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bloßen Gewerkschaften herabgesunken waren. Wenn man aber dem Künstler mit einer stark ausgepräg­ten Individualität die Möglichkeit gibt, sich organi­satorisch auszuleben, dann wird man meistens nur sehr üble Erfahrungen machen. Wenn ein Stand, dann hat der Stand der schaffenden Künstler eine starke und leitende Hand notwendig. Man darf ihn in Fragen, von denen er nichts versteht, nicht sich selbst überlassen. (Beifall.)

Deswegen haben wir die widerstrebenden Ele­mente unter ein Kommando zu bringen ver­sucht, nicht, um ihnen in ihr künstlerisches Schaffen hineinzureden, sondern um ihnen jene organisatorische Grundlage zu geben, von der aus sie sich in möglichst konzentrierter Form der Oeffentlichkeit zur Schau stellen konnten.

Denn der Kredit des deutschen Künstlertumes war m den damaligen Monaten bis zu einem letzten kleinen Rest aufgebraucht. Er bedurfte der Zu­nahme des politischen Kredits, um überhaupt wie­der öffentlich kreditfähig zu werden. Es blieb des­halb auch nicht die Möglichkeit, uns mit bloßen Theoremen zu beschäftigen. Denn die Probleme brannten uns unter den Fingernägeln. Wir muß­ten handeln; große Dinge standen vor dem Ruin. Die künstlerischen Existenzen gingen zugrunde, die Ensembles liefen auseinander. Der Spielplan war verwüstet. Wir durften nicht nur theoretisch nach dem Besten ausschauen, das als Taube auf dem Dache faß, sondern wir mußten das Gute nehmen, das uns als Sperling in die Hand flog. Das haben wir getan.

Es ist uns vielfach der Dorwurf gemacht worden, daß wir die deutsche Kunst zu einer bloßen Pro- paganda-Angeleaenheit herabwürdigten.Herab­würdigten", wieso? Ist die Propaganda eine Sache, zu der man etwas anderes herabwürdigen konnte? Äst die Propaganda, wie wir sie verstehen, nicht auch eine Art von K u n st, und hat diese Art von Kunst nicht etwa dem deutschen Volke in den vergangenen 15 Jahren sehr große Dienste getan? Ist die nationalsozialistische Bewegung viel­leicht mehr durch die Ideologen oder durch die Propagandisten an die Macht gekommen? Eine richtige Idee wird sich immer nur durchsetzen, wenn in ihren Dienst gestellt werden: Richtige Mittel der Macht. Und Macht konnten wir auf keine andere Weise erwerben, als durch Eroberung des Volkes. Das Volk wurde dabei nicht allein er­obert durch die Ideen, sondern auch durch die Methoden, mit denen die Ideen vorgetragen wur­den. Was wäre diese Bewegung ohne die Propa­ganda gewesen? Und wohin geriete unser Staats wenn nicht eine wirklich schöpferische Propaganda ihm heute noch das geistige Gesicht gäbe? Ist die Kunst nicht auch eine Ausdrucksform dieser schöpfe­rischen Gestaltungskraft? Hieße es die Kunst her- abwürdiaen, wenn man sie in eine Linie stellte mit jener edlen Kunst der Volkspsychologie, die in vor­derster Linie das Reich vom Abgrund zurückriß?

Mit Theoremen allein kann man in solchen Notzeiten einem Volke nicht helfen, man muh ihm praktische Möglichkeiten geben, ein neues Leben anzufangen. Das haben wir getan. Wie viel uns noch zu tun übrig bleibt, das wissen wir am besten, die wir Tag für Tag an der Lösung dieser Aufgaben arbeiten.

Es ist bei dieser Jahresversammlung der Reichs­theaterkammer meine Pflicht, auf einige Schäden aufmerksam zu machen, die sich im vergangenen Spieljahr innerhalb des deutschen Theaterwesens gezeigt haben. Uns alle bewegt die Sorge um den Spielplan. Ich weiß, wie schwer es ist für einen Theaterleiter, einen Spielplan zusammen­zustellen, der den modernen Erfordernissen genügt. Ich muß aber betonen, daß der Spielplan der ver­gangenen Saison zu ausdruckslos gewesen ist. Der Pendel ist zu stark nach der anderen Seite geschlagen. So wenig es genügen konnte, daß im ersten Jahre unserer Revolution nun jeder deutsche Theaterleiter nur im Nationalsozialismus machte, so wenig kann es anderseits gebilligt werden, daß heute Theaterleiter vielfach den Versuch unternehmen, vom Nationalsozialismus überhaupt nicht zu reden.

Ls ist nicht an dem, dah die Ideale unserer Zeit künstlerisch nicht gestaltungsfähig wären. Sie verlangen nur künstlerische Kräfte, die groh genug find, sie zu gestalten. (Stürmischer, lang- anhaltender Beifall!)

Wenn eine Idee die Kraft besitzt, ein 66-Millionen- Bolt auf das tiefste aufzuwühlen, dann ist sie an sich voll g e st a l t e r i s ch e r Vitalität. Sie muß dann aber auch G e st a l t e r finden, die die Kraft haben, diese Vitalität zu formen. Es genügt deshalb nicht, daß der Spielplan sich vom Negativen fernhält, um aber auch ebenso pein­lich das Positive zu meiden. Es genügt nicht, ein ausdrucksloses Repertoire aufzustellen, das aus der Vergangenheit jene alten Schwarten hevorfucht, die zwar nicht direkt gegen den Nationalsozialismus geschrieben wurden, die aber auf der anderen Seite auch nichts von dem Geist unserer Zeit in sich tragen. Es reicht auch nicht aus, wenn man diesen alten Schwarten von anno dazumal ein paar nationalsozialistische Infektionen eingibt. Nur Klassiker und auf der anderen Seite nur naive Harmlosigkeiten, das ist für unsere Zeit zu wenig. Etwas muß schon hinzukommen.

Es ist auch nicht rechtens, in der Not um das zu spielende Stück sich nun in zu starkem Umfange auf das Ausland zu werfen. Gewiß, wir sind groß­zügig in diesen Dingen. Wir schöpfen jede Fünft- lerstche Kraft. Wir haben Achtung vor der Leistung, ob sie dem französischen oder dem englischen oder dem italienischen Volk entspringt. Manchmal aber hat es bei der Uebersicht über manche Spielpläne den Anschein, als gebe es in Deuts ch l and überhaupt keine Dichter, und als hätte es bei uns überhaupt keine Dichter gegeben, als mühten beispielsweise Gesellschaftsstücke nur von Franzosen oder Engländern geschrieben werden. Diese Kalami­tät hat sich vor allem im Spielplan der Reichs- Hauptstadt bemerkbar gemacht. Die Provinz hat die Stücke gefunden, und es wäre doch allzu jämmerlich, der Reichshauptstadt das Zeug­nis ausstellen zu müssen, daß sie von der Provinz belehrt werden müsse, wo Stücke zu finden seien. Man muß dann auch einmal den Mut zum Ex­periment haben. Ein Bühnenleiter muß etwas wagen!

Ls ist zu wenig für die künstlerische Kraft eines Bühnenleiters, für eine Saison ein Serienstück zu finden und dieses Serienstück dann lediglich 300 oder 400 Mal aufzuführen, vor allem de­moralisiert das Serienstück den Schauspieler, weil es dem Schauspieler keine künstlerische Möglichkeit gibt. Ls wird ein Schauspieler am Lnde dabei verblöden, wenn er 300 Mal ein und dieselbe Rolle spielen muh. Das Serien- . stück zerstört auf die Dauer die küustlerijche

Moral. Ls läht keine Vergleichsmöglichkeit zu. Es ist kein Risiko mehr da. Man beurteilt das Bühnenleben nur nach dem Gesichtspunkt der Kasse. Die Kasse wird voll, und die Herzen wer­den leer. Die Bühne aber wird am Ende dann nur beherrscht von ein paar Bühnendiktatoren, die die Virtuosität besitzen, ein Serienstück zu schreiben.

Das gleiche Problem ist die Frage: Star oder Ensemble? Es ist für einen Bühnenleiter so einfach, sich einen Star zu engagieren. Man weiß bann, dieser Star macht die Kasse o o l l, die anderen Schauspieler sind nur dritte oder vierte Garnitur und haben nur die Aufgabe, dem Star die Stichworte zu feinen Pointen zu geben. Dieser St ar unfug ist nicht etwa beseitigt, sondern er grassiert heute noch. Ich halte den Bühnenleiter nicht für einen echten Künstler, der am Anfang der Spielzeit nur Ausschau hält nach einem S e - rienstück, und nach einem Star. Besitze ich Serie und Star, dann kann ich getrost in den Winterschlaf gehen. Ein E n s e rn b l e zu er­ziehen, erfordert Zeit, Geduld und Liebe zur Sache, aber am Ende wird auch der große Künstler sich im Ensemble am wohlsten fühlen, denn auch er ver­gibt sich nichts, wenn er als dienendes Glied in einem künstlerischen Kollektiv mitspielt, im Gegenteil, auch er kann noch etwas dabei lernen. Und ist er wirklich ein größer Künst­ler, dann wird er die Kraft besitzen, sich sehr bald unter den Gleichen zum Ersten emporzuarbeiten.

Ich komme nun zur Grundfrage des fünft- lerischen Lebens in Deutschland über­haupt:

Wie stehl der Nationalsozialismus zur Kunst und wie stehl die Kunst zum Nationalsozia- lismus?

Es wird hier und da der Standpunkt vertreten, daß der Nationalsozialismus eine politische Lehre sei und sich deshalb ausschließlich mit Politik be­schäftigen müsse. Die Kunst gehöre dem Künstler, die Wirtschaft dem Wirtschaftler, die Börse gehöre dem Bankier, die Landwirtschaft dem Landwirt, der Kleinhandel dem Kleinhändler, das Handwerk dem Handwerker. Das würde auf die Dauer eine vollkommene Auflösung unseres öf­fentlichen Lebens nach sich ziehen. (Stürm. Zustimmung.)

Der Nationalsozialismus ist nicht nur eine po­litische Lehre. Er ist eine totale und umfassende Gesamtschau aller öffentlichen Dinge. Er muß deshalb die selbstverständliche Grundlage unse­res gesamten Lebens werden.

(Langanhaltende Beifallskundgebungen.)

Würde man die Wirtschaft ausschließlich zur Sache des Wirtschaftlers machen, die Kunst zur Sache des Künstlers und das Handwerk zur Sache der Hand­werker, so würde man am Ende das ganze Staatsleben auflösen. Wir besitzen nicht den Ehrgeiz, dem Dirigenten oorzuschreiben, wie er eine Partitur zu dirigieren hat, aber was d e m Geist unserer Zeit entspricht, darüber behalten wir uns das souveräne Vorrecht vor, zu bestimmen. Die Politik macht die Technik der Dinge, aber sie gibt den Dingen ihren Kurs, sie kontrolliert ihren Einsatz und überwacht die Durchführung dieses Einsatzes. Was der Na­tionalsozialismus beseitigt und was er fördert, das ist seine Sache. Da er aber heute eine so unge­heure Machtfülle besitzt, deshalb ist er sich immerdar der ungeheuren Verantwor­tung bewußt, die er dabei trägt. Die Kon­trolle, die über uns ausgeübt wird, ruht i m eigenen Gewissen.

Deshalb treten wir mit einer ehrwürdigen Scheu an die großen Dinge des Lebens heran, denen wir dem künstlerischen Dasein unseres Volkes nicht von Amtswegen, mit muffiger und verstaubter Bürokratie, sondern deshalb, weil es uns heilige, leidenschaftliche und ernste Her­zensangelegenheit ist.

Denn es gibt auf der Erde nichts Erhabene- res als zu sehen, wie unter den Sterblichen die unsterbliche Gottheit in der Kun st Gestalt ge­winnt.

Immer wieder wurde die Rede des Ministers von stärksten Zustimmungskundgebungen unterbro­chen, und als Dr. Goebbels geendet hatte, setzte minutenlanger Beifall ein. Das Orchester spielte sodann dieLeonoren-Ouverture Nr. 3" von Beet­hoven.

Mit dem Gesang der Lieder der Nation fand die Kundgebung der Reichstheaterkammer ihren Ab­schluß.

Reichsminister Dr. Goebbels verließ unter dem begeisterten Jubel der Versammlung und der auf der Straße harrenden zahllosen Volksgenossen die Musikhalle.

Gauleiter Sprenger über das Berufsbeamtentum.

LPD. D a r m st a d t, 17. Juni. In einer Kund­gebung der Beamtenschaft von Darmstadt und Um­gebung sprach Gauleiter Sprenger, der mit lebhaften Heilrufen und Händeklatschen empfangen wurde. Der Gauleiter kennzeichnete

die Beamten als Sachwalter und erste Diener des Staates.

Er streifte bann bie Entartungserscheinungen einer überwunbenen Systemzeit, in ber bie Derbunden- heit mit bem Volke fehlte. Nach ber Machtüber­nahme war eine ungeheure Umstellung im Verwal­tungsapparat nötig, getreu bem Grundsatz, ben ber Führer inMein Kampf" schon vertreten habe, baß nämlich ber Staat nicht ein Zweck, son - bern immer nur ein Mittel fei. Der Gauleiter befaßte sich bann ausführlich mit ber Säuberung ber Verwaltung unb vertrat ben Stand- punkt, baß eine gewisse Duldsamkeit, bie manchen Parteigenossen vielleicht nicht gefallen habe, nötig gewesen sei. Darüber bürfe aber nicht vergessen werben, daß der Kern des Aufbaues nur die NSDAP, fei unb in Auswirkung ber Reini- gungsgesetzgebung einmal ber Grunbfatz befolgt werben müsse, baß Beamter nur berjenige werden könne, der Nationalsozialist sei.

Jeder Beamte sei durch seinen besonderen Treu­

eid verpflichtet, nationalsozialistisch zu denken und zu handeln.

Der Gauleiter erläuterte dann so manche treffen­den Einzelheiten aus der' praktischen Arbeit her­aus, die in tätiger Kameradschaft zu lösen und bei denen auch das Vorbild von oben nach unten zu geben sei. Er besprach weiter das neue Reichsbeamtengesetz, das in nächster Zeit Gesetz werde.

Niemand werde dann Beamter werden können, der nicht durch die Auslese von HI., SA., Ar­beitsdienst und Wehrmacht gegangen sei.

Die Besoldungsfrage müsse solange ruhen, bis für alle Volksgenossen Arbeit und Brot gefunden sei und die Lebenshaltung aller dann gehoben werden könne. Schließlich erörterte der Gauleiter noch die Organisation der Beamten und erläuterte den Un­terschied zwischen Partei- und Beamtenorganisa­tion. Mit grundlegenden Ausführungen über die Auswirkungen von Staat und Volkstum schloß der Redner mit der Feststellung, daß wir a m Anfang eines neuen Staatsbegriffes und eines ganz neuen Beamtentums stehen. Die Beamten sollten sich immer ihrer be­sonderen Verpflichtung als Verwaltungssol­daten Adolf Hitlers bewußt fein!

Arbeitstagung der Handwerksführung.

LPD. Frankfurt a. M., 17. Juni. In ber Festhalle fanb am Montagnachmittag eine große Arbeitstagung statt, an ber bie Abteilungs­leiter unb die Leitung der Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk, die Gau- und Kreisbetriebgemeinschasts- roalter der RBG. Handwerk, die Landeshandwerks­meister, die Reichsinnungsmeister, die Kammerprä­sidenten und die Kreishandwerksmeister teilnahmen. Im Mittelpunkt dieser Tagung, an der u. a. als Ehrengäste auch der Reichskommissar für ben ge­werblichen Mittelstanb, Dr. W i e n b e ck, unb Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger teilnah­men, ftanb eine grundsätzliche Rebe bes Reichshand­werksmeisters.

Reichshandwerksmeister Schmidt wies eingangs auf die symbolische Bedeutung dieser erftmafig in einem solchen Ausmaß stattfindenden Arbeitstagung des gesamten deutschen Handwerks hin und ehrte dann Gauleiter Sprenger für seine Verdienste um das deutsche Handwerk durch Ueberreichung der silbernen Plakette und des Amtszeichens des deutschen Handwerks.

Sauleiter Sprenger

verband mit seinen Dankesworten gleichzeitig die Versicherung, daß die Stadt Frankfurt am Main sich der Wahl zur Stadt des deutschen Handwerks in jeder Beziehung würdig zu erweisen wisse und alles tun werde, um die künftigen Reichshandwer­kertage noch besser und schöner auszugeftalten.

Reichskominiffar Or. Wienbeck

schilderte bann bie Maßnahmen, bie man von Re­gierungsseite ergriffen habe, um bem Handwerk zu helfen, unb stellte babei gleichzeitig bie hohen Aus­gaben und Ziele heraus, die nunmehr von dem deutschen Handwerk tatkräftig und mit Umsicht zu bewältigen seien. Die Tätigkeit der Verordnun­gen unb Gesetzgehungen s e i abge­schlossen. Das H a n b w e r k sei in ben Sattel gesetzt worben unb müsse nun zeigen, baß es reiten könne. Dor allem gelte es für bas Hand­werk, den richtigen Ausgleich zu finden zwischen dem alten Handwerk und den neuen Formen, die die Produktion heute angenommen habe.

In seinen bann folgenden Ausführungen äußerte sich

Reichshandwerksmeister Schmidt u. a. zur Ab grenzungs frage zwischen Hanbwerk unb Inbustrie und erklärte sich bereit, hinsichtlich der besiehendea haudwertq

lichen Nebenbetriebe in Industrie und Handel in weitestem Umfange Ausnahmebe­willigungen zu gewähren. Es könne ihm aber nicht zugemutet werden, in der Abgrenzungsfrage in dem Augenblick eine Hauptaufgabe zu sehen, in dem die Wirtschaftslage des deutschen Volkes eine wirtschaftspolitische Aktivität zum Wohle der.Ge- samtheit notwendig mache. Der neue Staat habe die Organisation nach Zweckmäßigkeitsgründen ver­einfacht. So habe man heute an Stelle von 19 000 Freien und Zwangsinnungen, die nur 60 v. H. des Handwerks erfaßt hatten, nur noch 16 000 Innun­gen, die jedoch das Handwerk lOOprozentig umschlie­ßen würden.

Einen breiten Raum nahm in dem Rechenschafts­bericht die Aufgabenstellung der Reichsbetriebsge­meinschaft Handwerk ein. Eindeutig legte der Red- ner die Bedeutung des Handwerks für das soziale Leben des Volkes dar. Das Handwerk, so schloß Reichshandwerksmeister Schmidt, das schon so oft totgesagt worden ist, lebt und hat den Willen und die Kraft in sich, neben dem Bauern eine tragende Säule des Staates zu fein und zu bleiben.

Der Dank des Handwerks an den Führer.

LPD. Frankfurt a. BL, 17. Juul. Reichs­handwerksmeister Schmidt hat an den Führer folgendes Danktelegramm gefandt:

Wein Führer! Das in Frankfurt a. Bl. ver­sammelte Handwerk dankt für die Grüße und Wünsche, welche Sie dem Reichshandwer­kertag übermittelten. Ich melde den Abschluß der Organisationsarbeit auf der Grund­lage der natlonalsozialistifchen Gesetzgebung für das Handwerk. Einsatz- und tatberelt sieht dieses Handwerk einig und geschloffen hinter Ihnen, mein Führer. Es wird seinen Leistungswitlen und Gemein­schaftsgeist unter Beweis stellen, und es wie­derholt fein Ihnen gegebenes Treuegelöbnis.

Schmidt, Reichshandwerksmeister."

Glückwünsche für das Handwerk.

Frankfurt a. M., 17. Juni. (LPD.) Aus An- laß des Reichshandwerkertages 1935 gingen bei Reichshandwerksmeister Schmidt u. a. folgende Telegramme ein:

Den aus Anlaß des Reichshandwerkertages 1935 ifi Frantsiirt am Waiy versammelten deutschen

Handwerkern sende ich meine besten Wünsche für das Gedeihen handwerklicher Arbeit im natio­nalsozialistischen Reich. Rudolf Heß."

Am Reichshandwerkertag leider aus dienstlichen Gründen verhindert, wünsche ich Ihnen, sowie allen Ihren Mitarbeitern und allen dortigen Teilneh- mern heften Erfolg für bie im Zeichen bes Leistung)willen»s unb bes Gemein­schaftsgeistes bes beutschen Hanbwerks zu beroältigenbe Arbeit. Möge es bem beutschen Hand­werk in seiner sichtbaren Einsatzbereit­schaft für Führer unb Volk gelingen, an bem weiteren Wieberaufbau bes Dritten Reiches erfolg­reich mitzuwirken zum Segen bes beutschen Volkes. Das beutsche Hanbwerk blühe unb gebeihe.

Heil Hitler!

Staatssekretär unb Chef der Reichskanzlei Dr. Lämmer s."

Dem von Ihnen geführten geeinten Hanbwerk entbiete ich anläßlich seiner machtvollen Tagung meine unb bes gesamten Bauerntums herzliche Grüße unb Wünsche für einen erfolgreichen Verlauf Ihrer Arbeit. Bauerntum unb Hanb­werk als bewährt in Väter Brauch, Sitte unb Leistung, bauen Schulter an Schulter an unserem ewigen Deutschland.

Heil Hitler!

Walter D a r r d , Reichsbauernführer unb Reichsminister."

Frontsolbaten unb Kriegsopfer bes Gaues Weser-Ems senben ben Männern bes beut­schen Hanbwerks, besonbers ben im Kriege bewähr­ten Hanbwerksmeistern, ihre solbatischen Grüße.

Heil Hitler!

Hans Oberlindober, ReichsFriegsopferführer."

Giud-nien und Wehrpflicht.

Freiwillige Meldung derJahrgänge 1910/13 bis zum .30. Juni.

Berlin, 17. Iuni (DBB.) Reichsminisier Rust Hal folgenden Aufruf an die Deutsche Studentenschaft gerichtet:

Deutsche Studenten!

Der Herr Reichskriegsminister hat auf meine Bitte hin sich damit einverstanden erklärt, dah die Studenten der Geburtenjahrgange 1910 bis 1913 noch zum einjährigen Dienst in der Wehrmacht zugelaffen werden, wenn sie sich bis zum 3 0. Iuni dieses Jahres freiwillig melden. Damit wird ein drin­gender Wunsch der alleren Studenten, der immer wieder an mich herangetragen worden ist, erfüllt.

Ich sehe darin keine Bevorzugung des Akademikers vor den anderen gleichaltrigen Volks­genossen. Vielmehr bedeutet die vollständige Er­füllung des Wehrrechles die Einlösung der beson­deren Pflichten gegenüber der Volksgemeinschaft, die dem Studenten das Hochschulstudium mit feinen Erziehungs- und Bildungsmöglichkeiten aufetkgL

Studenten der Jahrgänge 1910 bis 1913! Blei- bet euch sofort zur bevorzugten Ein­stellung bei den zuständigen Wehrbezirks­kommandos.

heil Hitler! Rust

Reichsminisier für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung.

Neuer Gchriii der Memel- Garanien in Kowno.

London, 17. Iuni (DNB.) Oberstleutnant Bloore fragte am Wonlag im Anlerhaus den A u h e n m i n i st e r, ob er Willeilungen über die vollzogenen oder beabsichtigten Schrille machen könne, die England gemeinsam mit Frank­reich in ber Wemelangelegenhelt zu lun gedächte, um sicherzustellen, daß die litauische Regie­rung die deutschen Einwohner von Blemel gerecht behandele und in Bezug auf den Wemelländischen Landtag die verfassungsmäßigen Zustande wieder herstelle.

Außenminister Hoare antwortete, er hoffe in kürze in der Lage zu sein, dem britischen Gesandten in Riga Auftrag zur Weiter­gabe einer Witteitung an die litau­ische Regierung zu geben, und zwar gemein­sam mit seinem französischen und italie­nischen Kollegen. Unter diesen Umständen könne er zur Zeit keine weiteren Einzelheiten Mitteilen.

Sofortige bedingungslose Erfüllung des MemelstatutS."

Kowno, 18. Iuni (DNB.) Eine neue und ein­drückliche Bl e m e l n o t e ist bereits seitens der Signatarmächte wie der pariser Berichterstatter eines Rigaer Blattes aus zuverlässiger Quelle er­fahren haben will ausgearbeitet worden. In dieser Bote verlangen die Großmächte die sofor­tige bedingungslose Erfüllung des W e m e l ft a t u t s.

Englischer Zeniralausschuß für Körperschulung.

London, 18. Juni (DNB. Funkspruch). Unter bem Patronat bes englischen Königspaa- res ist wie ein Vertreter bes englischen Kultus­ministeriums im Unterhaus mitteilte ein Zen­tralausschuß für K ö rp e r s ch u l u n g gebildet worben, bem 40 führende Persönlichkeiten ber eng­lischen Aerzteschaft, sowie ber Sport- unb Jugend­organisationen angehören. Zweck bes Ausschusses ist es, bie gesamte Nation, Männer, Frauen unb Kinber, zu gesunbheitsförbernber sportlicher Betätigung heranzuziehen, um bie körperliche unb seelische Gesundheit der Nation zu verbessern. Einige größere Organisationen unb Jugenbgrup- pen sind bereits mit ber Ausbilbung von Führern beschäftigt.

Schweiz und Sowjetrußland.

Bern, 17. Juni. (DNB.) Der National­rat lehnte bei Behandlung des bundesrällichen Ge­schäftsberichtes einen kommunistischen Antrag ab, in bem ber Bundesrat aufgeforbert wirb, seine Haltung gegenüber Sowjetrußland zu über­prüfen und Schritte zur Aufnahme der diploma­tischen Beziehungen mit Moskau einzu- leiten«