Ausgabe 
17.6.1935
 
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seine Handwerker, die alte Tradition des deutschen Handwerks hochzuhalten, wahre Meister zu werden, dem Handwerk und damit dem Volk, Vaterland und Führer zu dienen. Atemlose Stille herrschte, als der Veichshandwerksmeister in schlichten und eindrucks­vollen Worten der Toten gedachte, die ihr Leben für Volk und Vaterland ließen. Dann weihte der Reichshandwerksmeister in einem symbolischen Akt eine neue Fahne der Schreiner-Innung München.

Brausend hallten das Deutschland- und das Horst- Wessel-Lied durch die ehrwürdigen Räume der Paulskirche. Die Feier war damit beendet.

Einen besonderen Glanzpunkt des Reichshandwer- kevtages bildete

der große Festzug des deutschen Handwerks,

der sich am Sonntagmittag um 13 Uhr in Bewe­gung setzte. Hunderttausende hatten in den Stra­ßen, durch die sich der Zug bewegte, Ausstellung genommen und spendeten dieser gewaltigen Schau deutschen Handwerksschaffens begeisterten Beifall. Auf künstlerisch' geschmückten Festwagen führten die einzelnen Handwerkszweige aus allen deutschen Gauen Symbole ihrer Arbeit mit. Sie zeigten der Bevölkerung Szenen aus ihrem beruflichen Schaf­fen, und durch Wort und Schrift wurde auf die großen Aufgaben hingewiesen, die das Handwerk im Dritten Reich zu erfüllen hat. Dazwischen waren prächtige Trachtengruppen der verschiedenen Gaue zu sehen. Es gibt wohl feinen Handwerkszweig, der nicht im Festzug vertreten war. Reichsorganisations­leiter Dr. Ley, der mit dem Gauleiter Spren­ger und dem Reichshandwerksmeister Schmidt den Festzug des deutschen Handwerks abnahm, wurde nicht müde, den einzelnen Gruppen durch freudiges Zuwinken zu danken für die prächtigen Bilder, die sie in künstlerischer Vollendung geschaffen hatten.

Der Festzug nahm sein Ende auf dem Sportfeld, wo sich inzwischen das weite Feld mit den nicht am Festzug beteiligten deutschen Handwerkern zu der

Reichshandwerksnieister Schmidt eröffnete die Kundgebung mit dem Handwerker­gruß und gedachte dann der Toten des Welt­krieges, der Bewegung und der Toten von Reins­dorf, die ihr Leben dahingaben als Helden der Arbeit. Dann fuhr der Reichshandwerksmeister fort:

Dir danken dem Führer und Volkskanzler da­für, daß die Idee seiner Bewegung es uns er­möglichte, das deutsche Handwerk auf dem Leistungswillen und im Gemeinschaftsgeist neh aufzubauen. Dir danken dem Führer dafür, daß uns die verbrieften Rechte gegeben wurden, die uns mahnen und uns bestimmen, unsere pflicht zu erfüllen, damit im deutschen Vater­land das deutsche Handwerk wieder blühe.

Der Reichshandwerksführer verlas dann das am Samstag vom Führer gesandte Begrü­ßungstelegramm an das deutsche Handwerk und teilte dann mit, daß es der Wunsch und der Wille des deutschen Handwerks sei, so wie heute alljährlich vor dem deutschen Volke und vor unferm Führer Rechenschaft abzulegen über das, was das Handwerk zu leisten bereit ist. So werde alljähr­lich ein Handwerkertag stattfinden, und es fei der Wunsch und der Wille unseres Führers, daß sich dieser Tag immer in der Stadt Frankfurt a. M. wiederhole. (Stürmische Bravorufe.)

Reichshandwerksmeister Schmidt verlas dann das folgende beim Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger eingegangene Telegramm:

Führer und Reichskanzler ist damit einver­standen, daß die Stadt Frankfurt a. 217. sich künftigStadt des Deutschen Handwerks" nennt.

Staatssekretär und Chef der Reichskanzlei

Dr. Lammers."

scheu Handwerksmeistern Seite an Seite für Deutschland zu kämpfen.

Dr. Ley fuhr dann fort: Andere Nationen kön­nen uns wohl viel abschauen und nachmachen, aber der deutsche Handwerker ist das Sinn­bild deutschen Schöpfergeistes, deutscher Schöpferkraft. Er kämpft mit Disziplin im Interesse der Kultur, und die Kultur ist nichts anderes, als die Gesamtsumme der Arbeitsleistung der vergan­genen Jahre. Seid ein Vorbild in der G e - m e i n s ch a f t, Ihr seid eine Familie. Meister, Geselle und Lehrling verbindet eine Schicksals­gemeinschaft. Ich weiß, es wird noch lange dauern, bis das alles erreicht ist. Ich weiß, die Vorurteile einer schlechten Vergangenheit sind noch nicht über­wunden. Wir werden aber nicht eher ruhen, bis

das deutsche Handwerk wirklich wieder das Vor­bild der Gemeinschaft geworden ist.

Deshalb hoffe ich, daß die Betriebsgemein- -schaft Handwerk die erste fein wird, die die Verbindung gewerbliche Wirtschaft und Arbeitsfront am klarsten verkörpert. Wenn sich gesterü der Reichswirtschaftsminister Präsident Schacht zu der Arbeitsfront und auch zu mir persönlich bekannte, so bekenne ich mich zu ihm und zu seinem Wollen. Ich erkläre, daß ich in diesem Mann einen Menschen gefunden habe, der das nationalsozialistische Ge­meinschaftswollen nicht allein begreift, son­dern, davon bin ich überzeugt, zum Inhalt seines Lebens gemacht hat. Und wenn das Ausland noch so viel von Gegensätzen spricht und im Inland noch so viel Kreise vorhanden sein mögen, die das nicht gerne sehen, so wissen wir,

es wird eine Trennung zwischen der gewerb­lichen Dlrtschasl und der Arbeitsfront nicht mehr geben.

Ich hofte, daß in spätestens einem Jahr überhaupt kein Unterschied mehr vorhanden ist. Weiter seid ein Vorbild für eine neue Gesell­schaftsordnung. Lehrling, Geselle und Meister,

dieser Dreiklang muß wieder Einkehr halten H unserer Gesellschaft. Lehrling kann jeder Deutschs werden und muß jeder Deutsche werden, Gesell^ wird der, der etwas kann und Meister der, bei! seine Aufgaben wirklich meistern kann. Und wenn das einmal sein wird, dann werden Begriffe wir Arbeitgeber, Angestellter und dreckiger Arbeiter verschwunden sein und an Stelle des Geldes wird dann die Leistung stehen. Ihr werdet auffteigeni von der Wirtschaftspartei einer traurigen Der« gangenheit zum Vorbild der Nation, vom Spieß« bürget zum ersten Bürger der Nation, und ihr werdet ein Vorbild sein für den Arbeiter; ihr wer­det wollen, daß auch er heraufgezogen wird mit uns allen auf ein höheres Niveau. Ihr müßt das auch wollen, denn ihr habt eine Dankesschuld ab­zutragen. Wer heute morgen die wundervoll^ Weihestunde in der Paulskirche miterleben durfte, der wird begreifen, daß das Leben mehr als Lohn, als Dividende, als Profit, als Geld und Geldeswert ist, der wird begreifen, daß das Leben etwas Ge­heimnisvolles in sich birgt: d i e Seele des Menschen.

Hnb deshalb müssen wir um euretwillen, um des Volkes willen dem Arbeiter diese seine Seele zurückgeben und seiner Arbeit einen Rhythmus und ein neues Brauchtum geben, damit er glücklich werde. Dann birgt die Zu­kunft für uns keinen Schatten mehr.

Unser Schicksal liegt in Adolf Hitlers Händen. Adolf Hitler, wir folgen dir! Erhebt die Fahnen! Deutschland ist Hitler und Hitler ist Deutschland! Adolf Hitler, unser Führer, Siegheil!

Gewaltig erklang das Treuegelöbnis des deut­schen Handwerks, und mit dem Gesang des Deutsch­land- und des Horst-Wessel-Liedes fand die bisher größte Handwerkerkundgebung ihr Ende.

Handwerkerspiele und -tänze auf verschiedenen Plätzen der Stadt am Abend beendeten den Haupt« tag des Reichshandwerkertags 1935.

großen Kundgebung des deutschen Handwerks

gefüllt hatte. Ein Wald von Fahnen der Partei­gliederungen und der einzelnen Handwerkszweige gab der großen Heerschau des deutschen Handwerks ein überaus farbenfrohes Bild. I

Dann fuhr der Reichshandwerksmeister fort: Ich erkläre hiermit kraft meines Amtes als Reichshandwerksmeister die alte ruhmreiche Stadt Frankfurt a. M. zur Stadt des deut­schen Handwerks. Mögen die damit geworde­nen wechselseitigen Beziehungen zum Besten unse­res Vaterlandes dienen, möge aber auch diese Be­vorzugung Frankfurts allezeit gerechtfertigt sein.

AeichsWhaller Gauleiter Sprenger

sprach dann zu der Versammlung: Dieser Reichshandwerkertag ist der bedeut- famste und größte aller Zeiten; niemals vorher bestand Gelegenheit und Möglichkeit, die deutschen Handwerker in solcher Zahl an einer Stelle zusammenzubringen. Die nationalsozialisti­sche Revolution mußte erst kommen, das Hand­werk zusammenzuschweißen, um so die Voraus- setzungen zu schaffen für den heutigen Bekennt- nistag zur Gemeinschaft. Von dieser stolzen Hohe einen kurzen Rück- und Ausblick zu halten, ist Pflicht. Vor mehreren Jahrhunderten, in der Zeit der Blüte des deutschen Handwerks, wurzelte die schöpferische Kraft der deutschen Mei­ster in der Gemeinschaft der Familie. Lehrling, Geselle und Meister waren nicht nur werkverbun- ben; sie bildeten eine Familiengemeinschaft. Die­smalige Personenauslese war auch die Grund- läge der schöpferischen Kraft des Handwerks, die hinaufführte zu einer künstlerische Hohe, von der heute noch die in unseren Museen ausgestellten Werke zeugen.

Däre das Handwerk dem Ausleseprozeh der Personen treu geblieben, so wäre es nimmer­mehr so zerfallen, wie wir es in unserem Zeit­alter erleben mußten.

Der Gauleiter wies dann auf die profitgierigen Elemente im Handel hin, die die gefunden Grund­sätze der Zünfte zerfressen hätten. An Stelle des Austausches habe der Handel allmählich das Prinzip des raschen Umsatzes gesetzt mit der Pa­role: Verdienen! Der Abweg des freut» fdjen Handwerks sei aber bedingt gewesen durch die politische Entwicklung.

Die gesunden Kräfte des Volkes aber, so fuhr

der Gauleiter fort, regten sich in natürlichem Selbsterhaltungstrieb.

Die Zeit war reif, die Vorsehung gab uns Adolf Hiller. Run konnte auch das deutsche Handwerk, auf seiner großen Tradition fußend, sich neu entwickeln. Handwerk und Maschinen sind im nationalsozialistischen Deutschland keine Gegensätze mehr. Fest gehören sie zusammen, fest müssen sie zusammenstehen.

Der heutige Reichshandwerkertag zeigt vor aller Welt die Wiederherstellung der Gemeinschaft der werkenden Menschen. Der Weg ist wieder frei zur Aufwärts- und Vorwärtsentwicklung. Mit der Aufwärtsentwicklung des gesamten Volkstums wird auch das deutsche Handwerk wieder goldenen Boden finden in dem Maße, in dem das deutsche Volk in seiner Gesamt­heit wieder goldenen Boden gewinnt.

Das ist mein Wunsch für das deutsche Handwerk. Das ist auch die Erkentnis, die herausleuchtet aus der herrlichen handwerklichen Tradition der Stadt Frankfurt a. M., des Gaues Hessen-Nassau, wo höchste Kulturgüter, hervorgegangen aus dem Handwerk, gewahrt werden.

Diese Tradition zu bewahren, wird mit allezeit Ehrenpflicht sein, auch als Gauehrenmeister des deutschen Handwerks.

Und wenn wir morgen wieder ans Werk gehen, wollen wir geloben, alle Zeit zu schaffen t m ©eifte des Führers, im Geiste Adolf Hitlers!

Nach dem Vortrag des Niederländischen Dank- gebetes durch einen Riesenchor von 6000 Hand­werkersängern ergriff, von der Menge mit stürmi­schem Jubel begrüßt, der

Reichsolganisationsleiler der ASSAp. Dr. Ley

Las Wort zu einer zündenden Ansprache, in der er u. a. ausführte: Wenn man heute einmal im deutschen Handwerk zurückblicke, und Zwar nicht allzuweit, nur einige Jahre, so stießen wir auf Begriffe, die wir heute nicht mehr gelten lassen wollen, die für uns fremd seien und fremd ein sollen. Damals hieß es, die Wirtschaft allein sei das Glück und das Schicksal der Menschheit. Heute wissen wir, daß nicht die Wirtschaft das Glück und das Schicksal des Volkes bedeute sondern allein die Politik. Damals seien die deutschen Handwerker zum Mittelstand gezählt wor- den Das sei ein Kampfbegriff gewesen, der falsch gewesen sei, das wüßten wir heute. Denn allem dieser Begriff habe das Volk zum min- Lesten in drei Klassen geteilt.

Die Handwerker wollten heute nicht mehr Mittelftändler fein, sondern nur Handwerker, deutsche Handwerker.

Damals habe man nicht Führer gekannt, sondern Vorsitzende, Vorsitzende des Aufsichtsrates, den Vor­sitzenden des Vereins, den Vorsitzenden der Ge­werkschaft, der Partei, und der Staat sei nichts anderes gewesen als ein Aufsichtsrat mit einem Vorsitzenden. Auch das wollten wir heute nicht mehr kennen. Die nationalsozialistische Revolution habe damit aufgeräumt, sie sei der Sieg der Ver­nunft über die Unvernunft. Der National­sozialismus habe Klarheit geschafft, kla­res Licht hineingebracht in die Verwirrung der Sprache und der Begriffe und die Gegensätze ausgeglichen, die man künstlich geschaffen habe zwischen Unternehmer und Arbeitnehmer zwischen den Bauern und den Städtern, zwischen Handwerk und Industrie. Denn jeder sei der Mei­nung gewesen, daß er allein für feine eigenen Interessen wirken könne und müsse. Auch der Natio­nalsozialismus wisse, daß es Interessen gebe, er wisse, daß jeder gesunde Mensch das Streben nach aufwärts und vorwärts habe, und der Nationalsozialismus wolle dieses Streben auch nicht unterdrücken. Im Gegenteil, er fordere es sogar, denn es sei gesund und es sei für jeden gesunden Menschen da, der Nationalsozialismus könne es nicht wegleugnen und wolle dies auch

nicht. Der Nationalsozialismus erkläre, daß ein Dolk, das dieses Streben nicht habe, untergehen müsse, aber ebenso erkläre er, die Interessen der Gesamtheit seien auch die Interessen des einzelnen und die Summe der Interessen der einzelnen mache das Interesse des Volkes aus.

Es müsse sich jeder unter die Gemeinschaft beugen, in der Erkenntnis, daß das zu feinem Ruhen fei.

Sei es denn wahr, daß das Handwerk und die Industrie im Gegensatz zu einander stehen müßten, daß die Großbetriebe die Kleinbetriebe zugrunde richten müßten, sei es denn wahr, daß die Klein­betriebe keine Daseinsberechtigung mehr hätten? Karl Marx habe das gepredigt, aber Karl Marx fei heute in der ganzen Welt für falsch erkannt, und er (der Redner) glaube nicht einmal, daß es selbst in Moskau einen Menschen gebe, der gewillt wäre, für Karl Marx sein Leben zu opfern.

Ein gesundes Volk müsse Groh-, Mittel- und Kleinbetriebe haben, und die Krankheit eines Volkes bestehe nicht darin, daß die Großbetriebe die Kleinbetriebe ausrotteten, sondern die Krank­heit liege in der politischen Haltung eines Volkes.

Vir seien politisch krank gewesen, und das habe auch die wirtschaftliche Krankheit zur Folge gehabt. Denn die Politik wieder gesunde, könne auch die wirtschaftliche Krise überwunden wer­den und die Folge werde fein, daß das Hand­werk nicht nur geduldet fei, sondern daß das Handwerk dann Kraft und Energie genug habe, in einem gesunden Staat sich seinen Platz an der Sonne zu erobern.Ihr seid nicht nur ge­duldet im Reiche Adolf Hitlers, sondern Ihr habt eueren Platz in Deutschland und ihr müht diesen Platz einnehmen, nicht nur um Euer selbst willen, sondern um Deutschlands willen. Wir wollen, nacht alte Former zurückholen, aber wir wollen wie früher, wo sich Fürsten und Kaiser an die Seite des Handwerks stellten, daß die höchsten Würdenträger des neuen Deutsch­land es sich als Ehre anrechnen, mit den deut-

Reichsminister Dr. Goebbels in Niedersachsen.

»Auf den Schultern von Partei und Armee ruht die Nation!"

Harburg - Wilhelmsburg, . 16. Juni. (DNB.) Der Gauparteitag Ofthannover erreichte mit der Großkundgebung auf dem Heimfelder Sand- berg in Harburg feinen Höhepunkt. Sämtliche For­mationen und Gliederungen der Bewegung waren mit starken Abordnungen aus dem gesamten Gau­gebiet aufmarschiert. Auch Ehrenabteilungen des Heeres und der Kriegsmarine hatten vor der Tri­büne Aufstellung genommen. Umsäumt war das Feld von einer unübersehbaren Menge von Volksgenos­sen, die aus allen Teilen des Niedersachsenlandes gekommen waren, um Dr. Goebbels zu hören. Bei feiner Ankunft wurde Dr. Goebbels von Ober­bürgermeister Bartel s begrüßt, der ihm als Ehrengabe der Stadt ein Gemälde überreichte.

Unter dem nicht endenwollenden Jubel der Zehn­tausende bestieg Dr. Goebbels sodann die Tri­büne. Nach dem Fahneneinmarsch und einer Begrü- ßungsansprache des Gauleiters nahm

Reichsminister Dr. Goebbels das Wort. Er erinnerte einleitend an den schweren Kampf des Nationalsozialismus um die Erringung der Macht. Wir find gekommen, so betonte er u. a., als alle anderen versagt hatten.

Wir haben um die Ration gekämpft, weit wir nicht sehend und mit verschränkten Armen das Volk dem Ruin preisgeben wollten. Unsere Vorgänger habe große Parteien zu kleinen ge­macht, und das deutsche Volk hatte in seinem gesunden Instinkt erkannt, daß sie wahrschein­lich auch unser großes Volk, wären sie länger an der Macht geblieben, zu einer kleinen und unbedeutenden Ration hätten herabsinken lassen.

Dr. Goebbels richtete Worte der Warnung an diejenigen, die unter allen möglichen Deckmänteln versuchten, an einzelnen kleinen Fehlern ihre zer- etzende Kritik zu üben, und erklärte unter brausen' dem Beifall: Wir haben den souveränen Mut, uns nicht nur zu unseren Erfolgen, sondern auch zu un­sren Fehlern zu bekennen. Wenn wir hundert Dinge tun, und mit Erfolg tun, so haben wir das Recht, auch einmal einen Fehler zu machen. Wenn unser junges nationalsozialistisches Regime in knapp zweieinhalb Jahren viereinhalb Millionen Volks­genossen wieder in Arbeit gebracht, den Bauern die Sicherheit ihrer Scholle zurückgegeben, die allge­meine Volksmoral gehoben, aus dem durch Dutzende von Parteien zerrissenen Volkskörper eine Na- tion geformt, den Separatismus zu Baden gewor- en hat und in grandiosen technischen Projekten dem Geist der neuen Zeit Ausdruck verleiht, wenn dieses unge Regime zur gleichen Zeit unserem Volke die nationale Souveränität wiedererringt, dann hat es öas Recht, auch einmal einen Fehler zu machen.

Dir wollen nicht in bürokratischer Deise regie­ren, sondern in enger und lebendiger Gemein­schaft mit dem Volke. Deshalb kommen wir immer wieder zum Volk, und wir fühlen uns im Volke am wohlsten. Riemals werden wir eine Politik treiben, die uns in die demütigende Cage versehen könnte, vor diesem Volke die Augen niederschlagen zu müssen. Dir sind aus dem Volke gekommen, bleiben im Volke und fühlen uns als die Vollstrecker des Volkswillens.

Daher, so hob Dr. Goebbels hervor, fühlen wir uns auch im Kreise unserer alten Parteigenossen wie zu Hause. Mit ihnen sind wir eine große Fa- haben fast anderthalb Jahrzehnte Leid rnd Freud miteinander geteilt und sind uns gegen» eitig so nahegekommen wie Brüder und Schwestern. Es hat Zeiten gegeben, da war diese Partei unsere einzige Zuflucht. Hätten wir diese Partei in den chweren Jahren von 1923, 1925, 1927 und 1932 mdjt gehabt, bann hätten wir an der Nation und am Schicksal unseres Volkes verzweifeln müssen.

Darum diese Partei heute nicht überflüssig ist? Wenn ein ganzes Volk soldatisch denkt und fühlt, so ist das kein Grund, seine Armee auf­zulösen, denn diese Armee dient dazu, den soldatischen Geist zu pflegen und zu erhalten. Und unsere Rationalsozialistische Partei dient dazu, die deutschen Menschen nationalsozialistisch zu erziehen und als Rationalsozialisten zu er­halten. Unsere Partei muh ein fester Kraftkern fein, die eherne Spitze am bleiernen Keil! Denn diese Partei stellt die politische Führung des Reiches, genau so, wie die Armee, über die soldatische Führung des Reiches wacht. Auf den

Schultern von Partei und Armee ruht die Ration!

Die Partei beschützt den Staat nach innen, und dis Armee beschützt den Staat nach außen. Gleich wie wir diese Partei nicht aufgebaut haben, um im Innern Bürgerkrieg zu führen, fo haben wir auch die Armee nicht aufgebaut, um nach außen hin Krieg zu führen! Die Partei ist da, damit es im Innern keinen Bürgerkrieg mehr geben kann,, und dis Armee ist da, um die Nation nach außen hin vor Krieg zu bewahren! In Partei und Armes findet der nationalsozialistische Staat seinen plasti­schen Ausdruck. Sie sind seine Pfeiler. Jeder Partei­genosse und jeder Soldat ist deshalb mit Träger dieses Staates. Nur weil diese große Fronten in der Person eines Mannes ihre Spitze finden, weil dieser Mann beide zu einem Block zusammen- schweißt, nur deshalb hatten und haben wir dis Möglichkeit, die großen Gefahren zu überwinden, in die Deutschland durch den Verlust des Krieges und durch die Revolte von 1918 geraten war.

Es kann niemand bezweifeln, daß Deutschland in der Welt heute einen anderen Ruf genießt, als vor der Machtergreifung durch den Ratio­nalsozialismus. Wir haben uns selbst geholfen und reale Werte, keine wirtschaftliche Schein­blüte geschaffen. Langsam, aber sicher sind wir der höhe entgegengegangen. Dir haben aber auch dem Volke kein Leben in Schönheit und Würde vorgelogen. Wir haben immer wieder gesagt: Rur wenn wir arbeiten und unsere volle Kraft einsehen, dann werden wir Erfolg haben.

Dr. Goebbels gedachte zum Schluß des furcht­baren Unglücks in Reinsdorf, das trotz feiner Schwere vom deutschen Volke mit Fassung und mit seelischer Stärke getragen werde. Wir sind ein an­deres Volk geworden, so erklärte der Minister, ein mutiges, tapferes und charaktervol- les Dolk, und darum haben wir uns in der Welt durchgesetzt und uns wieder Achtung und Respekt verschafft.

Den Dank an den Mann, dem das deutsche Volk alles zu verdanken hat, und das Gelöbnis unwandelbarer Treue zum Führer faßte Dr. Goebbels zusammen in einem dreifachen Siegheil, das die Zehntausende niedersächsischer Volksgenossen wie ein Mann aufnahmen.

Nicht endenwollender Jubel erscholl, als Dr. Goebbels feine immer wieder von lang anhalten­dem Beifall unterbrochenen Ausführungen beendete.

Glückwunsch des Führers an den König von Schweden.

Berlin, 15.Juni (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat dem König von Schweden zu feinem heutigen Geburtstag in einem Telegramm feine Glückwünsche ausge- sprachen.

General Lihmann besucht den Führer.

Berchtesgaden, 16. Juni (DNB.) General L i tz m a n n stattete heute auf der Rückfahrt von einem Erholungsaufenthalt im Schwarzwald dem Führer im Haus Wachenfeld auf dem Ober» falzberg einen Besuch ab. Der Führer, der über den Besuch feines alten treuen Mitkämpfers sehr erfreut war, unterhielt sich mit ihm längere Zeit, insbesondere auch über die Kampfzeit der Partei, in der bekanntlich der greife General mit in vorderster Linie stand.

Dr. Ley ernennt die Leiter der Arbeitskammern.

Berlin, 15. Juni. (DNB.) Der Reichsleiter der DAF. Dr. Ley hat eine Anordnung erlassen, in der er unter Bezugnahme auf seinen Erlaß vom 13. Juni 1935 betreffs Bildung der Reichsarbeits­kammer die G a u w a l t e r d e r DAF. als Leiter der Arbeitskammern beruft.

Die Saarlandamnestie.

Köln, 16. Juni. (DNB.) Das am Tage dec Rückgliederung verkündete Straffreihe i.ts- gefetz für das Saarland hat, wie die Justiz« Pressestelle Köln mitteilt, nach dem Ergebnis der bisherigen Zählung in 1 3280 Fällen An- Wendung gefunden. In rund 7000 Fällen sind rechtskräftige Strafen ober andere Urteilsfolgen er« taffen, in den übrigen Sachen sind anhängige Ver­fahren eingestellt worben.

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