Einzelbild herunterladen

Aeichsarbeitsniinister Seldie

werde.

Der Mrer spricht zur Arbeitssront

Das große Volksfest am Gamstag

auch

der

Zeit beisammen.

lange

4»

SA.-Auko vom Zug überrannt. Fünf Tote, sieben verletzte.

der ersten Madeira-Fahrt von 3000 deutschen Ar­beitern. Die Hunderttausende blieben nun bei Kurz­weil und Belustigungen der verschiedensten Art noch

Nchen. Das erste Seebad lst bereits projektiert, feine Pläne werden bereits auf diesem Partei­tag gezeigt. Davon sollen drei Bäder gebaut werden. Zu Land sollen weitere Erho­lungsheime mit insgesamt 50 000 Betten, 15 000 besitzen wir bereits, errichtet werden. Und als letztes in diesem gigantischen plan ist der Bau von Schiffen mit je 1500 Betten vor­gesehen. Die Finanzierung dieses kühnen Wer­kes wird zu zwei Drittel aus eigenen Mitteln der Arbeitsfront sichergestellt. Ich hoffe, diesen plan in zehn Jahren durchgeführl zu haben.

Mannschaft, nicht nur zur Leistung, sondern zum ewigen Glauben an Deutschland.

pflichtete staatliche Wirtschaftsführung auskommen kann. Diese staatliche Wirtschaftsführung darf freilich niemals in Bürokratismus ausarten. ~r- ------ - v,

Wir können den Wirtfchaftswillen des beitsfront trugen, sich entfalten. Dos Chorwerk kum einzelnen B e t r i e b s f u hLL r s und Ar-ldete von dem Willen der jungen deutschen Werk-

Italien zu keinem Kompromiß bereit.

Mussolini spricht vor dem Ministerrat.

Rom, 14. Sept. (DNB.) Mussolini hat am Samstag in einer Sitzung des Minlsterrates aus­führlich über die militärische und politische Lage berichtet. Mussolini erklärte, die Reden Hoares und Lavals hätten angesichts der Stellung Eng ands und Frankreichs zum Völkerbundspakt aus einleuch. tenden Gründen gar nicht ander sausfal^ len können. Sie seien daher von den verant- wörtlichen Kreisen Italiens und von den breiten Massen des italienischen Volkes mit der grob« ten Ruhe ausgenommen worden. Der Mim- sterrat nehme jedoch mit Genugtuung von den herz­lichen Worten Kenntnis, die Ministerpräsident La- do Mn seiner Rede den französisch-italienischen Ab- machungen vom Januar dieses Jahres und der durch sie besiegelten Freundschaft gewidmet habe, eine Freundschaft, die Italien entwickeln und stärken wolle nicht nur im Interesse der beiden Länder, sondern auch im Interesse b e re u r o- päischen Zusammenarbeit, die nicht durch einen Streitfall kolonialer Natur oder durch die Anwendung von Sanktionen zerschlagen werden könne, wie sie in früheren sehr viel schwereren Streitigkeiten zwischen Mitgliedern des Völkerbun­des niemals im einzelnen ausgearbeitet und ange wandt worden seien.

3n diesem Zusammenhang habe der IHiniffct- rat die Frage geprüft, in welchen Fällen das weitere Verbleiben Italiens im Völkerbund unmöglich werden würde. Der Mnisterral habe ferner feftgeslellt, dah um den italienisch-abessinischen Fall sich zur Zeit alle Kräfte des Antifaschis­mus im Auslande zusammenschliehen. Er fühle sich verpflichtet, auf das bestimmteste zu erklären» dah die abessinisch-italienische Frage nach den ungeheuren Anstrengungen und Opfern, die Italien ojnf sich genommen habe, und nach der unwiderleglichen Beweisführung der von Italien in Genf unterbreiteten Denkschrift Kam- promihlösungen nicht zulasse.

richtete dann ebenfalls an die Tagung Begrüßungs- warte. Er erklärte u. a.: Unser aller unermüd­liches Bestreben ist es, das Gedankengut der natio- nalsozialijtischen Weltanschauung in allen Bereichen unseres Lebens und nicht zuletzt im wirtschaftlichen und sozialen Leben überzeugende Wirklich­keit werden zu lassen. Und so liegt es mir darum besonders am Herzen, Öen Gedanken d e r Gemeinschaft, unter dem unser Fuhlen und Handeln nach dem Willen unseres Führers tehen soll, auch im Bereich der Sozial­politik mit allen meinen Kräften pflegen und ordern zu Helsen. Der Gedanke der Gemeinschaft )at uns im Krieg ^usammengehalten. Um ihn haben wir nach dem Kriege gekämpft. Nach ihm wollen wir weiter im neuen Reich leben.

Der Bolschewismus trägt Terror und Ver­nichtung hinaus in die Welt, wir Nationalsozia­listen Aufbau, Schönheit und Freu de. Der Bolschewismus schickt Juden als Revräsentan- ten zu den Völkern, wir Nationalsozialisten lassen Deutschland durch den Arbeiter würdig und stolz vertreten. Die Deutsche Arbeitsfront betrachtet sich nicht, wie das schon vorher des öfteren gesagt wurde, als die Amme für die werktätigen Menschen, sondern sie hat nach kaum zwei Jahren ihres Be- stehens die Schaffenden selber aufge- r u f e n, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Durch das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit wurde die unterste Stufe dieses Selbstverantwor- tung geregelt. Jetzt haben wir bereits in den ver­schiedenen Bezirken in den einzelnen Betrte'bsge- meinschaften Arbeitsausschüsse gebildet, in denen 50 v. H. Betriebssichrer und Gefolgschaftsmit- glieder zusammen sind. Im Reich sorgt der Ar- beits- und Wirtschaftsrat dafür, daß Wirtschafts- und Sozialpolitik eng zusammenarbei- ten. All das sind Organe derSelbstoerwal- tung, die den Werktätigen dazu bewegen sollen, fein Schicksal selber zu formen und zu bilden. Meine Männer aus der Deutschen Arbeitsfront, Sie sind heute zu der ersten Sitzung des Wirtschafts- und Arbeitsrates zusammengekommen, um vor dem Führer und vor dem Volk zu bekunden, daß der un­selige Streit und Kampf der Klassen untereinander endgültig in Deutschland vorbei sind und daß Be­trieossichrer und Gefolgschaft in Anständigkeit und ehrenvoll zusammenarbeiten wollen. Den Führer bitte ich, uns immer da ein freudiger und gerechter, und wenn es sein muß, auch strenger Schirmherr zu sein. Der deutsche Arbeiter ist sein treuester Ge­folgsmann und des Volkes treuester Sohn! Der Führer aber ist des Volkes Vater und Schützer!

.senden eines Volkes immer in erster Linie darauf ankommen, was er selber leisten will und kann.

! Mit Genugtuung, Stolz und Freude darf die Reichs- regierung feststellen, dah sich heute alle in den Dienst der allgemeinen Sache stellen. Hierin allein liegt die Garantie des Gelingens.

Der Albdruck der Arbeitslosigkeit ist von uns ge- nommen. Wir wissen sehr wohl, daß der größte Teil des deutschen Volkes zur Zeit noch mit bescheidenem Verdienst auskommen muß, und wir roerben noch eine ganze Weile brauchen, bis unser Wirt chafts- erfolg gegenüber dem Auslande eine 33erbefferun0 unserer Lebenshaltung erlaubt, aber diese Verbesse­rung der Lebenshaltung werden wir nur er­reich e n d u r ch L e i st u n a. Der Nationalsozialis­mus wird nie dulden, daß das Streben zum Neid und der Stolz zum Dünkel führt. Die große Idee

Wie wir menschlich uns gegenseitig verstehen und achten wollen, so wollen wir auch sachlich wieder lernen, miteinander und nicht geaeneinander zu schaffen. Das ist der Sinn des Gemeinschaftsorgans, das wir im Reichsarbeits- und Wirt­schaft s r a t geschaffen haben. Hauptaufgabe dieses Gemeinschastsoraans soll vor allem sein, eine offene und ehrliche Aussprache zwischen Be- triebsführern und Gefolgschaft über gemeinsame Fragen der Betriebe und der Beziehun- gen von Betriebsführern und Gefolgschaftsmitglie­dern wie auch der allgemeinen Lage unserer Wirt­schaft. So wird aus Der Selbstverwaltung heraus die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Reichsregie- rung eine Unterstützung erhalten, die auf unmittel­baren Erfahrungen der Gemeinschaft von Betriebs­führern und Gefolgschaften fußt.

Die Wirtschaft hat der Nation zu bienen. Die Er- fahrung hat gezeigt, daß im Gegensatz zu früher heute kaum eines der großen, an der Weltwirtschaft beteiligten Länder, am wenigsten Deutschland, ohne eine verantwortungsbewußte, nur dem Ganzen ver-

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die kräftige Erwärmung und der damit verbun­dene Luftdruckfall am gestrigen Sonntag begün­stigten einen Einbruch kalter Meeresluft. Bei ihrem Eindringen in die vorgelagerte feucht-warme Luft kam es zum Auftreten verbreiteter und viel­fach auch reckt ergiebiger Gewitterregen und erheb­licher Abkühlung. Die Kaltluft ist inzwischen bis Polen vorgestoßen und bedingt bei uns Zusammen- sinken der feucht-warmen Luft. Die Witterung bleibt jedoch bei lebhafter Luftzufuhr aus Süden bis Westen sehr wechselhaft und unbeständig.

Aussichten für Dienstag: Wechselnd be­wölkt mit einzelnen Niederschlägen, bei lebhaften südwestlichen Winden tagsüber etwas wärmer.

Aussichten für Mittwoch: Weitere Luft­zufuhr aus Westen, Fortdauer der unbeständigen, zu einzelnen Niederschlägen neigenden Witterung.

Lufttemperaturen am 15. Sevtember: mittags 23,6 Grad Celsius, abends 16,6 Grad; am 16. September: morgens 12,1 Grad. Marimum 23,8 Grad, Mini­mum 11,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. September: abends 17,3 Grad; am 16. September: morgens 15,2 Grad. Sonnen- jcheindauer 3,1 Stunden. Niederschläge 5,4 mm.

Der Ministerrat beschloß außerdem die Absendung eines Beifalls- und Grußtelearamms an den Ober- kommandierenden der italienstchen Kräfte in Afrika, General de Bono. Die Vorbereitungen Italiens in Ostafrika würden mit größter Beschleunigung ortgeführt, um Italien gegenüber den über- eqenen abessinischen Streitkräften, deren Mobili- ierung bereits durchgesührt sei, sicherzustellen. An- lesichts der offenkundigen Unruhe, die tn einigen kreisen politischer Flüchtlinge aus der Cyrenaika herrsche, seien zur Verteidigung Der ita- lienischen Kolonie Libyen Verstärkungen im Anmarsch. Die Gesamtstärke der italienischen Wehrmacht zu Lande, zu Wasser und tn der Lust sei so groß, daß auf jede Drohung, von welcher Seite sie auch kommen möge, geant­wortet werden könne.

England übernimmt die Verteidigung Aegyptens.

Kairo, 14. Sept. (DNB.) Wie amtlich mitge- teilt wird, hat zwischen dem ägyptischen Minister- Präsidenten TewfikNassimPascha und dem zweiten Befehlshaber der englischen Flotte im Mit- telmeer, Vizeadmiral Forbes, eine Besprechung über Maßnahmen zum Schutze Aegyptens t m Falle eines Krieges zwischen Italien und Abessinien stattgefunden. Vizeadmiral Fordes ver­sicherte, daß die englische Regierung be­reit sei, die Verteidigung Aegyptens sich er zu stell en. Reuter erklärt, daß England entsprechend dem Vertrag von 1922 d i e ä a y p - tische Unabhängigkeit gegen einen Angriff von außen garantiert habe, und weift darauf hin, dah der größte Teil der engltfchen Mittelmeer flotte zur Zeit in Alexan­drien vor Anker liege.

Wieder zwei memelländischen Richtern die Staatsangehörigkeit entzogen.

Memel, 14. Sept. (DNB.) Nachdem dem Präsidenten Dr. Schreiber, dem Oberbürgermei­ster Brindlinger und dem Verwaltungsge- richtsdirektor Dr. Treickler die litauische Staats- dürgerschaft widerrechtlich entzogen worden war, hat der litauische Gouverneur sie auch noch dem Amtsgerichtsdirektor Schneider- Memel und dem Ämtsgerichtsdirektor Dr. Schwarke- Heyde- trug abgesprocyen. Angesichts des großen Man­gels an Richtern im Memelgebiet gefährdet diese Maßnahme die Durchführung der autonomen Ge­richtsbarkeit.

Oie amerikanische Negierung bedauert.

Washington, 14.Sept. (DNB.) Staatssekre- tär Hüll drückte dem deutschen Geschäftsträger Dr. Rudolf Seltner im Staatsdepartement das B e - dauern der amerikanischen Regie r u n g über das Urteil des Richters Brodsky im Prozeß wegen der kommunistischen Ausschreitun­gen gegen dieBremen" aus. Der Staatssekretär fügte hinzu, daß Brodskys Ausführungen keines- wegs die amtliche Haltung der amerikani­schen Regierung darstellten.

Die ethischen Grundgedanken der Ordnung der Arbeit werden ihre Fortentwicklung auch auf ande­ren Gebieten des Arbeitsreckts erfahren. Zunächst auf dem Gebiete des Arbeitsvertra g s. Dort gilt es, die abstrakte, rein schuldrechtliche Betrach­tung des Arbeitsverhältnisses zu ersetzen durch eine Regelung, die persönliche und mensch l i * Beziehungen zum Ausgangspunkt hat. Die-fe Beziehungen sind in der Betriebsgemeinschaft be­gründet. w , .

Wir sind uns der unlöslichen Derb un d e n - heit von Lohn und Preis bewußt. Wir wis­sen, daß die Arbeiterschaft in Erkenntnis dieser Zu­sammenhänge weitgehende Opfer gebracht hat, wir verkennen aber auch nicht die natürlichen Grenzen, die jedem Opfer gezogen sind. Ein gerechter und befriedigender Ausgleich muß ge­funden werden. Die Sorge um ihn und das Stre­ben danach ist uns allen gemeinsam. Unser aller Zusammenarbeiten soll uns heilen, die Einheit des deutschen Lebens und des deutschen Volksstaates zu erreichen. Sie soll uns helfen, daß wir ein aus­kömmliches und uns artgemäßes und ein lebens- wertes Dasein führen können. Aus der Fähigkeit für Disziplin, aus unserer Arbeitslust und Arbeitskraft, aus Dem Gefühl der Kameradschaft und der Volks­gemeinschaft heraus werden wir unsere Arbeit meistern, auf daß uns die Arbeit nicht eine Bürde, sondern den Segen bedeutet, auf daß sie nicht wie eine schwere Last auf dem Nacken, wie ein Stein auf dem Herzen liegt, sondern uns allen in der richtigen Lebenserkenntnis zum Stein der Weisen

Auf den Waidwiesen luden Waldtheater, Kasperle- und Puppentheater, Ausstellungszelte, Tanzringe und der Reichstheaterzug der Deutschen Arbeits­front zur fröhlichen Kurzweil ein. Den prachtvollen Abschluß brachte das grandiose Feuerwerk, das unter dem MottoVier Jahreszeiten" stand. Grüne Bäume, blühende Sträucher, Maibäume und frische Blumen symbolisierten den Frühling. Der Sommer schloß sich an mit Kronen, Schlangen und Schleifen, Früchten und Leuchtkugeln, Hakenkreuz- Feuerräder leiteten über zur gewaltigen Sommer- fonnenrocnbfeier. Der Herbst stand im Zeichen des Erntefestes. Korngarben wechselten ab mit Blumen­sträußen und Girlanden. Inzwischen ist es Winter geworden. Silbernes Funkeln und Schneefall kün- den ihn an. Zum Abschluß leuchtet uns das Feuer Wintersonnenwende. Nach Bombenstürmen kün- das bengalische Feuer das Zeichen der Morgen-

Nach der Ansprache Seldtes fangen 200 Werk- scharmünner das wuchtige im Takte der Maschinen dröhnende Lied:Wir sind des Werktags Soldaten." Der Badenweiler Marsch kündete das Eintref­fen des Führers an, der von Dr. Ley und Dr. Schacht am Eingang der festlichen Halle emp­fangen und durch die jubelnden 30 000 geleitet wird. Als Dr. Ley den Führer als den geistigen Schöpfer der DAF. auf der dritten Jahrestagung begrüßt, antwortet die Halle mit tosenden Heilrufen, die sich wiederholen und verstärken, als der Führer das Wort nimmt. Der Führer sprach in eindrucksvoller Weise von der Ueberroinbung des Kläs­se n k a m p f e s Im nationalsozialistischen Deutsch­land und kennzeichnete die Bedeutung der Tatsache, daß nun zum ersten Mal die Vertreter der gesamten schaffenden Arbeit, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, zu einer gewaltigen Kundgebung versammelt seien. Der Führer sprach von der Gemeinsamkeit der Interessen aller am nationalen Wirt- schaftsprozeh beteiligten Volksgenossen und gab feiner festen Ueberzeugung Ausdruck, daß die uner­meßliche Kraft, die aus der Gemeinsamkeit ströme, das deutsche Schicksal zwingen und meistern roerbe. Schon an den ersten Sätzen hatte der Führer nicht nur das Ohr, sondern auch das Herz seiner Arbeiter gesunden. Als der Führer geendet hatte und unter den Klängen seines Lieblingsmar­sches die Kongreßhalle verließ, übertönte die schmet­ternden Hörner und den tosenden Jubel die Stimme

Lobenswertes zu sagen.

Das Hauptinteresse gilt natürlich dem Fußball­kampf zwischen dem Deutschen Mei st er SC. Schalke 04 und einer ©täbtemann- schäft N ü r'n b e r g - F ü r t h. Der Deutsche Mei­ster lieferte ein hervorragendes Spiel. Daß Schalke nur einen knappen l:O-Sieg davontrug, ist dem auf­opfernden Spiel der gesamten Städtemannschaft Nurnberg-Fürth zuzuschreiben.

Der zweite Hauptteil des Volksfestes spielte sich auf her großen Zeppelinwiese ab. Werkscharen der Deutschen Arbeitsfront trugen ein höchst wirkungsvolles Chorwerk vor. 24 Fahnen­schwinger standen auf den hohen Aufbauten und zum Klange der Fanfaren ließen sie die wallenden Tuche, die bps Hakenkreuz und bas Zeichen der Ar­beitsfront trugen, sich entfalten. Das Chorwerk kün- 1 bete von dem Willen der jungen deutschen Werk-

bet bas bengalische Feuer bas Zeichen

röte des neuen Jahres. An das gewaltige Feuer- werk schloß sich als letzte Vorfüyrung Der Film Arbeiter heute" an, der Bilder zeigte von

Reichswirlschastsminisler Dr. Schacht.

Meine deutschen Volksgenossen! Liebe Arbeitskameraden!

Als ich dem Leiter der Deutschen Arbeitsfront den Vorschlag machte, daß die Organisation der gewerblichen Wirtschaft in ihrer Gesamtheit in die DAF. eintreten solle, da habe ich mich be­sonders gefreut, wie lebhaft diese Anregung auf­gegriffen wurde. Die außerordentliche Bedeutung, die das Zusammengehen von Betviebsführern und Gefolgschaften im Dritten Reich erhalten hat, kann gar nicht hoch genug eingesckätzt werden. Wir Dürfen yeute nach keiner Richtung mehr Einzelgänger sein. Wir müssen alle z u - jammen st ehen in einereinzigenSchick- salsgemeinschaft, um das Leben unseres Volkes in der Mitte Europas sichern und ihm seinen Bestand erhalten zu können.

Wenn wir in der Leipziger Vereinbarung den Willen zur Gemeinschaft der arbeitenden und wirt- schäftenden Menschen an die Spitze gestellt haben, und wenn wir letzt im Begriff stehen, den A r - beits- und Wirtschaftsrat zu bilden, so haben wir damit die sich aus den verschiedenen Svezialausgaben ergebende Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit weder der DAF. noch der Organisation der gewerblichen Wirtschaft aufge­hoben. Wir wollen und müssen aber jetzt und in aller Zukunft verhindern, daß aus der Eigen­verantwortlichkeit beider Organisationen und aus der lediglich einseitigen Behandlung der ihnen wesensgemäß zusallenden Arbeiten und Probleme neue Gegensätze ent st ehe n.

Die nationalsozialistischen Kräfte, die mit dem 30. Januar 1933 zum Durchbruch und ans Werk gelangt sind, haben erst die Voraussetzung dafür geschaffen, baß die Gewerkschaften und Arbeitgeber­verbände verschwinden konnten und daß statt feind­licher Organisationen sich heute nur Menscken gegenüberstehen, die nicht gegeneinander, sondern füreinander arbeiten.

Das ursprüngliche Gefühl gegenseitiger mensch­licher und persönlicher Verbundenheit schließt alle diejenigen in einem starken echt deutschen personenrechtlichen Treueverhäll- n i s zusammen, die an einem Werke arbeiten, in einem Betriebe schaffen, in einem Haufe leben. Ls ist das niemals wieder wegzulöschende Verdienst unseres Führers, daß er in unsere Herzen und Hirne hineingehämmert hat die Er­kenntnis, daß wir eines Blutes und einer kulturellen Gemeinschaft, dah wir Kameraden sind und darum menschliche Pflichten gegeneinander haben. Ls darf nicht sein, dah die deutschen Menschen ein zweites Mal wieder erst dann den Sinn der Kameradschaft begreifen, wenn es um Sein oder Nichtsein unseres Volkes geht, wenn auhenpolitische Mächte uns bedrohen. Rein, wir wollen gerade im Alltag unserer Arbeit unlösbar zusammenwachsen.

eines Arbeiters irgendwo in Der riesigen Halle, der dem Führer bankt. Diese Stimme war die Stimme des ganzen deutschen Volkes.

Oie Fortsetzung des Parteikongreffes.

Nürnberg, 14. Sept. (DNB.) Kaum war die Tagung der Deutschen Arbeitsfront beendet und die Kongreßhalle geräumt, da strömten schon wieder neue Scharen herein zur Fortsetzung des Parteikon- gresses. Kurz nach 15.30 Uhr traf der Führer wieder in der Halle ein. Nach dem Einmarsch der Fahnen und eines musikalischen Vorspiels des Rcichssymphonieorchesters gab der Stellvertreter des Führers als erster Redner dem Reicksleiter Amann das Wort, der über Presse unb N a - tionalsozialismus sprach.

Den Parteikongreß eröffnete am Sonntagabend ngch dem Einmarsch der Standarten der Stell­vertreter des Führers, Heß, der bei sei­nem Eintreffen herzlichst begrüßt wurde. Dann nahm Hauptamtsleiter Reinhardt bas Wort. Nach seinen von starkem Beifall unterbrochenen Ausführungen über bie nationalsozialistische Finanz- unb Steuerpolitik sprach Reichsleiter Dr. Dietrich überPressefreiheit unb öffentliche Meinung". Brausenber Beifall bankte Reichsleiter Dr. Dietrich für seine Darlegungen. Als letzter Rebner des Kon- gresses am Sonntag sprach bann Reichsarbeitsfüh­rer Hier!.

Auf dem unbeschrankten Wegübergang zwischen DetHingen/Untertecf unb Owen/Unterteck (Württem­berg) ist ein mit SA.-Männern besetzter Lastkraft­wagen, ber auf der Heimkehr von Feldstetten nach Göppingen begriffen war, mit dem Personenzug Kirckheim/Teck Oberlenningen zusammenge- ft o p e n.Don ben Insassen beo Lastkraftwagens, ber völlig zertrümmert würbe, würben fünf Personen getötet, fünf schwer unb zwei leicht verletzt. Die Verletzten würben sofort in das Krankenhaus Kirchheim/Teck verbracht. Don ben Insassen des Zuges ist niemand zu Schaben gekommen. Die Ur­sache bes Unglücks ist noch nicht geklärt. Eine Un­tersuchung ist im Gange. Der Lokomotivführer bes Personenzuges hat bie vorschriftsmäßigen Pfeif- und Lichtsignale abgegeben.

Das ist bas neue Deutschland: Nack Tagen an­strengender Arbeit sucht es seine Erholung durch Leibesübungen unb wertvolle Erholung, die auch dem inneren Menschen etwas äu geben vermag. Das nationalsozialistische Deutschland bejaht bie Oreuben dieses Lebens; aber es stellt auch an diese reuben höhere Ansprüche unb steht auf bem Stanbpunkt, baß für das deutsche Volk das Beste gerade gut genug ist.

Nach diesem Leitspruch war auch bas große Volksfest des Reichsparteitages auf allen um ben Dutzendteich gelegenen Aufmarsch- und Sportplätzen ausgerichtet. Es bot in feinem überwiegenden Teil ein sportliches Programm. Nach schmissiger Marschmusik der Ruhrknappenkapelle künden Fanfaren um 16 Uhr ben Beginn der Dar­bietungen an, die mit einem bunten Feld des Sportamtes ber N S Gemeinschaft Kraft burch Freude" eingeleitet werden. Im ganzen Jnnenraum zerstreut zeigen bie Sport­gruppen ber NS-Gemeinschaft ausgezeichnete Dar­bietungen, die erkennen lassen, welcher Wert auf die körperliche Gestaltung des deutschen Arbeits­menschen gelegt wird. Geradezu akrobatisch aber muten die Motorradvorführungen der NSKK.-Fahrer an, die in atemberaubendem Tempo freihändig oder gar auf ben Rädern stehend über bie Aschenbahn rasen. Die Deutschland- Riege ber Deutschen Turnerschaft zeigt am Neck Hebungen, an benen auch der Weltmeister Winter- Frankfurt teilnimmt. Es ist überflüssig, über bie Leistungen bieser auserlesenen Riege noch

beiters nicht entbehren, es wird bei allen Schaf- ber Volksgemeinschaft, bie uns ber Führer vorlebt, erstickt solche Ausartungen im Keime. Wenn wir einmal bas Bewußtsein der Volksgemeinschaft als etwas Selbstverftändliches in uns tragen, so ist ber Gedanke eines Klassenkampfes tot für alle Zeiten. Manch einer hat diese tragende Idee heute noch nicht begriffen; manch einer macht ben anberen schlecht, nur um selbst besser zu erscheinen. Das ist nicht Nationalsozialismus, sonbern abgeroanbelter Klassenkampf. Wenn einmal jeber Deutsche nur ben einen Ehrgeiz kennen wirb, auf dem ihm anver­trauten Posten bas Beste für fein Bo 1 k 3u I e i ft e n , bann wirb bas Dritte Reich vollenbet sein. Für bieses Dritte Reich, bas unser Fahrer Adolf Hitler uns geschenkt hat, wollen wir gemeinsam wirken, solange unsere Brust atmet.

In ber Betriebsgemeinschaft sollen sich zum Nutzen von Volk und Staat Unternehmer unb Gefolgschaft zusammenfinben. Gegenseitige Achtung unb Treue, ehrliche Zusammenarbeit in allen be- trieblichen Angelegenheiten, Anerkennung ber Le­bensrechte des anderen sollen die Richtschnur dieser Gemeinschaft sein. Es leugnet niemand dabei, baß menschliche Spannungen und Gegensätze auch in der Betriebsgemeinschaft wie in jeder Gemeinschaft immer wieder auftreten werden. Die Gegensätze sollen nicht vertuscht und unterdrückt, sondern ehr­lich ausaekämpft werben. Ader bei einem Kampf um Die gerechte Losung, wie er hier geführt werden soll, soll und wird das Ergebnis nur immer. wieder ein Sichzufammensinden, eine Festigung der Gemeinschaft sein.