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Abteilungen ausgestellt

die Forscher wieder auf.

e n s e n

Am 16. Juni verschied unser langjähriges treues Mitglied

Herr Wilhelm Semmler

im 79. Lebensjahre.

Gießen, den 18. Juni 1935.

Gießen (Seltersweg 21), den 18. Juni 1935.

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Die Beerdigung fand in aller Stille statt.

Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.

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Am 17. Juni ist unsere liebe kleine

Karl Wellhöf er und Frau

Dr. Mehl

Gießen, den 18. Juni 1935.

von der Reise zurück

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Gießen, den 18. Juni 1935.

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Am Sonntagabend entschlief nach kurzer schwerer Krankheit mein innigstgeliebter Mann, unser guter Schwager und Onkel

Am 13. Juni 1935 ist meine innigstgeliebte Frau, unsere herzensgute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante

mit anderen Funden nach tion und Rückkehr aller werden.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Kronenberg Familie Klinkei.

tGoldene Medaille

der ß eive/x das? auch Ihre al

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. Juni, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 19. Juni, nach­mittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Wir bitten um vollzähliges Erscheinen.

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Danksagung,

Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir herzlichen Dank.

In tiefer Trauer:

Elisabeth Semmler, geb. Schneider.

Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertesWissen erhöhte Freudean den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift ,,Der Naturforscher Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde

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Auf den Spuren einer uralten afn'kanischen Kultur

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Anfang Januar brachen die Forscher wiei Sie mutzten sich zunächst trennen. Dr. I reiste ans Ostufer des Margarita-Sees, um dort von einem Provinzchef eine Sondererlaubnis zu

Frau Elisabeth Weber

geb. Höhl

für immer von uns gegangen.

gegnet. In Abessinien selbst aber, sowohl in der Residenz Addis Abeba wie auch im weiten Land, das die Forscher durchreisten, haben sie von alle­dem nichts bemerkt. Das Volk geht friedlich seiner Beschäftigung nach, und in den Städten liegt wohl­diszipliniert, von einer belgischen Militärkommis­sion in wenigen Jahren ausgebildet, das aktive Militär.

Die Expedition brach am 14. Oktober 1934 in Frankfurt auf und erreichte Djibouti auf dem See­wege. Djibouti ist französisch und gleichzeitig Aus-

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mit Mahnwesen vertraut, so­fort von Fabrikbüro gesucht. Angebote mit Gehaltsansprü­chen erbeten unter 02615 an den Gießener Anzeiger.

Marion

im Alter von 21/i Monaten von uns gegangen.

Der bekannte deutsche Afrika-Forscher Professor Frobenius hat seine diesjährige zwölfte Expedition in das Innere Afrikas in drei Teilen durchgeführt. Drei Abteilungen sind in verschiedenen Gebieten Afrikas tätig. Die Gruppe, die im Süden Abessiniens ihr Forschungsgebiet gefunden hatte, hat ihre Arbeiten beendet und ist soeben nach Frankfurt zurückgekehrt. Der restliche Teil der Expedition arbeitet noch zusammen mit Professor Frobenius in der Libyschen Wüste und wird erst in einigen Monaten zurückerwartet. Auch diese Gruppe wird eine reiche wissenschaftliche Ausbeute mitbringen. Sie konnte eine große An­zahl neuer Felszeichnungen auffinden und durch Grabungen viele prähistorische Stein­werkzeuge zutage fördern.

Sieben Monate weilte die jetzt heimgekehrte Ab­teilung, der die Frankfurter Forscher Prioatdozent Dr. A. I e n s e n , Studienrat Dr. Wohlenberg und Kunstmaler B a y e r l e angehörten, in Abes­sinien. Studienrat Dr. Wohlenberg erzählt uns von seinen Erlebnissen und der wissenschaft­lichen Ausbeute der Expedition. Das Land der Abessinier und Kaiser Halle Selassie sind jetzt in den Mittelpunkt des mittelafrikanischen Konflikts gerückt, der auch in Europa lebhaftestem Echo be-

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Kriegern handeln, denn neben dem Stein des Ver­storbenen sind die Steine derer aufgestellt, die er erschlagen hat. Bis zu zwanzig und mehr kleine Steine von erschlagenen Feinden umgeben den Megalith-Stein des Toten. Unter großen Schwie­rigkeiten konnten die Forscher einen dieser Steine, die mehrere Zentner wiegen, mitnehmen. Er wird Beendigung der Expedi-

Nachruf.

Am 15. Juni verschied nach kurzem Kranksein unser langjähriger Direktor

Herr Daniel Erb II.

Fast 15 Jahre hat er unserer Kasse vorgestanden, viele Jahre war er als Kontrolleur tätig. In dieser langen Zeit hat er sich stets um die Entwicklung unserer Kasse große Verdienste erworben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

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Wilhelm Semmler

Wir betrauern tief den Heimgang unseres lieben Kol­legen und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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Ornamenten wie die Megalithsteine. Auch hier war es stets eine Gruppe von Holz-Stelen. In der Mitte die Figur des Toten und daneben kleiner- Holz-Stelen der besiegten Feinde. Was nun noch fehlte, erfuhren die Forscher von der zutraulichen Bevölkerung, deren staatliche, soziale und kultische Verhältnisse sie genau studieren konnten. Ethnolo­gie und prähistorische Forschung konnten hier in idealer Weise Zusammenarbeiten. Natürlich konnten die Forscher, um nicht in den Verdacht der Grab­schändung zu kommen, keine der Holz-Stelen mit* nehmen. Sie ließen daher von den Einwohnern eine Gruppe Holzstelen anfertigen, die ebenfalls ausge­stellt werden. Das war das entscheidende und höchst aufschlußreiche Ergebnis dieser Expediüon, daß die Forscher an Ort und Stelle eine uralte afrika­nische Kultur fanden, die sich unberührt bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Die weitere Forschungsarbeit wird nunmehr am Schreibtisch zu leisten sein. A. M.

Wetterbericht

In tiefer Trauer

im Namen aller Hinterbliebenen:

Philipp Weber

Gießen (Keplerstraße 9), den 18. Juni 1935.

2 o Nächster KomeradschastS- abend

im Untffz. Heim d. neuen Kaserne am Mittwoch, d. 19. Juni 1935, um 20.30 Uhr. Anschließend Führerratssitzg. Erscheinendring, notwendig.

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erhalten. Studienrat Dr. Wohlenberg und Kunstmaler B a y e r l e zogen längs der Seen wei­ter nach Bukissa, wo sie ein zweites Lager auf­schlugen. Auch hier wurden wie bei Darassa Mega­lith-Friedhöfe und Gesichter-Stelen gefunden. Alle diese Steine wurden sorgfältig gemessen, photogra­phiert und gezeichnet. Nach einer Woche wanderten Dr. Wohlenberg und Bayerle wieder weiter und trafen am gleichen Tage zusammen mit Dr. Jensen in Konso ein. Hier beim Stamme der Konsos schlu­gen sie ihr drittes und letztes Lage auf. Da sie in Unwissenheit ihr Lager mitten auf einem heiligen Versammlungsplatz aufgeschlagen hatten, mußten sie, als die Konsoneger eine bedrohliche Haltung einnahmen, zur Sühne ein Kalb opfern. Hier erwartete die Forscher die größte wissenschaft­liche Ueberraschung. Sie fanden keine Megalith- Friedhöfe, aber die Friedhöfe der jetzigen Bewoh­ner bestanden in engster Anlehnung an die alte

und den wenigen Straßen, die der jetzige Kaiser ge- Megalith-Kultur aus Holz-Stelen mit den gleichen baut i)at, können Kraftwagen verkehren. Die For­scher mieteten zunächst einen Kraftwagen, der sie bis Sidamo brachte. Von da drangen sie mit einer Maultier-Karawane weiter ins Innere vor und

schlugen südlich von Darassa in der Nähe einer Missionsstation ihr erstes Arbeitslager auf. Hier konnten die Forscher schon nach kurzer Zeit ganz bedeutende Funde machen. Vor etwa zehn Jahren hatte ein französischer Forscher in jener Gegend Spuren der uralten M e g a l i t h - K u l - t u r entdeckt. Es handelt sich dabei um einen noch nicht erforschten und auch noch nicht bekannten Kult auf phallisch-erotischer Grundlage. In der Nähe des Margarita-Sees konnten die deutschen Forscher tief verborgen in üppiger Vegetation ganze Megalith- Friedhöfe entdecken mit Hunderten von Phallus- Steinen von riesiger Größe. Die Verbindung von Phalluskult und Totenkult dürste mit diesen Fun­den erwiesen sein. Eine Ueberraschung aber war es auch für die Forscher, daß sie an der gleichen Stelle Megalith-Steine fanden, die mit Gesichtern gekrönt waren. Solche sogenanntenGesichter-Stelen" wa­ren bisher unbekannt. Es dürste sich dabei um Grabdenkmäler von Vornehmen oder bedeutenden

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Haus und fünf Jahren Ehrverlust. Der mitange- klagte 37jähviHe Max Knoll aus Auerbach im Vogtlands erhielt drei Jahre Zuchthaus unter Anrechnung von fünf Monaten der Untersuchungs­haft auf seine Strafe. Die beiden Angeklagten haben sich bis Ende Dezember 1934, also schon im Gel­tungsbereich der verschärften Strafbestimmungen für Hochverrat, für die staatsfeindlichen Ziele der Bewegung Otto Strassers betätigt. Gießler unter­nahm mehrere Reisen in die Tschechoslowakei und brachte von hier üble Hetzschriften mit, die in Deutschland an Gesinnungsgenossen verteilt wurden.,

Hierbei hat ihm der mitangeklagte Knoll wichtige Dienste geleistet. Der Vorsitzende wies in der Ur­teilsbegründung auf die große Gefahr hin, die die Strasserbewegung für unsichere Elemente darstelle, und betonte, daß gegen eine Betätigung für Otto Strasser mit ganz empfindlichen Zuchthausstrafen eingeschritten werden müsse. Dabei sei zu berück­sichtigen, daß die Strafe nicht nur eine Sühne für die Verfehlungen des Angeklagten, sondern auch eine Warnung für alle diejenigen darstellen solle, die sich noch in gleich verbrecherischer Weise be­tätigen.

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Eine am Montag bei Irland neu auftretende Tiefdruckstörung hat sich weiter nach Süden ent- wickelt und gleichzeitig rasch ostwärts verlagert, sie besitzt ein ausgedehntes Regengebiet, das am Diens­tagvormittag Südengland, den größten Teil Frank­reichs und wesentlich das westliche Gebiet Deutsch­lands umfaßte. Heftiger Druckanstieg von Süd­westen und Süden deutet an, daß die Störung sich rasch nordostwärts verlagert und damit wieder Witterungsbesserung bei uns eintreten wird.

Aussichten für Mittwoch: Wieder häufig aufheiternd und nur noch vereinzeltes Auftreten kurzer Niederschläge, bei lebhaften zunächst noch süd­westlichen Winden wieder etwas wärmer.

Lufttemperaturen am 17. Juni: mittags 19,6 Grad Celsius, abends 13,3 Grad; am 18. Juni: morgens 11,7 Grad. Maximum 20,6 Grad, Minimum 7,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. Juni: abends 17,7 Grad; am 18. Juni: morgens 14,5 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 7,5 Stun- den. Niederschläge 1,1 mm._____________ _

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Ver­antwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 35: 10151. Druck und Verlags Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei

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Damit hat Frankreich eine ungeheuer wichtige Ein­fuhrkontrolle nach Abessinien. Von Djibouti fuhren die Forscher auf der französischen Bahn nach Addis Abeba. Drei Tage braucht die Bahn, bis sie im afrikanischen Tempo von 20 Kilometer in der Stunde gefahren wird nur bei Tag Addis Abeba erreicht. Addis Abeba ist die von Kaiser M e n e l i k geründete Residenz, die vom Kai­ser H a i l e Selassie mit zielbewußtem Reform­willen umgestaltet wird. Der eigentliche Mittel­punkt derNeuen Blume" (Addia Abeba) ist das Gibbi (die Hofburg) Kaiser Meneliks. Daneben aber sind Prachtbauten entstanden, Bahnhöfe, modernste Anlagen, zum Teil auch von deutschen Archi­tekten erbaut. Natürlich mußten die Forscher gleich nach ihrer Ankunft die erforderlichen Forma­litäten beim Kaiser erledigen. Es war gerade die Feier des fünften Krönungstages des Kaisers, der mit großem Schaugepränge begangen wurde. Drei­mal wurden die Forscher vom Kaiser empfangen. Zusammen mit einem deutschen Pressevertreter und einem Vertreter der Ufa wurden sie auch zum H o f b a l l eingeladen. Würdig saßen der Kaiser und die Kaiserin während des ganzen Festes in schwarzseidenem Umhang über der weißen abessi­nischen Kleidung auf dem dreistufig erhöhten Throne. Der Kaiser kennt Europa, bekundete großes Interesse an den Arbeiten der Forscher und ge­währte ihnen jede Unterstützung. Vor allem er-, hielten sie einen kaiserlichen Paß und Empfehlungs­schreiben an die Provinz-Chefs, die ihnen das Land öffneten. Damit wohl ausgerüstet begaben sich die Forscher in das Innere des Landes.

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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heim­

gang unseres unverhofft von uns gerissenen lieben Ent­schlafenen

Lehrer i. R. Philipp Cuntz

sagen wir allen herzlichen Dank, vor allem Herrn Pfarrer Launhardt für seine trostreichen Worte.

Die trauernden Hinterbliebenen

Griiningen und Ober-Rosbach, den 17. Juni 1935

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