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ttr.216 Dritter Blatt Glehener Anzeiger lGeneral-Anzeiger für Gberhesien) WoiM 16. September 1955

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Obechessische Momentbilder vom ReWyarieitag.

Bildbericht unseres in Nürnberg weilenden Mit­arbeiters Photo-Pfaff, Gießen.

Oben links: Der Führer der Brigade 147 Oberhessen, Oberführer Schmidt, inmitten der Kameraden beim Mittagessen. Oben rechts: SA.-Kameraden der Standarte 116 im SA.-Lager während einer Ruhepause nach anstrengendem Dienst. In der Mitte (rechts) sitzend Standartenführer Lutter- Gießen. Nebenstehend: Der Kreisleiter des Kreises Gießen Pg. K l o st e r m a n n (in Uniform ganz rechts) in­mitten der Zuschauer.

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Heute Rückkehr der GA. von Nürnberg.

Am heutigen Montag um 15.15 Uhr werden die Nürnberg - Fahrer unserer Gießener SA. - Standarte 116 mit einem Sonderzug die Stadt des ReichsparteilFges zur Heimfahrt verlassen. Der Sonderzug trifft um 21.48 Uhr auf dem Bahnhof Gießen ein. Der Einmarsch der SA. erfolgt durch die Bahnhofstraße, Liebigstraße, Frankfurter Straße, Seltersweg, Sonnenstrahe zum Standarten- plah vor dem Standartengebäude.

Um 20.45 Uhr wird ein Ehren sturm der S A. vom Platz am Standartengebäude aus zum Bahnhof marschieren, um dort die heimkehrenden Nürnberg-Fahrer der SA.-Standarte 116 feierlich zu empfangen und zum Standartengebäude zu geleiten.

Die NSKK.-Führerund -Männerder Motor st andarte 147, die am Samstag früh von Gießen zum Reichsparteitag abgefahren find, kehren am heutigen Montag um 23.52 Uhr mit Sonderzug hierher zurück. Die Gießener Kameraden der Motorstaffel I/M 147 treten heute abend an. marschieren geschlossen zum Bahnhof und holen dort die Kameraden ihrer Formation ab.

Aus der Provinzialhauptstadt

bei

Da­von

Am Donnerstag, 19. September, und Freitag, 20. September, in der Zeit von 20 bis 22.30 Uhr, zahlen alle SA., R.-SA., NSKK., Reiter- und Marine-SA. usw. Angehörige, die nicht Partei­genossen sind, den Hilfskassenbeitrag für das 4. Vier­teljahr 1935 im Cafe Leib, Walltorstraße.

nem Falle guttue.

Es wäre so viel einfacher gewesen, sofort diese Warnung zu berücksichtigen, als selbstbewußt zu sagen:Bei mir kommt so was nicht vor, wir sind mit den Eltern ein Herz und eine Seele". Es endet doch mit einer Flucht derKinder".

Und weil es so traurig ist, wenn das gute Ein­vernehmen erschüttert wird, und weil man doch aus den Erfahrungen anderer seine Schlüsse ziehen kann, tut man im Allgemeinen von vorneherein gut, lieber im Notfall für einige Zeit basmöblierte Zimmer" zu beziehen, als die bequeme Wohnung

** Ehrung eines verdienten Beam­ten. Der Bahnassistent Daniel Becker, Kaiser­allee 271, über dessen 80. Geburtstag wir am Samstag bereits kurz berichteten, wurde aus An­laß dieses Jubiläums von feiten der Reichsbahn mit Ehrungen bedacht. Der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, wie auch der Präsident der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. ließen Glück- wunschschreiben übermitteln. Außerdem wurde dem hochbetagten Manne ein ansehnliches Geldgeschenk zuteil.

** E i n Zweiundachtzigjähriger. Am heutigen Montag, 16. September, kann Herr Jakob Hardt, Hamnistraße 4, in körperlicher und geisti­ger Frische seinen 82. Geburtstag feiern. Der hoch­betagte Mann nimmt noch heute regen Anteil an allen Geschehnissen unserer Tage.

** Eine Siebzigjährige. Am heutigen Montag, 16. September, kann Frau Wwe. Anna Rang, Rodheimer Straße 40, in geistiger und körperlicher Frische ihren 70. Geburtstag begehen. Die Jubilarin ist seit vielen Jahren treue Leserm des Gießener Anzeigers.

** B e i der Arbeit verunglückt. Der etwa 30 Jahre alte Fuhrunternehmer Alfred Schneider, Walltorstraße 41, wurde von seinem Fuhrwerk überfahren und erlitt einen Bruch de»

den Eltern.

Ortsgruppe Giehen-Güd.

Abteilung Hilfskasse.

Vetr.: Bezahlung der hilfskassenbeiträge für das letzte Vierteljahr 1935.

in München bei der Hilfskasse abgemeldet. Auch werden die Hilfskassenbeiträge vorher nicht an­genommen.

SportamtKraft durch Freude".

heute folgende Kurse:

Tennis. Bon 18 bis 19 Uhr, Städt. Tennis­plätze am Schützenhaus.

Reiten. Bon 21 bis 22 Uhr, Reitschule Schömbs.

Fröhliche Gymnastik und Spiele. Bon 19.45 bis 20.45 Uhr, in Großen-Buseck, Gasthaus Wagner.

Wir wohnen bei den Eltern . . .

zur Verbesserung des Verhältnisses beiträgt, gegen werden Erfahrungen des Jüngeren vornherein zurückgewiesen, weil so einKücken" na­türlich gar keine Erfahrungen haben darf.

Zwischen den Frauen geht es um weniger wich­tige Dinge, die aber durchaus nicht unwichtig sind in diesem Falle. Liebhaberinnen von Hefekuchen können Verfechterinnen von Pulverkuchen geradezu zu bewaffnetem Aufstand reizen. Denn wenn man erst empfindlich geworden ist, kann jede Bewegung Anlaß zu neuen Fehden geben. Es ist dann ganz egal, ob man die Gewobnheit hat, lange bei Tisch zu sitzen, oder schnell seine Mahlzeit zu beenden, wenn man den andern erst einmal als Gegner ins Auge gefaßt hat, kann sowohl das eine, wie das andere verwerflich fein.

Die jungen Leute sind stolz auf ihre Jugend, die älteren auf lhr Alter. Dagegen läßt sich grund­sätzlich nichts sagen. Schlimm wird es erst, wenn die Parteien ihren Gefühlen Ausdruck geben.

Man kramt dann zur eigenen Entlastung aller­lei Geschichten hervor, von ähnlichen Experimenten von Bekannten, die auch schief ausgelaufen sind, und zieht darauf sehr verständig den Schluß, daß dieses Zusammenleben ein Unding sei und in kei-

Am Montag, 16., und Dienstag, 17. September, in der Zeit von 20 bis 22.30 Uhr, zahlen alle An­gehörigen der SA., SS., NSKK., Reiter- und Äarine-SA., die nicht Parteigenossen sind, den Hilfskassenbeitrag für das 4. Vierteljahr 1935 im RestaurantZum Tannhäuser", Frankfurter Straße 83.

Wer an diesen beiden Abenden den Beitrag nicht bezahlt, wird bei der Hilfskasse in München abge­meldet.

Ortsgruppe Giehen-Nord.

Abt. Hilfskasse.

Betr.: Bezahlung der hilfskassenbeiträge für das letzte Vierteljahr 1935.

Plakettenschießen der Deutschen Iägerschast.

Die Pressestelle des Kreisjägermeisters für den Jagdkreis Gießen teilt mit:

Das Schießen um die Plaketten der Deutschen Jägerschaft findet für alle im Kreise Gießen woh­nenden Jagdscheininhaber auf den Schießständen des Schützenvereins Gießen, Grünberger Straße 2, statt. Es schießen:

Samstag, 21. September, 1418 Uhr: Hegering Gießen, Anfangsbuchstaben AL.

Sonntag, 22. September, 812 Uhr: Hegeringe Grünberg, Londorf, Röthges; 12 bis 18 Uhr: Hegeringe Lich und Grüningen.

Mittwoch, 25. September, 1418 Uhr: Hegering Gießen MZ.

Das Plakettenschießen ist ein von dem Reichs­jägermeister angeordnetes Pflichtschießen für alle Mitglieder der Deutschen Jägerschaft, das im gan­zen Reich unter gleichen Bedingungen durchgeführt wird. Es werden abgegeben: 20 Schuß mit Büchse, 30 Schuß mit Flinte und 20 Schuß mit Pistole (Munition ist auf dem Schießstand zu haben).

Alle Jagdscheininhaber des Kreises sind also zur Teilnahme verpflichtet. Es wird darauf ausdrück­lich mit dem Bemerken hingewiesen, daß sich ver­einzelte Jäger seither ihrer Verpflichtungen zum Schießen entzogen haben. Ein derartiges Verhal­ten stellt mangelndes Interesse an der Arbeit der Deutschen Jägerschaft dar. Die Jägerschaft wird diesen Jägern, falls sie nicht ihr Verhalten än­dern, dieselbe Interesselosigkeit entgegenbringen und sie aus ihren Reihen entfernen müssen.

vornotizen.

Tageskalender für Montag: NS-G. Kraft durch Freude": 18 bis 20 Uhr Tennis auf den städtischen Tennisplätzen am Schützenhaus-, 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs, Brandplatz. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Heilige und ihr Narr"

Neues Vierteljahres - Sportprogramm des Sportamtsk.d.F.!"

Mit dem 1. Oktober kommt das neue Sportpro­gramm des SportamtsK.d.F." heraus. Neben den bisher eingerichteten Sportkursen finden wir neu hinzugekommen folgende Kurse:

Waldlauf, Hallentennis, Skigymnastik, Ski- Trockenkursus, Kleinkaliberschießen.

Das Sportprogramm ist in deinem Betrieb, auf deiner Ortsgruppe oder auf dem Sportamt, Schan- zenstraße 18 (Sprechstunden von 8 bis 13, Tele­phon 2919), erhältlich und unterrichtet dich über alles Wissenswerte.

Landschastsbnnd Äolksium und Heimat

Kreisring Gießen.

Vorn 29. Septerner bis 5. Oktober findet auf der Zitadelle in Mainz eine volkskundliche Schulungs­woche statt. Der Arbeitsplan ist dem Heft Nr. 9 vonVolk und Scholle" beigefügt, aus dem alles weitere, wie Kursusbeitrag, Fahrtermäßigung usw. ersichtlich ist. Die Anmeldungen sind umgehend di­rekt an die Geschäftsstelle des Landschaftsbundes, Darmstadl. Neckarstraße 3, zu richten. Gleichzeitig ersuche ich, an die Kreisringführung, Georg Heß, Leihgestern, Schillerstraße 36, Mitteilung über die erfolgten Anmeldungen ergehen zu lassen. Es wird auch aus unserem Kreisring eine rege Beteiligung erwartet.

Baltikum- und Freikorpskämpfer.

> Achtung!

Zwecks Erlangung der Urkunde als alter Kämp­fer sind umgehend vom Reichsbund der Baltikum- und Freikorpskämpfer-Abwicklungsstelle,Berlin W 15, Lietzenburger Straße 12, die Antragformulare an­zufordern. Letzter Termin: bis 18. November 1935, spätere Eingänge sind zwecklos. Abwicklungsstelle Gießen, Hammstraße 4.

Verbotener Verkehr mit Gefangenen

Die Justizpressestelle Frankfurt a M. teilt mit: Im Hinblick darauf, daß häufig Personen aus Un­kenntnis mit Gefangenen ohne Genehmigung der zuständigen Stelle in Verkehr treten, erscheint es zweckmäßig, darauf hinzuweisen, daß in der Preu­ßischen Gesetzsammlung eine Polizeiverordnung vom 2. August 1935 des Reichs- und Preußischen Mi­nisters des Innern, betreffend das Verbot des Ver­kehrs mit Gefangenen, veröffentlicht ist. Nach dieser Verordnung wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark, , an deren Stelle im Unvermögensfalle Haft bis zu 14 Tagen tritt, bestraft, wer unbefugt mit Gefange- : nen ober Schutzhäftlingen in Verkehr tritt, oder sich mit ihnen durch Worte, Zeichen ober auf anbere i Weise zu verstänbigen sucht.

Es ist alle Anerkennung wert, baß Menschen j immer wieder die Behauptung, daß alt und jung nicht zusammengehören, umzustürzen bemüht smb. Den besten Willen von der Welt vorausgesetzt, er­leiden aber doch alle Parteien meist kläglich Schiff­bruch, und die Unsentimentalen, die Nüchternen, triumphieren wieder einmal. r r

Ja, es ruht ein seltsamer Unstern auf solchen Abenteuern, wie es eine Ehe zu dritt oder zu viert mit sich bringt Der Fall liegt so klar: Der Vater und die Mutter sind von ihrenKindern so ent­zückt es gibt gar keinen besseren Schwiegersohn, oder' keine sorgsamere Schwiegertochter, und doch endet das Zusammenleben gewöhnlich in einem ge­waltigen Sturm. Der gemeinsame Haushalt jmrb aufgelöst und die Meinung über dieKinder" be­deutend revidiert. ,, ,.. ± ,

Wenn man beide Parteien nachher hort, so kann man gar nicht begreifen, wie das Mißgeschick eigentlich möglich war; es war der beste Wille auf allen Seiten vorhanden. Die Schwiegermutter be­teuert, daß sie den Kindern den Himmel auf Erden bereitet hat, der Schwiegervater sagt, daß er ßch seiner eits um nichts gekümmert habe, die "Kinder beteuern, daß sie es nie an dem schuldigen Respekt und der nötigen Rücksicht haben mangeln lassen; es ist also ein Rätsel, wie die Katastrophe emtreten konnte. In Wirklichkeit liegt der Fall nicht so kompliziert: das junge Paar, das glücklich verhei­ratet ist, hat zutiefst den Wunsch, selbständig zu sein und in Ruhe gelassen zu werden. Aber das wider­spricht durchaus der Einstellung der Eltern, die ja weiter nichts wollen als teilhaben am Gluck der Kinder. Sie find eben und bleibenDie Kinder , und wenn sie zehnmal verheiratet find; in der Vor­stellung vieler Eltern tappen sie immer noch als Unmündige durch das Dasein, denen man m der freundlichen Absicht, ihnen Kummer und Sorgen zu ersparen, gar nicht genug Ratschläge geben kann. Aber es ist die Eigenart aller Kinder, daß sie Ratschläge hassen. Und das liegt an der bemer­kenswerten Eigentümlichkeit des Menschengeschlechts, daß ein noch so guter Rat nie so gut wirkt wie eine bittere Erfahrung. Es ist verständlich, den Jungen die bitteren Erfahrungen ersparen zu wol­len, aber ebenso unmöglich wie einem jungen Tier zu predigen, daß Feuer brenne; auch ein junger Hund muß sich erst einmal die Nase verbrennen, ehe er begreift, daß Feuer eine brenzliche Sache ist. Den Menschenkindern geht es leider nicht anders.

Es ist glanz gleichgültig, ob das Paar bet den Eltern der Frau, oder denen des Mannes wohnt. Die böse Schwiegermutter, die dem Schwiegersohn so verhaßt sein soll, ist ja doch in den meisten Fällen nur eine Witzblattfigur. Weniger zitiert, aber recht behaglich ist die Mama des verwöhnten Lieblinassohnes, die davon überzeugt ist, daß diese Heirat das Unglück ihres Einzigen fein wird und die dann die entsprechenden Abwehrmaßnahmen er­greift, die in Mißtrauen und Bevormundungen bestehen. , , . ....

Schwiegerväter geben ihren Schwiegersöhnen gern berufliche Ratschläge, die von der jungen Gene- teljatjr 1933 im «ju», ratian diskret belächelt werden, was durchaus nicht Wer an die en beiden Äb-nden nicht bezahlt, wird