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Grubengebäude Versammelten fühlen sich wie

dem

Prädikat

Arier- Film er­bte amt-

Landhäusern für Landwirtschaftsarbeiter und ferner die Schaffung eines staatlichen Landwirtschaft^am- tes vorsehen. Lloyd George befaßt sich auch mit der industriellen Ausdehnung Englands nach Uebersee und vertritt dabei die Ansicht, daß die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Britischen Weltreiches noch sehr entwicklungsfähig sind. Die Denkschrift schließt mit der Bemerkung, emes der wichtigsten Mittel zur Durchführung der Vorschläge sei derMut zum Handeln".

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Das Hauptinteresse der Londoner Presse gilt dem Reformplan Lloyd Georges.Daily Expreß" undNews Chronicle" nehmen ihn freund­lich auf. In der konservativen Presse wird jedoch im wesentlichen der Standpunkt der Regie­rung vertreten, die ihn bekanntlich abgelehnt hat. Ein Blatt erklärt, der k o n st r u k t i v e Teil der Vorschläge sei bereits von der Regierung zu einem erheblichen Teil durchgeführt worden, und die Vorschläge, die einen politi­schen Beigeschmack hätten, würden von sachkundiger Seite verurteilt. Auch Time s" ist der Ansicht, daß die Regierung be­reitsden Rahm von Lloyd Georges Milch abgeschöpft" habe. Viele seiner prak­tischen Anregungen, z. B. auf dem ©eHcfe des Wege» und Häuserbaues, seien bereits durch- geführt oder würden im geeigneten Augenblick durchgeführt werden. Das Blatt spricht davon, daß der betagte Lloyd George sich nicht damit zufrieden geben wolle, hilfreichen Rat zu spenden, son­dern wahrscheinlich eine neue Partei scha - f e n werde.

Das abgelehnte Projett.

Will Lloyd George ein Wahlprogramm daraus machen?

Lloyd Georges Reformplan.

Arbeitsbeschaffung und Förderung der Landwirtschaft im Mittelpunkt des Sanierungsprogramms.

3n 740 Jeter Tiefe.

, Dortmund, 15. Juli. (DNS.) Am Montag um 11.50 Uhr erfolgte im Untertagebetrieb der ZecheAdolf von Hansemann" in Dort­mund-Mengede auf 740 Meter Tiefe im Revier HI ZlözBlücher", aus bisher noch nicht aufgeklarter Ursache eine Explosion. Durch die Explosion entstand an der Unglücksstelle ein Gruben­brand. Die Reichsbekriebsgemeinschaft Bergbau hat anläßlich des Grubenunglücks auf der Zeche Adolf von Hansemann" an Reichsorganisations­leiter Dr. Ley in Berlin ein Telegramm gerichtet, in dem sie von der schweren Schlagwetterexplosion Kenntnis gibt. Rach dem Bericht des Oberbergamts Dortmund hat die Explosion zehnTodesopfer gefordert,- 27 Bergleute wurden verletzt. Das Revier ist jetzt frei von Explosionsgasen. Die Ur­sache der Explosion ist noch nicht sestgestellt. Ein schwerverletzter Bergmann ist am Montagabend im Krankenhaus g e st o r b e n, in der Rächt zum Diens­tag sind ferner die Bergleute Orlowski und D i ck m a n n ihren Verletzungen erlegen, so daß die Zahl der Todesopfer nunmehr dreizehn be­trägt. Das Befinden der 23 im Krankenhaus liegen­den verletzten Knappen ist weiter ernst, doch besteht keine unmittelbare Lebensgefahr.

An der llnglücksftälte

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich um die Mit­tagsstunde des Montag im Außenbezirk Mengede die Nackricht von dem schweren Unglück auf der ZecheAdolf von Hansemann". Strahlende Juli­sonne stand über der Unglückszeche, deren hoch­ragende Fördertürme zum Wahrzeichen dieses Stadtteiles geworden sind. Hunderte von Volks­genossen, die zu Fuß, mit dem Fahrrad usw. herbei- geeilt sind, um Einzelheiten über das Un­glück und seinen Hergang an Ort und Stelle zu erfahren, umsäumten dicht die Straßen in der Nähe der Schachtanlage. Ein reges Kommen und Gehen von Sanitätsmannschaften und Freiwilliger Feuer­wehr kündete schon von weitem von dem traurigen Ereignis. Krankenwagen mit Verletzten strebten in eiliger Fahrt dem Brüder-Krankenhaus zu. Alle Anteilnahme und Sorge gehörte in erster Linie den unmittelbaren Angehörigen der noch einge- schlossenen Männer der Arbeit. Die vor

HplosionsunM auf der Dortmunder Zeche Aböls von Hansemann".

13 Bergleute getötet, 25 Verletzte. - 50000 Mark als erste Hilfe gespendet.

infolge der Abwertung des Pfundes 6 r o ß e K u rsoerlufte erlitten, die er durch oie Registermarkkäufe habe wieder ausgleichen wollen. ö '

hr^ ^a?,t5rann)aIt beantragte Zuchthaus von dreieinhalb Jahren und Geldstrafe von 5000 Mark. An Anklagevertreter stellte fest, daß bei diesem "Katholischer Orden keine Rolle

Indern daß der Angeklagte sich hier allein !sn persönlichen Gründen habe berei- ?as ^teil lautete wegen fort» dPÄ! 5 15 wiederholten Deoisen-

2 ?a^re Zuchthaus, 3000 nnn Rdnn ^rafpe £nb Einziehung eines Betrages °°n 3400 Mart. Der Blitzend- betonte daß U Hauptverhandlung die Schuld des Angeklagten in b a 5mGlartf?n9* hätte. Der MngeHagte habe ffieih. mis*? Deutschland in grober brse mißbraucht, indem er seine Kurq-

wordkn^daß

^chMÄ^-L Ä tat ES naprhTn11 Geständnis ablegte. Strafverschärfend müsse

®exr Vreiskommiffar untersagt Abstandssummen im Wohnungswesen fnmi^rnk' y*: <DNB.> Der Retchspreis.

"r* leine Richtlinien dasür i « h r6; A. 6 1 ®11 < tc n allgemein aus dem bisherigen Stande bleiben und daß insbe­sondere u n g er e ch t f e r t i g t e S t e i g e ru n g en verhindert werden. Damit gegen diese Gründ-

sätze, die jedoch eine wirtschaftlich gebotene Miet- fteigerung nach Lage des Einzelfalles nicht unmög­lich machen, nicht durch offene oder versteckte Nebenabreden im Umgeyungswege verstoßen werden kann, hat der Reichspreiskommissar einen neuen Erlaß an die Spitzenorganisation der Haus­besitzer gerichtet. Darin untersagt er auch aus­drücklich bas Fordern und Einziehen von A b st a n d s s u m m e n. Bei Uebertretung dieses Verbotes, das selbstverständlich auch wirksam wird, wenn etwa Mieter Abstandssummen fordern, soll auf das schärfste vorgegangen werden.

Der Kösener EC. zum Fall Gaxo-Borussia.

Die Pressestelle des Kösener SC. - Derbgn- d e 5 teilt der Presse folgendes mit:Das Verhalten einzelner Angehöriger des Korps Saxo-Borussia in Heidelberg wird von dem Korps als solchem und von dem Verband, dem es angehört, ebenso scharf und entschieden mißbilligt wie von jedem deutschen Volksgenossen und Nationalsozialisten, mag er nun Verbindungsstudent sein oder nicht. Die Vorgänge vom 21. Mai 1935 weitere Vor­gänge waren damals noch nicht bekannt führten wenige Tage nach dem 21. Mai zu der A u s - Schließung der drei verantwortlichen Korpsstudenten aus ihrer Verbin­dung und am 31. Mai, unmittelbar nach Be­kanntwerden der Vorgänge, ohne vorherige Prü­fung, nur auf Grund der äußeren Erscheinungs- form, zur vorläufigen Entfernung des Korps selbst aus dem Kösener SC. -

e r ® a nd. Auf dem Kösener Kongreß 1935 war das Korps nicht mehr vertreten.

Nach Abschluß des akademischen Disziplinaroer- layrens wurde die vorläusige Suspension durch die

ben sich zum Gedächtnis an die toten britischen Kämpfer. Dann trat der Bundesführer der Reichs­vereinigung ehemaliger Kriegsgefangener vor, um einen schlichten Lorbeerkranz niederzulegen. Der Kranz trägt auf der Hakenkreuz- und schwarz-weiß- roten Schleife die Inschrift:Den toten britischen Frontsoldaten die deutschen Frontsoldaten". Die anwesenden Hitlerjungen und Mädchen forderte er auf, die Gräber der englischen Soldaten mit roten Rosen au schmücken. Mit dem Lied vom guten Kameraden sand die Feierstunde ihren Ausklang. Nach einem Rundgang durch den Friedhof sprach Major Fetherstone-Gooley den Hitlerjungen und Mädchen in herzlichen Worten feinen Dank für die sinnvolle Ausschmückung der Gräber aus.

Empfang beim Votschafter von Ribbentrop

Botschafter von Ribbentrop empfing am Montagabend die Vertreter der British Legion i n seinem Hause in Berlin-Dahlem. Seiner Ein­ladung hatten u. a. Folge geleistet: der Stell­vertreter des Führers, Reichsminister H e ß, Reichskriegsminister v. Blomberg, Reichsinnen­minister Dr. F r i ck, Reichsarbeitsminister S e l d t e, der Oberbefehlshaber General der Artillerie F r e i» herrvon Fritsch, Staatssekretär Lammers, Staatssekretär Milch, Gauleiter und Oberpräsi­dent Schwede, Gauleiter Bohle, SA.-Gruppen- führer Prinz August Wilhelm von Preußen, Reichskriegsopferführer Oberlindober, Oberst a. D. Reinhard, Generalmajor a. D. Graf von der Goltz, Freiherr von Lersner, Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg- Gotha, General a.D. Haushofer. Der Empfang bot Gelegenheit zu einer kameradschaftlichen und freundschaftlichen Aussprache zwischen den Vertre­tern der englischen Frontkämpfer und den Vertre­tern der Reichsregierung und der deutschen Front­kämpferoerbände.

Vereinigtes"Iemeldirettonum

Der einzige Memelländer ausgetreten.

Memel. 15. 3ulL (DRV.) Der Landesdirektor Heinrich V u l t g e r e i t s hat dem Präsidenten des Direktoriums Bruwelaitis sein Amt zur Ver­fügung gestellt. Zur Begründung führte er neben Gesundheitsrücksichten an. daß die Land- wirtschaft des Memetgebietes oor dem vollständigen Zusammenbruch stehe, da ; sie keinen Absatz habe. Er könne deshalb sein : Mitwirken in der memelländischen Regierung nicht , mehr verantworten. Runmehr seht sich das Memel- ( tand-Direktorium nur noch aus Anhängern ; der grohlitauischen Richtung Bruwe- i taitis zusammen, denn die beiden anderen Direk- \ toten Grigat und Anysas gehören den 1 litauischen Parteien bzw. den litauischen Schützen an.

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Die Kownoer Regierung ist den verschiedenen Protesten der ©arantiemämte stets mit dem Hin­weis ausgewichen, daß oem Memeldirektorium auch ein Memelländer angehöre, also gar kein Grund bestehe, sich sonderlich aufzuregen. Da dieser Memelländer, der Landesdirektor Buttgereit, jetzt seinen Austritt aus dem Direktorium vollzogen hat, sind die Litauer Bruwelaitis, Grigat und Anysas nunmehr vollkommenunter s i ch". Das

waren sie auch vorher schon, wenn es galt, irgendeinen neuen Rechtsbruch auszuhecken und die Bevölkerung zu schikanieren. Denn Buttgereit war doch nur so etwas wie ein Tafelaufsatz, der die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich lenken sollte. In Wirklichkeit hatte er nicht das geringste zu sagen. Daß er als Memelländer es übers Herz brachte, sich in die litauische Gemeinschaft hineinzubegeben, ist ein Kapitel für sich. Eines Tages war er da, fühlte sich aber doch in dieser litauischen Gesellschaft höchst unbehaglich, die in ihm nur einen Hand­langer sah, den man bei der nächsten Gelegen­heit wieder baoonjagen würde. Buttgereit hat schließlich eingesehen, daß er den Verrat an den Interessen der Memelländer nicht auf die Spitze treiben durfte. Außerdem wollte er feinen Namen nicht mit dem drohenden Zusammenbruch der memelländischen Landwirtschaft in Zusammenhang bringen. Er ist also gegangen, zurückgeblieben ist dasgereinigte" Memeldirektorium. Besaß es niit Buttgereit schon das Vertrauen des Landtags nicht, so wird es in seiner rein litauischen Fassung erst recht feine Mehrheit im neu zu wählenden Landtag finden, es sei denn, daß dieser Landtag das Ergebnis litauischer Wahlschie­bungen ist, also das von Kowno vorher be­stimmte Gesicht aufweist. Was sagen aber jetzt d i e Garantiemächte, nachdem das Feigenblatt Buttgereit nicht mehr vorhanden ist? Jetzt sitzen nicht mehr Litauer und ein Renegat, sondern nur Litauer in dem Direktorium, das Sach^ der Memelländer sein soll. So ist es jedenfalls schwarz auf weiß in der Memelkonvention, die die Unterschrift der Großmächte trägt, zu lesen. Diese Großmächte haben jetzt das Wort.

Oevisenverbrechen eines französischen Staats­angehörigen.

®"Nn. 15.Juli (DNB.) Bor dem Berliner Schnellschossenyerlcht hatte sich der französische Staatsangehörige Julian A l l a i s wegen Deoisen- oergehens zu verantworten. Die Zollfahndungsstelle batte festgestellt, daß der Angeklagte in einem Brief 350 Mark nach Frankreich gesandt hatte. Allais gab zu, vom Juli 1934 bis Juni d. I. insgesamt 4 0 0 0 Mark in gewöhnlichen -örlesen ms Ausland gesandt und dafür Register- gekauft zu haben. Er will auf diese Weise 1200 Mark verdient haben. Der Angeklagte, ein französischer Dominikanermönch, ging nach dem Kriege nach England, um dort Studien zu treiben 1932 siedelte er nach Deutschland über, um ttch in der deutschen Sprache zu vervollkommnen. Nach ferner Bekundung hatte er 500 englische Pfund mit nach Deutschland gebracht, die er in 2000 deut- sche Mark und in französische Franken umwechselte. Zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes wechselte er zunächst nach seiner Angabe kleine Francbeträqe in deutsches Geld um. Die Verluste beim Wechseln erschienen ihm jedoch so hoch, daß er sich die Erlaub­nis verschaffte, sich von seinem Bruder aus Frank­reich Registermarkbeträge senden zu lassen. Nach seiner Angabe erhielt er monatlich 500 bis 1000 Mk. Mais ging dann dazu über, auch deutsche Reichs-

a r k ins Ausland zu senden, um dafür Registermark anaufaufen. Der Staatsanwalt er« klärte, daß der Angeklagte gestanden habe, er habe

London, 15. Juli (DNB.) Lloyd George hat nunmehr fein großes Sanierungsprogramm, das die englische Regierung bekanntlich ab gelehnt hat, in Form einer Denkschrift unter dem Titel Organisation der Prosperität" veröf­fentlicht. Das Programm, das sämtliche Gebiete des englischen Wirtschafts- und Finanzlebens umfaßt, sieht in erster Linie eineProsperitätsan- l e i h e" von 2 5 0 Millionen Pfund zur Finanzierung produktiver öffe.nt- licher Arbeiten vor. Als ständige Behörde zur Ueberroadjung der industriellen, landwirtschaftlichen und finanziellen Aufbaupläne wird ein staatliches (E n t ro i cf I u n g s a m r vorgeschlagen. Einin­neres Kabinett" soll aus dem Ministerpräsi­denten und vier Ministern ohne Geschäftsbereich be­stehen. Weitere Vorschläge umfassen: Kontrolle der Bank von England durch ein die finan­ziellen und wirtschaftlichen Interessen des Landes vertretendes Ueberwachungsamt, Schaffung eines zentralen Planungsamtes, Neubau von zwei Millionen Wohnungen, Verbesserung des Straßen- und Brückensystems Elektrifizierung der Eisenbah­nen, Entwicklung des Luftverkehrs, Schaffung eines Eisen- und Stahlamtes, Reorganisation der Baum- woll- und der Schiffahrtsindustrie.

Auch für die Landwirtschaft hatte Lloyd George weitgehende Pläne vorbereitet, die in erster Ihme die Umsiedlung von 500 000 Men- fdjen aufs Land, den Neubau von 100 000

40jähriges Oienstjubrlcium Generals von Leeb.

Lpd. Kassel, 15. Juli. Der Oberbefehls- Haber des Gruppenkommandos II in Kassel, General der Artillerie, Ritter von Leeb, begeht am 16. Juli 1935 fein 40jähriges Dienstjubiläum. Die Familie Leeb entstammt einem alteingesessenen oberbayrischen Bauerngeschlecht. General Wilhelm von Leeb, der ein eifriger Berg- fteiger ist, wurde im Jahre 1932 zum Heeres- bergfuhrer ernannt. Er verlebt den Ehrentag auf Urlaub in feinen geliebten bayerischen Bergen.

Leiter der Landjugend-Abteüung im Reichsnährstand ernannt.

Der Reichs bauern führ er hat mit Wir. fung vom 1. Juli den Oberbannführer Hans Bo- finger aus dem Stabe der Reichsjugendführung zum kommissarischen Abteilungsleiter ID (Land­jugend) im Reichsnährstand ernannt. Seine bis- herige Dienststellung als Beauftragter des Reichs- jugendführers im persönlichen Stabe des Reichs­bauernführers bleibt davon unberührt.

Ausländische Sludenkenfuhrer besuchen Deutschland.

Auf Einladung der Reichsführung der Deutschen Studentenschaft unternehmen 17 Fphrer der eng» lischen, irischen, kanadischen und schottischen Studen­tenschaften eine 14tägige Studienfahrt durch Deutschland. Sie trafen von Grimsby kom­mend in Hamburg ein, wo sie durch die Vertreter der Reichsfuhrung der Deutschen Studentenschaft begrüßt wurden Die enalischen Studentenführer fahren dann nach Berlin. Abgesehen von der allge» meinen Besichtigung Berlins werden die Engländer durch das Reichsstudentenwerk und durch das 23er- hner Studentenwerk mit seinen Musterbetrieben geführt werden. In München, wo ein Empfang im Braunen Haus stattfindet, werden die Engländer die Reichsautobahn besichtigen. Nach kurzem Auf» enthalt in Heidelberg und dem Besuch eines Fest» Ipiels aus dem dortigen Thingplatz geht es nach Vacharach, wo auf der dortigen Jugendherberge em Zusammentreffen mit der Hitler-Jugend statt- fmdet. Eine Dampferfahrt auf dem Rhein bringt öl? ^Hmnder nach Köln, von wo aus das rheinisch« westfalische Industriegebiet einer eingehenden Be» M^gung unterzogen wird und den Gästen ein Blick in den. praktischen Sozialismus des Dritten Reiches gewährt wird. Am 1. August kehren die Engländer in ihre Heimat zurück.

Führung des Kösener SC.-Derbandes bestätigt. Das im Interesse sachlicher Nachprüfung vom Köse» ner SC.-Verband eingeleitete Verfahren wird eine gründliche verantwortungsbewußte und ge­wissenhafte Prüfung aller Vorgänge und Zusam« menhänge zum Inhalt haben und zu einer gerechten Entscheidung führen auf der Grundlage der lieber« zeugung, der die Führung des Kösener SC.-Der« bandes bereits vor Jahr und Taa und dann wieder­holt Ausdruck gegeben f)at, daß die studentischen Korporationen nationalsozialistisch sein oder daß sie nicht sein werden.

Die Vorgänge in Heidelberg sind ebenso zu be­klagende wie zu verurteilende Einzel fälle, die sich, solange nicht die Welt vollkommen wurde, überall und in allen Vereinigungen von Menschen wiederholen werden. Unsere Aufgabe kann es nur und muß es sein, die Schuldigen zu bestrafen und Wiederholungen dadurch zu verhüten, daß wir die Menschen, mit denen wir es zu tun haben, nicht nur z u nationalsozialistischer Haltung erziehen, ihnen vielmehr auch den natio­nalsozialistischen Glauben tief ins Herz senken. Das ist unser ehrlicher Wille. Unsere Ehre und unser Glaube aber fordern von uns, Zwei- fei an der nationalsozialistischen G e - sinnung und unserer Treue zu unse­rem Führer und seiner Weltanschau­ung Zweifel, wie sie wegen der Heidelberger Vorgänge gegenüber dem Korpsstudententum, ja darüber hinaus gegenüber dem gesamten Korpora- tionsftubententum geäußert worden sind offen und mannhaft zurückzuweisen."

Gegen anonyme Denunzianten.

Berlin, 15. Juli. DieDeutsche Justiz" ver­öffentlicht aus dem amtlichen Mitteilungsblatt des Obersten Parteigerichts der NSDAP, einen Beschluß dieser Instanz, der eine einstweilige Verfügung unterer Parteigerichte als unzuläs - s i g aufhebt, da die Einleitung eines Partei­gerichtsverfahrens a u f Grund einer ano­nymen Anzeige erfolgt sei. Zur Begründung wird ausgeführt, daß Schreiben von Feig­lingen, die die Ehre anderer angriffen, selbst aber nicht den Mut aufbringen, für die von ihnen ausgestellten Behauptungen persönlich einzustehen, wertlos seien und in den Papierkorb gehör­ten. Die Gerichte der Partei haben grund­sätzlich davon abzusehen, nicht unter- schrieben« Anzeigen zum Anlaß zu nehmen, gegen den Belasteten ein Verfahren einzuleiten. Wer die Parteigerichte zum Einschreiten veranlassen will, muß selbst gewillt sein, für seine Anschuldigungen d i e Verantwortung zu übernehmen.

Abwehr jüdischer Störungsversuche in einem Berliner Lichtspielhaus.

Berlin, 15. Juli. (DNB.) Von jüdischer Seite hervorgerufene Störungsversuche bei der Ausführung, des schwedischen Films Petterson & Bendel" in einem Berliner Lichtspielhaus am Kursürstendamm führten am Montagabend zu Kundgebungen vor dem Lichtspielcheater. Eine größere Menschenmenge gab dabei ihrem Unwillen über das herausfordernde Benehmen der jüdischen Theaterbesucher Ausdruck. In den benachbarten, meist von Juden besuchten Gast- und Kasfehäusern verwahrte sich das Publi­kum gegen das immer dreister werdende Auftreten der Juden. Das Erscheinen der empörten Volks­genossen genügte in den meisten Fällen, um die jüdischen Besucher zum fluchtartigen Verlassen der Gaststätten zu bewegen. Im Cafe Bristol kam es zu lebhaften Auseinandersetzungen, in deren Verlauf eine Fensterscheibe zertrümmert wurde. Abgesehen von kleineren Zwischenfällen, die ich vor Eintreffen der Polizei ereigneten, gelang es dieser und dem Ueberfallkommando, weiteren Zusammenstößen vorzubeugen.

eine große Familie, bei der das Leid des Einen den anderen genau so stark berührt. Eine Arbeiter­frau erklärte, wenn ihr Mann der Katastrophe glücklich entgangen sei, so ginge sie doch nicht eher nach Hause, so lange nicht das Schicksal der ande­ren Bergleute bekannt sei.

Das Unglück ereignete sich gegen 11 Uhr auf der Teilsohle im westlichen Abschnitt des Reviers. Bei dem Unglück handelt es sich um eine Explosion, deren Ursache und Charakter zur Zeit noch nicht feststehen. Die Frage, ob es sich um eine Schlag­wetter- oder eine Kohlenstaubexplosion handelt, ist noch offen. Zerstörungen sind im bettessenden Re­vier kaum vorhanden. Alle Baue können ohne Ge­fahr befahren werden. Die Untersuchung über die Explosion leitet der Bergreoierbeamte des Berg­amtes Dortmund II. Die Vermutung, daß durch die Explosion ein Grubenbrand entstanden ist, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt.

Die Rettungsmannschaft der Unglückszeche, die Feuerwehren, die Sanitätskolonnen und die Ret­tungstruppen der Nachbarzechen waren in kürzester Frist zur Stelle. Bald nach dem Unglück waren auch die Vertreter des Oberbergamtes Dortmund an­wesend, später auch noch Vertreter der Reichs­betriebsgemeinschaft Bergbau aus Bochum, Vertre­ter der SA., der SS. und andere führende Persön­lichkeiten der NSDAP. Die Toten werden im Laufe der Nacht in der Lohnhalle aufgebahrt werden.

Die Zeche Adolf von Hansemann ist lange von Unglück verschont geblieben. Das letzte Unglück ereignete sich acht Tage vor Kriegsausbruch 1914 und forderte damals 13 Todesopfer.

Tätige Hilfsbereitschaft!

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat an den Betriebssichrer derAdolf von Hansemann-Grube" in Dortmund-Mengede folgendes Telegramm ge- sandt:Schon wieder steht das deutsche Volk an den Bahren tapferer deutscher Männer, die ein uner­gründliches Geschick jäh von unserer Seite riß. Das Schlagwetterunglück auf Ihrer Grube hat mich tief erschüttert, aber je härter das Schicksal mit uns ver­fährt, desto enger wollen wir unsere Kameradschaft in tätiger Hilfsbereitschaft bekennen. Der Reichs- bettiebsgemeinschaftsleiter Padberg hat mit der gleichzeitigen Ueberweisung von 50000 Mark meine sämtlichen Vollmachten zur Linderung aller durch das Unglück entstandenen Nöte und Sorgen der Hinterbliebenen und Verletzten übermittelt erhalten."

Wie derVölkische Beobachter" hierzu mitteilt, handelt es sich bei dem schwedischen Ton­ilmPetterson & Bendel" um einen ausgezeich­neten Bildstreifen, der in lebensechtem Ablauf den Wesensunterschied zwischen ~ ' tum und Judentum darstellt. Der hielt als erster ausländischer Film durch liche deutsche Filmprüfstelle das höchste _________

S t a a t s p o l i t i s ch wertvol l". Er soll auch auf der Internationalen Filmausstellung in Vene­dig vorgeführt weiten.

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