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Aus aller Welt

ergehens gegen

in Tat-

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lose Filmlustspiel daraufhin zu untersuchen, ob in jeder Phase dem Parteiprogramm entspreche.

Das Ltrieil im Prozeß Plein.

3000 Mark Geldstrafe für den Präsidenten der Frankfurter Obcrpostdirektion.

Fr a n k f u r t a. M., 16. Dez. (LPD.) In später Abend­stunde fällte die Große Strafkammer im Prozeß gegen den Präsidenten der Frankfurter Oberpost- direktion Otto Plein folgendes Urteil: Der An­

einheit mit öffentlicher Beleidigung des Gauleiters Sprenger zu 3000 Mark Geldstrafe, im Nichtbeitreibungsfalle zu 30 Tagen Haft verurteilt. Das Gericht sprach dem Gauleiter das Recht zu, das Urteil im Völkischen Beobachter und un Frankfurter Dolksblatt zu veröffent­lichen.

Der Angeklagte hatte auf einer Besichtigung Frankfurter Postämter mit einem Beamten der Postreklame in der Vorhalle des Frankfurter Post­scheckamtes ein dort an einer Säule angebrachtes Plakat mit den zum öffentlichen Anschlag gebrachten Ausführungen der Partei gegen den politi­schen Katholizismus abgerissen. Gauleiter Sprenger hatte im Einvernehmen mit dem Reichs­postminister Strafantrag gestellt, in dem auf die staatsgefährliche Einstellung hingewiesen wurde. Der Staatsanwalt hatte einen Monat Ge­fängnis beantragt. Der Angeklagte fei nicht nur wegen Sachbeschädigung und böswilliger Entfer­nung des Plakats, sondern auch wegen Beleidigung zu bestrafen. Der Angeklagte habe sich eines bös­willigen Angriffs auf die Partei und den Gauleiter schuldig gemacht. Es dürfe keinen Beamten geben.

Nr. Goebbels über Berufung und Würde des Kritiker-Amtes.

Richard Wagner und Bruckner angegriffen und mißverstanden worden seien. Indem der Kritiker sein Erlebnis künstlerisch gestalte, soll er selbst zum Diener der Kunst werden. Aber er soll auch nicht darunter leiden, daß seiner Berufsbezeichnung ein Makel des Unernstes und der Zweifelhaftigkeit an­gehängt wird. Der Beruf des Kritikers sollte davor geschützt sein, als ein hemmendes Element gewertet zu werden. Aus dem Erlebnis des Kunstwerkes solle der Kritiker in Verbindung mit seiner sprachlichen Meisterschaft eine künstlerische Leistung an sich schaffen.

Als Vertreter der Presse sprach sodann in einem Schlußreferat der

Letter der Fachgruppe der Kritiker. Schriftleiter C. 2TL Koehn.

Er betonte u. a., der Kritiker habe sich als eine kulturelle Notwendigkeit erwiesen. Der Künstler wie der Kritiker seien den Wirkungen des gleichen Kulturwillens ausgesetzt: Es könne daher gar kein Zweifel darüber aufkommen, daß sie beide auch dem gleichen Ziele zustreben, das gleiche ideale Wollen haben und mit den gleichen Schwierig-

Nach der Kundgebung fand ein Propagandamarsch durch Mainz statt, der mit einem Vorbeimarsch am Gutenbergdenkmal abschloß. Der Abend vereinigte die alten Parteigenossen in den Lokalen, die ihnen während der Kampfzeit zu Versammlungsräumen gedient hatten.

Die Leiche des verschollenen Obersten Fawcett aufgefunden?

Wie Reuter aus Cuyaba in Brasilien meldet, ist in Matto Grosso die Leiche eines weißen Mannes gefunden worden, von der man vermutet, daß es sich um die sterblichen Ueberrefte des vor 10 Jahren verschwundenen britischen Forschers Oberst Faw- c e t t handelt. Der Leichnam wurde von Tele­graphenarbeitern in der Nähe eines Dorfes gefun­den, das von Eingeborenen des Chavantestammes bewohnt wird. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß der Mann von Eingeborenen getö» t e t und die Leiche enthäutet worden ist. Die Nachrichten um das Schicksal des Obersten Fawcett sind bekanntlich nie ganz verstummt. Im Jahre 1928 glaubte man endlich die Gewißheit zu haben, daß Fawcett noch unter den Lebenden weilt. Eine englische Expedition machte sich auf den Weg, ohne jedoch eine Spur des Vermißten zu finden.

aeklagte wird wegen

§ 13 4 des Strafgesetzbuches

Am Samstag gegen Mittag wurden die an der Tagung Teilnehmenden vom Reichsminister Dr. Goebbels in feinem Ministerium empfan­gen. Der Minister betonte, die fachmännische Kritik habe im wesentlichen die Aufgabe, das Gute und das Minderwertige voneinander zu scheiden und es miteinander in Vergleich zu setzen. Indessen sei der Beruf des Kritikers in erster Linie eine Sache der Berufung; der Kri­tiker dürfe sich also nicht in seinem Beruf an sich erschöpfen, er werde immer bann auf eine große Gefolgschaft rechnen können, wenn er es verstehe, den Instinkt der Zeit klar herauszustellen. Ob­wohl der Kritiker an der Formung des künstlerischen Werkes in keiner Weise beteiligt sei, müsse er doch andererseits so viel künstlerisches Verständnis und so viel Einfühlungsvermögen mitbringen, daß er g e - recht zu beurteilen vermöge. Gewiß solle die Kritik hart sein, den Dilettantismus abwehren und Rang- und Wertunter­schiede machen. Aber auf der anderen Seite müsse sie sich in Erfüllung ihrer großen Aufgabe auch davor hüten, alles das, was sie nicht als höchst­wertig empfindet, von vornherein abzulehnen und abzutöten.

Die Kritik fd nie unfehlbar. Denn jeder INenfch fei eben der Träger einer bestimmten, eigenen Geschmacksrichtung. Es fei, fo fuhr der Minister fort, ein verhängnisvoller Fehler der kritischen Betätigung, den Eindruck zu erwecken, als wäre das einmal gefällte Urteil endgültig und unantastbar. Die Kritik soll vielmehr den Leser zu eigenem Nachdenken an- regen und ihn veranlassen, sich an Ort und Stelle selbst e i n U r t e i l z u b i l d e n. Der Kritiker, der ja immer nur ein persönliches Ur­teil abgeben kann, muh seine Ausstellungen mit einem gewissen Maß von Reserve und Vornehm­heit vortragen. Diese Verantwortung liegt in seinem Recht zur Kritik eingefchlossen.

Anderseits sei es durchaus unangebracht, von den Kritikern zu verlangen, daß sie es doch selbstbesser machen" sollen. Es ist nicht an dem, daß ein wirklich schöpferischer Kritiker zugleich auch ein genialer schöpferischer Künstler sein müsse. Es gibt im Gegenteil Menschen, die auf dem spe­ziellen Gebiet der Auswertung eine ganz außer­ordentliche Begabung besitzen, daß man sich manch­mal fragt, ob nun das Kunstwerk wertvoller fei oder die Kritik. Diese Menschen haben eine Wit­terung für das künstlerische, aber es ist die Frage, ob sie auch die Kraft besitzen, d i e künstlerische Form zu gestalten. Im übrigen ist es eine selbstverständliche Voraussetzung, daß sich der Kritiker auf fein Fach versteht. Es darf nicht dahin kommen, daß der Laie zum Kritiker erhoben wird, wie sich zum Beispiel niemand an­maßen sollte, eine Oper zu kritisieren, wenn er nicht selbst die Partitur lesen kann und sie gelesen hat. Kritik erfordert also ein unerhörtes Vertiefen in die Probleme der Kunstgestaltung.

Kritik und Kunst dienen der deutschen Kultur

Die Kritiker -er deutschen presse tagen in Berlin.

Der Kritiker soll ein gereiftes und ge­rechtes, vornehmes und fachliches Urteil abgeben, ein Urteil, das den Wut nicht raubt und Ehrfurcht vor der £ei- ftung zeigt, das nicht abfchließt, sondern an» regt. 3n seiner inneren Einstellung muh er dem praktischen Arzt gleichen, der zu eingebil­deten und wirklichen Kranken geführt wird und dessen haupktugend darin besteht, sich niemals eine Ungeduld anmerken zu lassen. Er solle sich peinlich davor hüten, momentanen Stimmun­gen zu unterliegen, fällt er doch sein Urteil nicht für sich, sondern für die Oeffentlichkeit. Darüber hinaus aber soll der Kritiker bei aller Schärfe des Urteils eines auch nicht auher Betracht lassen: Das gute, ehrliche und anstän­dige Wollen! So wie die Ration neben der hervorragenden Leistung auch das gute Wol­len als etwas Unentbehrliches empfindet, so muh auch die Kritik dieses gute Wollen in den Kreis ihrer Berechnungen mit hineinbeziehen. Sie soll da Rachsicht üben, wo es den Umstän­den entspricht."

Der Minister gab den Kritikern mit eindringlichen Worten zu bedenken, daß sich manchmal selbst im primitivsten Dilletantismus der spielerische Wille des Volkes äußert und daß so mancher Künstler von Ruf und Rang einmal durch die Schmiere gegangen ist. Wäre er dort nicht entdeckt und entwickelt worden er wäre vielleicht nie in ein Staatstheater gekommen! Viele haben sich erst Schritt für Schritt auf der Stufenleiter des künstlerischen Erfolges emporgearbeitet und nie wären sie an die Spitze gekommen, hätte es nicht die unterste Stufe gegeben. Deshalb darf man das Unten nicht darum verdammen, weil es ein Oben gibt. Wie leicht kann man mit all zu herbem Urteil einem von denen, die heute noch in den Anfängen stehen, eine Barriere vorlegen, die ihm fein ganzes Leben verbaut.

Es gehe schon deshalb nicht an, überall die gleich harten Maßstäbe anzulegen, weil die Künstler gar nicht da seien, um alle Werke der Kunst mit <uten und besten Kräften zu besetzen. Und es fei Jfd)on etwas wert, wenn viele Menschen überhaupt erst einmal zu Liebhabern beispielsweise des Theaters würden und aus ihrer Mitte dann dieser und jener zu höheren Ansprüchen komme.

Der Kritiker hat mit richtiger Witterung und ohne dabei den Dilletantismus zu schonen, dem Werdenden den Weg frei zu machen. Wo immer er Großes aufspürt, muß er als warmherzi­ger Freund und Förderer auf den Plan treten, als Wegweiser und Wegbereiter des kommenden Ge­nies."

Möge aus dieser Tagung", so schloß der Mini­ster,ein inneres Vertrauensverhältnis zwischen den schöpferischen Künstlern und Kritikern erwachsen, so daß beide sich verantwortlich fühlen für eine neue Blüte einer echten großen deutschen Kunst.

s ch m a cf s zu unterstützen.

Der Präsident der Reichstheaterkammer, Dr. Rainer Schlösser,

stellte fest, daß der Nationalsozialismus eine Welt­anschauung ist und für alles und jedes neue Maß­stäbe aufgestellt hat. Auf dem Gebiet des Theaters falle dem Kritiker die fchwieriae Aufgabe zu, das abbröckelnde Alte zurückzuweisen und das Neue, welches sich anbahnt, zu erkennen und zu stützen. Man dürfe das Neue nicht mit alten Maßstäben messen, wohl aber müsse man das Alte mit neuen Maßstäben zu messen wissen. Die kritischeAuf- gabe sei nicht eine beschreibende, sondern eine wahrhaft schöpferische, nicht eine schlecht­hin berichtende, sondern eine verantwortungsvolle. Auch Präsident Schlösser forderte eine gründ­liche Vorbereitung des Theaterkritikers. Daß daneben ein sicheres Urteil und ein unbeirrbares kritisches Vermögen stehen müsse, sei selbstverständ­lich. Wo sich bereits Früchte dieser aufbauenden Kulturarbeit zeigen, da müsse man erwarten, daß gerade die Presse, welcher die verantwortliche Rolle eines Mittlers und eines Interpreten zufalle, eben­soviel Instinkt, Urteilsfähigkeit, Bildung, Takt, Re­spekt und Gewissenhaftigkeit mitbringe. Auch im kulturellen Leben sei die Presse ein Verbindungs­offizier, welcher im Sinne des Kantfchen Jmpera- tinismus den höheren Befehl so ausführen müsse, als hinge die Verantwortung für das Ganze da­von ab.

Auch der Musikkritiker brauche eine eingehende Vorbildung. Es komme darauf an, daß hier ein musisch empfindender Mensch dem Laienpublikum ein Erlebnis vermittle. Reichsminister Dr. Goebbels habe in feiner Kölner Rede darauf hingewiesen, daß der Kritiker nicht unfehlbar fei und daran erinnert, daß ja auch Beethoven,

Grohfeuer in einem Franziskanerkloster.

In dem Rietberger Franziskaner-Kloster bei Münster brach aus bisher noch nicht geklärter Ur- ache ein Feuer aus. Sechs aus der Umgebung herbeigeeilte Feuerwehren konnten nicht verhin­dern, daß der Dachstuhl des großen Klostergebäu­des vollständig ab brannte. Was vom Feuer verschont blieb, wurde durch die Wassermas- en stark beschädigt. Das Kloster, das im Jahre 1621 erbaut wurde, barg große Kunstschätze und eine wertvolle Bibliothek, die zum größten Teil ge­rettet werden konnten. Die Höhe des Schadens läßt sich noch nicht feststellen. Kinder hatten das Feuer im Kloster zuerst bemerkt. Sie alarmierten die Pater, die gerade beim Abendessen saßen. Etwa zehn Minuten später hatte sich das Feuer schon über den ganzen Dachstuhl ausgebreitet und griff später auch auf die Wirtschaftsgebäude über. Der Dachstuhl und der Turm mit den Glocken sind durch das Gewölbe gestürzt.

Zwei Todesopfer eines Autounglücks.

Auf der Landstraße zwischen Edesheim und Nort­heim (Hannover) ereignete sich ein Kraftwagen­unglück, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Ein Motorzug versuchte einen stark abschüssi­gen Feldweg hinunterzufahren. Hierbei kam das Fahrzeug ins Schleudern, der Kraftwagen und die zwei Anhänger überfchlugen fich und stürzten die Böschung hinunter. Die beiden Kraftwagen­führer gerieten unter die Räder und die Steuerung der schweren Zugmaschine; sie waren sofort tot. Dem Bremser des zweiten Anhängers wurden beide Beine ab gequetscht; er wurde in bedenklichem Zustand in das Krankenhaus in Nort­heim eingeliefert. Erst nach stundenlangem Arbei­ten gelang es, die beiden Toten zu bergen. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.

Schwere Bluttat eines entlassenen Arbeiters in Amerika.

In Los Angeles (USA.) erschien dieser Tage ein entlassener Notstandsarbeiter an seiner früheren Arbeitsstelle. Dort erschoß er mit einem Repe­tiergewehr vier seiner früheren Arbeitskameraden und verwundete drei schwer. Nach einem Fluchtversuch konnte der Mörder von Polizeibeam- ten überwältigt und abtransportiert werden. Seine früheren Arbeitskameraden konnten nur mit Mühe davon abgehalten werden, ihn zu lynchen.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Der mit feinem Zentrum im Nordseegebiet lie­gende Wirbel füllt sich auf. Er brachte am Montag zunächst eine Zufuhr milderer Meeresluft, die in den Niederungen Anlaß zu Regenfällen und Tau- roetter gab, späterhin jedoch einen Einbruch kälterer polarmaritimer Luft brachte. Er ging vor allem in Nordwest- und Westdeutschland unter heftigen Böen vor sich und lieferte hier ergiebigen Niederschlag, der im Gebirge aus Schnee bestand und eine erhebliche Besserung der Sportmöglichkeiten mit sich brachte. Im Kanalausgang liegt ein neuer Wirbel, der nach Frankreich vordringt und uns bereits im Laufe des Dienstag Milderung und neue Niederschläge bringen wird. Anschließend ist wieder neue Abkühlung wahr-

feiten fertig werden müssen. Der nationalsozia­listische Kunst- und Kulturwille sei heute noch viel­fachen Deutungen und Mißverständnissen ausgesetzt. Wenn man auf dem Standpunkt stehe, daß die Kunst im deutschen Filmschaffen den Vorrang gegenüber der deutschen Wirtschaft behalten müsse, dann dürfe dem Kritiker nicht immer vorgehalten werden, er gefährde Interessen der Wirtschaft. Denn dann müsse er die Möglichkeit haben, sich mit den künstlerischen Bedingtheiten des jeweiligen Films restlos auseinanderzusetzen. Sei man aber der Meinung, daß die Filmindustrie in diesen Entwicklungsjahren erst einmal eine Art von Burgfrieden brauche, um sich wirtschaftlich auf feste Füße zu stellen, so müsse man auch die äußere Form der Kritik fallen lassen, denn die vom Schriftleiter geforderte Verantwortung gegenüber der Oeffentlichkeit lasse es nicht zu, eine Stellungnahme vorzutäuschen, die in Wirklichkeit eine Rücksichtnahme bedeutet. Allerdings müsse die Kritik ihr Urteil nach den Maßen des Objekts einrichten. Es sei nicht nötig, jedes Harm-

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das beliebte Weihnachfaeschenk

scheinlich.

Aussichten für Mittwoch: Nach verbreite­ten Niederschlägen (in den Niederungen Regen) neue Milderung, wechselnd bewölktes Wetter mit Schauertätigkeit und Abkühlung, anfängliche süd­liche, später nach Norden drehende Winde.

Aussichten für Donnerstag: Unbestän­diges, aber wieder kälteres Wetter mit zeitweiligen Niederschlägen (meist Schnee).

Lufttemperaturen am 16. Dezember: mittags 3,1 Grad, abends 1,2 Grad; am 17. Dezember: morgens 0,1 Grad. Maximum 4,2 Grad, Minimum1,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Dezember: abends 0,1 Grad; am 17. Dezember: morgens 0,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 1,6 Stunden. Niederschläge 7 mm.

Wintersport-Wetlernachrichten.

Vogelsberg. Hoherodskopf: bewölkt, 6 Grad, 45 cm Gesamtschneehöhe, 8 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Rhön. Wasserkuppe: Schneefall,4 Grad, 30 cm Gesamtschneehöhe, 6 cm Neuschnee, verweht, Ski und Rodel gut.

Taunus. Kleiner Feldberg: bewölkt,3 Grad, 19 cm Gesamtschneehöhe, 7 cm Neuschnee, Pulver­schnee, Ski gut, Rodel mäßig. Großer Feldberg: be- wölkt,3 Grad, 20 cm Gesamtschneehöhe, 7 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski gut, Rodel mäßig.

Schwarzwald. Feldberg: bewölkt, 4 Grad, 105 cm Gesamtschneehöhe, 6 cm Neuschnee, Pulver­schnee, Ski und Rodel sehr gut.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D.A. XI. 35: 11030. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein­druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

faffee zu lesen, was über eine Aufführung in der Zeitung gesagt werde. Ein falsches Lob sei für die Kunst 'genau so schlecht, wie falscher Tadel. Es müsse gefordert werden, daß sich der Kritiker zu sei­nen Neigungen und Abneigungen bekennt. Es sei Adolf Hitlers wichtigster Grundsatz, daß Gesin­nung und Leistung vereint erst das ausmachen, was als nutzbringend anerkannt werden könne. Die beste Gesinnung nutze nichts, wenn ihr nicht eine wertvolle Leistung entspreche und die Lei­stung allein sei nicht anzuerkennen, wenn der Lei­stende nicht von reiner Gesinnung erfüllt sei. Künst­ler und Kritiker würden sich am besten verstehen, wenn beide eingesehen haben, daß es in der Kunst überhaupt nicht gelte zu herrschen, sondern nur zu dienen.

Der Präsident der Reichsfilmkammer, Prof. Lehnich, führte aus, daß er es als feine Aufgabe betrachte, dem deutschen Film Produktionsbedingungen zu schaffen, die dem talentierten und genialen Künstler sowohl wie dem wirtschaftlichen und erfolgreichen Kaufmann die Möglichkeit geben, jährlich eine An­zahl künstlerischer Spitzenleistungen herzustellen und das Durchschnittsniveau des deutschen Filmes zu heben. Die Presse müsse ihren ganzen Einfluß ausüben, um der Oeffentlichkeit klar zu machen, daß sich der Film von Kintopp und Amüse­ment zu einer ernsthaften Kunst entwickelt habe. Die Reichsfilmkammer werde die deutsche Presse bei der filmfachlichen Ausbildung zahlreicher junger Kräfte unterstützen. Es sei notwendig, den deutschen Film von dem unseligen Star­kult zu befreien, der immer nur den Film um einen Schauspieler konstruieren wolle. Die Kritik des einzelnen Filmwerkes sei immer noch Gegenstand der lebhaften Klage. Es widerspreche nationalsozialistischer Auffassung, in jedem Lustspiel, in jeder Operette und in jedem Unterhaltungssilm weltanschauliche Gedankengänge xu suchen. Es sei eine große, fruchtbare und lohnende Aufgabe der deutschen Presse, den Kampf um die Höherentwicklung d e s Publikumsge-

Berlin, 16. Dez. (DNB.) Am Samstag fand im Haus der Deutschen Presse auf Veranlassung der Reichskulturkammer eine Tagung der in der deutschen Presse tätigen Kritiker statt, an der die Präsidenten der Reichsmusikkammer, der Reichs- theaterkammer und der Reichsfilmkammer, der Keichskulturwalter Hinkel, eine Reihe von Mit­gliedern des Reichskulturfenats und weitere führende Persönlichkeiten aus dem deutschen Kunstleben teil­nahmen.

Der Leiter des Reichsverbandes der Deutschen presse, Hauptschriftleiter Wilhelm Weih, betonte zu Beginn der Tagung u. a.: Die Ver- bindung zwischen Kunst und Presse stelle die Kritik dar, in deren Wesen es liege, daß man sich im Laufe der Zeit leider daran gewöhnt habe, in der Kritik so etwas von gottgewolltem Gegensatz zur künstlerischen Leistung zu er­blicken. Jede begründete Kritik sei selbst eine schöpferische Leistung. Der Kritiker sei Schrift­leiter im Sinne des Schriftleitergesetzes. Er fei kein Privatmann, der feine Beziehungen zur Kunst nach irgendwelchen persönlichen ober sonstigen Gesichtspunkten eigenmächtig regele.

Als Träger einer öffentlichen Auf­

gabe habe er sich in dem Rahmen einzufügen, den der nationalsozialistische Staat und die nationalso­zialistische Weltanschauung bilden. Es sei heute nicht entscheidend, ob ein Theaterstück vom Kritiker für gut oder schlecht befunden werde, sondern ent­scheidend sei, für welche Sache auf der Bühne gekämpft werde. Kunst sowohl wie Kritik dienen einem höheren Ideal, dem Ideal der nationalen Ehre und dem Ideal einer wahrhaft deutschen Kultur. Niemand werde be­haupten wollen, daß dieses Ideal in Theater und Film heute schon überall erreicht sei. Damit es aber erreicht werde, dazu brauche man die positive Mitarbeit der Kritik.

Der Präsident der Reichsmusikkammer, Pros. Raabe, wies darauf hin, daß es Aufgabe der Kritik fei, für den Zeitungslefer zu schreiben; dem Leser solle sie eine Würdigung des Kunstwerkes und der Kunstleistung bieten, eine Würdigung, die selbst­verständlich nicht objektiv sein könne, weil jedes Urteil subjektiv sei, sie müsse aber deut­lich erkennen lassen, welchen Eindruck Werk oder Leistung auf den Kritiker gemacht habe. Da der Künstler seine Arbeit immer als etwas Ernstes, oft als etwas Heiliges empfinde, habe er Anspruch darauf, daß der Kritiker bei der Beurteilung neuer Werke in genügendem Maße vorbereitet sei. Daher sei die Abschaffung der Nachtkritik notwendig. Nur der Snob habe das unabweisbare Bedürfnis, schon beim Morgen­

der nicht mit dem Herzen der nationalsozialistischen Bewegung und der nationalsozialistischen Welt­anschauung zugeneigt sei. Plein bexufe sich darauf, daß er vorher auch andere Plakate entfernt habe. Es waren Plakate, auf denen stand:Achtung! Fußbodenglätte!",Spucken verboten!" Daß es möglich sei, das Plakat, das im Scheckamt ange­schlagen war, in einem Atemzug mit diesen Plakaten zu nennen, sei der beste Beweis, daß der Angeklagte nicht das fei, was man von einem Beamten im nationalsozialistischen Staat verlangen könne, um so mehr von einem Beamten, der 15 000 Beamte unter sich habe.

Zehnjähriges Bestehen der NSDAP in Mainz.

LPD. Mainz, 16. Dez. In der Stadthalle feierte die Ortsgruppe Mainz der NSDAP, die zehnjährige Wiederkehr ihres Gründungstages. Gau­leiter Sprenger überbrachte der Kreisleitung Mainz seine herzlichsten Glückwünsche. Gerade Mainz sei ein schwieriger Boden für die Bewegung des Führers gewesen. Während man außerhalb des besetzten Gebietes bereits im Winter 1922/23 Orts­gruppen gegründet hatte, konnten sich hier erst im Jahre 1925 beherzte Männer zusammentun, die gewillt waren, das Letzte einzusetzen. Scharf rech­nete der Gauleiter bann mit denen ab, die sich unter dem Deckmantel der Konfessionen der Einheit des deutschen Volkes immer noch entgegenstellen. Nach einem Appell, kleinliche persönliche Meinungs­verschiedenheiten in sachlicher Aussprache zu beseiti­gen, schloß er mit der Mahnung, eingedenk zu sein des Schwures der unverbrüchlichen Treue zum Führer und den von ihm ernannten VocgejeKen.