Frankfurt a. M.-Ost Großlautsvrecheran- lagen zur Verständigung der Reisenden benutzt.
Die Anlage, die vom Reichsbahn-Zentralamt Berlin gebaut worden ist, hat sich ganz vorzüglich bewährt. Benutzt wurden dynamische Lautsprecher neuester Konstruktion mit insgesamt 100 Watt Sprechenergie. Reben Lautsprechern im Bahnhofs- ?iebäude und auf den Bahnsteigen waren auch Laut- precher auf den Sammelplätzen vor den Bahn
höfen eingerichtet. Mit diesen Lautsprechern wurden nicht allein die Reisenden auf die Abfahrtzeiten und Abfahrtstellen ihrer Züge aufmerksam gemacht, sondern auch während der Wartezeiten durch Heber« traaung von Musikstücken unterhalten. Eine besondere Freude war es für die Reisenden, daß sie von der Reichsbahn bei der Ankunft durch Lautsprecher begrüßt wurden und vor der Abfahrt „Gute Fahrt" gewünscht erhielten.
ÄerZahresberichl 1934/35 der Oeffentlichen Handelslehranstalt Gießen.
Dem von der Oeffentlichen Handelslehranstalt Dießen herausgebrachten Jahresbericht über das verflossene Schuljahr 1934/35 entnehmen wir einige Einzelheiten, soweit sie für einen breiteren Kreis der Oeffentlichkeit von Interesse erscheinen:
Das verflossene Schuljahr der Oeffentlichen Handelslehranstalt zeigte auf allen Gebieten einen bemerkenswerten Aufschwung der Anstalt. Im laufenden Schuljahr betrug die Schülerzahl (Stichtag 10. Mai 1935) 182 Schüler. Die Schulräume befinden sich wie bisher in der Liebigstraße 16. Im Verlaufe des Jahres wurden Verbesserungen durchgeführt, so daß die Raumverhältnisse tragbar erscheinen, wenngleich sie spürbare Einschränkungen notwendig machen.
Hinsichtlich der Schulleitung ist zu bemerken, daß ein Kuratorium nicht neu gebildet wurde. Die Anstalt untersteht unmittelbar der Industrie- und Handelskammer und dem Stadtschulamt. Die Leitung der Schule liegt in Händen von Diplom-Handelslehrer Dr. Kruse. In den Handelsschulklassen wurde der Unterricht wöchentlich um 2 bis 4 Stunden vermehrt.
Mehr noch als früher wurde der Lehrstoff auf die Erfordernisse des wirtschaftlichen Lebens eingestellt und enge Verbindung mit der Wirt- schaftspraxis unseres Bezirkes hergestellt.
Für die Mädchenunterklasse wurde der Handarbeitsunterricht mit wöchentlich drei Stunden neu eingeführt.
Die Oeffentliche Handelslehranstalt unternahm, nachdem der Stoff im Unterricht eingehend behandelt worden war, ingesamt zwölf Betriebsbesichtigungen.
Hinsichtlich der Schuleinrichtungen und der Lehrmittel sind Bereicherungen zu verzeichnen. In besonderem Maße wurde die warenkundliche Sammlung ausgebaut. Es wurden alle Gegenstände ausgenommen, die in unserem Wirtschaftsbezirk hergestellt werden. Alle Tische und ein Teil der Stühle wurden einer gründlichen Ueberholzung unterzogen. Der Schreibmaschinensaal wurde fast ganz neu mit Maschinen ausgestattet. Leider zogen die knappen Geldmittel enge Grenzen. Für das Schuljahr 1935/36 werden aber weitere Verbesserungen vorgenommen. Die Anschaffungen beliefen sich auf insgesamt über 2000 Mark. Zahlreiches Material wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.
Die Schulräume mit ihren Einrichtungen wurden der Deutschen Arbeitsfront für die zusätzliche Berufs Schulung zur Verfügung gestellt. Verschiedene größere Veranstaltungen (Reichsberufswettkampf, Prüfung der Handels
kammerstenographen, Gehilfenprüfungen usw.) wurden ebenfalls in der Schule abgehalten. Ferner wurden verschiedentlich Räume für die Tagungen der HI. und des BdM. zur Verfügung gestellt. An den Reichsjugendwettkämpfen nahm der größte Teil der Schüler und Schülerinnen teil. Vor kurzem fand eine Zusammenkunft aller ehemaliger Schüler und Schülerinnen der Anstalt statt, zu der 300 Personen erschienen waren.
Die Unterbringung der Schüler und Schülerinnen erfolgte in Verbindung mit dem Arbeitsamt und mit der Arbeitsfront.
3n diesem Zusammenhang wird hervorgehoben, daß zu Ostern 1935 die Frage nach abgehenden Schülern und Schülerinnen so stark war, daß ihrer kaum genügt werden konnte.
In weiten Kreisen des Wirtschaftslebens scheint sich die Ueberzeugung durchgesetzt zu haben, daß es richtiger ist, wenn die jungen Leute vor ihrer praktischen Tätigkeit sich erst theoretische Kenntnisse aneignen, um die Lehrzeit für beide Teile fruchtbarer zu gestalten.
Enge Verbindung wurde mit der Wirtschaft und der Elternschaft gehalten. Die ganze Verwaltungsarbeit wurde von der Schule selbst erledigt. Für alle Schüler, die bisher die Schule besuchten, wurde eine Kartei angelegt.
Schulbeginn und Ferien stimmten mit denen anderer Schulen überein. Die vom Ministerium angesetzten Feiern wurden in festlicher Weise begangen. Außerdem wurde eine größere Feier aus Anlaß des Abgangs von Schülern abgehalten. Die Prüfungen wurden in- der üblichen Weise durchgeführt. In beiden Klassen bestanden sämtliche Schülerinnen und Schüler. Im vergangenen Jahre wurde bedürftigen und fähigen Schülern voller oder teilweiser Erlaß des Schulgeldes gewährt. Die Industrie- und Handelskammer stellte der Schule einen Barzuschuß von 1000 Mark, die Stadt Gießen 2500 Mark in Lei- stungswerten zur Verfügung.
Das Rechnungsjahr schloß ohne Fehl- und ohne Ueberschußbetrag.
Das Lehrerkollegium beteiligt sich neben den lau-- fenden Konferenzen an allen Sitzungen der Fachschaft 6 im RSLB. Das gesamte Kollegium stellte sich für die zusätzliche Berufsschulung der Deutschen Arbeitsfront zur Verfügung. Ebenso wirkten die Lehrkräfte der Anstalt bei der Durchführung der Kaufmannsgehilfenprüfung und beim Reichsberufswettkampf mit. Der weitere Aufschwung der Schule kommt in ihrer Schülerzahl für das neue Schuljahr stark zum Ausdruck.
Wirtschaft.
Oie Fndustrie- und Handelskammer Gießen qibt Auskunft .
L77: Gründung von Korporationsausschüssen in Italien für die Kontingentverteilung.
878: Die Zahlungsmöglichkeiten mit den Ländern Süd- und Mittelamerikas.
879: Behandlung deutscher Einfuhrsendungen in Portugal.
880: Zu den Vorschriften über die Einfuhr von Maschinen und Apparaten in Italien.
881: Der banco Central, Chile, fordert zur Einzahlung eingefrorener deutscher Guthaben auf. 882: Italienische Vorschriften über die Hinterlegung der Auslandwertpapiere.
883: Umrechnungskurs im deutsch-schweizerischen Verrechnungsverkehr.
884: Abwicklung neuer Forderungen auf Treuhänderkonto Niederlande bei der Deutschen Ver- rechnungskasie.
885: Auswirkung der Belgaabwertung auf Lieferungsverträge.
886: Verrechnungsverkehr Riederlande-Deutfch- land. Neuregelung für Warenlieferungen nichtholländifchen Ursprungs.
887: Ursprungsbezeichnungszwang für Frauen- und Mädchenkleidung in Großbritannien.
Oie Absatzregelung für Frühkartoffeln.
In einer am 12. Juni in Kraft getretenen Anordnung befaßt sich die Hauptvereinigung der Deutschen Kartoffelwirtschaft mit der A b s a tz r e - aelung von Frühkartoffeln für 19 35. Diese Regelung erstreckt sich lediglich auf Frühkartoffeln, die vor dem 1. 8. 35 in den Verkehr gebracht werden. In den einzelnen Anbaugebieten haben die Kartoffelwirtschaftsverbände für die ordnungsgemäße Durchführung Sorge zu tragen. Auch in diesem Jahre unterscheidet man wieder zwischen geschlossenen und nichtgeschlossenen Anbaugebieten. In den geschlossenen Anbaugebieten liefert der Erzeuger die Frühkartoffeln an die Ortssammelstellen, die hierüber nach Anweisung der Bezirksabgabestellen verfügen. Der Geschäftsabschluß zwischen Erzeuger und Käufer erfolgt mittels vorgeschriebenem Schlußschein.
In den nichtgeschlossenen (offenen) Anbaugebieten kann der Erzeuger an den Verteiler frei verkaufen, wenn er sich an die Güte- und Kennzeichnungsvorschriften hält. Der Verteiler ist nur dann zum Kauf beim Erzeuger berechtigt, wenn er im Besitz eines Schlußscheinheftes ist. Diese Regelung gilt nicht, wenn Frühkartoffeln in der eigenen Wirtschaft verwendet, ober am Ort der Erzeugung bzw. nächster Umgebung dem Verbraucher zugeführt werden. Der Wirtschaftsverband kann bestimmen,
was als Ort des Erzeugers oder dessen nächste Umgebung anzusehen ist.
Mit einigen Ausnahmen, die zum Schutz der Derbraucherschaft eingeführt werden, ist die diesjährige Absatzregelung gegenüber der vorjährigen nur unwesentlich geändert. Bei sackweiser Anlieferung von deutschen Frühkartoffeln müssen die Säcke mit der Bezeichnung „Deutsche Frühkartoffeln" und der Angabe des Anbaugebietes gekennzeichnet sein. Besonderer Wert wird auf die Qualitätssicherung gelegt. Deutsche Frühkartoffeln sind stets auf die vorgefchriebene Beschaffenheit zu prüfen. In den geschlossenen Anbaugebieten hat diese Prüfung durch einen beauftragten Prüfer, in den offenen Anbaugebieten durch Verteiler zu erfolgen. Die erfolgte Prüfung ist auf den Sackanhängern zu bescheinigen. Hervorzuheben ist die Bestimmung über die Preisfestsetzung für inländische Frühkartoffeln, wonach erstmals die verschiedenen Sorten berücksichtigt werden. Es ist dabei eine Einteilung in drei Gruppen erfolgt, und zwar a) weiße, rote und blaue Sorten, b) runde gelbe Sorten, c) lange gelbe Sorten.
Für die ausländischen Frühkartofeln gelten die für den Jnlandsverkehr festgesetzten Preise.
Rhein-Mainische Mittagsbörse.
Still, uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 17. Juni. Die Börse lag zu Beginn der neuen Woche außerordentlich still, das Geschäft setzte auf allen Marktgebieten schleppend ein, und die wenigen zunächst notierten Kurse kamen nur zu Mindestumsätzen zur Notiz. Die Grundstimmung war jedoch freundlich, da einige günstige Nachrichten aus der Wirtschaft der Haltung etwas Anregung gaben. Die Kulisse verhielt sich angesichts des sehr schmalen Auftragseinganges abwartend. Am Aktienmarkt war die Kursgestaltung uneinheitlich, wobei anfangs meist kleine Rückgänge überwogen. Am Montanmarkt gingen Buderus, Mannesmann, Harpener und Mansfelder Bergbau bis 1 o. H. zurück. Don Elektrowerten setzten AEG. 0,13 v. H., Licht 8z Kraft und Siemens je 0,65 v. H. höher ein, während Geffürel 0,25 v. H. Lahmeyer 0,50 v. H. und Schuckert 0,75 v. H. verloren. Leichte Nachfrage fanden IG. Farben zu 152,90 (152,75), auch Rütgerswerke lagen 0,25 v. H. fester. Maschinenwerte zogen bis 0,75 v. H. an, während Motorenaktien etwas abbröckelten. Zellstoffaktien ließen bis 0,75 v. H. nach, außerdem gingen Deutsche Linoleum 1 v. H., AKÜ. 0,40 v. H., Eement Heidelberg, Deutscher Eisenhandel und Schiffahrts- sowie Verkehrswerte um 0,50 bis 0,75 v. H. zurück. Etwas höher gesucht waren erneut Westdeutsche Kaufhof zu 39,90 (39,25).
Auch der Rentenmarkt wies nur sehr kleines Geschäft auf. Altbesitzanleihe und Zinsvergütungsscheine lagen je 0,13 v. H. freundlicher, Korn- munal-Umschuldung und späte Reichsschuldbuchforderungen eröffneten behauptet. Fremde Werte lagen noch unentwickelt.
Im Verlaufe blieb das Geschäft sehr klein und kursmähig ergaben sich gegen die Anfangskurse kaum Veränderungen. Vorübergehend lagen Montanwerte und IG. Farben um Bruchteile eines Prozentes höher, später ließen sie wieder nach. Auch die später notierten Werte lagen uneinheitlich bei kleinen Abweichungen, nur Rhein. Braunkohlen kamen mit 230 nach 232,50 zur Notiz. Am Kassamarkt waren Bad. AG. für Rheinschiffahrt- und Seetransport auf 6prozentige (3prozentige) Dividen- benerHösung mehrprozentig höher gesucht, 1. K. 76,50.
Am Rentenmarkt blieb es gleichfalls sehr still. Etwas schwächer lagen zertifizierte Dollar-Bonds, insbesondere 6prozentige Preußen mit 65 nach 66. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen bei kleinen Umsätzen meist unverändert, Liquidationspfandbriefe notierten etwas unregelmäßig. Industrie-Obligationen waren teilweise etwas fester. Don Auslandsrenten bröckelten Rumänen bis 0,50 v. H. und Ungarn bis 0,25 v. H. ab, Mexikaner blieben behauptet.
Tagesgeld war zu 2,50 (3) v. H. wieder leichter.
Abendbörse behauptet.
Gleich dem Mittagsverkehr lag auch die Abendbörse sehr still, da Anregungen fehlten. Die Kursentwicklung war nicht ganz einheitlich, es überwogen kleine Rückgänge um Bruchteile eines Prozentes. Darüber hinaus verloren Ph. Holzmann 1 v. H. auf 91,50, auch JG -Farben bröckelten um 0,40 v. H. auf 152,75, Aku um 0,65 auf 66,65 ab. Etwas befestigt waren Deutsche Linoleum auf 163,50 (162,65) und AG. für Verkehrswesen auf 90,25 (89,90). Westdeutsche Kaufhof hatten zu 39,40 (39,65) etwas mehr Geschäft. Am Rentenmarkt stockte das Geschäft in deutschen Anleihen bet behaupteten Kursen vollkommen. Von ausländischen Werten zogen 4proz. Schweizer Bundesbahn auf 191 (189) und 3,5proz. Schweizer Eisenbahnrente auf 153 (150) an, ferner stiegen Anatolier! und II auf 40,75 (39,50). Außerdem erhielt sich nach österreichischeh Vorkriegsanleihen Nachfrage, doch lag bei höheren Kursen auch kein Angebot vor.
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 113,65, JG.-Far- benbonds 133,40, 4proz. Ungar. Goldrente 11,75, 1910er Ungarn 11,60, Ungar. Kronenrente 1 v. H.,
Commerzbank 91,75, DD-Bank 94, Dresdner Bank 94 Harpener 112,50, Mannesmann 86,75, Mansfelder Bergbau 118, Rheinftahl 113,75, Laurahütte 24, Stahlverein 84,25, Aku 66,65, Bekula 139, Bern- berg 126,13, Daimler 93,50, Deutscher Eisenhandel 94,75, Deutsche Linoleum 163,50, Licht 8- Kraft 130,65, JG.-Farben 152,90, Geffürel 127,75, Haufwerke Füssen 81, Holzmann 91,50, Rheag 130,50, RWE. 128,25, Rütgerswerke 125, Schuckert 120, Siemens 178, Westdeutsche Kaufhof 39,40, Südd. Zucker 187, AG. für Verkehr 90,25.
Frankfurter Schlacßtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 17. Juni. Auftrieb: Großvieh 634 (gegen 576 am letzten Hauptmarkt), darunter 60 Ochsen, 77 Bullen, 310 Kühe und 187 Färsen. Zum Schlachthof direkt: 3 Ochsen, 1 Kuh. Kälber 641 (510), Schafe 12 (—), Schweine 3874 (3672). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 (am 11. Juni 42), b) 41 (41), c) und d) nicht notiert. Bullen a) 42 (42), b) 41 (41), c) 38 bis 41 (40), d) 32 bis 36 (—). Kühe a) 42 (42), b) 38 bis 41 (35 bis 40), c) 32 bis 37 (28 bis 34), d) 25 bis 31 (18 bis 27). Färsen a) 42 (42), b) 41 (41), c) 40 bis 41 (38 bis 40), d) 36 bis 39 (35 bis 37). Kälber a) 62 bis 65
(61 bis 65), b) 55 bis 61 (54 bis 60), c) 47 bis 54
(44 bis 53), d) 38 bis 46 (30 bis 43). Hämmel b2) 40 (—). Schafe nicht notiert. Schweine al) 48
bis 52 (48 bis 52), a2) 48 bis 52 (48 bis 52),
b) 46 bis 52 (47 bis 52), c) 47 bis 52 (46 bis 52), d) 44 bis 50 (43 bis 50), e) 40 bis 46 (39 bis 45), gl) 43 bis 46 (43 bis 47), g2) 37 bis 42 (36 bis 42). Marktverlauf: Rinder sehr lebhaft, ausverkauft. Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine ruhig, Ueberftand. lieber» stand: 140 Schweine.
Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 774 Viertel Rindfleisch, 408 halbe Schweine, 72 ganze Kälber, 35 ganze Hämmel, 5 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 72 bis 76, c) 62 bis 70. Bullen- fleisch b) 68 bis 74. Kuhflersch b) 58 bis 66, c) 48 bis 58. Färfenfleifch b) 72 bis 76, c) 62 bis 70. Kalbfleisch b) 74 bis 84, c) 68 bis 72. Hammelfleisch b) 75 bis 78. Schweinefleisch b) 70 bis 75. Fettwaren. Speck aus hiesiger Schlachtung unter 7 Zentimeter (roh) 58 bis 63, Flomen 78 bis ß3. Marktverlauf: Rindfleisch lebhaft, Schweinefleisch ruhig.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 17. Juni. Die Geschäftslage blieb allgemein sehr still. Weizen und Roggen aus hiesiger Gegend waren knapper angeboten, während andere Herkünste, insbesondere von der zweiten Hand, reichlich offeriert wurden. Die Mühlen nahmen nur geringe Mengen auf, zumal das Mehl- aeschäst sehr gering blieb. Futtergerste und Hafer, sowie ölhaltige Futtermittel und Kleie blieben knapp, die Nachfrage war noch verhältnismäßig stark. Am Rauhfuttermarkt war altes Stroh nicht mehr angeboten, neue Ware war noch nicht am Markt.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Reichsmark: Weizen WIX 210, WXIII 214, WXVI 218; Roggen RIX 170, R XIII 174, R XV 178; Großhandelspreise der Mühlen de» genannten Preisgebiets. Futtergerste GIX 172, G XI 175, G XII 177; Hafer H XIII 170, H XIV 172; Großhandelspreise ab Station. Weizenmehl W XIII 27,70, WXVI 28,15; Roagenmehl, Type 997 RXIII 23,80, Type 815 RXIII 24,30, Type 997 R XV 24,20, Type 815 R XV 24,70 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,25, Weizenfuttermehl 13,50; Weizenkleie WXIII 10,92, WXV ll,13;Rog- genkleie RXIII 10,20, R XV 10,44 ;Mühlenfestpreise ab Mühlenftation. Sojafchrot 13, Palmkuchen 13,30, Erdnußkuchen 14,50; Fabrikpreise ab Fabrikstation. Treber 17,25, Trockenschnitzel 9,70 bis 10,20,Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 5,20 bis 5,30, dasselbe, gebündelt 5,10.
Kartoffeln: gelbfleischige, hiesiger Gegend, 3,10 Mark (unverändert) per 50 Kilo bei Waggon- bezug. Tendenz: geschäftslos.
Schweinemarkt in Hungen.
ch Hungen, 17. Juni. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 264 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten bis zu sechs Wochen alte Ferkel 18 bis 22 RM., sechs bis acht Wochen alte 22 bis 28, acht bis dreizehn Wochen alte 28 bis 33 RM. pro Stück. Der Handel verlief langsam.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Eine Zeitschrift, in der Bienenzucht und Obstbau gemeinsam behandelt sind, gibt es nicht. Fachzeitschriften für jedes der beiden Gebiete existieren. Verlage dieser Zeitschriften können wir aus grundsätzlichen Erwägungen heraus nicht nennen.
Abb. Sch. Der Mieter ist berechtigt, die Anlage zu beseitigen, er hat jedoch den ehemaligen Zustand der Zimmer auf seine Kosten wiederherzustellen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M.
Berlin
®w- AL ”” Mrf e
Odium 115.6
17-6.
17.6.
15.6.
113,5
113,65
113,5
113,65
100,13
100,13
100,2
100,2
98,75
98,5
98,5
96,5
96,5
96,5
153
153,25
100,5
100,5
92,25
92,25
127
127,25
Philipp Holz, Zementwerk
95,5
92,5
imann
115,4
115,75
115,75
115,4
Zementwerk Heidelberg Lernentwerk Karlstadt..
Betula
10
96
96,25
100,75
100,8
67,9
0 126,5
101
101,13
101,13
101,25
96,75
96,75
96,75
96,75
»olländtsche Noten
34,25
113,5
112,5
155
Grttzner 01
Mainkrastwerke Höchst a>M.... 4
Süddeutscher Am!«....... A
40
95,25
Ungarische Kote» •••••••••••••••»
100,13
97,65
96,75
106,4
100,13
97,5
100,13
97,75
102,65
11,9
13,5
105,5
112,5
104,5
111,4
127,5
120,25
176,9
129,5
105,25
111,75
119,75
87,5
Schlußkurs
100,13 97,3 102,9
96,75
106,4
Schluß!. Abend- börse
96,75
106,4
96,75
106,4
104,4 111
93,5
164
Belgische Noten. Dänische Noten
66,65
126,13
119,5
87,25
11;75
11,6
11,9
13,5
39,25
296
130,5
100
874fr
138,65
116,5 129,25 101,75
127,9
130
128,25
120,75
178
129,5
112,5
106,13
159
130,5
100,13
864
152,9
235
104,75
125
108
40 1
90,75 löu
139,25
116 130,5 101,25
128 130,65 128,25
120 177,25 128,25
152,75 235 106
124,75 108
139
115,75
129
101,25
127,5
104,5
125,13
108
113
104,9 159
130 100
8»
Buderus
Deutsche Erdül
Gelsenkirchener
»arvener
>oesch Eisen—Söln-Neueft«
Ilse Bergbau flje Bergbau Genüsse llöcknerwerke
63,03
81,01
33,58
39,4 296,5 175,25 155,5
93,5
163,5
Englische Noten .. Yranzojlsche Noten
Schultheis Patzenhofer
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
•••• IS .... 8
105
125
108,5
35
1,95
11,8
62,77
80,69
33,44
131
100
112,5
67
126
119
87,5
136 9 93
162,65
88,13
39,65
297,5
175,5
155,5
139 116,25 130,65 101,25 127,75 130,5 128,25
120 178
129
34
1,85
12,13
11,75
12
13,65
111,65
67,25
125,5
119,9
87
136
93,4
164,25
89
39,13
296
175,75
156,5
41,98
54,55
12,22
16,36
168,31
19,94
61,42
... 0 ... 0 ... 7 ... 0 ... 6 ... 0 ... 0 ... 0
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
41,82
54,33
12,18
16,30
167,63
19,86
61,18
33,5
1,8
12,1
12,13
13,4 |
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 b^rA>Doung-Anleihe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablbs^Schuld mst
Auölos.-Rechlen .............
4xh% Deutsche RetchSpostschatzan- Weisungen von 1934. I.......
6% efjem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold M. 12........
67i% ehem. Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liaui ...
4Yi% ehem. 8% Darmst. Komm.
LandeSb.Goldfchuldverschr. R.6
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An.
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
4Vi% ehemL% Franks. Hyp^Bank
Goldpfe. 15 unkündbcü bis 193ö
67i% ehem. 47i% Franks. Hyp^ Bank-Ltqu.-Pfandbriese.......
67i% ehem. 47i% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Soldpse
47i% ehem. 8% Pr. Landespfand-
vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
47i% ehem. 7% Pr. LandeSpsand- vrtesanst., Gold Komm. OBI.VI
Gteuergutsch.BerrechnungSk. 35-89
Bemberg...........
Zellstoff Waldbos .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer GaS......
Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum... Orenstein L Koppel .. Westdeutsch« Kaufhof.. Ehade..............
Accumulatorea-Fabrir Conti-Gummi........
I. G. Farben-Juvustrie Scheide anstalt Goldschmidt .
Rütgerswerke Metallgeiellschaft.
Italienische Noten .........
Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten ........
Schweizer Noten................. Spanische Noten.....
4% Oesterreichtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische SUberreüte 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 47i% desgl. von 1913..........
5% abgest. Goldmexikaner von 99 4%^yc Bagdadbaha-Anleihe
Buenos atte-3 Brüssel.....
Rio de Jan.. Sofia......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
HelsingsorS.. Parts ......
Holland .... Italien..... Japan ......
Jiigostawie».
Wien......'.
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest... Neuyork....
Elektr.Lieferungsgesellschaft... 5
Licht und Kraft ...........6K
Felten & Guilleaume 0
Gesellsch.f.Elektr.llnternehmung. 5 Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elektr.
Schuckert & (So Siemens L Halske...
Lahmeyer L To.
9 0
3
6
Frankfurt a. UL
Berlin
Schluß« kurs
Gchlußk. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
156.
17.6
15.6.
17-6.
Mansfelder Bergbau ..
------- 1
118,75
118
118,75
118,25
Kokswerke...........
.......6
—
125,5
126,25
Pböntr Bergbau......
Rheinische Braunkohlen
.......0 .....12
232,5
230
230,25
230
Rheinftahl...........
.....67i
114,13
113,75
113,75
113,5
Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........
.......0
.......0
84,4
17,5
84,25
17,5
84,5
17,5
84,25
17,4
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
122
122,75
122,5
122,5
Kaliwerke Westeregeln.
.......5
122
120,5
122
121
Kaliwerke Salzdetfurth
.....17i
175
175
175,5
175,5
Devi
enmarkl Berlin — {
Frankfurt a. ZIL
15. Juni
17.3uni
Amtliche Notierung
Geld | Bries
Amtliche Notierung
Geld | Brief
Frankfurt o. 3R.
Berlin
Schluß« kurs
Gchlußk. Abend- börse
Schluß« kurs
Gchlußk. Mittag- börse
Datum
15-6.
17.6.
15.6.
17-6.
4% desgl. Serie 11 .............
_
_
13,25
—
5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903
9,13
8,7
9
8,75
4AA>Rumän.vereinh.Rentev.l913
11,13
—
10,9
10,9
4% Rumänische veretnh. Rente
6,65
6,5
6,55
6,5
2%% Anatolier.............
39,25
40,75
39,6
40
Hamburg-Amertka-Paket .....
0
33
32,75
32,9
32,75
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
*—
—
26,4
26,25
Norddeutscher Lloyd .........
0
34,4
34,75
34,13
34,75
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
90,75
90,25
90
89,9
Berliner Handelsgesellschaft ...
5
120
120,5
120,5
120
Commerz- und Prival°Bank ...
0
92
91,75
91,9
91,75
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................
0
94,25
94
94,25
94
0
94,25
94
94,25
94
Reichsbank ...............
12
180,75
180
180
179,75
A.E.Ä......................
0
46
46
46
46,13
0,658
0,662
0,658
0,662
41,98
42,06
41,98
42,06
0,149
0,151
0,149
0,151
3,047
3,053
3,047
3,053
54,72
54,82
54,54
54,64
46,765
46,865
46,76
46,86
12,255
12,285
12,215
12,245
5,40
5,41
5,345
5,355
16,355
167,88
16,395
16,355
16,390
168,22
168,05
168,39
20,42
20,46
20,42
20,46
0,721
0,723
0,717
0,719
5,649
5,661
5,649
5,661
61,59
61,71
61,39
61,51
48,95
49,05
48,95
49,05
11,12
11,14
11,085
11,105
63,19
63,31
62,99
63,11
80,92
81,08
80,92
81,08
33,91
33,97
33,91
33,97
10,35
10,37
10,335
10,355
2,480
2,484
2,479
2,483
Banknoten.
Berlin, 17 Juni
Geld
Bries -
Amerikanische Note»..............
2,431
2,451


