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Oberheffen

Oie 12. Etappe der ^Tour^.

Einen Außenseiter-Sieg gab es auf der 12. Etappe der Tour de France von Cannes über 195 Kilo­meter nach Marseille, die der in der Gesamtwertung weit zurückliegende Franzose Pplissier im End­spurt vor demTouristen" Gramer mit 18 Minuten Vorsprung vor dem übrigen Felde nach einer Fahr­zeit von 6:03.02 Stunden gewann. Schon kurz nach dem Start hatte Merviel einen erfolgreichen Aus­reißversuch unternommen und in Hyres hatte er zwölf Minuten Vorsprung, doch stieß er hier mit einem Lastkraftwagen zusammen und mußte mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Auch gegen die vorftoßenden Pelissier und Gramer wurde vom Felde nichts getan, so daß die Beiden einen großen Zeitvorsprung erreichten. Nach 6:21.04 Stunden kam dann die erste größere Gruppe, darunter auch Thierbach und Roth, in Marseille ein.

Kurze Sportnotizen.

Einen neuenLangstreckenflug-Welt- rekord haben die Italiener Stoppani und Babbi mit ihrem FlugzeugMontfalcone" aufgestellt. Sie bewältigten die 4966 Kilometer lange Strecke Rom Berbern (Britisch-Ostafrika) in knapp 25 Stunden.

DieJnternationaleAlpenfahrtl935 wurde jetzt von dem Automobil-Club von Frankreich abgesagt, da die verlangte Mindestteilnehmerzahl nach der Zurückziehung der 74 deutschen Nennungen wegen Devisenschwierigkeiten nicht erreicht wurde.

Dreister Diebstahl in der Badeanstalt.

Mit 1200 Mark (!) zum Vaden gegangen.

LPD. Bad-Nauheim, 17. Juli In der hiesi­gen Badeanstalt wurden einem Badegast aus seinen in der Kabine befindlichen Kleidern von einem bis- her noch nicht ermittelten Täter eine Geldbörse und eine Brieftasche mit insgesamt 1190 Mark Inhalt und Ausweispapiere auf den Namen S). Bul­mahn lautend gestohlen. Die polizeilichen Ermitt­lungen find im Gange.

Schafbockversteigerung in Lich.

Cid), 17. Juli. Der Landesverband der Schaf­züchter in Hessen-Nassau veranstaltete hier seine erste diesjährige Schafbockoersteigerung, die einen sehr guten Verlauf nahm. Bezeichnend für die auf­strebende Schafzucht war der Besuch vieler aus­wärtiger Schafzüchter und -Halter, u. a. aus dem Taunus, aus Wetzlar, dem Marburger Gebiet und aus dem Vogelsberg. Die Leitung der Veranstal­tung hatte der Vorsitzende des Landesverbandes, Verwaltungsinspektor Büchsenschütz- Lich.

Zum Auftrieb gelangten rund 50 Böcke, und zwar etwa 13 Jährlings- und 34 Lamm-Böcke aus den bekannten Zuchten des Lehr- und Versuchsgutes Selgenhof, von Lich (Fürstliche Gutsverwaltung), Utphe (Otto Rinn), von Mittel-Gründau (Ludwig Schudt) und Lang-Göns. Der Versteigerung ging eine Prämiierung durch Landwirtschaftsrat Dr. Tornede - Biedenkopf und Dr. Linnenkohl- Kassel voraus, die gute Ergebnisse zeitigte.

Die Versteigerung wurde mit einer Ansprache des Leiters des Tierzuchtamtes Gießen, Ober-Landwirt- fchaftsrat Dr. Wagner, der zugleich Geschäfts­führer des Landesverbandes der Schafzüchter ist, eröffnet. Dabei wies der verdienstvolle Förderer der oberhessischen Tierzucht auf die Notwendigkeit und den Wert der Schafzucht hin, zu deren Förderung der Landesverband jedem Käufer eines Schafbockes einen Zuschuß in Höhe von 30 v. H. des Kaufpreises gewährt. Gleichzeitig hat die Landesbauernschaft Zur Unterstützung der Anschaffungen von Schafen für jeden Schafbock Prämien ausgesetzt, die aus 25 Mark für den ersten Preis, 20 Mark für den 2. und 15 Mark für den 3. Preis bestehen. ^Gleich­zeitig hat sich der Landesverband entschlossen, auf den Tierzuchtversteigerungen am 26. Juli und 9. September in Wetzlar einige feiner Jährlings­böcke zur Versteigerung zu bringen, um auch den Nachfragen in diesem Gebiete Rechnung zu tragen.

Bei der Versteigerung wurden sehr flotte Gebote abgegeben, so daß einigermaßen lohnende Preise erzielt wurden und das Aufgebot bis auf wenige Ausnahmen abgesetzt werden konnte. Käufer wur- ben Züchter aus Nassau, dem Vogelsberg und der Marburger Gegend. Den Spitzenpreis in Höhe von 460 Mark erzielte das mit dem 1. Preis für Lamm­bocke ausgezeichnete Tier der Gutsverwaltung ^senbach, das die Stadt Lich erstand. Der Durch- 15nüfsprc*3 für Jährlinge betrug rund 180, der für Lammböcke rund 210 Mark.

Die Ergebnisse der Prämiierung: Jährllngsböcke:

1. Preise: Zwei Tiere von Otto Rinn, Utphe. 2. Preise: Zwei Tiere von Otto Rinn, Utphe. 3. Preise: Zwei Tiere der Fürstlichen Gutsver­waltung Lich.

liegenden Orte in ein großes Heerlager verwandelt. Aber es sind nicht nur ihre wohl ausgewählten Pferde für die Wettbewerbe, auch die Schaunum­mern zogen schon mit Mann, Gespann und Fahr- Leug herbei. Dazu kommen die Vorbereitungen der SA.-Reiterei mit ihren vom Sattel gefahrenen Sechsspännern.

Es sei auch heute schon auf die Preisverteilung am Sonntagabend im Kurhaus hingewiesen, die dem Reiterabend mit anschließendem Tanz voraus- geht. Die Preise selbst werden dort ab Freitag vormittag ausgestellt. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht.

Neuer deutscher Sieg in Island.

Diesmal 6:0 (0:0).

Bei weitaus besserem Wetter als am Sonntag trug die deutsche Nachwuchs-Fußballmannschaft vor 3000 Zuschauern ihr zweites Auswahlspiel gegen eine isländische Länderelf aus. In der ersten Hälfte beschränkten sich die Deutschen, einen technisch reifen rund taktisch klugen Fußball vorzuführen und in dieser Zeit gelang es auch den sich tapfer wehren­den Nordländern einen deutschen Torerfolg zu ver­hindern.

Nach der Pause hatten die Isländer nicht mehr viel zu bestellen, die Ueberlegenheit unserer Nach­wuchsspieler wurde immer deutlicher und in regel­mäßigen Abständen schossen Seitz, FV. Kornwerst­heim (4), Langenbein, VfR. Mannheim, und Büch­ner, Freiburg) sechs Treffer, die den Verlauf des Kampfes richtig Wiedergaben.

Lammböcke:

1. Preise: Gutsverwaltung Eisenbach; Fürst­liche Gutsoerwaltung Lich: Wilhelm Veite I., Lang- Göns. 2. Preise: Fürstliche Gutsverwaltung Lich für drei Tiere; Gutsverwaltung Eisenbach; Wilhelm Henrich II., Lang-Göns. 3. Preise: Gutsverwal­tung Eisenbach für zwei Tiere; Ludwig Schudt, Mittel-Gründau, für drei Tiere; Fürstliche Guts­verwaltung Lich; Konrad Anton Wagner, Lang- Göns.

Landkreis Gießen.

-I- Wieseck, 16. Juli. Unsere Frauenhilfe ver­anstaltete am Sonntag für ihre Mitglieder ihren diesjährigen Ausflug nach Bad-Nauheim. Der Lei­tung war es gelungen, durch die Kurverwaltung eine Führung zu erreichen. So versammelten sich denn über 60 Teilnehmer im Sprudelhof, von wo aus unter fachmännischer Leitung die Führung durch die ober- und unterirdischen Anlagen der Badehäuser stattfand. Besonders die mächtigen Rohrleitungen der heilkräftigen Sprudel und der Fernheizkanal erregten die Bewunderung der Mit­glieder. Zum Schluß der Führung im großen Lehr­saal des Badehauses angekommen, dankte Dekan Sattler dem Führenden der Badeverwaltung für all die interessanten und schönen Eindrücke, die die Teilnehmer auf diesem Gange sammeln konnten. Anschließend besichtigten die Mitglieder der evan- gelsichen Frauenhilfe kurz das prächtige Kerckhoff- Herzforschungs-Jnstitut. Gemeinsamer Kaffee und Abendtisch hielt die Teilnehmer noch lange in Bad- Nauheim.

Großen-Linden, 16. Juli. Zu Beginn die­ser Woche wurde mit der Roggenernte begonnen. Durch die große Hitze wurde die Reife der Frucht sehr beschleunigt. Die Wintergerste steht auf Haufen und kann schon eingefahren werden. Die Frucht- ernte ist im allgemeinen gut, Der Körnerertrag beim Roggen ist gegen voriges Jahr geringer. Durch den letzten schweren Gewitterregen liegt die Frucht Zum Teil auf dem Boden, so daß mit den Maschinen nicht soviel gemäht werden kann, als im vorigen Fahr. Der obere Ortsteil war in der vorigen Woche ohne Leitungswasser, was von der Bevölkerung sehr hart empfunden wurde.

Kreis Büdingen.

8 Nidda, 17. Juli. Da die für dieses Jahr ge­plante Erweiterung der Wasserleitung nicht ausgeführt werden kann, so wendet sich die hiesige Büraermeisterei mit RiMcht auf die herrschende Wasserknappheit an die Bevölkerung und trifft folgende Maßnahmen: Das Begießen der (Bärten und Straßen durch Wasserentnahme aus der Wasserleitung, insbesondere mit Schläuchen ist verboten und strafbar. Sollte sich eine Ein­teilung der vorhandenen Wassermenge nicht in der Weise durchführen lassen, daß jeder Volksgenosse einen ausreichenden Teil erhält, so müssen auf Kosten der großen Verbraucher Wassermesser gesetzt ro?.r^n' Insbesondere wendet man sich gegen die Rücksichtslosigkeit von gewissenlosen Volksgenossen, die zur Erreichung eines kühlen Schluckes Wasser Zur Durstlöschung für diesen Zweck das köstliche Naß erst eimerweise fortlaufen lassen, an- tatt es für Haushaltszwecke zu sammeln.

2) Nidda, 17. Juli. Ein eigenartiger Schaber­nack wurde der benachbarten kleinen Gemeinde Aa uerbach gespielt, die in begrüßenswerter Weise ein ihren Verhältnissen entsprechendes

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Kreis Alsfeld.

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1875

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Heute Donnerstag bis Sonntag:

Adele Sandrock

wie sie weint und lacht, in dem lustig.Tonfilm:

Wolkenbruch bei Niederkleen vor 60 Jahren.

* Niederkleen, 18. Juli. Am 20. Juli

O Wetzlar, 17. Juli. Das diesjährige Kreis- verbandsfest der Frauenhilfe des Kreises Wetzlar erfreute sich eines sehr regen Besuches. Die Fest­tagung wurde durch einen Gottesdienst in der Kirche auf dem Hügel von Dillheim eingeleitet, lieber 1000 Personen fanden in der Kirche Platz und vor dem Gotteshaus wurden noch 50 Bänke aufgestellt, die ebenfalls alle besetzt waren. Nach einem gemeinsamen Lied hielt Pfarrer Kunze, der Geschäftsführer der Rheinischen Frauenhilfe, die Predigt, in der er zum Bekenntnis aufrief. Nach dem Gottesdienst begaben sich die zahlreichen Teilnehmerinnen in die Orte der nächsten Um­gebung, nach Dillheim, nach Ehringshausen und nach Katzensurt, wo sie überall gastfreundliche Ausnahme fanden und reichlich bewirtet wurden. Am Nachmittag riefen die Glocken zur Nachfeier. Ortspfarrer Läufer wies darauf hin, daß die beiden Gemeinden das Silberjubiläum ihrer Frauenhilfen begehen könnten und außerdem der 90. Geburtstag des ältesten Mitglieds des Kreis- verbandes, Frau Horst aus Ulm, begangen wer­den könne. Die Verbandsvorsitzende Frau Pfarrer Müller- Dutenhofen, begrüßte die Vereine mit einem Worte des Jakobus. Die Geschäftsführerin des Verbandes Hessen, Fräulein Warendorf, hielt ebenfalls eine Ansprache und betonte, daß die Kirche dem Volk und dem Staate mit allen Kräf­ten dienen wolle. Die Schlußansprache Pfarrer Kunze.

Homberg, 16. Juli. Aus Anlaß des in der Zeit vom 12. bis 17. August dahier stattfinden­den Luftschutz-Lehrgangs fand im Rat­haussaale eine Besprechung mit den Führern der örtlichen Organisationen, Verbänden, Vereinen, so­wie mit den Vertretern der Behörden durch Unter* Truppwart d ' 011illie statt. Erwähnter Lehr­gang wird hier in vier Sälen von 14 Lehrpersonen erteilt. Man rechnet dabei auf eine stattliche Zahl von Kursusteilnehmern. Das Bafaltwerk Nieder-Ofleiden, Oberhessische Hartstein- Jndustrie, hat in letzter Zeit größere Auf - trägezu erledigen. Es wird deshalb in besonderen Schichten Tag und Nacht gearbeitet, auch sieht man lange Güterzüge, die das bearbeitete Material (Kleinschotter, Basaltgrus) befördern. Zur Zeit wird hier in der Hauptstraße unter Leitung des Kulturbauamts Gießen ein Stück Kanalisation durchgeführt. Bei dieser Gelegenheit werden auch die Seitenanschlüsse für die Dachkandeln und Küchen­abwässer eingebaut. In der Vorstadt werden die Kanalisationsarbeiten bis zum Schuhhaus Fied­le r fertiggestellt. Nach Beendigung dieser Arbeiten wird mit der Pflasterung begonnen, die an die der Büßfelder Straße anschließen wird. Auf diese Weise wird die Staubvlage beseitigt, außerdem werden dadurch auch bessere Verhältnisse für jeglichen Ver­kehr geschaffen. Aus finanziellen Gründen kann die Kanalisation durch die ganze Stadt jetzt nicht durch­geführt werden.

Leusel, 17. Juli. Der 34 Jahre alte Arbeiter Carl Schäfer von hier stürzte bei der Reparatur eines Daches ab und erlitt einen Unterschen­ke l b r u ch des linken Beines. Der Verunglückte mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

Kreisverbandsfest der Frauenhilfe des Kreises Wetzlar.

Schwimmbad in der Größe von 20 Meter 15 Meter mit einem Kostenaufwand von etwa 6000 Mark nahe dem Wasserleitungsbehälter am Orts« ausgange errichtet hat. Die geplante Eröffnungs­feier am vorigen Sonntag, wozu auswärtige Schwimmer als Gäste eingeladen waren, mußte jedoch unterbleiben, da das in den vorhergehenden Tagen zugeführte Wasser am Morgen dieses Ta­ges verschwunden war. So geschah es mehrmals. Man stand vor einem Rätsel, bis man entdeckte, daß unberufene Hände die Ablaßvorrichtung in der Nacht in kaum merklicher Weise geöffnet hat­ten. Nach sachgemäßer Sicherung dieser Vorrich­tung bleibt nun der Wasserbehälter gefüllt, so daß die Eröffnungsfeier demnächst nachgeholt werden kann. Von oem Uebeltäter hat man jedoch keine

Wichtig« Neuerscheinung für Pflanzenfreundet Pflanzengeographie Deutschlands

Dargestellt nach eigenen Beobachtungen und unter Berück­sichtigung der Karlen und der Literatur von Dr.Kurt Hueck, Privatdozent an der Universität Berlin. Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Staat!. Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen.

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Auf zahlreichen und ergiebigen Forschungsreisen durch alle Teile der deutschen Landschaft und bei der Durchführung umfangreicher Kartierungsarbetten konnte der Verfasser sich mit eingehenden Studien, Untersuchungen und Fest­stellungen über die Degetationsverhältniffe aller deutschen Landschaitsgebiete jeweils an Ort und Stelle beschäftigen und so einen umfangreichen Wissensstoff auf Grund eigener Beobachtungen ansammeln, wie er noch in keinem Werke dargestellt worden ist. Dieses Werk bietet nicht aus Büchern zusammengetragene, althergebrachte Weisheit, sondern ist das Ergebnis lebendiger und neuzeitlicher Forschungsarbeit.

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Hugo Bermühler Verlag

Berlin-Lichterfelde

[ anzuziehen, denn das Wasser komme. Er selbst abef i lief nach dem etwa 10 Minuten entfernten Dorf, lief durch die beiden tiefgelegenen Straßen und rief immer fort:Hilfe! Das Wasser kommt!" Als er am Ende der beiden Straßen ankam, hatte er gerade noch Zeit genug, sich in den höher gelegenen Schul­hof zu retten. Mit großer Gewalt, in breitem Schwall kam das Wasser auch schon angeschossen. Es stieg sofort auf etwa 1,20 Meter Höhe und riß mit sich, was lose im Wege lag. Der reißende Strom führte aber schon tote Hühner, Katzen, Hasen, Acker­geräte, Jauchefässer, Körbe usw. mit sich. In raschem Fluß wälzten sich die Wassermassen nach Dornholz­hausen zu. Dort war niemand gewarnt worden. Manches Tier, auch Schweine, kamen durch das Wasser um.

Da unterhalb Dornholzhausens das Kleebachtal etwas breiter ausläuft, ging das Wasser auch nicht mehr so hoch und versickerte rasch im ausgedörrten Land. Die Einwohner des Gebietes unterhalb von Dornholzhausen wunderten sich über das viele trübe Wasser mit dem angeschwemmten Gut. In Dorn­holzhausen und weiter unterhalb hatte es nämlich nicht geregnet. In einer knappen Stunde war alles vorbei. Es hieß zunächst, die schlimmsten Folgen des Unwetters zu beseitigen. Sämtliche Brunnen mußten ausgepumpt werden, da auch sie das gelbe Schlammwasser enthielten, das von oben hineinge­laufen war. Am Nachmittag des Tages nach der gewittrigen Nacht konnten sämtliche Bewohner be­reits wieder zum Kornschnitt in das Feld gehen, der am Tage zuvor begonnen worden war. In den höher gelegenen Kornfeldern selbst war kein Scha­den angerichtet worden.

Bald erfuhr man auch, wo der eigentliche Wolken­bruch fiel. Der heftige Regen war an dem etwa % Stunden von Niederkleen entfernten Haus- berg niedergegangen. Interessant ist es, zu hören, wie die Bewohner des höher gelegenen Dorfteiles von der Not und der Herzensangst ihrer tiefer wohnenden Mitbürger während des Unheils nichts erfahren hatten.

Kunst und Wissenschaft.

Die deutsche Tanzgruppe

auf dem Internationalen Tanzfest in London.

Die deutsche Tanzgruppe aus Rothen­burg ob der Tauber, die an dem Internatio­nalen Tanzfest in London teilnimmt, trat zu­sammen mit den Vertretern anderer Nationen im Stadtpark von Greenwich auf. Beim Eingang in den Park marschierte die deutsche Gruppe an der Spitze des Zuges. Anschließend fand ein Empfang durch den Bürgermeister von Greenwich statt. Auf einen von der Landesgruppe der NSDAP, veran­stalteten Tanzfest hatte die deutsche Kolonie Londons Gelegenheit, die Darbietungen der Volkstänzer aus der Heimat zu bewundern. Mit ihren Tänzen, darunter dem berühmten Schäfflertanz und dem mitteldeutschenSchnappsack", riefen sie größte Be­geisterung bei den anwesenden Gästen hervor. Die eigens mitgebrachte Kapelle unter Führung von Musikmeister Streckfuß spielte mit heimatlichen Weisen zu Tanz auf. Der Führer der deutschen Tanzgruppe, Diplomingenieur von Peinen, äußerte sich sehr befriedigt über den Empfang.

Heidelberger Reichsfestspiele.

DemKäthchen von Heilbronn", das die Hei­delberger Reichsfe st spiele eröffnete, ist nun als zweite Aufführung im Schloßhof Shake­speares LustspielWas ihr wo111" gefolgt. Auch für das Durcheinander in diesem Liebesspiel aus Illyrien bot der Schloßhof die herrlichste Kulisse. Die Aufführung in der Einrichtung von Albert F 1 orath verteilte die Szenen ausgezeichnet über - die Ostseite £es Schloßhofes und hielt sie doch so straff wie möglich beisammen, daß nichts zerflat- terte. In den Hauptrollen spielten Horst Caspar als Orsino, Gefion Helmke als Olivia, Heinrich George als Junker Tobias, Angela Sallo ker als Viola, Walter Süßenguth als Haushof­meister, Clemens Hasse als Junker Bleichen- roang, Albert Flora th als Narr, Gerda Maria Terno als lustiges Kammermädchen und Walter Kottenkamp als Antonio, eine glänzende Besetzung, deren ungemein lebendige Darstellung die Zuschauer zu starkem Beifall begeisterte.

Lotte Müller

leitet die Tanze imFaust" auf dem Römerberg.

Sötte Müller, die Leiterin der Ausbildungs­stätte für Tanz und Gymnastik in Frankfurt a. M., ist vom Generalintendanten Meißner für die choreographische Leitung der Tänze imFaust I" im Rahmen der Römerbergfestspiele verpflichtet worden. Die Tanzgruppe Lotte Müller hat kürzlich an dem Tanzabend von Hannah Spohr im Gießener Stadttheater mitgewirkt.

keine prähistorischen Schädelfunde bei Düsseldorf.

Die von einem Teil der deutschen Presse aufae- gnffene Meldung über den Fund von drei Ne- andertalschädeln bei Düsseldorf entspricht rote die Ausgrabungsleitung und der Pfleger für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer für den Bezirk ?uffe -^rfr T*!?!?' "icht den Tatsachen. Es han- beit sich lediglich um kirchliche Frühbestattunaen, keinesfalls aber um prähistorische Schädelfunde

ging im Kleebachtal ein Wolkenbruch nieder. Nach­dem es die ganze Nacht über Gewitter gegeben hatte und nachdem gegen 4.30 Uhr die Nacht noch einmal durch einen grellen Blitz erhellt wurde, herrschte Ruhe. Die Einwohnerschaft des Dorfes begab sich nochmals zu Bett, um ein Stündchen zu schlafen.

Oberhalb von Niederkleen liegt die Pulvermühle. Der Besitzer Schäfer, der sich über den guten Regen freute, war gerade im Begriff, die Mühle in Betrieb zu setzen, nachdem er seither, durch die anhaltende Trockenheit, nicht mahlen konnte. Plötz­lich hörte er ein gewaltiges Rauschen. Als er durch dos Dachfenster sah, und nach der Richtung Aus­schau l)ielt, aus der das Rauschen zu kommen schien, glaubte er dichten Nebel vor sich zu haben. Er stellte die Mühle ab, rief Frau und Kindern zu, sich rasch

Mit Adele Sandrock

Marianne Hoppe, Wolfgang Liebeneiner I Georg Alexander 4162A Wilhelm Bendow I

Vorher; 6utes Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche I