nären Schwung und stolzem, idealen Gefühl des Nationalsozialismus werden alte Formen beseitigt, ein neuer Inhalt schafft sich eigene Organisationen. Das deutsche Volk ist nickt um seiner selbst willen da, sondern es hat eine hohe Mission, kulturschöpfend zu wirken auf dem Erdball.
Die Weltgeschichte erlebt in Adolf Hitler den überragenden Führer, der das Abendland bewahrt vor dem Bolschewismus.
Indem er dem jungen Deutschland Ziel und Richtung gab, prägte er der Welt ein neues Gesicht. Zu den neuen Organisationen, die er geschaffen hat, damit sie als Mittel zum Zweck der neuen Weltanschauung dienen, zählt auch die Deutsche Arbeitsfront. Diese kennt keine Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sondern ist die Gemeinschaft der durch Blut und Boden zusammengefügten Diener am Volk. Die gleiche Pflicht des Dienens am Volke schaltet sofort jede Überheblichkeit aus. Wie der neue Staat den Landarbeiter als den zukünftigen Bauer aus der industriellen Bewertung seiner Arbeit befreit hat, so kommt auch der Hausgehilfin als der werdenden Hausfrau und Mutter eine hohe Bedeutung zu. Früher wurde der Verdienst als die Haupt
sache angesehen, jetzt aber steht der Ernst, die Hingabe und die Aufrichtigkeit der Erfüllung des Berufes im Vordergrund, die notwendige materielle Entschädigung wird als selbstverständlich vorausgesetzt.
Der haushalt, die Familie soll die Stätte der Erneuerung der im Tageskampf verlorengegangenen Gemütskräfte sein. Die Familie muh wieder Quelle der seelischen Kräfte, der Gemütstiefe und Herzensfreude und damit der Bronnen schöpferischen volkstumes werden.
Aus der Erkenntnis dieser hohen Aufgaben erwächst für die Hausgehilfin und die Hausfrau die ernste Verpflichtung, durch die Arbeit an sich selber den häuslichen Dienst auszufüllen in der Blickrichtung auf das ganze deutsche Volk.
Anhaltender Beifall dankte dem Redner. Pg. Hahn ermahnte noch zu zahlreichem Besuch der folgenden Abende und schloß den offiziellen Teil mit dem Treugruß an den Führer.
Der gemeinsame Gesang von Volksliedern hielt die Teilnehmer des Abends noch einige Zeit gesellig beisammen.
Deutsche Vorgeschichte.
Ein Vortrag vor HZ.-Jührern.
Am Donnerstagabend sprach in der Aula des Gymnasiums vor den Führern und Führerinnen der HI., des ID. und des BdM. des Standortes Gießen Studienreferendar Hans Szczech, Assistent am Oberhessischen Museum, über deutsche Vorgeschichte. Der Leiter der Abteilung Schulung im Vann 116,
Kameradfchastsführer Müller
eröffnete den Schulungsabend mit einigen kurzen Eingangsworten, sprach darüber, daß das Thema des Abends für die weltanschauliche Schulung innerhalb der HI. besonders wichtig sei, denn gerade deutsche Vorgeschichte sei noch bis vor kurzem vielen aewissermaßen ein Buch mit sieben Siegeln gewesen, da die Wissenschaft, die sich mit diesen Dingen beschäftigte, in den weiteren Kreisen des Volkes wenig Widerhall oder Verstehen fand. Man hatte sich eben mit den geschichtlich überlieferten Dingen anderer Völker beschäftigt und hierfür auch mehr Interesse gezeigt. Durch den Nationalsozialismus erfuhr dies alles eine Aenderung, soll doch heute jeder deutsche Volksgenosse in erster Linie über die Vorgeschichte seiner eigenen Heimat Bescheid wissen. Aus diesem Grunde müsse besonders die HI. diese Gedanken beherzigen.
Herr Gzezech
vom Oberhessischen Museum führte dann u. a. aus: Diejenigen Wissenschaftler und Leute, die sich vor einigen Jahren oder Jahrzehnten mit der Erforschung deutscher Dor- und Frühzeit beschäftigten, die über ihre Ausgrabungen sprachen oder schrieben, hatte man im allgemeinen nicht ernst genommen. Ihre Arbeiten stützten sich nämlich nicht auf irgendwelche schriftlichen Ueberlieferungen, sondern nur auf das, was sie den Ausgrabungen, die sie hier oder da tätigten, entnahmen. Und dies mag vielleicht auch der Grund sein für so wenig Verständnis, das man den Leuten, die sich mit diesen Dingen beschäftigten, entgegenbrachte. Durch den Nationalsozialismus ist dies heute anders geworden, und wenn deutsche Vorgeschichte in den Lehrplan der Schulen ausgenommen werden wird, so wird dies eines der schönsten Unterrichtsfächer werden. Man soll auch nicht annehmen, daß ein solches Unterrichtsfach in der Schule, bedingt durch die Gegenstände selber, irgendwie trocken oder uninteressant erscheinen könne, weil man sich über Vorgeschichte oder Stufen menschlicher Entwicklung nur durch Ausgrabungen und Funde unterrichten kann.
Der Redner streifte sodann in ganz großen Zügen die verschiedenen Erdformationen und Stufen und begann die mit der Steinzeit beginnende Entwicklung des Menschen zu schildern, dieser ersten Menschen, von denen die Ausgrabungen bei Heidelberg und die des Neandertales Kunde geben, und von denen wir wissen, daß jene Lebensweise außerordentlich primitiv gewesen ist. Als unstete Völker
haben diese Menschen ihr Leben von dem, was ihnen die Jagd bot, gefristet und haben sich einfacher Handwerkszeugs aus Steinen, wie Keilen und Hiebwaffen, bedient. Eine jüngere Periode dieser Steinzeit läßt dann schon eine gewaltige Entwicklung jur Verbesserung der Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens erkennen, zum erstenmal tritt Kunst in Erscheinung. Die Beweise hierfür bringen die noch heute gut erhaltenen Höhlenzeichnungen Süüfrankreichs, schon eine Kulturerscheinung, die an die eisfreien Gegenden der damaligen Eiszeit gebunden waren.
Der Redner sprach dann darüber, wie jenes Urvolk entstanden ist, deren wichtigster Bestandteil Germanen waren, diese Arier oder Indogermanen, wie man sie auch noch oft nennen hört, über die verschiedenen Wanderungen, dann über den Umbruch der Bodenbe chaftenheit, der Ackerbau und Seßhaftigkeit bedingte. Durch erbaute Wohnstätten entstehen gesellschaftliche Ordnungen, und zum erstenmal wird Vieh zum Nutzen der Menschen herangezogen, schöne Werkzeuge aus Stein, Pflüge, hacken, Aexte, hämmer und Waffen in großer Vollkommenheit hergestellt, dazu kommt die Tongefäßkunst. Die zur Zeit am Glauberg bei Büdingen vorgenommenen riesigen Ausgrabungen <unb die dort sichtbaren Befestigungsanlagen geben uns Kunde von einer schon hohen Kultur in unserer engeren Heimat, wo sogenannte „Michelsberger Leute" seßhaft gewesen waren. Eine andere Gruppe von Menschen, die von der Donau in unsere Heimat kamen, nannte man „Bandkeramiker", so nach ihren Tongefäßen, denen sie bandartige Derzierun- aen anbrachten, eine dritte Gruppe, von Thüringen kommend, Schnurkeramiker, ebenfalls wieder nach dem Aussehen ihrer Tongefäße benannt, und eine vierte Gruppe waren Menschen, die von Norden her in unsere Heimat gezogen kamen. Die sich xu einer noch jüngeren Eropenode dann anschließende Bronzezeit ließ die Menschen in der Bearbeitung dieses Metalls, das sie aus anderen Gegenden einführten, richtige Kunstgegenstände zu Schmuck oder Gebrauch Herstellen.
Zum Schluß sprach der Vortragende dann noch kurz über die durch Völkerwanderungen bedingte Verschiebung von Kulturen, auch darüber, daß Menschen, von Norden nach Süden kommend, dortige Kulturen günstig beeinflußt haben,' eine Tat- ache, die seither von romanischen Ländern abge- tritten wurde. Anhand einer Reihe von Lichtbildern zeigte der Redner Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge, Siedlungen, Waffen und Schmuckgegenstände.
Der schulende Vortragsabend, der in seiner Art glänzend dazu beitrug, die Kenntnisse des einzelnen zu bereichern, vor allem wichtige Dinge behandelte, über die man im allgemeinen Bescheid wissen sollte, war ein voller Erfolg. In einigen Wochen wird eine Weiterführung des gleichen Vortragsthemas auf dieselbe Weise unter Heranziehung von Anschauungsmaterial durch Lichtbilder stattfinden.
HZ. errichtet Gommerzeltlager.
Am 26. Mai zieht überall im ganzen Reich deutsche Jugend hinaus in die Natur, in die schönsten Gegenden, die irgendein einsamer Wald, oder ein verborgenes Wiesental zu bieten vermögen, um dort Zeltlager zu errichten. Dieser Tag ist der Beginn großer Zeltlager, die den ganzen Sommer über bestehen werden, und in denen die Hitlerjugend die ihr anvertrauten Jungen, auf eine kürze« oder längere Zeitspanne immer abwechselnd, im Freien, fern von jeder Stadt- oder Fabrikluft betreuen wird, um ihnen
ein Leben in Sport und Spiel frei von der Arbeit und den Sorgen des Alltags
zu bieten. Während dieser Lagerzeit, während der sich das Leben deutscher Jugend eng mit der Natur und ihren herrlichen Schönheiten verbunden abspielen und nachts nicht in schönen Federbetten, son- dern auf dem Strohlager eines schönen Spitzzeltes geschlafen wird, steht überhaupt sportliche Betätigung im Vordergrund des täglichen D i e n ft e s. Innerhalb der Reihen der HI. soll deutsche Jugend zu tatkräftigen, starken und tapferen Menschen herangezogen werden. Das Selbst- bewußtsein jedes einzelnen Jungen soll gestärkt werden. Ist es deshalb nicht am zweckmäßigsten, wenn diese Jugend in irgendeinem Zeltlager, wo dem einzelnen die ihm im gewöhnlichen Leben bestimmt zuteil werdende häusliche Hilfe Derfagt bleibt, lernt, auf sich selbst angewiesen zu sein, in einer ganzen Reihe von Dingen ihren Mann zu stellen oder, die Persönlichkeit in den Vordergrund gerückt, Führereigenschaften und Qualitäten zeigen muß?
Aber auch darum dreht es sich, den Jungarbeiter einmal aus der Fabrik oder dem Maschinenraum herauszuholen, um ihm für kurze Zeit eine Erholung zum Wohle feiner Gesundheit und oeshalb seiner Arbeit zuteil werden zu lassen; um den jungen Menschen einmal aus irgendeiner Schreibstube, in der er tagaus, tagein während seiner Arbeit immer dieselbe Tapete oder getünchte Wand vor sich sieht, herauszuführen in das Grün der Natur.
Dieser deutsche Jungarbeiter lernt draußen, irgendwo in einem Zeltlager mit Kameraden zusammen, eben diesen Kameradschaftsgeist und dieses Zusammengehörigkeitsgefühl erneut wieder kennen, das für die Hitlerjugend
und ihr ganzes Wesen bezeichnend und charakteristisch ist. Und dieser Junge wird dann aus dem Zeltlager zurückkehren, um mit neuem Eifer die an feiner Arbeitsstätte zu Hause für ihn bereitliegende Arbeit in Angriff zn nehmen.
Es ist doch auch der Wunsch eines jeden Jungen, einmal ein Zeltlager irgendwo mitzumachen, verbindet das Leben in einem solchen Lager doch immer die Realität mit ein wenig Romantik, sei dies nun zur Wache während einer nächtlichen Stunde oder bei der Geländeübung am Tage; und dies eben ist das, was für manchen Jungen einen so großen Reiz bedeutet. Und wie wird sich nun das Leben und Treiben in einem solchen Zeltlager abspielen? Die Zelte selbst sind schöne, große Spitzrundzelte, die aus dickem, starkem Zeltstoff bestehend auch gegen den Boden hin abgeschlossen sind; jedes einzelne von ihnen hat für 12 bis 15 Mann Platz und bietet gegen etwaige Unbilden der Witterung vollkommensten Schutz. Eine größere Anzahl solcher Spitzzelte, die alle in gleichen Abständen zueinander schön geordnet errichtet sind, bilden die Zeltstadt, in deren Mitte sich ein Feuerplatz befindet, an dem während des ganzen Tages ein Feuer unterhalten wird.
Früh am Morgen gibt ein Trompetensignal das Zeichen zum Aufftehen. Die einzelnen Scharen treten vor ihren Zelten an, und nach einem kurzen Waldlauf, der durch einige gymnastische Körperübungen beendet wird, geht es zum Waschen, hierauf wird der Dienstanzug angezogen und der inzwischen in der Feldküche zubereitete Kaffee gefaßt. Im Anschluß hieran sind einige Stunden dafür vorgesehen, in Sport und Spiel möglichst viel Abwechslung zu bringen.
Die Zeil des Vormittags muß auch dazu benutzt werden, die einzelnen Prüfungen für das HJ.- Leifkungsabzeichen zu erledigen, soll doch jeder Junge wahrend seiner Zelllagerzeit sämtliche Prüfungen, die für das Leistungsabzeichen gefordert werden, bestehen.
Die Zeit, die bann vor bem Mittagessen noch zur Verfügung steht, wirb burch Schulung über politische ober weltanschauliche Dinge in außerorbent- lich nützlicher Weise verbracht werben, hierauf wirb bei bet günstigen äußerlichen Umgebung — der
Unterricht ist nicht an Räumlichkeiten ober devri- mierenb wirkenbe Schulbänke gebunben — besonders großer Wert gelegt werben.
Der „Küchenbulle" wirb inzwischen in seiner Gulaschkanone ein schmackhaftes Mahl zubereitet haben, was nach ber Arbeit gut munben wirb, hierauf werben anberthald Stunden Ruhezeit eingeschaltet, die dazu benutzt werden, die Kleidungsstücke in Ordnung zu bringen, Briefe nach Haufe zu schreiben, oder auszuruhen. Am Nachmittag wird bann meist roieber Sport getrieben, gibt es boch so mannigfache Sportarten unb Spiele, in denen geübt werden muß, daß während der Zeit von acht Tagen, die gewöhnlich für einen Zeltlagerlehrgang zur Verfügung stehen, kaum die Zeit ausreicht, alle diese Spiele einmal durchzuführen. Gegen 19 Uhr gibt es Abendessen, hieran schließt sich dann die für jeden Jungen bestimmt schönste Zeit des ganzen Tages an.
Im großen kreis fetzen sich alle um das Lagerfeuer herum. Das Feuer selbst wird durch Aufwerfen einiger holzstämme zu großer Flamme entfacht. Und während dann das Feuer hellbrennend und knisternd zum Himmel emporlodert, zu diesem Himmel, der vielleicht mit einem prachtvollen Abendrot der Dämmerung überleitend allmählich die dunklen Schalten der Nacht über dem Lagerplatz ausbreitet, werden Lieder gesungen. Lieder von Fahrt und vom Wandern oder solche, die die Erinnerung wachrufen an einst erlebten Kampf, oder die mahnen an Aufgaben und Taten der Zukunft.
Unb zwischenburch erzählt ein HI.-Führer von vergangenen Tagen, von Dingen, bie er selbst erlebt
hat, auch in einer kamerabschaftlichen Gemeinschaft zu einer Zeit, ba es noch schwerer war als heutzutage, hitlerjunge zu sein, ober irgenbein Junge erzählt ein schönes Fahrterlebnis Es wirb bann auch so sein, baß man ein Thema aus schwerer Zeit beutscher Geschichte, herausgreift unb zum Vortrag bringt, hieran Mahnungen für bie Zukunft anknüpft unb ableitet. Unb bas alles, währenb bas Lagerfeuer hell flackernb alle in gespannter Aufmerksamkeit zum Zuhören veranlaßt — eine kurze Zeit bes Abenbs, bie eben biefe Romantik mit sich bringt, bie sich immer ba einstellt, wo beutsche Jungen um ein Lagerfeuer versammelt finb unb in Kamerab- schäft zu leben wissen unb lernen.
Nicht allzu spät geht es bann in bie Betten, — aber bas stimmt ja gar nicht, ich werbe boch besser schreiben — in bas warme Stroh ber Zelte. Die Stille ber Nacht, bie höchstens von ben Schritten ber Wache ober von bem Knistern irgenbwelchen Walbgetieres ganz leise gestört wirb, wacht über einem gefunben, nach ben Strapazen bes Tages allzu wohlverbienten Schlaf ber Jungen. Der nächste Tag kommt, mit sich wieder so viel Abwechslung bringend, daß er eigentlich viel zu rasck vorüber ist, und die ganze Zeit des Lagerlebens dem Ende zu schnell eigentlich wieder ein Stück näherbringt.
Deutsche Jungen ziehen hinaus in die von ihnen selbst errichteten Zelte und kommen wieder, sportgestählt und sonnengebräunt und werden die ihrer zu Hause harrende Arbeit mit großem neuen Eifer wieder beginnen.
Das Werk des Aufbaues am Vaterlands weiterführend entgegen bem von jebem einzelnen ins Auge gefaßten großen Ziele. e=g
SJ.-fpor/
Nationale Wettkämpfe der Spielvereinigung 1900 verschoben
Die für den morgigen Sonntag angefetzten Nationalen Leichtathletik-Kämpfe der Spielvereinigung 1900 Gießen können wegen der mit der Einweihung der Reichsautobahn verbundenen Aufmärsche und Kundgebungen nicht stattfinden, sie werden aber aller Voraussicht nach acht Tage später (2 6. Mai) zur Durchführung kommen.
Gepäckmarsch der Mer-Jugend.
Die zweite Prüfung
für das HI.-Leistungsabzeichen.
Am Samstag unb Sonntag startet bie gesamte Hitler-Jugenb bes Gebiets 13 zum Gepäckmarsch, ber bie zweite gemeinsame Prüfung für bas HI- Leistungsabzeichen barstellt. War ber 3000-rn-Lauf vor 14 Tagen mehr eine sportliche Angelegenheit, so stellt ber Gepäckmarsch schon mehr wehrsportliche Anforberungen an bie Junggenossen. Wieberum finb bie Teilnehmer in drei Altersklassen (bis 15 Jahre, bis 16 Jahre unb bis 17 Jahre unb barüber) eingeteilt, für bie jeweils verschobene Zeiten unb verschieben schweres Gepäck gefordert finb. Die übrigen Leistungen für bas HI.-Üeistungsabzeichen, die meist Einzelkämpfe darstellen, werden zumeist in ben diesjährigen Sommerzeltlagern der HI. abgelegt, so daß bis zum Jahresende ein Großteil im Besitz bes Leistungsabzeichens fein wirb.
Ein neuer Weltrekord OittmarS.
LPD. Am Dienstag startete ber Darmstäbter Segelflieger Heini D i 11 m a r mit einem Passagier auf bem zweisitzigen Segelflugzeug „O b s", bem größten Segelflugzeug ber Welt, zu einem Erkunbungsflug. Der Start vollzog sich auf bem Darmstädter Flugplatz gegen 15 Uhr. Das Segelflugzeug wurde von einem Motorflugzeug auf etwa 400 Meter gefchlepvt, dort löste Dittmar das Schlepptau unb stieg auf eine Hö y e von etwa 27 00 Meter. Die Lanbung erfolgte gegen 17.30 Uhr. Mit biefem Flug hat Dittmar den Hohenwelt- rekord mit Passagier von Günther Grönhoff um rund 1000 Meter überboten.
Deutschlands Handballelf umgestellt.
Die deutsche Handball-Mannschaft, die am kommenden Sonntag in Augsburg ben Länberkampf gegen bie Schweiz bestreitet, mußte geänbert werben und hat jetzt folgenbes Aussehen:
Olpp (TSV. Eßlingen); Müller (SV. Walb- hof), B r o h m (VfR. Schwanheim); R u t s ch m a n n (SD. Waldhof), Kohn (StuttgarterKickers), Stahl (Polizei Darmstadt); Gold st ein, Hirsch (Spvg. Fürth), Spengler (SV. Waldhof), Spalt (Polizei Darmstadt), H o l z w a r t h (1. FC. Nürnberg). Ersatz: Keimig, Dascher (beide Polizei Darmstadt), Strecker (Polizei Nürnberg).
VfB.-Reichsbahn Gießen.
VfB.-Reichsbahn Liga — Sportverein Somborn Liga.
Am Sonntag tritt bie Ligamannschaft zum Rück« spiel in Somborn an. Wenn auch bie Gießener im Vorspiel einen einnxmbfreien Sieg erringen konnten, so sind boch diesmal die Bedingungen die- ses Spieles wesentlich andere. Die Gastgeber haben für dieses Spiel bie Hauptstützen ihrer Mannschaft, die Gebrüder Weigand, zur Stelle. Diese Tat- fache unb ber Vorteil bes eigenen Platzes kann vielleicht der ausschlaggebende Faktor dieses Kampfes fein. Die Gießener Mannschaft dürfte jetzt, ba Fehling wegen Verhinberung längere Zeit nicht zur Verfügung steht, endgültig stehen, und hierdurch sollte endlich auch die Aufstellung des Sturmes gelöst fein. Die Gießener fahren mit Hechler, Leut« Heuser, Lehrmund, Heß, Knauß, Hauptfeld, Szpo- nick. Erben, Wlodareck, Ranft, Erb. Da man weiß, daß diese Mannschaft bis zum Schluffe kämpft unb auch das nötige Stehvermögen hat, ist der Kampf bei Berücksichtigung aller Umstände als offen zu bezeichnen.
VfB.-Reichsbahn Ila — Turnverein Gr.-Linden L
In diesem Spiel müssen bie Hiesigen auf bie Mitwirkung mehrerer Spieler verzichten. Man wirb trotzdem in der Lage fein, eine Mannsckast zu (teilen, bie in ihrer Spielstärke nicht schlechter ist, als die etatsmäßige Zweite. Die Erfolge der Gr.-Lin- bener auf eigenem Platze sollten für die Hiesigen eine Mahnung zur Vorsicht fein.
VfB.-Reichsbahn I. Jgd. — Sportverein Heuchelheim I. Jgd.
Die Jugend sollte, auf eigenem Platze kämpfend, einen knappen Sieg erringen können.
„ IETeutonia^Wahenborn-Steinberg
Am kommenden Sonntag treten die beiden aktiven Mannschaften des FC. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg auf eigenem Gelände zu Gesellschaftsspielen an.
Die zweite Mannschaft empfängt bie zweite Mannschaft des Vereins „Sportfteunde" Wetzlar. Dieser Kampf ist vollständig offen.
Im Anschluß hieran treten sich die ersten Mannschaften beider Vereine gegenüber. Wetzlar, in letzter Zeit durch steten Zugang guter Spieler wesentlich verstärkt, dürfte ein nicht leicht zu nehmender Gegner fein.
Die Aufstellung ber einheimischen Mannschaft ist noch nicht bekannt.
Iußbattabteilung des Tv. Kinzenbach.
Am Eommenben Sonntag empfängt bie Jugendmannschaft bie 2. des VfB. - Reichsbahn, Gießen, zum fülligen Rückspiel. Das Vorspiel endete seinerzeit in Gießen mit einem 1:1. Es ist zu erwarten, daß die Einheimischen diesmal zu einem, wenn auch knappen, Erfolg kommen, zumal sie zuhause spielen.
Handball im Gau XII (Lahn-Dillkreis).
Wegen des Staatsaktes an ber Reichsautobahn mußte ein großer Teil der abgeschlossenen Privatspiele und auch zwei Aufstiegspiele abgesagt werden. Dadurch ist das Programm für ben fommenben Sonntag recht gering. Bei ben
Aufsliegspielen
hat
5 6p. 4 — 1
Freundschaftsspiele.
5
6
6
6
6
46:24 27:23
47:26 36:38 22:43 23:47
8:2
8:2
8:4
7:5
3:9
0:12
1. Mtv. Gießen II
2. Tv. Burg-Gemünben
3. Tv. Dorlar
4. Tv. Garbenheim
5. Tv. Herborn
6. Tv. Katzenfurt
4 — 1
4 — 2
3 1 2
1 1 4
--6
Die Tabelle ber Aufstiegspiele beute folgenbes Aussehen:
treffen sich in Gießen M t v. Gießen II unb T v. Dorlar. Dieses Spiel, bas die Vorentscheidung um die Meisterschaft bringen dürfte, wird von beiden Seiten in stärkster Aufstellung bestritten. Nach den Leistungen in jüngster Zeit und ber derzeitigen Spielstärke zu urteilen, sollte ein äußerst spannender Kampf zustande kommen, den bie Mannschaft mit bem größeren Stehvermögen gewinnen wird. Beibe Gegner haben gleichgroße Chancen.
Tv. Lützellinden — Tv. Wetzlar.
Dieses Spiel wirb zweifellos äußerst intereffant werben. Die Gastgeber, bie auf eigenem Platz nur selten ein Spiel verloren haben, werben natürlich auch bie Wetzlarer nicht so ohne weiteres gewinnen lassen.
Tv. Atzdach — T v. W.-Niebergirmes.
Die Einheimischen finb, nach ben Ergebnissen ber letzten Zeit zu urteilen, zur Zeit anscheinend außer Form, so daß sie auch wenig Chancen haben, das Spiel zu gewinnen.
Tv. Dutenhofen — Tv. Staufenberg.
Die Staufenberger Mannschaft reicht bei weitem nicht an die Spielstärke Dutenhofens heran, so baß bie Einheimischen zu einem leichten unb einwanb- freien Sieg kommen sollten.
Gesellschaftsspiele am Sonntag.
Steinberg — Sportfr. Wetzlar (Deibel, Gießen).
Steinberg II — Sportfreunbe Wetzlar II (Seitz, Heuchelheim).
Lollar — Kirchhain (Rüspeler, Gießen).
Grünberg — Tv. 1846 Gießen (Rüspeler, Gleibg.).
Grünberg II — Tv. 1846 Gießen II (Röhm, Grünberg).
Leihgestern — Gr.-Linben (Offenbacher, Gießen).
Krofborf — Aßlar (Böcher, Gießen).
Alten-Buseck — Daubringen (Post, Wieseck). Robheim — Fellingshausen (Zitzer, Gießen). Großen-Linben II — VfB. III (Sack, Heuchelheim). Geilshausen II — Großen-Buseck II (Eisentraut, Grünberg).
Jugendspiele.
VfB. — Heuchelheim (Schnabel, Wieseck).
Lollar — Nieberwalgern (Bernhardt, Wieseck).
Lollar Schüler — Saubringen Sdjüler (Bernhardt, Wieseck).
Kinzenbach — VfB. II.
Alle Mannschaften sind gezwungen, mit Ersatz anzutreten.
Steinberg hat sich bie Sportfreunbe aus Wetzlar verpflichtet. Diese Mannschaft besteht zum größten Teil aus Polizisten unb ist als sehr spielstark anzu- sehen. Steinberg muß sehr aus sich herausgehen, wenn bas Spiel gewonnen werben soll. Auf jeben Fall wird bas Ergebnis knapp ausfallen. Dor bie-


