Ausgabe 
18.1.1935
 
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Aus aller Welt

Ein mit Recht stets sorgsam beachtetes Merk- Zeichen der Konjunkturentwicklung ist der Kohlen- verbrauch. Er ist in Deutschland bis in die letzte Zeit hinein ständig gestiegen. So erreichte die west­oberschlesische Steinkohlenförderung in der ersten Woche des Jahres 1935 mit einer arbeitstäglichen Leistung von 58 388 Tonnen und einem wöchent­lichen Absatz von fast 275 OOO Tonnen einen neuen Rekordstand. Die größte deutsche Steinkohlenberg­bau - Gesellschaft, die Zarpener Bergbau - AG. in Dortmund, hat im letzten Jahre ihre Förderungs­ziffer von 4,80 auf 5,55 Millionen Tonnen erhöhen ckönnen.

Das milde Urteil des Leningrader Gerichtshofes hat große Aufmerksamkeit erregt. Auf Anweisung von höherer Stelle wurde am Mittwoch und Don­nerstag eine rege Propagandatätigkeit entfaltet. Als Ergebnis dieser Aktion ist zu verzeichnen die Forderun v " ' '

verbundene Dynamik der verschiedenen Nationen nicht mehr durch subjektive Willkür gegeneinander gerichtet werden kann, sondern im eigenen Interesse einer organischen Zusammenarbeit alle Natio­nen Rücken an Rücken stehen.

Oie Volksdeutsche Schulung der Landjahrerzietzer.

Die ersten fünf Schulungslager des D A. für Landjahrerzieher und Helfer, die von

Kunst und Wissenschaft.

Neuer Konzertmeister

für Opern- und rUuseumsorchester in Frankfurt a. Nk.

Der aus der Mannheimer Städtischen Hochschule für Musik und Theater hervorgegangene Ausbil- dundsschüler Helmuth Schuhmacher, der im Vorjahre den ersten Preis bei dem Wettbewerb der Reichsmusikkammer in Berlin erhielt, wurde nun­mehr als erster Konzertmeister an das Opernhaus- und Museumsorchester in Frankfurt a. M. be- rufen. Schuhmacher war bisher im Nationaltheater- Orchester in Mannheim tätig.

Der Komponist Richard wetz f.

Nach längerer Krankheit ist in Erfurt der Kom- ponist Richard Wetz verstorben. Der Verstor­bene war Professor an der Musikhochschule in Wei-, mar und Mitglied der Preußischen Akademie für Musik. Professor Wetz ist als Schöpfer bedeutender Chor- und Orchesterwerke hervorgetreten.

Die Uraufführung von wascagnis neuer Oper Nero".

Die bereits kurz gemeldete Uraufführung von Mascagnis neuer OberNero" in der Mai­länder Skala bildete den Höhepunkt des italienischen Musiklebens in diesem Winter. Das bis auf den letzten Platz von einem ausgesuchten Publikum be­setzte Haus trug ein durchaus festliches Gepräge. Die Uraufführung war nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges. Unter den Zuhörern bemerkte man Ga­leazzo Chino, den Minister für das Pressewesen und Propaganda, den Duca von Bergamo, den Vizepräsidenten der Academia d'Jtalia, F o r m i ch i. Die Aufführung selbst war szenisch und musikalisch bis in die letzten Feinheiten durchgearbeitet. Mas­co g n i beschreitet mit seiner Musik imNero" keine neuen Wege. In den beiden ersten Auszügen liegt der Schwerpunkt allein auf der Melodie, im dritten Auszug tritt das dramatische Moment stel­lenweise stärker in den Vordergrund, doch bleiben auch hier die stärksten Wirkungen in der berauschen­den Melodik. Das ganze Stück bietet den Sängern unzählige Gelegenheiten, mit ihren herrlichen Stim­men zu glänzen. Allen voran ist die gesangliche und chauspielerische Leistung des Tenors Aureliana Berti le zu erwähnen, der die Titelrolle fang. Glänzende Leistungen boten auch Mergherita Ca­ro f i o, Bruna Rasa und Ettore Parmeg- g i a n o. Mascagni, der sein Werk selbst dirigierte, erntete mit den ausführenden Künstlern stürmischen Beifall.

Oie Weltanschauung in der Außenpolitik

Ein Vortrag Alfred Rosenbergs vor Berliner Diplomaten.

Der Ala-Zeitungskatalog 1935.

Die Ala-Anzeigen-AG. hat soeben ihren Katalog der deutschen Zeitungen und Zeitschriften für 1935 herausgebracht. Der Inhalt dieses 60. Jahrganges weift mancherlei Neuerungen auf, die für den Wer- bungtreibenden von besonderem Wert sind. Der Katalog enthält diesmal die Zeitungen mit voll­ständigem Material in alphabetischer Reihenfolge nach Städten, so daß der Inserent schnell das ge­wünschte Material findet. Weiter sind wichtig: die Gruppierung der Städte nach Einwohnerzahl und eine Abteilung, die wichtige, nach Wirtschafts­gebieten geordnete Marktzahlen liefert. Der Zeit- schristenteil wurde in Zeitschriften allgemeinen In­halts (mit den Unterhaltungsblättern und den Illu­strierten-Zeitschriften) und Fachzeitschriften geglie- - dert, letztere nach Fachgruppen. Im Interesse der s schnelleren Auffindung sind die einzelnen Abschnitte des Kataloges durch verschiedenfarbiges Papier voneinander unterschieden. Die ausländischen Zei- hingen und Zeitschriften sollen in Spezialkatalogen veröffentlicht werden.

Die Emission neuer 4,5 proben tiger Pfandbriefe macht weitere Fortschritte. Beson­ders interessant ist die Genehmigung der Ausgabe von lOMillionen Mark 4,5prozentiger Pfandbriefe der Deutschen Zentralbodenkredit AG. Denn der Erlös dieser Emission soll zum Umtausch 6,5- und 7prozentiger Auslandspfandbriefe, die im Besitz von Inländern sind, verwendet werden. Man will hierdurch die Beschwerden ausländischer Kreise über eine angebliche Bevorzugung deutscher Inhaber von Auslandsemissionen abstellen. Die inländischen Inhaber dieser Auslandspfandbriefe werden künftig keine höheren Zinsen als die ausländischen erhalten. Im übrigen ist festzustellen, daß die Kurse der meisten deutschen Ausländsanleihen nach der Saar-Abstimmung beträchtlich gestiegen sind. Das ist wichtig als Symptom der Beurteilung der politischen und wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands im Auslande.

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Immer stärker stellt sich heraus, daß die Re­volutionierung der amerikanischen W i r t s ch af t gleichbedeutend ist mit einem Bruch des Wirtschaftsindioidualismus. Der Leiter der Latein-Amerika-Abteilung, der Freund des Präsi­denten Roosevelt, Sumner W e ll s, hat jetzt eine wirtschaflliche Auslegung der Monroe-Doktrin ge­geben, die völlig von den bisherigen amerikanischen Regeln absticht. Noch Wilson hatte im Jahre 1913 verkündet, die Monroe-Doktrin als politisches Mit­tel seit durch die wirtschaftliche Doktrin zu ergän­zen, wonach der Pankee auch wirtschaftlich in Latein-Amerika das Vorrecht haben und seine Interessen durch die militärische Macht der Union unterstützt werden müßten. Wells stellt jetzt demgegenüber die These auf, wonach ame­rikanisches Kapital im Ausland keine Sonderrolle genießt, sondern sich den Ge­setzen des Landes anzupassen hat, in dem es ange­legt wurde. Zwangsweise Beitreibung unter dem Schutz amerikanischer Truppen sei künftighin aus­geschlossen. Diese Theorie bedeutet also Den A b - bau der Monroe-Doktrin, die auch wirt­schaftlich einen Vorrang der Union vor den euro­päischen, aber auch den Interessen Latein-Amerikas begründete, und daher ist diese Erklärung ebenso sensationell wie in der amerikanischen Wirtschaft die Erklärung Roosevelts Aufsehen erregt hat, wo­nach er a l s sozialer Reformator auftritt. Die Einführung der Arbeitslosenver­sicherung ist für Amerika eine soziale Tat. Der ausführliche Bericht darüber geht von dem Grund­satz aus, daß der Staat für das Wohl all feiner Mitglieder, vornehmlich der Arbeitslosen, zu sorgen hat. Es werden Gedanken ausgesprochen, die in Deutschland seit anderthalb Menschenalter zur Durchführung gelangten, so, wenn präzise Vor­schläge über eine einzuführende Altersrenten- versicherung gemacht werden. Aber für die Vereinigten Staaten ist damit zum ersten Mal das Recht ausgesprochen worden, daß der Staat planmäßig die Wirtschaft beherrscht und daß die Wirtschaft Instrument des Staates ist. Noch vor zwei Jahren hätte nie­mand unter den amerikanischen Wirtschaftsführern derartige in Deutschland selbstverständliche Einrich­tungen befürwortet. Aber die Tätigkeit des ein­zelnen Wirtschaftsführers war derartig unkontrol­liert, daß sie schließlich zu dem Zusammbruch einer überspannten Privatwirtschaft und damit zu einer Verschärfung und Zuspitzung der sozialen Gegen- sätze führte. Hier hat Roosevelt, wie einst Bismarck, ; erkannt, daß das liberale Wirtschaftssystem durch die Krise sich selbst verneinte, und er hat energisch < und großzügig ein soziales Programm aufgestellt, \ das den amerikanischen Arbeiter gegen Arbeits- i losigkeit und gegen die Leiden des Alters schützt, \ die Kosten dafür der privaten Wirtschaft nimmt i und sie dem Staate überweist. Man versteht, wes- « halb Roosevelt bei den amerikanischen Massen un- i geheuer populär ist, denn er hat zum ersten Mal , in der amerikanischen Geschichte der letzten 125 j Jahre den Satz ausgesprochen, daß der Staat nicht c Objekt einer Bande beutelustiger Kapitalisten ist, -

Berlin, 17. Jan. (DNB.) In einem Vortrag vor Vertretern der Diplomatie behandelte Reichs- lciter Alfred Rosenberg das ThemaDie W elta nsch a uu ng in der Außenpolitik". Anhand der jüngsten europäischen Enwicklungen eit dem großen Ringen von 1914 bis 1918 legte er dar, daß das politische und soziale Leben im letzten Grunde doch weltanschaulich bestimmt ist, wenn sich der im Werktag hingegeben« Mensch dessen auch eiten bewußt ist. All« die Gärungen, wenn auch mit ehr verschiedenen Vorzeichen, in Rußland, Ungarn, Deutschland, der Türkei, sie sind für jeden aufmert* amen Beobachter der Weltpolitik nur zu deutliche Anzeichen für den Verfall einer alten Welt und für ein Bemühen, so oder so, sich « i n e a n d e r e Welt zu schaffen. Nach jahrhundertelangem Sieg der uni­versellen Weltkirche kamen die verschiedensten Ge- genberoegungen, und mitten im Kamps zeigt sich eine neue charakteristische Wendung des europäischen Geistes: Das Schwergewicht vom konfessionellen Höchstwert verlegt sich immer merkbarer nach der nationalen Seite hin. Im 19.Jahrhundert tritt eine Absenkung dieses Wertgefühls durch eine neue Form des europäischen Natio­nalismus ein. Denn zugleich wurden W i r t - chaft und Handel immer einflußreicher und das Wort Walther RathenausDie Wirtschaft ist das Schicksal" war das Leitmotiv der meisten so­zialen Handlungen der Völker. Als Protest erhoben ich in allen Völkern Millionenmassen und lauschten der Predigt einer sozialen Erlösung mit Hilfe der ebenso über alle Völker hinweggreifenden marxistisch-kommunistischenJnterna- t i o na I e. Alle die verschiedensten Weltanschau­ungen haben aber doch eine gemeinsame Gebärde. Ihre entscheidende Haltung ist eine universali- tische. Der weltanschauliche Bruch, wie wir ihn heute erblicken, besteht nun darin, daß die geistige Auseinandersetzung nicht mehr innerhalb einer uni­versalistischen, sonoern innerhalb einer na­tionalistischen Weltanschauung ausge­tragen wird. Entgegen allen früheren weltanschau­lichen Gruppen ist in Deutschland durch die national- ozialistische Bewegung ein neuer und doch uralter

st a d t und wieder zurück in großen Verkehrsflug­zeugen der Lufthansa befördert werden sollen.

Acht Millionen Achat-Steine für das WHw.

Das Winterhilfswerk-Abzeichen für den Monat März wird aus einem Achat-Stein mit Metallfassung bestehen. Seine Herstellung ist dem Edelsteingewerbe und der Metallindustrie in Jdar-Oberstein übertragen worden, die damit einen Millionenauftrag erhielten und bis zum Abliefe­rungstermin vollauf beschäftigt sind. Man rechnet mit einer Abnahme von rund 8 Millionen Stück, darunter allein 800 000 für den Gau Groß-Berlin. 1200 Edelsteinschleifereien sind mit der Herstellung der Steine in Jdar-Oberstein beschäftigt; auch die Metallindustrie hat mit den Vorarbeiten für die Fassung der Steine begonnen. Von der eigens zur Abwicklung des Auftrages eingerichteten Geschäfts­stelle sind in den letzten Wochen bereits über 100 000 Mark für die abgelieferten geschliffenen Steine ge­zahlt wurden. ,

Zweiunddreißig Kinder!

Vor wenigen Tagen ging die Nachricht durch die Presse, daß der Führer und Reichskanzler bei dem 19.Kinde des Zuschneiders Langer in Ratidor die Ehrenpatenschaft übernommen hat. Wie der Oberschlesische Anzeiger dazu berichtigend mitteilt, ist Langer glücklicher Vater nicht nur von 19, sondern von 32 Kindern, die von drei Ehefrauen ge­boren wurden, und von denen 29 am Leben sind. Diese Kinderzahl ist selbst für das kinderreiche und kinderfreudige Oberschlesien ein Rekord.

Rattenkrieg in Kassel.

In der letzten Zeit haben sich im Kasselerer Alt­stadtviertel und in den angrenzenden Stadtteilen Ratten in großen Mengen bemerkbar gemacht. Sie bilden wegen der Möglichkeit der llebertragung von Krankheitskeimen eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung. Die Bekämpfung der Rattenplage soll durch ein gleichzeitiges Auslegen von Rattengift in ganzen Stadtteilen erfolgen.

Sechs Jahre Zuchthaus wegen Amtsunterschlagung.

Die Große Strafkammer Kassel verhandelte gegen den 35jährigen Walter Alfred Harder aus'Hof­geismar wegen erschwerter Amtsunterschla- ä u n g. Der Angeklagte hatte in seiner Stellung als Direktor der Kreissparkasse in Hofgeismar Ver­fehlungen begangen, die bei seiner Festnahme eine Höhe von 21779,83 Mark erreicht hatten. Harder verbrauchte die veruntreuten Gelder auf Reisen und in leichter Gesellschaft. Seiner Familie floß nichts zu. Das Gericht verurteilte ihn zu sechs Jahren Zuchthaus, sechs Jahren Ehrverlust und einer Geldstrafe von 4000 RM.

sondern für Arbeit und Brot, für das Glück der größtmöglichen Zahl sorgen muß.-Die nordameri- kamsche Union wird also auch wirtschaftlich ein moderner Staat insofern, als mit dem Wesen des Staates nach modernen Anschauungen, vor allem auch seine sozialpolitische Wirksamkeit verbunden ist.

Zehn Jahre Gefängnis für Sinowjew.

Leningrad, 17. Jan. (DNB.) Der Oberste Gerichtshof der Sowjetunion in Leningrad hat in dem Hochverratsprozeß gegen Sinowjew und Ge­nossen folgende Strafen verhängt: Sinowjew zehn Jahre Gefängnis, weitere vier An­geklagte je zehn Jahre Gefängnis, sechs Angeklagte je acht Jahre Gefängnis und weitere Angeklagte fünf bis sechs Jahre Gefäng­nis, darunter Kamenew fünf Jahre. Das Privateigentum der Angeklagten wird vom Staat beschlagnahmt.

Das Vundeskommissariat des Innern (OGPU.) hat 7 6 Personen, die zur Sinowjew-Opposition gehörten und angeblich mittelbar oder unmittelbar an den letzten Derschwörungsversuchen beteiligt waren, für zwei bis fünf Jahre nach Sibirien verbannt. Unter den Verbannten befinden sich zahlreiche Kommunisten, die bedeu­tende Aemter in der Sowjetunion bekleidet haben. Sie gehörten zum Teil zur alten Garde der kom­munistischen Bewegung.

In der Begründung des Urteils gegen Sinowjew und die übrigen Mitangeklagten wird erklärt, daß

\ der Erschießung Sinow- ,einer Genossen. Das Urteil soll in seiner letzten Fassung nur darauf zurückzu­führen sein, daß Sinowjew und Kamenew sich nicht unbedeutende Verdienste während der sowjet­russischen Revolution erworben haben. Diese Tat­sache fei für den Obersten Gerichtshof bestimmeick) bei der Festsetzung des Strafausmaßes gewesen. Es verlautet, daß die politische Polizei auf die Spur einer anderen Organisation g e kommen sei, die unter Führung Safarows stand und die dieselben Ziele verfolge wie die Sinowjewgruppe in Moskau. Zur Safarowgruppe gehörte auch das ehemalige Mitglied der Kom- munistifcken Partei I e l k o w i t s ch , dessen Aus­sage in Diesem Prozeß von großer Wichtigkeit ge­wesen sei.

her Hauptabteilung Schulung und Vortragswesen des Volksbundes für bas Deutschtum im Ausland in Verbindung mit dem Reichs-Erziehungs-Mini- sterium durchgeführt werden, schlossen mit einer Ge­denkfeier für die Saar und die früheren Abstim­mungskämpfe deutscher Grenzlande. Dann began­nen vier weitere Lager in den VDA.-Hei- men. Leitgedanke ist überall die volksdeutsche Idee der Verbundenheit aller Deutschen als Grundlage der nationalen Erziehung. Die Teilnehmer werden eingeführt in die Geschichte und heutige Lage der Auslandsvolksgruppen, in grenzdeutsche Fragen und in die Formen volksdeutscher Arbeit. Sport, Singestunden und Filmvorführungen ergänzen diese Vorträge und Aussprachen. Das Reichs-Erziehungs- Ministerium hat rung 6 0 0 Landjahrerzieher einberufen, um ihnen in den VDA.-Lehrgängen diese Sonderschulung zu vermitteln.

Zwisctenfa'l im Hauptmann-Prozeß.

In der jüngsten Verhandlung im Haupt- mann-Prozeß erkannte der Tankstellenwärter, dem der Angeklagte die letzten Zehn-Dollar-Gold- noten des Lösegeldes zahlte, die zur Verhaftung führte, Hauptmann einwandftei wieder. Ein Sonder­agent der Justizbehörde sagte aus, aus dem Löse- geld stammende Noten seien im Staate Neuyork, in Chikago und sogar in Asien aufgetaucht. Bisher seien 19 o85 Dollar wiedergefunden worden, davon 14 600 Dollar in Hauptmanns Garage. Thomas S i s f, gleichfalls Agent der Bundesjustizbehörde, schilderte als Zeuge die Verhaftung Haupt­manns. Währens Sisk die Auffindung des Löse­geldes in Hauptmanns Garage beschrieb, erhob sich der Angeklagte plötzlich und rief dem Zeugen zu, er solle aufhören zu lügen. Der Wächter Haupt­manns zog ihn auf den Stuhl zurück, und auch die Zuhörer, Die bei Hauptmanns Ausruf aufgesprun­gen waren, setzten sich wieder. Der Richter Iren« chard erklärte Hauptmann, er werde sich zur an­gemessenen Zeit äußern können. Nach diesem

Zwischenfall erzählte der Zeuge Sisk, daß in der Brieftasche Hauptmanns eine Goldnote über 20 Dollar, die aus dem Lösegeld stammte, gefunden worden fei. Hauptmann habe gesagt, dies sei ein Teil seiner Ersparnisse und sei seine letzte Gold­note. Während die Wohnung Hauptmanns durch­sucht wurde, so sagte Sisk wetter aus, habe der Angeklagte verstohlen zum Fenster hinausgeblickt, anscheinend nach der Garage hin. Auf die Frage, ob das Geld in der Garage verborgen fei, habe Hauptmann den Besitz von Geld bestritten. Unter dem Boden der Garage fei ein Krug gefunden wor­den, von dem Hauptmann zunächst nichts wissen wollte. Am nächsten Tage habe er jedoch zuge­geben, in diesem Kruge drei Wochen vor seiner, Verhaftung Geld aufbewahrt zu haben. Auch bei dieser Aussage rief Hauptmann dem Zeugen zu, er solle nicht lügen. Nachdem der Generalstaats­anwalt erklärt hatte, er wolle beweisen, daß der Angeklagte nach dem 2. April 1932 nicht mehr ge­arbeitet habe, wurde die Verhandlung vertagt.

75. Geburtstag des Abtes Alban Schachleitner.

In Feilnbach bei Bad Aibling begeht am 20. Ja­nuar Abt Alban Schachleitner seinen 7 5. Ge­burtstag in geistiger und körperlicher Frische. Abt Schachleitner war einer der ersten katholischen Geist­lichen, die sich o"en zum Nationalsozialismus be­kannten und dafür kämpften. Wegen feiner deutschen Gesinnung mußte er 1918 seine Wirkungsstätte Kloster Emmaus unter dem Druck der Tschechen ver­lassen. Berühmt find seine Predigten und fein rück- haltsloses Bekenntnis zum deutschen Vaterland.

Freiflüge der Lufthansa für bedürftige Saarländer.

Als die Deutsche Lufthansa am Tag der Saar- abftimmung den Wunsch eines 86jährigen ehemaligen Gardegrenadiers im Saargebiet hörte, der noch ein­mal feine alte Garnisonstadt Berlin roieberfeben wollte, übermittelte sie ihm sofort die Einladung, diese Reise in einem Lufthansa-Flugzeug zu machen. Nunmehr hat die Deutsche Lufthansa in einem Tele­gramm an den Saarbevollmächtigten des Führers Gauleiter B ü r ck e l gebeten, ihr zehn bedürftige Saarländer namhaft zu machen, die ebenfalls ohne Ko ft en von der Saar zur Reichshaupt-

Höchstwert proklamiert worden: Die nationale Ehre. Er konnte aber zu dieser mythischen Stärke nur anwachsen, weil eine große, ehrbewußte Nation einen Zusammenbruch erlebt hatte, nach dem es nur eine Entscheidung, ein Entweder-Oder gab.

Dieser blühende deutsche Nationalismus kann nicht etwa gefahrdrohend für den berechtigten Na­tionalismus der anderen Völker werden, sondern ganz im Gegenteil gerade er kann durch seine geistige Oberhoheit über andere Lebensäußerungen des Staates allein die Garantie für jenen ge rech ten Ausgleich geben, nach dem die ganze Welt sich sehnt. Der autoritäre Staat ist imstande, sowohl eine nicht berechtigte Kulturpropaganda in Völkern anderer Raffe zu verhindern, wie eine regellose Wirtschaftsexpansion zu unterbinden, die die deutsche Nation nur zu leicht von Wirtschafts­konflikten zum politischen Zusammenstoß mit andern Völkern führen könnte. Der deutsche Nationalismus, die aus Blut und Boden gegründete Weltanschau­ung, ist nicht universalistisches Dogma. Sie glaubt aber, daß sie mit ihrem Bekenntnis zurückkehrt zu einer ehrfürchtigen Bewunderung der Natur und ihrer Gesetze. Aus diesem Grunde hat die national­sozialistische Bewegung höchsten Respekt vor einer ganz anders gearteten arteigenen Rasse und einem ebensolchen Staatswesen. Es erscheint bezeichnend, daß das Zeitalter einer nahezu regellosen Expansion über den ganzen Erdball zu einem Zusammenstoß führte und zu der Erkenntnis, daß nunmehr das Zeitalter einer Zusammenballung gekom­men ist. Jedes Volk wird hier feine Form finden. Die Abstimmung im Saargebiet hat der ganzen Welt gezeigt, wie tief das neue Lebensgefühl das ganze deutsche Volk durchdrungen hat. 'Damit ist aber auch die Möglichkeit für eine stabile außenpolitische Haltung gegeben, die uns in der Gestalt vorschwebt, daß die mit dem Leben

der Tatbestand des Hochverrats vorliege. Die Untersuchung habe zwar ergeben, daß Sinow­jew und andere Teilnehmer der Verschwörung n i d) t u n m 111 e I b a r an her Ermordung Kirows Anteil gehabt haben. Dagegen sei erwiesen, daß Sinowjew und seine Genossen genauestens über die revolutionären Absichten der terroristischen Lenin­grader Gruppe unterrichtet waren, die unter Führung Nikolajews am 1. Dezember 1934 den Mord an dem Sekretär der Partei Kirow ausge- sührt hat.

also in Landwirtschaft, Baugewerben, Verkehrs» gewerben usw. verursacht. Aber auch eine Reihe anderer Gewerbezweige, wie z. B. die Bekleidungs-, Süßwaren- und Spielzeugindustrie, muß alljährlich in den Wintermonaten eine Unterbrechung der Pro- duktionstätigkeit vornehmen. Diese saisonmä» feigen Schwankungen der Beschäftigung kann man wohl mildern, aber niemals ganz beseitigen. Für die Beurteilung der allgemeinen Lage des Arbeitsmarkts ist jedoch die Tatsache ausschlag­gebend, daß die Zahl der Arbeitslosen in Deutsch­land am Ende des Jahres 1934 um f a ft 1,5 Millionen niedriger war als im Jahr zu­vor. Das ist das erfreuliche Ergebnis der deutschen Arbeitsschlacht im letzten Jahre.

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Man hatte vor einiger Zeit der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß durch die Faserstoffverord- nung und ihre Auswirkungen die Lage eines Teils der deutschen Textil- und Bekleidungs- Industrien eine Verschlechterung erfahren könnte. Die jetzt vorliegenden Berichte einiger großer Textil» Unternehmungen, so insbesondere der der Deut­schen Baumwoll AG. in Osnabrück, zeigen, daß das nur in sehr geringem Maße der Fall gewesen ist. Die Entwicklung der deutschen Baumwollindustrie war sowohl in Hinsicht auf ihre Beschäftigung und Produktionsleistung als auch auf ihre Ertragsfähigkeit durchaus befriedigend, so daß z. B. die Deutsche Baumwoll AG. wieder eine gegenüber der vorjährigen nur unbedeutend ver- rtngerte Dividende ausschütten wird. Auch die Be­kleidungsfachgruppen im Reichsbund des Textil- emzelhandels haben kürzlich bekanntgegeben, daß von einem Warenmangel im Wirtschaftsjahr 1935/36 keine Rede sein könne. In der Damen- und Mäd- chenkonfektion übersteige bas Angebot sogar die Nachfrage.

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