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Aus aller Welt

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Für 4 Personen.

Gedämpfte Nieren.

betrag zur Verfügung gestellt.

Zur weiteren Durchführung der Unterstützungs- öftion hat der Gauleiter in Gemeinschaft mit dem

Neues japanisches Vorgehen in China.

Wichtige Teiegraphenlinien und Funkstationen von japanischem Militär beseht.

aftion hat der Gauleiter _ , , ,

Gauamtsleiter der NSD. Uebelför mit den Worten

Präsident Schwede (Coburg), Inhaber des Ehren­bandes der DL., und Oberturnwart der DT. Ste- d i n g teil. Gauleiter Schwede (Coburg) führte da­bei aus, in der DL. fei feit Jahrzehnten ein guter Geist gepflegt worden. Es gelte, ihn zu immer neuer Blüte zu bringen, dann werde auch die Or­ganisationsform der DL. die Anerkennung finden,

3/4 Pfund Schweinenieren, 2-3 Eßlöffel Fell, 1 Zwiebel, 1 Würfel Maggis Äralensoße, 1 Eßlöffel Mehl, V2 Liter Wasser. Die feingefchnittene Zwiebel im Fett goldgelb dünsten, die gewässerten und Nein- geschnittenen Nieren dazugeben und ziemlich garschmoren. Den Würfel Maggi ö Bratensoße fein zerdrücken, mit dem Mehl zu den Nieren geben, kräftig durch- üünstem dann M LM MMtLü, All LMMreo und WJia MlMkll.

ihr gebührt.

Abschluß der Marinepokal-Segelwettfahrl In Kiel. Preisverkeilung durch Admiral Dr. h. c. Raede r.

fine große fjilfe für jede Küche

MAGGI5 Bratensolle

OieNation Hilst den Opfern vonReinsdors

Ein Hilfsausschuß gebildet.

Italiens Abessinien-Politik.

Mussolinis angebliche Beweggründe: Wiedergutmachung des Versailler Unrechts.

Paris, 17. Juni. (DNB.) Der römische Bericht­erstatter der WirtschaftszeitschristAgence Econo- mique et Financiöre" will von einer hochgestellten faschistischen Persönlichkeit folgendes über die italienische Grundauffassung über die Abessinien-Politik erfahren haben:

Bei der Verteilung der deutschen Ko­lonialbeute am Ende des Krieges hätten die zweitklassigen italienischen Diplomaten in Versail­les die Erfüllung des Versprechens von 1915 nicht erreichen können. Man habe die Aufmerksamkeit der Italiener von den Kolonien auf die 2Ibr ta = frage, auf Fiume und Triest abgelenkt. Jetzt habe Mussolini mit seinem Plan in Abessi­nien den seiner Zeit begangenen Irrtum be­richtigen wollen. Er wolle Abbesslnien und halte das in Anbetracht des im Kriege ver­gossenen italienischen Blutes für sein Recht und betrachte es als eine Wiedergutmachung des Italien in Versailles zugefugten Unrechts. Aber England, das noch mit den gleichen Diplo­maten wie früher zu tun zu haben glaube schaffe einen neuen Anlaß, um Italiens Aufmerksamkeit von Ostafrika abzulenken. London erkläre, daß Ita­lien dieWachtamBrenner übernehmen müsse, wenn die bereits bedrohte europäische Ztmlisatton nicht schweren Schaden erleiden solle Mussolmt aber habe das Spiel durchschaut. Er sei der Ansicht, daß die Brenner-Frage nicht a nd e r s liege als seinerzeit die Adria-Frage, dazu bestimmt,

THufben, 17. Juni. (DNB.) Das japanische Oberkommando hat in der Nacht auf Sonntag die Tetegraphenlinie Schanhaikwan Tientsin militärisch beseht. Sämtliche Telephonämter an dieser Linie stehen unter japa- nischer Mlitäraufsicht. Das japanische Oberkom­mando hat außerdem zahlreiche Funk- stationen beseht und überwacht den ganzen Funkverkehr zwischen Nordchina und Nanking.

Die japanische Presse berichtet, daß mit Geneh­migung des japanischen Kriegsministeriums zahl­reiche Flugzeuge nach Kalgan entsandt sind, wo die japanische Militärmission Verhandlun­gen mit den chinesischen Ortsbehörden über die Teilräumung der Provinz Tschachar führt. Diese Maßnahmen sollen erfolgt sein, um Zusammenstöße zwischen japanischen und chinesi­schen Truppen zu vermeiden. Der er sie Trans­port der japanischen Truppen wird am Montag in der p r o v i n z T s ch a ch a r und zwar in dem Teil, in dem sich bis jetzt noch chinesisches Militär befand, einmarschieren.

Wei chmesischeKreuzer entflohen

London, 18. Juni. (DNB. Funkspruch.) Zwei chinesischekreuzer sind einer Meldung aus Hongkong zusolge auf geheime An­weisungen von Nanking bei Nacht und Nebel aus Kanton entflohen. Die Schiffe waren seinerzeit von der Nanking-Regierung de­sertiert und zu den Kantonesen übergegangen. Sie wurden von den Forts bei Kanton unter Feuer genommen. Sie entkamen mit leichten Be­schädigungen nach Tscheungtschau, einer Jnfel bei Hongkong. Sie wollen in die britischen Ge­wässer ein fahren. Falls sie ihre Absicht ver­wirklichen, würden heikle Fragen des tn- ternationalen Rechts aufgeworfen fern.

England toi« einen Sonderbeobachter.

London, 17. Juni. (DNB.) Im Unter­haus fragte ein Abgeordneter die Regierung nach der Lage in China. Außenminister Hoare antwortete, seit einigen Monaten seien m der wirtschafttichen Lage Chinas offenkundige Schwie­rigkeiten eingetreten, die durch das kürzliche An­ziehen des Silberpreises eine weitere erfahren hätten. Es fei bekannt, daß die britische

Zweite Reichstheaterfestwoche in Hamburg.

Oietrich-Eckart-Aufführung im Staatlichen Schauspielhaus.

Italien über die wahren Absichten zu täuschen. Daher habe Mussolini in seiner Senatsrede erklärt, daß die österreichische Frage eine europäische ei. Das bedeute nicht, daß Italien nicht mehr be­reit sei, die Unabhängigkeit Oesterreichs zu gewähr­leisten, im Gegenteil. Es bedeute aber außerdem, daß Italien neben der österreichischen Unabhängig­keit andere Belange habe und daß es vor allem um keinen Preis die abessinische Frage ver­nachlässigen werden.

Flämische Frontkämpfer gegen die belgische Mlitärpolitik.

Brüssel, 17. Juni. (DNB.) Am Sonntag fand in T h i e l t (Westflandern) eine Tagung des Flämischen F r o n t k ä m p f e r v e r b a n d e s tatt, an Der etwa 7000 Frontsoldaten aus der Provinz Westflandern teilnahmen. Im Gegensatz zu der hauptsächlich in Brüssel und im wallonischen Teil Belgiens vervreiteten Kriegsteilnehmerorgani- atton Fraternelles, die sich durchaus chauvinistisch «tätigt, wandte sich die Fos (Abkürzung für den

Der erste Schauspielabend der zweiten Reichs- theaterfe st woche in Hamburg galt dem Glöckner des Dritten Reiches", dem treuen Freund und Mitstreiter des Führers aus den ersten Kampf­jahren der Bewegung, dem Dichter Dietrich Eckart. In Anwesenheit des Reichsministers Dr. Goeb­bels ging im Staatlichen Schauspielhaus Dietrich Eckarts deutsche HistorieHeinrich der h o h e n st a u f e" in Szene. Der Dichter stellt hier den Sohn Barbarossas, Heinrich VI., als eine Füh­rergestalt hin, die aus dem tiefsten Wesen des Deutschtums heraus die Einheit des Volkes und die Ueberwindung aller Stammeszwietracht zur Wirk­lichkeit werden läßt. Kaiser Heinrichs Versöhnung mit dem Sohn des großen Hohenstaufen-Gegners, Heinrich des Löwen, läßt die stolze Stunde der deutschen Einigkeit anbrechen, in der das Reich, innerlich gefestigt, allen äußeren Feinden Trotz bieten kann. Der tapfere Gegenspieler des Kaisers, Richard Löwenherz, muß sich einem Deutschland beugen, das durch den großen inneren Sieg über die eigene Zwietracht unüberwindlich geworden ist.

Die Festaufführung dieser Dichtung, die unschwer als ein Sinnbild unserer Zeit zu deuten ist, stand unter der szenischen Leitung Adolf Rotts, der den ideellen Schwung des Werkes unterstrich, aber auch die Zartheit und den Humor des Schauspiels zu ihrem Recht kommen ließ. In der Darstellung

Opfert für Reinsdorf einen Aufruf an die Bevölkerung von Halle-Merfeburg gerichtet, ihre Spenden auf das Sonderkonto Nr. 2646 bei der Stadtsparkasse Naumburg (Unglück Reinsdorf) zu überweisen. Es wird darauf hmgewiesen, daß auch weiterhin bei allen NSV. - Dienst­stellen Geld und Sachspenden unter ausdrück- lichem Hinweis auf den Verwendungszweck abge­geben werden können.

pg.Hans Goebbels übernimmt zehn patensHafien.

Wittenberg, 17.Juni (DNB.) Der Betriebs- führer der Provinzial-Feuerversicherungsanstalt der Rheinprovinz, Pg. Hans Goebbels, hat an

Landsmannschastertag in Coburg.

Reichssporlführer von Tschammer und Osten und Gauleiter Schwede (Loburg) bei den Landsmann- fchaftern.

Der 67. Coburger Landsmannschastertag erhielt durch das gleichzeitig stattfindende Deutsche Turner­fest seine eigene Prägung. Bei vielen Veranstal­tungen marschierten Turner und Landsmannschafter gemeinsam und verkörperten so das gleiche Streben der beiden wehrhaften Verbände. Sie wurden auch von Oberbürgermeister Dr. Schmidt und Reichs­statthalter Ritter von Epp gemeinsam be­grüßt.

Wie seit 1923 ging dem Landsmannschastertag em Schulungslager der Erstchargierten und Ka­meradschaftsführer voraus. Es wurde von grenz- und auslanddeutschen Landsmannschaftern die Lage im Memelgebiet, Deutsch-Oesterreich und den ande­ren Grenzgebieten behandelt. Das zweite Haupt­gebiet, die Neuformung des landsmannschaftlichen Bundeslebens, war durch Stoßtrupparbeit einzel­ner Landsmannschaften vorbereitet worden. Im Rahmen des Schulungslagers sprachen Reichssport­führer von Tschammer und O st en über die Aufgaben der jungen Führerschaft, Reichsdietwart der DT. Pg. Münch über Dietarbeit, Professor Dr. Werner, der erste hessische Ministerpräsident nach dem Umbruch, über Grundwerte volksdeutscher Weltanschauung, wobei die Judenfrage besonders berücksichtigt mürbe; stellv. Senatspräsident der Stadt Danzig, Huth, über das deutsche Danzig, wobei er ein leidenschaftliches Bekenntnis zum Waffenstudententum ablegte. Im Schlußwort stellte der Schulungsleiter Pg. T r e n k t r o g es als Auf­gabe des Akademikers hin, das Leben des Volkes in die Hochschule, das der Hochschule ins Volk zu tragen.

Auf dem Landsmannschastertag erklärte der Führer der DL., Stadtschulrat von Berlin, Dr. Meins Hausen, die DL. habe nur dann Da­seinsberechtigung, wenn ihre geistige Grundlage mit der Idee Adolf Hitlers übereinstimme. Die Treue zum Bundesbruder ist uns heilig, aber über ihr steht die Treue zum Führer. Für die DL. gibt es daher in der Juden- und Freimaurerfrage keine Kompromisse. Wir wünschen Zusammenarbeit mit dem NSDStB. und hoffen, daß trotz mancher Ge­genströmung dessen Abkommen mit der GStV. bald zu praktischer Gemeinschaftsarbeit wird. Wenn wir nicht wüßten, daß der Führer Lebensmöglich­keiten für das Korporationsstudententum wünscht, würden wir selbst abtreten, ohne dazu aufgefordert zu sein. Der Führer der DL. gedachte der im Laufe des Jahres verstorbenen Landsmannschafter, u. a. des Führers der SA. Gruppe Thüringen, Mini­sterialdirektors a. D. Dr. Zunkel, sowie des un­vergeßlichen Hans S ch e m m, der noch im vorigen Jahre die landsmannschaftliche Arbeit gefördert hat. Er stellte weiterhin mit Stolz fest, daß Lands­mannschafter im Saargebiet, in Danzig. Memel und an anderen Stellen in vorderster Front stehen, und gab der Begeisterung Ausdruck für die auch nom Korporationsstudententum ersehnte Wieder- Wehrhaftmachung Deutschlands.

Am Kommers nahmen Reichssportführer von T s ch a m m er und Osten, Gauleiter und Ober-

Regierung die Entwicklung mit Interesse verfolge, und sie habe jetzt veranlaßt, daß der wirtschaftliche «Berater der britischen Regierung, Sir Fre- eith-Roß, sich so bald wie möglich nach China begebe, um die britische Regierung über die Lage zu unterrichten. Trotz der Finanzkrise sei die politische Lage in den letzten Monaten nicht ungünstig gewesen. In Nordchina habe in den letzten zwei Wochen allerdings eine beunru­higende Entwicklung Platz gegriffen. In gewissen Einzelheiten widersprächen sich die Berichte, und die Lage sei schnellen Aenderungen ausgesetzt. Hoare teilte schließlich mit, daß er durch Vermittlung der britischen diplomatischen Vertreter in Tokio und Nanking mit der japanischen und der chinesi­schen Regierung in Verbindung stehe, und daß der Meinungsaustausch zur Zeit noch an­dauere.

flämischen Frontkämpferoerband) auch in ihrer Thielter Tagung gegendie Ueberspannung des Militarismus. Die verschiedenen Redner äußerten sich scharf über die Mlitärpolitik des Kriegsministers D e v eze und forderten die Kün­digung des französisch - belgischen Militärabkommens, desBlutabkommens", das Belgien in eine Bündnispolitik Frankreichs hineinziehen könne. Die Flamen hätten im Kriege für ein freies Belgien gekämpft, sie seien aber irre­geführt worden; denn das heutige Belgien sei ein Vasall" Frankreichs. Die flämischen Frontkämpfer wollten Frieden und Abrüstung.

Ein katholischer Propst in Polen verhastet.

Warschau, 18.Juni. In Nowy Troki bei Wilna wurde der katholische Propst M a I i c f i verhaftet, da die Staatsanwaltschaft in einer öffentlichen Rede, die Malicki nach dem Tode des Marschalls P i l s u d s k i gehalten hatte, eine B e - leibigung der Gefühle des polnischen Volkes erblickte.

sah man ein abgerundetes Zusammenspiel, in dem auch die kleinste Rolle voll zur Geltung kam. Aus­gezeichnete Leistungen boten Richard haeußler als Kaiser, Gustav Knuth als Richard Löwen- Herz, Werner Hinz als Hartwig, Helmut heusch als Herzog von Braunschweig und Willi Favart als Probst Konrad. Die Aufführung sand starken Beifall, an dem sich auch Reichsminister Dr. Goeb­bels sehr lebhaft beteiligte.

Der hamburgische Senat hat aus Anlaß der zweiten Reichstheaterfestwoche einen Faksimile­druck des Stammbuches von Friedrich Ludwig Schröder, des berühmten Direktors des Hamburger Theaters Ende des 18. Jahrhun­derts, Herstellen und den in Hamburg zur zweiten Reichstheaterfestwoche weilenden Ehrengästen über­reichen lassen. Das künstlerisch ausgeführte Büch­lein gibt den wesentlichen Inhalt des Schröderschen Stammbuches wieder. 1780 beendete Schröder seine erste ruhmreiche Direktion des Hamburger Theaters und begab sich auf eine Kunstreise durch Deutsch­land. Dieser Reise entstammen die ersten Eintra­gungen seines Stammbuches, das Schröder nach damals noch allgemein üblicher Sitte bei sich trug. Die Größten der Zeit wetteiferten, ihre Perehrung und Bewunderung für den genialen Künstler und großen Menschen in dessen Stammbuch niederzu- legen.

seinen Bruder, den Reichsminister Dr. Goebbels, folgendes Telegramm gesandt:

Als Betriebsführer der Provinzial-Feuer- versicherungsanstalt der Rheinpro­vinz übernehme ich die Ehrenpatenschaft über zehn kleine Kinder aus den durch die furchtbare Katastrophe in Reinsdorf in Not geratenen Familien. Zur Linderung der Not wird jedem dieser Kinder eine Ausbildungs - bzw. Aussteuerversicherung in höhe von 10 0 0 Mark übereignet. Dieser Betrag wird im Einvernehmen mit dem Vormund in der Zeit vom 14. bis 25. Lebensjahre zur Auszahlung kommen. Ich bitte, zehn von diesen armen Kleinen in meine Fürsorge zu geben. Ich würde mich freuen, wenn viele Versicherungsunternehmungen diesem Beispiel Folge leisten würden, heil unserem Führer! Dein treuer Bruder Hans."

Kreisleiter heidenreich in Wittenberg wird gemäß der Aufforderung des Ministers sofort zehn Kinder auswählen.

Eine Spende ans Amerika.

Berlin, 17. Juni. (DNB.) Das Central Relief C o m i tte e New Port hat an den Bürgermeister in Reinsdorf folgendes Telegramm gerichtet:

Unser Komitee, erschüttert von der Katastrophe, möchte 100 betroffene Familien durch Sie mit Lebensmitteln versorgen. Unser Lager bei Bachmann-Bremen ist angewiesen, 100 Nahrungsmittelkisten zu Ihrer Verfügung zu halten. Bachmann erwartet Ihre Dispositionen."

Das Reinsdorfer Unglück hat die Anteilnahme der ganzen Welt wachgerufen. Eine Spende wie die des Central Relief Comittee in New Port wird nicht nur von den vom Unglück Betroffenen, son­dern vom ganzen deutschen Volke mit auf­richtigem Dank in Empfang genommen.

Weitere Tote erkannt.

Wittenberg, 17. Juni. (DNB.) Im Laufe des Montag konnten wiederum fünf Tote er» f a n n t werden, und zwar handelt es sich um Hel­mut Schaumburg aus Wittenberg, Emil Kramer aus Wittenberg, Karl Best aus Coswig, Frau Thieme aus Wittenberg, Emil Müller aus Schkölen, Kreis Weißenfels. Damit sind 44 Opfer erkannt.

Weitere Beileidsbezeugungen.

Berlin, 17. Juni. (DNB.) Der sowjet- russische B o t s ch a f t e r hat beim Reichsaußen­minister Freiherrn von Neurath vorgesprochen und ihm sein und seiner Regierung Beileid anläß­lich des Explosionsunglücks in Reinsdorf ausge­sprochen.

Der Apostolische Nuntius hat bei einem Besuch im Auswärtigen Amt am Samstag auch das Beileid des hl. Stuhles aus demselben Anlaß zum Ausdruck gebracht.

Der Reichsminister hat beijben Diplomaten den Dank ausgesprochen.

Als Abschluß der Er st en Internationalen Marinepokal-Segelwettfahrt sand in Kiel die Preisoerteilung durch den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Admiral Dr. h. c. Raeder statt. Dieser ersten Segelwettfahrt zwischen Marineoffi­zieren von fünf Nationen, so erklärte er, liege der Gedanke zu Grunde, die Kameradschaft zu stärken. Sie werden verstehen", so fuhr Admiral R a e d e r fort,daß ich stolz darauf bin, daß der Pokal von der deutschen Mannschaft gewonnen wurde. Aller­dings waren wir als Gastgeber in diesem Falle im Vorteil, weil wir gewissermaßen das Gelände kann­ten. Ich habe mich aber selbst am ersten Tage davon überzeugt und mir berichten lassen, daß an allen Tagen alle Boote hervorragend gesegelt worden sind.

Der Admiral nahm dann die Preisvertei­lung vor. Der Hindenburg-Gedächtnispokalwander­preis des Führers ist an Deutschland gefallen. 1. Punktpreis: Preis des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine an Schweden; 2. Punktpreis: Preis der deutschen Flotte an Deutschland; 3. Punkt­preis: Preis des Marine-Regattavereins an Dänemark; 1. Steuermannspreis an Polen; 2. Steuermannspreis an Holland. Anschließend dankte der älteste Offizier der ausländischen Segler, der dänische Orlogskapitän Westermann im Na­men seiner Kameraden für die Gastfreundschaft, die Kameradschaft und für alles, was die ausländischen Segler in den Tagen ihres Kieler Aufenthaltes er­lebten. Zum Schluß brachte Admiral Dr. h. c. Raeder ein dreifaches Hurra auf die Landes­oberhäupter aus.

Am zweiten Tage der Kieler Woche fiel die erste wichtige Entscheidung. Im Rennen der 6-Meter-Klasse siegte zum zweiten Male das nor­wegische BootWhite Lady" (Eigner: h. A. h a r t- n e r) und errang damit ein Jahresanrecht auf den Reichskanzlerpreis.

Graf Zeppelin" unterwegs.

Wie die Deutsche Seewarte mitteilt, standGraf Zeppelin" am Montag um 9 Uhr (MEZ.) auf der höhe von Cap Blanco an der Küste von Ma­rokko.

Empfindliche Zuchthausstrafen für zwei Helfer Otto Strassers.

Dem Antrag des Reichsanwaltes entsprechend verurteilte der Volksgerichtshof in Berlin den 34- jährigen Otto Gießler aus Oelsnitz hn Vogt- lande, einen besonders aktiven Anhänger der Schwarzen Front Otto Strassers, wegen Vorbereitung zum Hochverrat, zum Teil begangen im 'Auslands, zu acht Jahren Zucht-

Wittenberg, 17. Juni. (DNB.) Aus allen Teilen des Reiches find in tiefer Verbundenheit mit den Hinterbliebenen der Opfer des Un­glücks von Reinsdorf reichliche Spenden eingegangen. In jeder Weife wird versucht, das Los der vom Schicksal so hart Betroffenen zu er­leichtern. Und ist der Verlust des Lebensgefährten, des Ernährers oder des Sohnes auch nicht zu er­setzen, so tut doch die Liebe wohl, die das ganze Volk den Brüdern und Schwestern in Reinsdorf zuteil werden läßt.

Mit Einwilligung des Gauleiters und des Re­gierungspräsidenten ist ein Hilfsausschuß ge­bildet worden, dem der Kreisleiter heidenreich (Wittenberg), Landesrat Holz, Oberbürgermeister Dr. Rasch, Kreisamtsleiter der NSV. Home- mann, der Vorsitzende des Vertrauensrates der Wasaa Obersturmführer Gurte angehören. Dieser Ausschuß wird am Mittwoch über die endgültige Verteilung der eingegangenen Spenden beschließen, hierbei werden selbstverständlich die Familien, in denen minderjährige Kinder den Vater verloren haben, besonders berücksichtigt werden. Die Schwer­verletzten, die für dauernd erwerbsunfähig bleiben sollten, werden den Angehörigen der bei dem Un­glück ums Loben gekommenen gleichgestellt.

Bereits jetzt schon hat der Regierungspräsident aus den vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler gespendeten 100 000-Mark-Fonds den Hinterbliebenen eine vorläufige Unterstützung ausgehändigt als Vorschuß auf den endgültig feft- zusetzenden Betrag. Hinterbliebene mit Kindern er­hielten 1000 Mark, ohne Kinder 500 Mark. In den Fällen, in denen der Sohn der Ernährer der Eltern war oder der Tod die Mutter von den Kindern riß, wurden 500 Mark zur Verfügung gestellt. Auch der Kreisleiter hat von den ihm zur Verfügung stehenden Fonds sämtlichen Hinterbliebenen 250 Mark, den Verletzten im Paul-Gerhard-Stift je 150 Mark und den Leichtverletzten 50 Mark über­bracht. Diese Unterstützungsbeiträge wurden den Volksgenossen mit einem vom Kreisleiter und vom Landrat unterzeichneten Schreibenim Namen des Führers und des deutschen Volkes" von den Beauftragten der Partei übergeben. Auch Gauleiter Staatsrat Jordan hat einen namhaften Geld-