 3. Des Weidefett- viehes in den hierfür bedeutsamen preußischen und oldenburgischen Kreisen.
Rhein-Mainische Börse.
Milkagsbörse: Tendenz uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 17. Juli. Die Börse eröffnete bei allerdings sehr kleinen Umsätzen zumeist etwas freundlicher. Nach den ersten Kursen war aber die Haltung überraschend schwächer, da Abgaben in teilweise größeren Beträgen erfolgten, ohne daß hierfür zunächst ein Grund oekannt wurde. Die Aufträge aus dem Publikum waren klein und die Kursgestaltung am Aktienmarkt war ziemlich uneinheitlich. Don chemischen Werten zogen Rütgerswerke 2 v. H. an, Deutsche Erdöl blieben unverändert, während IG. Farben nach festerem Beginn (153,50 nach 153) auf 152,75 nachliehen. Größeres Angebot zeigte sich am Elektromarkt in AEG.-Aktien mit 46,75, 45,75 bis 45,90 (47,40), ferner ließen Schuckert 0,50 v. H. nach, dagegen setzten Felten ihre Befestigung um 1,13 v. H. fort. Don Bergwerkswerten lagen Ilse Genuß 1,75 v. H., Klöckner 1,13 v. H. und Harpener 0,25 v. H. höher, andererseits verloren Buderus, Mannesmann, Rheinstahl und Stahlverein bis 0,50 o. H. Matt lagen Reichsbankanteile mit 189 (190,50). Schiffahrtswerte blieben behauptet. Verhältnismäßig fest notierten Kunstseide AKU. mit 66,75 (65,40), Westdeutsche Kaufhof mit 36 (34,75), Allgemeine Lokal 8t Kraft mit 125,75 (124,25) und Deutscher Eisenhandel mit 106,50 (105). Höher lagen ferner Daimler, Zellstoffaktien sowie Maschinenwerte bei Erhöhungen bis zu 1 v. H.
Am Rentenmarkt war die Geschä^stätigkeit gering, auch die' Kursveränderungen hielten sich in engen Grenzen. Etwas höher gefragt waren Kom- munal-Umfchuldung, ferner von Industrie-Obligationen 6 o. H. Stahloerein mit 103,75 (103,25). Ätt- besitz, Zinsoergütungsscheine und späte Schuldbuchforderungen lagen behauptet. Von fremden Werten zogen 4 o. H. Rumänen auf 6 (5,90) und 4 v. H. Goldmexikaner auf 8,90 (8,75) an.
Im Verlaufe stockte das Geschäft fast vollkommen, da nach den Abschwächungen, die man auf größere Abgaben von Berlin zurückführte, allgemein Zurückhaltung herrschte. Die Kurse» bröckelten zumeist etwas ab, insbesondere AKU. auf 65,50 nach 66,75, Reichsbank auf 188 nach 189, ferner Hoesch auf 106,50 nach 107, IG. Farben auf 152,50, außerdem gaben Bemberg, Scheideanstalt und Gesfürel je 1 o. H. nach. Fester lagen Deutsche Linoleum mit 170,50 (169,50), ferner blieben Süddeutsche Zucker gefragt mit 193,50 (193); aus der am Freitag stattfindenden Bilanzsitzung erwartet man eine um 1 v. H. auf 10 v. H. erhöhte Dividende.
Der Rentenmarkt blieb sehr still und unverändert. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligattonen lagen behauptet, während Liquidationspfandbriefe zumeist etwas abbröckelten. Stadtanleihen tendierten bei kleinen Veränderungen uneinheitlich. Auslandsrenten lagen ruhig.
Tagesgeld war wieder gefragt und wurde auf 3 v. H. (2,75 v. H.) erhöht.
Abendbörfe: sehr ruhig.
An der Abendbörse herrschte mangels Anregungen Geschäftsstille und die Kurse lagen im Vergleich zum Berliner Schluß meist nur knapp behauptet. Verschiedentlich erfolgten nach den Abschwächungen im Mittagsverkehr weitere kleine Abgaben, doch wurde das herauskommende Material auf ermäßigter Basis ausgenommen. In den meisten Fällen hatten die Kurse nominelle Notiz. Etwas niedriger lagen u. a. IG. Farben mit 152,75 (153,25), Scheide- anstatt mit 234 (234,50), Harpener mit 112,50 (113), Stahloerein mit 87,65 (87,50), AKU. 65,50 (65,75 , AEG. 45,40 (45,75), Metallgesellschaft 115 (115,50). Mäßig höher notierten Holzmann mit 93,50 (93), Gesfürel mit 129,25 (128,75) und Reichsbank mit 187,25 (187). Am Einheitsmarkt blieben Rheinische Hypotheken-Bank, die im Zusammenhang mit der
Fusion der Berliner Hypotheken-Bank heute mittag auf 140 (133,75) angezogen hatten, unverändert, während Berliner Hypotheken-Bank in Anpassung an Berlin um 6 v. H. auf 136 heraufgesetzt wurden.
Der Rentenmarkt lag ebenfalls still, aber freundlich. Leicht befestigt waren Altbesitz mit 112,25 (112), ferner wurden Kommunal-Umschuldung 10 Pfennig über der halbamtlichen Notiz von Berlin bezahlt; im übrigen lagen Renten ebenfalls ruhig und unverändert. U. a. notierten: Altbesitz 112,25, IG. Farhen-Bonds 127,13, Reichsbahn-VA. 123,50, 4,50 v. H. Rheinische Hypotheken-Bank R 26/30 96,50, Bayrische Hypotheken-Bank 91,50, Pfälzer Hypotheken-Bank 88,65, Commerzbank 91,40, Berliner Hypotheken-Bank 136, Rheinische Hypotheken- Bank 140, Reichsbank 187,25, Harpener 112,50, Rheinstahl 112, Mannesmann 90, Stahlverein 87,5Ö, AEG. 45,40, AKU. 65,50, BMW. 126,50, Conti- Gummi 158, Dt. Eisenhandel 105,50, Dt. Erdöl 112,65, Scheideanstalt 234, Eßlingen-Maschinen 86> IG. Farben 152, Feldmühle-Papier 122,13, Gesfürel 129,25, Holzmann 93,50, Metallgesellschaft 115, Moenus-Maschinen 88, RWE. 133,65, Schriftgießerei Stempel 63, Schöfferhof-Binding 174,50, Hapag 33,75.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 17. Juli. Der Frankfurter Getreidegroßmarkt lag heute nahezu geschäftslos, Umsätze fanden nicht statt. In Futtergerste wurden keine Notierungen mehr vorgenommen. Es notierten: Weizen W 9 210, W 13 214, W 16 218, Roggen R 9 170, R 13 174, R 15 178. Hafer H 13 170, H 14 172. Weizenmehl W 3 27,70, W 16 28,15, Roggenmehl R 13 Type 997 23,80, R 13 Type 815 24,30, R 15 Type 997 24,20, R 15 Type 815 24,70 plus 0,50 Mark Fracht-Ausgleich. Weizennachmehl 16,75, Weizenfuttermehl 13,25.
Weizenkleke W 13 10,92, W 16 11,13, Roggenkleie R 13 10,20, R 15 10,44 Mühlenfestpreise ab Müh- lenstation. Sojaschrot 13,00, Palmkuchen 13,30, Erdnußkuchen 14,50 Fabrikpreise ab südd. Fabrik« station. Treber 16,75, Heu neuer Ernte 5,50.
Frankfurter Pferdemarkt.
Frankfurt a. M., 17. Juli. Der Auftrieb zum Frankfurter Pferdemarkt war wie stets im Juli gering; es standen nur rund 250 Tiere aller Gattungen zum Verkauf. Das Geschäft war zufriedenstellend, und bereits gegen Mittag war der Markt geräumt. Die Preise lagen höher als im Vormonat. Für die importierten ungarischen Arbeitspferde wurden Preise zwischen 1100—1300 Mark je Stück bezahlt. Fette Schlachtpferde 1. Qual, erzielten 35—38 und 2. Qual. 29—31 Mark je 50 Kilogramm Schlachtgewicht.
Schweinemarkt in Homberg.
—.— Homberg, 17. Juli. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 297 Stück, Ferkel. Für 6 bis 8 Wochen alte Tiere wurden pro Kopf 17 bis 22 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte 20 bis 23 Mark und für 10 bis 12 Wochen alte Ferkel 25 bis 34 Mark gezahlt. Der Geschäftsgang war schleppend, es verblieb ein geringer Ueberftand.
Frankfurter Schiachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 18. Juli. (Vorbericht.) Auftrieb: 146 Rinder, darunter 17 Ochsen, 26 Bullen, 31 Kühe, 32 Färsen, 901 Kälber, 43 Schafe und 512 Schweine; dem Schlachthof direkt zugeführt: 3 Ochsen, 5 Bullen, 25 Kühe und 5 Färsen. Es kosteten: Kälber 32 bis 62, Lämmer und Hämmel 33 bis 38, Schafe 26 bis 35, Schweine 46 bis 52 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine mittelmäßig, Hämmel und Schafe ruhig.
Der deutsche Außenhandel im Juni und im ersten Halbjahr 1935.
Ein- und Ausfuhr waren im Juni mit 318 Millionen Mark gleich groß. Gegenüber dem Vormonat ist die Einfuhr wertmäßig um etwas mehr als 4 v. H. gesunken. Die Ausfuhr hat gegenüber dem Mai um rund 5 v. H. abgenommen. Dieser Rückgang, an dem Fertigwaren und Rohstoffe be- teiligt sind, entspricht im großen und ganzen der jahreszeitlichen Entwicklung. Auch in den vergangenen Jahren ist die Ausfuhr in der Regel von Mai zu Juni zurückgegangen. Im Jahr 1934 war die Ausfuhr im Juni allerdings wenig verändert, was aber wohl darauf zurückzuführen war, daß das Ausfuhrnioeau durch den scharfen Rückgang im April 1934 beträchtlich abgesunken war. An dem Rückgang der Ausfuhr war die große Mehrzahl der Absatzländer beteittgt.
Nach einer geringen Aktivität im Mai war die Handelsbilanz im Juni ausgeglichen. Im Juni des Vorjahres war sie mit 38 Millionen Mark passiv. Im ersten Halbjahr 1935 betrug die Einfuhr 2127. Mill Mark und die Ausfuhr 1962 Mill. Mark. Die Handelsbilanz schließt hiernach mit einem Einfuhrüberschuß von 165 Mill. Mark ab. Gegenüber
dem ersten Halbjahr 1934 ist die Einfuhr dem Wert nach um 7,6 v. H. zurückgegangen. Dem Volumen nach war der Einfuhrrückgang nicht ganz so stark, da in der Verminderung des Einfuhrwerts 3um Teil eine Senkung des Einfuhrdurchschnittswerts zum Ausdruck kommt. An dem Rückgang der Gesamteinfuhr waren in der Hauptsache Rohstoffe und Fertigwaren beteiligt, und zwar hat die Einfuhr in beiden Fällen sowohl wert- als auch mengenmäßig abgenommen.
Die Lebensmitteleinfuhr entsprach dagegen ungefähr dem Vorjahrsstand. Die Ausfuhr war im ersten Halbjahr 1935 um rund 6 v. H. geringer als im Vorjahr. Diese Abnahme ist ausschließlich auf einen Rückgang des Ausfuhrdurchschnittswertes um annähernd 8 v. H. zurückzuführen. Das Ausfuhrvolu* men ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Wertmäßig hat die Ausfuhr bei allen Gruppen abgenommen. Mengenmäßig ist jedoch lediglich die Ausfuhr von Lebensmitteln und von Rohstoffen zurückgegangen. Die Ausfuhr von Fertigwaren hat gegenüber dem Vorjahr der Menge nach um rund 5 v. H. zugenommen.
Aus den preußischen Nachbargebieten.
Metzgereien im Kreise Wetzlar polizeilich geschloffen.
LPD. Wetzlar, 17. Juli. Das Landrats - a m t teilt mit, daß in mehreren Gemeinden des Kreises Wetzlar einige Metzgereibetriebe polizeilich geschlossen werden mußten, weil sich die Inhaber weigerten, den Preis für das Pfund Rindfleisch von 80 auf 75 Pfennig zuriickzufuyren. Der Maßnahme liegt eine Anordnung des Regierunasprä- sidenten zugrunde, wonach der Preis von 75 Pfennig für das Pfund Rindfleisch auf dem Lande nicht überschritten werden darf. Für die Stadt Wetzlar ist mit Rücksicht auf die von den Metzgern zu zahlende Schlachthofgebühr ein Preis von 80 Pfennig zugelassen.
ftteis Wetzlar. »
LPD. Wetzlar, 17. Juli. Zwei Zigeuner, ein Mann und eine Frau, die sich seit einiger Zeit im Kreise Wetzlar Herumtrieben, wurden jetzt in Wetzlar verhaftet und dem Amtsgericht zutzeführt. Es wird ihnen zur Last gelegt, daß sie in verschiedenen Orten Flugblätter mit staats- feindlichen Aufrufen verteilt haben. Das Paar wurde auch schon von anderen Gerichten gesucht.
Kreis Biedenkopf.
m. Gladenbach, 17. Juli. Am vergangenen Sonntag wurde — wir berichteten bereite kurz darüber — die durch das Verkehrsamt in der Hinterländer Schweiz errichtete Waldbühne geweiht und dem öffentlichen Verkehr übergeben. Der SA.-
Musikzug Gladenbach umrahmte die Feier mit einem Konzert. Bürgermeister Müller weihte die Bühne und nahm sie in die Obhut der Gemeinde. Er sprach zum Schlüsse seiner Ausführungen die Hoffnung aus; daß die Waldbühne ein Anziehungspunkt für recht viele Fremde sein möge und zur Verkehrswerbung beitragen möge. Im Mittelpunkt des Programms stand der Vortrag des Generals von Lettow-Vorbeck über: „Mein Feldzug in Afrika." Durch Vermittlung der NS.-Kulturgemeinde und der Kriegerkameradschaft Gladenbach war es gelungen, den Redner zu gewinnen. Der Vortragende sprach ausführlich über seine Erlebnisse in Afrika. In Schlußworten sprachen der Führer der Kriegerkameradschaft, Dr. M e i st e r und der Orts- gruppenleiter, Pg. Humbert, den Wunsch aus, daß die Waldbühne sich zum Wohl der Gemeinde entwickeln möge.
m. Gladenbach, 17. Juli. Im benachbarten Dautphe wurde in den letzten Nächten wieder an zwei Stellen eingebrochen und Lebensmittel und der- gleichen gestohlen. Es ist dies schon der vierte oder fünfte Einbruch in ganz kurzer Zett in unserer enge« ren Heimat.
Dillkreis.
LPD. Herborn, 17. Juli Die Braune Messe — Deutsche Woche des Dillkreises steht nach wie vor im Mittelpunkt des Interesses der heimatlichen Be- völkerung. Am Mittwoch, dem dritten Ausstellungs- tag, konnten bereits 10 000 zahlende Besucher ge- zählt werden. Ganz unerwartet gut ist das Der- kaussergebnis bei den Ausstellern." Selbst die Auto- industrie konnte befriedigende Verkäufe tätigen.
Jranffurt a. M.
Berlin
£4,75
33,75
I. ®. Farben-Jndustrie
Scheideanstalt........
153,25
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Banknoten.
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Marmesmann-Röhm» —H sul l°
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Schlußkurs
34,75
295,5
176,5
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221 114,5 88,5 18,5
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157,5
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47,4
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107,25
163
47,25
142
118,5
134
109,25
130,4
140,25
134,5
128,25
183,5
133,5
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112
87,5
18,5
128,5
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198
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121,5
115
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111,75
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17,9
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117 133,5 109,25 129,25
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134,75
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93
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187,25
65,4 119 121,25
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96,13
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295,5
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113,25
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162,5
130,5
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101,13
80,25
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36,13 87,75
117,13 91,25
31,75
1,7 10,8 10,65 10,75 12,65
38,13
87
117,5
91,25
Siemens L HalSk^ Lahmeoer L Co. ..
Hoesch Eisen—Köln-Neueste»'
Äse Bergbau .........
Nie Bergbmi Genüsse —
Gritzner....................q|
Matnkrastwerke Höchst .. 4
Süddeutscher
4% Oesterretchilche Goldrente.... 4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Yi% deSgl. von 1913..........
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4°^Tuckijche Bagdadbahn-Anleche Serie
10,9 10,75
12,9 I
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Al.
Mansselder Bergbau .. KokSwerke..........
Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen Rheinstahl...........
Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........
Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth
A.E.G.......................
Dekula Elektr. Lieferungsgesellschaft". 5 Licht und Kraft ........... «iz
Felten 8 Guilleaume o fflhPiS!-ÄUn-ternc^,nu’n’0-5 Rheinische Elektrizität....... r
Rhein. Wests. Elektr. ' 6 Schuckert & Go .
Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Ce ment weck Karlstadt..
Belgische Noten
Dänische Noten Englische Noten . .......
Französische Noten .....
Holländische Noten...............
Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, t 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten .......
Schweizer Noten......
Spanische Noten Ungarische -tote» ..
Hamburg-Amerika-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd .........o
A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Diskonto.
Gesellschaft................
Dresdner Bank n Reichsbank ...............‘‘y
16 7
118,75
123,4
16.7
119,25
Seiet
2,446
41,88
54,98
12,27
16,42
168,96
19,94
61,68
Buderus
Deutsche Erdöl Gelsenkirchener
Harpener
Schlußk. börse
17.7
118
Datum
.......8
........
.......0
12 220,25
..... Wi' 114,75
Schlußk. Mittag- börse
17.7.
118
122,5
Schultheis Patzenhofer 4
Aku fAllgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg...................0
Zellstoff Waldhof 0
Zellstoff Aschaffenburg 0
Dessauer Gas ............. 7
Daimler Motoren ........... 0
Deutsche Linoleum....... g
OrensteinLKoppel ......... 0 Westdeutsche Kaufhof.........
Chade................... 0
Aecu mu l atoren-Fabrtk Conti-Gumm«............. g
Datum
6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 814% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
AuSlos.-Rechten .............
4*/i% Deutsche ReichSpostschatzan-
Weisungen von 1934, I 8% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929
(rückzahlb. 102%)............
*H% ehem. Hessische Landesbank
Darmstadt Gold R. 12
6Yi% ehem. Hess. Landcs^iypo- thekenbank Darmstadt Ltout ...
4)4% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R. 6 vberhessen Provinz-Anleihe mit
Ackllos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4V'i% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban« Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
87i% ehem. 4)4% Franks. Hyp.° Bank-Liqu.-Pfandbricse.......
67i% ehem. 4)4% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe 47i% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 47i% ehem. 7% Pr. Landespfand-
vriefanst., Gold Komm. Obl.Vl
Steuergutsch.BerrechnungSk. 35-39
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Die hinter den Papieren
Frankfurt 0.2)1
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend« börsc
Schlußkurs
Schlußk. Mittag« börse
16-7
17.7
16 7
17.7.
100,25 97,75
103,75
99,9
97,5
103,65
100,25
98
100,25
97,9
112
112,25
111,9
—
100,4
100,4
—
100,4
97,25
97,25
97,13
97,25
96,25
96,25
—
—
100,9
100,9
—
—
92,5
92,75
—
—
128
128
—
—
116,13
116
116
116
96,4
96,4
—
—
101,5
101,3
—
—
101,75
101,75
101,65
101,75
97
97
97
97
97
107,3
97 107,3
97
107,3
97 107,3
Frankfurt a. M
JBerHn
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börsc
Echluß- kurs
Schlußk. Mittag« börse
Datum
16-7
17.7-
16.7.
17-7.
4% desgl. Serie 11 .............
_
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
7,65
7,6
7,65
4)4%Rumän.vereinh.Rentev.l913
10,25
10,25
10,13
10,13
4% Rumänische vereinh. Rente ..
5,9
6
5,95
5,9
2)4% Anatolier...............
40,25
40,4
40,4
40,4
16.Zuli
17-Juli
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
(Seid
Dries
Geld
I Brief
Buenos Ätre-.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel.....
41,885
41,965
41,885
41,965
Rio de Jan. .
0,139
0,141
0,139
0,141
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,77
54,87
54,77
54,87
Danzig.....
46,91
47,01
46,91
47,01
London .....
12,265
12,295
12,265
12,295
HelsingforS..
5,41
5,42
5,41
5,42
Paris ......
16,41
16,45
16,405
16,445
Holland ....
168,87
169,21
168,70
169,04
Italien.....
20,50
20,54
20,50
20,54
Japan ......
^rgostawien.
0,721
5,684
0,723 5,696
0,721
5,684
0,723
5,696
61,65
61,77
61,65
61,77
Wien.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ...
Neu York ...
48,95
11,14
63,25
81,19
34,02
49,05
11,16
63,37
81,35
34,08
48,95
11,13
63,25
81,09
33,99
49,05 11,15
63,37 81,25
34,05
10,34
2,476
10,36
2,480
10,32
2,474
10,34
2,478
Berlin, 17 Zull
Geld


