vielen Teilnehmern die alten Rüstungen im Waf-I fensaal. Anschließend fand bei Kaffee und Kuchen ein fröhliches Beisammensein im Tiergarten statt. Die gebotenen Sehenswürdigkeiten und die landschaftlichen Schönheiten hinterließen bei allen Teilnehmern einen tiefen Eindruck.
Ä l l e n d o r f a. d. L d a., 15. Juli. Auf Einladung nahm der hiesige, dem Reichsverband deutscher Kleinkaliberschützenoereine angeschlossene Klein- kaliberschützenverein an dem gestrigen Pokalschießen des Kleinkaliberschützenoereins Niederwalgern teil. An dem Schießen beteiligten sich außer der hiesigen noch etwa 14 bis 15 andere Mannschaften. Als Sieger ging die hiesige Mann- schäft, bestehend aus den Schützen P f a n n - müller, Formhals, Wallon, Heiberts- Hausen und Damm, mit 413 Ringen hervor. Als zweitbeste Mannschaft folgte Marburg mit 404 Ringen. Bester Einzelschütze war Pfannmüller (Allendorf) mit 90 Ringen. Falls der hiesige Verein, der z. Z. auf beträchtlicher Höhe steht, sich in der seitherigen Weise noch ausbildet und weiter vervollkommnet, dürfte ihm bei dem demnächstigen Kreisschießen in Friedberg ein schöner Erfolg be- schieüen sein.
wg. Großen-Buseck, 14. Juli. Am vergangenen Freitag wurden unsere militärpflichtigen jungen Männer in Gießen gemustert. Frühmorgens brachte unsere SA.-Kapelle mit Musik die jungen Burschen $ur Bahn. Nach der Musterung wurden einige Gaststätten in Gießen besucht und alsdann der Heimweg zur Bahn angetreten. Auf dem Bahnhof in Großen-Buseck wurden sie wieder mit Musik empfangen und zogen in einem Umzug durch die Straßen unseres Dorfes. Ueberall wurden die Gemusterten freudig begrüßt. Man sammelte Eier und Speck. Am Abend bildete eine Feier mit Tanz den Abschluß der „Musterung". — Gestern abend fand auf dem Schulhof vor dem Spritzenhaus ein Appell der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr statt. Da die Wehr im Laufe des Frühjahres neu eingekleidet worden ist, mußten sämtliche Mannschaften in der neuen Uniform antreten. Die Uniformen wurden von den hiesigen Schneidermeistern angefertigt. Anschließend fand noch ein Umzug durch die Ortsstraßen unter Dorantritt des Spielmannszuges nach dem Vereinslokal statt.
00 Klein-Linden, 14. Juli. Im Saale der Wirtschaft „Zur Burg" wurde am Samstagabend in einer würdig verlaufenen Feier die Verleihung der von dem Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg gestifteten Ehrenkreuze an Frontsoldaten, Kriegsteilnehmer, Kriegerwitwen und -eltern vorgenommen. Bürgermeister Fischer eröffnete die Versammlung und erinnerte daran, daß man lange Jahre nach dem Kriege, in Jahren der Schmach und Schande, die Taten unserer braven Soldaten des Weltkrieges vergessen habe. Mit der Machtübernahme durch Adolf Hitler und die NSDAP., habe sich auch das neue Deutschland seiner Pflicht gegenüber den Teilnehmern des großen Krieges erinnert und die während des Krieges geprägten Worte „Der Dank des Vaterlandes ist euch gewiß" in die Wahrheit umgesetzt. Wir dürften wieder, so führte er weiter aus, stolz auf unser Vaterland sein und dies jetzt, nach Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, erst recht. Wir sollten das neue Ehrenzeichen im Geiste echter Frontkameradschaft und treuer Volksgemeinschaft tragen. Auch Mütter und Witwen, denen das Ehrenzeichen verliehen würde, sollten es nicht mit Trauer im Herzen, sondern mit den Gedanken des Stolzes an die Heldentaten unserer Gefallenen tragen. Im Anschluß an seine Worte überreichte Bür- germeister Fischer jedem Empfänger sein Ehrenzeichen. Ortsgruvpenleiter Dr. Größmann gab seiner Freude Ausdruck, daß der Geist der Front Auferstehung gehalten habe. Er sprach ferner davon, daß wir unserem Führer diese Wendung zu verdanken hätten. Es sollten denn auch alle geloben, in diesem neuerstandenen Geist die Auszeichnung zu tragen. Unsere Regierung sei bestrebt, den Kriegsteilnehmern den Dank, der ihnen gebühre, abzustatten und geschehenes Unrecht wieder gutzumachen. Es sei jetzt unsere Pflicht, uns dieser Auszeichnung würdig zu erweisen und uns einzureihen in die Front derer, die für Volk und Vaterland arbeiteten. Mit dem „Sieg-Heil!" auf den Führer und mit den gemeinsam gesungenen Nationalliedern fand die Feier ihr Ende. Dann blieben die Teilnehmer noch einige Stunden beisammen, tauschten Erinnerungen aus und sangen schöne alte Soldatenlieder.
00 Klein-Linden, 14. Juli. Der Dreher Wilhelm Runge von lster konnte am Samstag auf eine 35jährige Tätigkeit im Dienste der Eisenbahn zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde ihm durch Amtmann Holzappel und Ingenieur Hammel von der Reichsbahngesellschaft unter Überreichung einer Ehrenurkunde und eines Treugeldbetrages der Dank und die Anerkennung ausgesprochen. Auch von den Arbeitskollegen wurden dem treuen und allzeit hilfsbereiten Arbeitskameraden herzliche Glückwünsche zuteil.
"Y" Watzenborn - Steinberg, 15. Juli. Am Samstagvormittag veranstaltete die hiesige Bauernschaft einen Rundgang durch d i e Feldgemarkung. Neben den Landhelfern hatte sich eine große Anzahl Interessenten eingefunden. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Schäfer, in der auf die große Bedeutung solcher Veranstaltungen hingewiesen wurde, übernahm bann Landwirtschafts-Assessor Bernha rot von der Bäuerlichen Werkschule Gießen die Führung durch die Felder. Zunächst gab er interessante Aufschlüsse über Anbau und Ertragfähigkeit der einzelnen Fruchtarten und der Luzerne. Der in diesem Jahre besonders unter dem Weizen auftretende Windhalm könne am besten bekämpft werden, wenn man der Saat im Herbst etwas Stickstoff gebe. Mehr muß noch die Unkrautbekämpfung durchgeführt werden. Den Mais reifen zu lassen und sich das Saatgut selbst zu ziehen, wurde ebenfalls empfohlen. Auch feinen Bedarf an Erbsen solle der Bauer sich selbst ziehen, indem er sie unter den Hafer säe und mit demselben dresche. Mehr Wert müsse bei den Kartoffeln auf gesunde Aussaat und ertragreiche Sorten gelegt werden. Da in absehbarer Zeit die bekannte Speisekartoffel „Industrie" als Saatgut nicht mehr geliefert werde, sei es heute schon von großer Wichtigkeit, seine Sorten nicht ausarten und veraltern zu lassen. Hier wird in erster Linie „Ackersegen" empfohlen, die einen guten Ernteertrag abwirft. Von großer Wichtigkeit ist die Düngung, die neben den Wirtschaftsdünger mit Kali, Suverphos- phat und schwefelsaurem Ammoniak unterstützt werden müsse. Im Laufe der Jahre solle der Landwirt im Stande fein, eigenes Saatgut heranzuziehen. Hierzu müßten ländlike Bezugs- und Absatzgenossenschaft und der landwirtschaftliche Ortsfachberater Hand in Hand arbeiten. Am Schluß dankte der Ortsbauernführer Heinrich ,S ch ä f e r für die aufschlußreiche praktische Unterweisung und empfahl den Bauern, das Gehörte in der Praxis anzuwenden, zum Nutzen ihrer eigenen Betriebe
* Wekkershain, 15. Juli. Der Arbeiter Albrecht Friedrich und fein Bruder aus Weiters- hain vergnügten sich auf einem Floß auf dem Teich bei Grube Atzenhain. Friedrich, der nicht schwimmen konnte, versuchte an tiefen Stellen Schwimm Übungen zu machen. Er wurde dabei vom Floß abgetrieben und versank vor den Augen seines Bruders, der ihm keine Hilfe bringen konnte, da er selbst Nichtschwimmer ist.
♦ Hausen, 15. Juli. Am Samstagabend fand in der Wirtschaft Dörr die feierliche Ueberreichung von achtzig Ehrenkreuzen statt. Festlich war der Saal geschmückt. Die Kapelle Bender eröffnete den Abend, der einen guten Besuch aufwies. Bürgermeister Göbel begrüßte die Anwesenden unb wies auf die Pflichten hin, die das Ehrenkreuz für die Träaer in sich schließt. Er überreichte Dann unter feierlichen Musikklängen jedem Berechttgten das Ehrenkreuz unter Handschlag. Der Ortsgrup- penleiter Philipp von Watzenborn beglückwünschte die Ausgezeichneten und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß Hausen so einig sei, die einzelnen wirklich in Volksgemeinschaft untereinander verbunden • seien. Heinrich Pfeiffer dankte in begeisterten Worten im Namen der Geehrten. Der Gesangverein „Einttacht" verschönte den Abend durch prächtig vorgetragene Lieder.
< Hausen, 15. Juli. Am Sonntag unternahm der evangelische Frauenchor Hausen seinen alljährlichen Ausflug, an dem sich 70 Mitglieder beteiligten. In zwei Autobussen ging zunächst die Fahrt über Laubach nach Schotten. Hier sang der Chor im Gottesdienst in der ehrwürdigen Kirche. Weiter ging dann die Fahrt nach Breungeshain. Dann begann der Aufstieg zum Hoherodskopf. Ein kühles Lüftchen ließ den Aufstieg, vor dem manchem älteren Teilnehmer bangte, leicht bewältigen. Alle schafften es denn auch und oben wartete der Klub- wirt Bender mit einem reichlichen und guten Mittagessen auf. Die einen sonnten sich nun auf der Liegewiese, die anderen suchten den kühlen Schatten des Waldes auf. Der Chor fang einige Volkslieder, die von den auf dem Hoherodskopf versammelten Ausflüglern sehr beifällig ausgenommen wurden. Der Gang nach dem Taufstein und der weite Blick vom Turm ließen noch einmal die ganze Schönheit des Heimatgebirges sehen. Mit weiterem Gesang
aus der Fülle deutschen Volksliebgutes nahm man Abschied vom Hoherodskopf. Auf der Rückfahrt wurde in Laubach noch einmal Station gemacht. Nach kurzem Rundgang durch das Städtchen brachte der Chor auf dem Marktplatz ein Ständchen. Mehr und mehr füllte sich der Platz mit dankbaren Zuhörern, die begeistert Beifall spendeten. Nun sollte aber endgültig die Heimreise angetreten werden. Aber der Chor wurde noch einmal in Anspruch genommen, und zwar kam dies ganz überraschend. Bei der Fahrt durch Nieder-Bessingen ging es an einem Hochzeitsbaus vorbei. Das Brautpaar kam gerade dem Wagen entgegen. Im Hof standen die langen Tafeln für die Hochzeitsgäste. Rasch wurde Halt gemacht und dem jungen Paar mit einigen Liedern ein Ständchen gebracht. Der Vorsitzende brachte ein „Hoch!" auf das Paar aus. Beiderseits war die Freude über dieses unverhoffte Erleben groß. Ein kühler Trunk Wein war der Dank der Hochzeitsleute. So kam man frohgelaunt gegen 21 Uhr in Haufen an, allseits herzlich begrüßt von den bereits auf die Heimkehr wartenden Angehörigen Noch einmal erschallten einige Lieder am Rathaus in den nun versinkenden Tag, der allen Teilnehmern wirklich ein Tag echtester Freude, schöner Anregung und vor allem auch harmonischen Zusammenseins wurde.
00 Queckborn, 15.Juli. Dieser Tage fand die Musterung der Jugendlichen aus den Jahrgängen 1914 und 1915 in Gießen statt. Mit dem am Tage vorher mit Waldesgrün festlich geschmückten Rekrutenwagen wurde die Fahrt zum Bahnhof Grünberg artgetreten. Nach der Wiederankunft fand eine Rundfahrt durch das Dorf statt, bei der die von früher her bekannten Wecke zur Verteilung kamen. Mit dem gemeinsamen Verzehren der gesammelten Eier und des Specks und einem anschließenden Tänzchen fand der nach zwanzigjähriger Pause zum ersten Male wieder abaehaltene Musterungstag sein Ende. — Ein Hühnerbesitzer kam dadurch zu Schaden, daß in einer der vergangenen Nächte ein Fuchs einbrana und sämtliche Hühner, bis auf einige Kücken, tötete. Von einem schon früh auf das Feld gehenden Einwohner wurde der Fuchs noch beobachtet, als er in einem nahen Fruchtacker verschwand.
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Leichtathtelil-Erfolge 6er(5pielveremtgungl 900 in Weilburg und Irankenberg.
Den 1900er Leichtathleten war bei den Natio- nalen Wettkämpfen in Weilburg und Frankenberg am vergangenen Sonntag ein gutes Abschneiden beschieden. Es wurden insgesamt 5 erste, 5 zweite und 7 dritte Plätze errungen.
In Weilburg hatte sich die erwartete starke Konkurrenz eingefunden. Mit einer der besten Tagesleistungen wartete Jung (1900) auf, indem er im Stabhochsprung 3,50 Meter bewältigte. Recht gut ließ sich auch Herrmann (1900) im HO« Meter-Hürdenlauf an, wo er zum erstenmal startete. Erst in den letzten 25 Metern konnte ihn Ruck (IG.-Sportverein Frankfurt), 400 - Meter - Hürdenmeister des Gaues Südwest, abschütteln. Zeiten: Ruck 17,1 Sekunden, Herrmann 17,7 Sekunden.
In den beiden Mittelstrecken (800 und 1500 Meter) ging Peters an den Start, fand sich aber auf der kleinen Bahn nicht zurecht und wurde jeweils Dritter. Sieger über 800 Meter wurde der Gau-Juniorenmeister Seibert (Staffel), über 1500 Meter ging der alte Kämpe Kaufmann (Post- fportverein Frankfurt) als Erster durchs Ziel.
Im Speerwerfen, Klaffe II, kam Hopfenmül - l e r (1900) bei ungünstiger Abwurfbahn auf 44,55 Meter und belegte damit den dritten Platz. Sieger des Wettbewerbes war Bäck (Postfportv. Frankfurt) mit 48 Metern vor Jacob (VfB.-Reichsbahn Gießen) mit 45,82 Meter.
Bei den Frauen war ein außergewöhnlich hohes Leistungsniveau gegeben. Frl. Diehl (1900) bestritt den 100-Meter-Lauf und den Dreikampf. In der erstgenannten Konkurrenz schied sie in 13,9 Sekunden mit knappem Unterschied im Zwischenlauf aus. Beim Dreikampf belegte sie hinter Frl. Kalk (IG. - Sportverein Frankfurt) und Frl. Sperl (Eintracht Frankfurt) einen wertvollen dritten Platz. Sehr tapfer hielt sich auch die ersatzgeschwächte 4X100-Meter-Frauen-Staffel, die in der Aufstellung Frl. Guth, Frl. M. Ockel, Frau Bepperling und Frl. Diehl als Zweiter einkam. Zeit 58,1 Sekunden. Sieger wurden die
Frauen vom Postsportverein Frankfurt in 57,7 Sekunden.
In Frankenberg gaben neben den Vereinen aus dem Edergebiet die Kasseler Hessen-Preußen der Veranstaltung das Gepräge. Sie sicherten sich auch den Löwenanteil an den Erfolgen. Die 1900er zeigten sich aber auch der Situation gewachsen. Die 400 Meter Klasse I wurden von Gefr. L a n g r o ck (14. Komp. I. R. Gießen) bestritten. Er wurde knapper Zweiter hinter Armbrecht (Hessen-Preußen Kassel), lieber 3000 Meter war 1900erseits M o o tz vertreten,. der auf den dritten Platz kam. K. Schmidt (1900) brachte den Weitsprung mit 5,75 Meter an sich. Im Dreisprung mußte er sich sechs Zentimeter hinter dem Sieger mit dem zweiten Platz begnügen.
Mit guten Leistungen warteten die Gießener Jugendlichen auf. Lehrmund lief über 800 Meter Jugend A ein taktisch gutes Rennen unb siegte in 2:22 Min. In ber Jugendklasse B kam Goß (1900) zu einem Doppelsieg. Er brachte die 75 Meter sicher in 9,8 Sek. an sich. Ebenso gewann Goß das Kugelstoßen mit 11,80 Meter. Der Weitsprung sah Zehnter II (Hessen-Preußen Kassel) als Sieger mit 5,30 Meter. Die beiden nächsten Plätze belegten die beiden 1900er Weihrauch (5,05 Meter) unb Goß (5 Meter).
VfB.-Reichsbahn-Leichtathleten in Weilburg.
Die Leichtathleten bes VfB -Reichsbahn nahmen ebenfalls an ben Wettkämpfen des Weilburger FV. teil. Trotz der auserlesenen Konkurrenz errang der VfB.-Reichsbahn 4 erste, 5 zweite und 5 dritte Siege.
Die Ergebnisse.
Klasse I.
Kugelstoßen: 1. Luh, VfB.-R. 14,64 m; 2. Meyer, IG. Frankfurt 13,35 m. Luh stieß ohne Abstoßbalken. Diskuswerfen: 1. Luh,VfB.-R. 37,43 m; 2. Thismar, Polizei Wetzlar 36,98 m; 3. Meyer, IG. Frankfurt 36,28 m. S p eer- werfen: 1. Beck, Post Frankfurt 48 m; 2. Jakob, VfB.-R. 45,82 m; 3. Hopfenmüller, 1900 Gießen 44,55 m. Hier will Jakob kein Wurf glücken. In Klaffe II warf er 50 m. Hammerwerfen
1. Mohl, VfB.-R. 33,12 m; 2. Luh, VfB.-R. 32,60 m; 3. Meyer, IG. Frankfurt 31,72 m.
100 Meter: 1. Kühn, Eintracht Frankfurt 11,1 Sek.; 2. Schmidt, Post Frankfurt 11,3 Sek.; 3. Siegmund, VfB.-R. 11,8 Sek. 4 0 0 Meten 1. Grübling, IG. Frankfurt 51,7 Sek.; 2. Rock, IG. Frankfurt 54 Sek.; 3. R. Fischer, VfB.-R. 56,9 Sek. 3 0 0 0 Meter: Ohly, Post Frankfurt 9,48 Min.; 2. Schwerdtel, Limburg, 10,03 Min.; 3. Pfaff, VfB.-R. 10:03,8 Min.
4 mal 100-Meter-Staffel: 1. Eintracht Frankfurt, 45 Sek.; 2. Postsportverein Frankfurt, 45,6 Sek.; 3. VfB. Reichsbahn Gießen, 47 Sekunden. Luh als Schlußmann lief nicht ganz aus. Leider klappte hier der Wechsel Fischer-Jakob nicht.
Klasse II.
Speerwerfen: 1. Jakob, VfB.-Reichsbahn, 50,01 Meter; 2. Delaum, IG.-Frankfurt, 48,57 Meter; 3. Wurlitzer, Wetzlar, 47,20 Meter. Kugelstoßen: 1. Müller, Tv. Holzheim, 12,79 Meter; 2. Mohl, VfB.-Reichsbahn, 12,37 Meter; 3. Werner, Weilmünster, 12,12 Meter. Hochsprung: 1. Anheier, Post Frankfurt, 1,64 Meter; 2. Langenohl, VfB.-Reichsbahn, 1,59 Meter; 3. Mayer, Eintracht Frankfurt, 1,59 Meter. Langenohl fand sich mit dem Sandboden nicht ab. 15 0 0 Meter: 1. Lohberger, Eintracht Frankfurt, 4:26,9 Min.; 2. Sobezak, VfB.-Reichsbahn, 4:31,8 Min.; 3. Lange, Post Frankfurt, 4:32,0 Minuten. Eine feine Leistung von Sobezak. Im Endspurt war der Frankfurter etwas stärker.
Schweden staffel: 1. Eintracht Frankfurt, 2:07,9 Minuten; 2. VfB. Diez, 2:10,8 Minuten; 3. VfB. Reichsbahn, 2:17,1 Minuten.
Wekbeschwimmen in Lich.
Die diesjährige Reichsschwimmwerbewoche wurde in unserer Stadt unser größter Anteilnahme ber Formationen und Vereine sowie großer Kreise ber Bevölkerung unserer Stabt durchgeführt. Da es Lich an einem geeigneten Schwimmbad mangelt, hatte in anerkennenswerter Weife die Fürst zu Solms-Lich'fche Standesherrfchaft zur Abhaltung des geplanten Schwimmfestes den landschaftlich schon gelegenen Albacher Teich zur Verfügung gestellt. In der vergangenen Woche wurden verschiedene Uebungsschwimmen durch den rührigen Ortsausschuß unter Leitung von Schwimmwart Christian Zimmer abgehalten. Von herrlichstem Sommerwetter begünstigt wurde bann am gestrigen Sonntag bas Schwimmfest burchgeführt. Auf dem Festplatz hatte sich eine stattliche Anzahl Volksgenossen aus der Stadt und der näheren und weiteren Umgebung eingefunben. Unter ber sachkun« bigen Leitung ber Führer bes Schwimmausschusses, Christian Zimmer und Karl Volz, wickelte sich das Programm unter reger Anteilnahme der Besucher ab. Wettschwimmen, Rettungsschwimmen, Staffelschwimmen, Kürspringen u. a. fanden viel Anklang. Auf dem Festplatz sorgte die Kapelle ber Freiwilligen Feuerwehr Lich mit schneibigen Marsch- unb Konzertweisen für gute Unterhaltung. Im ganzen gesehen kann bas Schwimmfest auch in biesem Jahre mieberum als voller Erfolg für bis Veranstalter gebucht werben. Nachstehend
die Ergebnisse:
Schwimmerinnen unter 14 Jahren: (1 Bahn Brustschwimmen): 1. Ruth Erd, 2. Erna Insel, 3. Elisabeth Schäfer, 3. Minni Kambeitz, 4. Elli Kambeitz. •
Schwimmerinnen über 18 Jahre: (1 Bahn Brustschwimmen und 1 Bahn beliebig): 1. Mariechen Schmidt, 2. Erika Hartmann.
Schwimmer unter 14 Jahre: (1 Bahn Brustschwimmen): 1. Manfred Uhl, 2. Ludwig Schöne, 2. Friedrich Trechsler, 3 Rubi Steinmetz, 4. Kurt Steinmetz, 4. Helmuth Salzmann.
Schwimmer über 14 Jahre: (2 Bahnen beliebig): 1. Hans Mönch, 1. Ottodalb von Wer- chern, 2. Arnim Komp, 3. Ottokarl Kahn, 4. Heinrich Kambeitz.
Schwimmer-Staffeln für Schwimmer unter 14 Jahren: (4 mal 1 Bahn beliebig): 1. Jungvolk Lich.
Staffeln für Schwimmer von 14 bis 18 Jahren: (4 mal ein Bahn beliebig): 1. Hit- lerjugenb Lich, 2. Turnverein 1860 Lich, 3. Verein für Rasenspiele Lich.
Staffeln für Formationen und Vereine: (4 mal 1 Bahn beliebig): 1. SS. 3/1. 83 (Lich), 2. Verein für Rasenspiele Lich, 3. SA.-Sturm 32/116 (Lich), 3. NSKK. 6/147 (Lich).
Kurze «Sportnotizen.
Der B r o ck e n l a u f, der am Sonntag zum neunten Male über 20 Kilometer mit Start und Ziel in Ilsenburg ausgetragen wurde, brad)te einen Rekordsieg von Starke (Dortmund) in 1:37:25 Stunden. Die bisherige Bestzeit hielt Kohn-Berlin.
Das oberhessische SporlereiguiS:„Ruud um Schotten".
441
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Rund um Schotten.
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Die hier beigefügte Karte zeigt den Verlauf der Strecke für das Rennen „Rund um Schotten"
Die Meldeliste für bas 10. Motorradrennen „Rund um Schotten", das am nächsten Sonntag ftattfinbet, hat durch zwei Nachmeldungen eine sehr wertvolle Bereicherung erfahren. Neu hinzugekommen sind jetzt Mellors, der englische Fahrer in dem in letzter Zeit so erfolgreichen NSU.-Stall, und ber Spanier Sanchez (Barcelona) auf einer 350 ccm Terrot - Maschine. Mellors ist ein ganz hervorragenber Fahrer; er war u. a. beim letzten Solitube-Rennen bei Stuttgart nur um knapp zwei Minuten langsamer als sein Stallgefährte Steinbach, ber auf dieser schweren Strecke mit einem Gesamtdurchschnitt von 114 Stdkm. die Höchstgeschwindigkeit des Tages erreichte. Simo Sanchez startete am Sonntag beim Großen Motor- radpreis von Deutschland und will in Schotten beweisen, daß er zur internationalen Spitzenklasse gehört.
Die Sttaßenarbeiten an der Rennstrecke stehen dicht vor ihrem Abschluß, so daß die Fahrer, von denen die ersten am Dienstag erwartet werden, am Donnerstag, dem ersten Trainingstag, schon unbesorgt ganz aus sich herausgehen können.


