Ausgabe 
17.10.1935
 
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Heute früh 3 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Konrad Ludwig Seipp Ziegler

im Alter von 73 Jahren.

Im Namen der Hinterbliebenen:

Elisabethe Seipp, geb. Harbach und Kinder.

Lindenstruth (Ziegelhütte), den 16. Oktober 1935.

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 18. Oktober, nachmittags 21/, Uhr in Lindenstruth statt.

5954 D

im Alter von 39 Jahren.

Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Marie Artz und Kind

Lang-Göns, den 16. Oktober 1935.

Kaufmann und Schneidermeister

Die Beerdigung findet Freitag nachmittag IV, Uhr statt.

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nehmen.

Wetterbericht

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Die äußeren Weißbinder» und Anstreicherarbeiten

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Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenteilen Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An» zeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 35. 9929. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch» und Stein­druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf» Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

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Die Arbeiten und Lieferungen für die Herstellung von fileinpflaffcr in der Ortsdurchfahrt Berstadt sollen auf Grund der Reichsverdingungsordnung im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden. 5942D

Es handelt sich um die Lieferung von zirka 350 cbm Grundbausteinen, 50 m Randsteinen, 50 Sack Zement und zirka 900 t Pflastersand (Fluh­sand); die Ausführung von zirka 4550 am Klein» Pflaster, 4900 qm Grohpflaster und Versetzen von zirka 50 m Randsteinen.

Angebote können ab Freitag, den 18. Oktober 1935, während der Dienststunden auf unserem Geschäfts­zimmer abgeholt und die Bedingungen eingesehen werden.

Die Angebote sind bis zum 24. Oktober 1935, vor­mittags 10 Uhr, bei uns Hitlerwall 371 portofrei im verschlossenen Umschläge mit der Aufschrift2bi* gebot für die Ortsdurchfahrt Berstadt, Submission am 24. Oktober 1935" einzureichen. Die Eröffnung erfolgt in Gegenwart der etwa erschienenen Be­werber. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 16. Oktober 1935.

Provinzialdirektion Oberhessen.

Tiefbau.

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Im Bereiche feucht-milder Meeresluft hat sich bis­her das überwiegend bewölkte und vielfach nebelige Wetter gehalten, wobei sogar leichte Regentätigkeit oon Norden her auch auf unseren Bezirk über« gegriffen hat. lieber Nordengland ist zur Zeit sehr heftiger Druckfall im Gange, so daß mit der Ent­wicklung eines kräftigen Teilwirbels im Nordsee­gebiet gerechnet werden kann. Dieser wird insofern Einfluß auf unser Wetter nehmen, als er wieder größere Lebhaftigkeit im Wettergeschehen bringen wird. Da dabei die Dunst- und Nebelbildung nach­läßt, wird sich der Witterungscharakter freundlicher gestalten.

Aussichten für Freitag: Veränderlich mit häufiger Aufheiterung, bei lebhafteren west­lichen Winden im ganzen frischer.

Aussichten für Samstag: Voraussicht­lich noch Ueberwiegen des Hochdruckbereiches.

Lufttemperaturen am 16. Oktober: mittags 13,5 Grad Celsius, abends 10,9 Grad; am 17. Oktober: morgens 11,5 Grad. Maximum 13,6 Grad, Mini­mum 8,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Oktober: abends 10,5 Grad; am 17. Oktober! morgens 10,3 Grad Celsius.

tvundung aus dem Auge verloren hatten und flh die sie durch eine gemeinsam vollbrachte Tat, durch das Erlebnis einer gemeinsamen schweren Stunde in ihren Träumen geknüpft waren, auch wenn der harte wache Tag die Erinnerung ausgelöscht zu haben schien. So stehen in den Briefmappen des Deutschlandssenders ganze Truppenteile, vergessene, in feiner Regimentsgeschichte verzeichnete Episoden des Weltkrieges wieder auf und helfen dazu, die­jenigen, die einst als Brüder gelebt und gekämpft haben, wieder aneinander zu binden. Die Herstellung einer wahren Volksgemeinschaft ist nach des Führers schönem Wort in seiner Rede zur Eröffnung des Winterhilfswerkes der einzigeKrieg", den das nationalsozialistische Deutschland führt. Er muß mit allen Waffen und von allen Seiten geführt werden, wenn er gewonnen werden soll. Die neue Einrich» hing des Deutschlandsenders scheint uns eine solche ebenso neue wie wirksame Waffe zu fein.

Qunft und Wissenschaft.

Entsendung deutscher Künstler nach Rom.

Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Rust, hat die bildenden Künst­ler bestimmt, die vom 15. Oktober d. I. ab mit einem Barstipendium einen kostenfreien neun­monatigen Studienaufenthalt in der Deutschen Aka­demie (Villa Dassimo) in R 0 m erhalten. Es sind dies die Bildhauer Mar Haberselzer, Fritz Schwarzbeck und Philipp Flettner, die Maler Magnus Zeller und Erwin Merz sowie der Graphiker Hans Fischer. Ferner gehen die Maler Alfred Knispel und Wilhelm Gesser als Studiengäste nach Rom. Außerdem wird der Staatspreisträger der Preußischen Akademie der Künste, der Bildhauer Robert Stiel er, einen Studienaufenthalt in dem genannten Kunstinstitut

1. Wilhelmstraße Nr. 39,

2. Schützenstraße Nr. 9,

3. Wolkengasse Nr. 11 sollen öffentlich vergeben werden. Angebotsoordrucke sind bei der unterzeichneten Dienststelle erhältlich.

Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechen­der Aufschrift bis zum

Dienstag, dem 22. Oktober 1935, vormittag, 10 Uhr.

bei uns einzureichen.

Gießen, den 17. Oktober 1935.

Städtisches Hoch» und Tiefbauamt.

Gravert.

Gestern abend 9 Uhr entschlief sanft an einer im Kriege zugezogenen, schweren, mit grober Geduld ertragenen Krankheit mein herzensguter Mann, mein guter Vater, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel

Karl Artz

Fahrt durch Kriegsitalien.

Don unserem römischen E -Korrespondenten.

Rom, Mitte Oktober.

Gleichviel, ob man in Berlin oder Zürich i n den direkten Romwagen einsteigt, der Reisende schüttelt den Kops. Oder er sagt sich in Erinnerung an graue Kriegszeiten: Aha, fängt es schon an! Denn Der Wagen sieht aus, als stamme er schon aus der Ersatzreserve letzten Aufgebots. Einer jener alten, licht- und luftarmen Schachtel- waagons, die selbst die deutsche Reinmachefrau nie­mals sauber kriegt. Er enthält alle drei Klassen zusammen und selbst in der ersten weist die Bank­reihe noch drei Sitzplätze auf, in der zweiten gar vier, die Fahrgäste dort kommen sich vor wie Die Zahnpasta in einer Tube. Zn der dritten empfindet man das lebhafte Bedürfnis,. das nächstemal als rechter Winkel geboren zu werden. Und so rollt das nun vom hohen Norden bis in den tiefen Süden, während daneben die freien, hellen, blonden Wagen der Reichsbahn ober die berglichten und blitzsaube­ren der schweizerischen Bundesbahnen laufen. Don den neuzeitlichen Speisewagen gar nicht zu reden.

Es ist schwer verständlich, warum sich die sonst io rührige italienische Auslandspropaganda Diese fahrende Reklame entgehen läßt. Sie ist das erste, was im Ausland beachtet wird, die Eisenbahnwagen sind die rollenden Botschafter eines Landes, im Um­gang mit ihnen formt sich der erste und oft blei­bende Eindruck. Es kann daher nicht gleichgültig [ein, auf welche Wagen sich das reisende Publikum stürzt und welche es meidet. Als am Vierwaldstätter See ein Hochzeitspärchen einstieg, machte sich tiefe Enttäuschung Luft: Uje, nun händ' mr bitneib so'n Italiänncr verwutscht! Unb fuhren boch ins Land ihrer Sehnsucht. Aber das war schon immer so, der Wagen ist keine Kriegserrungenschaft.

An der Grenze.

Zn der seligen Jriedenszeit, so vor zwei, drei Iah- ren noch, starrte der Bahnhof Chiass 0 in Waffen, wenn ein Zug einlief. Dor jeder Wagentür pflanzte sich ein felbgrüner Mann auf unb ließ niemanb durch, bevor er nicht bie mehrfache Kontrolle hinter [ich hatte. Damals schworen die Reisenben darauf, daß sich Chiasso schon auf italienischem Boben be­finde, benn wie könnte sich anders die Eidgenossen­schaft ein so militärisches Bild gefallen lassen?

Heute sieht man zwar auch noch febergeschmückte italienische Finanzer umherlaufen, aber bie Posten vor ben Wagenturen tragen bürgerliche Klei­dung unb werden deshalb oon den Reisenden als Auokunftspersonen benützt. Gott, es gibt ja so viel zu fragen.Dor allem in bezug auf bie Valuta I" Jeder drückt bas Schmerzenskind Währung an fei­ne» Busen. Die Pässe wurden schon lange vor­her eingesammelt, gerade als bie tiefliegenden Wol­ken hinter Bellinzona einen Blick auf ben Silber­streisen oon Locarno freigaben man hat sie nach Lugano anstandslos zurückerhalten (immer ein Wunder, bah sich keiner unterwegs öerjäuft). Aber dos Gelb! Wie wirb biefer Kelch vorübergehen?

Inzwischen kommt ein Gepäckträger unb holt unentgeltlich bie Koffer aus ben Netzen herunter, damit es auch bie zarteste Lady bequem unb keine Ausrebe habe. Die Zöllner tun einen Pflichtgriff in die liefe, fragen höflich, verabschieden sich höflich. Dann kommt der Geldwechsler und dann erst der Deviseaschreck. Was unb wieviel man an fremben *nb italienischen Gelbsorten einführe? Ein Schwei­zer, ber wie ein Hollänber aussieht unb auch von dort horkommt, kratzt sein bißchen Italienisch zusam­men und bringt heraus, hundertfünfundsechzigtausenb Schweizersranken. Ehrfürchtig staunt ihn der Dem- fei,schreck an und geht mit einem zufriedenen Lä­cheln ab. Hinterher stellt sich heraus, daß der um­

fangreiche Erstkläßler 1650 hatte sagen wollen, s'isch ebe cheweschwer, das Italienisch, aber was tuts, solche Devisenimporte sieht niemand ungern.

Es stellte sich weiter heraus, daß der Devisen­schreck auch im Interesse der Reisenden frägt, wie er sagt. Denn auf der Rückreise dürfe man nur 2000 Lire mit ins Ausland nehmen, es sei denn, man lasse sich den eingeführten Betrag bescheinigen. Wären es also wirklich 165 000 gewesen ...

Daraufhin ließ ber Mann 200 Fränkli wechseln unb kriegte fast 1000 Lire bafür, währenb ihm nach bem Kurs nur etwa 800 zuständen. Und für die Lire kriegt man wieder auf ber rumänischen Bahn, wirft ein seufzenber Osteuropäer ein, 30 v. H. Auf- gelb. Man sieht, auch die Goldwährung ist etwas Relatives.

Oie Zeitungen.

Wie bem Deutschen jede wissenschaftliche Tat, so traut der Italiener auch heute noch dem Engländer unb Schweizer jebe Summe zu. Jetzt aber ist bie Stunbe gekommen, zu einem anderen Thema über­zugehen Giornali! Giornali! Eine nach ber anderen fliegen bie druckfetten Kriegszeitungeh burchs Fenster. Unb man lieft unb staunt. Die Welt sieht auf einmal ganz anbers aus, zumal bort unten in Rom unb Abbis Abeba.

Währenb ber Fahrt burch bie Schweiz würbe man ben Einbruck nicht los, baß bie Eibgenofsenschaft nicht bloß aus 22 Kantonen besteht, obwohl sie we­niger Einwohner hat als Berlin, fonbern baneben noch 43 Parteien unb 86 politische Meinungen be­sitzen müsse. An den Kiosken wahllos Zeitungen zusammenkaufen, heißt ein Weltbild bekommen, das mit einer Kinderschlotter verzweifelte Ähnlichkeit hat. Auch ber Vergleich mit italienischem Salat wirb gestattet sein. Völkerbunb, Faschismus, Italien, Sanktionen, es gibt nichts, was nicht seine leiden- schastlichen Freunbe unb Feinde hätte. Dabei wird aber, mit wenigen rühmlichen Ausnahmen, alles, was heute draußen in der Welt vorfällt, durch bie innerpolitische Brille begutachtet unb kritisiert. Am einfachsten machen es sich die Mar-

Als bas deutsche Frontheer nach vierjährigen ruhmvollen Kämpfen in die Heimat zurückgeführt wurde und sich bort auflöste, lebte in jebem Sol­daten, ber seinem Führer ober Kameraden zum letzten Male zum Abschied bie Hanb schüttelte, der Wunsch unb ber Vorsatz, bie enge menschliche Verbunbenheit, die gemeinsam ertragenes Schicksal im Felbe geschaffen hatte, auch in den Frie­den mit zu übernehmen. Das Fronterlebnis war das große stille Band, das bie Nation seelisch zusammenhielt, auch als Politik, wirtschaftlicher Zu­sammenbruch und moralische Schäden Deutschland hart an den Abgrund führten und auch viele mensch­liche Zusammenhänge lösten; aus dem Fronterlebnis allein sind die Kräfte zur nationalen Erneuerung erwachsen, und nach ihrem Durchbruch zur Führung des deutschen Schicksals in bie bessere Zukunft ist auch bie Sehnsucht ber Dielen roieber erwackt, die burch die Mühen und Verirrungen ihres Lebens in ber Nachkriegszeit bie Fühlung mit ben einstigen Kameraden verloren haben.

Es ist für bas Söcrftänbnis, das die Leitung des Rundfunks ihrer Aufgabe entgegenbringt, der Volksgemeinschaft zu dienen, ein ehrendes Zei-

riften: Italien muß den Krieg verlieren, damit der Faschismus fällt und mit ihm der noch viel ver­haßtere Nationalsozialismus. Der Führer der eid­genössischen Sozialisten reimt sich das folgender­maßen zusammen:Ein italienischer Krieg ist das Spiel um die Aufrechterhaltung des faschistischen Regimes in Europa, zunächst in Italien. Stellen sich bie Dölkerbunbsstaaten entschlossen auf bie Seite bes Rechts, bann verliert nicht nur Mussolini seinen Krieg, es verliert bas faschistische Regime seinen Kopf. Fällt aber bas faschistische Regime in Ita­lien, bann ist auch der deutsche Faschismus er- schüttert." Ergo: Nieder mit Italien!

In den Zeitungen des Landes, durch das nun ber Nachtzug rollt, hat ber Krieg ein ganz anberes Gesicht. Man sollte es nicht für möglich halten, welche Umwertungen ein Schlagbaum anrichten kann. Hier geht es auf einmal um einen Existenz­kampf, um eine Weltmachtstellung, um Großbritan­niens Flotte, bie ganze Erbe scheint in Aufruhr unb Umbruch besinblich. Nur eines ist unwesentlich: bie Parteienzänkerei. Die Zeitungen finb Kriegs­rufe, Felbgeschrei, Schlacht. Schon vor einiger Zeit in ihrem Umfang stark beschnitten, um Papier zu sparen, haben sie kaum noch für anberes Platz.

3m Gespräch

mit ben Leuten stößt man aber boch auch auf recht oerschiebene Auffassungen. Der gebilbete Italiener möchte vor allem wissen, roie man im Mus- Ian b bentt. Er hat seine Privatsorgen, gewiß, cs ist keine reine Lust zu leben, jeboch geht ihm bas Schicksal feines ßanbes im Ganzen näher. Er hat bas Gefühl ber Vereinsamung, bie ganze Welt sei gegen Italien, ob bas benn berechtigt sei? Ohne so weit zu gehen wie ber Englänber, der bie Frage nach Recht ober Unrecht bhnblings ablehnt unb für sein country eintritt, sucht ber nachdenkenbe Italiener Verteidigungsgründe, zweifelt unb möchte biese Zweifel vom Auslänber zerstreut haben. Der kleine Mann hingegen alaubt entroeber alles, was in ber Zeitung steht, ober gar nichts. Nun, denkt der fremde Reisende, morgen werden wir in Rom sein und damit Gelegenheit haben, die Volksseele tiefer zu befragen. Der Schnellzug hält jetzt merkwürdigerweise, wo er sonst nie ge­halten hat: Florenz-Marsfeld. Ein paar Offiziere steigen aus.

chen, daß sie diese mehr stille als ausgesprochene Strömung im deutschen Volke, im Fronterlebnis wieder enger zusammenzuwachsen, erfühlt hat und ihr eine praktische Möglichkeit zu^Verfügung stellt. Der Deutschlandsender hat eine neue Sonder- reihe in sein Programm ausgenommen mit dem Motto:Kamerad des Weltkrieges, Kamerad im Kampfe der Bewegung (denn auch für diejenigen, die in den zehn Jahren des nationalsozialistischen Dorbereitungskampfes zusammenstanden und die das Leben wieder trennte, ist einFronterlebnis" ent­standen) wir rufen dich". An jedem Freitag, von 19.55 bis 20.00 Uhr, gibt der Sprecher am Mikrophon die Rufe nach verlorenen Kameraden durch den Aether unb leitet bie brieflichen Antworten an die Frager zurück, so daß die Verbindung wiederhergestellt werden kann.

Schon nach der kurzen Einführungszeit kann man sagen, baß bie neue Einrichtung von den alten Sol­daten des Weltkrieges und den Kämpfern der Be­wegung freudig begrüßt und eifrig be- nützt wird. Viele Soldaten fragen nach ihren ehe- maligen Führern, deren sie sich in Dankbarkeit erin­nern, viele nach Kameraden, die sie nach einer 23er-

Stimmen -er Front.

»Wir rufen Dich!^-Der Deutschlandsender im Dienst der Frontkameradschast

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