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Das polnische Volk am Sarge pilsudskis
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Japanische Marineoffiziere besuchen die Hitlerjugend.
Pensionen mit bisher deutschen Namen tragen nunmehr die Bezeichnungen „Bittoria", „Aosta", „Patria", „Dolomiti", „Alto-Adigo", „Venezia" usw. — Im Meraner Rathaus wurde die Urkundentafel mit dem Hinweis auf den Bau des Rathauses unter Bürgermeister Dr. Markart und Ingenieur Pernter entfernt und an ihrer Stelle eine Tafel mit dem Wortlaut der Siegesbotschaft des Generals Diaz vom November 1918 angebracht.
Scberi-Bildmaterndienst
2n feinem Testament bestimmte Marschall Pil- s u d s k i, daß sein Herz nach Wilna gebracht und dort zu Füßen der sterblichen Ueberreste seiner Mutter beigesetzt werden soll. — Unser Bild zeigt die silberne Urne, in der sich nun das Herz des toten Marschalls befindet.
den, das bis zur Ueberführung in einer Urne aus Kristall im Schloß aufbewahrt wird. Der Sarg des polnischen Nationalhelden ist außen mit getriebenen Silberplatten belegt. Eine Kristallscheibe im Sargdeckel läßt das Gesicht des Toten sichtbar werden. Gleich unter der Scheibe sieht man auch ein schlichtes Kreuz, etwas tiefer ein metallenes Brustschild der Offiziere der Ersten Legion und das kleine Bild der Muttergottes der Ostra Brama in Wilna. Dieses Bildchen hat der Marschall seit seiner frühesten Jugend, während seiner Schulzeit, in den Jahren der Verbannung in Sibirien, bei seinen Kämpfen als Führer der Legion während des Weltkrieges bis zur Todesstunde bei sich getragen. Der übrige Teil des Sarges ist mit ei neN gro-
mit den feierlichen Erklärungen des Führers, wo- nach es zwischen Deutschland und Frankreich keine territoriale Meinungsverschiedenheiten mehr geben hoffen dürfe, datz noch Möglichkeiten für eine Aussprache mit Berlin beständen. Man müsse sich fragen, warum Deutschland nicht bereit sein sollte, die Abscheu vor einem gegenseitig gen Beistandspakt mit Rußland zu über« winden. Deutschland selbst sei nicht bedroht. Nie. mand werde es angreifen. Sowjetrußland habe augenblicklich wichtigeres zu tun, als diesen Angreifer zu spielen. In Frankreich denke niemand daran, Deutschland in seiner Ehre zu kränken. Jnr Gegenteil, man erkenne seine Fähigkeiten auf dem Gebiete des Handels, der Industrie und der Wissenschaft ebenso an, wie seinen Geist der Disziplin und seine militärischen Tugenden, verbunden mit seinem starken Patriotismus. Der kleine formooll. endete Höflichkeitsbeweis Deutschlands gegenüber Petain werde dazu führen, daß Deutschland in den Herzen der Franzosen an Achtung gewinne, heute mehr denn -je, weil die Voraussetzungen für eine gegenseitige Aussprache gegeben seien.
Ministerpräsident Göring nach Warschau abgereist.
Berlin, 16. Mai. (DNB.) Ministerpräsident General Göring hat heute abend mit dem fahr« planmäßigen Zuge nach Warschau Berlin verlassen. In seiner Begleitung befinden sich als Vertreter der Wehrmacht General der Infanterie von Bock für die Reichswehr, Konteradmiral W i tz e l für die Reichsmarine und Generalmajor W e f e r für die Reichsluftwaffe, Oberstleutnant Bodenschatz und Major Conrath. Während des Aufenthaltes in Polen ist dem Ministerpräsidenten der polnische Oberst von Morawski attachiert.
Boykott der »Gazeta Warszawska".
Warschau, 17. Mai. (DNB.-Funkspruch.) Der Verband der Reklamefachleute hat alle Firmen auf« gefordert, ihre Geschäftsbeziehungen zum Haupt« organ der national-demokratischen Partei der „Gazeta Warszwaska" abzubrechen, da ihr Verhalten beim Hinscheiden Pi l- s u d s k i s allgemeine Empörung hervorgerufen hat. Ferner haben auch die polnischen Zeitungsvertriebsgesellschaften und die Verbände der Zeitungsoerkäu- fer beschlossen, die „Gazeta Warszawska" nicht mehr zu vertreiben. Außerdem forderte der Bezirksverband Warschau der Lehrerschaft seine Mitglieder zum Boykott dieses Blattes auf. Die „Gazeta Warszawska" hatte weder einen Nachruf für Pilsudski veröffentlicht, noch den Aufruf des Staatspräsidenten abge« druckt. Auch war sie ohne Trauerrand er- schienen.
wv , rüstung der Kampfgeschwader der
den - und Torpedo-Flugzeug, als Beob-!belgischen Luftflotte sein.
Wie di- Auslandspressest-lle ixt Reichsjug-nd- -uhrung mitieilt, befuchte eine Abordnung höherer apan,scher Marineoffiziere in B-gl-j. tung pon Admiral B e h n k e die Berliner HI. Die lapanstchen Gaste besichtigten di- Reichsjugendfüh.
-b|e -^.chssuhrerfchule in Potsdam, ein Jung, volkheim in Charlottenburg und ein BdM.-Heim in Friedenau. Die Japaner, die auf einer Stu- nenfahrt durch Deutschland begriffen sind, äußerten ich sehr begeistert über das Gesehene. Sie begeben sich von Berlin nach Kiel, um die Einrich- tungen der Marine näher kennenzulernen.
England im Abessinienkonflikt in der Zwickmühle.
ßen Fahnentuch bedeckt, das das Hoheitszeichen der Republik Polen, den weißen Adler, zeigt. Obenauf liegt der Säbel des Marschalls und feine Feldmütze.
Von der Decke der Kathedrale hängen riesige rot-weiße Fahnentücher herab, die über dem Sarg einen Baldachin bilden. Offiziere und Unteroffiziere der verschiedensten Formationen des Heeres halten mit blanker Waffe die Ehrenwache. Durch die schwarz verhängten Fenster dringt gedämpftes Licht. Tausende und Tausende ziehen' seit zwei Uhr nachts in langer, endloser Kette am Sarg vorbei. Sie grüßen zum letzten Male Polens größten Helden. Geduldig warten weitere Tausende stundenlang vor dem Hauptportal, bis auch sie eingelassen werden. Stumm gehen sie — Schüler, Soldaten, Bauern, Arbeiter, Männer und Frauen in schlichten dunklen Röcken — durch den geweihten Raum.
Keine Mitgliedersperre für HZ. und BdM.
Berlin, 16. Mai. Die Pressestelle der Reichsjugendführung gibt bekannt:
Auf viele an die Reichsjugendführung gerichtete Anfragen wird mitgeteilt, daß eine Sperre für die Aufnahme in die Hitler-Jugend und den Bund Deutscher Mädel nicht erlassen und auch nicht beabsichtigt ist. Die vom Reichsschatzmeister der NSDAP, erlassene Verfügung, wonach die zur Zeit für die Partei bestehende Mitgliedersperre bis zur endgültigen Regelung auch auf Angehörige der HI. und'des'BdM. ausgedehnt wird, ist von einigen Zeitungen mit Ueberschriften veröffentlicht worden, aus denen zu schließen ist, daß eine Mitgliedersperre für Hitler-Jugend und BdM. erlassen sei. Wie aus der Verfügung des Reichsschatzmeisters hervorgeht, ist aber lediglich die schon bestehende Sperre' für die Aufnahme in die NSDAP, nunmehr auch ausge- dehnt worden auf die Aufnahme von Mitgliedern aus der HI. und dem BdM die im allgemeinen mit ihrem 18. Lebensjahr in' die Partei übergeführt werden. Eine Aufnahme in die HI. und den BdM. wie auch in das Deut- che Jungvolk und die Jungmädel in der HI. ist nach wie vor möglich.
Marschall Petain, der britische Feldmarschall Lord Cavan und der belgische General Ter- monia sind um 20 Uhr mit den militärischen Abordnungen ihrer Länder zur Teilnahme an der Beerdigung Marschall Pilsudskis e i n g e tro f f e n. Sie wurden am Bahnhof von dem stellvertretenden Kriegsminister General Ka- U-rzycki und dem Generalinspekteur Rydz - Smigly sowie zahlreichen höheren Offizieren und einer Ehrenkompanie begrüßt. Um 21 Uhr traf Laval mit den Herren seiner Begleitung von Moskau kommend ein. Er wurde von Außenminister Beck und den Botschaftern Frankreichs und der Sowjetunion willkommen geheißen.
Marschall petain
auf der Durchreise in Berlin.
Berlin, 16. Mai (DNB.) Auf der Durchreise nach Warschau, wo er bei den Trauerfeierlichkeiten für Marschall Pilsudski die französische Regierung vertritt, ist Donnerstag um 8.45 Uhr Marschall Petain in Berlin eingetroffen. Auf dem Bahnhof Friedrichstraße wurde er vom französischen Botschafter Francois - Poncet erwartet. I m Auftrag des Führers und Reichskanzlers und des Reichswehrministers von Blomberg war der Chef des Wehrmachtsamts, General von Reichenau erschienen. General von Reichenau zeigte dem Marschall Petain auf einer kurzen Rundfahrt im Kraftwagen die Haupt- ehenswürdigkeiten der Berliner Innenstadt. Marschall Petain verweilte bei dieser Gelegenheit kurze Zeit ihm Ehrenmal. Um 10 Uhr trat Marschall Petain vom Schlesischen Bahnhof aus die Weiterreise an.
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Alle Pariser Blätter berichten über den kurzen Aufenthalt des Marschall Pstain in Ber- ün. Dabei wird besonders hervorgehoben, daß der Marschall in Begleitung von General von Reichenau das Ehrenmal unter den Linden besuchte. In der „Victoire" beschäftigt sich Gustave Hervä eingehender mit dieser kurzen Reiseunterbrechung. Er wertet die Begrüßung Plains als Ichonen und ritterlichen Zug uni) erklärt, daß man E dieser Gest« besonükx- «rr Zusammenhang
Das „Fliegende Fort".
London, 16. Mai. (DNB.) Der „Eindecker für alle" wird voraussichtlich bald eine große Rolle in der englischen Luftflotte spielen. Trotz bisheriger strenger Geheimhaltung aller Einzelheiten weiß man bereits, daß der neue „Handley- Page-Eindecker" außerordentlich vielseitige Verwendungsmöglichkeiten besitzt. Die Maschine, die mit Leichtigkeit eine Höhe von 7000 Meter erreichen kann, ist nicht nur als Jagdflugzeug brauchbar, sondern ebenso als Bom-
achtungsmaschine, für Sanitätszwecke und schließlich als Transportflugzeug. Die Maschine besitzt u. a. eine vollständige Funkanlage, ein Faltboot für den Fall einer Notlandung auf dem Wasser und eine besondere Schwimmvorrichtung, um das Flugzeug am Sinken zu verhindern. Außer dem Piloten kann die Maschine im Bedarffalle vier weitere Personen aufnehmen. Eine englische Flugzeugbaufirma hat, wie „Evening Standard" meldet, ein „fliegendes Fort" fertiggestellt, das als das schnellste und leistungsfähigsteKampf- flugzeug der Welt bezeichnet wird. Das Flugzeug soll eine Höchstgeschwindigkeit von 400 Stundenkilometern erreichen Es ist mit vier Maschinengewehren und einem 20 mm« Geschütz ausgerüstet. Im Juli werde die Maschine an einem von der belgischen Regierung veranstalteten Wettkampf gegen die Kampfflugzeuge vieler Staaten teilnehmen. Der Preis dieses Wettkampfes werde ein Auftrag für die Neu-
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Mackensen in Budapest.
Ehrung der Helden des Weltkrieges. — Beim Neichsverweser.
Budapest, 16. Mai. (DNB.) Generalfeldmarschall von Mackensen hat auf dem deutschen Heldenfriedhof einen Kranz niedergelegt. In Begleitung des deutschen Militärattaches, General Fischer, des deutschen Gesandten, sowie der ihm zugeteilten Ofsiziers-Ehrenbegleitung traf der Feldmarschall in der Uniform der Totenkopfhusaren auf dem Ehrenfriedhof ein. Eine Offiziersabordnung, eine Abteilung der Frontkämpfer, ehemalige Offiziere der Mackensen-Husaren, die Ortsgruppe der NSDAP, und die HI. hatten im Heldenfriedhof Aufstellung genommen. Der Feldmarschall richtete tief bewegte Worte an die Versammelten. Er gedachte der ruhmreichen ungarischen Armee, die dem deutschen Bundesgenossen bis zur letzten Stunde die Treue gewahrt und im Kampfe für die Heimat die schwersten Opfer gebracht habe. Es sei für ihn eine; besondere Ehre gewesen, im Weltkrieg das Kom-j mando auch über die ungarischen Truppen zu füh-, ren. Der Feldmarschall begab sich auch zu dem um! «arischen Heldendenkmal. Der Oberbefehlshaber der ungarischen Armee, General Shvoy, begrüßte den Feldmarschall, der unter den Klängen der deutschen und der ungarischen Nationalhymnen die Front der Ehrenkompanie abschritt und nach einer kurzen Ansprache einen Kranz am Denkmal niederlegte. Bei der Abfahrt wurde der Feldmarschall von der vieltausendköpfigen Menge, die sich rings um den großen Platz versammelt hatte, stürmisch gefeiert. Um die Mittagszeit stattete der Feldmarschall dem Neichsverweser von Horthy einen Besuch ab. Unter Hörnerklang leistete die Palastwache des Reichsoerwefers in den alten traditionellen ungarischen Uniformen dem deutschen Feldherrn die Ehrenbezeugung. Anschließend fand beim Reichsverweser ein Frühstück im kleinen Kreise statt.
Neue ZtalianisierungSmatznahmen in Südtirol.
Meran, 18. Mai (DNB.) In Meran wurde angeorbnet, daß alle Hotels oder Pensionen, die nur nach dem Besitzer benannt sind (wie z. B. Gasthof Kerfchbaumer, Pension Pit- scheider usw.), ihren Namen ablegen und italienische Bezeichnungen annehmen müssen. Gastwirten, die sich weigern, wird die Lizenz genommen. So mußte u. a. das bekannte, von Reichsdeutschen stark besuchte Hotel 9t aff I in „Hotel Duomo" umbenannt werden. Andere Gasthöfe und»
Paris, 17. Mai. (DNB. Funkspruch.) Ein Sonderberichterstatter des „Journal" glaubt zu wissen, daß man sich in sowjetrussischen Kreisen ernst- üch mit der Absicht trage, eine der zwölf Warschau, 16. Mai. (DNB.) Seit Mitter- FeVVrnJhhnhVmH “ml 332 0 9 £a u ”, u n‘ ™d)t ist die St.-Jahannes-Kathedrale das Ziel uon tergrundbahn mit „P ierre Laval und l Hunderttausenden
eine andere mit „Eden" zu benennen, um hierdurch gn der Mitte der Kathedrale steht auf hohem bie Tragwe, t e der politischen E n t w i ck- Katafalk der Sarg. Er ist a u s d e m H o l non u n 9 durn Abdruck zu bringen. Das Blatt fragt, Eichen gefügt, die auf der geliebten Wilnaer habt Ch J“ pSt? Selten hatte, in der Haupt-Heimaterde des Entschlafenen wuchsen. Dort eine m Dj-rjin (ky de7 an die° furchtbare ,Q °uch'°i"cher z seine letzte Ruhestätte fin- Rolle der Tscheka erinnere, einen Eden zu l finden. .. x $
wahrscheinlichen Austritt aus dem Völkerbund mit allen Folgen bedeuten, der zweite Weg würde die Preisgabe Abessiniens und eine weitere Schmälerung des Ansehens des Völkerbundes als Beschirmer der schwächeren Seite zur Folge haben. In beiden Fällen würde eine schwere Spannung in den internationalen Beziehungen eintreten und zwar in einem Augenblick, wo oie Lage in Europa es dringend wünschenswert mache, weitere Verwicklungen zu vermeiden. Die Tatsache, daß Italien wegen der Lage in Oesterreich mehr durch Uneinigkeit unter den Völkerbundsmächten zu verlieren habe, als irgendein anderes Land, ermutige zu der Hoffnung, daß ein Krise vermieden werden könne. MahnendeStimmeauchaus Paris Paris, 17. Mai. (DNB.-Funkspruch.) Der Außenpolitiker des „Journals" wendet sich gegen die Erklärungen Mussolinis vor dem italienischen Senat. Es sei sehr schön, so sagt er, mit Stolz zu erklären, man behalte 900 000 Soldaten unter den Fahnen und die italienische Rüstungsindustrie sei daraus eingestellt, allen Möglichkeiten gerecht zu werden. Dabei müsse man aber bedenken, daß derartige Anstrengungen auf die Dauer undurchführbar seien. Daraus sei dann die einzige logische Schlußfolgerung zu ziehen, nämlich den Unruheherd zu beseitiaen. Am allerschwersten sei nun jedoch der abessinische Unruheherd auszumerzen. Genf könne eher den Streit verschärfen als ihn beilegen. Die Zusammenarbeit der drei Mächte des Unabhängigkeitsoertrages von 1906 müsse mit ebenso viel Takt wie Zuruckhaltung in die Erscheinung treten. Man könne sehr gut Zeit gewinnen, indem man das freundschaftliche Schiedsgericht zusammenstelle, das im Artikel 5 des italienisch-abessinischen Vertrages von 1928 vorgesehen sei. Dieser Zeitgewinn werde aber nur dann nutzbringen, wenn man aufrichtig den Willen zu einer Annäherung habe.
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baß sich die Tschechoslowakei der gegenwärtig einzig wirksamen Methode der Sicherungoes Friedens gegen etwaige Friedensstörer anschließe. Der tschechoslowakisch-sowjetrussische Pakt fei einerseits ein Instrument de s Völkerbundes, anderseits die Ausfüllung feiner wichtigsten Lücke, nämlich dort, wo die Aufgabe des Völkerbundes zur Erhaltung des Friedens aufhöre. Die Verpflichtungen, die Die Tschechoslowakei mit dem neuen Vertrag übernehme, ständen weder zur politischen noch zur geographischen Lage des Staates in Widerspruch, und der neue Vertrag sei selbstverständlich auch im vollen Einvernehmen mit den übrigen Mitgliedern der Kleinen Entente abgeschlossen worden. Der Vertrag berühre in keiner Weise die Interessen irgendeines Nachbarn der Tschechoslowakei und könne um so weniger Polen treffen. Der Vertrag fei auch niemandem verschlossen und vom Friedenswillen allen Staaten gegenüber getragen.
Ratlosigkeit
her französischen Marxisten.
Devisenverbrechen katholischer Orden.
Berlin, 16. Mai. (DNB.) Die Justiz- presse st elle Berlin teilt mit:
„3m Rahmen des bereits durch Pressemitteilun- gen bekanntgewordenen Ermittelungsoerfahrens gegen katholiche Orden wegen Devisenverbrechen findet am Freitag die erfte Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht Berlin statt. Die Anklage richtet sich gegen eine Schwester des Ordens der Vinzentinerinnen in Köln, der Devisenverbrechen in Höhe von 250 000 Mark zur Last gelegt werden.
Insgesamt laufen bei der Staatsanwaltschaft Berlin zur Zeit Ermittlungsverfahren gegen etwa 50 Orden und andere kirchliche Stellen. Diesen wird zur Last gelegt, unter bewußter Verletzung der Devisenbestimmungen erhebliche Beträge — zum Teil handelt es sich u m Millionen — ohne Genehmigung der Devisenstelle ins Ausland verbracht zu haben. Das geschah einmal in der Weise, daß die Orden große Reichsmarkbeträge ins Ausland brachten, zum anderen in der Form, daß Auslandforderungen zum Ankauf von Auslandobligationen verwandt wurden, obwohl die Anträge der Orden, diese Beträge ins Ausland zu transferieren, von den Devisenstellen im Inter- esse der Devisenbewirtschaftung a b g e l e h n t wor- den waren. Zur Durchführung ihrer Transaktionen bedienten sich die katholischen Orden der Univer- s u m - B a n k in Berlin und des Direktors dieser Bank, eines gewissen Dr. Hosius, der im 3uni 1933 zur Erleichterung der illegalen Geschäfte in Amsterdam eine Filiale'der Bank ge- gründet hatte. In acht Fällen ist Anklage erhoben worden. Weitere Anklagen stehen bevor."
Paris, 17. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der Vorsitzende der französischen Marxisten, Leon Blum, gibt im „Populaire" offen zu, daß der Leiter der Dritten Internationale, Stalin, die gesamte marxistisch-kommunistische Politik in Frankreich denke, um so weniger sei ihm dies verständlich. Er I DrummondberichtetdemKabinett 11 ntor ot no hörnrtlnn U „ ; I London, 17. Mai. (DNB. Funkfpr.) „Times"
D-rlautbarung habe setzen kon- meldet aus Rom, dort fei bekanntgeworden, daß hin,,? tki"eJraInä°,1,d,C d°r Lan- einer der Hauptgründe für die Reife des britischen 7°77?'«un» gutheiße, fo .verurteil e er d , e- Botfchafters Sir Eric D r u m m o n d nach London, 7 b,e d° r zw e, i a h r, g e n Dl e n st - der fei, der britischen Regierung die i t a l i e - V.V b^i°"b°r°rdentl,chen He-r-skr°d,. Nische Haltung gegenüber Abessinien ‘e" h" stimme versagt hatten. Stalm und die Stellung des Völkerbundes in ffrhnhSA6 e7e7Clt^.rantreÄ=d,S von der dem Streit zu „erklären". Drummond war be- knin.n S.l. H-eresstark- abhange. Er gebe den- könnt,ich früher Generalsekretär des Bölkerbundes. Mkfrnn? 7.7.7 L V, b'° Em- Der Versuch italienischer Zeitungen, den Hinweis
Senn SÄrPf bcr auf den Vertrag von 1906 als un-
tcon S(um befurchtet öaft StQhn ftd) b'e 2Iu5roir. ro e j e n 111 d) abzutun, und die Unauffällig. inXJtr7*r U7:r|d,r7 “7 ,po!'W Lage teil der Berichte über die plötzliche Berufung des 79exbs U7erle.^ hob?-.. Der britischen Botschafters nach London deuten aus die 2'5SHS af>Mr b.aburd’ sn,d’t ?t[<4>“«ern grfenntnis hin, daß Italien in rechtlicher Be-
i h r »r or n I • £ Jtl^e P ’ f von Ziehung keineswegs so einwandfrei dasteht, wie be-
?.h r er Ansicht abweichen, sondern gegen- hauptet wird
der' Landesverte'id?gung 'kse,'e^e! . ..Morning Post" erklärt, das Kabinett werde beibehalten wie bisher ’ f>c“tc -mer Sondersitzung mit der abefstni-
Die fommuniftikhe Angelegenheit beschäftigen. „Morning Post"
zwischen der Erklärung Stalins und der Politik her ^eaieruna Haltung Italiens
brüten Internationale einen Ausgleich herzustellen. A? stoki? rnimlnfini VnL c r n f t e n
Sie betont, daß keinerlei ©eaenfähe be- e stehe. Muy olini habe an England und ständen. Der Kommunismus verurteile das Heer L l?r Jr* • aIs ^Eerzeichner-
als solches nicht, verkenne auch nicht den ©ebanEen Sip^^itnrip^r6 ö0? 19^6 “‘nr01]
bes Dienstes für das Vaterland Er wolle l e b i a = ^'tglieder des Volkerbundsrates eine 21 r t lich fiir d °s ° rb °it- nde V ° l7 d °s Re ch § " of° rder u n g gerichtet. In dem Drei-
auf fein Heer auf fein Vaterland machte-Vertrag von 1906 verbürgen Italien, Frank- ° r ° b r n. Sowjetrußland st'-^ "einkn Staudamm
bes Kommunismus gegen ben französischen und den iL” Qi f! n ® 1 ? E e-’ \ f!11 V 5- Diese deutschen Nationalsozialismus dar. Es sei n a t ü r J J Ä in VlÄ^bundssatzung b e =
lich, daß Stalin auf die Aufforderung Lavals bin n A ? f[SRebe11^eint Xa (a^en
den militärischen Maßnahmen Lavals zugestimmt Ak Ä I-affen* Unter liefen Umftanben Habe, man hätte von ihm nicht erroarten9fönnen, aenb mie fie ftCs
daß er sie ablehne. Die Hauptsache fei, daß bie ?CP „ Wrurfio« J u "x U1 “
Unterrebung greifbare Ergebnisse für die Verteidi- " che s zwischen den beiden Parteien ver-
gung der 8rieben5PoIitit ©oro etru^Iant)5 ergeben bunb5flhuna ftehe^nheT ^erhalte. y bundssatzung stehe oder den Dingen ihren Lauf
k Haffen solle. Der erste Weg würde einen Zusam -
P0lltl|a)C Propaganda smenstoß mit Italien in Genf und seinen
auf her Moskauer Untergrundbahn.


