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war die Gefolgschaft der hiesigen Molkerei zu einem Betriebsappell in Anwesenheit von Pg. Kreiswalter Hartmann und Kreiswerkschar­führer Pg. Löffler zusammengerufen worden. Pg. Löffler setzte Ziel und Aufgabe der Betriebs- appelle auseinander, nämlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer das für die Wirtschaft notwen­dige Einvernehmen zu geben. Kreiswalter Hart­mann zeichnete ein Bild vom Sinn und der Auf- -gabe des Vertrauensrates und der Arbeitsfront. Es wurde eine W e r k f ch a r gebildet, der alle Werksan­gehörigen im Alter von 18 bis 25 Jahren angehören

und deren Führer das Vertrauensratsmitglied Pg. Essenwanger wurde. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer schloß Betriebsführer Pg. Schußler den Appell. In der üblichen Weise wurden auch hier Bürgermeister, Beigeordnete und Gemeinderäte auf die neue Gemeindeordnung verpflichtet. Es wurden verpflichtet: Bürgermeister A. Schneider, 1. Beigeordneter R. Schußler, 2. Bei­geordneter O. Hofmann. Zu Gemeinderäten: H. Scharmann, H. Römer, O. Lind, O. Schneider, O. Semmler, H. Jöckel Schellnhausen.

Oer Grünberger Gallusmarkt.

Oer erste Tag.

4- Grün berg, 16. Oft Das trockene, milde Herbstwetter, das den ganzen Tag über anhielt, war schon eine Hauptbedingung für einen guten Markt. Schon früh begann der Auftrieb zum Sch wein e- und Rindermarkt. (Siehe untenstehend beson­deren Bericht.)

Um die Mittagsstunde setzte starkerZustrom von Marktbesuchern ein. Außer den ver­stärkt fahrenden fahrplanmäßigen Zügen kamen aus Richtung Alsfeld und Gießen je ein Sonderzug, ebenso verkehrte auf der ButzbachLicher Eisenbahn ein Sonderzug, ein sehr großer Teil Marktbesucher kamen außerdem zu Fuß oder mit Auto, da beson­dere Omnibusfahrten von einzelnen Orten verkehr­ten. So entwickelte sich dann von der Mittagsstunde ab das gewohnte Bild des Gallusmarktes: starker Verkehr auf dem Marktplatz in den Gassen der Ver­kaufsstände, oder auf dem anliegenden Iuxplatz, dann das Hin und Her des Menschenstromes vom Marktplatz nach der Stadt, wo die Massen in den Straßen oder den Geschäftshäusern sich drängten.

Außergewöhnlich stark waren diesmal die Krä - merstände vertreten; waren bei der Verlosung am Dienstagnachmittag bereits 400 Meter vergeben, so erhöhte sich diese Zahl durch am Mittwochmorgen noch eintreffende Nachzügler um weitere 200 Meter. Damit übertraf die Zahl der Stände recht erheblich

die Beschickung der letzten Jahre. Auch die Ausge­staltung des Juxplatzes war eine sehr reichhaltige.

In den späten Nachmittagsstunden begann in allen Sälen der Stadt der Tanz, für den diesmal nach zweijähriger Pause auch wieder die Turnhalle auf Betreiben des Marktausschusses vom Kreisamt zuge­lassen war. In allen Sälen, sowie in den Gastwirt­schaften, Bäckereien und Metzgereien herrschte star­ker Betrieb, der bis in die späten Nachtstunden an­dauerte. Das geschäftliche Ergebnis des Marktes war, schon begünstigt durch den sehr starken Besuch, allgemein ein gutes. Die Marktwache, sowie die durch auswärtige Kräfte verstärke Potlizei fand bis zum Abend keinen Anlaß zum Eingreifen, nur für ein abhanden gekommenes kleines Kind wurde ihre Hilfe in Anspruch genommen.

Jedenfalls hat sich der Gallusmarkt wieder ein­mal als das erwiesen, was er in Wirklichkeit ist: ein Markt und Volksfest von großer wirtschaftlicher Bedeutung für Grünberg und seine nähere und weitere Umgebung.

Der zweite Tag (Donnerstag) bringt Fortsetzung des Krämermarkts und der Volksbelustigung. Außer­dem findet am Nachmittag in der Turnhalle eine große Bauernkundgebung statt. Redner ist Kreisbauernführer O t t (Usingen), ferner wird die Referentin bei der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Frl. Johanna Bopp (Frankfurt a. M.), sprechen.

Die Viehmärkte auf dem Gallusmarkt.

Auch in diesem Jahre konnte man wieder die Wahrnehmung machen, daß der Gallusmarkt einer der größten Ferkelmärkte Oberhessens ist. Aufgetneben waren heute 831 Ferkel. Folgende Preise wurden erzielt: bis 6 Wochen alte Ferkel 18 bis 22 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 22 bis 27 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 26 bis 30 Mark, Läufer 30 bis 36 Mark. Handel langsam, es verblieb etwas Ueberstand, die Preise ließen gegen Schluß des Marktes etwas nach.

Als Neuheit des Marktes war mit dem Ferkel­markt eine Ferkelprämiierung verbunden. Veterinärrat Dr. Fuchs (Grünberg), Landwirt und Züchter Stark (Wirberg) und Schweinehändler Münch (Mücke) bildeten das Preisgericht. Bei der Preiszuteilung wurde auf Gleichmäßigkeit, Form­schönheit und gesundes Aussehen des Ferkelschlags Rücksicht genommen. Folgende Preise wurden ver­liehen: H. Fuchs II., Ruppertenrod, Ehrenpreis; Hch. Stein VII., Unter-Seibertenrod, und K. Rock, Solms-Ilsdorf, je einen 1. Preis; Ed. Heßler, Queckborn, Ad. Köhler, Ermenrod, Wilh. S t Ü h- I e r, Lehnheim, Wilh. Schäfer, Ober-Bessingen,

und H. Horst, Unter-Seibertenrod, je einen 2. Preis; Ehr. Brück, Grünberg, H. H o r st I., Rupperten­rod, Ehr. Ludwig, Beltershain, A l b a ch, Hatten­rod, Gg. Hofmann, Stangenrod, Karl Lang, Nonnenroth, H. Kühn, Göbelnrod, H. P r e i ß, Ruppertenrod, Rud. Reitz, Bernsfeld, und Zim­mer, Nieder-Beffingen je einen 3. Preis.

Am Rindviehmarkt waren 25 Stück aufge­trieben. Wahrscheinlich hat hier die gesetzlich gefor­derte Blutuntersuchung über denÄbortus Bang" stark hemmend auf die Beschickung des Marktes gewirkt, da andererseits starke Nachfrage war. Rin­der, $/4- bis einjährig kosteten 140 bis 150 Mark, ein- bis zweijährig 150 bis 350 Mark, ältere tra­gende Kühe 300 bis 360 Mark. Ein 2V» Jahre altes Rind (tragend) brachte 420 Mark, eine jüngere Kuh (von der Viehoerwertungsgesellschaft Fulda) da­gegen 520 Mark, für ein weiteres Stück (Rind) wurden von ihr 550 Mark gefordert. Hier wirkte eine Kommission unter Führung von Landwirt­schaftsrat Dr. D i e n st - Grünberg bei der Taxie­rung des Viehes mit.

pserde-prämiierung in Berstadt.

Berstadt, 15. Okt. Die Pferde züchter- Vereinigung Ob er Hessen im Landesver­band der Pferdezüchter in Hesfen-Nassau veranstal­tete unter der Leitung von Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner, dem Leiter des Tierzuchtamtes Gießen, eine Bezirks-Pferde- und Reichsoerbands- Stutenschau verbunden mit einer Dauerzugleistunqs- prüfung, die von den Wetterauer Zuchten reichlich beschickt war und sich trotz der zur Zeit dringlichen Feldarbeiten größten Interesses erfreute. Vorge­führt wurden etwa 60 Tiere aller Gattungen. Die Tiere befanden sich durchweg in guter Pflege und erzielten gute Noten. In der Preisbewertung war die Abteilung Warmblut der Abteilung Kaltblut leicht überlegen.

In dem Urteil der Preisrichterkommission, deren Obmann Landesstallmeister Dr. Denker war, wurden in der Abteilung Kaltblut die dreijährigen Stuten, beim Warmblut die der älteren boden­ständigen Stuten und die bodenständigen Jähr­lingsstuten, ausnahmslos in Oberhessen gezogene

Fohlen, am besten bewertet. Sehr interessant war der Wettbewerb der bodenständigen Stuten in den beiden Abteilungen. Den Ehrenpreis in der Abtei­lung Kaltblut erzielte Bauer Karl Coburger, Nieder-Mockstadt, für seine dreijährige in Hessen gezogene Stute, einen Rotschimmel von Brutus aus Werra. Den Siegespreis in der Abteilung Warmblut wurde dem Bauer Albrecht Müller, Bellersheim, für feine braune zweijährige Stute von Apollo aus Mira zuerkannt. Die Preise wur­den von der Bürgermeisterei Berstadt bzw. der Hengststation Voelbel gestiftet. Die Spitzentiere wer­den bei der am 9. November in Frankfurt a. M. stattfindenden Landesschau zur Prämiierung zuge­lassen. Bei dem sehr guten und gepflegten Zustand des oberhessischen Zuchtmaterials sollte man mit Erfolgen rechnen dürfen.

Anschließend an die Schau nahm Dr. Franke vom Reichsverband der Kaltblutzüchter Berlin am Kraftmeßwagen die Höchstzugleistungsprüfungen vor, die sehr großes Interesse fanden und von den

zahlreichen Zuschckuern mit viel Beifall begleitet wurden. Den Züchtern fielen zahlreiche und wert­volle Barpreise zu, deren Verteilung der Obmann der Preisrichterkommission vornahm.

Oie Ergebnisse:

Abteilung Kaltblut.

Jährlings-Heng st e: 3. Preis Aug. Petri I., Dorn-Assenheim;

Vierjährige und ältere Stuten (in Hessen gezogen): Ia-Preis Hch. Dreut II., Griedel; Id-Preis Wilhelm Marloff, Reichelsheim; 2a-Preis Karl Sprengel III., Reichelsheim; 2d-Preis Wilhelm Marloff, Reichelsheim; 2c-Preis Karl Sprengel III., Reichelsheim; 3a-Preis August Petri I., Dorn- Affenheim; 3d-Preis Wilhelm Kammer II., Ober- Widdersheim; Anerkennung Rudolf Alter, Berstadt. Das Material dieser Klasse war gut.

Vierjährige und ältere Stuten (außerhalb Hessens gezogen): 2a-Preis Adolf Wolf, Wallernhausen; 2d-Preis Hermann Dauernheim, Heuchelheim; 3. Preis August Petri I., Dorn-Assen- heim. Material in dieser Klasse ziemlich gut.

Dreijährige Stuten (in Hessen gezogen): 1. Preis Karl Coburger, Nieder-Mockstadt; 2a-Preis Robert Weitz, Heuchelheim; 2d-Preis Willi Eimer, Reichelsheim; 3. Preis August Ludwig, Reichels­heim. Material in dieser Klasse gut bis sehr gut.

Dreijährige Stuten (außerhalb Hessens gezogen): 1. Preis Wilh. Konrad Schäfer, Reichels­heim; 2. Preis Wilh. Christian Haub, Nieder-Weifel. Material dieser Klasse sehr gut.

Zweijährige Stuten: II. Preis: Gg. Wolf, Wohnbach; III. Pr. Karl Rau I., Berstadt. Material dieser Klasse gut.

Jährlings-Stuten: I. Preis Hch. Dreut II., Griedel; Ila-Preis Adolf Wolf, Wallernhausen; Ild- Preis Wilh. Hensel II., Södel. Material dieser Klasse sehr gut.

Abteilung Warmblut.

Vierjährige und ältere Stuten (in Hessen gezogen): Ia-Preis Rud. Koch, Treis-Münzen- berg; Ib^Preis Gust. Weber, Ober-Hörgern; II. Pr. Jakob Müller II. Wwe., Ober-Hörgern; IIIa-Preis H. L. Dreut, Griedel; IIId-Preis Otto Metzger, Mün- zenberg. Material dieser Klasse gut bis sehr aut.

Vierjährige und ältere Stuten (äußere halb Hessens gezogen); Ia-Preis Gust. Weber, Ober- Hörgern; Id-Preis Albrecht Müller, Bellersheim; Ila-Preis Ernst Walter II., Trais-Münzenberg; Ild- Preis Otto Metzger, Münzenberg; Ilc-Preis Heim?« Knöll, Berstadt; IIIa-Preis Rudolf Koch, Trais« Münzenberg; IIId-Preis Otto Heller, Echzell; Illc- Preis Albert Bopp, Griedel. Material dieser Klasse gut.

Dreijährige Stuten: Ia-Preis Konrad W« Jung, Lang-Göns; Id-Pr. Willi Schultheiß, Heuchel­heim; II. Preis Konrad Gerhard, Langd. Material dieser Klasse sehr gut.

Zweijährige Stuten: I. Preis Albrecht Müller, Bellersheim; Ila-Preis Wilh. Keßler, Lang- Göns; lld-Preis Albert Ulrich, Reichelsheim; Illa- Preis Albert Tröster, Griedel; llld-Preis Friedrich Wilh. Schäfer, Reichelsheim. Material dieser Klasse gut bis sehr gut.

Jährlings-Stuten: Ia-Preis Adam Wolf, Wohnbach; Id-Preis Ernst Walter U., Trais-Mün- zenberg; II. Preis Wilh. Koch I., Berstadt; III. Preis Albert Dieffenbach, Berstadt. Material dieser Klasse sehr gut; Spitzentiere vorzüglich.

höchstzugleistungsprüfungen am kraftmehwagen.

Mittelschwere Gespanne: 1. Gg. Wolf, Wohnbach, 265 Zentner in 11,2 Sekunden; 2. Rud, Alter, Berstadt, 259 Ztr. in 6,2 Sek.; 3. W. Stork I., Berstadt, 247 Ztr. in 9,2 Sek., 4. Keßler, Großen- Linden, 235 Ztr. in 9,1 Sek.; 5. Krieb-Knöll, Ber­stadt, 235 Ztr. in 9,2 Sek.; 6. Aug. Petri, Dorn- Assenheim, 223 Zentner in 8,4 Sekunden.

Schwere Gespanne: 1. Marloff, Reichels­heim, 235 Zentner in 7,3- Sekunden.

Aus den preußischen Nachbargebieten.

Zwei junge Mädchen vermißt.

LPD. Marburg, 16. Okt. Seit einigen Tagen werden die 15jährige Ida N ü s s e r und die 19jäh- rige Katharina 0 11 e r b e i n aus Marburg-Ockers- Haufen vermißt. Ida Nässer ist 1,55 bis 1,60 m groß, von schlanker Figur, hat dunkelblonde Haare, gebräunte Gesichtshaut und war bekleidet mit weißer Kappe, graumeliertem Mantel, rosa und schwarz getupftem Musselinkleid, hellbraunen Seidenstrümp­fen und braunen Halbschuhen. Die Katharina Otterbein ist 1,56 m groß, hat schwarzes, nach hinten gerolltes Haar und war bekleidet mit hell­grauem Mantel, hellen Strümpfen, hellen Schnür­schuhen, gestreiftem Druckkleid mit weißem Kragen. Die Marburger Kriminalpolizei erbittet Mitteilungen über den Verbleib der beiden Vermißten.

Gescbästsschließung

wegen lleberschreitens der Höchstpreise.

LPD. Hanau, 16. Okt. Die Hanauer Polizei teilt mit: Anläßlich der polizeilichen Kontrolle der hiesigen Metzgerläden wurde festgestellt, daß der Metzgermeister Theodor Meininger die festge­setzten H ö ch st p r e f e für Fleisch- und Wurst­waren in ganz erheblichem Maße überschritten hat. In Anbetracht des volksschädigenden Verhaltens hat die Geheime Staatspolizei das Geschäft ge- schlossen.

Kreis wehlar.

<£ Rodheim a. d. Bieber, 14. Okt. Am gestrigen Sonntagnachmittag unternahmen 36 An­gehörige der hiesigen NS. - Frauenschaft einen Ausflug mit Postauto nach Trohe bei Gießen. Es handelte sich um einen Gegenbesuch bei der dortigen Frauenschaft, die im vorigen Sommer in Rodheim war. Nach fröhlicher Fahrt durch den herrlichen Herbsttag trafen die Ausflüglerinnen in Trohe ein, wo sie von der dortigen 'Frauenschaft durch die Leiterin Frau Rühle herzlich willkom­men geheißen wurden. Bald war die Verteilung der Gäste auf die einzelnen Familien geschehen, und dann wurde im gastlichen Trohe Umschau ge­halten. Im GasthausZum Burgkeller" traf man sich dann zu einem gemeinsamen Plauderstündchen. Hier sprach Lehrerin Frau E i n tz, die Leiterin der hiesigen Frauenschaft, den Gastgebern herzliche Dankesworte und gab mit einem Gruß an den Führer und Reichskanzler der ganzen Veranstal­tung den würdigen Abschluß. Gegen 18 Uhr wurde die Heimfahrt angetreten

ILützellinden,16. Okt. Der Beauftragte der NSDAP., Kreisleiter Haus (Wetzlar), hat folgende Bürger unseres Ortes auf die Dauer von 6 Jahren zu Gemeinderäten berufen: Zimmermann Otto Altenheimer, Landwirt und Maurer­meister Georg Allendörfer, Landwirt Friedrich L u h, Landwirt Heinrich Lenz, Friseur Her­mann Weber und Zugführer Georg Wenzel. Die Gemeinderäte wurden durch Bürgermeister Engel in ihr Amt eingeführt. Die Aemter der Beigeordneten sind dem Landwirt und Maurer Wilhelm Altenheimer, dem Landwirt Ludwig Hölz und dem Landwirt Ludwig Jung über­tragen.

<xd Hörnsheim, 16. Okt. Folgende Bürger wurden vom Beauftragten der NSDAP, auf dis Dauer von 6 Jahren zu G e m e i n d e r ä t e n be­rufen: Arbeiter Friedrich Kuhl, Landwirt Wil­helm G l a u m , Landwirt Wilhelm Ludwig, Maurer Heinrich Volk L, Landwirt Anton Bep - I e r IV. und Landwirt Wilhelm B e p l e r II. Die Gemeinderäte wurden in der letzten Sitzung durch Bürgermeister Volk in ihr Amt eingeführt und verpflichtet. Beigeordnete sind der Landwirt Ferd. Schwarz und der Landwirt Otto Schneider.

0 Groß-Rechtenbach, 16. Okt. Vor fünf­unddreißig Jahren nahm Prediger T r i p p l e r dis Arbeit in der hiesigen Gemeinde im Dienste der Evangelischen Gesellschaft auf. Aus Anlaß des Ju­biläums fand im Vereinshaus eine schlichte Feier statt. Direktor C l a s s e n von der Evangelischen Ge­sellschaft überbrachte die Glück- und Segenswünsche des Hauptvorstandes in Barmen. Der Vorsitzende des hiesigen Zweigvereins, Friedrich Ludwig, schilderte in dankbarer Würdigung die Arbeit der Evangelischen Gesellschaft im hiesigen Bezirk und die Verdienste des Predigers Trippler. Der Jubilar dankte für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen. Der Gemischte Chor, der zur Verschönerung '.her Feier beitrug, schloß mit einem Chorlied. Die hiesige Evangelische Gesellschaft feierte am Sonntag ihr I a h r es f e st, das von Prediger T r i p p l e r mit Schriftverlesung und Gebet er­öffnet wurde. Pfarrer Becker (Garbenteich) hielt die erste, Pfarrer B i e s g e n (Reiskirchen) die zweite Festanfpache. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Harth, sprach über die Epistel des Tages. Der Gemischte und der Männerchor bereicherten das Fest mit mehreren Darbietungen. Auch die Posaunen- chöre von Groß-Rechtenbach und Hochelheim wirk- ten mit.

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