Heute früh 3 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Konrad Ludwig Seipp Ziegler
im Alter von 73 Jahren.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Elisabethe Seipp, geb. Harbach und Kinder.
Lindenstruth (Ziegelhütte), den 16. Oktober 1935.
Die Beerdigung findet am Freitag, dem 18. Oktober, nachmittags 21/, Uhr in Lindenstruth statt.
5954 D
im Alter von 39 Jahren.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Marie Artz und Kind
Lang-Göns, den 16. Oktober 1935.
Kaufmann und Schneidermeister
Die Beerdigung findet Freitag nachmittag IV, Uhr statt.
5939 D
nehmen.
Wetterbericht
5944V
für:
fP« fern unb. für b, Vmch W noch beits Cchv werk
(Eß
hieß ihrer fojnm -es 91 Führe geeigi lismu
W la hei
2000 Mt zur Ablösung e. ölufwcrt.»Hnpo- tbekperl.Jan.36 gesuhlt. Schrift!. Angeb. v. Selbst» gebet unt. 04448 andenGieß.Anz.
SOM.
sucht Arbeit, yeg. Sicherh.Schriftl. Angeb. u. 04444 andenGieß.Anz.
Kleine Anielgen richten sich an Die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinan« zeigen in die Heimatzeitung, den BleßenerAnieiger
Gebrauchtes 04489 Schlafzimmer billig zu verkauf. Asterweg 71 p. r. [Verschiedenes] ■Mara alle lästig. Haare, Lebemecken.
Pickel, Sommer» spross, usw. end. u. Gar. I. immer ^rau B. Gulden Svrechst.s>reitag fließen, Alleenstraße 40 p. 9—7 Dhr durchgehend.
De: bei l 500 9 aefun sehba Die s jo bi
Bekanntmachung.
Die äußeren Weißbinder» und Anstreicherarbeiten
ScttM
entlaufen 94443
Lindeuvlaiz 4.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenteilen Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An» zeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 35. 9929. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch» und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf» Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
StMUM
Gießen «mD Kreitag, 18. Oft 20 bis 22.30 Uhr 3. Freit.-Abonn.
Preise von 0.40 bis 2.50 Rm. letzte öffentliche Aufführung:
Der Prinz von Homburg Schauspiel von Heinr. v. Kleist.
'Ein figen, durch altem nieur lange wirsch war fj
Wagrotze Werth 'puren dem 5 batte, notf) \ . Da des 5 ihre Umzi >n M Auto Denk eines unter
Da die * quiet] hachb ein ; harte [teile den 0 Dertoi rintf) Hch fc ander ies hinauf th
S fr: Mein hbi Ä toeit 0
BetgeDung oon SttoBenUflnoröelteB.
Die Arbeiten und Lieferungen für die Herstellung von fileinpflaffcr in der Ortsdurchfahrt Berstadt sollen auf Grund der Reichsverdingungsordnung im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden. 5942D
Es handelt sich um die Lieferung von zirka 350 cbm Grundbausteinen, 50 m Randsteinen, 50 Sack Zement und zirka 900 t Pflastersand (Fluhsand); die Ausführung von zirka 4550 am Klein» Pflaster, 4900 qm Grohpflaster und Versetzen von zirka 50 m Randsteinen.
Angebote können ab Freitag, den 18. Oktober 1935, während der Dienststunden auf unserem Geschäftszimmer abgeholt und die Bedingungen eingesehen werden.
Die Angebote sind bis zum 24. Oktober 1935, vormittags 10 Uhr, bei uns Hitlerwall 371 portofrei im verschlossenen Umschläge mit der Aufschrift „2bi* gebot für die Ortsdurchfahrt Berstadt, Submission am 24. Oktober 1935" einzureichen. Die Eröffnung erfolgt in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber. Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 16. Oktober 1935.
Provinzialdirektion Oberhessen.
Tiefbau.
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Im Bereiche feucht-milder Meeresluft hat sich bisher das überwiegend bewölkte und vielfach nebelige Wetter gehalten, wobei sogar leichte Regentätigkeit oon Norden her auch auf unseren Bezirk über« gegriffen hat. lieber Nordengland ist zur Zeit sehr heftiger Druckfall im Gange, so daß mit der Entwicklung eines kräftigen Teilwirbels im Nordseegebiet gerechnet werden kann. Dieser wird insofern Einfluß auf unser Wetter nehmen, als er wieder größere Lebhaftigkeit im Wettergeschehen bringen wird. Da dabei die Dunst- und Nebelbildung nachläßt, wird sich der Witterungscharakter freundlicher gestalten.
Aussichten für Freitag: Veränderlich mit häufiger Aufheiterung, bei lebhafteren westlichen Winden im ganzen frischer.
Aussichten für Samstag: Voraussichtlich noch Ueberwiegen des Hochdruckbereiches.
Lufttemperaturen am 16. Oktober: mittags 13,5 Grad Celsius, abends 10,9 Grad; am 17. Oktober: morgens 11,5 Grad. Maximum 13,6 Grad, Minimum 8,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Oktober: abends 10,5 Grad; am 17. Oktober! morgens 10,3 Grad Celsius.
tvundung aus dem Auge verloren hatten und flh die sie durch eine gemeinsam vollbrachte Tat, durch das Erlebnis einer gemeinsamen schweren Stunde in ihren Träumen geknüpft waren, auch wenn der harte wache Tag die Erinnerung ausgelöscht zu haben schien. So stehen in den Briefmappen des Deutschlandssenders ganze Truppenteile, vergessene, in feiner Regimentsgeschichte verzeichnete Episoden des Weltkrieges wieder auf und helfen dazu, diejenigen, die einst als Brüder gelebt und gekämpft haben, wieder aneinander zu binden. Die Herstellung einer wahren Volksgemeinschaft ist nach des Führers schönem Wort in seiner Rede zur Eröffnung des Winterhilfswerkes der einzige „Krieg", den das nationalsozialistische Deutschland führt. Er muß mit allen Waffen und von allen Seiten geführt werden, wenn er gewonnen werden soll. Die neue Einrich» hing des Deutschlandsenders scheint uns eine solche ebenso neue wie wirksame Waffe zu fein.
Qunft und Wissenschaft.
Entsendung deutscher Künstler nach Rom.
Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Rust, hat die bildenden Künstler bestimmt, die vom 15. Oktober d. I. ab mit einem Barstipendium einen kostenfreien neunmonatigen Studienaufenthalt in der Deutschen Akademie (Villa Dassimo) in R 0 m erhalten. Es sind dies die Bildhauer Mar Haberselzer, Fritz Schwarzbeck und Philipp Flettner, die Maler Magnus Zeller und Erwin Merz sowie der Graphiker Hans Fischer. Ferner gehen die Maler Alfred Knispel und Wilhelm Gesser als Studiengäste nach Rom. Außerdem wird der Staatspreisträger der Preußischen Akademie der Künste, der Bildhauer Robert Stiel er, einen Studienaufenthalt in dem genannten Kunstinstitut
1. Wilhelmstraße Nr. 39,
2. Schützenstraße Nr. 9,
3. Wolkengasse Nr. 11 sollen öffentlich vergeben werden. Angebotsoordrucke sind bei der unterzeichneten Dienststelle erhältlich.
Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis zum
Dienstag, dem 22. Oktober 1935, vormittag, 10 Uhr.
bei uns einzureichen.
Gießen, den 17. Oktober 1935.
Städtisches Hoch» und Tiefbauamt.
Gravert.
Gestern abend 9 Uhr entschlief sanft an einer im Kriege zugezogenen, schweren, mit grober Geduld ertragenen Krankheit mein herzensguter Mann, mein guter Vater, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel
Karl Artz
Fahrt durch Kriegsitalien.
Don unserem römischen E -Korrespondenten.
Rom, Mitte Oktober.
Gleichviel, ob man in Berlin oder Zürich i n den direkten Romwagen einsteigt, der Reisende schüttelt den Kops. Oder er sagt sich in Erinnerung an graue Kriegszeiten: Aha, fängt es schon an! Denn Der Wagen sieht aus, als stamme er schon aus der Ersatzreserve letzten Aufgebots. Einer jener alten, licht- und luftarmen Schachtel- waagons, die selbst die deutsche Reinmachefrau niemals sauber kriegt. Er enthält alle drei Klassen zusammen und selbst in der ersten weist die Bankreihe noch drei Sitzplätze auf, in der zweiten gar vier, die Fahrgäste dort kommen sich vor wie Die Zahnpasta in einer Tube. Zn der dritten empfindet man das lebhafte Bedürfnis,. das nächstemal als rechter Winkel geboren zu werden. Und so rollt das nun vom hohen Norden bis in den tiefen Süden, während daneben die freien, hellen, blonden Wagen der Reichsbahn ober die berglichten und blitzsauberen der schweizerischen Bundesbahnen laufen. Don den neuzeitlichen Speisewagen gar nicht zu reden.
Es ist schwer verständlich, warum sich die sonst io rührige italienische Auslandspropaganda Diese fahrende Reklame entgehen läßt. Sie ist das erste, was im Ausland beachtet wird, die Eisenbahnwagen sind die rollenden Botschafter eines Landes, im Umgang mit ihnen formt sich der erste und oft bleibende Eindruck. Es kann daher nicht gleichgültig [ein, auf welche Wagen sich das reisende Publikum stürzt und welche es meidet. Als am Vierwaldstätter See ein Hochzeitspärchen einstieg, machte sich tiefe Enttäuschung Luft: Uje, nun händ' mr bitneib so'n Italiänncr verwutscht! Unb fuhren boch ins Land ihrer Sehnsucht. Aber das war schon immer so, der Wagen ist keine Kriegserrungenschaft.
An der Grenze.
Zn der seligen Jriedenszeit, so vor zwei, drei Iah- ren noch, starrte der Bahnhof Chiass 0 in Waffen, wenn ein Zug einlief. Dor jeder Wagentür pflanzte sich ein felbgrüner Mann auf unb ließ niemanb durch, bevor er nicht bie mehrfache Kontrolle hinter [ich hatte. Damals schworen die Reisenben darauf, daß sich Chiasso schon auf italienischem Boben befinde, benn wie könnte sich anders die Eidgenossenschaft ein so militärisches Bild gefallen lassen?
Heute sieht man zwar auch noch febergeschmückte italienische Finanzer umherlaufen, aber bie Posten vor ben Wagenturen tragen bürgerliche Kleidung unb werden deshalb oon den Reisenden als Auokunftspersonen benützt. Gott, es gibt ja so viel zu fragen. „Dor allem in bezug auf bie Valuta I" Jeder drückt bas Schmerzenskind Währung an feine» Busen. Die Pässe wurden schon lange vorher eingesammelt, gerade als bie tiefliegenden Wolken hinter Bellinzona einen Blick auf ben Silberstreisen oon Locarno freigaben — man hat sie nach Lugano anstandslos zurückerhalten (immer ein Wunder, bah sich keiner unterwegs öerjäuft). Aber dos Gelb! Wie wirb biefer Kelch vorübergehen?
Inzwischen kommt ein Gepäckträger unb holt unentgeltlich bie Koffer aus ben Netzen herunter, damit es auch bie zarteste Lady bequem unb keine Ausrebe habe. Die Zöllner tun einen Pflichtgriff in die liefe, fragen höflich, verabschieden sich höflich. Dann kommt der Geldwechsler und dann erst der Deviseaschreck. Was unb wieviel man an fremben *nb italienischen Gelbsorten einführe? Ein Schweizer, ber wie ein Hollänber aussieht unb auch von dort horkommt, kratzt sein bißchen Italienisch zusammen und bringt heraus, hundertfünfundsechzigtausenb Schweizersranken. Ehrfürchtig staunt ihn der Dem- fei,schreck an und geht mit einem zufriedenen Lächeln ab. Hinterher stellt sich heraus, daß der um
fangreiche Erstkläßler 1650 hatte sagen wollen, s'isch ebe cheweschwer, das Italienisch, aber was tut’s, solche Devisenimporte sieht niemand ungern.
Es stellte sich weiter heraus, daß der Devisenschreck auch im Interesse der Reisenden frägt, wie er sagt. Denn auf der Rückreise dürfe man nur 2000 Lire mit ins Ausland nehmen, es sei denn, man lasse sich den eingeführten Betrag bescheinigen. Wären es also wirklich 165 000 gewesen ...
Daraufhin ließ ber Mann 200 Fränkli wechseln unb kriegte fast 1000 Lire bafür, währenb ihm nach bem Kurs nur etwa 800 zuständen. Und für die Lire kriegt man wieder auf ber rumänischen Bahn, wirft ein seufzenber Osteuropäer ein, 30 v. H. Auf- gelb. Man sieht, auch die Goldwährung ist etwas Relatives.
Oie Zeitungen.
Wie bem Deutschen jede wissenschaftliche Tat, so traut der Italiener auch heute noch dem Engländer unb Schweizer jebe Summe zu. Jetzt aber ist bie Stunbe gekommen, zu einem anderen Thema überzugehen Giornali! Giornali! Eine nach ber anderen fliegen bie druckfetten Kriegszeitungeh burchs Fenster. Unb man lieft unb staunt. Die Welt sieht auf einmal ganz anbers aus, zumal bort unten in Rom unb Abbis Abeba.
Währenb ber Fahrt burch bie Schweiz würbe man ben Einbruck nicht los, baß bie Eibgenofsenschaft nicht bloß aus 22 Kantonen besteht, obwohl sie weniger Einwohner hat als Berlin, fonbern baneben noch 43 Parteien unb 86 politische Meinungen besitzen müsse. An den Kiosken wahllos Zeitungen zusammenkaufen, heißt ein Weltbild bekommen, das mit einer Kinderschlotter verzweifelte Ähnlichkeit hat. Auch ber Vergleich mit italienischem Salat wirb gestattet sein. Völkerbunb, Faschismus, Italien, Sanktionen, es gibt nichts, was nicht seine leiden- schastlichen Freunbe unb Feinde hätte. Dabei wird aber, mit wenigen rühmlichen Ausnahmen, alles, was heute draußen in der Welt vorfällt, durch bie innerpolitische Brille begutachtet unb kritisiert. Am einfachsten machen es sich die Mar-
Als bas deutsche Frontheer nach vierjährigen ruhmvollen Kämpfen in die Heimat zurückgeführt wurde und sich bort auflöste, lebte in jebem Soldaten, ber seinem Führer ober Kameraden zum letzten Male zum Abschied bie Hanb schüttelte, der Wunsch unb ber Vorsatz, bie enge menschliche Verbunbenheit, die gemeinsam ertragenes Schicksal im Felbe geschaffen hatte, auch in den Frieden mit zu übernehmen. Das Fronterlebnis war das große stille Band, das bie Nation seelisch zusammenhielt, auch als Politik, wirtschaftlicher Zusammenbruch und moralische Schäden Deutschland hart an den Abgrund führten und auch viele menschliche Zusammenhänge lösten; aus dem Fronterlebnis allein sind die Kräfte zur nationalen Erneuerung erwachsen, und nach ihrem Durchbruch zur Führung des deutschen Schicksals in bie bessere Zukunft ist auch bie Sehnsucht ber Dielen roieber erwackt, die burch die Mühen und Verirrungen ihres Lebens in ber Nachkriegszeit bie Fühlung mit ben einstigen Kameraden verloren haben.
Es ist für bas Söcrftänbnis, das die Leitung des Rundfunks ihrer Aufgabe entgegenbringt, der Volksgemeinschaft zu dienen, ein ehrendes Zei-
riften: Italien muß den Krieg verlieren, damit der Faschismus fällt und mit ihm der noch viel verhaßtere Nationalsozialismus. Der Führer der eidgenössischen Sozialisten reimt sich das folgendermaßen zusammen: „Ein italienischer Krieg ist das Spiel um die Aufrechterhaltung des faschistischen Regimes in Europa, zunächst in Italien. Stellen sich bie Dölkerbunbsstaaten entschlossen auf bie Seite bes Rechts, bann verliert nicht nur Mussolini seinen Krieg, es verliert bas faschistische Regime seinen Kopf. Fällt aber bas faschistische Regime in Italien, bann ist auch der deutsche Faschismus er- schüttert." Ergo: Nieder mit Italien!
In den Zeitungen des Landes, durch das nun ber Nachtzug rollt, hat ber Krieg ein ganz anberes Gesicht. Man sollte es nicht für möglich halten, welche Umwertungen ein Schlagbaum anrichten kann. Hier geht es auf einmal um einen Existenzkampf, um eine Weltmachtstellung, um Großbritanniens Flotte, bie ganze Erbe scheint in Aufruhr unb Umbruch besinblich. Nur eines ist unwesentlich: bie Parteienzänkerei. Die Zeitungen finb Kriegsrufe, Felbgeschrei, Schlacht. Schon vor einiger Zeit in ihrem Umfang stark beschnitten, um Papier zu sparen, haben sie kaum noch für anberes Platz.
3m Gespräch
mit ben Leuten stößt man aber boch auch auf recht oerschiebene Auffassungen. Der gebilbete Italiener möchte vor allem wissen, roie man im Mus- Ian b bentt. Er hat seine Privatsorgen, gewiß, cs ist keine reine Lust zu leben, jeboch geht ihm bas Schicksal feines ßanbes im Ganzen näher. Er hat bas Gefühl ber Vereinsamung, bie ganze Welt sei gegen Italien, ob bas benn berechtigt sei? Ohne so weit zu gehen wie ber Englänber, der bie Frage nach Recht ober Unrecht bhnblings ablehnt unb für sein country eintritt, sucht ber nachdenkenbe Italiener Verteidigungsgründe, zweifelt unb möchte biese Zweifel vom Auslänber zerstreut haben. Der kleine Mann hingegen alaubt entroeber alles, was in ber Zeitung steht, ober gar nichts. Nun, denkt der fremde Reisende, morgen werden wir in Rom sein und damit Gelegenheit haben, die Volksseele tiefer zu befragen. Der Schnellzug hält jetzt merkwürdigerweise, wo er sonst nie gehalten hat: Florenz-Marsfeld. Ein paar Offiziere steigen aus.
chen, daß sie diese mehr stille als ausgesprochene Strömung im deutschen Volke, im Fronterlebnis wieder enger zusammenzuwachsen, erfühlt hat und ihr eine praktische Möglichkeit zu^Verfügung stellt. Der Deutschlandsender hat eine neue Sonder- reihe in sein Programm ausgenommen mit dem Motto: „Kamerad des Weltkrieges, Kamerad im Kampfe der Bewegung (denn auch für diejenigen, die in den zehn Jahren des nationalsozialistischen Dorbereitungskampfes zusammenstanden und die das Leben wieder trennte, ist ein „Fronterlebnis" entstanden) wir rufen dich". An jedem Freitag, von 19.55 bis 20.00 Uhr, gibt der Sprecher am Mikrophon die Rufe nach verlorenen Kameraden durch den Aether unb leitet bie brieflichen Antworten an die Frager zurück, so daß die Verbindung wiederhergestellt werden kann.
Schon nach der kurzen Einführungszeit kann man sagen, baß bie neue Einrichtung von den alten Soldaten des Weltkrieges und den Kämpfern der Bewegung freudig begrüßt und eifrig be- nützt wird. Viele Soldaten fragen nach ihren ehe- maligen Führern, deren sie sich in Dankbarkeit erinnern, viele nach Kameraden, die sie nach einer 23er-
Stimmen -er Front.
»Wir rufen Dich!^-Der Deutschlandsender im Dienst der Frontkameradschast
Fahrradreparaturen bei fr'alirrnd - llornemann. Gießen, Sonnen st raße 5. s8i10a
” llnntfunktioiiM-<>cl macht widerstandsfähig u.wctter- harts Krttnterliaun JUNG, Faehgesch. f. naturgem. Lobens weise, in der Mäusburg. M06d
Lehrling
mit guter Schulbild. (fortbildungS- schulfrei) für baö Kontor eines diesigen Groß- und Kleinhandels- geschältes für sofort oder später gesucht. Schriftliche Angebote mit selbstgeschriebenem Lebenslauf unt. 5948D an den Gieß. Anzeiger erb.
Frifeur- Laden
mit kompl. Einrichtung ».Wohnung sofort oder spater -zu verrn. Schrift!. Angeb. unter 595ID an den Gieß. 2Ina.
6047D
mit guten Zeug-
nissenvonVolksschule, Anfangskenntnissen in Buchführung.
Nähere» Boetheetraße 30 p.
graphie.
- Lehrling
Gesucht
ismbÄ Bürofiehilfe
mit guten Zeugnissen von Volksschule, Kenntnissen in Buchführung. Schreibmaschine, Steno-
Emrichtung u.v.a.
5M1A
Ludwig ßattmeB.nenromegM
KleineAnzeigen im (Steftraet Anzeiger werden von Tauicnden beachtet unb gelesen.
3« verkaufen: 2 gut erhaltene Transport
wagen
und ein
Transportschlitten
geeignet f. Vieh- tranSporte und auch s. landwirtschaftliche Zwecke Zu besichtig, auf d.KreiSabbeckerei Garbenteich.-"» firtisomt Sieben.
Freitag, den 1 «.Oktober, vorm. ab lOlllirvcrkaufcich imNenenw.SS folgende Möbel:
5 Büfetts, mehr. SluSzieh-u.andere Tische, Vertikos, Sofas und Sessel, 12 Stühle, Kleider,- Küchen- unb Eisschränke, Wasch- und Nachttische, 1 Bücherschrank, 1 Grammophon m. 50 Platten, 1 Radio (Telefunk.), ISilberschrank, 2 Regulatoren,Kin- derstühlch., 1 kl. Aktenschrank, 1 Kredenz, Betten, Spiegel, Lampen, 1 Klavier, 1 Notenschr., 3 Kassenschränke, 1 vollständige Metzgerei-
| Verkäufe ]
Silber-Beslecke
und Bestecke 100 8r.- Auflage, extra billig z.B.72Teilel00 Br. 76 Mk.ab Fabrik, daher so preiswert Bequeme Zahlungsbed. Bratlskatalog.
A.PaNch&Co.
Solingen. [57Sev
Diese Frage ist für den Photo-Amateur bei dem jetzt abnehmenden Licht schon schwieriger zu beantworten. Deshalb rate ich jedem Amateur, ein Hilfs-Instrument zu benutzen. 608oA
Meine elektrischen Belichtungsmesser helfen Ihnen in allen ungewissen Belichtungs-Situationen mit absoluter Sicherheit:
Tempophot... 27.— Mk. Ombrux......29.— Mk.
Photoskop ... 34.50 Mk. Helios........42 — Mk.
Photo - Kino Kreuzplatz 9
| Mietgesuche | 2» od. kleine hZimmerw. von ruh., pünktl. Mietzabl-gesucht. Schriftliche Angebote u. 04445 an d. Gieß. Anz. [Stellenangebote] Keine Ursprünge- Zeugnisse, lonbern nur Zeugnis- obldidftcn bem Be werbungölchreiden bei- legen I - Lichtbilder undBewerbungüunter» lagen müllen eut Vermeidung von Verlusten aus der Rückseite Namen und Anschrift deS Bewerbers tragen i
Putzfrau täglich 1 Stunde vormitt, gesucht. Sehr. Angeb. m. Lovnanspr.unter 04440 a. d. G. A.
Kleines Sclmhpäi zwecks Berlegung zukaus.geWl. Schrift!. Angeb. unter 5937D an denGieß.Anzeig.
Familiendrucksachen
Verlobunosanzelgen VormahlunQsnnzelQen Geburtsanzeigen bei Brühl, Sohulstr.7 [Stellengesuche] Metzger- Lehrstelle Frankfurter Geschäftsmann sucht für seinen Sohn, der schou l1 /, I. gelernt h.,Stelle, wo er seine Lehre beenden kann. Willig., kräftiger Burscbe.Offerten unt. F. A. 566 an Annone.- Lemm, Frankfurt a. M., Schillerstr.30/40. | Kaufgesuche |
Adter od.
Wiese
i. Neustadt, ftelb odera.d.Hobleich von ca. 800 bis 2000 qm au kauf, gesucht. Schrift!. Angeb.mit Preis pro qm u. 04442 andenGieß.Anz.
Jg.Schreibkraft perfekt in Stenograph.».Schreibmaschine sofort gesucht. SBor.AU- stellen zwischen 2u.5Uhrnachm. Rechtsanwalt u. Notar W. Lnleu, Gießen, Selterö- meg 38 l. 0443s
Junges
Mädchen nicht unt. 19 I., als 2. Hilfe für Haushalt und zu Kindern gesucht. Sehr. Angeb. u. 5953D a.d.G.A.
Diaderm a


